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Rezensionen von lena_kallus@msn.com:

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Eine bewegende Geschichte, die mich begeistert hat!

Als erstes muss ich das schöne Cover loben! Es ist idyllisch passt sehr gut zum Inhalt. Ich finde es gut, wenn man vom Cover auf den Inhalt schließen kann und so eine Ahnung hat was einen erwartet.

Wir befinden uns in Hamburg. Alexa, die aus Berlin angereist ist, besucht ihre im Koma liegende Mutter Cornelia im Krankenhaus.

Alexa hat seit ihrem elften Lebensjahr keine gute Beziehung zu ihr. Denn damals ist ihre Mutter spurlos verschwunden und ganz verändert wiedergekommen. Was ist vorgefallen und was hat ein amerikanischer Autor damit zu tun? Als Alexa Hinweise findet, dass Cornelia ein Opfer der Sturmflut in den 60er Jahren war und ihr nach und nach klar wird, warum ihre Mutter so ist wie sie ist, kann sie sie besser verstehen und ihr vielleicht verzeihen.

Es hat mir unheimlich viel Spaß gemacht die Geschichte um Alexa und Cornelia zu lesen! Das Buch spielt in der Gegenwart und in den 60er Jahren, hauptsächlich in Hamburg. Wir machen aber auch Abstecher nach Berlin und Amerika. Die Gegenwart lesen wir aus Alexas Sichtweise, während die Vergangenheit aus von der dritten Person erzählt wird, was mir sehr gut gefallen hat, da man im Prinzip das Gefühlsleben aller Person miterlebt und sich ihnen verbundener fühlt. Allgemein kann ich sagen, dass mir die Vergangenheit besser gefallen hat als die Gegenwart. Das empfinde ich bei Geschichten auf zwei Zeitebenen aber immer, da eben dort die spannenden Sachen passieren.
Eine sehr schöne aber auch traurige Liebesgeschichte ist meiner Meinung nach der Dreh- und Angelpunkt des Buches. Teilweise war ich sogar richtig wütend, weil Cornelia und ihrem Freund Rick so furchtbar übel mitgespielt wurde. Corina Bomann hat einen fantastischen Schreibstil und versteht es das ganze Buch über die Spannung zu halten. Immer wieder wirft sie einem kleinen Häppchen zu, sodass man nach und nach dem Geheimnis auf die Spur kommt.
Das Ende war auch sehr gelungen. Ich hoffe, ich verrate nicht zu viel, aber es gab kein kitschiges Happy End sondern eines, dass viel glaubwürdiger ist und für mich das Buch noch besser gemacht hat.

Zusammenfassend kann man sagen, dass mir das neue Buch sehr gut gefallen hat und ich empfehle es an alle weiter, die gerne Geschichten auf zwei Zeitebenen lesen! Ich freue mich schon sehr auf weiteres Buch von Corina Bomann!

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Ich liebe die Geschichte und freue mich schon auf den zweiten Band!

GötterFunke 1. Liebe mich nicht von Marah Woolf

Auf das Buch aufmerksam wurde ich tatsächlich nicht durch das Cover, sondern durch die Autorin Marah Woolf selbst. Ich habe schon sehr viel von ihr gehört und wusste, dass sie eine sehr erfolgreiche Selfpublisherin ist. Ich habe sogar schon vor langer Zeit den ersten Teil der MondLichtSaga von ihr gelesen, dann aber die Reihe aus den Augen verloren.

Allerdings war mir schon damals klar, dass sie einen tollen Schreibstil hat. Dass das Buch auch noch die Griechische Mythologie beinhaltet, war ein weiterer Punkt, der mich das hat lesen lassen wollen. Die Griechische Mythologie hat mich nämlich schon seitdem ich sie zum ersten mal in der Grundschule kennengelernt habe fasziniert. Das Cover will ich dadurch nicht schlecht reden, denn es ist wunderschön, in echt viel schöner als auf den Display. Bei der Aufmachung wurde sich nämlich viel Mühe gemacht. Der Schutzumschlag hat eine metallische, geriffelte Oberfläche mit lackbeschichteten Buchstaben, was das Buch sehr wertig erscheinen lässt. Wie für den Dressler Verlag üblich, ist es unter dem Schutzumschlag auch schön gestaltet.
Die Geschichte spielt in den USA und beginnt damit, dass Jess und ihre beste Freundin Robyn sich auf den Weg in ein Camp in den Rockys machen um dort ihre Sommerferien zu verbringen. Doch während der Autofahrt geschehen seltsame Sachen und es scheint, dass Jess und ihre Freundin bei einem Unfall sterben. Jess schwebt über ihrem halbtoten Körper und sieht junge Menschen, die darüber diskutieren ob sie sie retten sollen oder nicht. Dabei fällt Jess ein Junge mit grünen Augen auf und sein Duft betört sie. Kurz darauf sitzt sie mit Robyn wieder im Auto und es scheint als wäre nichts passiert. Hat Jess nur schlecht geträumt? Doch dann trifft sie den Jungen - Cayden - im Camp. Er sieht genauso aus und riecht genauso. Er streitet alles ab, scheint sich aber dennoch für Jess zu interessieren. Was Jess jedoch nicht weiß ist, das Cayden Prometheus ist. Er ist nach 100 Jahren wieder auf die Erde gekommen um sterblich zu werden. Im Camp trifft sie noch andere Jugendliche. Zwei davon sind Athene und Apoll. Sie sind nach Griechischen Göttern benannt, Zufall?
Marah Woolf hat eine ganz tolle Geschichte geschrieben! Ab der ersten Seite war ich schon mittendrin im Geschehen und flog nur so durch die Seiten. Marah Woolf versteht es die Spannung zu halten, sodass man am Ball bleibt. Ich finde, sie hat eine gute Mischung aus Liebesgeschichte und Handlung geschaffen.
Wir lesen aus der Sicht von Jess und erfahren ihre Gedanken und Gefühle so hautnah mit. Zu Beginn eines jeden Kapitels kommt noch Hermes, der Götterbote zu Wort. Er kommentiert das Geschehen, was mich oft sehr amüsiert hat. Hinten im Buch finden wir noch weitere Informationen zu den Göttern und einen Stammbaum.
Jess mochte ich gleich von Anfang an und auch bis zum Schluss. Sie ist eine Protagonistin, die sowohl starke als auch schwache Seiten besitzt, was sie mir sehr sympathisch gemacht hat. Cayden konnte ich zu Beginn nicht richtig einschätzen. Ich habe zwar seine Beweggründe verstanden, fand ihn aber oft zu egoistisch. Er wusste genau, dass er Jess wehtun würde und konnte dennoch nicht die Finger von ihr lassen.
Robyn, Jess' beste Freundin konnte ich überhaupt nicht leiden. Sie bandelt mit Cayden an, obwohl sie einen Freund hat und verletzt Jess wissentlich. Wenn ich Jess wäre, hätte ich sie schon längst in den Wind geschossen. Athene, Apoll und die anderen Freunde mochte ich auch sehr gerne. Die Charaktere und ihr Zusammenspiel hat Marah Woolf sehr schön gezeichnet!
Das Ende hat mich sehr traurig zurückgelassen. Die arme Jess hat es wirklich nicht leicht.
Ich freue mich aber, dass mich noch noch zwei weitere Bände erwarten und hoffe nur das Beste für Jess und Cayden. Zum Glück müssen wir nicht allzu lange warten, da der nächste Band schon im September erscheint! Ich kann das Buch uneingeschränkt an alle empfehlen, die gerne spannende Jugendbücher mit einer Portion Liebe lesen und sich für die Griechische Mythologie interessieren!

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Ich liebe die Geschichte und freue mich schon auf den zweiten Band!

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Schöne Geschichte mit einem viel zu plötzlichen Ende

Das Brombeerzimmer von Anne Töpfer

An dem Buch angezogen hat mich der Titel ?Das Brombeerzimmer?. So ähnliche Titel tragen nämlich oft Bücher, die Familiengeschichten mit Geheimnissen erzählen. Eine Familiengeschichte habe ich auch bekommen, allerdings kamen die Geheimnisse zu kurz, sodass mir einiges gefehlt hat oder nicht ausreichend ausgearbeitet wurde.

Aber erst mal komme ich zu den positiven Aspekten des Buches.
Die Idee der Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Nora unsere Protagonistin findet im Arbeitszimmer ihres verstorbenen Ehemanns einen Brief von seiner Großtante Klara. Julian hat seine Großtante nach einem Marmeladenrezept gefragt, denn diese kocht genauso gerne Marmelade wie Nora. Als sich das in der Familie herumspricht, ist Julians Großvater, also Klaras Bruder gar nicht begeistert und verbietet den Kontakt und weiter in der Vergangenheit herumzustochern. Denn selbst Julian hat von der Existenz Klaras erst vor kurzem erfahren, denn die Familie hat sich vor Jahrzehnten von Klara losgesagt und nie wieder ein Wort über sie verloren. Nora allerdings lässt sich davon nicht beeindrucken und beschließt Klara in der Vorpommerschen Boddenlandschaft zu besuchen. Wird sie dem Familiengeheimnis auf die Spur kommen?
Anne Töpfer hat einen ganz tollen Schreibstil. Die Seiten lassen sich ruck zuck weglesen. Die Charaktere und auch die Landschaft hat die Autorin ganz toll beschrieben, sodass ich sie mir bildlich vorstellen konnte.
Nora als Protagonistin hat mir unheimlich gut gefallen. Vor einem Jahr hat sie ihren Ehemann Julian verloren und trauert immer noch um ihn. Jedes Wochenende kocht sie Marmelade ein, da Julian diese gerne genascht hat. Im Laufe des Buches lernt sie so langsam Abschied von Julian zu nehmen und sich neuen Dingen zu öffnen ohne ihn dabei zu vergessen, denn er wird immer Teil ihres Lebens bleiben. Noras Freundin Katharina war spitze. Wo Nora ruhig und besonnen ist, ist Katharina genau das Gegenteil. Die Kombination der Charaktere der beiden Freundinnen hat mir gut gefallen. Auch Mandy, die Nora im Laufe der Geschichte kennenlernt und die eine wichtige Rolle einnimmt, hat mir gut gefallen. Sie ist charakterlich eine Mischung aus Klara und Katharina. Noras Hund Watson, der sie auf ihrer Reise begleitet war toll.
Klara als Charakter ist mir zu blass geblieben. Sie hat für meinen Geschmack zu wenig von sich preisgegeben, sodass ich sie nicht liebgewinnen konnte. Normalerweise schließe ich alte Damen in Geschichten immer schnell in mein Herz, hier war das leider nicht so. Julian, der verstorbene Ehemann Noras ist mir auch etwas zu blass erschienen. Als die Geschichte beginnt ist Julian bereits verstorben und es gibt keine größeren Rückblende mit ihm, sodass ich nicht diesen großen Herzschmerz mit Nora teilen konnte.
Viel Spannung kam leider nicht auf. Die Autorin hat den Fokus wohl eher auf Entspannung gesetzt. Denn oft hatte ich beim Lesen ein heimeliges Gefühl, da auch viele alltägliche Dinge schön beschrieben wurden. In der Geschichte wird auch viel über das Marmeladekochen erzählt und man findet auch einige Rezepte zum Nachmachen. Das hat mich jetzt nicht sonderlich interessiert, aber auch nicht gestört.
Der größte Kritikpunkt allerdings war die Auflösung des Familiengeheimnisses. Das passierte auf den letzten paar Seiten. Im Laufe der Geschichte wurden keine wirklichen Hinweise geliefert und das Ende kam einfach zu plötzlich. Wer, wie im Klappentext angedeutet, vermutet etwas über Kriegsgeschehen zu lesen, den muss ich enttäuschen. Das kommt nicht zur Sprache.
Ebenso handelt es sich nicht um einen Roman, der auf zwei Zeitebenen spielt. Die Geschichte spielt in der Gegenwart und es gibt keine Rückblenden. Auch eine Liebesgeschichte wird hier nicht erzählt. Nur leichte Ansätze. Das hat mich jetzt nicht gestört, ich wollte es nur erwähnen.
Alles in Allem hat mir die Geschichte gefallen. Der Schreibstil war toll und auch die meisten Charaktere habe ich sehr gemocht. Der Schluss allerdings kam viel zu plötzlich und ich hatte das Gefühl, dass die Geschichte nicht richtig zu Ende erzählt wurde.

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Schöne Geschichte mit einem viel zu plötzlichen Ende

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Dieses Buch hat das Zeug ein Klassiker zu werden!

Wenn ich jetzt nicht gehe von María Dueñas

Ich muss gestehen, dass ich von Maria Duenas als Schriftstellerin bisher nichts mitbekommen habe, obwohl sie schon mehrere Bücher veröffentlicht hat und in Spanien eine gefeierte Bestseller-Autorin ist. Im Jahr 2015 war dort ?Wenn ich jetzt nicht gehe? sogar das meistverkaufte Buch.
Wie das bei mir oft der Fall ist, wurde ich auf das Buch durch das schöne Cover aufmerksam.

Es ist schlicht gestaltet und lässt eine Liebesgeschichte erahnen, die nicht kitschig anmutet.
Bekommen habe ich sogar viel mehr als eine Liebesgeschichte, denn der Roman ist das reinste Abenteuer!
Die Geschichte beginnt in Mexiko-Stadt in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Dort lebt Mauro Larrea, ein 50-jähriger reicher Unternehmer. Seine Frau ist schon vor längerer Zeit verstorben und hat ihn und die zwei Kinder Mariana und Nico zurückgelassen. Mauro war schon immer ehrgeizig und hat keine Mühen und Risiken gescheut um an sein Ziel zu kommen. So hat er es auch geschafft seine Armut zu überwinden und wohlhabend und angesehen zu werden. Doch nun hat ihn sein Glück verlassen, denn er ist ein zu großes Risiko eingegangen. Er hat all sein Geld in neue Maschinen aus den USA investiert, doch der dort herrschende Bürgerkrieg hat im einen Strich durch die Rechnung gemacht und ihn ruiniert. Jetzt heißt es schnell handeln um zu verhindern dass diese Neuigkeit die Runde macht. Mit Hilfe seine treuen und langjährigen Freundes Andrade erkennt er, dass ihm nichts anderes übrigbleibt, als nach Kuba zu gehen und dort Geschäfte abzuschließen um ihn aus der Misere zu befreien. Denn es steht nicht nur sein Leben auf der Kippe, sondern auch das seiner Kinder. Seine Tochter hat er aufgrund seines Vermögens in eine angesehene alte Familie verheiraten können und sein Sohn ist verlobt und die Hochzeit gerät in Gefahr. Doch um Geschäfte in Kuba tätigen zu wollen, braucht er Startkapital. Er verkauft fast seinen ganzen Besitz und schließt ein Geschäft mit dem Halsabschneider ab, der der ihn schon zu Beginn seiner Karriere ausgenommen hat, und das Ganze zu einem Wucherpreis. Er setzt seine Villa, das einzig kostbare was ihm noch geblieben ist als Pfand ein und hat nur vier Monate Zeit einen Drittel plus horrende Zinsen zurückzuzahlen, sonst steht er vor dem Nichts. Als sich herumspricht, dass Mauro nach Kuba geht, bekommt er noch Geld von der Schwiegermutter seiner Tochter mit. Das soll er gewinnbringend investieren. Vom zukünftigen Schwiegervater seines Sohnes bekommt er auch Geld mit. Es handelt sich um das Erbe seiner Schwester, die er jahrelang nicht gesehen hat. Mauro soll das Geld der Schwester überbringen. Nun hat Mauro genug Geld um etwas daraus zu machen. Wird es ihm gelingen?
Der Schreibstil von Maria Duenas ist ganz hervorragend! Sie beschreibt die Umgebung und die Charaktere so detailreich und genau, dass sie lebendig wirken. Sie bedient sich einer Sprache, die zeitlos wirkt und ich oft das Gefühl hatte einen altbewährten Klassiker zu lesen!
Mit Mauro Larrea hat sie einen ganz ausgezeichneten Charakter geschaffen. Er ist stark und seine Moral hat mir gut gefallen. Er hat oft anders gehandelt als ich es erwartet hatte, hat die Situationen oder Personen nicht ausgenutzt, auch wenn es ihm förmlich in den Schoß gefallen ist, wie z.B. das Geld der Schwiegereltern seiner Kinder. Mauros Freund Andrade und sein Diener Santo waren Mauro eine große Stützte und Menschen, die jeder gern in seinem Leben hätte. Und dann haben wir natürlich noch die sinnliche Soledad, die eine wichtige Rolle in Mauros Leben einnehmen wird.
Die Geschichte spielt an mehreren Schauorten, was mir sehr gut gefallen hat. Wir erleben förmlich wie es in Mexiko-Stadt, Kuba und Spanien zur damaligen Zeit aussieht und zugeht. So wird das Gefühl die Abenteuer von Mauro mitzuerleben noch verstärkt! Außerdem erwarten einen viele Wendungen, die man nicht erahnt und so die Spannung bis zum Schluss des relativ dicken Buches halten. Ich bin von Maria Duenas' Buch ?Wenn ich jetzt nicht gehe?, dessen Titel übrigens ganz hervorragend zum Inhalt passt, restlos begeistert und möchte unbedingt noch weitere Bücher der Autorin lesen!

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Dieses Buch hat das Zeug ein Klassiker zu werden!

Rezensionen von Nepomurks:

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Ein großartiger Roman.. Vielschichtig, emotional und sehr authentisch!

Wenn ich jetzt nicht gehe von María Dueñas

Wie ein Abbild vergangener Zeiten scheint der Roman der spanischen Schriftstellerin Maria Duenas ?Wenn ich jetzt nicht gehe?. Hierzulande noch eher unbekannt, wurden die bisher erschienen Bücher Duenas? bereits in über 35 Sprachen übersetzt, millionenfach verkauft und z.T. verfilmt. Und nicht zu Unrecht: Der aktuelle Roman liest sich wahnsinnig flüssig, ist sprachlich sehr stark und versetzt den Leser gefühlt in eine von Stolz und Arbeit geprägte Ära der südamerikanischen Besiedelung durch die Spanier.

Wahrlich ein großes Familien-Epos, das Maria Duenas mit ?Wenn ich jetzt nicht gehe? geschaffen hat!

Hauptprotagonist ist in diesem Buch der Spanier Mauro Larrea, ein Mann mittleren Alters der vor vor vielen Jahren nach Mexiko übersetzte, um dort sein Glück zu versuchen. Ein Emporkömmling, der nach schweren Jahren des arbeitsreichen Aufstiegs tatsächlich einen beachtlichen Reichtum angehäuft hat und sich nun doch vor den Trümmern seines Erfolges wiederfindet. Die Zeiten sind schwierig. Spanien führt noch Kolonien, befindet sich aber bereits in kriegsähnlichen Zuständen mit seinen Exklaven. Die Geschäfte lahmen, sind risikoreich geworden. In Mexiko und Kuba bekommen die spanischen Übersiedler die Umschwünge und Umbrüche bereits am eigenen Leib zu spüren. Unsicherheiten, der Wandel in der Sklavenhaltung, die schwindenden Gewinne aus Minenbau und Import- / Export.. Das alles lässt sich hier in einem wunderbaren Fluss nachlesen. Mauro ist ein durch und durch stolzer Mann, zudem Vater zweier bereits erwachsener Kinder und Eigentümer einer imposanten Villa. Doch spürt man im Verlauf der Erzählung seine Herkunft, sein Geschick ? aber auch die Notwendigkeit der Unterstützung seiner Weggefährten. Man erhascht einen tiefen Einblick in die Figur und glaubt manches Mal, mit dem Protagonisten zu verschmelzen. Atmosphärisch bleibt der Roman durchweg unglaublich dicht. Die Zeit lebt auf und es entsteht ein glaubwürdiges Konstrukt. Dabei verliert die Autorin sich nie zu sehr in Details, geht nur genauer auf die wichtigsten Inhalte ein. Doch sprachlich entfaltet sich ein intensives Szenario und der Roman strotzt nur so vor spannenden Entwicklungen. Es warten einige große Herausforderungen auf Mauro und man kann kaum absehen, wie die jeweilige Entscheidung fällt - wohin es den Mann treibt. Mich hat der Roman mit all seinen reichen Facetten und den durchweg interessanten Charakteren unglaublich fesseln können. Ich fand die Umschreibungen der Szenen, der Umgebungen und Menschen der damaligen Zeit einfach sehr eindrücklich. Das Buch hat mich wohl letztlich durch den tollen Schreibstil in vielerlei Hinsicht emotional angesprochen und somit von Anfang bis Ende mit auf eine spannende Reise nehmen können..

Maria Duenas hat meiner Meinung nach mit ?Wenn ich jetzt nicht gehe? einen unglaublich vielschichtigen, intensiven und sehr authentischen Roman vorgelegt. Sicherlich nicht der letzte Roman, den ich von dieser sehr einfühlsam schreibenden Autorin gelesen haben werde! Großartig, 5 Sterne.

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Ein großartiger Roman.. Vielschichtig, emotional und sehr authentisch!

Rezensionen von Nepomurks:

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Tiefgreifend, emotionsgeladen & kritisch.. Ein toller Roman, der absolut in die Zeit passt!

Wenn ich jetzt nicht gehe von María Dueñas

Karine Tuil legt nun mit ?Die Zeit der Ruhelosen? ihren neuesten Roman vor. In Frankreich bereits ein viel diskutierter Bestseller, wird man wohl auch hierzulande nicht um dieses, thematisch sehr aktuelle und tiefgründige Werk herumkommen.

Bereits der Beginn des Romans ist sehr emotionsgeladen und fesselnd.

Es wird hier zunächst sehr eindrücklich und ungeschminkt aus einer Introspektive heraus die psychische Belastung der kämpfenden Soldaten in Afghanistan beschrieben. Stilistisch auf eine Art und Weise, die dem Leser eigentlich nur die Tränen in die Augen treiben kann. Doch dann gleich der erste abrupte Bruch: im nächsten Schritt findet man sich bereits im gegenwärtigen Paris bei einem der Hauptprotagonisten wieder: Francois Vély. Wechselnde Perspektiven und Erzählstränge werden den Leser von nun an durch den Roman begleiten und machen den Inhalt, bzw. Verlauf abwechslungsreich. Man kommt sehr gut in die Erzählung hinein, jedoch ist ?Die Zeit der Ruhelosen? meiner Meinung nach kein Roman, den man mal kurz nebenher lesen kann oder sollte. Der Schreibstil ist oftmals verzwickt und inhaltlich recht tiefgreifend, manches mal gar weitreichend, so dass man doch mit voller Aufmerksamkeit und Konzentration an das Buch herangehen sollte. Spannend ist die gesamte Erzählung - ohne Zweifel. Die Hauptprotagonisten wirken durchweg sehr authentisch und sind in sich stimmig und gut konzipiert. Die verschiedenen Erzählstränge treffen irgendwann aufeinander und verweben sich miteinander. Ich fand Tuil's Schreibstil sehr beeindruckend, nicht zuletzt wegen der immer wieder herauslesbaren Kritik. Der Roman bietet bei korrekter Auslegung wahrlich viel Brisanz und gibt politisch viele nachdenklich stimmende Aussagen zu unserer Zeit und den aktuellen gesellschaftlichen Umbrüchen wieder. Die Verstrickungen und kritischen Inhalte fand ich wirklich gut verarbeitet und durchweg ansprechend, sie stellen beim Lesen aber meiner Meinung nach auch immer wieder eine gewisse Herausforderung dar! Dramatik, beißende Situationskomik und unerwartete Wendungen hat der Roman definitiv zur Genüge zu bieten, dabei bleiben die Figuren und Inhalte immerzu äußerst interessant!

Also kein schlichter Roman, sondern ein umfassend kritisches Werk, das auf ganz eigene Weise unsere Zeit widerspiegelt und nicht mit vielfältig tiefgründigen Verläufen & Aussagen geizt. Somit nicht unbedingt ein "stilles Buch", sondern eher eines, das noch länger nachhallt und dem Leser inhaltlich nicht aus dem Kopf gehen will. Mir gefiel es sehr! Deshalb 5 Sterne.

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Ein großartiger Roman.. Vielschichtig, emotional und sehr authentisch!

Rezensionen von Josetta:

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Lesenswertes Buch über Antike, Magie und Mythen. Teilweise etwas unrund.

Schattenkrone von Eleanor Herman

Die historischen Heldentaten von Alexander dem Großen vereint mit den mystischen Legenden und Sagengestalten der griechischen Antike und verfeinert mit einem guten Schuss Magie.
Dieser Genremix nennt sich Schattenkrone und ist der erste Band der Jugendbuchreihe Royal Blood, geschrieben von Eleanor Herman.

Schattenkrone führt den Leser ins Jahr 340 vor Christi Geburt zurück. Alexander schnuppert die erste Luft als zukünftiger Herrscher über Makedonien, aber noch sitzen seine Eltern auf dem Thron. Besonders seine Mutter Olympias verbreitet eine angsteinflößende, magische Aura im Palast. Beide geben dem jungen Alexander und seinen Halbgeschwistern kaum liebevolle elterliche Zuneigung. Darum holt sich der Prinz den verstoßenen Jungen Hephaistion genannt Heph an den Hof, mit dem ihm seit Jahren eine treue, liebevolle und feste Freundschaft verbindet. Die Ereignisse nehmen mit Beginn des berühmten Blutturniers ihren Lauf. Plötzlich tritt Katerina in das Leben von Alex. Sofort bemerken beide eine innige Verbundenheit miteinander. Doch die junge Dame hütet ein Geheimnis und hat einen schrecklichen Auftrag zu erfüllen. Wird sie einen Keil zwischen die Männerfreundschaft mit Heph treiben und welche Rolle spielt Alex Halbschwester Cynane dabei? Außerdem befinden sich Gäste am Hof. Aesarische Fürsten, einst Feinde des makedonischen Hauses. Hängt dieser Frieden an einem seidenen Faden? Und weit weg, im fernen Lydien, bekommt Zofia , die Nichte Königs Shershahs die Nachricht verkündet, dass Prinz Alexander der geeignetste Junggeselle auf dem königlichen Heiratsmarkt ist.

Schattenkrone hat mich gut unterhalten. Die Idee, Antike mit Magie zu verbinden, finde ich super. Herausgekommen ist ein lesenswerter Roman, der mir einige Stunden gute Unterhaltung beschert hat.
Der allerdings auch einige Schwachstellen bietet.
Lange Zeit störte mich die Zeitform ?Präsens?, welche die Autorin gewählt hat. Es macht die Geschichte unrund und die Gegenwartsform tut nicht wirklich viel für das Buch.
Die Hauptdarsteller wechseln zu schnell ihre Zukunftsperspektive. ?Heute hier, morgen dort? bekommt in Schattenkrone eine sprichwörtliche Bedeutung. Dadurch werden angekündigte Handlungsstränge viel zu schnell abgehandelt, was leider oft den Spannungsbogen unterbricht. Ähnlich einem fulminant angekündigten Feuerwerk, verpufft zur kleinen, unscheinbaren Flamme. Schade, einige Szenen hätten deutlich besser herausgearbeitet werden müssen. Auch die Sympathie einiger Hauptdarsteller leidet darunter.

Ich bewerte das Buch mit 3 Sternen (eigentlich sind es eher 3,5 Sterne) und gebe eine Leseempfehlung, denn ein Fehlkauf war Schattenkrone auf keinen Fall. Im Gegenteil, ich freue mich sogar auf die Fortsetzung.
Allerdings sollte sich der Leser auf die oben erwähnte Kritik einstellen. Wem dies gelingt, kann sich auf eine antike Reise begeben, bei dem die alten Götter und Mythen ihren Platz in der Welt verdient haben. Viel Vergnügen!

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Lesenswertes Buch über Antike, Magie und Mythen. Teilweise etwas unrund.

Rezensionen von christina.hirschberger@gmail.com:

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Familiengeschichte mit süßen und sauren Überraschungen

Das Brombeerzimmer von Anne Töpfer

Zum Inhalt
Die Handlung setzt nach dem Tod von Noras geliebtem Ehemann Julian ein. Sie weiß, dass das Leben weiter geht und tingelt zwischen ihrem Job als Ernährungswissenschaftlerin und ihrer Leidenschaft: dem Marmelade zubereiten. Für die schweren Stunden, in denen sie die Trauer um Julian zu übermannen scheint, stehen Mama und die beste Freundin bereit.

Sie meistert ihren Alltag, ohne jedoch besonders viel Freude dabei zu empfinden.
Bis sie ein Jahr nach Julians Tod auf den Brief seiner Großtante Klara stößt. Im Brief verrät Klara das Rezept ihrer Brombeermarmelade und Nora hofft sogleich auf eine Seelenverwandte. Kurzerhand bricht sie zu der alten Dame auf, obwohl Julian sie nicht einmal gekannt hat und auch die restliche Familie nicht viel von diesem Vorhaben hält.
In der Vorpommerschen Boddenlandschaft angekommen trifft Nora auf spannende Menschen, verwobene Geschichten und so manches Geheimnis.

Zur Leseerfahrung
Julians Tod verleiht dem Buch einen zarten Hauch von Melancholie, jedoch auf eine sehr dankbare und friedvolle Weise, ohne den Leser in eine düstere Stimmung zu versetzen. Die Charaktere sind sehr authentisch und ich habe so manche Eigenschaft von mir selbst oder meinem Umfeld wieder erkannt, wodurch man einen persönlichen Bezug zum Buch bekommt.
Die Handlungsorte passen wunderbar zur Geschichte und besonders die Beschreibungen der Vorpommerschen Boddenlandschaft haben mir sehr gefallen. Die Rezepte, die im Buch erwähnt werden, sind schön beschrieben und klingen alle sehr vielversprechend. Überhaupt zieht sich durch die Lesestunden durchgehend das Verlangen nach einem leckeren Marmeladenbrot.
Das Buch ist zusammen mit einem Glas selbstgemachter Marmelade eine schöne Geschenkidee für einen lieben Menschen, der es sich mal wieder gut gehen lassen soll.

Zum Fazit
Eine emotionale Geschichte mit viel Gefühl, die dem Leser die Botschaft mitgibt, dass alles irgendwann gut wird, obwohl manchmal sogar in den süßesten Früchten eine harte Nuss steckt.

Zu den Eckdaten
Titel: Das Brombeerzimmer
Autor: Anne Töpfer
Verlag: List Taschenbuch
ISBN: 978-3548613178
Seiten: 410
Preis: 9,99 ?

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Familiengeschichte mit süßen und sauren Überraschungen

Rezensionen von Cha_:

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Spannender 1. Teil mit ein paar Schwächen

Schattenkrone von Eleanor Herman

Klappentext:

Stell dir eine Zeit vor, in der die Menschen den Göttern gleichgültig sind, und das Böse an den Rändern der Welt erwacht ... Alex ist kurz davor, für immer aus dem Schatten seines mächtigen Vaters zu treten und der größte Heerführer aller Zeiten zu werden.Seine Verbündete Kat hat einen Plan, von dem Alex niemals erfahren darf.

Die beiden verbindet weit mehr als sie ahnen. Wem kannst du trauen? Und was ist am Ende stärker? Das Schicksal? Magie? Oder deine Feinde?


Cover:

Das Cover wurde wunderschön gestaltet und passt finde ich perfekt zur Geschichte. Es wird auch etwas älter durch die Brauntöne und vermittelt so das Gefühl der Vergangenheit.

Meine Meinung:

Den Schreibstil finde ich toll da er super zu lesen ist und man nur so über die Seiten fliegt. Da das Buch in der Antike spielt passt der Schreibstil zwar nicht wirklich zur Geschichte aber sonst könnte man wahrscheinlich nicht viel verstehen und es würde auch keinen Spaß machen.

Die Story ist von mehreren Perspektiven geschrieben und spielt nicht nur in Makedonien sondern auch in Persien. Dadurch bekommt man einen großen Eindruck der Welt zu dieser Zeit was ich wirklich spannend fand.

Die Charaktere waren zwar nicht sehr ausgearbeitet nur bei ein paar der Protagonisten durfte man hinter den Vorhang schauen. Die Magie in der Geschichte hat mir zwar etwas gefehlt weil sie nicht ganz so hervor kam aber trotzdem war es spannend und auch etwas gruselig und hat mich toll unterhalten. Die Schlachten hätte ich jetzt nicht gebraucht aber das war ja zu dieser Zeit normal und gehört dazu.

Ich bin gespannt wie es weitergeht und freue mich schon auf den nächsten Teil. Ich hoffe, dass dort all die noch offenen Fragen beantwortet werden.

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Spannender 1. Teil mit ein paar Schwächen

Rezensionen von PFIFF:

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Ein Hausarzt kommt in die Bredouille

Sommerhaus mit Swimmingpool von Herman Koch

Marc Schlosser ist Praktischer Arzt in Amsterdam. Er hat eine hübsche Frau und zwei halbwüchsige Töchter. Seine Praxis läuft gut bis er Ralph Meier, einen Schauspieler und selbst Vater von zwei Jungen, in der Praxis kennen lernt. Meier lädt die Familie Schlosser in den Sommerferien in ein Häuschen an der Küste Frankreichs ein, wo auch ein amerikanisches Pärchen Ferientage verbringt.

Die Idylle bekommt Risse, Schlosser begeht zurück in Amsterdam an Ralph Meier einen Kunstfehler, so scheint es jedenfalls, und muss sich vor der Ärztekammer verantworten. Hängt das mit den Ereignissen im Sommerhaus zusammen?
Ein amüsant geschriebenes, spannendes Buch, mit vielen Statements zur Einstellung zu Sexualität und der heutigen Medizin.

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Ein Hausarzt kommt in die Bredouille