Kunden em pfehlungen
Rezensionen von dorli:
Wo ist Erkül Bwaroo?
Laundom. Hans und Greta, die Kinder des reichen Besenfabrikanten Sebastian Bleibtreu wurden entführt! Um den Kidnappern auf die Spur zu kommen, engagiert der verzweifelte Vater keinen Geringeren, als den berühmten Elfendetektiv Erkül Bwaroo.
Bwaroo begibt sich umgehend gemeinsam mit seinem guten Freund Dr.
Artur Heystings in das Haus des Fabrikanten. Hier erfahren die beiden, dass nicht nur Hans und Greta verschwunden sind, sondern auch das Stubenmädchen Lizzie vermisst wird. Dessen Posten wurde gerade neu vergeben – an Maja Behn. Maja ist eigentlich eine investigativ recherchierende Elfenjournalistin. Sie ist fest davon überzeugt, dass Lizzie ermordet wurde und bietet Bwaroo und Heystings ihre Unterstützung bei der Suche nach den Vermissten an. Die Ermittlungen laufen an, doch plötzlich muss Bwaroo in einer dringenden Angelegenheit die Stadt verlassen…
Ruth M. Fuchs verknüpft in ihrer Krimireihe rund um den Elfendetektiv Erkül Bwaroo gekonnt und sehr unterhaltsam Krimi mit Märchenwelt.
Mein erstes Abenteuer mit Bwaroo und schon nach wenigen Seiten bin ich von der Handlung und den Figuren gefesselt. Die Parallelen zu Agatha Christies Hercule Poirot sind unverkennbar - Ruth M. Fuchs hat ihren Ermittler mit all den Eigenarten und Besonderheiten, die Poirot ausmachen, ausgestattet: sie lässt Bwaroo genauso raffiniert agieren. Auch Bwaroo ist besonders stolz auf seine kleinen grauen Zellen und absolut überzeugt von seinen Fähigkeiten. Und auch er spricht mit französischem Einschlag. Selbst der Fall, den es hier zu lösen gilt, ist ähnlich verzwickt wie bei Christie und nicht leicht zu durchschauen. Irgendwie könnte jeder seine Finger im Spiel haben. Am Ende dann die verblüffende Auflösung, die der geniale wie exzentrische Detektiv vor den versammelten Akteuren präsentiert. Herrlich!
„Wo ist Erkül Bwaroo?“ hat mir sehr gut gefallen. Die Mischung aus Spannung, Märchen und Humor bietet von der ersten bis zur letzten Seite kurzweiliges Lesevergnügen.
Rezensionen von BarbaraM:
Ein toll aufgemachtes, spannendes und witziges Kinderkrimi-Abenteuer
Lauter Lauterbachs und die geheimnisvolle Saliera von Susanna Partsch; Andrea Schaller
Die drei Lauterbachs, Lisa, Levin und Laura, besuchen in den Sommerferien ihre Großeltern in Bayern. Doch bereits am ersten Tag machen sie gemeinsam mit Dackeldame Lilly eine geheimnisvolle Entdeckung und schon stecken sie mittendrin in einem ganz besonderen und spannenden Abenteuer. Die Kinder werden zu echten Detektiven und Dackeldame Lilly steht als echte Spürnase allzeit bereit.
Alle zusammen begeben sich auf die Suche nach der geheimnisvollen Saliera.
Mit ihrem Buch „Lauter Lauterbachs und die geheimnisvolle Saliera“ ist Susanna Partsch und Andrea Schaller ein spannender Kinderkrimi gelungen, der 2018 in der Edition tingeltangel auf 196 Seiten erschienen ist.
Das Buch ist einfach und flüssig zu lesen und für Kinder ab 9-10 Jahren geeignet. Schwierige Wörter werden innerhalb des Buches gekonnt geklärt und so macht das Lesen richtig Spaß!
Die Geschichte um die Lauterbachs und die Saliera weist viele schöne, spannende und witzige Ideen auf. Eine ganz wunderbare Mischung! Bemerkenswert sind die vielen Details, die in dem Buch stecken und die das Herzblut aufzeigen, mit dem die Autorinnen den Kinderkrimi verfasst haben.
Eine tolle Besonderheit sind auch die immer wiederkehrenden handgeschriebenen Randnotizen der vorkommenden Kinder und die Tatsache, dass der Kinderkrimi auf echten Tatsachen in Bezug auf einen Kunstraub im Kunsthistorischen Museum in Wien beruht. Das macht die gesamte Geschichte natürlich noch viel spannender und interessanter für den Leser.
Fazit: Wir sprechen eine absolute Kaufempfehlung aus, für Jungen und Mädchen ab 8 Jahren, die ein spannendes Abenteuer erleben wollen.
Wir würden uns auch sehr darüber freuen, wenn es eine Fortsetzung gäbe.
Wir vergeben für diesen Kinderkrimi 5 von 5 Sternen.
Rezensionen von skiaddict7:
Wunderschöne und hochinteressante Zeitreise
Ida von Katharina Adler
Katharina Adler hat mit diesem Buch die Geschichte ihrer Urgroßmutter Ida Adler-Bauer aufgearbeitet, die 1882 in Wien geboren ist. Ida Adler wurde als „Fall Dora“ in Sigmund Freuds Psychoanalyse bekannt. Das Buch umfasst ein halbes Jahrhundert an Idas Lebensgeschichte, beginnend im späten 19.Jahrhundert mit der ungefähr zwölfjährigen Ida.
Äußerst gekonnt spannt Adler den Bogen bis 1945. So erzählt sie Idas Lebensgeschichte als junges Mädchen, mit knapp achtzehn als die bekannte Patientin von Sigmund Freud, als Ehefrau und Mutter, und schließlich als Witwe, die während dem 2. Weltkrieg in die USA flüchtet.
Das Buch hat mich sofort ins Österreich vor dem ersten Weltkrieg versetzt. Ida wächst in Wien und Meran auf. Die Autorin verwendet häufig österreichische Ausdrücke, welche beim Lesen zur Authentizität beitragen. Das Leben von Ida hat mich gefesselt. Als Österreicherin und Ärztin fand ich das Buch von vielen Aspekten betrachtet hochinteressant. Der Schreibstil war sehr flüssig und fesselnd, allerdings umspannt das Buch knapp 500 Seiten und ist somit keine leichte Kost. Insgesamt habe ich es sehr gerne gelesen und fand es hochinteressant. Die Sitzungen bei Freud wurden sehr ausführlich beschrieben, was sich manchmal etwas langatmig hervortat. Ich habe nach diesem Roman auch vor, mich weiter mit Freud zu beschäftigen, und mich durch die Quellenangaben des Buches zu arbeiten. Ich kann dieses Buch für interessierte der genannten Themen sehr empfehlen, von mir gibt es 4.5 Sterne.
Rezensionen von Maria D?rfler:
Schnelles Vergessen
Der Abgrund in dir von Lehane Dennis
Nach den ersten Seiten habe ich mir ziemlich viel erwartet von dem Buch. Ich habe es auch relativ schnell weitergelesen - was ich an sich für eine Qualität halte. Aber im Laufe des Lesens wurde es immer flacher, langweilig, die Verwicklungen recht künstlich, viel Action ohne inneren Zusammenhang. Die Sprache hat mir absolut nicht gefallen.
Und - und das erscheint mir besonders negativ - ich habe es sofort vergessen. Heute schreibe ich die Rezesion, nach dem Lesen hatte ich absolut keine Motivation dazu und heute musste ich wirklich nachlesen, um mich zu erinnern.
Maria Dörfler
Rezensionen von I.weilharter@ais-jugend.at:
Ab Mitte gibt's Spannung pur...
Der Abgrund in dir von Lehane Dennis
Lehanes Roman ließ mich irritiert, ja etwas orientierungslos, zurück. Natürlich ist er sehr schön und spannend geschrieben, nur, was habe ich gelesen: die Lebensgeschichte einer Neurotikerin mit schwierigem Familienhintergrund, die Geschichte einer jungen Frau auf der Suche nach ihrem Vater oder doch einen handfesten, spannender Psychokrimi?
Lehane scheint sich nicht entscheiden zu können, zu viele verschiedene Handlungsstränge werden aus meiner Sicht uns hier dargebracht.
Schade, dadurch wirkt der Roman etwas sprunghaft und in sich nicht schlüssig.
Richtig spannend wird es dann ab Mitte des Buches, als Lehane sich entschließt, aus seinem Plot einen Psychothriller herauszuarbeiten. Zu diesem Teil des Romans kann man ihn nur beglückwünschen! Das ist Spannung pur auf hohem erzählerischem Niveau!
Rezensionen von simone.h1:
Anders
Bis ans Ende, Marie von Barbara Rieger
Die namenlose Ich-Erzählerin lässt uns an ihrem Leben als junge ungebundene Studentin teilhaben, das sich um elterliche Fürsorge, Ausbruch und vor allem um Marie dreht. Es ist eine rasante Erzählung rund ums eigenständig sein, Freundschaften, Obsession, Drogen, Partys und Selbstkontrolle. In diesem Rahmen entwickelt sich eine rauschartige Geschichte, in der Realität und Fiktion teilweise verschwimmen lässt.
Besonders macht dieses Buch aus meiner Sicht die fast gehetzte Sprache und die toll konstruierten psychologischen Aspekte.
Es handelt sich um ein ganz besonderes Buch, dass für alle lesenswert ist, die skurrile, nachhaltige Erzählungen mögen und Interpretationen lieben. Mir persönlich war es dann doch ein Hauch zu viel Interpretationsspielraum, weshalb ich 4 Sterne vergebe. Ich werde dieses Buch aber definitiv noch lang in Erinnerung behalten und auch noch einige Stunden darüber grübeln.
Rezensionen von manu63:
Kieler Helden
Kieler Helden von Kay Jacobs
Kieler Helden ist ein historischer Kriminalroman des Autors Kay Jacobs, der die Leser in das Jahr 1916 entführt. Nicht zum ersten Mal lässt er seinen Protagonisten Josef Rosenbaum agieren, aber die Geschichte ist so aufgebaut, dass man den Roman gut lesen kann ohne die Vorbände zu kennen.
An einem Fähranleger wird eine Leiche gefunden, es handelt sich um Dr.
Althoff der Oberarzt der
Akademischen Nervenklinik ist. Mysteriös sind die Umstände seiner Tötung, doch als eine weitere Leiche auftaucht ergeben sich für Kriminalkommissar Rosenbaum und seine Assistentin Hedi Spuren welche die Ermittlungen voranbringen.
Der Schreibstil der Autors ist eher ruhig und gleichmäßig, es ist kein nervenzerfetzender Thriller sondern ein gut aufgebauter Krimi der durch die verschiedenen Handlungsstränge den Leser neugierig hält. Der Täter offenbart sich dem Leser zwar früh, aber dennoch wollte ich unbedingt wissen warum diese Taten erfolgten und wie sie zusammen hängen. Die Charaktere und das Zeitgeschehen wirken stimmig und vermitteln ein gutes Bild der damaligen Zeit. Der Krieg dringt in alle Bereiche immer mehr vor und hinterlässt überall seine Spuren. Das Grauen an der Front hat der Autor geschickt durch Feldpostbriefe eingebunden und auch die damaligen Behandlungsmethoden werden erläutert. Insgesamt ein Krimi der mir gut gefallen hat und der auf keiner Seite gelangweilt hat oder langatmig war.
Rezensionen von manu63:
Mordsmäßig angefressen
Mordsmäßig angefressen von Saskia Louis
Der vierte Band der Romane rund um Louisa Manu trägt den Titel Mordmäßig angefressen und in dieser Geschichte von Saskia Louis stolpert Lou mal nicht selber über eine Leiche, sondern ihre Schwester Emily. Diese hat zusammen mit Finn, einen Bruder von Lous Freund, nachts den Zoo unsicher gemacht und dabei glauben beide gesehen zu haben wie eine Leiche fortgetragen wurde.
Sie bitten Louisa doch mal Ermittlungen aufzunehmen, weil sie ihr nächtliches Abenteuer schlecht dem Bruder von Finn beichten können. Als am nächsten Tag eine angefressene Leiche aus dem Rhein gefischt wird macht sich Louisa erst mal widerwillig auf den Weg in den Zoo. Doch dann fasziniert sie der Fall und muss dann erleben wie ihre Rechercheversuche immer wieder von Rispo sabotiert werden.
Die Autorin erzählt auf heitere und beschwingte Art die Ermittlungen von Louisa und bringt mich immer wieder mit ihren witzigen Dialogen zum Lachen. Wobei mir einige der Nebencharaktere doch ein wenig zu schrill werden, da wäre weniger mehr. Louisa Gefühlswelt und das Chaos darin werden gut erzählt und auch Rispo gewinnt weiter an Form. Die Auflösung des Falles hat mir sehr gut gefallen und ich freue mich schon auf weitere Abenteuer von Lou und ihren Freunden und Familie.
Der Schreibstil selber ist flüssig und gut lesbar und die Bücher insgesamt einzeln lesbar, wobei der größere Lesegenuss kommt wenn man die Bücher der Reihe nach liest. Auf jeden Fall vergnügliche Lektüre die etliche Stunden Lesevergnügen bringt.
Rezensionen von dorli:
Commissario Pavarotti kam nie nach Rom
Commissario Pavarotti kam nie nach Rom von Elisabeth Florin
Meran. Am Pool eines Luxushotels wird das Ehepaar Santer erschossen aufgefunden. Lex Santer war Mitinhaber einer Agentur für Fondanalysen mit Sitz in Königsstein im Taunus, seine Frau Anna eine Schriftstellerin, deren neues Buch in Kürze auf den Markt kommen sollte. Die Ermittlungen führen Commissario Pavarotti nach Deutschland, weil Mauscheleien in Lex’ Agentur als Motiv für den Doppelmord angenommen werden.
Am Frankfurter Hauptbahnhof trifft Pavarotti auf Lissie von Spiegel – Co-Ermittlerin in früheren Fällen und nach wie vor seine große Liebe. Als Lissie hört, um wen es sich bei den Toten in Pavarottis neuem Fall handelt, ist sie entsetzt, war doch Anna nicht nur eine Kollegin, sondern auch eine gute Freundin von ihr…
„Commissario Pavarotti kam nie nach Rom“ ist bereits der vierte Fall für den italienischen Kriminalkommissar Luciano Pavarotti – für mich war dieser Krimi die erste Begegnung mit dem ruppig wirkenden Commissario. Auch wenn Vorkenntnisse aus den vorherigen Bänden für das Verständnis dieses Krimis nicht vonnöten sind, haben mir die Hintergründe zu dem angespannten Verhältnis zwischen den Ermittlern gefehlt. Ich halte es daher für ratsam, die Fälle in der richtigen Reihenfolge zu lesen, da das Wissen über die vorherigen Ereignisse sowie die Entwicklung der Figuren den Lesegenuss dieser spannend erzählten Geschichte sicherlich noch erhöhen.
Elisabeth Florin hat einen flüssig zu lesenden, fesselnden Schreibstil - schnell ist man mittendrin in einem Strudel aus gegenwärtigen und vergangenen Ereignissen und erlebt nicht nur die Ermittlungen, sondern auch die persönlichen Probleme sowie das Miteinander und Gegeneinander der Akteure hautnah mit. Besonders das Zusammenspiel zwischen Pavarotti und Lissie ist spannend, weil sie in seinen Augen durchaus als Täterin in Frage kommt.
Die Autorin wartet in diesem Krimi mit einem sehr interessanten Thema auf. Es geht um die Rattenlinien – so werden die Fluchtrouten bezeichnet, über die NS-Verbrecher nach dem Zweiten Weltkrieg nach Übersee entkamen und sich so einer strafrechtlichen Verurteilung entzogen. Südtirol wurde häufig als Zwischenaufenthalt und als Sprungbrett in ein neues Leben genutzt, hier wurde es den Nazi-Schergen leicht gemacht, sich neue Ausweise und damit eine neue Identität zu besorgen.
„Commissario Pavarotti kam nie nach Rom“ hat mir sehr gut gefallen – ein abwechslungsreicher Krimi, der kurzweilige, spannende Unterhaltung bietet.
Rezensionen von Gudrun7:
Harte Kost, die zum intensiven Nachdenken anregt und so ein oder anderes, das angeblich wichtig zu sein scheint, unwichtig werden lässt.
Commissario Pavarotti kam nie nach Rom von Elisabeth Florin
Die Farbgebung des Covers und die Abbildungen sind absolut stimmig. Der bewölkte Himmel, die Blickrichtung der Frau, die dort hinter, bzw. vor der Umzäunung steht, weisen auf die Grundstimmung des Inhaltes hin und machen neugierig auf die Historie, die sich dahinter verbirgt.
Der Autorin gelingt es scheinbar federleicht, den Spagat zwischen der damaligen Politik mit den sich daraus ergebenden Konsequenzen für die Welt generell und einer Liebesgeschichte, die zudem auch vortrefflich die vorherrschenden Geschlechterrollen aufzeigt, zu bewältigen.
Diese Symbiose erschafft ein umfängliches Bild, das aus gut erläuterter Realität und spannend dargestellter Fiktion ein Ganzes macht.
Die Thematik, die einen nicht mehr loslässt, führt dazu, dass der Leser innehält und reflektiert.
Die Charaktere wirken äusserst authentisch und man kann sich in deren Gedankengänge und Reaktionen hineinversetzen.
Oft ist es mir hier passiert, dass ich dem ein oder anderen am liebsten in den Hintern getreten hätte oder aber andererseits zu Hilfe gekommen wäre.
Die Geschichte wird durch die Erzählung der unterschiedlichen Mitwirkenden und deren jeweiligen Erlebnissen und Sichtweisen aufgerollt. So erhält man als Leser ein umfassendes Bild des Geschehens, das mehr und mehr ein Ganzes ergibt.
Bei diesem Buch möchte ich weniger von Spannung sprechen, da es durch die dargestellten Grausamkeiten, die die Vorkriegs- und die Kriegszeiten mit sich bringen für mich zu banal ausgedrückt wäre. Ich würde sagen, die Geschichte, also hier sowohl die reale Historie wie auch die Fiktion lassen einen durch die gekonnten Erläuterungen nicht mehr los. Man muss doch das ein oder andere Mal innehalten, um die schwere Kost sacken zu lassen, aber, das ist bei dieser Thematik auch angebracht. Hier lässt sich umfängliche Recherchearbeit erkennen, die hervorragend umgesetzt wurde.
So, wie die Szenerien erläutert sind, kann man als Leser die Emotionen, die die unterschiedlichsten Schattierungen abdecken, mitfühlen und die sich daraus ergebenden Reaktionen begreifen.
Die Autorin versteht die gekonnte Abwechslung zwischen detailgenauer Erzählung und grober Berichterstattung. Hierzu bedient sie sich beispielsweise an Briefen, die ein Großes und Ganzes bestimmter Zeitabschnitte darstellen. So bleibt der Lesefluss in Gang und zudem erhält man ein vollkommenes und lebhaftes Bild, das die Geschehnisse authentisch und interessant widerspiegelt.
Durch die unterschiedlichen Darstellungen werden die Ereignisse gerade in der Kriegszeit sowohl der Daheimgebliebenen wie auch von denen, die auf dem Feld sind, aufgerollt und miteinander erzählt. Somit kann man sich die verheerenden Auswirkungen eines Krieges genauestens vor Augen führen.
Es wird auch sehr deutlich, wie festgefahrene Rituale, die gerade in der Höheren Gesellschaft das sogenannte Überleben sicherten, oft ohne Rücksicht auf Verluste durchgesetzt werden und was diese alles für erhebliche Auswirkungen wie auch Intrigen oder Ränkespiele nach sich ziehen.
Wie die Autorin zu guter Letzt auch noch schreibt, war es ihr wichtig,
"über mutige Menschen zu berichten" (Zitat)
und das ist ihr voll und ganz gelungen.
Ebenso verhält es sich damit, dass sie darstellen wollte, wie damals die neuen Medien Fotografie und Film, die erstmals während eines Krieges zu Propagandazwecken eingesetzt wurden, zu schreiben. Auch hinsichtlich dieser Thematik und auch einiger weiterer ist ihr die Aufklärungsarbeit in Gänze gelungen.
Als auch noch am Ende des Buches klar wird, dass weitaus mehr fiktive Geschehnisse an wahre Begebenheiten angelehnt wurden, als gedacht, wirkt das Ganze nochmal intensiver.
Hinzu kommt, dass die Geschichte mit diesem Buch nicht ihr Ende finden soll, sondern dass hier auf ein weiteres gehofft werden darf.
Mein Fazit: Harte Kost, die zum intensiven Nachdenken anregt und so ein oder anderes, das angeblich wichtig zu sein scheint, unwichtig werden lässt.








