Kunden em pfehlungen
Rezensionen von booknerd84:
Eine mitreißende und spannende Geschichte um zwei starke Schwestern!
Iron Flowers - Die Rebellinnen von Banghart Tracy
Inhalt/Klappentext:
Sie sind Schwestern und könnten unterschiedlicher nicht sein und sind dennoch unzertrennlich. Nomi ist wild und unerschrocken, Serina schön und anmutig. Und sie ist fest entschlossen, vom Thronfolger zu seiner Grace auserwählt zu werden und so ihre Familie aus Armut und Unterdrückung zu befreien.
Doch am Tag der Auswahl kommt alles anders: Die Schwestern werden auseinandergerissen - und in ein Leben gezwungen, auf das sie niemand vorbereitet hat.
Mein Fazit:
Wow, was für ein grandioser Auftakt in eine völlig neue Welt. Von der ersten Seite an war dieses Buch, aus der Feder von Tracy Banghart, einfach nur fesselnd. Ich konnte es gar nicht aus der Hand legen. Der Schreibstil der Autorin ist super leicht und locker zu lesen, aber auch durchaus packend.
In einer Welt, in der Frauen unterdrückt werden und rein gar nichts dürfen (z.B. noch nicht mal Lesen lernen), leben die Schwestern Nomi und Serina zusammen mit ihrer Familie. Nomi ist sehr wild und sagt was sie denkt. Serina hingegen, glänzt durch ihre Schönheit und ist wohlerzogen. Ihr Ziel ist es die Grace des Thronfolgers zu werden. Doch als es soweit ist, und die Schwestern an den Hof kommen, passiert etwas völlig unerwartetes. Durch diese schrecklichen Geschehnisse werden die Schwestern getrennt, und keine weiß wie es ohne die andere weitergehen soll.
Die Geschichte war wirklich spannender als mancher Thriller. All die spannenden Geschehnisse und Plot Twists, lassen den Leser kaum zu Atem kommen. Der roten Faden der Handlung und die Spannung ziehen sich durchweg durch die Geschichte. Es wird zu keiner Zeit langweilig, da es viele Überraschungsmomente gab.
Was mir auch sehr gut gefallen hat, dass man die Perspektiven je Kapitel gewechselt hat. So konnte man sich immer gut auf die jeweiligen Situationen und Gefühle von Nomi und Serina einlassen.
Auch das gesamte Setting der Geschichte ist großartig. Die Autorin hat es mit ihrer detailreichen Beschreibung geschafft, dass man sich alles sehr gut vorstellen kann.
Iron Flowerst ist ein wahrer Pageturner und ein Jahreshighlight 2018.
Ich bin wirklich sehr gespannt wie es im zweiten Teil weitergehen wird. Leider lässt dieser ja noch eine ganze Weile auf sich warten. Ich kann auf jeden Fall eine klare Leseempfehlung für dieses Buch aussprechen und vergebe 5 von 5 Sterne!
Rezensionen von KimVi:
Interessanter Provence-Krimi
Iron Flowers - Die Rebellinnen von Banghart Tracy
Der Waliser Peter Smith kann auf ein abwechslungsreiches Berufsleben zurückblicken. Denn er war bereits als Dozent für Kunstgeschichte, Unternehmensberater und beim britischen Geheimdienst beschäftigt. Nun möchte er aber seinen wohlverdienten Ruhestand genießen und hat sich dafür, gemeinsam mit seinem Hund Arthur, in einem Häuschen in Arles, ganz in der Nähe des Amphitheaters niedergelassen.
Er träumt von Ruhe, sonnigen Tagen, gutem Essen und genug Muße, sein angefangenes Buchprojekt zu beenden. Doch mit diesen Wunschträumen ist es erstmal vorbei, als er bei einem Besuch des Amphitheaters niedergeschlagen wird und danach unter einem toten Mann wieder zu sich kommt. Im Krankenhaus erzählt ihm die Polizei, wie sich alles zugetragen haben soll. Peter Smith ist da allerdings ganz anderer Meinung. Sein Misstrauen wird schnell geweckt. Als dann noch die schöne Witwe des Verstorbenen bei ihm aufkreuzt und ihn um Hilfe bittet, ist es mit der erhofften Ruhe ganz vorbei, denn nun beginnt Peter Smith zu ermitteln....
Der Einstieg in diesen Provence-Krimi erfolgt eher gemächlich. Denn man beobachtet zunächst den Hautprotagonisten Peter Smith, der offensichtlich seinen Ruhestand genießt und dabei ausgiebig Land und Leute studiert. Diese Beschreibungen mögen zwar ein wenig ausufernd erscheinen, helfen allerdings dabei, sich die Hintergrundkulisse, in der sich die Handlung zuträgt, mühelos vorzustellen. Die Beschreibungen sind wirklich sehr gelungen, denn man ist sich der Provence stets bewusst und kann die flirrende Sommerhitze förmlich spüren. Dadurch kann man sich ganz auf die Handlung einlassen.
Smith macht zunächst den Eindruck, ein eher brummiger Zeitgenosse zu sein, der seine Zeit am liebsten mit sich selbst und seinem Windhund verbringt. Doch schon bald stellt sich heraus, dass Smith facettenreiche Charaktereigenschaften hat und außerdem ein wahrer Gentleman zu sein scheint. Nach dem mysteriösen Vorfall im Amphitheater nimmt die Handlung Fahrt auf. Gemeinsam mit Smith begibt man sich auf Spurensuche. Dabei folgt man ihm durch Arles und kann sich den Ort lebhaft vorstellen. Seine Besuche in den örtlichen Restaurants sind ebenfalls grandios beschrieben, denn man hat das Gefühl, selbst dabei zu sein. Auch wenn keine Hochspannung aufkommt, ist die Handlung doch durchgehend interessant und keinen Moment langweilig. Der Schreibstil ist angenehm lesbar und die Wortwahl, die hier verwendet wird, passt hervorragend zu einem Gentleman.
Krimis und Thriller sind ja meine absoluten Favoriten. Dieser Provence-Krimi hat mir sehr gut gefallen, auch wenn es, für meinen persönlichen Geschmack, ruhig etwas spannender sein dürfte. Dennoch habe ich mich keinen Moment gelangweilt, da mir die Beschreibungen so gut gefallen haben. Ich habe den Ausflug in die Provence sehr genossen und Peter Smith, und insbesondere seinen Windhund Arthur, gerne bei den Ermittlungen beobachtet. Auf meiner persönlichen Bewertungsskala vergebe ich deshalb vier von fünf möglichen Bewertungssternchen.
Rezensionen von Josef Lüthold:
Neuoffenbarungen sind nicht irrtumsfrei.
Der Saturn von Jakob Lorber
Die Bücher von Jakob Lorber sind von sehr unterschiedlicher Qualität. Denn die Diktate an Lorber kamen meistens nicht direkt von Jesus Christus, sondern sie wurden vielfach von geschöpflichen Geistwesen übermittelt, wobei auch eigene Ansichten dieser Geister in die Diktate eingeflossen sind.
im Shop ansehen weitere Rezensionen von Josef LütholdRezensionen von Pink Anemone:
Ein spannendes, wie auch aufschlussreiches Sachbuch über den Serienkiller „Jack the Ripper“. Objektiv und fesselnd erzählt.
Der Saturn von Jakob Lorber
Jack the Ripper – der Name sorgt für Gänsehaut.
Das Rätsel um den bekanntesten Serienmörder der Geschichte ist noch immer ungelöst. Wer war es, der im Herbst 1888 in London mindestens fünf Prostituierte auf bestialische Art und Weise tötete? Jack-the-Ripper-Forscher auf der ganzen Welt versuchen seit über 120 Jahren, das Mysterium zu entschlüsseln.
Update 2017: Hier legen die Autoren ein gründlich überarbeitetes Standardwerk vor: die aktuelle objektive deutschsprachige Gesamtdarstellung zum bekanntesten Fall der Kriminalgeschichte. Sie haben unzählige historische Zeitungsartikel, umfangreiche Londoner Polizeiakten sowie bisher unveröffentlichte Dokumente studiert. Minutiös werden die Ereignisse und Zusammenhänge der Taten rekonstruiert, die Fakten, die für oder gegen die Hauptverdächtigen sprechen, abgewogen und mögliche Theorien vorgestellt.
Ein spannendes Sachbuch mit vielen nützlichen Zusatzinformationen – nicht nur für „Ripperologen“...(Klappentext)
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"Er hat unsere Vorstellung vom viktorianischen London mit seinen nebelschwangeren Straßen, den über das Kopfsteinpflaster klappernden Kutschen und den in Zylinder und knielangen Mantel gekleideten Gentlemen - neben Arthur Conan Doyle's Romanhelden Sherlock Holmes - wie vielleicht kein anderer geprägt." (S. 9 - Prolog)
Er ist einer der berüchtigsten Serienkiller der Geschichte. Jeder hat von ihm schon gehört und er ist nicht nur in England bekannt, sondern weltweit. Es ranken sich viele Geschichten und Geheimnisse um den nie gefassten Killer, der im verruchten Londoner East-End des viktorianischen Englands 1888 für nur wenige Monate wütete. Es gibt genau so viele Romane, Sachbücher, Filme und Dokumentationen wie Legenden.
Die Rede ist von "Jack the Ripper".
Autoren wie Regisseure ließen sich von ihm und seinen Taten inspirieren und natürlich gibt es auch unzählige Sachbücher (diese jedoch fast ausnahmslos englischsprachig). Nicht selten werden in diesen wilde Spekulationen durch den Raum geworfen und sich auf gewisse Tatverdächtige versteift.
Das vorliegende Buch geht ganz anders an das Thema "Jack the Ripper" heran. hier erhält man einen wertfreien und nüchternen Einblick in die damaligen Ereignisse und die Polizeiarbeit, basierend auf historische Autopsieberichte, Polizeidokumente und Zeitungsartikel.
Hier werden die Opfer dieses brutalen Serienkillers nicht vergessen, sondern ausführlich vorgestellt - ihr Umfeld, ihre Lebensweise, etc. Dadurch bekommen diese Frauen ein Gesicht. Für allzu zartbesaitete Leser ist dieses Sachbuch jedoch nur bedingt zu empfehlen, da auch die Mordtaten, inklusive Verletzungen, ausführlich beschrieben werden und Post Mortem-Fotos enthalten sind.
Ebenso werden hier die wichtigsten Tatverdächtigen vorgestellt, ohne sich jedoch auf einen von ihnen zu versteifen.
Inhaltsangabe:
-London 1888
"Die Traurigen, die Kranken und die Hilflosen
(Thomas Archer in 'The Terrible Sights of London', 1870)" (S. 13)
Besser kann dieses Kapitel nicht eingeleitet werden, denn hier geht es um die Geschichte des Londoner East End, wobei einem auch die fürchterlichen Lebensumstände der damaligen Bewohner näher gebracht werden.
-Die Mordserie
">>Ich bin schwach und krank und war sgoar in der Krankenstube - halte mein Bett für mich frei. Ich werde bald zurück sein.<<
(Anni Chapman zu Timothy Donovan, Vorsteher der 'Crossingham's'-Unterkunft, am 8. Sept. 1888)" (S. 51)
Hier werden die Opfer und ihre Lebensumstände vorgestellt, sowie der rekonstruierte Tathergang des jeweiligen Opfers. Auch die Verletzungen werden beschrieben und es wird ersichtlich wie brutal der Täter vorgegangen ist. Man erhält Einblicke in Zeugenaussagen, Autopsieberichte und richterliche Anhörungen und auch allgemein in das Leben der damaligen Zeit. Auch der immense Druck unter dem die Polizei stand wird hier thematisiert.
-Die Verdächtigen
">>Von diesem Mann sagt man, dass er Frauen grausam behandelte, und es war bekannt, dass er Seziermesser und andere Instrumente mit sich führte.<<
(Assistant Commissioner Sir Melville Macnaghten, Aberconway Papers.)" (S. 246)
Hier werden die wichtigsten Tatverdächtigen, ebenfalls durch eine kleine Biographie, vorgestellt, wie auch schon bei den Opfern. Ebenso wie sie auf die Tatverdächtigen-Liste gelangen konnten (manche gelangten erst vor wenigen Jahrzehnten oder gar vor wenigen Jahren auf diese Liste).
Pro und Kontras wurden erstellt, sowie ein Täterprofil für "Jack the Ripper".
Natürlich besteht die Möglichkeit, dass es keiner von diesen war und der Täter niemals wirklich ins Visier der Polizei rückte.
-Fußnoten-Verzeichnis,
welches unbedingt beachtet werden sollte, da auch dieses interessante Informationen bereithält.
Weiters enthält dieses Buch ein Personenregister und ein Literatur- und Bildverzeichnis.
Dies alles erfolgt in einem klaren und flüssigen Schreibstil und die Erzählweise ist objektiv und keinesfalls reißerisch. Das hebt dieses Sachbuch von vielen anderen über "Jack the Ripper" ab.
Fazit:
Ich habe schon einige Bücher über "Jack the Ripper" gelesen und auch viele Dokumentationen gesehen, aber selbst für mich waren hier noch viele und neue Informationen enthalten.
Zudem ist es ein Sachbuch, welches sich teilweise wie ein brutaler Thriller liest und mich dadurch regelrecht fesseln konnte.
Meiner Meinung nach ist es eines der besten Sachbücher in Bezug auf "Jack the Ripper", ein ebenso gutes Nachschlagewerk und daher ein Must-Have für alle "Jack the Ripper"-Interessierten (hätte ich doch fast "Fans" geschrieben, aber das wäre doch arg übertrieben gewesen *g*).
© Pink Anemone
Rezensionen von Pink Anemone:
Thriller, Milieustudie, Roman / spannend, schwarzhumorig, schockierend – hier bekommt man wirklich etwas geboten!
Der Saturn von Jakob Lorber
Es ist ein bizarrer Fund: Als man eine Mumie auf einer Mülldeponie entdeckt, vermutet die Polizei, dass sie aus einem Museum entwendet wurde. Bis eine weitere mumifizierte Leiche gefunden wird, und Röntgenaufnahmen beweisen, dass die Toten keineswegs antik sind: Die Männer wurden Opfer eines Killers, der mit höchster Grausamkeit vorging und dessen Werk noch nicht vollendet ist … DC Callum MacGregor ermittelt in der rätselhaftesten Mordserie, die das schottische Oldcastle je gesehen hat.
..(Klappentext)
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"Hoch oben über den Stangen mit den betenden Fischen, streifen acht Fingerspitzen einen einzelnen Sonnenstrahl.
Ganz leicht berühren sie seine scharfe Kante, als der Körper, zu dem sie gehören, im Halbdunkel pendelt, erfasst von dem Luftzug, der durch die offene Tür weht. Kopf nach unten - wie die Fische - mit baumelnden Armen. Die Haut dunkelbraun verfärbt wie altes Eichenholz.
>>Du wirst ein Gott sein.<<" (S. 10)
Auf der Mülldeponie im schottischen Oldcastle ist die Hölle los. Kaum fängt man hier an zu graben, hat man auch schon sieben Leichen gefunden und die Spurensicherung weiß nicht mehr wo anfangen und wo aufhören.
Doch eine Leiche sticht hier besonders aus dieser Menge hervor und für die ist DC Collum MacGregor zuständig. Das hat auch einen guten Grund, denn man ist der Meinung, dass diese Leiche einfach nur einem Museum abhanden gekommen ist. Diese sieht nämlich aus wie ein mumifizierter Pharao ohne Bandagen. So einen "Fall" kann man also ruhig der Gurkentruppe der Polizei zuschieben.
Dieses Team ist der Schuttabladeplatz für die Unerwünschten und Inkompitenten. In dieses Team wird man nur aufgenommen, wenn man nicht gekündigt werden kann, sich nicht kündigen lässt oder man auf der Abschussliste steht. Dementsprechend tummeln sich hier auch durchaus skurrile Figuren, die da wären:
"Mutter" - die Chefin, der Oberboss, der Guru dieser Truppe. Eine tätowierte Amazone die sich hier von einem Herzinfarkt erholt und alle Mitglieder im Team wie Kinder behandelt. Daher auch immer die Tüte Gummibären die sie immer mit sich führt. Meistens gibt es jedoch Schelte.
DS Adams - der unmittelbare Vorgesetzte nach "Mutter", der unheilbar an Magenkrebs erkrankte, vor dem Tod jedoch noch etwas Action erleben möchte. Er ist der Meinung er wäre der geborene Schriftsteller und Poet. Wenn er nicht gerade Haikus zum besten gibt, dichtet er und vergleicht die Ermittlungsarbeiten mit dem Aufbau eines Romans. Einer der sarkastischsten und spitzzüngigsten Charaktere, der mich nicht nur einmal laut lachen ließ.
">>Ist mir egal - und wenn Sie König Schaffeschaff der Vielbeschäftigten sind, Herrscher er fleißigen Bienchen im Summsummland - Sie tragen sich gefälligst aus! Ich genehmige keine Überstunden, solange Sie das nicht in Ihren Eierkopf kriegen!<<" (S. 108)
DC Watt - die Spaßbremse dieser Truppe. Er wurde aussortiert weil er sein letztes Team wegen Korruption an die Obrigkeit verpetzte. Ratet mal wer noch dabei die Finger im Spiel hatte.
DS Dorothy Hodgkin - von allen "Dotty" genannt. Sie sitzt nach einem Arbeitsunfall, bei dem ihr ein Bein abgetrennt wurde, im Rollstuhl und fährt mit diesem gern durch dreckige Pfützen, um Watt einzusauen. Sie und Watt verbindet eine ganz besonders tiefe Abneigung gegeneinander. Auch sie ist alles andere als auf den Mund gefallen.
DS Rosalind Franklin - der neueste Zugang und auch noch die Motivierteste. Sie darf hier mitmischen, weil sie einem Superintendenten eine gescheuert hat. Mit ihr ist wirklich nicht gut Kirschen essen. Absolut alles wird bei ihr als Beleidigung ihres Geschlechts, ihrer ethnischen Zugehörigkeit und Professionalität angesehen. Man bewegt sich also permanent auf dünnem Eis und es wird einem schlichtweg immerzu das Wort im Mund umgedreht. Dementsprechend schwierig ist es mit ihr zusammenzuarbeiten. Sie ist die Ermittlungspartnerin von Collum - der arme Hund.
DC Collum MacGregor - auch gerade erst drei Wochen in der Gurkentruppe, da er beschuldigt wird gegen Bestechung einen Tatort kontaminiert zu haben. In Wahrheit hat er die Schuld auf sich genommen, um seine schwangere Freundin, welche bei der Spurensicherung arbeitet, vor der Kündigung zu bewahren, um in bezahlten Mutterschutz gehen zu können. Meist wird aus seiner Perspektive erzählt.
Als jedoch eine zweite Mumie auftaucht werden alle skeptisch und bald wird ihnen klar, dass sie es hier mit einem ganz besonders brutalen Serienkiller zu tun hat, der in Oldcastle wütet und scheinbar eine Mission zu erfüllen hat.
Dieser Thriller braucht etwas bis er in die Gänge kommt und verläuft allgemein eher ruhig. Er beinhaltet, wie so häufig bei schottischen Autoren, nicht nur einen Thriller, sondern gleichzeitig eine Milieustudie vom Feinsten aus dem tiefsten Schottland.
Was ist für schottische Autoren noch typisch? Genau - der bissige und äußerst schwarzhumorige Sarkasmus bei dem auch zeitweise der raue Umgangston zwischen den Protagonisten nicht fehlen darf. Davon gibt es hier nicht zu knapp und treibt einem des Öfteren ein Schmunzeln ins Gesicht.
Dieses Buch lebt auch mehr von seinen Charakteren und deren Dialogen. Der Autor schafft es selbst bei diesen Dialogen Bilder im Kopf entstehen zu lassen, was daran liegt, dass er Umgebungsgeräusche wie z.B. Radio- oder Fernsehmoderationen mit einfließen lässt. Dies war für mich eine völlig neue Erfahrung den Gesprächen von Protagonisten beizuwohnen. Man hat dadurch das Gefühl als würde man neben den Charakteren stehen.
Zugegeben, manchmal hätte ich mir gewünscht, dass MacBride es mit diesen "Hintergrundgeräuschen" nicht gar so übertrieben hätte, da sie manchmal doch den Lesefluss störten. Im Großen und Ganzen konnte ich dieser Art von Dialogführung jedoch durchaus etwas abgewinnen.
Und Leute, was habe ich bei so manchem Dialog und Schlagabtausch gelacht und geschmunzelt.
Man erhält auch Einblick in die Sicht der Opfer, also in die derjenigen die vom Killer "vorbereitet werden", aber auch in die des Täters und in seine Vergangenheit. Somit erhält der Leser Einblick wieso er zu dem wurde was er ist und wieso er das macht.
Das macht die Taten zwar nicht besser, aber auf jeden Fall interessanter...für den Leser natürlich.
Hier ändert sich der Ton drastisch. Keine Spur mehr von Sarkasmus und Humor, sondern nur noch blankes Entsetzen und Hoffnungslosigkeit. Diese Einblicke sind also durchaus beängstigend und schockierend und genau das fand ich ebenso genial wie die Dialoge. Das switchen zwischen bissigem Humor und Sarkasmus zu bitterem Ernst, der eine Gänsehaut beschert.
"Er würde gerne die Arme heben und den Löffel wegschlagen, aber seine Arme funktionierten nicht mehr. Sie treiben nicht einmal auf dem Wasser, sondern sinken schlaff in die schwarzbraune Tiefe und bleiben am Boden der Stahlwanne liegen.
Nichts funktionierte mehr." (S. 140)
Einige Kapitel werden mit einem Auszug aus einem Kinderbuch eines fiktiven Autors und eines Songtextes eines ebenso fiktiven Rappers eingeleitet.
Was es damit auf sich hat erfährt der Leser im Verlauf der Story. Anfangs dachte ich mir noch, was das denn soll, aber als ich wusste wieso, weshalb, fand ich es witzig und äußerst gelungen. Mehr will ich nicht verraten.
Der Schreibstil ist flüssig und klar, die Charaktere mehr als nur gut gezeichnet und obwohl dies ein Wälzer von knapp 830 Seiten ist, fliegt man nur so durch diesen Thriller. Dies liegt vor allem an der leisen, jedoch immer vorhandenen Grundspannung, die zwischendurch von Spannungs- und Tempospitzen durchbrochen wird. Zudem schafft es der Autor den Leser auf diverse falsche Fährten zu locken und somit ist die Auflösung eine wirklich große und vor allem eine gelungene Überraschung - selbst für mich.
Fazit:
Dies war mein erster MacBride und wird definitiv nicht mein letzter sein. Ich habe geschmunzelt und gelacht, um paar Seiten weiter entsetzt den Ausführungen des Täters oder die Lage des Opfers mitzuverfolgen, um am Ende vom Autor völlig überrascht zu werden.
Zugegeben, und das muss wirklich dazugesagt werden, man muss den typisch schottischen Stil mögen, um diesen Thriller genießen zu können. Ich für meinen Teil liebe diese Art von Thrillern, die eben nicht bloß Thriller sind, sondern gleichzeitig auch Romane mit Milieustudie. Der unverwechselbare schottische Humor der vor Sarkasmus nur so trieft und die authentische und (für mich) neue Art der Dialogführung, konnten mich schlichtweg vom Hocker reißen.
© Pink Anemone
Rezensionen von Gaby 2707:
Endlich ein Fall für Jupp Backes
Nur Gisela sang schöner von Dany R. Wood
Dorfpolizist / "Oberkommissar" wie sich Josef "Jupp" Backes selbst bezeichnet, langweilt sich in seiner Dienststelle in Hirschweiler. Er möchte so gerne mal einen Mord aufklären. Als er zusammen mit seiner Frau Inge die Nachbarin Beate aus dem Kirchenchor nackt und tot zusammen mit ihrem Fön in der Badewanne findet, scheint sein Tag gekommen zu sein.
Er tippt auf Selbstmord, woran seine Frau trotz Abschiedsbrief absolut nicht glauben mag. Denn noch vor ein paar Stunden hatte Beate ihr erklärt, dass sie für das Kirchensommerfest wieder ihren legendären Käsekuchen backen würde. Da bringt man sich doch nicht vorher um...
Bei "Achtung! Familienfeier!" vor ca. 2 Jahren habe ich die Familie Backes und den humorigen Schreibstil von Dany R. Woods schon kennenlernen dürfen. Nun bin ich endlich wieder bei meinen Freunden im Saarland und darf Jupp, Inge und Schiegermutter Käthe, die auch hier und da zur Ermittlungsarbeit heran gezogen wird, wieder über die Schulter schauen.
Die Recherche zum Todesfall von Beate gestaltet sich schwierig. Ausserdem kommen weitere Tote hinzu. Hängen die Todesfälle alle zusammen – und wenn ja wie? Der Spannungsbogen baut sich hier langsam auf und ich habe sehr gut miträtseln können. Bin aber dem Täter und seinem Motiv selbst nicht auf die Spur gekommen. Jupp, der seine Arbeit sehr ernst nimmt, seinen Spürsinn hier unter Beweis stellen kann und sogar sein Mittagessen schon mal ausfallen lässt, und Inge ziehen Stück für Stück ein Indiz nach dem anderen an Land und schlussendlich klärt sich alles für mich zufriedenstellend und schlüssig auf.
Die Protagonisten sind auch diesmal wieder sehr lebendig und zum Teil herzerfrischend komisch. Jeder hat sein Packerl zu tragen, wird menschlich sehr gut beschrieben und ich kann auch diesmal fast nur Sympathien verteilen.
Mir haben hier die einfließenden Worte aus dem Saarländischen sehr gut gefallen. Die "Übersetzung" finde ich zum einen in () direkt hinter dem zu erklärenden Wort. Aber auch in einem Saarland-ABC am Schluss der Geschichte. Die () waren mir hier etwas zuviel, weil sich die meisten Worte eh aus dem Zusammenhang ergeben oder aber nochmal im Glossar stehen.
Es hat ausserordentlich Spaß gemacht dem selbsternannten Ermittlertrio über die Schulter und ihnen bei der Arbeit zu zuschauen und auch in ihrem Alltag dabeisein zu dürfen. Kriminalistische Arbeit und humoristische Einlagen haben mich für ein paar Stunden sehr gut unterhalten. Ich hoffe, ich muss nicht allzu lange auf einen neuen Fall oder neue News aus Hirschweiler warten.
Rezensionen von Lotta:
Toller Ausflug in eine magische Welt, doch fliegt dem Held zuviel zu.
Nur Gisela sang schöner von Dany R. Wood
Dies ist der erste Band aus Maradaine. Vor dem Lesen sollte klar sein, dass die Geschichten in sich abgeschlossen sind.
Veranix Calbert ist gleichzeitig ein Student der Magie an der Universität von Maradaine und ein heimlicher Bekämpfer von Effite, einer Droge. Doch eines Tages stört er eine Übergabe und stielt das Diebesgut.
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Der Schreibstil entführt einen schnell in eine magische Welt, die nahezu komplett auf den Ort Maradaine begrenzt ist. Diese Stadt blüht dafür in den verschiedensten Farben. So werden die Straßen von Studenten und Straßengangs bevölkert. Gut ausgearbeitet sind die Unterschiede der Stadtteile.
Magie wird hauptsächlich in der Universität gelehrt, theoretisch wie auch praktisch. Ich finde es sehr schade, wenn an dieser Stelle Vergleiche zu Harry Potter gezogen werden, denn Gemeinsamkeiten gibt es meines Erachtens (außer, dass Magie im Spiel ist) nicht.
Den Großteil der Zeit begleitet man Veranix in seiner Perspektive und erfährt viel über sein Leben, nachts und auch tagsüber. Diese beiden Leben könnten unterschiedlicher nicht sein. Besonders gestört hat mich jedoch, dass Veranix ein Held ist, dem eindeutig zu viel zu fliegt. Es geht eigentlich immer alles gut, jeder hilft ihm (das Wort "Nein" kennt er wahrscheinlich nicht) und selbst wenn mal jemand nicht gut auf ihn zu sprechen ist, löst sich das recht schnell wieder in Wohlgefallen auf...
Insgesamt hat mir gerade die Stadt Maradaine und die Art und Weise, wie Magie hier vorkommt sehr gut gefallen. Aber Veranix hat wirklich zu viel Glück im Leben. So bewerte ich mit 3 von 5 Sternen und würde jedem, der einen Ausflug in eine außergewöhnliche Stadt sucht, dieses Buch empfehlen.
Rezensionen von begine:
Fesselnd
Mordsg'schicht von Julia Wallner
Die Autorin Julia Wallners Roman „Mordsg´schicht . Ein Fall für Ahnenforscherin Juliana Kallberger“ ist gut und interessant geschrieben. Für mich ein Muss, denn ich bin auch vom Ahnenforschungsvirus infiziert.
Juliana betreibt einen Blog mit ihrer Ahnenforschung. Sie und ihr Mann Georg sind in das Dörfchen Zwirnbach gezogen, in die Heimat Georgs.
Bei der Ahnenforschung findet sie bei den Vorfahren ihres Mannes einen Mann, der sich 1902. Durch den Eintrag im Familienstammbuch, stutzt sie und forscht jetzt nach anderen Verwandten, ob jemand mehr weiß. Langsam lernt sie immer mehr Familienmitglieder kennen. Die Personen werden alle mit verschieden Charakteren versehen. Ein wunderbares Puzzle wird zusammengesteckt.
Die Autorin versteht es blendend den Roman fesselnd zu schreiben. Wie sie diese Familie zusammen bringt, ist gut. Die Dialoge sind gut durchdacht. Ich habe diesen Roman mit Freude gelesen und kann ihn gerne empfehlen.
Rezensionen von niknak:
Überwindet Liebe alles?
Mordsg'schicht von Julia Wallner
Inhalt:
Julian ist ein echter Spätzünder was Mädchen angeht. Doch seine Welt wird aus den Angeln gehoben, als er Markus kennenlernt. Nur leider ist Markus der neue Mathematik Praktikant an Julians Schule und dadurch eine Beziehung nicht erlaubt. Schaffen die beiden es dennoch oder werden ihnen zu viele Steine in den Weg gelegt?
Mein Kommentar:
Ich lese zwischendurch sehr gerne Gayromane, da sie meistens eine total andere Art von Liebesromanen sind.
Und dies gefällt mir sehr gut. Es ist immer so eine Sache mit Erwartungen, aber „Herzflüstern“ hat mich in Hinblick dessen nicht enttäuscht.
Die Autorin hat einen humorvollen, lockeren und leichten Schreibstil, der den Leser ans Buch fesselt. Einmal angefangen konnte ich nicht mehr mit dem Lesen aufhören. Ich bin geradezu durchs Buch geflogen.
Die Geschichte ist aus der Ich-Perspektive von Julian geschrieben. Dadurch spielen vor allem seine Gefühle eine entscheidende Rolle. Ich hatte nicht das Gefühl, dass Markus Gefühlswelt dadurch zu kurz kam. Er ist in dieser Hinsicht später sehr offen gewesen.
Die Charaktere sind sehr schön beschrieben. Wobei man sagen muss, dass einige Nebencharaktere leider etwas flach wirken, so als würde nicht viel hinter ihren Figuren stecken. Bei den beiden Hauptcharakteren war dies jedoch überhaupt nicht der Fall. Sie wirken sehr gut ausgearbeitet, mit vielen Emotionen, einer eigenen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
Julian ist ein 17 - jähriger, unerfahrener Teenager. Dies merkt man auch immer wieder im Verlauf der Handlung. Er wirkt oftmals sehr verloren und unsicher, bei manchen Situationen auch überfordert und ängstlich. Er entwickelt sich im Laufe des Buches sehr weiter. Julian wird mental stärker und steht schließlich ein für das was er will. Er kämpft für seine Liebe und für seine Freiheit. Er lässt nicht mehr andere über sich bestimmen, sondern geht seinen Weg.
Markus Reiter studiert Mathematik auf Lehramt und absolviert gerade ein Praktikum auf Julians Schule. Er ist 23 Jahre alt und dadurch schon sehr viel erfahrener als Julian. Das gesamte Buch über ist Markus der Fels in der Brandung, der sichere Hafen für Julian. Aber auch Markus kann sich an Julian anlehnen, wenn er es braucht. Markus hat eine schwierige, jüngere Vergangenheit, weswegen er auch fast keinen Kontakt mehr zu seiner Familie pflegt.
Gerade Markus Vergangenheit sorgt immer wieder für Probleme in der jungen Beziehung von Julian und Markus. Markus nimmt die dominante Rolle in dieser Beziehung ein, vor allem deswegen, weil er älter und erfahrener ist als Julian. Ich war von Anfang an ein Fan der beiden, da sie so süß zusammen sind und sich einfach wunderbar ergänzen.
Im Buch kommen ein paar Sexszenen vor, die jedoch nur angedeutet wurden. Diese sind sehr geschmackvoll und prickelnd beschrieben. Man kann die Chemie und das Knistern zwischen den beiden geradezu spüren. Die erotischen Szenen sind nicht sehr häufig, nehmen jedoch eine wichtige Rolle im Buch ein. Sie sind ein wichtiger Meilenstein in der Beziehung der beiden.
Im Buch wird ein ernstes Thema eingebaut. Es zeigt auf, welche Schwierigkeiten und Probleme homosexuelle Paare in unserer heutigen Gesellschaft immer noch haben. Das Buch spielt in Deutschland und ich bin mir ziemlich sicher, dass das meiste in der Geschichte nicht wirklich überspitzt dargestellt wurde. Der Protagonist musste sich nach seinem „Coming-Out“ mit vielen Hindernissen auseinandersetzen, wie zum Beispiel: alltägliche Beleidigungen, Unverständnis, Ekel oder dass Homosexualität ansteckend sei.
Toleranz, aber noch viel wichtiger Akzeptanz, fehlt leider noch immer sehr in unserem Alltag. Jeder ist so perfekt, wie er ist. Dabei sollte es keine Rolle spielen, wen er/sie liebt, welche Hautfarbe er/sie hat, welcher Ethnie er/sie angehört, etc. Natürlich kann man auch nicht alle über einen Kamm scheren und viele akzeptieren Homosexualität als das was es ist, etwas völlig Normales.
Ich finde es auch sehr wichtig, dass innerhalb der Familie Akzeptanz und nicht nur Toleranz besteht. Familie ist etwas, wo man ganz man selbst sein kann und sich nicht zu verstellen braucht. Oftmals fehlt jedoch auch innerhalb dieses, scheinbar sicheren Umfeldes, die Akzeptanz oder auch nur das Verständnis dafür, dass jede/r lieben soll, den er/sie will.
Mein Fazit:
Mir hat das Buch unheimlich gut gefallen, gerade weil ein wichtiges Thema im Buch nochmals betont und aufgezeigt wurde. Ich weiß nicht, ob dies so von der Autorin gewollt war, aber wenn schon, dann hat sie es wunderbar gemacht. Als Leser wird man dadurch angeregt seine eigene Einstellung zu diesem Thema zu überdenken. Wenn es nicht gewollt war, hat die Autorin trotzdem einen guten Job gemacht, da sie unabsichtlich auf dieses Thema hinwies. Ich habe es sehr genossen das Buch zu lesen, bin aber ein wenig traurig, dass es schon zu Ende ist.
Ganz liebe Grüße,
Niknak
Rezensionen von niknak:
Die Rettung Alhambras?
Mordsg'schicht von Julia Wallner
Inhalt:
(Klappentext)
Die vier Freundinnen Beth, Cori, Tessa und Josie freuen sich auf ein erholsames Spa-Wochenende, um ihrem Alltag zu entfliehen und ihre eingerostete Freundschaft wieder aufleben zu lassen. Doch anstelle von Drinks und Whirlpool erwartet sie Alhambra, eine fremde Welt voller Gefahren, Magie und tapferer Krieger! Zu ihrem Entsetzen sind sie dazu auserkoren, diese Welt vor dem Untergang zu bewahren, was den Vieren mitunter gar nicht in den Kram passt.
Nur widerwillig machen sie sich auf ins Abenteuer und dabei müssen sie nicht nur gutaussehende Piraten, Lichtfresser und schlechtgelaunte Katzen überwinden, sondern sich auch ihren eigenen Schwächen stellen.
Wird ihre Freundschaft diese Prüfung überstehen?
Mein Kommentar:
Dies ist ein Sammelband der Reihe Warriors of Love. In diesem Buch sind alle 3 Bände vorhanden - Nebelschatten, Windschatten und Nachtschatten. Die einzelnen Bücher sind klar und übersichtlich voneinander getrennt. Man weiß als Leser sofort, dass nun ein Buch zu Ende ist, bzw. dass man nun mit einem neuen Buch beginnt.
Die Geschichte wird von den 4 Freundinnen Beth, Cori, Tessa und Josie erzählt. Dabei steht keiner von ihnen im Vordergrund, der Fokus ist gleichermaßen auf allen vier verteilt.
Die vier Freundinnen waren in ihrer Schulzeit sehr gut befreundet, aber mit der Zeit haben sie sich voneinander entfernt. Jede von ihnen hat ihre eigenen Ziele und Meilensteine. Und am Anfang kam es mir so vor, als hätten sie gar keine Gemeinsamkeiten.
Die vier Protagonisten sind keine "Superhelden", auch wenn sie als Wächterinnen von Alhambra, das Land retten müssen. Die wirken ziemlich realitätsnah. Auch sie hatten einige Rückschläge oder eine fehlerhafte Selbsteinschätzung, sodass sie sich entweder zu wenig zutrauten oder eben auch zu viel. Dies ist ein großer Pluspunkt an der Geschichte, da eben nicht immer alles glatt laufen kann.
Ich wurde leider nicht nie wirklich warm mit den Protagonisten. Obwohl sie eine solch emotionale Reise bewältigen, fehlt es, meiner Meinung nach, das gesamte Buch über an Emotionen.
Es gibt ein paar Sexszenen im Buch, aber auch bei diesen werden die Emotionen nicht gut transportiert. Die Szenen wirken kalt, unnatürlich und erzwungen. Schade.
Im Buch kamen einige humorvolle Szenen vor, die mir gut gefallen haben. Dadurch wirkte die Geschichte wieder ein wenig lebhafter und emotionaler. Leider hat dies auch nie sehr lange angehalten.
Beth, Cori, Tessa und Josie landen scheinbar durch Zufall in Alhambra. Oder war es Schicksal? Sie sind die Wächterinnen von Alhambra und sie müsse das Land vor seinem Untergang bewahren. Die Idee gefällt mir sehr gut, da normalerweise junge Teenager mit wenig Lebenserfahrung für solche Rollen auserkoren werden. Hier sind es jedoch alles Frauen, die mitten in ihrem Leben stehen und schon etwas erlebt haben. Mir der Umsetzung jedoch konnte ich mich nicht so ganz anfreunden.
Mein Fazit:
Die Idee finde ich sehr gut. Leider hat die Autorin nicht das volle Potential der Geschichte ausgeschöpft. Die Charaktere wirkten oft sehr kalt und emotionslos und auch bei vielen Szenen wurden die Emotionen für mich nicht spürbar.
Ganz liebe Grüße,
Niknak





