Kunden em pfehlungen
Rezensionen von StefanieFreigericht:
"Nicht behindert, sondern "Leistungs-gewandelt"
(Zitat nach S. 11) Sali bekommt gesagt: "...bei dir darf man nicht von Behinderung sprechen, sondern es ist eine Leistungswandlung."
"Es muss funktionieren. Geht nicht, gibt es nicht." S. 82 Bei einem Schulreferat kann der 15jährige Saliya genannt Sali seine eigenen Notizen nicht sehen, im Familienurlaub am gegenüberliegenden Berg praktisch nichts wahrnehmen ? der Teenager ist bald beinahe blind wegen Netzhautablösung, ohne bekannte Ursache.
Durch Einsatz von Mutter und Freunden, die ihm vorlesen, was er auswendig lernt, schafft er dennoch das Abitur, will in die Gastronomie. Als er 19jährig ins Berufsleben eintritt, verheimlicht er sein Augenproblem (denn: "? ich hatte nicht gelernt, behindert zu denken und mich behindern zu lassen." S. 38). Er lernt weiter auswendig, memorisiert Wege, zählt Schritte, übt besessen, fängt früher an, arbeitet länger und nutzt Tricks, stets mit nur wenigen Eingeweihten, von denen er vielen nur sagt, er könne nicht so gut sehen ? speziell bei Frauen greift er lieber zur "Salami-Taktik".
Ich hatte Saliya Kahawatte, Sohn einer deutschen Mutter und eines Vaters aus Sri Lanka, vor längerer Zeit in einem beeindruckenden TV-Interview gesehen, daher musste ich dieses Buch unbedingt lesen. Beeindruckend schildert er in seiner Autobiographie seinen Werdegang mit all den Tricks. Doch da kommt kein "blinder Supermann" ? die Mehrarbeit und die Lügen, die letztlich an Selbstverleugnung grenzen, fordern ihren Tribut durch die permanente Überforderung - Saliya kompensiert erst mit Alkohol, später kommen weitere Probleme.
Ohne Selbstmitleid oder Selbstgefälligkeit schildet der inzwischen als erfolgreicher Coach arbeitende Autor seine Geschichte, von der sich viele Sätze einprägen, geradezu einbrennen. Sein Vorbild wirkt inspirierend - es gelingt Kahawatte, durch sein von Höhen und Tiefen bestimmtes Leben zu vermitteln, dass Selbstmitleid nicht hilft - dass aber Rückschläge und Verzweiflung durchaus menschlich sind, aber überwindbar.
Ernüchternd hingegen Salis Erfahrungen, sobald er doch nicht mehr selbstbestimmt sein Leben entscheidet, sondern sich sogenannten Beratern der verschiedenen Sozialsystem anvertraut "Ich fand es wahnsinnig traurig, zu erfahren, was aus Menschen wird, denen von Kindesbeinen an eingebläut wird, sie seien zu nichts zu gebrauchen. Wer immer nur hört: >Das kannst du nicht>, der ist irgendwann selbst davon überzeugt." S. 140 Dazu mahlen die behördlichen Mühlen fast immer langsam (was nicht nur eine Erfahrung von Blinden oder Sehbehinderten sein dürfte).
Fast am Rande gibt er wertvolle Tipps zum Umgang, von früher Ko-Edukation beziehungsweise Integration in Schule und Ausbildung bis hin zu alltäglichem: "Hat ein Sehender den Eindruck, dass ein Blinder vielleicht Hilfe braucht, dann gibt es genau drei Fragen, die angebracht sind: Brauchen Sie Hilfe? Welche Hilfe? Möchten Sie sich einhaken oder möchten Sie neben mir hergehen?" S. 47 Er lässt mich als Sehende nachvollziehen mit Kommentaren wie "Seitdem ich den Augenfehler nicht mehr verheimliche, gehört die Frage 'Was sehen Sie?' zu meinem Alltag.
?.Deshalb verzichte ich auf die Gegenfrage, die sich mir aufdrängt: 'Was hören Sie?' Ich weiß ja, dass andere weniger hören als ich, und würde gerne erfahren, was ihnen entgeht." S. 11.
Das fix und leicht zu lesende Buch empfehle ich als Gewinn für jeden und freue mich schon auf die Verfilmung, die am 26. Januar 2017 startet. Weiß jemand von einer Preview???
Rezensionen von niknak:
Was tun wenn man älter wird?
Inhalt:
Johanna Holm ist verheiratet, hat eine Tochter und liebt ihren Beruf. Trotzdem kommt sie mit 45 Jahren darauf, dass sie langsam älter wird. Um das Älter werden besser zu verarbeiten und nicht vollkommen in die Midlife Crisis zu kommen, entwirft sie einen 6 Punkte Plan, der ihr in der zweiten Lebenshälte weiterhelfen soll.
Wie es ihr dabei ergeht und was ihre Freunde / Familie dazu sagen, müsst ihr selbst lesen.
Mein Kommentar:
Klara Sinn hat einen flüssigen Schreibstil, sodass sich das Buch schnell und leicht lesen lässt. Sie hat die Geschichte aus Sicht von Johanna in der Ich Perspektive erzählt. Somit bekommt man als Leser alles von ihren Gedanken und Gefühlen mit und kann sie sehr gut verstehen und mit ihr mitfühlen.
Auch die anderen Personen sind recht gut beschrieben, aber meist erfährt man alles aus Johannas Sichtweise. Beim Leser kommen auch die anderen Charaktere gut an.
Mir hat besonders gut gefallen, dass die Geschichte nie langweilig wird und man auch immer wieder zum Lachen kommt.
Johanna war mir sehr sympatisch und sie hat trotz all ihrer eigenen Probleme immer auch an ihre Freundin gedacht, da auch diese in einer Krise steckt. Dadurch wurde sie auch von ihren eigenen Problemen abgelenkt. Das finde ich macht ein wenig nachdenklich, dass man nicht nur an sich selbst denken soll, sondern auch an andere.
Johanna ist Lehrerin von Beruf und man erfährt als Leser auch einiges darüber wie es ihr dabei ergeht und wie sie den Alltag mit Schülern und Kollegen meistert. Auch diese Erzählungen fand ich teilweise recht lustig.
Das Ende war etwas überraschend und schnell und ich hätte mir gewünscht, dass es etwas genauer beshrieben ist. So konnte sich der Leser allerdings noch einige offene Fragen selbst beantworten und sich eine eigene Meinung dazu bilden.
Mein Fazit:
Ein etwas anderes Buch über die Midlife Crisis einer Frau mit 45 Jahren, das nicht alles immer ganz ernst nimmt, sondern mit Humor betrachtet. Eine nette Lektüre für Zwischendurch.
Ganz liebe Grüße,
Niknak
Rezensionen von AngiF:
Liebe ist alles
Die 39jährige June Harrison lebt in Glastonbury und führt dort ihrem Traum zufolge ein Hundezentrum. Unterstützt wird sie dabei von ihrem Lebenspartner, dem knapp 50jährigen Morris Clark und ihrer Angestellten sowie besten Freundin Nicole Rickman. Für seelischen Beistand sorgt Junes Mutter Sharon.
Diese führt ein eigenes Bed+Breakfast, das ?Haydn House? und teilt gerne mal lieb gemeinte Ratschläge aus, wie ?wenn du merkst, dass dein Pferd tot ist, solltest du absteigen?. Ein Wink, den June sich zu Herzen nehmen sollte, scheint Morris doch viel zu sehr an anderen Frauen interessiert zu sein, als es für Junes und seiner Beziehung gut ist. Als Morris gerade wieder einmal auffällig mit einer Kursteilnehmerin flirtet, kommt June der Anruf von Steven Troy gerade recht. Der bittet sie nämlich auf Wunsch des Popstars Tobey Lambert nach London zu kommen und dessen traumatisierter Hündin Luna zur Hilfe zu kommen. Keine einfache Situation ? für alle Beteiligten ...
Die Autorin Mirjam Müntefering schafft es immer wieder mich zu überraschen, nicht nur, dass sie sich anscheinend in allen möglichen Genren - zu Recht! - zu Hause fühlt, sie kann auch ihren Schreibstil jedes Mal erneut anpassen und vor allem sich in ihrer Sprache perfekt angleichen. Bei ?Mit Euch an meiner Seite? schreibt Mirjam Müntefering unter dem Pseudonym Pippa Watson, es ist das erste Buch einer Serie. Eine völlig neue Story, die wir Leser so noch nicht von der Autorin kennen. Abermals besticht die Autorin also mit ihrem Schreibstil, verwendet ein ausgezeichnetes Tempo und erzählt in schöner, moderner Sprache ihre Geschichte, der Plot ist hervorragend durchdacht und die Figuren besitzen Tiefe und vor allem Authentizität.
Der Geschichte vergebe ich ihre mehr als verdienten fünf von fünf möglichen Sternen und empfehle sie unbedingt weiter an alle Leser, die sich für eine fabelhafte Liebesgeschichte nach Glastonbury und London entführen lassen möchten. Großartige Unterhaltung ist garantiert und für mich hat die Serie schon jetzt das Potential auf einen Platz in den Top meiner Favoritenliste. Ein Buch von dem ich nicht wollte, dass es endet und zugleich brennend gern erfahren wollte, wie die Geschichte ausgeht.
Rezensionen von rewa:
Verkaufte Unschuld
In dem Thriller ,, Eventus Corp. Verkaufte Unschuld´´ von Manu Wirtz, stehen sich zwei Organisationen gegenüber, die unterschiedlicher nicht sein können.
Auf der einen Seite steht Eventus Corp., ein deutsches Sicherheits- und Militärunternehmen dessen Ziel es ist, den Terrorismus zu bekämpfen und gegen organisierte Kriminalität vor zu gehen.
Aber auch der Personenschutz für Mitarbeiter in Krisengebieten zählt zu dessen Aufgabenbereich. Der Gründer und Inhaber der Eventus Corp. Robert Andersen, hat die besten Mitarbeiter sei es im IT Bereich, im Nahkampf erprobte Männer, Profiler etc engagiert. Zu ihnen gehört auch Stefanie Audet, die in einem besonderen Entführungsfall auch privat hinein gezogen wird.
Auf der anderen Seite steht die Alban- Liga, deren Boss Marko Berisha die brutalsten und gefühlskaltesten Männer als Mitarbeiter hat. Der gut aussehende Hassan Dragani, alias Noël Giradeuax, hat als Loverboy die Aufgabe junge Frauen und Mädchen für sich zu gewinnen. Zwangsprostitution, Entführungen und Versteigerungen der ,,neuen Ware´´ ist oft das Los der jungen Frauen.
Die junge 15 jährige Alina fühlt sich seit dem Tod ihrer Mutter von ihrem Vater Georg von Blankhard völlig missverstanden. Als pubertierender Teenager macht sie aber auch ihm das Leben schwer. Ein Fotoshooting, das er ihr verweigert, ist der Auslöser für sie sich auf Facebook mit dem charmanten Noël zu verabreden, der ihr die Aufmerksamkeit schenkt, die sie vermisst. Nach einem Treffen mit ihm erwacht sie in einer fremden Umgebung und schon bald muss sie feststellen, dass sie in den Fängen brutaler Entführer und Vergewaltiger gelandet ist.
Inzwischen hat sich Georg nicht nur an die Polizei, sondern auch an seine ehemalige Freundin Audet gewandt. Auch wenn die Mittel und Wege die Eventus Corp. einschlägt nicht immer auf legalen Weg stattfinden, gelingt es die Spur bis zu einem Bunker in die Tschechische Republik zu verfolgen, wo sich die entführte Alina befindet. Ein Kampf um Leben und Tod beginnt.
Der Autorin Manu Wirtz ist ein sehr aufwühlender Roman gelungen. Alleine die Gewaltszenen an den jungen Frauen erzeugt Gänsehautgefühl. Sie lässt einem tief in die brutale Machenschaften von Menschenhändlern blicken. Sehr detailliert und genau führt sie den Leser in eine Welt, in der es kein Mitleid gibt. Das Leid der jungen Frauen wird in vielen Fassetten aufgezeigt.
Einen tiefen und interessanten Einblick bekommt man aber auch von dem privaten Security- und Militärunternehmen. Es sind zwar oft technische und im IT Bereich angesiedelte Begriffe dabei, die man aber in einem Glossar am Ende sehr ausführlich erklärt bekommt. Die Autorin erklärt und beschreibt viele Handlungen und Szenen so genau, dass es manchmal schon ein wenig zu viel wird, wo man unbedeutende Beschreibungen kürzen könnte.
Abgesehen von den emotionalen Geschehnissen der jungen gefangenen Frauen, handeln die anderen Personen eher rational und ,,lehrbuchmäßig´´. Es läuft alles nach Plan ab, sodass ein wenig die Gefühlsebene auf der Strecke bleibt. Aber der Roman ist so rasant geschrieben, dass man wenig Zeit hat nachzudenken.
Gut heraus gearbeitet ist aber auch das Thema Internet/ Facebook?.wo speziell die Jugend immer wieder in eine Scheinwelt eintaucht, wo sich eine Gefahr oft erst zu spät erkennbar macht.
Auf einen spannenden zweiten Teil kann man sich freuen, denn der Epilog lässt erahnen, dass es jemanden gibt, der Stefanie Audet bittere Rache schwört.
Rezensionen von Tyrolia-Testleser:
Anna, 11 Jahre aus Gries,
Serafina Black und der schwarze Umhang von Beatty Robert
In diesem Buch ist es um ein Mädchen namens Serafina gegangen. Serafina wohnte mit ihrem Vater im Keller von einem großen, alten Herrenhaus. Sie war nur im Dunkeln unterwegs und niemand wusste von ihr. Einmal überraschte sie im Korridor einen Mann mit einem schwarzen Mantel. Er war sehr böse, sagte aber immer zu Ihr: ?Ich tue dir nichts!? Serafina konnte sich oft befreien.
Doch ihr größtes Ziel war es, die verschwundenen Kinder zu finden und zu ihren Eltern zurück zu bringen. Sie dachte, dass der böse Mann dahinter steckte.
Ob Serafina es schafft, die Kinder zu finden, und wer wirklich dahinter steckt, könnt ihr selber nachlesen. Mir hat das Buch gut gefallen. Ich würde es weiterempfehlen, es war spannend zu lesen.
Rezensionen von StefanieFreigericht:
Eiskalt
Serafina Black und der schwarze Umhang von Beatty Robert
"Die eigene Wohnung ist der häufigste Mordschauplatz. Dort ist man nicht nur am angreifbarsten, sondern auch allein, und es kann so gut wie alles geschehen, ohne dass es jemand mitbekommt." S. 70 Dieser Gedankengang aus dem Buch gehört noch zu den Harmloseren.
Da wird die schwedische Kripochefin von Helsingborg beim Autofahren von einem anderen Fahrer angerempelt und liefert sich mit ihm daraufhin eine wilde Verfolgungsjagd, die für den anderen im Wasser endet - und aus dem Auto wird eine Leiche gezogen, die anscheinend sehr lange tiefgekühlt war.
Dummerweise wurde der wohlhabende Tote von Zeugen vor kurzem quicklebendig gesehen - wie passt das zusammen? Parallel zu diesem immer verzwickteren Handlungsstrang kommt ein zweiter im auf der anderen Seite des Öresunds in Dänemark liegenden Helsingør. Dort wurde ein obdachloser Junkie mit schwersten Verletzungen gefunden, nachdem eine junge ebenfalls süchtige Frau mit blutbeschmiertem Oberkörper auf der Straße herumgeirrt war.
Während die schwedischen Ermittler in den eigenen Reihen zusätzliche Sorgen haben wie Alkoholismus, schwierige Teenager-Kinder und Eheprobleme, die sich im weiteren Verlauf als noch fast harmlosere Nöte herausstellen werden, kommt es bei ihren Nachforschungen bald zu einer Eskalation. Ihre dänischen Kollegen haben hingegen zu kämpfen mit missgünstigen Vorgesetzten, inkompetenten Kollegen und den Tiefen des Darknet. Gibt es Zusammenhänge?
Die Lektüre von "Minus 18°" war ein Genuss. Die Grundidee(n) des Krimis, der sich in weiten Strecken eher wie ein Thriller liest, war(en) einmal etwas anderes, jenseits der ausgetretenen Pfade. Das Erschreckende daran ist, dass beide kriminelle Grund-Handlungen realistisch sind. Virtuos jongliert Ahnhem mit den verschiedenen Fäden und schafft es, alles entwirrt zu bekommen. Ich suche ja wirklich gerne nach dem einen Widerspruch, habe bei zwei für mich Fragen aufwerfenden Punkten zurück- und quergelesen - und musste kapitulieren: Schlüssig durchkonstruiert. Auch für das Thema "beschädigter Ermittler" fand der Autor angenehme Neu-Interpretationen.
Der Roman ist Stefan Ahnhems dritter mit dem gleichen Personal, für mich der erste, was wider Erwarten angesichts der anfangs sehr nebulösen Andeutungen zu Therapiesitzungen von Theodor sehr gut lesbar war. Ahnhem verweist auf die Vorgänger und löst häppchenweise so viel auf, wie unbedingt nötig, was gut ist für Neu-Einsteiger - er wiederholt nicht ganze Vor-Bände, was für ?Alte Hasen? sicher langweilig wäre; ein sehr guter Kompromiss (der, ja, natürlich durchaus "anfixt" zum Weiterlesen). Und die Liste musikalischer Anspielungen hat dieses Mal besondere Freude gemacht.
Rezensionen von Marion2505:
Werden die Zweige blühen?
Serafina Black und der schwarze Umhang von Beatty Robert
Inhalt:
Die Geschichte spielt im eleganten Ostseebad Heiligendamm im Dezember 1902. Die angesehene Hotelierfamilie Baabe bereitet sich auf den großen Winterball vor. Vor allem Augusta Baabe ist sehr aufgeregt, denn an diesem Tage soll ihre Tochter, Johanna Baabe, feierlich ihre Verlobung bekannt geben.
Johanna ist dagegen mehr als unglücklich, denn keinen der beiden möglichen Kandidaten liebt sie. Der Mann ihres Herzens ist für sie leider unerreichbar, da ihre Eltern der Hochzeit mit ihm niemals zustimmen würden.
Eines Morgens findet Johannas Bruder Christian am Strand eine junge Frau. Sie scheint eine Schiffsbrüchige zu sein. Sie umklammert einen kleinen Zweig, der ihr sehr wichtig zu sein scheint. Leider kann sie sich an nichts erinnern und wird erst einmal im Hause Baabe aufgenommen und gepflegt. Die Namenslose freundet sich schnell mit Johanna an und weiht sie in das Geheimnis des kleinen Zweiges ein. Es handelt sich um die Adventstradition des Barbarazweiges und auch Johanna macht sich sofort auf die Suche nach einem Zweig für sich und ihre Wünsche. Werden die Zweige der beiden jungen Frauen am Weihnachtsfest blühen?
Meine Meinung:
Was mir bei diesem Buch sofort aufgefallen ist, ist das wunderschöne Cover. Es ist golden, glitzert und bedeckt mit rosa Blüten. Ein schöneres Cover für das Buch "Winterblüte" hätte ich mir nicht vorstellen können, denn es passt einfach perfekt zum Buch. Ich habe es oft betrachtet und mich daran erfreut.
Aber auch der Schreibstil ist sehr angenehm. Ich habe nicht lange gebraucht, um im eleganten Haus Baabe abzutauchen. Ich habe alles sofort bildlich vor meinem Augen gesehen und vor allem Johanna und ihr Bruder Christian waren mir auf Anhieb sehr sympathisch. Aber auch die etwas weniger sympathischen Charaktere, die es in diesem Buch natürlich auch gibt, sind sehr anschaulich dargestellt. Ich habe Johanna und die jungen Unbekannte begeistert begleitet auf ihrem Weg und mitgefiebert, was aus den beiden Zweigen denn nun wird. Auch habe ich mich in den herrschaftlichen Gesellschaften sehr wohl gefühlt.
Die Geschichte war sehr leicht und flüssig zu lesen, doch war für mich nicht alles Vorhersehbar, was ich immer sehr schön finde. Ich hatte wunderschöne Lesestunden, die ich wirklich nur sehr ungern unterbrochen habe, denn eigentlich war nie der Zeitpunkt für eine Pause. Es gab immer wieder eine neue Überraschung oder ein neues Geheimnis zu entdecken. Auch manche Intrige ließ mich hektisch weiterlesen...
Mein Fazit:
Eine wunderbare Wintergeschichte, die natürlich super in die Vorweihnachtszeit passt, aber von mir sicherlich auch noch einmal - egal in welcher Jahreszeit - gelesen wird. Wer herrschaftliche Häuser mit ihren auferlegten Zwängen mag, gerne hinter ihre Kulissen blickt und auch gerne nach einem dunklen Familiengeheimnis forscht, der ist hier genau richtig. Ich habe jede Seite genossen und empfehle das Buch uneingeschränkt weiter.
Rezensionen von thora01:
Ein Kolibri lernt fliegen - toller sommerlicher Jugendroman
Serafina Black und der schwarze Umhang von Beatty Robert
Inhalt/Klappentext:
**Ein romantischer Sommer in der sengenden Hitze Indianas** Weil ihre Mutter mal wieder auf einem Selbstfindungstrip ist, muss Kenzie für die letzten beiden Schuljahre zu ihrer Schwester ziehen. Das einzig Gute daran: die Autopanne kurz vor dem Ziel, die Kenzie in der sengenden Hitze Indianas eine Begegnung mit dem attraktiven Josh beschert.
Kenzie verliebt sich Hals über Kopf in den heißen Farmboy mit den zerzausten Haaren und den kolibrigrünen Augen. Doch obwohl Josh ihre Gefühle scheinbar erwidert, weicht er ihren Flirtversuchen immer wieder aus. Als Kenzie sein Verhalten verstehen will, stößt sie auf ein gefährliches Geheimnis, das plötzlich ein ganz anderes Licht auf Josh wirft?
Meine Meinung:
Sehr schöner Sommerroman mit einem Hauch von Thriller. Der Schreibstil ist jugendlich und lässt sich sehr leicht lesen. Er konnte mich sofort in die Geschichte hineinziehen. Die Protagonisten sind sehr spannende Charaktere. Sie sind sehr tiefgründig geschrieben. Dabei wurden die Charaktere sehr facettenreich erschaffen. Ganz besonders hat mir Josh gefallen. Er steht wirklich mit beiden Beinen auf dem Boden. Kenzie mit ihrer etwas quirligen Art ist wirklich ein super Gegenpol zu Josh. Die Story ist sehr spannend aufgebaut. Ganz besonders weil der Antagonist relativ spät in Erscheinung tritt. Die Wechsel der Sichtweisen fand ich sehr gut. Diese Vorgehensweise macht das Buch sehr spannend. Der Abschluss ist mit Überraschungen gespickt und gibt dem Werk die richtige Würze.
Mein Fazit:
Toller Sommerroman. Eine tolle Mischung aus Jugendbuch, Liebesroman und Thriller. Ich würde es jedem der eine leichte und doch spannende Lektüre sucht empfehlen.
Rezensionen von christina.hirschberger@gmail.com:
Psychologisch interessant mit kleinen Abstrichen
DEAR AMY - Er wird mich töten, wenn Du mich nicht findest von Helen Callaghan
Zum Inhalt
Die Geschichte wird aus Sicht der Lehrerin Margot Lewis geschildert. Sie ist über das Verschwinden ihrer Schülerin Katie Browne zutiefst beunruhigt. Neben ihrem Beruf als Lehrerin betreut sie die Kolumne ?Dear Amy?, bei der sie Jugendliche berät. Als plötzlich Briefe von Bethan Avery, einem Mädchen das vor vielen Jahren verschwunden ist, in der Redaktion auftauchen, ist Margot alarmiert.
Was danach folgt bringt so manches aus ihrer eigenen Vergangenheit zu Tage und die Ereignisse überschlagen sich.
Zur Leseerfahrung
Die Autorin hat ein Händchen dafür, den Leser sofort in den Bann dieses Buches zu ziehen. Größtenteils schreitet die Handlung schnell voran und man möchte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Wenn ich das Buch aber doch mal aus der Hand gelegt habe, sind mir ein paar Ungereimtheiten aufgefallen, die sich leider bis zum Schluss nicht aufgelöst haben. Trotz alledem habe ich das Buch verschlungen und war ein paar Tage im winterlichen Cambridge gefangen.
Zum Fazit
Unerwartete Entwicklungen und Protagonisten, die man schnell ins Herz schließt. Für nicht allzu sehr kritische Menschen ein fesselndes Lesevergnügen.
Zu den Eckdaten
Titel: Dear Amy ? Er wird mich töten, wenn Du mich nicht findest.
Autor: Helen Callaghan
Verlag: Knaur
ISBN: 978-3426654200
Seiten: 395
Preis: 14,99?
Rezensionen von LadyIceTea:
Ein spannender Einblick in die Theaterwelt und das Leben der besten Tänzer des 20. Jahrhunderts
Die Schwester des Tänzers von Eva Stachniak
In der Familie Nijinsky dreht sich alles nur um eines: ums Ballett. Als Bronislawa und Waslaw um 1900 in St. Petersburg aufwachsen, bewundern sie allabendlich ihre Eltern in der Garderobe, nervös vor den Auftritten, erhitzt und gelöst danach. Auch für die beiden Kinder ist der Weg vorgezeichnet: Sie werden an der kaiserlichen Ballettakademie aufgenommen - und schon bald zeigt sich, dass besonders Waslaw alle anderen überflügelt.
Den Geschwistern steht eine ganze Welt offen - Paris, London, später gar New York -, eine Welt harten Trainings und geschundener Füße, aber auch des Glamours und des Ruhms ...
Ich habe zuvor noch nie etwas von den Nijinskys gehört und bin durch eine Leserunde auf dieses Buch gestoßen. Ich arbeite selber an der Oper und weiß, wie es in Ballettkompanien zugeht. Daher hat mich dieses Buch sehr neugierig gemacht.
Schon auf den ersten Seiten hat mich der Schreibstil in seinen Bann gezogen. Kurze, starke Sätze und Formulierungen. Spürbar durch die russische Art geprägt, führen uns durch die Geschichte. Bronia, Waslaws Schwester, erzählt ihr gemeinsames Leben auf eine Art und Weise, die ich sehr gut nachfühlen und verstehen konnte. Sowohl ihre Leidenschaft zum Tanz, als auch ihre Liebe zu ihrer Familie und die Ehrfurcht vor ihrem Bruder kamen in jeder Zeile zum Ausdruck.
Für mich war es spannend zu erleben, wie es damals am Ballett so vor sich ging und wie der Krieg auch dort alles verändert hat. Mit Bronia mitzuerleben, wie sie diese Zeiten gemeistert hat und sie zum Besseren wendete, hat die Autorin wirklich gut in Worte gefasst.
Das einzige Manko für mich war, dass es sich oft ein wenig gezogen hat. Zwischendurch passierte nicht allzu viel und in diesen Phasen wurde das Buch dann etwas langatmig. Zum Glück, wurden diese Phasen immer durch spannende Passagen abgewechselt.
Für mich war dieses Buch sehr interessant und ich empfehle es doch gerne weiter.




