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Rezensionen von mona.green:

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Fesselnd von der ersten Seite!

Sein blutiges Projekt von Graeme Macrae Burnet

?Sein blutiges Projekt? ist ein Roman aus dem Europa Verlag, der 2017 in Deutschland erschien. Der Autor verwebt hier historische Fakten, die auf seinen eigenen Familienstammbaum zurückgehen und spinnt einen Roman, der von der ersten Seite absolut fesselnd ist!

Worum geht es überhaupt?

Schottland 1869.

Dies ist die Geschichte von Roderick Macrae, einem ärmlichen, schottischen Bauernjungen, der für ein vordergründig betrachtet abscheuliches Verbrechen im Gefängnis sitzt. Er soll 3 Menschen auf brutalste Weise ermordet haben. Im Gefängnis führt der 17-Jährige Aufzeichnungen darüber, wie es zu dem Vorfall kommen konnte. Sehr wortgewandt enthüllt Roderick Macrae seine Ansicht der Dinge und präsentiert sich somit als intelligenten und reflektierten jungen Mann, was nie so recht zu seinem damaligen Status als ungebildeter Bauernjunge passen möchte. Sämtliche Aufzeichnungen sind übrigens noch heute in gutem Zustand einsichtbar.
Zusätzlich zu Rodericks eigener Schilderung, die im Übrigen 2/3 des gesamten Buches ausmacht, erhält der Leser externe Eindrücke durch Nachbarn und andere mehr oder weniger wichtige Instanzen des schottischen Dorfes. Letztendlich ist dann noch eine Mitschrift der Gerichtsverhandlung abgedruckt, bei der, so meine ich, der Autor sich jedoch großzügig auf seine schriftstellerische Freiheit berufen hat.

Roderick Macrae wirkt, wie bereits gesagt, anhand seiner Aufzeichnungen wie ein überdurchschnittlich intelligenter und sehr sprachbegabter junger Mann, der dafür emotional eher instabil ist. Die von ihm geschilderten Begebenheiten, die oftmals in böswillige Schikane abdriften, lassen den Leser Verständnis für sein pubertäres Gefühlschaos und vielleicht sogar Sympathie für den Protagonisten, entwickeln. Sobald die Aufzeichnungen enden, geht man sehr befangen an den Fall heran.
Bemerkenswert ist vor allem, wie sehr es dem Jungen gelungen ist, das trostlose, kalte und perspektivlose Leben eines Crafter, eines Bauernjungen, zu schildern. Die erschaffene Atmosphäre war wirklich grandios! Es herrschte permanent eine sehr düstere Grundstimmung und während des Lesens fühlte ich eine aufdringliche Beklemmung.

Während der Gerichtsverhandlungen waren Rodericks Aufzeichnungen nicht zulässig, zudem gab der Angeklagte nur eine kurze Stellungnahme von sich, in der er auf nicht schuldig plädierte, ansonsten saß er teilnahmslos da.
Aufgrund der Tatsache, dass der Leser schon einen sehr subjektiven Eindruck von Roderick gewinnen konnte, der im Übrigens teilweise stark mit den externen Eindrücke der Nachbarn kollidierte, gelang es mir persönlich nicht, ein eindeutiges Fazit zu bilden.
Der Roman spielt auch stark mit den Moralvorstellungen des Lesers, mit denen er regelmäßig konfrontiert wird.

Letztendlich kann ich sagen, dass ?Sein blutiges Projekt? mich stark bewegt hat und zwar in sämtlichen emotionalen Ausprägungen. Ein absolut empfehlenswerter, schockierender und nachhaltig prägender Bericht, der den Leser sehr geschickt zu manipulieren weiß.

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Fesselnd von der ersten Seite!

Rezensionen von Gaby 2707:

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Eine sehr emotionale Familiengeschichte

Sein blutiges Projekt von Graeme Macrae Burnet

Alexa Petri hatte wegen der dauernden Streitereien nie über wichtige Dinge mit ihrer Mutter gesprochen. Als 11-jährige ist ihre Mutter drei Monate verschwunden, danach hat sie sich stark verändert. Jetzt lebt Alexa in Berlin-Köpenick in einem Mehrfamilienhaus und betreibt eine kleine Eventagentur für Autoren.

Als ihre Mutter Cornelia einen Schlaganfall mit epileptische Anfälle erleidet und im Krankenhaus in Hamburg in ein künstliches Koma versetzt wird, ist Alexa bei ihr und muss entscheiden, ob die die Betreuung ihrer Mutter für die kommende Zeit übernehmen will. Als sie gerade in der kleinen Buchhandlung ihrer Mutter ist, fragen ein alter grauhaariger Herr und ein jüngerer Mann nach Cornelia. Der ältere Herr ist ein Jugendfreund ihrer Mutter und er erzählt Alexa die Geschichte von sich und ihrer Mutter.

Es ist eine sehr emotionale, berührende und manchmal etwas traurige Familiengeschichte, die sich hier vor mir ausbreitet. Sie erzählt aber auch von Hoffnung, Verzeihen und Liebe.
Ab 1961 bin ich im Rückblick mit dem amerikanischen Austauschstudenten Richard Henderson in Hamburg unterwegs und lerne mit ihm zusammen Cornelia Raaken kennen und lieben. Wir genießen zusammen die erste Zeit des Kennenlernens. Dann kommt die große, verheerende Hamburger Flut von 1962 und reißt das junge Paar, das sich gerade auf den Weg in ein gemeinsames Leben machen wollte, auseinander.
Durch die Gedanken Alexas bin ich auch über Cornelias Zeit nach ihrem Verschwinden und der Wandlung der Mutter informiert.

Die Personen dieser Geschichte sind so gut vorstellbar mit ihren Ecken und Kanten, ihren guten und weniger guten Eigenschaften. Auch die Emotionen und Gedanken, die teilweise Zerrissenheit besonders von Richard bringt die Autorin in ihrer unverschnörkelten, feinen Sprache sehr gut rüber. Ich fühle mich sehr schnell ein Teil der Geschichte.

Jedes Kapitel wird von 4 fliegenden, stilisierten Möwen eingeleitet, die mich sofort an Hamburg oder die Küste erinnern.

Ich finde die Geschichte so fabelhaft, weil die immer wieder kleinen Andeutungen eine feine Spannung erzeugen, die mich kaum haben das Buch weglegen lassen. Auch die dauernden Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart und die Sicht der verschiedenen Personen machen die Geschichte spannend. Einzig die kleine Liebesgeschichte zwischen den Kindern der beiden Hauptprotagonisten entwickelte sich für meinen Geschmack etwas zu schnell.

Eine nicht alltägliche Familiengeschichte, die mir einige wunderbare Lesestunden geschenkt hat.

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Rezensionen von StefanieFreigericht:

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Vom Denken wie die schlimmsten Täter - ohne jegliche Grenzen und Moral

Sein blutiges Projekt von Graeme Macrae Burnet

Profilerin Andrea Thornton plant - eigentlich - ein paar schöne private Tage: ihre Freundin Sarah aus Studienzeiten will mit ihrem Freund Robert von Schottland her die kleine Familie von Andrea besuchen kommen, bei Andrea, deren Mann Greg und der kleinen Tochter Julie in Norwich wohnen. Doch aus der fröhlichen Abholung am Flughafen wird schnell ein schreckliches Erlebnis, als in der Nähe der fünf Personen eine Explosion stattfindet.

Am schlimmsten trifft es Robert und Sarah - während Robert schwere Verletzungen im Bauchraum davonträgt, erleidet Sarah Kopfverletzungen, die zu einer Amnesie führen.

Für Andreas beste Freundin Sarah ist es nur schwer zu verkraften, dass ihr nach dem Aufwachen im Krankenhaus die beiden letzten Jahre fehlen. Ihr Patenkind Julie ist kein Krabbelkind mehr, sie ist umgezogen nach Schottland, hat dort einen neuen Job und - Robert. An ihren Lebensgefährten kann sie sich überhaupt nicht mehr erinnern, dafür umso mehr noch an Andreas Polizisten-Kollegen Christopher, für den sie damals sehr geschwärmt hatte. Als klar wird, dass auch Christopher mehr für Sarah empfindet, wird ein weiterer Anschlag auf Robert verübt - und Christopher war bei ihm im Krankenzimmer gewesen. Jetzt wird er von der internen Ermittlung gesucht.

Eigentlich will Andrea nur Christophers guten Ruf wiederherstellen und reist nach Schottland, um in den dortigen Lebensumständen von Sarah und Robert nach Spuren zu suchen. Eigentlich nutzt Andrea die Ermittlungen in drei bestialischen Mordfällen in Schottland nur als Vorwand, um selbst dorthin reisen zu können - da fehlen einem Opfer die Augen, einem anderen hingegen die Zunge. Dabei merkt sie, dass sie dafür nicht denken darf, wie ein normaler Mensch, sondern die normalen Grenzen von Moral zumindest gedanklich hinter sich lassen muss. Und eigentlich?sollte das jeder selbst lesen, ab hier!

Mir gefiel, dass mit den Ermittlungen um SEA-105 ein kaum bekanntes Thema in den Fokus rückt ? allerdings kann ich mir zum Beispiel weniger vorstellen, dass man zu jemandem wie McAllister überhaupt ohne Anwälte vordringen kann, hier hätte ich mir das ganze etwas stärker ausgearbeitet gewünscht (das wirkt jetzt kryptisch, würde aber sonst zu viel verraten). Insgesamt aber wurde ich sehr solide unterhalten!

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Rezensionen von RebekkaT:

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Pasta geht immer!

Sein blutiges Projekt von Graeme Macrae Burnet

"Mia liebt Pasta" - ich liebe Pasta auch! Viel Neues habe ich in dem Buch nicht gefunden, aber das Buch überrascht mit seiner Vielfältigkeit. Ein Kochbuch ist voll mit vielen verschiedenen Rezepten, Mirja Hoechst ist bei Pasta geblieben und hat mich somit zum Fan werden lassen. Endlich einmal keine exotischen, teuren, extravaganten Zutaten, die ich in meinem Supermarkt gar nicht finde!
Schöne, einfache Trendrezepte mit und über Pasta, sei es Pasta mit Sauce, Lasagne, Spaghettimuffins mit Ei oder mal eine süße Variante wie Schokoravioli oder Cannelloni mit Apfel-Zimt-Füllung - und ja: man kann Pasta auch selber machen, auch dazu gibt es Rezepte.

Cover: niedlich! Ich finde es gerade für junge Menschen sehr ansprechend, da Mirja eine schöne, junge Frau ist und das alleine einfach reicht.

Schreibstil: auch hier perfekt für "Anfänger". Von "Werkzeug" über Grundrezept bis zu den einfach und klar erklärten Rezepten ohne exotische Zutaten (!) ist alles gut und einfach erklärt.

Bei uns zu Hause gab es die normale Bolognese mit verschiedenen Nudeln.
Ich selber habe irgendwann mal ein paar weitere Saucen ausprobiert und bin jetzt bei 4 verschiedenen Pastagerichten angelangt, da unsere 4 Jungs einfach nicht alles essen Das Buch hat sich mein fast 12-jähriger Sohn gleich mal mit angesehen und ich denke, dass dieses Alter durchaus auch schon die Zielgruppe ist. Die verschnörkelte Schrift, die Herzchen sprechen eben junge Menschen an. Beim Durchlesen der Rezepte habe ich z. B. auch öfter gedacht: "Kenne ich!", während mein Sohn begeistert meinte, das wir das mal ausprobieren sollen.

Ein klares Pastabuch mit einfachen und leckeren Rezepten, das schon Jugendliche anspricht und ihnen so Grundrezepte zum überleben bietet!

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Rezensionen von rewa:

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Zwielicht 5

Sein blutiges Projekt von Graeme Macrae Burnet

Mit ,,Zwielicht 5´´ bekommen Liebhaber von Horrorgeschichten wieder einmal elf Geschichten präsentiert, die von blutig über amüsant bis zu unheimlich reichen.
Man begegnet einem Cowboy der genüsslich mit einem Skelett an der Bar auf sein Wohl trinkt oder einem Meister, der Tote auferstehen lässt.

Blutig wird es, wenn ein Schriftsteller zwischen Fantasie und Wirklichkeit nicht mehr unterscheiden kann.
Dass auch Erwachsene gerne mit Puppen spielen erfährt der Leser in der Geschichte von Jerk Götterwind ,,Das Puppenhaus´´.
Eine etwas eigenwillige, vom Schreibstil her, aber durchaus gelungene und ein wenig amüsante Geschichte beschert uns Angelika Pauly in ihrer Geschichte ,, Das Auge´´. Man sollte stets auf seinen Körper gut aufpassen, damit er sich nicht selbständig macht.
Teuflisch schöne Frauen können genauso gefährlich sein, wie Liebesabenteuer in finsterer Nacht.
Es gibt aber auch eine Geschichte von Algernon Blackwood mit dem Titel ,, Die Wölfe Gottes´´ die dadurch heraussticht, weil sie bereits 1921 geschrieben wurde und die Spannung ohne blutigen Szenen auskommt. Das Unheimliche wird einfach durch die Stimmung und Beschreibung der Natur, sowie das Verhältnis der beiden Brüder herauf beschworen.
Artikeln über die Autoren Harlan Ellison und T.E.D. Klein, sowie die Gewinner des Vincent Preis 2013, zu dem auch die Ausgabe von ,,Zwielicht 3´´ gehört, runden ,, Zwielicht 5´´ ab.

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Rezensionen von StefanieFreigericht:

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"Ich schreibe eigentlich nur noch Listen. Für alles andere fehlen mir die Worte."

Sein blutiges Projekt von Graeme Macrae Burnet

Fred Wiener ist so neurotisch wie eine Hauptfigur in einem älteren Woody-Allen-Film: "War er irgendwo mit jemandem verabredet, was selten genug vorkam, schlenderte er immer ein wenig auf und ab und entfernte sich dann so weit, dass er den Treffpunkt noch gut im Auge behalten konnte, um sich bei der ersten Sichtung der anderen Person wieder dem Ziel zu nähern.

" S. 11 Für seine Kollegen ist er nur der Langweiler, das "Wienerwürstchen" - und hat sich zum ehrenamtlichen Sterbebegleiter ausbilden lassen, aus Angst, sein Leben sei belanglos. So gerät er an Karla, die alles ist, aber nicht unentschieden oder "lauwarm". Karla fordert ihn heraus in seiner Komfortzone. Auf "Was würden Sie denn gern tun mit der Zeit, die Ihnen noch bleibt?" entgegnet Karla "Ist das Ihr Unterhaltungsprogramm für Sterbende, Herr Wiener?"

Phil ist der 13-jährige Sohn des alleinerziehenden Fred, viel zu klein für sein Alter, Schreiber von Gedichten und mit seinem Vater in einem "Nichtangriffspakt" lebend, aus dem heraus Fragen nicht gestellt und Antworten nicht erwartet werden, besonders, was Phils Mutter betrifft. Auch er begegnet Karla: "Er suchte nach seiner Angst und fand sie weit hinter seiner Neugier und etwas anderem, das mit Bewunderung zu tun hatte." S. 76

Mit großem Einfühlungsvermögen für die Situation und für die Personen schildert Susann Pásztor ihre Geschichte dieses Aufeinandertreffens von wunderbaren Charakteren (wann schon kann man sich gleichzeitig in etlichen Zügen mit einem Teenager, einem Mann Mitte Vierzig und einer älteren Dame identifizieren?) - die feine Ironie dazu ist geradezu hinreißend. ?Was sah sie [Karla] in ihm [Fred]? Einen Gesandten des Todes? Einen zukünftigen Beistand für schwere Stunden? Einen schwitzenden, übergewichtigen Mittvierziger?" S. 13

Dieses Buch über eine Sterbebegleitung zelebriert doch vor allem das Leben, aber auf eine so mitreißende und bewegende Art, das ich es geradezu verschlungen habe. Für dieses Buch benötigt man Zeit - nein, es sind nur 288 Seiten, die sich noch dazu fix und leicht lesen lassen. Aber man möchte dieses Buch nicht unterbrechen MÜSSEN und daher sollte man es nur anfangen, wenn man miteinander auch ungestört sein kann; auch, um gelegentlich innehalten zu können.

S. 18 "Wenn ich Listen schreibe, dann sind es welche, auf denen steht, welche Todesarten mir noch weniger gefallen als die, an der ich sterben werde. Ich schreibe Listen mit meinen gebrochenen Versprechen und all den Dingen, an die ich nie geglaubt habe. Ich schreibe eigentlich nur noch Listen. Für alles andere fehlen mir die Worte."

Und ich - muss eindeutig wieder einmal weniger Listen schreiben?

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Rezensionen von thora01:

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Phantasievolle und verzaubernde Anthologie

Winterstern (Anthologie) von Maya Shepherd; Juliane Maibach; Jasmin Aurel; Tara Florents; Christina Krüger; Jamie L. Farley; Regina Meißner; Anne Neuschwander; Janine Prediger; Madeleine Puljic; Miriam Rademacher; Veronika Rothe; C.M. Spoerri; Nele Sickel; Henrik Sturmbluth; Sabrina Weisensee

Inhalt/Klappentext:
Was ist ein Winterstern? Ein magisches Artefakt? Ein verwunschener Ort? Eine verzauberte Person? Oder etwas, das gar nicht greifbar ist? Lasst euch in fremde Welten entführen, lernt fantastische Legenden kennen, kämpft für die Gerechtigkeit, Liebe oder Freiheit, erlangt Ruhm und Ehre, erfahrt, was wirklich zählt im Leben.

Dies ist eine Fantasy-Anthologie, die euch zum Lachen, Lieben, Gruseln, Träumen, Hoffen und Bangen einlädt.

Meine Meinung:
Ich liebe diese Geschichtensammlung. Sie ist fantasievoll, spannend und emotional. Die Autoren und Autorinnen haben diesem Werk eine ganz besondere Note verliehen. Jede einzelne Geschichte ist ein Unikat und entführte mich in eine andere Welt. Die verschieden Schreibstile ergänzen sich in diesem Buch perfekt. Sehr gut hat mir die Mischung aus alten Hasen und Neulingen gefallen. Ich konnte mich in jeder einzelnen Geschichte wiederfinden. Die Thematik "Winterstern" wurde von jedem Autor auf seine ganz besondere Weise behandelt. Diese Vielfalt lässt des Lesers Herz höher schlagen. In dieser Anthologie ist meiner Meinung nach für Jeden das Passende dabei.

Mein Fazit:
Tolle Geschichtensammlung. Ein muss für Leser aus den verschiedensten Genres. Diese Anthologie ist ein schöner Seelenschmeichler.

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Phantasievolle und verzaubernde Anthologie

Rezensionen von doreen.rachel@gmx.de:

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Etwas mehr Psycho hätte der Geschichte gut getan...

Winterstern (Anthologie) von Maya Shepherd; Juliane Maibach; Jasmin Aurel; Tara Florents; Christina Krüger; Jamie L. Farley; Regina Meißner; Anne Neuschwander; Janine Prediger; Madeleine Puljic; Miriam Rademacher; Veronika Rothe; C.M. Spoerri; Nele Sickel; Henrik Sturmbluth; Sabrina Weisensee

In Glücksmädchen geht es um die Kriminalreporterin Ellen Tamm, die den Auftrag bekommt sich um das Verschwinden der 8jährigen Lycke zu kümmern und darüber zu berichten. Leider kann Ellen sich nicht wirklich dafür begeistern, denn ihre Zwillingsschwester Elsa ist ebenfalls mit 8 verschwunden und tot aufgefunden wurden.

Da Ellen seit damals große Schuldgefühle mit sich herumträgt, versucht sie trotz allem den Fall aufzuklären und die kleine Lycke zu finden...

Das Buch ist als Psychothriller eingeordnet, aber leider ist es mir definitiv nicht psycho genug. Es war spannend, keine Frage, aber mir fehlte einfach der richtige Nervenkitzel. Die Protagonisten waren mir durchweg alle unsympathisch, was wahrscheinlich von der Autorin auch so gewollt war, aber selbst mit Ellen konnte ich nicht wirklich mitfühlen, da mir deren Selbsthass teilweise auf die Nerven ging.
Auch fand ich das Buch gelegentlich sehr verwirrend und etwas hektisch - ich weiß nicht wirklich wie ich das Gefühl beschreiben soll, was ich während des Lesens ab und zu hatte.
Alles in allem trotzdem ein spannender Thriller, der am Ende auch irgendwie berührt und nachdenklich macht. Ich bin gespannt ob es einen weiteren Teil mit Ellen geben wird, denn in ihrem Privatleben gibt es Dinge, die meiner Meinung nach offen geblieben sind und sich für eine Fortsetzung eignen.
3,5 Sterne für das Debüt der Autorin, die wohl selbst beim schwedischen Fernsehen gearbeitet hat, und das sicherlich noch ein wenig Luft nach oben hat.

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Rezensionen von cosmea:

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Warum starb Lily Bigelow

Rain Dogs von Adrian McKinty

"Rain Dogs? ist Adrian McKintys fünfter Roman aus der Serie um Sean Duffy, den katholischen Bullen in Carrickfergus. Er lebt noch immer in einem protestantischen Wohngebiet und versieht seinen gefährlichen Dienst in den Zeiten der Troubles. Es ist das Jahr 1987. Zur täglichen Routine gehört vor jeder einzelnen Fahrt der Blick auf die Fahrzeugunterseite auf der Suche nach einem Sprengsatz.

Duffys neuer Fall beginnt anscheinend harmlos mit einer Lappalie. Er wird wegen eines Brieftaschendiebstahls in ein Hotel am Ort gerufen. Dort ist eine Delegation von finnischen Investoren abgestiegen, die sich für die stillgelegten Fabriken in der Region interessiert. Bei der Gelegenheit lernt Duffy die attraktive Journalistin Lily Bigelow kennen, die für die Financial Times über den Besuch der Finnen berichtet. Unter anderem besichtigt die Gruppe auch Carrickfergus Castle. Am nächsten Tag wird die Journalistin tot im Innenhof der Burg aufgefunden. Niemand hat die Burg nach der Schließung der Anlage betreten oder verlassen. Alles deutet also auf Selbstmord.. Dann zeigen die gerichtsmedizinischen Gutachten, dass es Mord war. Sean Duffy kann nicht glauben, dass er es entgegen aller Wahrscheinlichkeit zum zweiten Mal mit einem Locked Room Mystery zu tun hat.
Die Ermittlungen ziehen sich hin, weiten sich auf immer mehr Beteiligte aus. Es geht um Korruption und Missbrauch. Duffy bekommt viel Druck von oben, auch vom englischen Geheimdienst, und wird bei den Ermittlungen behindert. Duffy lässt sich wie immer nicht beirren und löst den Fall. Den Schuldigen wird er allerdings wie so oft nicht vor Gericht bringen können. Später bedroht man ihn massiv, sollte er die Dinge nicht auf sich beruhen lassen.
McKintys neuer Roman ist wieder ein spannender Thriller auf hohem Niveau, der nicht nur die bürgerkriegsähnlichen Unruhen in Nordirland als Hintergrund mit einbezieht, sondern historische Bezüge mit real existierenden Personen aufweist. Jahrzehntelang vertuschte Skandale um Prominente, zum Beispiel Jimmy Savile, sind zum Teil bis heute nicht komplett aufgearbeitet. Es gab zwar Anzeigen, aber keine Verurteilungen. Meist glaubte man den Opfern nicht. Die Beschuldigten hatten zu viel Einfluss. Es ist McKinty hoch anzurechnen, dass er im Rahmen eines historischen Thrillers diese Verbrechen nicht in Vergessenheit geraten lässt.

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Warum starb Lily Bigelow

Rezensionen von cosmea:

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Dreifachmord in Culduie

Sein blutiges Projekt von Graeme Macrae Burnet

?Sein blutiges Projekt? ist Graeme Macrae Burnets zweiter Roman. Er beginnt mit einem Vorwort, in dem der Autor erklärt, dass er bei Nachforschungen über seinen Großvater auf den Fall des 17jährigen Roderick ?Roddy? Macrae gestoßen ist, der im Jahr 1869 in dem aus neun Häusern bestehenden Dorf Culduie an der schottischen Westküste drei Menschen brutal erschlug.

Es folgen die Aussagen einiger Nachbarn zu Roddys Persönlichkeit, Roddys Bericht zur Vorgeschichte des Verbrechens, den er auf Bitten seines Verteidigers schrieb, medizinische und kriminalpsychologische Gutachten, die Prozessberichterstattung und die Darstellung in den Zeitungen.
Roddy bestreitet nie, das Verbrechen begangen zu haben. Deshalb geht es in dem Prozess lediglich um die Festsetzung des Strafmaßes. Wenn er bei der Ausführung der Tat bei klarem Verstand war, muss er hängen. Kann sein Verteidiger glaubhaft nachweisen, dass dies nicht so war, bekommt er lebenslänglich. Trotz der blutigen Tat ist der junge Mörder dem Leser wesentlich sympathischer als sein Opfer Lachlan Mackenzie genannt Lachlan Broad. Das liegt an der Vorgeschichte.
Die Familien Mackenzie und Macrae waren schon vor Roddys Geburt verfeindet. Als Lachlan Mackenzie zum Constable der drei benachbarten Dörfer gewählt wird, ist die Katastrophe nicht mehr aufzuhalten. Ein Constable vermittelt zwischen dem Gutsbesitzer und den Pächtern, achtet auf die Einhaltung der nirgendwo schriftlich fixierten Vorschriften und verhängt Strafgelder bei Verstößen. Machtmissbrauch und Schikanen sind Tür und Tor geöffnet, weil niemand die Maßnahmen des Constable in Frage stellt. Lachlan Mackenzie treibt Roddys Vater John mit einer Serie von Schikanen in die Enge und nimmt ihm mit dem vom Gutsverwalter unterzeichneten Räumungsbescheid die Existenzgrundlage. Roddy will seinen Vater von den durch den Constable verursachten Widrigkeiten befreien.
Burnet kritisiert das ungerechte Feudalsystem, in dem die reichen Grundbesitzer die Kleinbauern gnadenlos ausbeuteten. Diese konnten trotz harter Arbeit kaum ihre Familien ernähren, oft den Pachtzins nicht zahlen und mussten darüber hinaus noch unbezahlte Arbeit für den Gutsbesitzer oder die Gemeinde leisten. Auch die Kirche kommt bei Burnet nicht gut weg. Der presbyterianische Geistliche leistet weder praktische Hilfe in der Not noch bietet er geistlichen Beistand. Was den primitiven Bauern widerfährt, ist für ihn nichts weiter als die verdiente Strafe für ihre Sünden.
Mir hat der sprachlich anspruchsvolle Roman, der kein Thriller ist, sondern ein Roman über ein Verbrechen und eine Sozialstudie, vor allem durch seine raffinierte Konstruktion sehr gut gefallen. Die Geschichte präsentiert sich als Sammlung von Dokumenten zum Fall Roderick Macrae und ist doch ein Spiel mit Wahrheit und Fiktion bis hin zum angeblichen Vorfahr mit dem Namen des Autors, der dem Roman scheinbar Authentizität verleiht. Das Ergebnis dieser Konstruktion ist eine Vielfalt von teils widersprüchlichen Aussagen von unzuverlässigen Erzählern, ein Puzzle, das der Leser selbst zusammensetzen und deuten muss. Ein großartiges Buch!

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Dreifachmord in Culduie