Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Mona_Leseliebe :
Düster, magisch und genau mein Ding
The Darkest Academy 1 – Bones von Beril Kehribar
Ich war bei The Darkest Academy – Bones tatsächlich erstmal etwas vorsichtig, weil ich schon eine andere Reihe von Beril Kehribar gelesen habe, die mich leider überhaupt nicht packen konnte. Ich war damals zwar neugierig genug, um wissen zu wollen, wie alles endet, aber wirklich begeistert war ich nicht.
Umso überraschter bin ich jetzt, wie gut mir dieses Buch gefallen hat!
Am Anfang musste ich mich kurz in der Welt zurechtfinden, aber dann war ich drin. Und besonders das Magiesystem und die Familiare haben es mir angetan. Ich liebe einfach die Vorstellung, dass die Hexen und Hexer Verbindungen mit magischen Wesen eingehen und dadurch ihre Kräfte bekommen. Drachen, Basilisken, Seraphim und Co. passen für mich auch perfekt zu dieser düsteren Academy-Welt. Davon hätte ich ehrlich gesagt noch viel mehr lesen können.
Auch Vorgoth selbst mochte ich richtig gerne. Diese Akademie ist gefährlich, teilweise ziemlich brutal und man weiß eigentlich nie so genau, wem man überhaupt vertrauen kann. Dazu kommen Prüfungen, Geheimnisse, Rache und natürlich jede Menge Charaktere, bei denen gefühlt RED FLAG auf der Stirn steht. Genau mein Humor.
Luci hat mir als Protagonistin ebenfalls gut gefallen. Sie ist definitiv nicht die typische liebe Fantasyheldin, sondern hat ihre Ecken, ihre Wut und ihren ziemlich starken Wunsch nach Rache. Gerade dadurch fand ich sie interessant. Ich hatte auch das Gefühl, dass hinter ihrer Vergangenheit noch einiges steckt, das wir bisher überhaupt nicht wissen.
Und dann wären da natürlich Devriel und Ezra. Bei beiden bin ich noch nicht an dem Punkt, an dem ich sagen könnte: JAAAA, genau der! Aber gerade das macht es spannend. Vor allem die Dynamik zwischen Luci und Devriel hat mir gefallen. Das Ganze geht schon ziemlich stark in Richtung Bullies-to-Lovers und teilweise wollte ich ihn wirklich einfach nur schütteln. Gleichzeitig wollte ich aber natürlich wissen, wann es zwischen den beiden endlich richtig knallt.
Generell hat die Mischung für mich einfach funktioniert. Dark Academia, Fantasy, Romance, Spice, gefährliche Prüfungen, Geheimnisse und ein bisschen „hier ist doch wirklich jeder verdächtig“. Dadurch wollte ich immer wissen, was als Nächstes passiert.
Und dann dieses ENDE?! Entschuldigung?! Natürlich endet das Buch genau so, dass ich Band 2 jetzt am liebsten SOFORT hätte. Es sind noch so viele Fragen offen und ich habe das Gefühl, dass wir von der eigentlichen Geschichte bisher gerade einmal die Spitze gesehen haben.
Für mich war Bones deshalb eine richtig große Überraschung. Nach meiner bisherigen Erfahrung mit der Autorin hätte ich niemals damit gerechnet, dass mich ihre neue Reihe so sehr packt. Vor allem das Magiesystem, die Familiare und das düstere Academy-Setting haben mich komplett abgeholt.
Süß gereimt, aber mir fehlt etwas zum Entdecken
Drei Pudel essen eine Nudel von Elsa Klever
Drei Pudel essen eine Nudel ist ein wirklich süßes und witzig gestaltetes Bilderbuch, das Kindern die Zahlen von eins bis zehn spielerisch näherbringt. Jede Zahl bekommt ihre eigene Doppelseite mit der passenden Anzahl an Tieren und einem kurzen Reim. Gerade die Reime haben mir gut gefallen, weil sie lustig sind, schnell im Kopf bleiben und zum Mitsprechen einladen.
Auch in anderen Rezensionen wird dieser spielerische Mix aus Zählen, Bildern und Reimen besonders hervorgehoben.
Auch aus pädagogischer Sicht finde ich die Idee gelungen. Kinder sehen nicht einfach nur eine geschriebene Zahl, sondern können direkt die entsprechende Menge an Tieren abzählen. So wird die Verbindung zwischen Zahl und Menge ganz nebenbei deutlich. Gleichzeitig fördern die Reime Sprache, Rhythmusgefühl und das Erkennen von Reimwörtern. Gerade letzteres ist später auch eine wichtige Vorläuferfähigkeit für den Schriftspracherwerb.
Die Illustrationen von Elsa Klever sind bunt, etwas verrückt und passen richtig gut zu den humorvollen Reimen. Ich kann mir gut vorstellen, dass Kinder besonders an den verschiedenen Tieren ihren Spaß haben und schnell anfangen, die Reime mitzusprechen oder die Tiere selbstständig abzuzählen.
Trotzdem fehlt mir im Vergleich zu anderen Bilderbüchern dieser Art ein bisschen was. Der Fokus liegt wirklich sehr stark auf der jeweiligen Zahl und den dazugehörigen Tieren. Mir persönlich gibt es auf den Seiten etwas zu wenig zusätzlich zu entdecken. Keine kleinen Nebenhandlungen, versteckten Gegenstände oder viele weitere Elemente, die Kinder suchen und über die man gemeinsam ins Gespräch kommen könnte. Gerade aus pädagogischer Sicht finde ich solche Details immer schön, weil man dadurch beim gemeinsamen Anschauen noch viel mehr Sprache anregen kann: Was siehst du noch? Was könnte hier passiert sein? Warum macht das Tier das?
Natürlich kann man auch bei den vorhandenen Bildern eigene Geschichten erfinden und Fragen stellen. Genau diese Möglichkeit zum freien Weitererzählen wurde auch von anderen beim gemeinsamen Anschauen genutzt. Mir hätte es trotzdem gefallen, wenn das Buch selbst dafür noch ein bisschen mehr Futter geliefert hätte.
Insgesamt ist Drei Pudel essen eine Nudel für mich ein sehr süßes erstes Zahlenbuch, das besonders mit seinen lustigen Reimen und der spielerischen Verbindung von Zahl und Menge punktet. Für volle fünf Sterne fehlt mir allerdings ein wenig mehr Abwechslung und Entdeckungsmöglichkeit auf den einzelnen Seiten. Trotzdem ein schönes Buch für Kinder, die gerade anfangen, die Zahlenwelt zu entdecken.
Viel Glanz, aber die Gefühle konnten mich diesmal nicht ganz erreichen
Les Bouttiers - Wir sind alles von Antonia Wesseling
Ich wollte nach dem Cliffhanger von Band 1 unbedingt wissen, wie es weitergeht, weil mich diese ganze Welt rund um Paris, Fashion Week und die Bouttiers wirklich gecatcht hatte. Die Atmosphäre und die Idee hinter der Reihe liebe ich immer noch total. Dieses elegante Modehaus-Setting hat einfach etwas Besonderes.
Leider konnte mich der zweite Band aber nicht mehr so mitreißen wie der Auftakt. Irgendwie hatte ich die ganze Zeit das Gefühl, ich warte darauf, dass dieser eine große Moment kommt ABER er kam für mich nie so richtig. Die Geschichte war schön zu lesen, aber gleichzeitig auch etwas ernüchternd.
Mein größtes Problem war tatsächlich das Love Triangle. Ich wollte so gerne mitfiebern, aber keiner der beiden männlichen Protagonisten konnte mein Herz komplett gewinnen. Beide hatten schöne Momente, beide hatten ihre Schwächen, aber dieses „ER ist es“-Gefühl hatte ich leider nie. Am Ende hatte ich sogar eher das Gefühl, dass Elodie für mich persönlich die falsche Entscheidung getroffen hat.
Der Schreibstil von Antonia Wesseling war dafür wieder richtig angenehm. Man fliegt durch die Seiten und auch die Familiengeheimnisse haben mich neugierig gehalten. Trotzdem hätte ich mir mehr von der Modewelt, mehr Spannung und vor allem mehr emotionale Tiefe gewünscht.
Ein Abschluss, den ich unbedingt lesen wollte, der mich aber leider nicht ganz so berühren konnte wie Band 1. Die Bouttiers-Welt werde ich trotzdem positiv in Erinnerung behalten.
Düster, anders und plötzlich süchtig machend
I Am the Blade von Marie Graßhoff
Bei I Am the Blade hatte ich am Anfang tatsächlich ein bisschen Schwierigkeiten, komplett in die Geschichte reinzukommen. Die Welt ist anders, das Magiesystem neu und ich musste mich erst einmal orientieren. Ich habe sogar ein paar Tage Pause gemacht, bevor ich mich wieder motivieren konnte weiterzulesen.
Aber wow… ich bin so froh, dass ich es getan habe.
Denn ungefähr ab der Mitte hat es bei mir komplett Klick gemacht und danach konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Plötzlich haben die ganzen kleinen Teile zusammengepasst und ich war komplett in dieser düsteren, brutalen und gleichzeitig faszinierenden Welt gefangen.
Seren hat mir als Protagonistin richtig gut gefallen. Ich liebe starke, gefährliche Charaktere, die nicht perfekt sind und ihre dunklen Seiten haben. Sie wurde ihr Leben lang zu einer Waffe gemacht und gerade ihre Entwicklung, wie sie anfängt Dinge zu hinterfragen, fand ich unglaublich spannend.
Und Vale? Die Dynamik zwischen den beiden war einfach genau mein Ding. Kein „wir hassen uns für drei Seiten und sind dann verliebt“, sondern wirklich Misstrauen, Schlagabtausche und eine langsame Entwicklung. Dieses Zusammenspiel aus Feinden, Verbündeten und irgendwas dazwischen hat für mich total funktioniert.
Auch das ganze Konzept mit den Seelen, Waffen und dem Haus fand ich einfach mal erfrischend anders. Es war nicht die typische Romantasy-Geschichte, die man schon hundertmal gelesen hat, sondern hatte ihren ganz eigenen Stil. Düster, actionreich, mit morally-grey und Charakteren, bei denen man wissen will, was wirklich hinter ihnen steckt.
Besonders mochte ich auch, dass die Romance nicht die komplette Handlung verschluckt. Die Welt, die Geheimnisse und die Kämpfe hatten genauso viel Platz und genau dadurch wurde es für mich so spannend.
Der Start war für mich nicht ganz einfach, aber das Durchhalten wurde mehr als belohnt. Am Ende war ich komplett drin und jetzt brauche ich definitiv Band 2.
Tolle Idee, aber leider nicht mein Buch
Crown of War and Shadow von J. R. Ward
ich hatte mich wirklich auf Crown of War and Shadow gefreut, aber leider konnte mich das Buch nicht überzeugen. Die Grundidee und die Fantasywelt hatten zwar Potenzial, doch die Umsetzung war für mich oft zu langatmig und anstrengend.
Vor allem der Schreibstil hat es mir schwer gemacht. Viele Szenen wirkten unnötig in die Länge gezogen und ich hatte häufig das Gefühl, dass die Geschichte kaum vorankommt.
Dadurch brauchte ich deutlich länger für das Buch, als ich eigentlich wollte, und nur selten hatte ich das Bedürfnis, direkt weiterzulesen.
Mit den Hauptfiguren wurde ich ebenfalls nicht richtig warm. Sorrel blieb für mich überraschend blass und viele ihrer Entwicklungen wirkten eher praktisch als nachvollziehbar. Noch schwieriger fand ich allerdings Merc. Seine ständigen Kommentare und sein Verhalten gegenüber Sorrel haben mich eher genervt als für Spannung gesorgt. Die Liebesgeschichte konnte mich deshalb überhaupt nicht packen. Statt Romantasy-Feeling gab es für mich vor allem Frust.
Die großen Enthüllungen am Ende waren zwar interessant, aber leider nicht genug, um die vielen zähen Passagen auszugleichen. Einige Wendungen konnte man schon recht früh erahnen und vieles wirkte auf mich wie bekannte Fantasy-Klischees, die wenig Neues bieten.
Insgesamt kein schlechtes Buch, aber eines, das für mich weit hinter seinen Möglichkeiten geblieben ist. Die Idee war interessant, das Leseerlebnis leider eher mühsam.






