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Rezensionen von buchina:

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Realitaetsnahe Dystopie

Young World - Die Clans von New York von Weitz Chris

Es ist eine grausame Welt, die Chris Weitz beschreibt. Durch eine Seuche sind alle Erwachsene und Kinder gestorben. Nur Menschen im Teenageralter haben dank ihres Hormonhaushaltes überlebt. Aber auch sie sterben spätestens mit ihrem 18. Geburtstag. Der Roman spielt in New York, ein Großteil der Jugendlichen haben sich in verschiedenen Gruppen zusammengeschlossen und kämpfen um die letzten Ressourcen.

Alles ist zusammengebrochen. Es gibt keine Hoffnung, nur der Stärkere überlebt.

Das Geschehen wird aus 2 Perspektiven beschrieben. Einmal Jefferson, sein großer Bruder ist der Anführer einer Gruppe. Jeff ist eher der nachdenkliche Typ und nicht der extrovertierte Held. Aber eine große Verantwortung lastet auf ihn, denn sein Bruder steht kurz vor seinen 18. Geburtstag und wer übernimmt dann die Rolle des Anführers. Der zweite Handlungsstrang wird von Donna erzählt. Ein ziemlich toughen Mädchen, die ihre Verletzlichkeit und Gefühle nicht gern zeigt. Beide empfinden etwas füreinander.

Dadurch, dass beide Erzählstränge aus der Ich-Perspektive geschrieben sind, ist man den Protagonisten sofort sehr nah. Ich spürte ihre Angst, ihre Hoffnungslosigkeit, aber auch ihre aufkeimenden Gefühle füreinander. Sprachlich ist es ein Jugendbuch, manchmal ein wenig derb. Fand ich aber für diese Situation vollkommen authentisch. Beide werden mit Fehlern und Macken dargestellt, was sie gleich realer für mich machte. Die Beschreibung einer Welt ohne Zukunft und ohne Erwachsene fand ich auch sehr realitätsnah. Es gibt viel Brutalität, die auch beschrieben wird. Interessant dabei sind Jeffs Gedanken, der nach dem Ende der alten Welt an eine neue Gesellschaft denkt. Er wird von der Realität aber enttäuscht. Für eine kleine Hoffnung nehmen Jeff und seine Freunde dann aber jede Gefahr auf sich.

Es ist ein spannender dystopischer Roman, der ohne Heldenklischees auskommt. Manchmal hätte ich mir gewünscht, dass die Nebencharaktere besser herausgearbeitet wären. Sie waren mir etwas blass. Außerdem fand ich das Ende etwas merkwürdig und nicht richtig logisch. Es wird klar das es einen nächsten Teil geben muss, auf den ich auch schon sehr gespannt bin.

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Realitaetsnahe Dystopie

Rezensionen von Ela_Ela:

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Besser als Liebe oder Pflicht : )

Young World - Die Clans von New York von Weitz Chris

Inhalt: EIN MUSS FÜR JEDEN ?SELECTION?-FAN! Wieder zwei spannende Storys in einem Buch: Lange bevor America Singer am Casting teilnahm, um die Hand des Prinzen von Illéa zu erobern, gab es bereits ein anderes Mädchen, das um die Liebe zu einem anderen Prinzen kämpfte. In ?Die Königin? erzählt Amberley, Prinz Maxons Mutter, von ihrem eigenen Casting und wie sie das Herz von König Clarkson eroberte.

Marlee Tames, die zusammen mit America und 33 anderen Mädchen um die Hand von Prinz Maxon kämpfte, erzählt in ?Die Favoritin?, wie sie ihrem eigenen Herz gefolgt ist und die Entscheidung ihres Lebens traf. Spannende und unentbehrliche Hintergrund-Informationen für alle, die mehr über die ?Selection?-Welt erfahren wollen.

Diese Selection Storys gefallen mir viel viel besser.
1. Erfährt man relativ viel über die Königin, Maxons Mutter, man lernt sie auf diese Weise noch besser kennen. Und mir war sie auf alle Fälle total sympathisch. Sie hat sich schon als Kind in den Prinzen verliebt und dann sind ihre Träume wahr geworden.

2. Marlee fand ich auch total sympathisch und ich fand sie total nett und wie sie vor allen ausgepeitscht wurde, tat mir das voll leid. Doch da Marlee auch ihre Geschichte erzählt merkt man das es Prinz Maxons Idee war das Carter und Marlee, statt zum Tode verurteilt, nur ausgepeitscht wurden. Auch keine gute Lösung aber doch eine bessere als der Tod. Außerdem dürfen sich die beiden aussuchen was sie in ihrem weiteren Leben machen wollen und sie die ersten sind die Kastenlos sind.

Fazit: Ein gelungenes Buch über das Insiderwissen von Selection. Aufschlussreicher als die ersten Selection Storys. : D


Serie:
1. Selection
2. Selection - Die Elite
3. Selection - Die Erwählte
4. Selection - Die Kronprinzessin

Selection Storys:
1. Liebe oder Pflicht
2. Herz oder Krone

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Realitaetsnahe Dystopie

Rezensionen von Padinryo:

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Young World - Die Clans von New York von Weitz Chris

Was ich vorher für ein absolut langweiliges Oma-Thema gehalten habe, wurde mir hier wirklich gut näher gebracht. Nicht nur umfasst das Rezeptbuch Gerichte aus allen Teilen der Welt, auch sind die Rezepte sehr gut verständlich geschrieben. Die Zutaten waren zwar bisweilen recht schwer aufzutreiben, aber doch immer machbar (wenn nicht, wars auch halb so schlimm).

Hier gab es außerdem auch keinen einzigen wirklichen Reinfall und ich habe den ein oder anderen neuen Kniff gelernt.
Die Bücher der Reihe sind im Allgemeinen sehr schön gestaltet und auch sehr zugänglich für ein jüngeres Publikum aufbereitet, allerdings hätte ich für eine Jubiläumsausgabe mehr Rezepte und evtl. Hardcover-Ausgaben erwartet, sehr schade also, dass es sich jeweils um recht dünne Heftchen handelt.

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Realitaetsnahe Dystopie

Rezensionen von Miriam Dörflinger:

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Spannend trotz Länge!

Das gläserne Meer von Weil Josh

Die Geschichte erzählt von den Zwillingsbrüdern Jarik und Dima, die im so genannten "gläsernen Meer" arbeiten: Eine Plantage im Osten Russlands, die Tag und Nacht durch Satelliten mit Reflektoren Sonnenlicht erhält. Sie haben ein gemeinsames Ziel: Genug Geld zu verdienen, um den Hof ihrer Kindheit zurückzukaufen und zu bewirtschaften.

Josh Weil schreibt über Russland, als wäre er ein Russe - und das mag was heißen! Wirklich beeindruckend und trotz des starken Umfangs des Werkes sehr spannend und vor allem flüssig zu lesen!

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Spannend trotz Länge!

Rezensionen von Miriam Dörflinger:

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Spannung garantiert!

Der Giftzeichner von Deaver Jeffery

Jeffery Deaver enttäuscht seine Fans auch mit dem neuen Fall Lincoln Rhymes nicht. Spannend wie gewohnt gehört dieser Thriller für mich zum Pflichtprogramm!

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Spannung garantiert!

Rezensionen von Miriam Dörflinger:

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Ein blutiger Albtraum!

Mörderhotel von Hohlbein Wolfgang

Wolfgang Hohlbein kennt man ja vor allem als Autor vieler erfolgreicher Fantasy-Romane und -reihen. Mit dieser Geschichte wagt er sich zum ersten Mal ins Thriller-Genre vor und ich muss sagen: ich bin schockiert! Als Leser seien Sie gewarnt: Dieses Buch wird Sie bis in Ihre Träume verfolgen ...

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Ein blutiger Albtraum!

Rezensionen von krickel@t-online.de:

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Eine kulinarische Weltreise

Mörderhotel von Hohlbein Wolfgang


Der GU-Verlag gibt zu seinem 40. Geburtstag eine Sonderedition heraus. Sieben Starköche verraten uns ihre Lieblingsrezepte zu einem bestimmten Thema und spenden ihr Honorar für das Büchlein einem guten Zweck. Das ist eine tolle Idee. Mit dem Kauf dieses Buchs tut man also sich und anderen etwas Gutes.

Ein paar davon habe ich getestet.

Das ?Eintöpfe?-Buch von Nelson Müller ist dabei erstaunlicherweise mein Lieblingsbuch geworden.
Zunächst denkt man: Eintöpfe, wie langweilig. Aber man muss es nur kurz durchblättern, um eines Besseren belehrt zu werden.
Im ersten Kapitel, ?Heimatliebe?, werden ein paar von den bodenständigen Rezepten erläutert, die man erwartet hat, wie Bohneneintopf, Erbseneintopf und Gulaschsuppe. Hier wird einem erklärt, wie ein Profi Dinge herstellt, die wir nur so zusammenrühren und ich habe viel dabei gelernt. Richtig interessant waren für mich aber die beiden folgenden Kapitel.
In den ?Europa-Entdeckern? reist man durch Europa und probiert zum Beispiel Türkischen Linseneintopf, Ossobuco mit Tomatensauce oder Coq au Vin. Das ist spannend und lecker. Einige Rezepte davon werden in mein persönliches Standardrepertoire aufgenommen.
Dann kommen noch die ?Weltenbummler?, die mir auch sehr gut gefallen haben. Es gibt z. B. orientalischen Möhrentopf, marokkanisches Gemüse-Tanje mit Kaninchen oder Moong-Dal mit Aprikosen aus Indien. Die zu kochen ist abenteuerlich, weil man nicht genau weiß, was einen erwartet, es hat aber alles gut geschmeckt.

Dieses kleine Buch hat mich überrascht, meinen Horizont und meinen Speiseplan erweitert. Wer Lust auf gelegentliche kulinarische Weltreisen hat, sollte es sich zulegen.

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Ein blutiger Albtraum!

Rezensionen von Helu:

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Solide Kurzeinführung in die Messe

Messe gestalten von Martin Sindelar; Judith Werner; Manuela Ulrich; Peter Jüthner; Armin Kircher

Bei dem Büchlein handelt es sich um eine Hilfe für die Praxis. Es ist sehr ansprechend illustriert und einheitlich aufgebaut. Jeder Teil der Messfeier wird besprochen unter vier Gesichtspunkten: einer Einführung, um welchen Teil es geht; der Beschreibung dessen, was darin geschieht; Anregungen zur Gestaltung und schließlich durch Verweise auf Lieder und Texte aus dem (neuen) Gotteslob, die im jeweiligen Teil eingesetzt werden können.

Ergänzt wird diese Grundstruktur durch Zitate aus der Grundordnung des Römischen Messbuchs, aus der Allgemeinen Einführung ins Messbuch oder auch aus Fachliteratur. Außerdem finden sich Anregungen, bestimmte Aspekte einmal hervorzuheben oder auszuprobieren, wie auch Impulse für eine persönliche Auseinandersetzung mit einzelnen Aspekten der Messfeier. Freie Seiten für Notizen geben die Möglichkeit, Ideen für solche konkreten Umsetzungen in der eigenen Pfarrei oder Feiergemeinde festzuhalten. Auch zentrale Ordinariums-Texte sind abgedruckt (z.B. Gloria).
Der Umfang der jeweiligen Teile lässt eine deutliche Gewichtung hin zum Hochgebet und der Eucharistiefeier, gefolgt vom Wortgottesdienst erkennen. Dies entspricht freilich der Sache und ist deshalb positiv hervorzuheben.
Es finden sich viele Vorschläge, die zwar der AEM und der GORM entsprechen, in der Praxis jedoch selten umgesetzt werden. Darin ist meines Erachtens auch der einzige Kritikpunkt zu finden. Zu wenig wird deutlich gemacht, wo diese Diskrepanzen liegen zwischen den Vorgaben der liturgischen Büchern, denen die dargelegten Vorschläge entsprechen, und der tatsächlichen Feiergestalt in einem Großteil der Gemeinden und Feiergemeinschaften. Als Beispiele seien genannt: der Gesang der Eröffnung, der idealerweise zu Ende ist, wenn der liturgische Dienst seine Position im Altarraum eingefunden hat. Auch für die Kürze der Eröffnung und den Bezug der einführenden Worte auf die ganze Feier gilt, dass die Realität häufig anders aussieht. Dieses Auseinanderklaffen hätte durchaus stärker betont werden dürfen. Umgekehrt wäre es auch möglich gewesen, z.B. im Falle der Homilie auf die Möglichkeiten hinzuweisen, dass diese durch ein Glaubenszeugnis o.ä. ersetzt werden könnte.
Diese Punkte können jedoch den positiven Gesamteindruck nicht schmälern. Es handelt sich um eine solide theologische Kurzeinführung in die Elemente der Messfeier mit einem starken Akzent auf eine praktische Umsetzung in der Feiergestalt. Insofern kann es v.a. für den interessierten Mitfeiernden eine gute Handreichung sein. Jedoch wird umgekehrt die Umsetzung nur weniger vorgeschlagener Aspekte in dessen Aufgabenbereich und Möglichkeit liegen.

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Solide Kurzeinführung in die Messe

Rezensionen von Iloenchen:

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Gutes Kochbuch, schnelle Rezepte

Messe gestalten von Martin Sindelar; Judith Werner; Manuela Ulrich; Peter Jüthner; Armin Kircher

Expresskochen Italienisch ist, unter allen Kochbüchern, die dieses Jahr zu meiner Sammlung hinzugekommen sind, eines von denen, die ich am häufigsten in die Hand nehme. Dies liegt vor allen Dingen daran, dass viele Rezepte schnell gekocht sind. Für manches, wie das Basilikumpesto, würde ich das Buch nicht brauchen.

Andere Rezepte, wie die Pestovarianten im hinteren Umschlagteil, sind tolle Varianten, die ich gerne noch alle ausprobieren möchte.

Die Unterteilung ist logisch, es geht mit schnellen Rezepten und Vorspeisen los. Dann kommen die Nudeln und der Reis, dann das Hauptgericht und schließlich der Nachtisch. Im vorderen und hinteren Umschlagteil findet man, wie bereits angedeutet, nochmals einige Rezepte. So weit, so gut. Ich habe bereits einige Rezepte nachgekocht und bin begeistert. Bis auf das Tiramisu haben alle Anleitungen gut funktioniert. Dafür war besagtes Tiramisu sehr schnell zu machen und beim nächsten Mal weiß ich, was ich anders machen muss.

Der einzige Grund, warum ich dem Rezeptbuch nicht fünf Sterne geben konnte, sind die Zutaten, die für manche Rezepte benötigt werden. Es ist schön, dass es eine Anleitung gibt, wie ich Salzzitronen selber herstellen kann. Aber möchte ich, wenn ich jetzt Hunger auf Risotto habe, noch drei Wochen warten? Manche der Zutaten sind leider so exotisch, dass ich sie entweder nicht finden konnte oder sie so kostspielig waren, dass ich beschlossen habe, auf sie zu verzichten. Das ist sehr schade. Andererseits handelt es sich um eine ausländische Küche, deswegen war dies zu erwarten.

Ich kann Expresskochen Italienisch allen empfehlen, die ein Buch mit Rezepten suchen, die nicht zu aufwendig und alltagstauglich sind.

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Solide Kurzeinführung in die Messe

Rezensionen von nikolausi:

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Ein etwas anderer Lebensratgeber

Sean Brummel: Einen Scheiß muss ich von Jaud Tommy

Tommy Jaud ist ja als Comedy-Autor bekannt. Aus seiner Feder stammen etwa ?Vollidiot? oder ?Hummeldumm?. In diese Reihe fügt sich das vorliegende Buch bestens ein, wenngleich es völlig andersartig ist. Es ist nicht als Roman im eigentlichen Sinne einzustufen, am ehesten noch als satirischer Ratgeber.

Jaud erfindet den Enddreißiger Sean Brummel, der in Kalifornien unglücklich verheiratet und unzufrieden im Job ist. Als er zufällig erkennt, dass Grund für sein gesamtes Unglück maßloses Müssen ist, macht er sich frei von allen Verpflichtungen und verwirklicht seine Träume. Er macht den Satz ?Einen Scheiß muss ich (kurz ESMI)? zu seinem Lebensmotto, über das er dann dank der Anregung der von ihm gefundenen passenden Frau ein Buch schreibt, eben das vorliegende. Grundessenz von Seans Erkenntnissen ist, dass wir 99 Prozent der Dinge, die wir tun, gar nicht tun müssen. Dass wir sie dennoch tun, liegt an dem Muss-Monster, das uns ein schlechtes Gewissen einimpft. Dem lässt sich mit der Formel ESMI entgegenwirken.

Sean handelt sodann sechs Lebensbereiche (sie entsprechen den Kapiteln) ab - Gesundheit, Ernährung, Erfolg, Freizeit, Gesellschaft und Sinn des Lebens. Anhand von Beispielen aus seinem eigenen Leben oder dem Dritter zeigt er auf, um wieviel besser es doch ist, sich keinen Zwängen zu unterwerfen. Das erfolgt humorvoll, ironisch, überspitzt, mit der Sprache spielend, häufig auch (pseudo)wissenschaftlich untermauert und auf Zitate zurückgreifend. Kurz gesagt, das Ganze ist einem Comedy-Autoren würdig. So unsinnig und abstrus Seans Thesen meistens auch sind, den Kern des Problems erkennt er recht gut. Und so verwundert es nicht, dass man ihm im tiefsten Innern Recht gibt. Denn ist es nicht wirklich so, besser keinen Sport zu treiben, weil er erst Stress fördert (?Früher hat man sich seine Laufschuhe angezogen und ist eine halbe Stunde durch den Park gelaufen. Duschen und fertig. Heute muss der iPod aufgeladen sein, die Playlist aufgespielt und die Fitness-App upgedatet. Der Energieriegel verspeist, der Pulsgurt umgeschnallt und der Gore-Tex-Windbreaker übergestreift. ? Wo sind die Kopfhörer? ? Warum hat der iPod nur 9 Prozent Akku ? ? Wo ist die High-Tech-Unterhose, die nich so schubbern tut und wo die Carbon-Einlagen für den bösen Fuß? Wie krieg ich den Kopfhörer entknüddelt ?? ? als ich noch der Meinung war, ich müsse regelmäßig laufen, war ich schon vor dem Joggen so fertig, dass ich erst gar nicht loslief, sondern gleich duschen ging? (S. 49,50)? Oder sollten wir nicht wirklich Hausarbeit am Wochenende liegen lassen und dieses besser nutzen, um unsere Akkus für die neue Woche aufzuladen - ?Wenn wir es mit unsinnigen Aufgaben wie Hausarbeit und Besorgungen vollstopfen, sei das genauso, als zögen wir bereits bei einer Akkuladung von 37 Prozent den Ladestecker wieder aus unserem Smartphone.? (S. 196, 197)? Diese beiden Zitate zeigen recht gut, wie das Buch gestrickt ist und worauf sich der Leser einlassen wird.

Hoffentlich entgegnet jetzt keiner ESMI, wenn ich sage ?Ihr müsst dieses Buch einfach lesen?.

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Ein etwas anderer Lebensratgeber