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Rezensionen von Danshi:

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Drei Frauen, ein Café und jede Menge alte Geheimnisse

Die Honigfrauen - Eine neue Heimat von Mirjam Müntefering

Nach dem ersten Band war ich neugierig, wie es mit Irma, Auguste und Harriet weitergeht. Der Einstieg hat mir dabei besonders gut gefallen, weil die wichtigsten Erinnerungen geschickt in die Handlung einfließen. Ich war schnell wieder mittendrin, ohne erst lange überlegen zu müssen, was zuvor passiert war.

Das Landcafé steht diesmal vor einigen Problemen, doch gerade daraus entwickelt sich eine Geschichte, in der ständig etwas in Bewegung ist. Geschäftliche Sorgen treffen auf familiäre Konflikte, alte Geheimnisse und so manche schwierige Herzensangelegenheit. Obwohl mehrere Handlungsstränge nebeneinanderlaufen, empfand ich die Geschichte nie als überladen. Im Gegenteil: Gerade dieses Zusammenspiel hat dafür gesorgt, dass ich immer wissen wollte, wie es weitergeht.
Am meisten mochte ich erneut die Figuren. Irma kann wunderbar entschlossen und diplomatisch sein und mich im nächsten Moment mit manchen Entscheidungen fast zur Verzweiflung bringen. Auguste habe ich im Laufe der Geschichte noch einmal von einer anderen Seite kennengelernt, während mir Harriets Entwicklung besonders gut gefallen hat. Auch einige Nebenfiguren sind mir inzwischen richtig ans Herz gewachsen.
Der Schreibstil liest sich flüssig und schafft eine schöne Atmosphäre rund um das Café und das Bergische Land. Gleichzeitig wird deutlich, welchen gesellschaftlichen Grenzen Frauen zu dieser Zeit begegneten und wie viel Mut es brauchte, eigene Entscheidungen zu treffen.
Für mich eine sehr gelungene Fortsetzung, die Familiengeschichte, historische Atmosphäre und zwischenmenschliche Verwicklungen schön miteinander verbindet. Das Ende hat mich zufrieden zurückgelassen, auch wenn ich mich nur ungern von den Honigfrauen verabschiedet habe.

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Drei Frauen, ein Café und jede Menge alte Geheimnisse
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Zum Wohlfühlen

Kiss me in Orange von Alix Bente

Manchmal braucht es gar keine große oder aufregende Handlung, damit ich mich in einer Geschichte wohlfühle. Genau so ging es mir hier, denn Goldried und seine Gemeinschaft haben für mich einen großen Teil des Charmes ausgemacht. Emma kommt zurück in ihre Heimatstadt, weil sie ihrer schwangeren Schwester im Café helfen und gleichzeitig ihr gebrochenes Herz heilen möchte.

Von Niclas, ihrem früheren besten Freund, will sie dabei möglichst nichts hören und sehen. Nach ihrem Kuss herrschte schließlich drei Monate Funkstille zwischen ihnen. Umso schwieriger wird es für Emma, als Niclas plötzlich vor ihrer Tür steht.
Ich mochte es, die beiden wieder miteinander zu erleben und zu sehen, wie viel Ungesagtes zwischen ihnen steht. Gleichzeitig hätte ich mir gerade deshalb hin und wieder gewünscht, dass sie offener miteinander sprechen. Dieses Hin und Her war mir an manchen Stellen etwas zu viel. Trotzdem habe ich Emma und Niclas gerne begleitet und war neugierig auf ihre Geschichte.
Fast noch lieber mochte ich das Leben in Goldried. Die Gemeinschaft der Bewohner spielt eine schöne Rolle und vermittelt eine Wärme, die sehr gut zur herbstlichen Stimmung passt. Dazu kommt das Café, das ebenfalls Teil von Emmas Aufenthalt in ihrer Heimat ist. So entstand beim Lesen eine gemütliche Atmosphäre, in der ich mich gerne aufgehalten habe.
Der leichte, gefühlvolle und humorvolle Schreibstil passt sehr schön dazu und lässt sich angenehm lesen. Auch das Cover gefällt mir mit seinen warmen Herbstfarben und stimmt schon auf die Jahreszeit ein. Mir ist nach dem Lesen vor allem dieses behagliche Gefühl geblieben. Ich habe meine Zeit in Goldried sehr genossen und würde mich jederzeit wieder dorthin zurücklesen.

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Zum Wohlfühlen
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Schön erzählt

Schascha und der Buchspazierer von Carsten Sebastian Henn

Ich war vor allem neugierig darauf, wie eine Geschichte, die ursprünglich für Erwachsene erzählt wurde, für jüngere Leser umgesetzt wird. Sprachlich finde ich diese neue Fassung sehr zugänglich. Der Schreibstil ist leicht verständlich und die Kapitel sind eher kurz gehalten. Im Mittelpunkt steht die neunjährige Schascha, die den Buchhändler Carl auf seinen täglichen Wegen begleitet.

Ihre offene und lebendige Art steht in einem schönen Gegensatz zu dem stilleren Carl. Durch ihre gemeinsamen Wege lernen wir unterschiedliche Menschen kennen, für die Bücher eine besondere Bedeutung haben. Die Geschichte beschäftigt sich dabei mit Freundschaft, Zusammenhalt und der verbindenden Kraft von Büchern. Sie bleibt allerdings nicht ausschließlich leicht. Mehrere ernstere Themen wie Trauer, Einsamkeit und Gewalt werden ebenfalls angesprochen. Genau deshalb sehe ich die angegebene Altersempfehlung ab neun Jahren etwas kritisch. Mehrere Situationen könnten für empfindsame Kinder recht schwer sein, sodass ich gemeinsames Lesen sinnvoll fände. Die Geschichte selbst verliert dadurch für mich aber nicht ihren warmen Grundton. Optisch gefällt mir das Buch ebenfalls gut. Das Cover greift mit Schascha, Carl und den vielen Büchern das zentrale Thema direkt auf, und die farbigen Illustrationen begleiten die Handlung sehr schön. Ich habe das Buch gern gelesen, würde bei jüngeren Kindern aber genauer schauen, ob die ernsteren Inhalte schon passen.

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Schön erzählt
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Atmosphärisch erzählt mit einer starken Hauptfigur

Der geheime Apfelgarten: Getrennte Welten von Rebekka Eder

Historische Romane schaffen es nicht immer, Geschichte und persönliche Schicksale ausgewogen miteinander zu verbinden. Hier hatte ich jedoch das Gefühl, dass beides gut ineinandergreift. Die Autorin vermittelt die Lebensumstände Ende des 19. Jahrhunderts sehr anschaulich, ohne den Lesefluss mit zu vielen historischen Details zu bremsen.

Besonders die Teilung Finkenwerders sowie die Auswirkungen der Cholera verleihen der Handlung zusätzliche Spannung.
Am meisten überzeugt hat mich Kea. Sie ist eine Protagonistin, deren Entscheidungen nachvollziehbar bleiben, auch wenn sie sich gegen gesellschaftliche Erwartungen stellt. Ihre Leidenschaft für den Apfelgarten und ihr Wunsch, den perfekten Apfel zu züchten, geben ihr eine interessante eigene Motivation, die über die Liebesgeschichte hinausgeht. Auch Kristen entwickelt sich zu einer Figur, mit der man gern mitfühlt.
Die Rückschläge und Konflikte wirken glaubwürdig, und die verschiedenen Beziehungen innerhalb der Familien sorgen dafür, dass die Handlung abwechslungsreich bleibt. Besonders gelungen fand ich außerdem die bildhaften Naturbeschreibungen. Sie erzeugen eine Atmosphäre, die hervorragend zu diesem historischen Roman passt, ohne jemals zu ausschweifend zu werden.
Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen. Das Cover gefällt mir ebenfalls sehr gut und spiegelt den Ton der Geschichte passend wider. Dass es sich um den Auftakt einer Reihe handelt, merkt man am Ende deutlich. Einige Handlungsstränge bleiben offen, was einerseits neugierig auf den zweiten Band macht, andererseits hätte ich mir bei einzelnen Entwicklungen einen etwas runderen Abschluss gewünscht.
Insgesamt ist der Autorin ein stimmungsvoller historischer Roman gelungen, der von einer interessanten Zeit, starken Figuren und einer bewegenden Liebesgeschichte lebt. Ich freue mich darauf, die Geschichte weiterzuverfolgen.

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Atmosphärisch erzählt mit einer starken Hauptfigur
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Kreative Begleiter durch Frühling und Sommer

Kleine Lieblinge von Michèle Brunnmeier

Ich mag Kreativbücher, bei denen schon beim Durchblättern die Lust entsteht, selbst etwas auszuprobieren. Hier gibt es zahlreiche Ideen passend zu Frühling und Sommer, bei denen mit unterschiedlichen Materialien und Techniken gearbeitet wird. Unter anderem wird gefilzt, gestrickt und gehäkelt. Die Projekte reichen von kleinen Figuren bis zu dekorativen und praktischen Dingen für Kinder.

Besonders schön finde ich, dass vieles auch für den Jahreszeitentisch gedacht ist. Die Anleitungen sind verständlich beschrieben und werden durch zahlreiche Bilder ergänzt. Ganz ohne Vorkenntnisse ist allerdings nicht jedes Projekt geeignet, denn beispielsweise beim Stricken und Häkeln sind Grundkenntnisse hilfreich. Wer schon viel Handarbeitserfahrung besitzt, könnte manche Ideen dagegen eher einfach finden. Mir gefällt gerade die Auswahl an unterschiedlichen Anregungen. Auch die Gestaltung des Buches mit den vielen Bildern spricht mich an. Ich habe beim Durchsehen einiges entdeckt, das ich gerne selbst ausprobieren möchte. Für mich ist es ein schönes Ideenbuch, das ich im Frühling und Sommer sicher öfter hervorholen würde.

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Kreative Begleiter durch Frühling und Sommer
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Zwischen Cornwall und dem eigenen Lebensplan

Autumn Secrets von Sarah Fulmar

Bei einer als cosy Slow-Burn-Romance angekündigten Geschichte hatte ich vor allem mit viel Herbststimmung und einer langsamen Annäherung gerechnet. Penelopes Ausgangssituation fand ich dabei interessant. Eigentlich lebt und arbeitet sie als Unternehmensberaterin in London, wird von ihrem Chef aber zu einer Auszeit gezwungen und landet in St Ives.

Dort übernimmt sie die Organisation der Herbstwanderung und trifft dadurch immer wieder auf Nathan, für den sie bereits als Teenager geschwärmt hat. Er ist dreizehn Jahre älter als sie, Farmer und fest mit St Ives verbunden. Gerade der Gegensatz zwischen ihren Lebensentwürfen gibt der Liebesgeschichte für mich ihren interessantesten Konflikt. Penelope möchte schließlich nicht für eine Beziehung ihr bisheriges Leben aufgeben, während Nathans Lebensmittelpunkt in Cornwall liegt.
Die beiden als Figuren mochte ich grundsätzlich, allerdings hätte ich mir für ihre Geschichte etwas mehr Raum gewünscht. An einigen Stellen ging mir die Entwicklung zu schnell, wodurch mir gerade bei den Gefühlen etwas Tiefe fehlte. Auch insgesamt hätte ich der Geschichte an manchen Stellen gern etwas mehr Zeit gegeben. Der Schreibstil hat das für mich ein gutes Stück aufgefangen, denn er liest sich angenehm, locker und unkompliziert. Auch die angekündigte Herbststimmung war für mich weniger ausgeprägt, als ich zunächst erwartet hatte. Bei mir stand St Ives stärker im Vordergrund als das eigentliche Herbstgefühl. Optisch hat mich das Buch dennoch angesprochen und auf eine gemütliche Geschichte eingestimmt. Ich habe Penelopes und Nathans Geschichte gern gelesen, auch wenn ich mir an manchen Stellen mehr Tiefe und eine ruhigere Entwicklung gewünscht hätte.

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Zwischen Cornwall und dem eigenen Lebensplan
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Originelle Idee mit sympathischen Figuren

The Brave and the Reckless von Dilan Dyer

Der Wildwest-Themenpark war für mich der eigentliche Grund, zu diesem Buch zu greifen. Liebesromane lese ich viele, aber eine Geschichte in dieser Kulisse ist mir bisher kaum begegnet. Entsprechend gespannt war ich darauf, ob diese Idee auch über den ersten Eindruck hinaus trägt. Für mich ist das gelungen.

Bravetown wirkt lebendig und bildet weit mehr als nur eine dekorative Hintergrundkulisse. Gleichzeitig entwickelt sich die Beziehung zwischen Esra und Noah angenehm nachvollziehbar. Ihre Gegensätze sorgen für viele humorvolle Dialoge, ohne dass die Figuren überzeichnet wirken. Besonders mochte ich, dass beide Raum bekommen, sich weiterzuentwickeln. Der Wechsel der Erzählperspektiven hilft dabei, ihre Gedanken und Reaktionen besser zu verstehen. Auch die Nebenfiguren tragen dazu bei, dass der Themenpark wie ein Ort mit eigener Dynamik wirkt. Der Schreibstil ist flüssig, dialogstark und angenehm leicht zu lesen. Das Cover greift die Atmosphäre des Romans schön auf und macht direkt deutlich, in welche Richtung die Geschichte geht. Im Mittelteil hätte ich mir stellenweise etwas mehr Straffung gewünscht, weil das Tempo dort für meinen Geschmack leicht nachlässt. Insgesamt hat mich die Handlung aber gut unterhalten. Positiv hervorheben möchte ich außerdem, dass Esras chronische Erkrankung selbstverständlich Teil ihres Lebens bleibt, ohne ihre gesamte Persönlichkeit zu bestimmen. Das hat die Figur für mich glaubwürdig gemacht. Ich habe das Buch gerne gelesen.

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Originelle Idee mit sympathischen Figuren
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Ein ungewöhnliches Tempo, das zur Geschichte passt

Weiterleben von Patrick Charnley

Bei „Weiterleben“ musste ich mich zunächst auf ein deutlich ruhigeres Erzähltempo einstellen, als ich es von vielen Romanen gewohnt bin. Im Nachhinein erscheint mir gerade das sehr passend, denn auch Jagos Leben hat sich nach seinem Herzstillstand grundlegend verlangsamt. Mehrere Dinge gleichzeitig zu bewältigen überfordert ihn, sodass er seinen Alltag anders strukturieren muss als zuvor.

Der abgeschiedene Hof seines Onkels Jacob in Cornwall bietet dafür einen glaubwürdigen Rahmen. Viele Abschnitte konzentrieren sich auf die täglichen Arbeiten, die Tiere und das Leben im Rhythmus der Natur. Dadurch entsteht eine sehr ruhige Atmosphäre, die man als Leserin allerdings mögen muss. Mir gefiel, dass der Roman Jagos Einschränkungen nicht nur erwähnt, sondern sein verändertes Leben zum eigentlichen Mittelpunkt macht. Auch Jacob fand ich als Figur angenehm, vor allem durch die Ruhe und Fürsorge, mit der er Jago begegnet. Einen deutlichen Gegenpol bildet Bill Sligo, durch den später mehr Spannung in die Handlung kommt. Dieser Teil verändert das Tempo merklich, ohne dass Jagos persönliche Geschichte dadurch völlig in den Hintergrund rückt. Sprachlich bleibt Patrick Charnley eher schlicht und bedächtig, was für mich gut zu Jago passt. Dass der Autor selbst einen Herzstillstand überlebt hat, verleiht dem Thema zusätzliches Gewicht. Das Cover hätte mich vermutlich auch ohne Kenntnis des Inhalts angesprochen, weil die einsame Landschaft sofort neugierig auf den Schauplatz macht. Wer eine durchgehend temporeiche Handlung erwartet, könnte mit den ruhigeren Passagen weniger anfangen können. Ich habe mich jedoch gern auf diese besondere Erzählweise eingelassen und vor allem Jagos langsames Ankommen auf dem Hof in Erinnerung behalten.

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Ostseefeeling zum Wohlfühlen

Forever Starts Tomorrow von Nike Sellberg

Anna steht nach einer unerwarteten Trennung vor einem Scherbenhaufen und wagt einen Neuanfang an der Ostsee. Dort warten allerdings nicht nur ein alter Leuchtturm und ein Café auf sie, sondern auch einige Herausforderungen und viele liebenswerte Menschen.

Besonders gefallen haben mir die Figuren.

Anna macht im Laufe der Geschichte eine schöne Entwicklung durch und wächst einem immer mehr ans Herz. Henk mochte ich mit seiner ruhigen, etwas grummeligen Art ebenfalls sehr. Mein heimlicher Liebling war allerdings Tokyo, der immer wieder für herzerwärmende und auch humorvolle Momente sorgt. Auch die Dorfgemeinschaft, Annas Schwester mit ihrer Familie und die vielen kleinen Begegnungen verleihen der Geschichte eine besondere Wärme.

Ein echtes Highlight war für mich das Setting. Ich lese ohnehin sehr gern Romane am Meer und konnte mir den Leuchtturm, das Café und die Ostseekulisse wunderbar vorstellen. Der Schreibstil ist flüssig und angenehm, sodass ich nur so durch die Seiten geflogen bin.

Ich mag Geschichten, die mit einem guten Gefühl enden, und genau das ist hier gelungen. Der Abschluss passt für mich sehr gut zur Atmosphäre des gesamten Romans und rundet die Geschichte stimmig ab.

Wer Lust auf eine warmherzige RomCom mit Ostseeflair, sympathischen Figuren, einem charmanten Leuchtturm und einem vierbeinigen Liebling hat, sollte unbedingt zugreifen. Für mich war es eine wunderbare Sommerlektüre, die mich bestens unterhalten hat.

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Herbststimmung mit kleinen Schwächen

Oakfell Autumn Nights von Mimi Heeger

Ich greife selten allein wegen eines Covers zu einem Buch. Diesmal war es aber tatsächlich der erste Grund, warum ich neugierig geworden bin. Die Gestaltung vermittelt sofort diese gemütliche Herbststimmung, die sich später auch im Roman wiederfindet. Als dann noch die Kleinstadt Oakfell mit ihren Traditionen ins Spiel kam, hatte mich die Geschichte endgültig.

Besonders gelungen fand ich, wie die Autorin Vergangenheit und Gegenwart miteinander verbindet. Die Rückblicke erklären nach und nach, warum Everlee und Cooper heute dort stehen, wo sie stehen. Dadurch bekommen beide Figuren deutlich mehr Tiefe, als wenn man nur ihre aktuelle Situation erlebt hätte. Auch der Perspektivwechsel funktioniert für mich gut, weil beide nachvollziehbare Beweggründe haben und man ihre Gedanken besser versteht.
Mindestens genauso gern habe ich allerdings die Szenen mit Everlees Familie gelesen. Zwischen all dem Trubel entsteht eine Wärme, die den Roman für mich trägt. Diese Momente haben Oakfell lebendig wirken lassen und dafür gesorgt, dass die Kleinstadt mehr ist als nur eine schöne Kulisse. Gerade deshalb konnte ich nachvollziehen, warum Everlee so eng mit ihrer Heimat verbunden ist.
Der Schreibstil liest sich leicht und flüssig. Gleichzeitig nimmt sich die Autorin Zeit für die emotionalen Momente, ohne dabei den roten Faden zu verlieren. Die herbstliche Atmosphäre zieht sich konsequent durch die Geschichte und hat bei mir richtig Lust auf kühlere Tage gemacht.
Ganz ohne Kritik blieb das Buch für mich allerdings nicht. An einigen Stellen hatte ich den Eindruck, dass sich die Probleme zwischen Everlee und Cooper früher hätten lösen lassen, wenn beide offener miteinander gesprochen hätten. Dieses Thema zog sich für meinen Geschmack etwas länger durch die Handlung, als nötig gewesen wäre. Das hat mein Lesevergnügen zwar nicht zerstört, aber stellenweise etwas gebremst.
Trotzdem habe ich den Roman gern gelesen. Vor allem wegen seines besonderen Settings, der sympathischen Figuren und der stimmungsvollen Atmosphäre werde ich Oakfell positiv in Erinnerung behalten.

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