Kunden em pfehlungen
Rezensionen von pandas_bücherblog:
Super empfehlenswert!
Mein erstes Sachen suchen Wimmelbuch: Meine Welt von Maria Höck
Das Cover ist süß gestaltet und gibt bereits einen kleinen Einblick darauf, was einem im Buch erwartet.
Was mir im Vergleich zu vielen anderen Wimmelbüchern positiv aufgefallen ist, ist, dass die Illustrationen nicht überladen sind, was mir sehr wichtig war. Mir ist nämlich aufgefallen, dass meine Tochter schnell das Interesse verliert, wenn sie der Inhalt überfordert.
Was mir ebenfalls gefallen hat, waren die alltäglichen Situationen, weil sich meine Tochter damit super identifizieren konnte. Seien es Situationen beim Einkaufen, beim Spielen oder im Kindergarten. Sie geht zwar erst nächstes Jahr in den Kindergarten, findet aber den Alltag und die vielen verschiedenen Kinder dort total spannend. Im Gegensatz zu anderen Wimmelbüchern (und wir haben einige davon), wird das Buch regelmäßig von ihr in die Hand genommen.
Fazit:
Endlich mal ein Wimmelbuch, das nicht überladen ist und schöne, alltagsnahe Situationen zeigt. Von uns gibt es eine klare Empfehlung.
5/5 Sterne
Rezensionen von Ruth:
Schuld und Verdrängung
Abschiedssommer von Jochen Missfeldt
Der titelgebende Abschiedssommer ist der Sommer 1959. Der 18jährige Gustav Hasse, Alter Ego des Autors, verbringt ihn größtenteils auf einem Campingplatz an der Geltinger Bucht. Abends spielt er am Piano mit seiner Schülerband „Die Flamingos“ in der „Neuen Harmonie“. Mit Swing und Rock‘n‘Roll heizen sie den Jugendlichen ein.
Neben der Musik ist ihm Johanna wichtig, Freundin schon seit Kindheitstagen. Nun sind die beiden ein Paar, doch im Moment steht eine Ohrfeige zwischen ihnen. Gustav hat aus Eifersucht zugeschlagen und nun weiß er nicht, wie er sich verhalten soll.
Es sind vordergründig typische Probleme Jugendlicher, das alles aber vor dem zeitgeschichtlichen Hintergrund. Das Ende des Krieges liegt zwar schon 14 Jahre zurück, doch die Auswirkungen der Nazi-Zeit sind noch überall spürbar; sie sind v.a. präsent in den Seelen und Köpfen der Figuren. Jeder ist geprägt davon. Gustav selbst ist Vollwaise, lebt seit Jahren bei seiner Tante Gret in Solsbüll. Sein Vater fiel schon im August 1941 in Russland, seine Mutter starb bei einem Bombenangriff auf Hamburg. Johanna stammt ursprünglich aus Königsberg. Gemeinsam mit ihrer Mutter Claude und Großmutter Agnes strandete sie im April 1945 in Flensburg. Diese Stadt im äußersten Norden Deutschlands und weitab von der anrückenden Roten Armee war Ziel zahlreicher Flüchtlinge. Innerhalb weniger Monate hatte sich die Einwohnerzahl von 45.000 auf über 100.000 erhöht.
Besonders bewegend ist das Schicksal von Lidia. Gustav hat sie vorigen Sommer im „Kinderschiff“ , einem Erholungsheim für Kinder an der Geltinger Bucht, kennengelernt. Lidia ist ein sog. „Suchkind“, wie es zu Kriegsende viele gab. Kinder, die durch Flucht und Vertreibung von ihrer Familie getrennt wurden; sie kannten oft ihren Namen nicht und waren ohne Papiere. Organisationen wie der Suchdienst des Deutschen Roten Kreuzes versuchten die Kinder mit Hilfe von Fotos und Suchmeldungen in den Zeitungen und im Rundfunk wieder mit ihren Eltern oder Verwandten zusammenzubringen.
Flensburg ist aber nicht nur das Ziel derer, die unter den Folgen von Nazi-Herrschaft und Krieg leiden. In Flensburg hatte nach Hitlers Tod dessen Nachfolger Großadmiral Dönitz zwei Wochen lang seinen Regierungssitz, bis die Engländer die Regierung auflösten und Dönitz verhafteten.
Und hierher war auch Gerhard Fritz Hensel, ein Maler aus Dresden geflüchtet, der sich später mit seinen Gemälden v.a. in Norddeutschland einen Namen machte. Hensel war Gustavs Kunstlehrer an der Goethe- Schule. Jahrzehnte später erst muss Gustav von einem alten Freund erfahren, wer dieser Hensel tatsächlich war: Der Schwager des Lagerkommandanten Höß, der die Familie Höß in Auschwitz besucht und dort gemalt hat. Gustav ist schockiert und fragt sich, warum er davon nichts gewusst hat. „ Das deutsche Thema“, meint der Freund.
So lauert hinter vielem noch die dunkle Vergangenheit, das zeigt Missfeldt auch symbolisch an einem Geschirrservice, das Lidia bei Gustav deponiert. Die Teller sehen von oben wie ganz normale Teller aus. Dreht man sie aber um, erkennt man das Hakenkreuz auf der Rückseite.
Missfeldt fängt außerdem sehr gut die Atmosphäre jener Zeit ein. Da wird „Kikeri“ getrunken, die Damen werden nach den Tanzveranstaltungen von den Herren nach Hause gebracht, wo hinter den Fenstern schon die besorgten Eltern lauern. In den Buchhandlungen liegt der neue Roman von Günter Grass.
Wichtiger aber ist dem Autor zu zeigen, wie stark dies eine Zeit des Verdrängens und Verschweigens war. Gustav ist neugierig, will die Vergangenheit kennen, bekommt auf Nachfragen aber immer nur gesagt, er solle die alten Geschichten ruhen lassen. „Lass uns nicht ungemütlich werden, Gustav. Wir wollen es doch schön haben.“
Joachim Missfeldt packt seine Erzählung in eine Rahmenhandlung. Der alt gewordene Gustav muss sich einer Operation unterziehen. Auf die Frage, wie lange es wohl dauert, bis er wieder aufwacht, antwortet ihm der operierende Professor: „Da passt ein Roman rein, wenn Sie so wollen.“ Und diesen Roman lesen wir hier. Das ermöglicht dem Erzähler, der sich narkotisiert erinnert, einige literarische Freiheiten. So finden sich in dem ansonsten realistischen Text fantastische Einschübe, wie eine Nils Holgersson nachempfundene Reise mit einer Möwe, in der Gustav aus der Vogelperspektive beobachtet und beschreibt. Die Fluchtgeschichte von Claude wird uns in Form einer nachgestellten Theaterszene dargeboten. Gedichte, Tagebucheinträge und Informationen zur Historie durchbrechen den Plauderton des Buches. Immer wieder mischen sich die verschiedenen Zeitebenen, Fakten und Erfundenes. Das ist raffiniert konstruiert, teilweise originell, aber auch anstrengend zu lesen und erschwert eine Nähe zu den Figuren.
Dagegen vermag der Autor mit poetischen Naturbeschreibungen zu überzeugen. Hier spürt man die Liebe Missfeldts zu seiner norddeutschen Heimat. Musik ist ein durchgängiges und verbindendes Element im Roman, auch das zählt zu den positiven Aspekten.
So ist „Abschiedssommer“ ein kluger und eigenwilliger, nicht durchweg überzeugender Roman über Schuld und Verdrängung.
„Abschiedssommer“ ist der abschließende Teil eines Romanzyklus, in dem Joachim Missfeldt von Gustav und seiner Familie und von den Bewohnern des fiktiven Örtchens Solsbüll erzählt, doch das Buch lässt sich als eigenständiges Werk lesen. Mag sein, dass der ein oder andere Lesende neugierig geworden ist auf die Vorläufer, falls er sie noch nicht kennt. Bereits 1989 ist sein großer Familienroman „Solsbüll“ erschienen ( 2017 kam eine überarbeitete Neuausgabe heraus ), gefolgt von „Gespiegelter Himmel“ ( 2001) und „Steilküste“ ( 2005 ).
Mit „Abschiedssommer“ verabschiedet sich nun der Autor vom Schreiben. Ideen hat er, nach eigenem Bekunden noch einige, aber mit 85 Jahren ist seine Kraft und seine Lebenszeit eingeschränkt.
Rezensionen von Ele:
Nichts ist gut
Tutto bene von Laura Wagner
Tutto bene, Hipster-Roman von Laura Wagner, EBook, DUMONT Verlag
Modern erzählter Roman in moderner Sprache
Emma hat mit ihrer Familie kaum Kontakt, die Mutter trifft sie an Weihnachten, vor allem mit dem Vater hat sie den Kontakt abgebrochen. Sie hat Essstörungen, ist alkoholabhängig und hat ihr BWL-Studium abgebrochen.
Sie jobbt in einem Berliner Späti. Dort räumt sie Regale ein und verkauft Süßigkeiten und Softgetränke. Na, eben alles tutto bene. Da erscheint Ingrid, eine schlagfertige und mit allen Wassern gewaschene 15jährige, die dem Zocker, Energy-Drink-Trinker und Schoko-Junkie Udo und vor allem Emma zeigt, wie der Hase läuft.
Ganz langsam schleicht sie sich vor allem in Emmas Herz und das ist auch nötig, denn Emma alleine bekommt nicht einmal eine neue Beziehung, mit dem „Matrosen“ so richtig auf die Reihe.
Das Buch besteht aus kurzen intensiven Kapiteln. Geschrieben durchaus bildhaft, sehr flüssig, manchmal ging es mir etwas zu schnell. Vor allem in moderner Jugendsprache verfasst, vermischt mit Berliner Slang. Einige Worte und Bedeutungen musste ich nachschlagen, weil ich keine Ahnung hatte. Ja ich gebe zu es ist nicht meine Generation in der dieses Buch spielt, doch ein Buch in zeitloser Sprache kann bestehen, das wird in hundert Jahren noch verstanden, ich kann mir nicht vorstellen, dass etwas das heute cheesy oder goofy ist, in 100 Jahren nicht, nur noch belächelt wird. Es handelt sich also hier um ein Buch für eine kurze hippe Phase die in ein, zwei Jahren gar nicht mehr verstanden wird oder längst überholt ist. Ich könnte mir vorstellen, dass Leser, ab Generation Z aufwärts, das Buch schätzen, Ich bin wohl schon zu alt dafür.
Durchaus verstanden jedoch habe ich die Probleme der Protagonistin. Sie ist lebensunfähig, hält sich von ihrer Mutter weitestgehend fern, mit dem Vater hat sie vollständig gebrochen, was ich durchaus nachvollziehen kann. Sie säuft sich jeden Tag völlig zu, sie raucht zu viel, prokrastiniert und hat eine Essstörung. Sie ist nicht bindungsfähig, denn das macht sie sich selber kaputt, zum Glück gibt es da den „Matrosen“ der viel Verständnis und Einfühlungsvermögen für sie hat, denn kaum hat er mal keine Zeit, dann macht sie parallel mit dem Jäger rum. Manchmal habe ich mich gefragt wer die 15jährige ist, Emma oder Ingrid? Denn Ingrid schafft es, dass Emma ihr Leben nochmal resetten kann.
Die Personen sind allesamt ganz ok. Udo, Leo, Ali, mein Lieblingscharakter war Ingrid, die 15jährige die, der Mitte 20jährigen das Leben erklärt. Sie bekocht und an der Hand nimmt wie eine Mutti. Ja und Leo, der Matrose an dessen Stelle ich mir längst eine andere Freundin gesucht hätte.
Emma fand ich unsympathisch, chaotisch unselbständig und larmoyant.
Hatte das Buch schnell gelesen, Empfehlung für die o.g. Zielgruppe.
Von mir 2,5 wo nötig 3 Sterne
Rezensionen von nuean:
Wenig Gefühl und schwierige Dialoge
Keeper of my loving Heart von Sarah Herbst
Lara will sich in ihrem neuen Job beweisen. Als Neuling im PR Team der deutschen Fußballnationalmannschaft und Tochter des Pressesprechers hat sie keinen leichten Stand. Aber sie soll den Torwart Alex König auf Spur bringen. Denn auch wenn es sportlich genial ist, ist sein Benehmen das Gegenteil. Als seine Aufpasserin begleitet Lara ihn überall hin und das sorgt für viel Zündstoff.
Schon die ersten Seiten in dem Buch haben mich nicht besonders abgeholt. Ich mochte die Sprache nicht wirklich und auch die Charaktere haben mich nicht für sich eingenommen. Auch das Setting in Deutschland war für mich schwierig. Denn anstatt Alex König hatte ich immer Manuel Neuer vor Augen. Es wird aus beiden Sichten erzählt. Alex der arrogante Überflieger, der denkt er wäre unverzichtbar und Lara, die sich pausenlos beschwert. Ich fand beide sehr pubertär und gegen Ende waren meine Sympathien noch eher bei Alex als bei Lara. Es entwickelt sich auch nicht wirklich was zwischen den beiden. Für mich waren sie eher Enemies, die nie Lover werden. Dann noch die Themen wie Tierschutz, veganes Leder, das war für mich sehr gewollt. Klar war es süß, wie Alex mit dem Hund umgegangen ist, das hat ihn mir auch sympathischer gemacht, aber ob es so realistisch ist, während der WM solche Termine zu haben. Ich bin kein Mensch, der Bücher abbricht, deswegen habe ich es bis zum Ende durchgezogen. Aber unterhalten hat es mich leider nicht. Aber das Cover ist sehr schön.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Dagmar Pfleger:
Starker Anfang - "starke" Spannung - starker Abfall
Popóm von Johanna Sebauer
Sebauer katapultiert die Lesenden mit einem starken Anfang in die Handlung, sodass man das Buch gar nicht mehr weglegen möchte. Gleich auf der ersten Seite ist ER da. Hendrik meint, sich in diesem "ER" als älteres Ich wieder zuerkennen - und hofft auf Hilfe, die er als in einer Lebenskrise steckender junger Mann dringend nötig hat.
Die Fragen, die sich mir stellten, waren: hatte Hendrik die Erwartung, dass "ER" seine Probleme lösen könnte? Oder war es vor allem Neugierde? Oder doch eher Hilflosigkeit, Orientierungslosigkeit? Oder alles? Er wirkt verloren, auch antriebslos. Und was passiert letztendlich? Eigentlich recht wenig! Auf der lesenden Suche nach einer ebenso starken Lösung für mich als Lesende fühlte ich mich dann doch etwas im Regen stehen gelassen. Am Beginn so spannend ... und dann doch eher gelangweilt könnte man vielleicht über Folgendes nachdenken: wer war "ER" wirklich? Eine imaginäre Vorstellung von Hendrik? Phantasie? Ein Gedankenkarussell? Welche Gedanken hatte Sebauer selbst noch? Wie würde sie über diese Überlegungen denken? Ich hätte doch einige Fragen an sie. Tatsache ist: am Ende hätte ich mit einfach mehr erwartet.
Rezensionen von Krani:
Überraschend
Das habe ich wegen dir getan von John Lanchester
Kate und Jack sind seit über zwanzig Jahren verheiratet. Nach Jacks Tod erscheint eine Fernsehserie, aus der hervorgeht, dass er mit der Drehbuchautorin ein Verhältnis hatte. Aber das ist erst der Anfang.
Die Geschichte ist klug konzipiert und toll erzählt. Sie beginnt wie ein ganz normales Leben, entfaltet sich langsam und wird immer gemeiner, bis zum Schluss.
Da passt dann eins zum anderen.
Die Gefühle der Witwe, die sich im Nachhinein betrogen sieht, werden erschütternd und lebensnah geschildert. In Kate kann man sich gut hineinversetzen. Ihre Gegenspielerin, die Drehbuchautorin Phoebe, ist erheblich unsympathischer und schwerer zu verstehen. Doch die Geschichte ist zu komplex, als dass klare Sympathien möglich wären.
Eine wirklich gemeine Rachegeschichte, mitten aus der heutigen Zeit, die immer wieder überrascht.
Rezensionen von Gavroche:
Wo ist Malin?
Deine Zeit wird kommen von Carl-Johan Vallgren
Björlind ist vor einiger Zeit mit seiner Frau Maria und seiner Tochter Malin nach Falkenberg gezogen, raus aus der Großstadt. Aber dann erkrankt seine Frau und stirbt und Björlind muss mit der 17jährigen Malin alleine weitermachen, was ihm sehr schwer fällt. Er sieht Maria immer noch vor sich, führt fiktive Gespräche mit ihr und trauert stark.
Die Leiche einer unbekannten, jungen Frau in Malins Alter wird im Fluss gefunden. Nackt, kahl geschoren und abgemagert. Wer hat ihr das angetan? Zur Unterstützung wird die Kommissarin Johanna aus Stockholm hinzugerufen. Gezeichnet mit einer langen Narbe im Gesicht und einer schwierigen Vergangenheit - beide Ermittler haben es also nicht leicht und das macht für mich diesen Thriller so typisch schwedisch, im positiven Sinne.
Als Malin verschwindet eskaliert alles. Die Spannung wird langsam gesteigert und durch die wechselnden Perspektiven ist man immer einen kleinen Schritt voraus, aber mehr auch nicht.
Die Auflösung am Ende passte gut und ich hoffe, es wird weitere Fälle mit diesem Team geben.
Rezensionen von vianne:
Ich musste das Buch abbrechen…
Die dem Echo trotzen von Ferro Frost
Ich tue mich immer wirklich unfassbar schwer, Rezensionen mit weniger als drei Sternen zu geben. Denn natürlich ist auch immer total viel Arbeit und Schweiß und vielleicht auch Tränen in so ein Buch geflossen, aber ich steh auch dafür, dass meine Rezensionen immer ehrlich sind und deshalb kann ich leider wirklich nicht mehr als einen Stern geben.
Das Buch habe ich über eine Leseprobe entdeckt und zunächst fand ich es auch sehr spannend. Der Einstieg war direkt sehr packend. Der Schreibstil hat mich mitgerissen, da er so offen und humorvoll war aber leider musste ich schließlich das Buch abbrechen, da ich mich einfach nicht mehr durchringen konnte weiterzulesen.
Die Geschichte spielt aus der Perspektive von drei Hauptcharakteren. Dabei sind die einzelnen Kapitel auch relativ gut strukturiert und man erkennt immer sofort aus wessen Sicht das Kapitel spielt, nicht zuletzt auch durch kleine Symbole am Anfang jedes Kapitels.
Ein Schlüsselbund für Ria, ein Degen für Vico und ein Dolch für Nobu.
Zunächst dachte ich einfach nur, ich muss der Geschichte einfach eine Chance geben. Manchmal dauert es eben länger in eine Geschichte reinzukommen, die ganzen Begriffe und Beziehungen zwischen Personen zu verstehen, aber es wurde und wurde einfach nicht besser, gerade auch weil es total viele Personen gab.
Ich hab ja nichts dagegen, wenn Geschichten viele Charaktere haben. Aber dadurch, dass in diesem Buch die Geschichte schon auf drei Hauptcharaktere gesplittet wurde und jeder Hauptcharakter wieder mindestens 20 Bekannte hatte (so kam es mir leider wirklich vor), die gefühlt auch echt oft vorgekommen sind, hab ich einfach nie richtig den Überblick gehabt.
Ich fand, es gab auch oft wörtliche Rede, ohne dass ich die wörtliche Rede wirklich zu einer Person zuweisen konnte.
Wahrscheinlich lag das aber einfach daran, dass ich nicht zuordnen konnte, wer sich gerade wie und in welcher Position im Raum befindet.
Was ich zunächst und anfänglich des Lesens noch als sehr packenden und humorvollen Schreibstil wahrgenommen habe, wurde aber auch irgendwann nur noch überladen. Jeder zweite Satz war dann irgendwie eine Metapher. Begrifflichkeiten haben sich wiederholt, zum Beispiel „ihm den Finger zeigen“. Auch wurde mir das ganze irgendwann zu einfach geschrieben und Dinge wurden zum Teil soweit umschrieben, dass sie gleichzeitig wieder total plump und ohne jegliche Tiefe wirkten.
Es tut mir wirklich leid. Ich hatte gedacht, die Geschichte würde sich vielleicht noch in eine Richtung entwickeln, die mir gefällt, aber es war einfach zu viel.
Zu viele Namen, zu viele Charaktere, zu viele fremdartig Begriffe, zu viel Beschreibung für Dinge, die man hätte in einem Wort erklären können und zu viele Seiten. Definitiv zu viele Seiten für solch eine Geschichte.
Rezensionen von Krani:
Erotisch
The Flamebearer Trilogy 1: The Witch in the Dead of Night von Charlotte Buckley
Finn ist ein einfaches Mädchen vom Lande, das in die Hauptstadt kommt und im Palast als Zimmermädchen angestellt wird. Doch sie besitzt eine besondere Magie, denn Finn ist eine Hexe. In diesem Land haben Vampire die Macht, manche leben mit Menschen zusammen. Auch der König ist ein Vampir.
Es beginnt wie eine Aschenputtel-Geschichte, als Finn vom König erwählt wird.
Aber so einfach ist das nicht. Finn muss ihre Magie erst kennenlernen und entwickeln. Und der König ist, ebenso wie sein Bruder, nicht nur erotisch und attraktiv, sondern auch undurchschaubar und abgründig. Die Charaktere sind durchaus interessant und vielschichtig. Die Magie überrascht immer wieder, nicht nur die Magie der Hexe.
So steht Finn verschiedenen Herausforderungen gegenüber, an denen sie sich entwickelt. Es entsteht eine zunehmend komplexe Geschichte um jahrhundertealte Wesen, um ihre Magie und um die Macht im Land. Eine Geschichte, die mit diesem Buch leider nicht zu Ende geht. Ich bin gespannt auf die Fortsetzung.
Rezensionen von Anilam:
Ein wunderschönes Buch – innen wie außen
Ms Atkins und die Bibliothek der Träume von Vanessa Göcking
Allein optisch ist Ms Atkins und die Bibliothek der Träume schon total bezaubernd. Ich liebe das Cover mit der riesigen Bibliothek und den warmen Farben. Das ist einfach so ein Buch, das man sieht und direkt haben möchte. Aber zum Glück sieht es nicht nur wunderschön aus, sondern konnte mich auch mit der Geschichte total überzeugen.
Amanda fand ich als Hauptfigur richtig sympathisch, gerade weil sie irgendwie ihre ganz eigene Art hat. Sie liebt ihre Routinen, mag Veränderungen so gar nicht und mit Romanen kann sie erstmal auch nicht besonders viel anfangen. Ich mochte es total, sie durch die Geschichte zu begleiten und zu sehen, was die Bibliothek und die Menschen dort mit ihr machen.
Generell hat das Buch einfach eine mega schöne Atmosphäre. Gerade als jemand, der selbst gerne liest, kann man sich in dieser Bibliothek richtig verlieren. Der Schreibstil ist locker und angenehm und ich bin nur so durch die Seiten geflogen.
Für mich ist das einfach ein richtig schönes Wohlfühlbuch mit ganz viel Herz und ein bisschen Magie. Es sieht wunderschön im Regal aus und die Geschichte steht dem Äußeren in nichts nach. Von mir gibt es ganz klar 5 Sterne!











