Kunden em pfehlungen
Rezensionen von niknak:
Unerwarteter Lottogewinn
Millionärin wider Willen - Elenas Geheimnis von Brigitte Teufl-Heimhilcher
Inhalt:
Elena ist leidenschaftliche Ärztin, aber nun leider in Pension. Da sie nicht weiß, was sie alles mit ihrer Zeit anfangen soll, kauft sie sich einen Lottoschein und gewinnt den Jackpot. Aber was soll sie nun mit dem ganzen Geld anfangen? Sie hat doch alles.
Soll sie es ihren Kindern geben, oder einen Teil davon spenden? Aber was würden ihre Kinder damit anfangen? Ihre Tochter Kerstin ist Anwältin und lebt für ihren Beruf und ihr Sohn Axel ist ein Draufgänger und kann mit Geld gar nicht umgehen.
Er würde alles hinschmeißen und eine Weltreise machen.
So beschließt sie es vorerst geheim zu halten und nur ihren Anwalt einzuweihen. Dieser ist Witwer und gefällt ihr eigentlich ganz gut, wenn er nur nicht immer so zurückhaltend wäre und sie nicht weiß, wie sie bei ihm dran ist.
Mein Kommentar:
Dies ist der erste Band einer Dilogie Mit dem Titel "Millionärin wider Willen" von Brigitte Teufl-Heimhilcher. Aber er hat ein in sich abgeschlossenes Ende, sodass man ihn auch separat sehr gut lesen kann.
Die Autorin hat einen einfachen und klaren Schreibstil und man liest die Geschichte sehr schnell. Das Buch wird aus mehreren verschiedenen Perspektiven erzählt, sodass man die Betrachtungsweise von verschiedenen Personen erfährt, was meiner Meinung nach abwechslungsreich und interessant ist. Man lernt Elena, ihre Tochter Kerstin, sowie ihren Sohn Axel und deren Frau Maren somit recht gut kennen und verstehen. Die Kapitel haben jeweils den Namen der betreffenden Person als Überschrift, die gerade am Erzählen ist. Dadurch ergeben sich keinerlei Verständnisprobleme und man weiß immer, um wem sich die Geschichte gerade dreht.
Die Personen sind nicht allzu tiefgründig beschrieben, man kann sich aber trotzdem ein recht gutes Bild von ihrem Charakter machen.
Die Handlung plätschert einfach so dahin, ohne wirklich einen Spannungsbogen aufzubauen. So erhält man als Leser eine leichte Unterhaltung für Zwischendurch, bei der man nicht viel denken muss, die aber dennoch nett zu lesen ist und für kurzweilige Unterhaltung sorgt.
Es ist ein Roman, der aus dem Leben gegriffen ist und auch jederzeit so passieren könnte. So kann sich der Leser teilweise selbst in der Geschichte wiederfinden, was den Roman sympathisch macht.
Mein Fazit:
Eine nette Unterhaltung für kurzweilige Lesestunden, die allerdings trotzdem neugierig auf den zweiten Band macht.
Ganz liebe Grüße,
Niknak
Rezensionen von niknak:
Eine extrem behütete Kindheit - wie eingesperrt
Millionärin wider Willen - Elenas Geheimnis von Brigitte Teufl-Heimhilcher
Inhalt:
Durch einen selbst verschuldeten Unfall verlieren Florian Burkhardts Eltern ihren jüngsten Sohn. Um mit dem Verlust besser klar zu kommen, zeugen sie einen "Ersatzsohn". Florian wird von Geburt an von allen Gefahren ferngehalten, damit ihm ja nichts passieren kann. Er wird auch so gut es geht von der Außenwelt isoliert, um ja nicht an Drogen oder Alkohol zu kommen.
Es darf zunächst weder Rad fahren, noch gibt es Radio oder Fernsehen. Er möchte gern Kunst studieren, doch das steht nicht am Plan seiner Eltern für seine Zukunft.
Florian sieht nur eine Chance seinem Gefängnis zu entgehen. Er muss, die von seiner Mutter geforderte Ausbildung zum Lehrer abschießen, um mit dem Diplom in der Hand in die Freiheit zu gelangen. Doch das wird ein langer und beschwerlicher Weg.
Zumal er mit der Zeit auch noch erkennt, dass er Homosexuell ist.
Mein Kommentar:
Das Buch ist eine Autobiographie des Autors Florian Burkhardt, indem er versucht seine Kindheit zu verarbeiten und zu erklären wie er zum "Electroboy" wurde. Da sein Leben zuerst verfilmt wurde, und er erst im Anschluss das Buch schhrieb, konnte er somit seine Kindheit besser darstellen.
Seine Geschichte gliedert sich in drei Teile:
Illusion: Hier wird seine Kindheit dargestellt, wie er in die Welt hineinkommt und langsam begreift, dass er im Schutz seiner Mutter gefangen ist. Dieser Abschnitt ist auch in einer etwas einfacheren und kindlicheren Form geschrieben und man hat den Eindruck, dass Florian dies auch in jungen Jahren geschrieben haben könnte.
In Vison und Passion erfährt man einiges mehr über den älteren Florian bis hin zum Erwachsenwerden. Man erfährt als Leser seine Wandlung und wie er versucht mit der Situation umzugehen. Man erkennt seine Gefühle und Gedanken und kann sich gut in seine Lage hineinversetzen. Dies fällt sicher auch leicht, da das Buch in der Ich Perspektive geschrieben ist. Trotzdem wünscht man sich auch, dass manche Szenen ausführlicher beschrieben wären, da man als Leser noch mehr erfahren möchte.
Das Buch beinhaltet viel Tragik und man leidet als Leser richtig mit. Die Gefühle und Emotionen sind teilweise richtig gut beshrieben.
Das Ende fand ich fast ein wenig zu schnell, aber somit bleibt auch Potential für einen Folgeroman. Dies könnt ich mir sehr gut vorstellen und ich denke, dass die Geschichte des Autors auch noch viel dafür hergeben würde.
Mein Fazit:
Eine tolle und sehr emotional beschriebene Kindheit und Jugend, die den Leser nachdenklich zurücklässt und viel Potential für eine Fortsetzung hätte.
Ganz liebe Grüße,
Niknak
Rezensionen von niknak:
Stammesgefährtin - was ist das?
Geliebte der Nacht von Lara Adrian
Inhalt:
Fotografin Gabrielle Maxwell wird Zeugin einer schrecklichen Tat. Mehrere Menschen töten einen Mann auf bestialische Art und Weise. Obwohl sie die gesamte Szene fotografiert hat, glaubte ihr keiner und keiner konnte auf den Bildern etwas entdecken. Keiner bis auf Lucan Throne. Als sie sich besser kennen lernen, wird sie immer tiefer in die Welt von ihm gezogen, bis es kein Entrinnen mehr gibt.
Mein Kommentar:
Lara Adrian hat einen sehr angenehmen Schreibstil. Sie führt einen super schnell und angenehm durch das Buch.
Die Bücher der Reihe sind alle mehr oder weniger in sich abgeschlossen. Dies gefällt mir sehr gut. Es handelt sich bei dieser Geschichte um ein Buch aus der Fantasie Genre mit einigen erotischen Szenen.
Das Buch ist aus verschiedenen Sichten geschrieben. Dabei ist es nicht immer gleicht deutlich, wer jetzt gerade erzählt. Dies finde ich sehr schade, da ich zuerst immer ein wenig brauchte, bis ich wusste wessen Sicht gerade ist.
Das Buch nimmt einige interessante Wendungen, die man am Anfang absolut nicht erwartet hätte. Dadurch hat man während des Lesens immer wieder Wow-Erlebnisse und einige sehr ungläubige Sekunden. Ich konnte total mitfiebern.
Man muss sich bereits im Vorfeld bewusst sein, dass dies keine Friede-Freude-Eierkuchen-Geschichte ist. Sie ist ziemlich düster und dunkel.
Man erfährt ziemlich wenig von Lucan Throne. Seine Vergangenheit bleibt ziemlich im Dunkeln. Das ist schade, da erstens der zweite Teil nicht mehr von Gabrielle und Lucan handelt und zweitens da ich sehr gerne mehr von ihm erfahren hätte.
Die erotischen Szenen waren sehr gefühls- und stillvoll beschrieben. Es gab nicht zu viele, aber auch nicht zu wenig erotische Szenen, sondern genau richtig viele.
Mein Fazit:
Das Buch hat mir recht gut gefunden, der Funke ist bei mir jedoch noch nicht übergesprungen. Es konnte mich nicht sehr fesseln. Dadurch weiß ich noch nicht, ob ich weitere Bücher der Reihe lesen werde.
Ganz liebe Grüße,
Niknak
Rezensionen von yellowdog:
Jenseits aller Afrikaromantik
Der Sandmaler von Henning Mankell
Der Sandmaler ist die Geschichte von Elisabeth und Stefan, zwei junge Schweden, die für 2 Wochen nach Afrika fliegen. Geschildert wird aus Stefans und aus Elisabeths Sicht. Elizabeth empfindet die Reise ambivalent. Sie ist überempfindlich, wo Stefan gelassen bleibt, ihn ereicht so schnell nichts. Überhaupt sind die zwei sehr unterschiedlich, obwohl sie aus der gleichen Gegend kommen, sogar zusammen zur Schule gegangen sind.
Doch Stefan stammt aus reichen Haus, ist entsprechend gepampert und Elisabeth kommt aus einem kleinbürgerlichen Milieu. Detailliert wird in einem relativ flachen Stil geschildert. Henning Mankells Frühwerk hat noch nicht die sprachliche Qualität späterer Afrikaromane wie etwa "Erinnerung an einen schmutzigen Engel".
Aber das habe ich erwartet und meine Leseerwartung von Anfang an darauf eingestellt.
Henning Mankell war ein genauer Beobachter, das merkt man auch in dieser Novelle und kann sich deswegen bald einen Eindruck von Afrika nach Ende der Kolonisierung machen. Krasse Unterschiede zwischen Europa und Afrika werden deutlich, zum Beispiel anhand der Armut und fehlenden Perspektiven, sogar schon für Kinder.
Die Handlung bleibt unspektakulär, konzentriert sich darauf, wie die Protagonisten das Land wahrnehmen und von der Fremdheit irritiert sind.
Gerne möchte Stefan in Afrika eine Eroberung machen und mit einer schwarzen Frau schlafen. Elisabeth hingegen nimmt immerhin die Wirklichkeit jenseits der Reisebroschüren wahr und bemüht sich, die Menschen hier kennenzulernen.
Das zeigt, wie wichtig es ist, zu verstehen und sich weiter zu entwickeln.
Das Buch hat mich beeindruckt. Ich hatte nicht so viel erwartet und bin deswegen sehr zufrieden mit diesem klugen Roman.
Rezensionen von HEYN Leserunde Petra Gutsche:
Absolut Lesenswert
Underground Railroad von Colson Whitehead
Nach anfänglichen Schwierigkeiten beim Lesen (mit den einzelnen Charakteren des ersten Kapitels) wollte ich das Buch ab dem 2. Kapitel nicht mehr aus der Hand legen.
Die spannende Geschichte des Sklavenmädchens Cora und ihre spektakuläre Flucht von der Plantage von Terrance Randall haben mich wirklich tief bewegt.
Cora, der mit Hilfe der Underground Railroad die Flucht von der Baumwollplantage gelungen war musste so viel Schlimmes und Böses erleben. Ihr immer dicht auf den Versen der Sklavenjäger Ridgeway, ein wahrer Sadist der den Zorn und Hass den er gegen Coras Mutter Mabel hegte nun auf Cora übertrug. Eine unfassbar grausame und auch tragische Geschichte die mich wirklich schockiert hat.
Kaum fertig, habe ich zumindest das erste Kapitel nochmals gelesen um auch dieses zur Gänze verstehen zu dürfen.
Literarisch hochwertig mit historischem Hintergrund. Bitte lesen!
Rezensionen von bromer65:
Tolles Kochbuch für heimischen Obst und Gemüse
Mein Gartenkochbuch von Colson Whitehead
"Mein Gartenkochbuch - Saisonale Rezepte querbeet", das ist ein neues Kochbuch aus dem Ulmer Verlag (erschienen im Juni 2017), das sich vor allem heimischem Gemüse, Kräutern und Obst widmet, das problemlos im eigenen Garten wächst. Wobei sich das Buch nicht nur an Kochbegeisterte richtet, die einen eigenen Garten haben, die Produkte erhält man zur passenden Jahreszeit auch auf jedem Markt oder im Laden.
Das Kochbuch ist praktischerweise unterteilt in die vier Jahreszeiten Frühling, Sommer, Herbst und Winter, es gibt zu jeder Jahreszeit eine Vielzahl an verschiedenen Rezepten, die - was ich sehr schön finde - sehr ansprechend fotografiert sind. Mir sind allein schon beim Durchblättern des Buches eine Vielzahl von Rezepten aufgefallen, die mir das Wasser im Mund zusammenlaufen ließen. Die Zubereitung wird Schritt für Schritt beschrieben, einzig Zeitangaben und Nährwerte fehlen, was vielleicht den einen oder anderen Koch stören wird.
Das Kochbuch richtet sich an alle, die gern saisonal kochen möchten und regionale Zutaten verwenden wollen. Fleischliebhaber werden ebenso fündig wie Vegetarier, für Veganer ist das Buch nicht gedacht. "Exotische" Zutaten werden in diesem Buch nicht verwendet, was ich sehr angenehm finde, denn nicht immer findet man diese problemlos.
Abgerundet werden die Rezepte auch oft von Tipps, welche Vitamine z. B. in einem Gemüse enthalten sind oder Gesundheitstipps zu Cholesterin, Blutdruck etc.
Was ich auch sehr schön finde, sind Tipps für Dekoration, grad bei Kindern isst ja auch das Auge mit, und mit Radieschenmäuschen oder einem Paprika-Oktopus kann man seinen Kids Gemüse schmackhaft machen.
Abgerundet wird das Gartenkochbuch mit Tipps für den eigenen Garten, wobei die Rezepte den Großteil des Buches ausmachen, aber Ideen fürs Anlegen von Hochbeeten, Frühbeeten, Pilzzucht... finde ich sehr interessant und regen die Lust aufs Gärtnern an.
Eine Übersicht über die Erntezeiten von Kräutern, Gemüse und Obst ist ebenso vorhanden wie ein Inhaltsverzeichnis (nach Jahreszeiten) und ein Register, wo man nach einzelnen Zutaten suchen kann.
Für mich ein sehr empfehlenswertes Kochbuch, dem ich gerne 5 Sterne gebe. Es wird nicht das letzte Buch aus dem Ulmer Verlag bleiben!
Rezensionen von buchina:
Ein realistischer Roman
Heimkehren von Yaa Gyasi
Diese Familiengeschichte über eine Vielzahl von Generationen hat mich zu Tränen gerührt, wütend und fassungslos gemacht und auch ein wenig enttäuscht.
Der Roman beginnt mit der Geschichte der Halbschwestern Effia und Esi, geboren in Westafrika im 18 Jh., wissen sie nichts voneinander und haben völlig verschiedene Leben.
Effia heiratet ein Europäer und lebt zwischen dem Dorfleben ihrer Eltern und dem europäischen Kolonialleben in Westafrika. Esi wird dagegen als Sklavin nach Amerika verkauft. Das Buch erzählt nun die Geschichte ihrer Nachfahren in Afrika und Amerika. Wobei die Autorin sich bei mehreren Nachkommen immer eine Person herauspickt. Anhand dieser Schicksale beschreibt sie die Entwicklungen der schwarzen Gesellschaft im späteren Ghana und der USA. Man erfährt viel über die Welt der Sklaven, ihre Freiheit, die sie nicht wirklich frei machte. Aber auch die Welt ihrer Herkunft Westafrika werden nicht vergessen, der Kampf und die Zusammenarbeit vor allem der Asante (Ethnie) mit den Koloniallisten. Besonders diesen Erzählstrang empfand ich als eine Besonderheit, denn bei dem Thema Sklaverei wird sich häufig nur auf die USA konzentriert. Die Autorin möchte aber ein großes Gesamtbild liefern, was ihr auch gut gelingt. Dadurch, dass ein langer Zeitraum und zwei große Handlungsorte Platz im Roman finden müssen, werden die Einzelschicksale gestrafft erzählt. Meist wird nur ein Teil des Lebens ausführlicher erzählt. Und das ist für mich auch der einzige Kritikpunkt des Romans. Denn gerade als ich mich in die Welt des jeweiligen Protagonisten eingelesen hatte, musste ich ihn schon wieder verlassen. Teilweise erfährt man vom Nachfahren noch etwas über das weitere Leben des vorhergehenden. Dennoch hatte ich oft das Gefühl, es fehlt etwas. Mich hätte es nicht gestört, wenn der Roman dadurch mindestens doppelt so lang geworden wäre. Die beschriebenen Schicksale sind so spannend, das hätte sicherlich funktioniert.
Trotzdem der Roman ist großartig geschrieben, ich war jedes Mal dort, ob im Asantedorf oder auf der Baumwollplantage. Ich habe mitgelitten und das ist manchmal richtig hart, denn Yaa Gyasi beschönigt nichts. Die Brutalität des Sklavenhandels ist so unfassbar, dass ich manchmal eine Pause beim Lesen brauchte.
Den Roman möchte ich sehr weiterempfehlen, denn er zeigt ein realistisches Bild der afrikanischen Bevölkerung nicht nur in den USA, sondern auch in Afrika. Gleichzeitig ist es eine spannende Familiengeschichte, die mich gefesselt hat. Nur insgesamt hätte ich mir ein längeres Verbleiben bei den einzelnen Schicksalen gewünscht.
Rezensionen von Vicky:
Kommt Zeit, kommt Rat!
Heimkehren von Yaa Gyasi
Das Cover ist dezent und einfach gehalten aber dennoch sehr ansprechend, es erinnert mich etwas an einen Comic bzw. einen Zeichentrick ? finde ich irgendwie süß :-) Die Inhaltsangabe macht Lust auf die Geschichte und beides zusammen betrachtet verspricht einem gefühlvollen Roman.
Jedes Kapitel ist mit einer Datumsangabe versehen, wodurch man sich leicht in der Geschichte zu Recht findet.
Der Roman spielt zwischen Ende Dezember und Anfang Jänner.
Der Einstieg mit Martin ist irgendwie sehr traurig. Man lernt ihn kennen und erfährt Andeutungen zu seinem bisherigen Leben. Die genauen Begebenheiten erkundet man allerdings erst nach und nach und lernt ihn so immer besser kennen.
Es geht dann abwechselnd zwischen ihm und Alexandra, der anderen Hauptfigur weiter. Alexandra erscheint mir im Gegensatz zu Martin, distanziert, abweisend und eher gefühlslos (anstatt gefühlsbetont wie Martin) zu sein. Dieser Eindruck verschwindet erst mit der Zeit (dazu sind allerdings eine Seiten bzw. Kapitel notwendig) wenn man Alexandra im Laufe der Erzählung besser kennen lernt.
Martha, Alexandras Mutter, musste ich ins Herz schließen - sie war schlicht und ergreifend herrlich :-)
Fazit: Monika Maifeld hat einen Roman mit vielen Emotionen und zwei starken Hauptfiguren geschaffen. Außerdem finde ich Luxemburg mit Schneefall zu Weihnachten als Handlungsort mal eine gelungene Abwechslung. Die Geschichte um Alexandra und Martin ließ mich zwischendurch an ein modernes Märchen denken. Allerdings waren mir einige Szenen zu langatmig und obwohl mich der Roman gefesselt hat wollte der 'richtige' Funken leider auch bis zum Ende nicht ganz überspringen weswegen ich einen Stern abziehen muss.
Rezensionen von LadyIceTea:
Eine Flucht ins Leben
Manchmal musst du einfach leben von Forman Gayle
Maribeth ist Mutter von Zwillingen und hat einen zeitaufreibenden Job. Täglich arbeitet sie mehr als sie muss und auch, dass ihre eigentlich beste Freundin ihre Chefin ist, macht es nicht besser. Dazu versucht sie für die Zwillinge die perfekte Mutter zu sein. Unterstützung von ihrem Mann bekommt sie wenig.
Aber sie will ihn ja auch nicht zu sehr belasten.
Maribeth ist so gestresst, dass sie ihren Herzinfarkt glatt verpasst. Als sie dann aber eine Notoperation am Herzen hat, ist der Schreck groß. Wieder Zuhause angekommen, sollte sie sich eigentlich ausruhen aber bald holt der Alltag sie ein und Maribeth gelingt es nicht, wieder zu Kräften zu kommen. Sie trifft eine unglaubliche Entscheidung: Sie packt eine kleine Tasche und geht.
Ich mag den Schreibstil von Gayle Forman unsagbar gerne. Und auch in ?Manchmal musst du einfach leben? zeigt sie sich wieder von ihrer besten Seite.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen, obwohl es nicht mein Lieblingsbuch von ihr wird.
Maribeth als Hauptfigur fand ich super gewählt und beschrieben. Spätestens von dem Zeitpunkt an, als sie Zuhause war und Jason ihr wieder alles aufhalst, konnte ich nicht anders als nur noch mit ihr mitzufühlen. Ich konnte mir ihre Angst und ihre Verzweiflung wirklich greifbar vorstellen.
Ihren Schritt, einfach zu gehen, fand ich sehr mutig und richtig. Jedoch muss ich sagen, fand ich Maribeth? Vermissen der Zwillinge etwas zu gering. Ich kann mir zwar vorstellen, dass sie ihren Mann nicht besonders vermisst und auch nicht die ganze Arbeit verbunden mit den Zwillingen aber ich hätte pausenlosen geheult aus schlechtem Gewissen gegenüber den Kindern oder weil ich sie vermisse.
Ich fand es schön mitanzusehen, wie Maribeth in ihrer Zufluchtsheimat wieder ins Leben findet, neue Freundschaften schließt und wieder lernt, das Leben zu leben anstatt einfach nur hindurch zu hetzen.
Auch die abschließenden Szenen mit Jason haben gut ins Buch gepasst und haben mir gefallen. Sie haben mich mit Jason versöhnlich gestimmt.
Die einzigen Dinge die mir nicht so gut gefallen haben, sind ein paar offene Fragen am Ende Buches und dass es manchmal doch etwas hingeplätschert ist in Maribeth neuem Leben, wenn es auch nicht langweilig war.
Alles in allem hat mir das Buch aber gut gefallen. Ich kann es für entspannte Abendstunden nur empfehlen.
Rezensionen von manu63:
Leichte Romanze
Manchmal musst du einfach leben von Forman Gayle
Schwarze Ritter küsst man nicht ist eine leichte Liebesgeschichte der Autorin Susanne Keil. Angesiedelt ist sie im Jahr 1104 und spielt in der Champagne. Hadelinde ist vor ihrem Schicksal geflohen und verkleidet sich als Junge, um unbehelligter reisen zu können. Durch vertrackte Umstände sieht sie sich plötzlich an der Seite des dunklen Ritters Jérôme de Montdragon als Knappe wieder.
Trotz seiner Abneigung gegen Frauen erobert er Hadelindes Herz im Sturm, ohne zu ahnen das sein Knappe Kitt eigentlich eine junge Frau ist. Es wird für Hadelinde immer schwieriger ihm die Wahrheit zu offenbaren, aber das Schicksal nimmt seinen Lauf. Das Buch erschien bereits unter dem Titel Wie der Teufel und das Weihwasser und wurde neu überarbeitet sowie in eine Dilogie geteilt. Der zweite Teil trägt den Titel Schwarze Ritter küsst man doch.
Der Autorin ist eine leichte Liebesgeschichte in historischem Umfeld gelungen, die sich leicht und flüssig lesen lässt. Aus der Perspektive von Hadelinde erlebt man alles hautnah und ich konnte mich gut in Hadelindes Gedankenwelt einfinden. Die Dialoge zwischen Hadelinde und Jérôme sind munter und zum Teil mit einer Prise Humor versehen. Obwohl alles im Jahr 1104 spielt, wird kaum auf die Historie eingegangen. Eher dient die Historie der Geschichte, weil es zur damaligen Zeit für Frauen nicht so einfach war sich in einer Männerwelt zu behaupten. Wer eine groß angelegte Liebesgeschichte im historischen Rahmen erwartet, den wird dieses Buch enttäuschen. Als leichte Kost zur Entspannung ist das Buch jedoch gerade richtig. Die Personen handeln ziemlich gradlinig, es gibt Böse und Gute und die Liebe kommt auch zum Zug.








