Kunden em pfehlungen
Rezensionen von HEYN Leserunde Dagmar Pfleger:
Indische Kontrapunkte
Die Farben der Hoffnung
Wenn man die anfänglichen Längen dieses Romanes überwunden hat, taucht man ein in ein Aufeinanderprallen von unterschiedlichen sozialen Schichten aber auch Charakteren in einem indischen Umfeld: Arm trifft Reich, Ober trifft Unter, Politik trifft Industrie verknüpft mit Korruption - die reiche Herrin als unzufriedene und oberflächlich scheinende Frau trifft auf das starke Dienstmädchen Kamala, das um ihr Überleben und die Bildung ihres Sohnes kämpft; der Ehemann, zu Hause nicht wirklich präsent, lebt mit einer Frau, der Partys und Reichtum wichtig sind - eine Welt, die ihm nicht wichtig ist.
Ich habe das Buch gerne gelesen, weil es der Autorin gelungen ist, diese Charaktere sehr gut darzustellen. Ich konnte diese unterschiedlichen Persönlichkeiten förmlich spüren. Wer hohe literarische Kunst erwartet ist hier falsch. Wenn man ein gut lesbares aber sprachlich betrachtet ein weniger anspruchsvolles Buch lesen möchte, sind "Die Farben der Hoffnung" eine gute Wahl.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Renate Pfeiffer:
Geschäfte- in Indien und anderswo
Die Farben der Hoffnung
Der tägliche Kampf gegen die Armut, die Schwierigkeiten beim Expandieren einer Firma, Korruption und Bestechlichkeit in der Politik und die Hoffnung auf ein besseres Leben- alltägliche Probleme überall auf der Welt, das Leben im indischen Bangalore scheint also seltsam vertraut. Fremd sind eigentlich nur die Namen, die Speisen und die verschiedenen Götter.
Kemala, alleinerziehende Mutter eines geschäftstüchtigen Jugendlichen, arbeitet als Dienstmädchen im Haushalt von Anand, dem Besitzer einer kleinen Fabrik, die erweitert werden soll. Beide beschäftigt im Grunde dasselbe Problem: wie kommt man auf anständige Weise zu dem Geld, das man dringend braucht? Wieviel Hilfe und von wem darf man in Anspruch nehmen?
Lavanya Sankaran, indische Autorin mit amerikanischer Ausbildung, beschreibt mit leichter Hand die unterschiedlichen Lebenskreise von Arm und Reich, die Gratwanderung zwischen Tradition und Fortschritt, zwischen Prinzipien und Anpassung an die moderne Geschäftswelt. Das Buch ist leicht und schnell zu lesen, spannend vor allem dort, wo ein und dasselbe Ereignis jeweils aus Sicht der Dienstboten oder der Herrschaft beschrieben wird. Sehr viel Konzentration verlangen allerdings die Namen: Vidya,Vijayan und Viayak habe ich mehrmals verwechselt, was den Sinn erheblich stört
Rezensionen von Thomas:
eine amerikanische Lebensgeschichte
Stoner von John Williams
Zu Unrecht wurde dieses Buch in den 70er Jahren vergessen - und gottlob nun wiederentdeckt. Eindrucksvoll und sehr mitreißend erzählt uns John Williams die Lebensgeschichte und Schicksalsschläge des Literatur-Professors, die mir gerade wegen seiner Mittelmäßigkeit unter die Haut ging.
Ein unbedingtes Muss, dieses Buch gelesen zu haben.
tr
Rezensionen von Margit kraxner:
Ein ganzes halbes Jahr
Ein ganzes halbes Jahr von John Williams
Wunderbares Buch!!! Die Gefühle werden ordentlich durchgemischt.Spannend bis zum Schluss .Eines der schönsten Bücher die ich je gelesen habe... Absolut empfehlenswert!!
im Shop ansehen weitere Rezensionen von Margit kraxnerRezensionen von Edelkastanie:
Ein ganzes halbes Jahr von John Williams
Ein spannendes, berührendes Buch,welches ich schon des Öfteren verschenkt habe.
im Shop ansehen weitere Rezensionen von EdelkastanieRezensionen von Renate Geissler:
Little Bollywood
Die Farben der Hoffnung von John Williams
Mir hat das Buch gut gefallen.
Nicht so sehr wegen der Handlung : arm - reich , Tradition - Moderne, Anstand - Gier ; sondern weil mir die Autorin das Leben in einer südindischen Stadt sehr plastisch vor Augen führen konnte.
Man meint,den Staub zu spüren, die Gewürze zu riechen und die exotischen Speisen zu schmecken !
Gute Unterhaltungslektüre !
PS: der Originaltitel "The Hope factory" ist wesentlich besser als der deutsche Titel.
Rezensionen von figit:
Sympathische Liebesgeschichte
Die Farben der Hoffnung von John Williams
Durch eine glückliche Fügung findet die junge Erzieherin Kathi eine Praktikumsstelle in einer unkonventionellen Einrichtung für psychisch beeinträchtigte Jugendliche und junge Erwachsene. Wie verschwindend klein der Unterschied zu ihrem eigenen Zustand ist, merkt sie bald: wer sind hier eigentlich die Betreuer, wer die Patienten? Zu Konrad fühlt sie sich vom ersten Moment angezogen, gleichzeitig aber führt die Beziehung Kathi an ihre eigenen Grenzen.
Sympathisch, interessant und keineswegs vorhersehbar erzählte Geschichte, in der man sich stellenweise unweigerlich selber wiederfindet.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Barbara Maria Angerer:
Ein Roman, dem der Duft Indiens entströmt
Die Farben der Hoffnung von John Williams
Warmherzig, klar strukturiert und ein wenig seicht, beschreibt Lavanya Sankaran in ihrem Erstlingswerk das Zusammentreffen des modernen aufstrebenden Indien mit den alten religiösen und gesellschaftlichen Strukturen der ehemaligen Kolonie Englands. Die unterschiedlichen Welten werden anhand der Lebensgeschichten des Unternehmers Anand und dessen Hausmädchen Kamala beschrieben, eingerahmt vom politischen Zwang zwischen Demokratie und Korruption.
Das Buch empfiehlt sich besonders jenen, die dieses vielfältige und bunte Land schon bereist haben und mit dem grandionsen Aufreinanderprallen von bitterer Armut und strahlendem Prunk, von Unrat und Hässlichem mit unbeschreiblicher Schönheit schon konfrontiert wurden. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und empfehle es als Ferienlektüre gerne weiter.
Rezensionen von Eva Knezicek:
Bunte Welt Indiens
Die Farben der Hoffnung von John Williams
Dieses Buch lässt nachdenken - über die stete Verfügbarkeit vielfältiger Nahrungsmittel, Nahrung als selbstverständliche Notwendigkeit, wie auch über die Notwendigkeit ein Dach über dem Kopf zu haben. Es lässt grübeln, über die eigentümliche Verstrickung von Tradition, alter Religionen, alter Rituale und moderner Lebensphilosphie.
Es lässt ahnen, was Moral in Indien bedeutet, was in Europa unmerklich in den modernen Getriebenheiten der Zeit versickert. Es lässt ahnen, was es heisst im chaotischen, aber trotz alledem funktionierenden Verkehrsnetz Indiens zu leben. Es sind andere Strukturen, weder bessere noch schlechtere Strukturen. Es lässt ahnen, wie Korruption funktioniert, wie alte Familienstrukturen auffangen, aber auch den Einzelnen behindern. Essen- nicht nur Nahrungsaufnahme zur Stillung des Hungers, auch Ritual, Konfliktpunkt, religiöses Zeichen, Zeichen der Liebe und Fürsorge. Shanta, die Köchin, ist eine sehr launische Frau, sie ist Opfer von Gewalt, allerdings ebenso Täterin. Der Vater von Anand hat eine Sonderstellung inne, nicht nur aufgrund seiner rein vegetarischen Lebensweise. Dieses Buch ist ein Werk des Aufbruches, etwas bricht aus der traditionellen, religiösen Welt des alten Indiens auf, wohin dies führt, ist Sache der Nachkommen. Die einzelnen Figuren des Romanes sind wunderbar gezeichnet, ich begegnete ihnen im phantastischem Raum des Romanes, durfte mitfühlen, Erlebnisse ertragen, Freuden erleben. Es ist dies ein Werk von wundervoller Buntheit, wie der kleine Bildausschnitt am Cover. Einfach eintauchen und die immer wieder faszinierende Möglichkeit der Literatur das Andere zu erfahren, nachzuspüren, geniessen !





