Kunden em pfehlungen
Rezensionen von AndilesOnaut:
Direkt mit Band 2 eingestiegen – und trotzdem sofort drin
Das tödliche Artefakt von Andreas Suchanek
Ich muss direkt sagen: Ich habe den ersten Band „Das vergessene Museum“ gar nicht gelesen, sondern bin direkt mit „Das tödliche Artefakt“ eingestiegen. Und ehrlich gesagt hatte ich damit überhaupt kein Problem. Schon nach den ersten Kapiteln war ich mitten in der Geschichte und hatte schnell das Gefühl, die wichtigsten Zusammenhänge verstanden zu haben.
Liam und Julia haben mir als Figuren direkt gefallen und auch die Idee mit dem magischen Museum fand ich richtig spannend. Diesmal geht es für die beiden nach Paris, wo ein gestohlenes Gemälde und eine ziemlich grausige Leiche für jede Menge Ärger sorgen. Schnell wird klar, dass hier magische Artefakte im Spiel sind und die Sache deutlich gefährlicher ist, als sie zunächst aussieht.
Besonders gut gefallen haben mir die verschiedenen Artefakte und die Idee rund um die magische Welt. Auch der Schattenmarkt war für mich eines der Highlights. Dadurch bekommt die Geschichte immer wieder neue Schauplätze und es wird eigentlich nie langweilig.
Die Handlung ist insgesamt ziemlich flott erzählt. Es gibt immer wieder neue Hinweise, kleinere Überraschungen und natürlich auch einige Situationen, in denen es für die Figuren richtig brenzlig wird. Gleichzeitig lockert der Humor die Geschichte immer wieder etwas auf. Genau diese Mischung hat für mich gut funktioniert.
Auch Liams Vergangenheit spielt eine größere Rolle und macht neugierig darauf, was wohl noch hinter seiner Geschichte steckt. Da ich Band 1 nicht kenne, kann ich natürlich nicht beurteilen, wie gut alles daran anknüpft. Für mich persönlich hat es aber problemlos funktioniert und ich hatte nie das Gefühl, dass mir entscheidende Informationen fehlen.
Und dann kommt natürlich das Ende ... Der Cliffhanger hat mich ziemlich kalt erwischt und ich hätte danach am liebsten direkt weitergelesen. Genau so sollte ein Reihenband für mich enden.
Insgesamt hat mir „Das tödliche Artefakt“ richtig viel Spaß gemacht. Wer Fantasy mit Magie, spannenden Fällen, ungewöhnlichen Artefakten und sympathischen Charakteren mag, dürfte hier auf seine Kosten kommen. Und falls ihr (so wie ich)den ersten Band noch nicht gelesen habt: Ich würde mich davon nicht abschrecken lassen.
Rezensionen von xxx:
Magisch, märchenhaft und wunderschön illustriert ✨????
Wandelwald 1. Das Flüstern der Tiere von Catherine Kuhlmann
Wandelwald hat mir insgesamt richtig gut gefallen. Schon die wunderschöne Gestaltung und die liebevollen Illustrationen haben mich direkt angesprochen und perfekt zur märchenhaften Atmosphäre der Geschichte gepasst.
Besonders mochte ich Martha und Helena und wie sich ihre anfängliche Skepsis langsam zu einer Freundschaft entwickelt.
Auch die vielen Tiere, der geheimnisvolle Libellenwald und die magischen Verwandlungen haben die Geschichte zu einem schönen Abenteuer gemacht.
Die Geschichte ist spannend, leicht zu lesen und durch die kurzen Kapitel auch für Kinder sehr gut geeignet. An einigen Stellen ging mir die Handlung allerdings etwas zu schnell und manche Entwicklungen hätten für meinen Geschmack etwas ausführlicher sein dürfen.
Auch am Ende bleiben noch Fragen offen, vor allem rund um Ava und Frau Fliegenpilz. Gleichzeitig macht genau das neugierig auf eine mögliche Fortsetzung.
Insgesamt ein wunderschönes, magisches Kinderbuch mit einer tollen Botschaft über Freundschaft, Zusammenhalt und den Schutz des Waldes. ????????✨
Rezensionen von Allesleser:
Rache
Perfect Little Monsters von Cindy R. X. He
Man sollte sich nicht von den typischen Klischees, die dieses Buch auf jeden Fall reichlich enthält, vom Lesen abhalten lassen. Zum einen machen es genau die, dass hier ein Lesesog entsteht, dem man sich schwer entziehen kann, und zum Anderen geht es hier um ein sehr wichtiges Thema, Mobbing. Das lässt sich natürlich gut in diese Art Geschichte verpacken.
Die Charaktere tun ihr Bestes, um davon zu überzeugen, warum manche keinen anderen Ausweg sehen, wenn sie gemobbt, gedisst und ausgeschlossen werden.
Hinter der glänzenden, perfekt scheinenden Oberflächen der Charaktere lauert Grausamkeit, Ausgrenzung und psychicher Druck. Die wahren Monster verbergen sich hinter perfekten Gesichtern.
Die Geschichte ist fesselnd, spannungsgeladen, überraschend und ein bisschen realitätsfern. Aber sie ist auf jeden Fall lesenwert mit einer wichtigen Botschaft.
Ein gelungener Debütroman!
Rezensionen von Ulgu1978:
Familiengeheimnis
Lori von Anousch Mueller
Leni ist eins von sechs (lebenden) Geschwistern und hat eine Ahnung, dass es noch eine Schwester gab, traut sich aber nicht, ihre Eltern danach zu fragen. Eines Tages findet sie den Beweis dafür, dass ihre Vermutung stimmt, behält aber auch diese Erkenntnis für sich. Allerdings hat sie keine Erinnerung daran, was mit dieser fehlenden Schwester passiert ist.
Sie schafft es selbst als Erwachsene nicht, mit ihren Eltern über vergangene Ereignisse um ihre Schwester Lori zu sprechen.
Anousch Mueller beschreibt in ihrem Roman sehr anschaulich wie schwierig es ist, mit seinen Kindern über Familienkatastrophen zu sprechen oder als Kind danach zu fragen. Als Hintergrund der in Rückblicken erzählten Geschichte dienen überwiegend die politischen Ereignisse in der DDR in den siebziger Jahren.
Leider wird vieles nur oberflächlich angerissen. Wer eine umfassende Berichterstattung der damaligen politischen Ereignisse erwartet, wird enttäuscht. Auch was sich mit Lori zugetragen hat, wird nur nebulös erzählt. Man muss schon seine Phantasie bemühen um einigermaßen zu verstehen was mit Lori passiert ist. Schade, eine detailliertere Aufklärung hätte dem Roman gut getan.
Rezensionen von Leser:
Perfekte Täuschung
Perfect Little Monsters von Cindy R. X. He
Keine Frage, dieses Buch bedient alle Klischees, wie man sie auch aus ähnlichen amerikanischen Teenie-Filmen kennt. Die überspitzte Realität an amerikanischen Schulen, Cheerleader, Sportler, Nerds. Aber das tut dem Lesespaß jedoch keinen Abbruch. Letztendlich geht es hier doch zum großen Teil auch um das wichtige Thema Mobbing, welches hier sehr authentisch verpackt wurde.
Die verschiedenen Charaktere wurden treffend charakterisiert und teilen sich in zwei Gruppen ein. Die Bösen, die Elite der Schule, und die Guten, die Aussenseiter. Man sollte sich hier nicht vom Äußeren täuschen lassen. Hinter den Fassaden lauern manchmal wahre Monster.
Ich bin zwar aus dem angegebenen Lesealter heraus, fand diese Geschichte aber trotzdem sehr gut. Das Buch zieht einen in seinen Sog, ist fesselnd und hat seine spannenden Momente.
Rezensionen von Julia:
Spannender Schluss nach zähem Einstieg
Summer Heat von Solveig-Marie Kastner
Dieses Buch konnte mich leider nicht zu 100 % überzeugen. Der Klappentext hat eine sehr spannende Geschichte versprochen, die für mich in der ersten Hälfte allerdings eher vor sich hingedümpelt ist. Wir wissen, dass Mia aus einem bestimmten Grund in dem Resort ist, und dieser wird auch immer wieder angeteasert.
Wirklich greifbare Hinweise gibt es jedoch kaum. Dadurch kam bei mir leider kein richtiges Miträtseln auf, sondern eher das Gefühl, dass sich die Geschichte immer wieder im Kreis dreht.
Auch die Beziehung zwischen Mia und Yanis war für mich mit sehr vielen Fragezeichen versehen. Etwa ab dem zweiten Drittel bekommen wir durch einen Perspektivenwechsel dann auch Einblicke in seine Sicht auf die Geschichte. Allerdings konnte mich auch das nicht vollständig abholen. Ehrlicherweise muss ich sagen, dass mir nahezu keiner der Charaktere wirklich sympathisch war. Viele schienen hauptsächlich auf sich selbst bedacht zu sein, und auch manche Handlungen konnte ich nicht so richtig nachvollziehen. Teilweise waren mir die Entwicklungen dadurch etwas zu wirr und ich hatte beim Lesen irgendwann fast den Wunsch, einfach aus diesem Resort zu verschwinden.
Da ich aber von Natur aus neugierig bin und natürlich unbedingt wissen wollte, was nun wirklich hinter allem steckt, habe ich weitergelesen. Und das hat sich für mich definitiv gelohnt! Im letzten Drittel kommt endlich deutlich mehr Bewegung in die Geschichte. Es entsteht Spannung, die Entwicklungen liefern immer mehr Hinweise zum Miträtseln und auch die Plottwists waren für mich sehr gut eingebaut. Gleichzeitig wurden die Charaktere für mich in diesem Abschnitt endlich greifbarer und ihre Handlungen nachvollziehbarer.
Im Gegensatz zum Anfang konnte mich das letzte Drittel dann tatsächlich richtig an die Seiten fesseln. Ich wollte unbedingt wissen, wie sich alles auflösen würde, und war gespannt darauf, welche Erkenntnisse noch auf mich warten.
Der Schreibstil selbst hat mir sehr gut gefallen. Er ist flüssig und angenehm zu lesen und war vermutlich auch einer der Gründe, warum ich trotz des für mich eher schwierigen Einstiegs an der Geschichte drangeblieben bin.
Für mich hätte es insgesamt gerne etwas weniger Hin und Her zwischen Mia und Yanis und dafür mehr versteckte Hinweise auf das große Ganze geben dürfen. Gerade am Anfang hätte ich mir mehr Möglichkeiten zum Miträtseln gewünscht. Trotzdem konnte mich die Geschichte zum Ende hin noch deutlich mehr abholen und mit einigen gelungenen Wendungen überraschen.
Rezensionen von buchina:
Fantasyroman im Jane Austen Universum
Stolz, Vorurteil und Hexerei von Melinda Taub
Ich bin selbst ein großer Jane Austen Fan und „Stolz und Vorurteil“ ist mein Lieblingsroman von ihr, gleichzeitig lese ich sehr gerne auch Fantasyromane. Deshalb war ich sehr neugierig auf diese neue Interpretation. Melinda Taubs „Stolz, Vorurteil und Hexerei“ nimmt sich Jane Austens Klassiker vor und erzählt die bekannte Geschichte aus einer überraschenden Perspektive neu: Im Mittelpunkt steht diesmal Lydia Bennet, die jüngste und im Original nicht unbedingt sympathischste der Bennet-Schwestern.
Taub macht aus ihr jedoch weit mehr als das oberflächliche, ungestüme Mädchen, als das sie bei Austen erscheint und fügt der Geschichte obendrein eine gehörige Portion Magie hinzu.
Die Grundidee hat mir ausgesprochen gut gefallen. Hexerei, Dämonen und Zauberei treffen auf Bälle, Heiratspläne und die strengen gesellschaftlichen Konventionen des frühen 19. Jahrhunderts. Erstaunlicherweise funktioniert diese Mischung ziemlich gut. Die fantastischen Elemente wirken nicht einfach aufgesetzt, sondern werden geschickt mit Lydias persönlicher Geschichte verbunden. Gleichzeitig erkennt man viele Figuren und Situationen aus dem Klassiker wieder und betrachtet sie nun aus einem ganz anderen Blickwinkel. Gerade für Leserinnen und Leser, die Austens Roman kennen, wie ich selbst eine bin, liegt darin ein besonderer Reiz.
Am stärksten ist das Buch für mich jedoch dort, wo es Lydia eine eigene Stimme gibt. Ihre impulsive, manchmal naive und oft herrlich respektlose Art macht die Erzählung lebendig und humorvoll. Gleichzeitig bekommt die Figur mehr Tiefe. Hinter ihrem Verhalten werden Unsicherheit, gesellschaftlicher Druck und der Wunsch nach Freiheit sichtbar. Dadurch versteht man manche ihrer Entscheidungen besser, ohne dass Taub versucht, sämtliche Fehler ihrer Heldin schönzureden.
Nicht alles überzeugt gleichermaßen. Gerade zu Beginn braucht die Geschichte etwas Zeit, bis sie richtig Fahrt aufnimmt, und gelegentlich wirkt die Verbindung zwischen Austen-Retelling und Fantasy etwas überladen. Manche Entwicklungen lassen sich zudem recht früh erahnen. Wer eine möglichst stilechte Fortführung oder Ergänzung von Jane Austen erwartet, dürfte sich an der sehr freien Interpretation ohnehin stören. Auch sprachlich kommt der Roman nicht an Jane Austen dran.
Wer sich dagegen darauf einlassen kann, Austens Figuren spielerisch neu zu entdecken, bekommt einen witzigen und ungewöhnlichen Roman. Melinda Taub behandelt das berühmte Vorbild mit genügend Respekt, erlaubt sich aber gleichzeitig die Freiheit, daraus etwas Eigenständiges zu machen. Besonders schön fand ich, dass ausgerechnet Lydia Bennet, die im Original leicht als nervige Nebenfigur abgetan werden kann, hier zur Heldin ihrer eigenen Geschichte wird. Eine unterhaltsame Mischung aus Regency-Roman, Fantasy, Humor und Emanzipationsgeschichte, die vor allem Austen-Fans mit Lust auf ein wenig literarischen Unfug gefallen dürfte.
Rezensionen von AndilesOnaut:
Ein harter Thriller, der ziemlich unter die Haut geht
Der Clan - Die Straße von Pascal Engman
„Der Clan – Die Straße“ war für mich so ein Buch, bei dem ich immer wieder dachte: Nur noch ein Kapitel – und plötzlich waren wieder jede Menge Seiten weg. Pascal Engman erzählt hier eine ziemlich düstere Geschichte über Clankriminalität, Gewalt und die Frage, wie schnell man in etwas hineinrutschen kann, aus dem man später kaum noch herauskommt.
Im Mittelpunkt stehen Josef, Antonia und der Polizist Hjalmar. Besonders Josefs Geschichte hat mich gepackt. Er wächst mit seiner alleinerziehenden Mutter unter schwierigen Bedingungen auf und versucht eigentlich nur, irgendwie über die Runden zu kommen. Doch genau diese Situation macht ihn anfällig für den Clan. Ich fand es spannend zu verfolgen, wie sich seine Entscheidungen immer weiter zuspitzen und er irgendwann vor Problemen steht, die er selbst kaum noch kontrollieren kann.
Gut gefallen haben mir auch die unterschiedlichen Perspektiven. Dadurch bekommt man nicht nur die Sicht der Polizei oder des Clans mit, sondern erlebt ganz verschiedene Lebenssituationen. Antonia bringt dabei noch einmal eine ganz andere Seite in die Geschichte. So wirkt das Ganze deutlich abwechslungsreicher.
Der Mansour-Clan wird wirklich beklemmend dargestellt. Besonders schlimm fand ich gar nicht unbedingt die einzelnen Gewaltszenen, sondern dieses Gefühl, dass der Clan immer mehr Einfluss bekommt und sich die Menschen in der Gegend irgendwann einfach damit arrangieren müssen. Das wirkt leider erschreckend realistisch.
Der Schreibstil ist angenehm direkt und lässt sich sehr flüssig lesen. Allerdings braucht man wegen der vielen Figuren und Perspektivwechsel manchmal etwas Konzentration. Auch die Härte der Geschichte ist nicht ohne – hier sollte man definitiv wissen, worauf man sich einlässt.
Für mich ist „Der Clan – Die Straße“ ein richtig gelungener Auftakt. Das Buch ist spannend, teilweise brutal und gleichzeitig steckt einiges an gesellschaftlichen Themen darin. Besonders Josef ist mir im Gedächtnis geblieben. Nach dem Ende bin ich auf jeden Fall neugierig, wie es mit den Figuren und dem Clan weitergeht.
Von mir gibt es 5 von 5 Sternen und eine klare Empfehlung für alle, die gerne düstere und realistische Thriller lesen.
Rezensionen von Leseratte1604:
Heftig
Totensee von Sophie Czerny
Zunächst einmal möchte ich sagen, dass mir das Buchcover wirklich gut gefällt. Es sticht durch seine Farbgebung heraus und macht definitiv auf sich aufmerksam. Nun aber zum Buch selbst. Ich habe mich am Anfang etwas schwer getan in das Buch hineinzukommen. Es gab viele Handlungssprünge, verschiedene Daten an denen die einzelnen Kapitel spielten,.
...! Mir war das am Anfang ein zu großes Durcheinander und ich hatte viele Fragezeichen im Kopf. Aber trotz dieser Fragezeichen wollte ich unbedingt wissen wie es weitergeht und habe das Buch zwar nicht in einem Rutsch durchgelesen, aber jeden Tag weitergelesen. Und natürlich haben sich all diese Fragezeichen in meinem Kopf immer weiter entwirrt und es hat sich ein schlüssiges Gesamtbild ergeben. Der Thriller ist nichts für empfindsame Seelen - er ist verstörend, erschreckend und ACHTUNG SPOILER---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- es geht um Kindesmisshandlung in Kinderheimen. Sehr schlimm und vielleicht sogar überspitzt (das hoffe ich zumindest), aber irgendwie kann man die Taten die dadurch entstanden sind, sogar irgendwie verstehen oder besser gesagt nachvollziehen. Auch wenn Unrecht nicht durch Unrecht aufgewiegt werden sollte.
Rezensionen von ekiam:
Cozy romance an der Mosel
Kiss me in Orange von Alix Bente
Friends to lovers, Herbststimmung und eine Kleinstadt an der Mosel: was will man mehr? Kiss me in orange war für mich ein absolutes Wohlfühlbuch und ist genau die richtige Lektüre für einen grauen Herbsttag.
Besonders das Setting hat mich sofort abgeholt. Eine kleine Stadt an der Mosel, jede Menge gemeinschaftliche Herbstaktionen und Bewohner, die füreinander da sind: Das Gemeinschaftsgefühl nimmt einen großen Raum in der Geschichte ein und trägt ganz wesentlich zur wunderbaren Herbststimmung bei.
Man möchte sich am liebsten selbst mitten ins Dorfleben eintauchen.
Auch die Chemie zwischen Emma und Niclas stimmt für mich von Anfang an. Die beiden waren früher beste Freunde und kennen sich entsprechend gut. Gemeinsame Erinnerungen und Erlebnisse schwingen in ihren Begegnungen immer mit. Aus best friends werden zumindest aus Emmas Sicht kurzzeitig enemies und schließlich lovers. Dass dabei ein simples Gespräch so manches Problem schneller lösen könnte, gehört für mich bei diesem trope einfach dazu. Klar, man könnte miteinander reden; aber dann wäre die Geschichte eben schnell vorbei.
Emma und Niclas waren mir beide sofort sympathisch und zugänglich. Da die Geschichte größtenteils aus Emmas Perspektive erzählt wird, bekommen wir vor allem einen guten Einblick in ihre Gefühlswelt. Gleichzeitig machen aber beide im Laufe der Geschichte eine schöne emotionale Entwicklung durch. Besonders die Auseinandersetzung mit schmerzhaften Erinnerungen aus ihrer Kindheit verleiht der Geschichte zusätzliche Tiefe.
Der lebhafte und gefühlvolle Schreibstil hat es mir dabei leicht gemacht, mit den beiden mitzufühlen. Die Geschichte ist romantisch und humorvoll, ohne dass dabei die ernsteren Themen zu kurz kommen.
Für mich ist Kiss me in orange damit ein absolutes cozy Herbstbuch, das jede Menge Herbstromantik, Kleinstadtgefühl und eine schöne Liebesgeschichte miteinander verbindet. Wer Lust auf eine Wohlfühl-Romance mit sympathischen Protagonisten und ganz viel Herbststimmung hat, sollte hier unbedingt zugreifen.










