Icon Kontrast wechseln
Logo Bücher Stierle Kelten

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von susanne.pichler@gmx.at:

voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternnicht ausgefüllter Stern mit grünen Rand

Die Magie Londons

Vier Farben der Magie von V. E. Schwab

Die Stadt London gibt es vier Mal.

In der Weltenwanderer-Trilogie von V.E. Schwab existieren vier Welten, die durch magische Portale miteinander verbunden waren, bis diese vor vielen Jahrhunderten verschlossen wurden. In jeder der vier Welten gibt es eine Stadt London. Doch bei diesem Namen hören die Gemeinsamkeiten auch schon auf.

Das graue London entspricht unserem London zu Beginn des 19. Jahrhunderts; das weiße London ist geprägt von Krieg, Kämpfen und Blut. Das schwarze London ist untergegangen und nur das rote London ist eine blühende Stadt voller Lebensfreude, Glück und Magie. Im roten London ist Magie Teil des täglichen Lebens, pulsierend und alles durchdringend.
Nur den Antari, besonders mächtigen Magiern, ist es möglich, die Grenzen der Welten zu überschreiten. Kell, ein Antari aus dem roten London ist einer jener Weltenwanderer. Die Antari sind Boten zwischen den Königen, doch ist es ihnen strengstens untersagt, Gegenstände von einem ins andere London mitzunehmen. Gerade dies ist aber Kells geheime Passion. Er sammelt Alltagsgegenstände, Kuriositäten aus den drei Städten. So faszinieren ihn die kleinen Spieluhren des grauen Londons, die gänzlich ohne Magie ihren Zauber für den Betrachter entfalten. Als er eher widerwillig einen Gegenstand, einen schwarzen Stein, aus dem weißen London ins rote London mitnimmt, bringt er beinahe das empfindliche Gleichgewicht zwischen den Welten in Gefahr und setzt das rote London dem Untergang aus. Kells einzige Möglichkeit, seinen Fehler wieder gutzumachen, ist, den Stein, ein mächtiges magisches Artefakt, im schwarzen London zu zerstören.
Auf der Flucht vor seinen Verfolgern trifft er im grauen London Lila Bard, eine Diebin und Überlebenskünstlerin. Obwohl der Anfang ihrer Bekanntschaft mehr als holprig verläuft, erweist sich Lila als unersetzliche Verbündete. Gemeinsam setzen sie sich den Mächten des Bösen entgegen. Und Lila, obwohl im gänzlich unmagischen trist-grauen London geboren, schafft es gemeinsam mit Kell, zwischen den Welten zu reisen.

V.E. Schwab hat mit "Vier Farben der Magie" eine herrliche Fantasy-Welt erschaffen. Der Grundgedanke, dass es London viermal und in gänzlich anderen Formen gibt, war für mich entscheidend, dieses Buch zu lesen. Die vier Welten sind, obwohl man nur drei davon kennenlernt, sehr gut herausgearbeitet. Mich persönlich hätte auch ein Besuch Kells im schwarzen London gereizt. V.E. Schwab spielt mit den verschiedenen Ausprägungen der Magie, wie auch mit ihrem Fehlen im grauen London.
Ihre Hauptfiguren, Kell und Lila, sind alles andere als perfekt. Ihre guten wie auch ihre schlechten Eigenschaften halten sich meist die Waage und nur manchmal schlägt das Pendel in die eine oder andere Richtung aus.
Die Geschichte, die Handlung und die Personen sind meiner Meinung nach wunderbar gelungen. Mir fehlt nur eines und das betrifft die Sprache selbst. Es fehlt immer wieder die Leichtigkeit des Erzählens, der Esprit oder die Magie der Sprache.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von susanne.pichler@gmx.at
Die Magie Londons

Rezensionen von AngiF:

voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Stern

Nachlassverwalterin Kristina Mahlo auf neuen Spuren

Das böse Kind von Sabine Kornbichler

Die Nachlassverwalterin Kristina, genannt Kris, Mahlo versucht eventuelle Erben in ihrem neuesten Fall ausfindig zu machen. Doch die Umstände des Todes der jungen Frau, die panikartig ihre Wohnung verlassen hat und dann geradezu vor ein Auto rennt, geben Kris Rätsel auf. Um sicher zu sein, dass es sich hier nicht um ein Verbrechen handelt, beginnt sie auf eigene Faust nachzuforschen.

Schnell gerät sie immer tiefer hinein und wird ebenfalls bedroht. Aber sie braucht Beweise, bevor sie zur Polizei gehen kann … Unterstützung bekommt sie von ihrem Freund, Privatdetektiv Martin.

Die Angst liegt beim Lesen stets in der Luft, geradezu atemlos macht mich das neueste Buch der Autorin Sabine Kornbichler. Für mich handelt sich hierbei um einen Krimi mit Thriller-Elementen. Der Spannungsbogen ist konstant hoch und fest gehalten, eine enorme Anspannung hält sich das gesamte Buch hindurch. Die möglichen Täter geraten in den Fokus, nur um dann wieder zu entschwinden und der Nächste rückt in den Mittelpunkt der Ermittlungen, schön und eindrucksvoll gelöst von der Autorin. Der wahre Täter bleibt lange im Verborgenen, auch wenn er ständig agiert. Die Charaktere sind allesamt eindrucksvoll und tief, die Figuren um Kristina Mahlo herum und natürlich sie selbst sind durch die Bank liebenswert und ich kann gut mit ihnen mitfiebern. Während
die Figuren um den Fall selbst undurchsichtig sind, dennoch stark gezeichnet und zuweilen recht unsympathisch, jedoch alle zusammen bilden das perfekte Gebilde. Mein heimlicher Held ist allerdings Alfred, um wen es sich bei ihm handelt – findet es selbst heraus!

Selbstverständlich vergebe ich hier die volle Punktzahl, nämlich fünf von fünf möglichen Sternen und empfehle das Buch absolut weiter. Ein brillant verfasster Kriminalroman, der mir schlaflose Nächte bereitet hat, denn die Dramatik ist rekordverdächtig hoch. Gerade der anspruchsvolle Krimi-Leser wird begeistert sein! Der vorliegende Band ist bereits der dritte in der Kristina-Mahlo-Reihe, kann aber auch von Neueinsteigern in die Serie gut verstanden werden.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von AngiF
Nachlassverwalterin Kristina Mahlo auf neuen Spuren

Rezensionen von heinoko:

voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternnicht ausgefüllter Stern mit grünen Rand

Rabentrauer und Drachenpech

Das böse Kind von Sabine Kornbichler


Ein Roman, der mich verzaubert und berührt hat.
Miriam funktioniert in ihrem Beruf als Journalistin für eine Hamburger Frauenzeitschrift und sie funktioniert als Mutter ihres kleinen Sohnes Max, aber in ihr sitzt unverarbeitete tiefe, tiefe Trauer um ihren Mann Gregor, der vor 2 Jahren in Ausübung seiner Tätigkeit als Fotograf in einem Krisengebiet erschossen worden war.

Wir begleiten Miriam bei ihren Vorbereitungen zur Verleihung eines Preises, bei dem es um Zivilcourage geht. Stifterin ist Dorothea Sartorius, zurückgezogen lebende reiche Reeders-Witwe, die sich vielseitig sozial engagiert. Aber es gibt auch einen verschwiegenen Teil politischer Vergangenheit im Leben dieser Frau, und Miriam wird durch allerlei Zufälle auf deren terroristische Vergangenheit gestoßen.
Der klare, schnörkellose Schreibstil gefällt mir gut. Genauso klar wie die Sprache ist die Protagonistin selbst, in ihrem Schmerz ebenso wie in ihrer Profession. Überhaupt sind alle im Buch vorkommenden Menschen sehr farbig, lebendig und plastisch beschrieben. Ein besonders intensives Lesegefühl entstand bei mir immer dann, wenn Miriam ihrer Trauer begegnet. Gerade die leisen, gefühlvollen Stellen sind meiner Meinung nach die Stärken des Buches. Die Geschichte selbst ist an einigen Stellen leider unglaubwürdig, da zu viele Zufälle die Geschichte voranbringen sollen. Auch lässt mich der oberflächlich behandelte politische Hintergrund aus jüngster deutscher Vergangenheit in der hier im Buch dargestellten Art und Weise völlig kalt. Da aber die berührende Seite des Buches überwiegt, spreche ich eine uneingeschränkte Leseempfehlung aus.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von heinoko
Nachlassverwalterin Kristina Mahlo auf neuen Spuren

Rezensionen von Vicky:

voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternnicht ausgefüllter Stern mit grünen Randnicht ausgefüllter Stern mit grünen Rand

Wir hauchen die Lügen, wir stottern die Wahrheit.

Snow von Sabine Kornbichler


Snow verfügt über ein sehr schönes Cover, das Bild sowie die Gestaltung passen ganz ausgezeichnet zum Titel.

In der 'Buchinfo' kann man sich bereits einen kurzen aber recht guten Eindruck vom Buch holen.

'Die Prophezeiung von Feuer und Eis' ist der erste Teil der Snow-Reihe und umfasst vierundvierzig Kapitel.

Danielle Page hat einen angenehmen Schreibstil, durch diesen und die recht kurzen Kapitel kommt man beim Lesen auch schnell voran. Gut gefallen haben mir außerdem die Ornamente (welche am O vom Titelbild angelehnt sind) vor jedem Kapitel, diese haben mich zeitweise an Schneeflocken bzw. Eisblumen erinnert.

Von der Geschichte selbst bin ich leider nicht zu hundert Prozent überzeugt. Leider, denn ich finde die Idee hat definitiv Potenzial. Aber vielleicht hatte ich mir nach der Inhaltsangabe auch zu viel versprochen. Meine Erwartungen wurden nicht direkt zerstört aber erfüllt wurden sie leider auch nicht ganz. Irgendwie waren mir Snows Erlebnisse zu undurchdacht bzw. zu sprunghaft, mal ist sie dort dann wieder dort und immer wieder vertraut sie unbekannten, neuen Personen (fast) blind. Deswegen muss ich zwei Sterne abziehen.

Fazit: Eine ganz solide Geschichte mit einigen Schwächen. Aber an und für sich ein guter Start einer neuen Jugendreihe die es sich bestimmt lohnt im Auge zu behalten. Außerdem auf jeden Fall für alle Fans von Narnia geeignet.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Vicky
Wir hauchen die Lügen, wir stottern die Wahrheit.

Rezensionen von yesterday:

voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternnicht ausgefüllter Stern mit grünen Rand

Eine beklemmende, nicht allzu weit entfernte Zukunft

Die Lieferantin von Zoë Beck

Ein „Was wäre, wenn….“ der besonderen Art bietet dieser Thriller von Zoё Beck. Für ein packendes Buch genau das richtige, hoffe ich dennoch nicht, dass die Entwicklungen so vorangehen wie hier.

Was wäre, wenn Großbritannien letztendlich aus der EU ausgetreten ist, sich dann den Baustellen im Inland widmet und dabei ein verschärftes Drogengesetz beschlossen werden soll, das Konsumenten wie Suchgiftgegner auf die Straßen treibt und die halbe Unterwelt Londons auf den Plan ruft? Letztere befürchten massive Verdiensteinbußen und wissen sich nur auf „ihre Art“ zu wehren.

Dazu gesellen sich Nationalisten, die den harten Regierungskurs nicht hart genug finden und alles „nicht-britische“ loswerden wollen, notfalls ebenso mit Gewalt.

Zwischen die Fronten geraten dabei naturgemäß auch Unschuldige. Und solche, die es gerne von sich glauben wollen. Wie Ellie, die mit ihrem unkonventionellen Drogen-Onlineshop auch die höchsten Kreise Londons beliefert. Eine perfekte Ausgangsbasis für eine Art britischen Mafia-Krimi, wobei aufgrund der Spannung sogar der so wunderbare schwarze Humor eigentlich zu kurz kommt.

Mehr sei nicht verraten, ich kann jedem Fan der Spannungsliteratur raten, sich selbst von der eigenartig beklemmend-faszinierenden, aufgewiegelten „After-Brexit-Stimmung“ gefangennehmen zu lassen. Und als man gegen Ende schon dem erwarteten Knalleffekt entgegenfiebert und dann doch (fast) alles anders kommt, schwingt die Autorin ebenso überraschend die „Moralkeule“. Hochmut kommt vor dem Fall - eindrucksvoll zeichnet Beck das Bild eines Menschen, der immer stärker seine Prinzipien verrät, schändliche Taten mit abstrusen Theorien rechtfertigt und schließlich die unausweichliche Bruchlandung begeht. Alles Fiktion? Hoffentlich.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von yesterday
Eine beklemmende, nicht allzu weit entfernte Zukunft

Rezensionen von Nepomurks:

voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Stern

Das, was Glück ausmacht...

Die Lieferantin von Zoë Beck

Angela Krumpen trifft mit ihrem Buch „Unser Inselleben“ wohl unerwartet einen Nerv der Zeit. Sie, die vor vielen Jahren eher zufällig auf ein Urlaubsziel traf, das manchen abschrecken würde, erzählt hier von „ihrer Insel“ in der irischen See: Illauntannig. Sie erzählt von Freiheit, vom Loslassen und von der Muße.

Und man kauft ihr die Liebe zu ihrer Insel sofort ab, möchte im Grunde selbst gleich los und das kleine Einod entdecken.

Obwohl die Autorin mit ihrem Buch sehr persönliche und private Eindrücke und Erlebnisse schildert, liest es sich unglaublich ergreifend und beinahe spannend. Man taucht durch den sehr eingängigen Schreibstil ab in die Welt von Illauntnnig und fühlt sich irgendwann gar nicht mehr fremd. Bob, der Fischer, dem die Insel gehört, der sich für die Versorgung der Gäste verantwortlich zeichnet und ein waschechter Ire ist, wirkt mehr und mehr vertraut. Die Insel, auf der nur 1 einziges Haus steht: man kann sie sich gut vorstellen und spürt zudem beinahe die Wellen, die sich dort an der Küste brechen und riecht das Salz des Meeres. Die einzelnen Geschichten sind unglaublich gut zu lesen und an Emotion oder gar Identifikation mangelt es hier beim Lesen nicht. Angela Krumpen versteht es, ihre Erzählungen derart zu transportieren, dass man sich zum Ende hin beinahe „eingelullt“ fühlt, aber wohlig.
Auf mich wirkten nur 2 oder 3 Passagen fast ein wenig zu kitschig oder ‚esoterisch‘. Möglicherweise hat die Autorin den Bogen an diesen kurzen Stellen dann doch noch ein wenig überspannt. Aber im Gesamten fällt es wiederum nicht auf, ganz im Gegenteil. Die Schilderungen und Empfindungen wirken einfach durchweg sehr authentisch und ehrlich. Zum Beispiel die Freiheit, die die Autorin durch den zwangsläufigen Verzicht auf jegliche „Luxusgüter“ auf dieser kargen, einsamen Insel erlebt(e). Was braucht der Mensch schon zum Leben? Die Ruhe, die einsetzt und ggf. nur durch Vögel und Schafe oder Sturm „gestört“ wird (naja, und scheinbar neuerdings auch von manchem Sportler vor der Küste Illauntannigs). Oder schlichtweg das Erleben einer Muße, die wir hier schön beschrieben wird, nicht die Zeit der Erholung ist sondern erst im Anschluss daran anknüpft und beginnt. Nach den ausführlichen Erzählungen der Autorin könnte man sagen, dass Illauntannig wohl ein (wie es heute heißt) Sehnsuchtsort für viele Menschen sein dürfte. Angela Krumpen jedenfalls hat sehr eindrücklich geschildert, wie viel dem Menschen doch ein solch wertvoller Platz wie diese, bzw. „ihre Insel“ im Leben bedeuten kann. Glück, ganz einfach!

Das Buch ist jedenfalls absolut lesenswert und ich kann es definitiv nur weiterempfehlen! Ein wunderbares kleines Einmaleins des „Abtauchens“ mit diversen Bildern. 5 Sterne.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Nepomurks
Eine beklemmende, nicht allzu weit entfernte Zukunft

Rezensionen von CanYouSeeMe:

voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternnicht ausgefüllter Stern mit grünen Rand

Der Vater, der vom Himmel fiel

Die Lieferantin von Zoë Beck

Schon der Klappentext verspricht einen außergewöhnlichen Familienroman mit einer guten Portion Humor. Der Schreibstil gefällt mir außerordentlich gut, er lässt sich gut und flüssig lesen, er hat einen besonderen Witz, wie schon im Klappentext angekündigt.
Die Charaktere konnten mich jedoch nicht so begeistern.

Die beiden Brüder Billy und Greg könnten unterschiedlicher nicht sein, beide waren jedoch für meinen Geschmack zu vorhersehbar gestaltet. Jeder Charakter in diesem Buch hat eine Macke, wie es menschlicher nicht sein könnte. Aber viel mehr war dann nicht zu holen, ich habe ein bisschen mehr Facettenreichtum erwartet. Insgesamt sind die Charaktere allesamt sehr humorvoll beschrieben und sie sind durchaus liebenswert (nun gut, bis auf Billys Frau Jean…) aber für mich nicht sehr authentisch.
Die Handlung ist auch von dem alles begleitenden Witz geprägt, ich musste oft schmunzeln und habe mich gut unterhalten gefühlt. Insgesamt war der Ablauf jedoch recht vorhersehbar, an einigen Stellen wurde ich jedoch überrascht. Die Handlungen einiger Charaktere waren für mich jedoch wenig nachvollziehbar. Trotz der eher humorvollen und flapsigen Ausgangslage des Buches verstecken sich auf den Seiten viele Aussagen, die mich zum Nachdenken angeregt haben.
Insgesamt ist ‚Der Vater, der vom Himmel fiel‘ ein humorvoller Roman, der gut unterhält uns es dennoch schafft einen nachdenklich zu stimmen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von CanYouSeeMe
Eine beklemmende, nicht allzu weit entfernte Zukunft

Rezensionen von B?cherwurm78:

voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Stern

Die Vergangenheit ruht nicht

Kreuzschnitt von Øistein Borge

Der Prolog des Buches erzählt davon, wie jemand die Frau und Tochter von Bogart Bull (dem Kommissar um den es in diesem Buch geht) als Geisterfahrer mit dem Auto umbringt. Wie man ein paar Seiten später erfährt, war dieser Jemand Richard Torp, den er vor über 3 Jahren hinter Gitter gebracht hat und sich dieser nun an Bull gerächt hat.

Bull verlor sich daraufhin in Alkohol und wird jetzt, nunmehr „trocken“ als norwegischer Ermittler bei Europol eingesetzt.
Nur ein paar Tage später wird ein schwerreicher norwegischer Unternehmer, Axel Krogh, in seiner Villa in Südfrankreich ermordet. Der Täter unterhält sich vor dem Mord noch mit Krogh und teilt ihm mit, dass er etwas Bestimmtes aus dessen Villa mitnehmen möchte. Was ist das und wer ist der Täter? Hat er ein Motiv?


Dieser Kriminalroman hat mir sehr gut gefallen. Der Schreibstil von Borge gefällt mir sehr gut. Gute, präzise Beschreibungen, ohne zu sehr ins Detail zu gehen. Es ist flüssig geschrieben, keine faden oder langatmigen Passagen im Text. Mit den ersten Seiten wird gleich Spannung und Neugier geweckt, so dass man unbedingt weiterlesen möchte. Die Spannung bleibt auch das ganze Buch lang erhalten. Mir gefallen die „2 Gesichter“ des Buches sehr gut. Auf der einen Seite die Geschichte um den Kommissar Bogart Bull, der seine Frau und Kind verloren hat. Hier ist sehr gut und einfühlsam beschrieben wie er mit der Vergangenheit kämpft und versucht doch wieder ins Leben zurückzufinden. Auf der anderen Seite natürlich der Mordfall. Hier wird der Leser auch auf eine Reise in die Vergangenheit mitgenommen, die in den frühen Jahren des 20. Jahrhunderts beginnt und dann vor allem in der Zeit des 2. Weltkrieges spielt. Mir hat diese Verknüpfung des Hintergrundes mit dem Mordfall an Axel Krogh gut gefallen, es ist gut umgesetzt und auch schlüssig.

Fazit: Oisten Borge hat es geschafft, mich als Leser sowohl durch Spannung als auch durch eine emotionale Seite an das Buch zu fesseln. Ich freue mich schon auf einen neuen Fall für Bogart Bull.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von B?cherwurm78
Die Vergangenheit ruht nicht

Rezensionen von Gaby 2707:

voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternnicht ausgefüllter Stern mit grünen Rand

"Wer ist Elisabeth"

Kreuzschnitt von Øistein Borge

Miriam Raven lebt mit ihrem 5-jährigen Sohn Max in Hamburg-St. Georg. Seit ihr Mann, der als Fotojournalist im gleichen Verlag arbeitete wie sie, vor 2 Jahren bei einem Auslandseinsatz ums Leben gekommen ist und sie daraufhin ihr Baby verloren hat, kümmert sie sich nur noch um Max und ihre neue Arbeit bei der Frauenzeitschrift Anabel.

Sie bekommt wie so oft in den letzten Tagen einen Stapel Post. In den großen Umschlägen sind Bewerbungen für den mit € 25.000,00 dotierten „Preis für Zivilcourage“, den die „Lady mit dem Löwenherzen“, wie die verwitwete Reederswitwe Dorothea Sartorius von den Hamburgern genannt wird, ausgelobt hat und der im Mai im Schauspielhaus übergeben werden soll. Diesmal ist aber noch ein anderer Umschlag mit dabei. Reinweiß, ohne Absender mit einem einzigen Satz auf einem weißen Blatt Papier „Fragen Sie Dorothea nach Marguerite!“ Unterschrift Elisabeth. Miriam, die diese Briefe ab jetzt jeden Tag erhält, versucht sie zunächst zu ignorieren. Aber als der 14 Brief kommt, beginnt sie zu recherchieren. Bei einem Interview mit der Mäzenin spricht sie sie auf diese Briefe an. Der einzige Kommentar von Frau Sartorius: Fragen Sie Elisabeth – Elisabeth Manzel.
Bei einem Besuch in einem Kloster an der Schlei kommt sie dem Geheimnis und einem Drachenbauer Bo sehr nahe.

Miriam war mir von Anfang an sehr sympathisch. Ein paar Tage bevor der Todestag ihres Mannes sich zum 2. mal jährt, kämpft sie wie so oft mit ihrer Trauer, die für sie nicht weniger zu werden scheint. Bei ihr ist es ein schwarzer Rabe, der unter ihrem Rippenbogen sein Unwesen treibt. Ich denke, jeder, der eine solche Zeit schon mitgemacht hat, kann sich sehr gut in die junge Frau hineinversetzen. Auch ihre Schuldgefühle, die der Rabe aufrüttelt, wenn sie beginnt sich etwas Neuem zuzuwenden, ist sehr anschaulich beschrieben. Ebenso wird die Trauer ihres kleinen Sohnes Max stark thematisiert und wie Miriam versucht mit seinen Wutausbrüchen klarzukommen und umzugehen. Ich hab den Knirps sofort in mein Herz geschlossen.

Katrin Burseg hat einen Schreib- und Erzählstil, der es mir schwer gemacht hat, das Buch aus der Hand zu legen. Sie wertet nicht, was ich sehr gut finde. Ich kann mir mein Urteil über die Personen und ihr Handeln selbst bilden. Ich denke, dies ist ein Buch bei dem man über Einiges sehr gut diskutieren kann.

Vielleicht sollte man sich, bevor man an diese Lektüre geht, mit den politischen Hintergründen in Deutschland in den 70er Jahren, dem RAF-Terror und dem sogenannten Deutschen Herbst vertraut machen. Es wird zwar auf einiges eingegangen, aber ich war froh, dass ich doch ein Grundwissen über diese Zeit hatte.

Das Geheimnis, das sich um die Reederswitwe rankt, bringt in die Geschichte eine gewisse Spannung, die ich als sehr angenehm empfunden habe. Ganz langsam kommt Miriam dem Ganzen auf die Spur – und ich bin mittendrin und voll dabei. Dabei stellt sich auch mir die Frage: Liegt die Wahrheit wirklich nur im Auge des Betrachters? Und gibt es wirklich so viele Zufälle, wie sie sich hier häufen?

Eine sehr berührende Geschichte über Trauerbewältigung, Neuanfang, Schuldgefühle und den Mut auch im Nachhinein zu seiner Vergangenheit zu stehen. Ein Roman, den ich sehr gerne gelesen habe.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Gaby 2707
Die Vergangenheit ruht nicht

Rezensionen von AngiF:

voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Stern

Unruhen

Scherbennacht von Nicole Neubauer

Ein Polizistenmord erschüttert München. Auf einem ehemaligen Sportplatz, nun Schuttabladeplatz einer Baufirma, wird Kriminalhauptkommissar Leo Thalhammer aufgefunden, hingerichtet mit einem Kopfschuss. Die Zeugin, die den Toten findet, ist ausgerechnet Sandra Benkow genannt Sunny, Polizeiobermeisterin bei der Eliteeinheit Unterstützungskommando Bayern.

Sie verschweigt den ermittelnden Beamten jedoch, dass sie dort mit einem ihrer Kollegen verabredet war. Keine leichte Aufgabe für das Team rund um den Ersten Hauptkommissar Michael Waechter. Nicht genug, dass Kriminaldirektor Zöller wegen des Drucks aus Öffentlichkeit, Presse und Politik den noch immer krankgeschriebenen Hannes Brandl in den Dienst zurück beordert, nein, sie stoßen während ihrer Ermittlungen immer wieder auf Blockaden von Seiten der Zeugen und auch die anderen Polizeibeamten geben nicht gerade bereitwillig Auskunft. Besonders schwer hat es jedoch Hannes, der schwer traumatisiert ist seit seinem letzten Einsatz vor einem halben Jahr; Panikattacken erschüttern ihn immer wieder, diese versucht er jedoch vor allen sogar vor seiner schwangeren Frau Jonna zu verheimlichen.

Auch in diesem dritten Band der Serie um das Team von KHK Waechter faszinieren mich die Charaktere, wirklich jeder hat sein eigenes Päckchen zu tragen und doch arbeiten sie alle höchst professionell und unerbittlich. Meine Lieblinge sind ganz klar Waechter und Hannes. Aber auch die Nebenfiguren fügen sich hervorragend in die Geschichte ein und perfektionieren sie zu einem brillanten Gesamtbild. Die Sprache der Autorin ist bestechend frisch und real und die Dialoge sind kurzweilig und voller Leben geschrieben. Die Story selbst um Gentrifizierung, autonome Gruppen und Rauschgift könnte brisanter und aktueller nicht sein. Hier hat Nicole Neubauer ihren Finger am Puls der Zeit.

Von Herzen gerne vergebe ich diesem Buch seine wohlverdienten fünf von fünf möglichen Sternen und empfehle es absolut weiter. Krimifans werden es lieben und verschlingen, wie ich es getan habe und für Fans des Teams Waechter ist die Lektüre sowieso ein „Must read“! Bei dem vorliegenden Buch handelt es sich um den dritten Band in der Serie, doch auch für Neueinsteiger ist es gut zu lesen und sie werden schnell in die Story hineinfinden.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von AngiF
Unruhen