Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Witziger Reihenauftakt
Mordsmäßig unverblümt von Saskia Louis
Dieser Cosy-Krimi ist der Auftakt zu einer Serie, die bislang immer mit „Mordsmäßig …“ beginnt.
Hier im ersten Fall steht das Kennenlernen der Hauptfiguren, der Floristin Lou und dem Kripobeamten Rispo, im Vordergrund.
Herrlich humorvoll wird das erste Zusammentreffen (ein Auffahrunfall) beschrieben.
Als Lou, die leidenschaftlich im Sperrmüll wühlt und alte Dinge (Vintage) sammelt, eine schöne Kasette mit einem menschlichen Finger findet, ist es ausgerechnet Rispo, der in dem seltsamen Fall ermittelt. Die Komplikationen, die daraus entstehen, weil Lou ihre neugierige Nase überall hineinstecken muss, lest bitte selbst.
Meine Meinung:
Als Abwechslung zu tiefgründigen und metaphorisch anspruchsvoll angelegten Psychokrimis ist dieser ein Lachmuskeltraining.
Lou ist schlagfertig und gibt dem grantelnden Rispo herrlich kontra. Z.B. auf (e-Book) S. 87, wo sie vorversammelter Mannschaft im Polizeipräsidium erklärt, Kommissar Rispo hätte anscheinend seine Periode und wäre deshalb unleidlich. Und ähnlich geht der Schlagabtausch weiter.
Doch Lou hat natürlich auch ihre Schwächen. So kann sie sich weder gegen ihre ziemlich anmaßend auftretende jüngere Schwester, noch gegen ihre mächtig dominante Mutter behaupten, die sie gerne reich verheiratet gesehen hätte. Der verflossene Freund, Zahnarzt im Brotberuf, ist eine schräge Type und ist zu Recht von Lou aus ihrem Leben verbannt worden.
Recht witzig ist auch Lous 70-jährige Mitarbeiterin, die ein wenig zerstreut wird, aber außerordentlich gute Kekse backen kann. Ich hatte ja anfänglich den Verdacht, dass diese Kekse nicht nur Mehl und Zucker, sondern vielleicht auch eine gewisse Grünpflanze beinhaltet.
Der Kriminalfall selbst ist nun nicht ganz so fesselnd. Mir ist recht bald klar gewesen, wer die Tat begangen haben könnte.
Doch das macht gar nichts, denn die witzigen Dialoge zwischen Lou und Rispo wiegen das perfekt aus.
Rispo wirkt ein bisschen schwierig, weil ständig beherrscht. Doch im Laufe der Story erfährt man so einiges über das Schicksalspäckchen, das er mit sich herumschleppt.
Ich freue mich schon auf „Mordsmäßig verstrickt“ und „Mordsmäßig kaltgemacht“. Sehr schön ist das Cover, das durch seine Gestaltung (jeweils eine Blume) einen hohen Wiedererkennungswert besitzt. Außerdem weist es auf die Profession von Lou als Floristin hin. Gefällt mir gut, weil es auch eine Kontinuität in die Serie hineinbringt!
Fazit:
Wer einen vergnüglichen Krimi, der mit Wortwitz und interessanten Protagonisten gespickt ist, sucht, ist hier genau richtig. Gerne gebe ich für diese Krimikomödie 5 Sterne.
Rezensionen von lena_kallus@msn.com:
Ich fangirle dieses Buch!
Fangirl von Rainbow Rowell
Rainbow Rowell war mir bereits seit „Eleanor und Park“ bekannt. Dieses Buch hatte ich damals sehr geliebt und wollte immer mehr von der Autorin lesen. Besonders „Fangirl“ wurde mir immer sehr empfohlen, allerdings wurde es lange nicht übersetzt. Deshalb habe ich mich umso mehr gefreut, als es diesen Sommer endlich soweit war und „Fangirl“ auf deutsch erschien!
Ich war etwas überrascht, dass das Cover nicht vom englischen Original übernommen wurde, so wie es bei „Eleanor und Park“ der Fall war, allerdings muss ich sagen, dass mir das deutsche Cover sogar besser gefällt und es passt auch ganz hervorragend zur Geschichte.
Wir lernen Cath kennen, die zusammen mit ihrer Zwillingsschwester Wren das College besucht. Allerdings teilen sich die beiden Schwestern nicht ein Zimmer, wie ihr ganzes Leben lang zuvor. Wren möchte sich nämlich austoben und unabhängig sein. Cath gefällt das gar nicht. Sie ist eher zurückhaltend und nicht sehr kontaktfreudig. Nun muss sie sich mit einer Fremden das Zimmer teilen und die hat auch noch einen Freund, der Cath ziemlich auf die Pelle rückt. Doch zum Glück kann Cath sich in ihre Fanfiction flüchten und von Simon Snow und Baz träumen. Doch ob das genug ist?
Wren als Charakter mochte ich sehr. Sie ist zwar etwas schräg und geht nicht gern auf Menschen zu, allerdings fand ich das irgendwie liebenswert. Mein Lieblingscharakter war allerdings Levi. Er ist das totale Gegenteil von Cath. Er ist offen, direkt und lustig und scheint vor nichts Angst zu haben. Er ist aber auch einfühlsam und sehr nett. Durch ihn wird Cath auch etwas zugänglicher. Aber auch Caths Zimmergenossin schafft es sie aus ihrer Reserve zu locken und sie so lockerer durchs Leben gehen zu lassen. Dieses Dreiergespann habe ich gerne durch die Geschichte begleitet. Aber auch Wren, Cath Schwester wurde mir im Laufe der Geschichte immer sympathischer.
Die Idee der Fanfiction gefiel mir sehr. So lesen wir auch einige Auszüge aus Cath Fanfiction zu der nicht existenten Buchreihe „Simon Snow“, die stark an Harry Potter erinnert. Toll ist, dass es diese Fanfiction tatsächlich zu lesen gibt. Das Interesse war so groß, dass Rainbow Rowell sie verfasst hat.
Rainbow Rowells Schreibstil war auch hier wieder ausgezeichnet! Sie schreibt Jugendbücher mit viel Tiefgang und Gefühl ohne jemals kitschig zu werden. Toll ist auch, dass ihre Bücher immer eine Botschaft vermitteln.
Ich mochte ich die Geschichte sehr! Cath, die über sich hinauswächst ohne sich selbst zu verlieren oder zu verleugnen war eine tolle Protagonistin. Ein toller Jugendroman, den ich gerne weiterempfehle!
Rezensionen von lena_kallus@msn.com:
Eine fantastische Liebesgeschichte mit einigen Auf und Abs
Fangirl von Rainbow Rowell
Von Amy Harmon habe ich schon zwei Bücher gelesen und möchte ihren Schreibstil und auch ihre Geschichten unheimlich gerne! Daher war ich auf „Bird and Sword“ sehr neugierig, vor allem da es sich dieses Mal um eine Fantasygeschichte handelt.
Das Buch fängt schon sehr dramatisch mit dem Tod der Mutter der Protagonistin Lark an.
Dieser ist so einschneidend, dass Lark ihre Stimme verliert. Hier lernt sie auch schon den späteren König Tiras kennen bei dem dieses Erlebnis auch nicht ohne Folgen bleibt.
Beide Charaktere gefielen mir unheimlich gut! An Lark mag ich ihre Stärke und dass sie nicht ständig an ihrem Schicksal rumjammert, sondern sich den Widrigkeiten entgegenstellt, auch wenn sie mal ein Tief durchlebt, was nur menschlich ist. Tiras ist so, wie ich mir einen richtigen Mann vorstelle. Er ist stark und selbstsicher, hat aber auch eine sensible Seite. Dass Lark und Tiras wohl ein Paar werden war mir ziemlich schnell klar, dennoch mochte ich wie sie sich langsam näher kommen. Beide wissen über die Schwächen des anderen und versuchen einander zu helfen. Klar haben sie nicht immer nachvollziehbar gehandelt. Aber so sind Menschen nun mal und ich will nicht von Charakteren lesen, die perfekt sind und immer das Richtige tun. Wie sie miteinander umgegangen sind gefiel mir und ich fand es der Zeit entsprechend passend. Es war aber schon auffällig, dass die Liebesgeschichte stark im Mittelpunkt des Geschehens stand.
Kjell als bester Freund und Halbbruder Tiras' konnte mich auch überzeugen. Er ist ziemlich harsch und misstraut Fremden. Tiras gegenüber ist er aber sehr loyal und würde alles für ihn tun. Hinter der harten Schale blitzt ab und zu ein weicher Kern durch, was mir sehr gefallen hat.
Mein persönlicher Liebling ist aber der Troll Boojohni! Sein Charakter ist sehr liebevoll und ich fand ihn einfach niedlich. Und dass er, egal was passiert ist zu Lark gehalten hat, macht ihn zu einen unschätzbaren Freund.
Die Idee mit den magischen Worten finde ich sehr gelungen und mir gefällt das gesamte Worldbilding in das man gleich zu Anfang des Buches eingeführt wird. Die verschiedenen magischen Fähigkeiten und wie sie in der Legende zusammenhängen fand ich sehr spannend. Auch dass eben diese Menschen mit den magischen Fähigkeiten gejagt werden, macht die Geschichte so spannend, da ja viel mehr Personen diese Fähigkeiten haben als man zuerst denkt. Allerdings hat die Autorin die anfänglichen Ansätze nicht weitergeführt. Ein Highfantasygefühl hat sich bei mir nicht einstellen können. Als Gegner haben wir in der Geschichte unter anderem die Fantasywesen der Volgar. Diese vogelähnlichen Gestalten töten Menschen und scheinen ohne Gewissen zu sein. Den Kampf mit den Volgar fand ich gut dargestellt. Ewig dauernde Kampfszenen lese ich nicht gerne und die Länge war für mich optimal.
Was mich ebenfalls ein bisschen gestört hat, war die Vorhersehbarkeit. An einigen Stellen habe ich ziemlich schnell durchschaut worauf die Autorin hinaus will und so ging der Überraschungseffekt bei mir verloren. Die Ideen an sich finde ich aber gut gemacht.
Der Schreibstil von Amy Harmon war durchgehend toll. Allerdings merkt man schon, dass es ihr erstes Fantasybuch ist und sie sonst im Bereich der Liebesgeschichten unterwegs ist. Sie kann aber spannend schreiben und das Ende konnte mich gefangen nehmen.
Ein großer Pluspunkt für mich ist, dass die Geschichte mit einem Band für sich stehen kann und man nicht ewig auf die Fortsetzung warten muss, auf die ich mich übrigens freue, da diesmal Kjell der Protagonist sein wird!
Rezensionen von simone.h1:
Katze
Mieze undercover von Mina Teichert
Michaela "Mieze" Moll fühlt sich nach längerer Babypause vom Haushalt und reinen Mutterdasein überfahren und beschließt trotz Gegenwind wieder arbeiten zu gehen. Ihr Vater, ein ehemaliger Polizist organisiert ihr daraufhin einen Job als "Sekretärin" auf einem Polizeirevier. Doch Mieze kann ihr Nase nicht aus den Ermittlungen lassen, sodass sie unerwartet Teil eines Undercovereinsatzes wird.
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Das Buch ist bekanntermaßen angelehnt an die Person von Daniela Katzenberger, was die Autorin gut umgesetzt und auch durchgezogen hat. Diesbezüglich fand ich das Buch wirklich gelungen, auch wenn natürlich jegliches Klischee bedient wurde!
Es handelt sich natürlich um ein sehr einfaches, aber auch lustiges Buch, welches sehr gut für Zwischendurch geeignet ist! Leider hat mir wirklich auf weiten Teilen die Spannung gefehlt, was sich nicht per se mit den andren Aspekten widersprechen muss. Teilweise hat mich die Erzählung aber sehr an die Shopoholic-Reihe erinnert, was durchaus sehr positiv für dieses Buch spricht!
Es handelt sich letztendlivh um ein wirklich nettes Buch, das zum Schmunzeln bringt, aber natürlich nicht besonders fordernd ist!
Rezensionen von manu63:
Nachtspiel
Nachtspiel von Catherine Shepherd
Nachtspiel ist der zweite Thriller der Autorin Catherine Sheperd in dem die Rechtsmedizinerin Julia Schwarz eine der Hauptpersonen ist. Nach mehreren Leichenfunden sieht sich Julia plötzlich im Mittelpunkt der Ereignisse die in der Vergangenheit ihren Anfang nahmen.
Der Autorin ist ein dichter und spannungsgeladener Thriller gelungen der auf mehrere Pfaden bis zum furiosen Ende der Geschichte gelangt.
Immer wieder habe ich gerätselt wie die Ereignisse zusammen hängen und wer nun der tatsächliche Täter ist. Die Arbeit von Julia wird interessant beschrieben und die Akteure werden gut gezeichnet. Einige wenige Male konnte ich Julias Gedankengängen nicht folgen, aber letztendlich wurde mir klar was sie zu ihrem handeln bewegte. Die einzelnen Charaktere bereichern die Geschichte und passen gut in den gesamten Ablauf der Geschichte. Der Schreibstil ist flüssig und gut lesbar, der Handlung konnte ich gut folgen und durch die unterschiedlichen Erzählperspektiven konnte ich weit in die Gedanken und Motive der Protagonisten eindringen. Insgesamt eine lohnenswerte Lektüre.
Nachtlicht kann gelesen werden ohne den ersten Band Mooresschwärze zu kennen, wobei ich jedoch immer empfehlen würde, die Bände in chronologischer Folge zu lesen damit man den vollen Lesegenuss hat.
Rezensionen von manu63:
Weihnachtswunsch
Kleiner Streuner - große Liebe von Petra Schier
Kleiner Streuner – große Liebe ist der aktuelle Liebesroman zur Weihnachtszeit aus der Feder der Autorin Petra Schier. Socke ein kleiner streunender Hund bekommt kurz vor Weihnachten ein neues Heim. Da Eva ihn nicht bei sich wohnen lassen kann, kommt Socke erst mal bei Andre unter. Da Socke beide mag, wäre es ihm am liebsten, wenn Eva einfach auch zu Andre ziehen würde, aber das ist nicht so einfach dennoch hoffe Socke dass das Schicksal einen günstigen verlauf nimmt.
Die Autorin erzählt eine zauberhafte Liebesgeschichte zwischen zwei Menschen die eigentlich zusammen gehören, es aber aus unterschiedlichen Gründen nicht schaffen das zu sehen. So muss der Weihnachtsmann und seine Elfen ebenso nachhelfen wie Socke. Alle Romantikerinnen unter den Leserinnen werden die Geschichte lieben, wer sich nicht auf Romantik und ein wenig Zauber einlassen kann, dem wird die Geschichte zu kitschig und süß sein. Mir hat sie jedenfalls gut gefallen und die unterschiedlichen Perspektiven aus denen erzählt wird, lassen den Roman lebendig und unterhaltsam sein. Am besten gefällt mir immer wieder wenn Socke erzählt wie er alles empfindet. Herzerfrischen naiv und aus Hundesicht werden große Probleme plötzlich klein.
Kleiner Streuner – große Liebe ist nicht der erste Roman mit Hund den Petra Schier geschrieben hat und sie lässt im neuen Roman auch Personen aus den Vorbänden auftauchen. Das finde ich ganz nett, da ich einige der Geschichten kenne und es so ein Wiedersehen mit liebgewonnenen Protagonisten gibt. Die Geschichten der Bücher sind in sich abgeschlossen und man kann jedes Buch einzeln lesen. Der Schreibstil ist schnörkellos und lebendig, langatmige Füller gibt es nicht und auch einige Liebesszenen wurden geschmackvoll eingebaut.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Miriam Brandl:
Spannende Unterhaltung!
Kleiner Streuner - große Liebe von Petra Schier
Ausgerechnet bei der Hochzeit von Jugendfreunden erfährt Max, dass seine Verlobte Sarah ihn schon lange mit seinem eigenen Bruder Tobias betrügt. Er zieht die Konsequenzen und setzt sie sofort vor die Tür. Gleichzeitig bricht er jeden Kontakt zu seinem Bruder ab.
2 Jahre später sind die beiden jedoch gezwungen mehrere Tage gemeinsam in ihrem Elternhaus zu verbringen.
Die Clique von früher trifft sich wieder und dabei stellt sich heraus, dass niemand genau weiß, wo Sarah die letzten beiden Jahre verbracht hat. Aber ihr Koffer wird im Wald gefunden und nun ist tatsächlich klar, dass sie vermisst wird. Anonyme Botschaften per SMS, Gerüchte und Vermutungen machen die Runde und als noch eine weitere junge Frau aus dieser Gruppe tot aufgefunden wird, geraten Max und sein Bruder rasch ins Visier der Ermittler.
Mit den beiden Kommissaren Jenny und Leo hat Petra Johann ein Duo geschaffen, das weder supercool, noch frei von Fehlern agiert, aber sympathisch, herzlich und engagiert die Ermittlungen vorantreibt. Und diese gestalten sich wirklich kompliziert – denn abgesehen von aktuellen Ereignissen, wird die Vergangenheit aufgearbeitet.
Es ist eine gut durchdachte Geschichte, in der zahlreiche komplexe Beziehungen aufgezeigt und von den Ermittlern entwirrt werden müssen. Dazu kommen Überraschungen und unerwartete Zeugen, die Jenny und Leo und damit auch den Leser dazu zwingen, alles mehrfach komplett neu zu überdenken.
Spannung von der ersten bis zur letzten Seite und eine logische Auflösung garantieren wirklich gute Krimiunterhaltung! Bitte mehr davon!
Rezensionen von MrsFoxx:
Wir sind die Bären aus Björnstadt
Stadt der Bären von Backman Fredrik
Wenn die Last einer ganzen Stadt auf den Schultern einer Gruppe eishockeyspielender Jugendlicher liegt…
Zu Anfang lernen wir die Protagonisten kennen, die uns im Laufe der Geschichte mehrmals über den Weg laufen. Wir erfahren ihre Träume, ihre Laster und was den jeweiligen Antreibt. Auch über Freundschaften, Zusammengehörigkeit und die Volkssportart Scham wird einiges erzählt.
Allgemein ist der Unterton der Geschichte eher düster aber dennoch hoffnungsvoll, denn die Juniorenmannschaft wird’s schon richten.
Nach etwa 150 Seiten nimmt die Geschichte endlich Fahrt auf und konnte mich endlich mitreißen. Doch dann taucht man ein in eine zutiefst schockierende, aufrüttelnde und zum Nachdenken anregende Story, die mich auch nachhaltig beschäftig.
So manchen Darsteller möchte ich gerne selbst vermöbeln, wie Benji es manchmal tut. Und einige andere hätte ich gerne in den Arm nehmen und trösten können.
Fredrik Backman hat eine tolle Art, diesen Roman seinen Lesern näherzubringen. An seine Schreibweise musste ich mich anfangs erst gewöhnen, aber mir gefallen die unterschiedlichen Blickwinkel sehr. Und auch die Lebensweisheiten, die er uns mit auf den Weg gibt, können sich sehen lassen. Abgesehen vom etwas zähen Anfang lässt sich dieses Buch flott und fesselnd lesen und wartet mit einigen Überraschungen für seinen Leser auf. Nicht immer schöne.
Auf dieses Buch muss man sich einlassen. Mit Haut und Haar, dann bekommt man eine tolle Geschichte wie sie das Leben schreiben könnte. Und bitte nicht vom Eishockey irritieren lassen, es zählt meiner Ansicht nach der Mannschaftsgedanke – Zusammenhalt! – und könnte auch durch allerhand andere Teamsportarten ersetzt werden.
Fazit: Keine leichte Kost und ein Buch auf das man sich einlassen muss um eine mitreißende Geschichte über Zusammenhalt und Menschlichkeit zu erhalten. Eine Leseempfehlung spreche ich trotz des zähen Einstiegs gerne aus.
Rezensionen von Leserin71:
Überzeugend und Überragend
Stadt der Bären von Backman Fredrik
He did it again!
Gerd Schilddorfer hat schon drei Vorgänger-Bücher zu "Der Zerberus-Schlüssel" geschrieben. Jeder dieser Bände steht für sich und kann ohne Kenntnisse der vorhergehenden gelesen werden. Dennoch empfiehlt es sich, die Bände in der Reihenfolge zu lesen.
Auf 814 Seiten entführt uns Gerd Schilddorfer in andere Welten (China, England, Afrika, Pazifik) und in andere Zeiten (200 v.
Chr., 19. Jahrhundert, 2. Weltkrieg, Wendezeit), alles mit einem engen Bezug zur Gegenwart. Die Haupthandlung spielt diesmal in Berlin. Kommissar Calis ermittelt im Fall von vier ermordeten Männern in Berlin als eine erhängte Mumie auftaucht.
Parallel dazu wird Llewellyn Thomas ein Paket zugestellt, das eigentlich an jemand anderen adressiert ist. Was er darin findet, alarmiert ihn sehr und lässt ihn Kontakt aufnehmen mit weiteren Mitstreitern - und schon ist John Finch wieder dabei und mit ihm tolle Fluggeräte und natürlich sein Papagei und Amber Rains.
Wie dann aber der Meisterdieb Alexander Reiter alias Rebus und der vatikanische Geheimdienst Pro Deo in die Sache verwickelt sind, sollte jeder selbst lesen.
Meine Meinung:
Ich bin bekennender Schilddorfer Fan. Auch dieser John-Finch-Thriller hat mich wieder überzeugt und nicht nur mich, auch meinen Mann, der eigentlich sehr wenig liest, aber sich einen neuen Schilddorfer nicht entgehen lässt.
Schön, dass diesmal wieder Thomas Calis und Martina Trapp von der Partie sind, dass Rebus eine wichtige Rolle bekommt, dass Finch so tolle Flugeinlagen liefern darf, dass ein paar nette Nebenfiguren dazu kommen, dass die T-Shirts von den Computerspezialisten wieder für Lacher sorgen und dass am Ende alle zusammen kommen fü ein überzeugendes Finale, das nur geschmälert wird vom Verrat des Einen, der eigentlich immer die Strippen zieht.
Ausgezeichnet gefallen hat mir die Aufbereitung der Geschichte im fernen Asien. Was die Komet dort gemacht hat und wie der erste Kaiser von China seine Unsterblichkeit vorbereitet hat, wusste ich bisher nicht genauso wenig welche Plünderungen dort vorgenommen wurden.
Die spannende Schatzsuche findet ein Ende, bei dem die vielen, vielen Handlungsstränge schön zusammen geflochten werden und ein Gesamtbild ergeben.
Sehr gerne vergebe ich 5 von 5 Sterne für dieses Lesehighlight.
Rezensionen von Leserin71:
Lesehighlight des Jahres 2017
Letzte Worte von Rolf von Siebenthal
Eines meiner Lesehighlights des Jahres 2017 ist definitiv "Letzte Worte" von Rolf von Siebenthal. Ich hatte schon andere Krimis von ihm gelesen und freute mich auf den zweiten Fall von Bundeskriminalpolizist Alex Vanzetti und der Journalistin Zoe Zwygart. Ich wurde nicht enttäuscht, im Gegenteil!
Als die Berner Ständerätin Eva Bärtschi in ihrem Haus erschossen aufgefunden wird, soll Vanzetti die polizeilichen Untersuchungen leiten.
Zoe hingegen will wieder einen guten Artikel für die Berner Nachrichten und recherchiert auf eigene Faust. Als sie gezwungermaßen zusammenarbeiten müssen, entdecken sie Spuren zu einem Geheimnis, das 40 Jahre zurück liegt und sie und Zoes Grosi in höchste Gefahr bringt.
Meine Meinung:
Dieses Buch ist ein echter Pageturner. An einem regnerischen Nachmittag habe ich es fast in einem Rutsch ausgelesen. Die Spannung ist von Anfang an hoch und steigert sich immer weiter. Gerade wenn ich gedacht hatte, jetzt stünde die Lösung bevor, ereigneten sich wieder Sachen, mit denen ich nicht gerechnet hätte. Die Lösung war sehr überzeugend und doch überraschend.
Da der Krimi in Bern spielt und der Friedrich Reinhardt Verlag auch in der Schweiz angesiedelt ist, verwundert es nicht, dass die Rechtschreibung den Regeln des Schweizer Hochdeutsch (z. B. liess statt ließ) folgt. Sehr nett fand ich die Flüche auf Schweizerdeutsch, italienisch und französisch.
Die Protagonisten sind mir sehr sympatisch und zeigen auch eine gewisse Tiefe. Dass es zwischen Alex und Zoe ein bisschen knistert ist ein zusätzlicher Reiz.
Das Nachwort enthüllt, dass reale Begebenheiten als Grundlage für die sonst rein fiktive Geschichte dienen.
Mein Fazit:
Dieser Krimi, der mich im wahrsten Sinn des Wortes nicht mehr losgelassen hat, bekommt sehr gerne von mir 5 von 5 Sternen und eine absolute Leseempfehlung für alle Krimiliebhaber aber auch Geschichtsinteressierte.








