Kunden em pfehlungen
Rezensionen von askyfullofpages:
P.S.
Die Briefeschreiberin von Virginia Evans
Einfach nur WOW ????. Dieses Buch hat mir richtig gut gefallen! Es ist eine ruhige, poetische, aber sehr berührende Geschichte über eine Frau, die am liebsten über Briefe schreibt. Einige schwere, sehr emotionale Themen werden auf eine sehr einfühlsame und authentische Weise behandelt.
Die einzelnen Figuren und ihre Beziehungen haben so eine tolle Tiefe, dass man sich ihr Verhältnis richtig gut vorstellen kann.
Man bekommt auch ein sehr gutes Gefühl dafür, wie die Hauptperson ist und warum sie ihre Beziehungen auf die Art gestaltet, wie sie es tut.
Man merkt, wie sehr sie für andere da sein und Verständnis aufbringen kann, gleichzeitig aber in ihrem eigenen Leben durch ihre Vergangenheit an so manchen wichtigen Beziehungen scheitert.
Es ist eine Geschichte, die zeigt, wie wichtig zwischenmenschliche Beziehungen sind und dass sie Verständnis, Empathie, Arbeit und Kommunikation brauchen.
Dieses Buch kann ich wirklich von Herzen empfehlen.❤️
Gedanken, die viele Frauen kennen
Been there, felt that von Vanessa Sielmann
Dieses Hörbuch wollte ich unbedingt hören. Ich war so gespannt, weil ich ehrlich gesagt nicht genau wusste, was mich erwartet. Vanessa Sielmann hat ein unglaublich starkes Buch über Themen geschrieben, die viele Frauen aus ihrem Alltag kennen. Sie erzählt authentisch, ehrlich, nahbar und ohne etwas zu beschönigen.
Ihr gelingt eine Verbindung aus ihren persönlichen Erfahrungen und gesellschaftlicher Kritik.
Da ich selbst lange Zeit mit psychischen Problemen zu kämpfen hatte, finde ich den offenen Umgang der Autorin mit ihrer psychischen Gesundheit unglaublich bewundernswert! Ich finde es beeindruckend, wie ehrlich sie über ihre persönlichen Erfahrungen, ihre psychische Gesundheit und ihre Neurodivergenz spricht.
Mir ist beim Hören wieder bewusst geworden, wie wichtig verständnisvolle, unterstützende und nicht wertende Partnerschaften eigentlich sind.
Ich habe mich in vielen ihrer Gedanken wiedergefunden. Man merkt einfach, dass sie nichts beschönigt, sondern genauso erzählt, wie sie es erlebt hat. Es hat sich irgendwie so angefühlt, als würde ich einer Freundin zuhören.
Vielleicht habe ich auch deshalb so eine emotionale Verbindung gespürt, weil ich vieles selbst nachvollziehen konnte. Es tut wirklich gut zu merken, dass man mit manchen Gedanken und Gefühlen nicht alleine ist.
Das Hörbuch wurde von Vanessa Sielmann persönlich eingesprochen. Ihre Stimme hat einfach perfekt zu der Erzählung gepasst und das Ganze noch emotionaler gemacht.
Ich kann dieses Hörbuch wirklich allen von Herzen empfehlen!
Ich möchte mich herzlich bei DAV und Netgalley für das Rezensionsexemplar bedanken. Meine Meinung bleibt selbstverständlich unabhängig und ehrlich.
Wie das Leben spielt
Du in meinem Leben von Nayantara Roy
Ich habe Du in meinem Leben von Nayantara Roy als Hörbuch angehört und mochte es wirklich sehr gern.
Es geht um Familie, Schwesternliebe, Beziehungen und all die Dinge, die einen manchmal ein Leben lang begleiten. Die Charaktere waren für mich gut ausgearbeitet und ihr Erleben fühlte sich für mich authentisch an.
Ich möchte nicht mehr zum Inhalt sagen, weil ich auf keinen Fall spoilern möchte. Ich kann aber sagen, dass ich die Geschichte richtig gut fand.
Ein großes Lob geht auch an die Sprecherin Sarah Dorsel. Sie hat das Hörbuch sehr gut eingesprochen. Ihre angenehme Stimme und ihre feine Art zu erzählen, haben die Atmosphäre der Geschichte wunderbar eingefangen. Sie hat einen großen Teil dazu beigetragen, dass ich mich richtig in die Handlung hineinversetzen konnte.
Das fulminante Ende hat mir besonders gut gefallen. Damit habe ich so nicht gerechnet. Die Geschichte hat einen richtig starken Schluss.
Für mich war das ein ganz tolles Hörerlebnis. Ich habe das Hörbuch sehr gerne gehört und kann es auf jeden Fall weiterempfehlen.
Die Täter müssen endlich zur Rechenschaft gezogen werden
Und ich werde dich nie wieder Papa nennen von Caroline Darian
Ich habe das Buch Und ich werde dich nie wieder Papa nennen mit einem äußerst beklemmenden Gefühl beendet. Bei mir ist des öfteren die Frage aufgetaucht, wem man überhaupt noch vertrauen kann?
Ich kann jetzt schon sagen, dass das Buch unglaublich stark, hart und wichtig ist und wünsche mir, dass es von ganz vielen Menschen gelesen wird.
Die geschilderten Ereignisse sind kaum zu ertragen. Mit jeder Seite kommen weitere erschütternde Details ans Licht, die einen an allem und jedem zweifeln lassen. Besonders bedrückend fand ich, dass der Täter selbst aus dem Gefängnis heraus noch versuchte, Einfluss auf seine Familie auszuüben und sie weiter zu spalten.
Es muss unvorstellbar schlimm sein, zu erfahren, was der eigene Vater der eigenen Mutter angetan hat. Aus der Leserinnenperspektive konnte ich die Wut und Verzweiflung der Tochter über manche Reaktionen ihrer Mutter sehr gut nachvollziehen. Gleichzeitig bin ich selbst Überlebende und weiß deshalb, dass traumatische Erfahrungen Menschen auf eine Weise prägen, die für Außenstehende oft schwer zu verstehen ist. Ich konnte sowohl die Perspektive der Mutter, als auch der Tochter verstehen. Das Buch zeigt eindringlich, dass Trauma nicht nur die unmittelbar betroffene Person trifft, sondern ganze Familien erschüttert und tiefe Risse hinterlässt.
Dieses Buch macht außerdem deutlich, dass es sich nicht um einen Einzelfall handelt. Hinter organisierter sexualisierter Gewalt stehen häufig mehrere Täter, die sich sicher fühlen, sich vernetzen, darauf vertrauen, nicht zur Rechenschaft gezogen zu werden. Genau das muss sich endlich ändern! Die Scham muss die Seite wechseln, denn sie gehört auf die Seite der Täter und sie müssen konsequent verfolgt und deutlich härter bestraft werden.
Für mich ist das Buch weit mehr als ein persönlicher Erfahrungsbericht. Es ist ein wichtiges Zeugnis über Trauma, Machtmissbrauch, die Folgen für Angehörige und den langen Weg des Weiterlebens. Ich habe bereits zuvor Eine Hymne an das Leben von Gisèle Pelicot gelesen. Dieses Buch hat mich tief bewegt, doch der Blick der Tochter eröffnet noch einmal eine ganz andere Perspektive.
Ein schweres, hartes, erschütterndes, aber unbedingt lesenswertes Buch.
Es braucht einen kollektiven Aufschrei
Und der Aufschrei bleibt aus von Miriam Wagenblast
Und derAufschrei bleibt aus ist ein Buch, das meiner Meinung nach sehr viele Menschen lesen sollten. Die Themen rund um Feminismus, patriarchale Strukturen, Gewalt gegen Frauen, geschlechterabhängige Ungerechtigkeiten und fehlende Gleichberechtigung sind unglaublich wichtig und aktueller denn je.
Ich beschäftige mich schon länger mit Feminismus und den gesellschaftlichen Strukturen dahinter.
Aus diesem Grund war vieles für mich nicht komplett neu. Trotzdem konnte ich einiges aus dem Buch mitnehmen. Am meisten erschüttern mich jedes Mal die harten Zahlen und Fakten. Obwohl ich sie in ähnlicher Form schon kannte, schockieren sie mich jedes Mal aufs Neue. Obwohl ich weiß, wie groß das Problem ist, erschrecken sie mich immer wieder.
Das Buch zeigt sehr gut, dass das eigentliche Problem patriarchale Strukturen sind. Umso spannender fand ich den Gedanken, dass ein Matriarchat für Verbindung und Miteinander steht und nicht einfach das Gegenteil eines Patriarchats ist.
Gut herausgearbeitet fand ich auch, dass es sich nicht um Einzelfälle, sondern um ein strukturelles gesellschaftliches Problem handelt. Genau deshalb reicht es nicht, einfach wegzuschauen. Es muss ein kollektiver Aufschrei erfolgen, der schon lange notwendig wäre.
Die Botschaft des Buches halte ich für unglaublich wichtig: Es braucht mehr Aufmerksamkeit für diese Themen, mehr Gleichberechtigung und vor allem mehr Solidarität unter Frauen. Veränderung kann nur gelingen, wenn wir hinschauen, Missstände benennen und uns gegenseitig unterstützen.
Ich finde, dass dieses Buch seine Botschaft klar auf den Punkt bringt und zeigt, warum wir über diese Themen viel lauter sprechen müssen. Ich wünsche mir, dass dieses Buch möglichst viele Menschen lesen.
Vielen lieben Dank an BoD und NetGalley für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung bleibt davon wie immer unabhängig, ehrlich und unbeeinflusst.
Schulter an Schulter
Unshame von Louisa Dellert
Unshame ist für mich ein unglaublich wertvolles Buch. Louisa Dellert verbindet ihre persönlichen Erfahrungen mit fundierten Informationen und lädt immer wieder zu Gedankenexperimenten ein, die zum Nachdenken anregen. Gleichzeitig gibt sie konkrete Impulse, wie man den eigenen Blick auf den eigenen Körper, die Körper anderer Menschen und auf sich selbst verändern kann.
Ich glaube, was mich am meisten beschäftigt hat, war die Erkenntnis, wie selbstverständlich weibliche Scham für viele von uns geworden ist. Als Frau wächst man eigentlich damit auf, dass der eigene Körper ständig bewertet wird. Diese Bewertung kommt nicht nur von außen, sondern irgendwann auch von einem selbst. Genau davon leben das Patriarchat und eine riesige Industrie. Frauen wird eingeredet, sie seien nicht gut genug, nicht schön genug oder müssten sich ständig optimieren. Wenn man permanent mit solchen Unsicherheiten beschäftigt ist, bleibt wenig Raum für die wirklich wichtigen Dinge im Leben. Das fand ich unglaublich erschreckend.
Das Buch macht deutlich, wie schwer es ist, sich von diesen Denkmustern zu lösen, wenn man mit ihnen aufgewachsen ist. Gerade deshalb fand ich die Botschaft des weiblichen Schulterschlusses so wichtig. Statt Körper zu bewerten oder Bodyshaming zu betreiben, sollten wir uns gegenseitig unterstützen, mehr Mitgefühl füreinander entwickeln und uns gegenseitig feiern.
Ich glaube, dass dieses Buch nicht nur für Frauen, sondern auch für Männer lesenswert ist. Es hilft zu verstehen, welchen gesellschaftlichen Druck und welche Grenzüberschreitungen viele Frauen tagtäglich erleben. Wer sich bereits intensiv mit Körperakzeptanz, Body Positivity und Feminismus beschäftigt hat, wird vielleicht nicht ausschließlich Neues finden. Trotzdem schafft es Louisa, bekannte Themen so persönlich und nahbar zu erzählen, dass ich das Buch mit großem Interesse gelesen habe und immer wieder neue Denkanstöße mitnehmen konnte.
Ein wirklich tolles, intimes und eindrückliches Buch, das mich hoffentlich langfristig zu mehr Selbstreflexion, Mitgefühl und einem liebevolleren Umgang mit mir selbst bewegt.
Ich möchte unbedingt noch anmerken, dass Louisa die liebenswürdigste Danksagung geschrieben hat. Allein diese hat mich wirklich zu Tränen gerührt.
Vielen lieben Dank, liebe Louisa, für deine ehrlichen, zutiefst authentischen und ermutigenden Worte!
Ab jetzt Schulter an Schulter ✨
Was, wenn die Mörderin ein Kind ist?
Kleine Schwächen von Megan Nolan
Besonders beeindruckt hat mich, wie scharfsinnig die Mechanismen von Vorverurteilung und Klassismus offengelegt werden. Der Roman zeigt, wie schnell Menschen aufgrund ihrer Herkunft, ihrer Lebensumstände oder ihres sozialen Status abgestempelt werden. Erschreckend fand ich, dass selbst ein Kind nicht vor Vorurteilen geschützt ist und wie schnell ihm aufgrund seiner Herkunft und seiner Lebensumstände ein schlechter Charakter zugeschrieben wird.
Es werden unbequeme Fragen über Schuld, Verantwortung und die Art gestellt, wie wir Menschen beurteilen. Sehr eindrcklich fand ich, dass Armut und schwierige familiäre Verhältnisse oft wie ein gefundenes Fressen für Vorurteile wirken. Der Roman macht sichtbar, wie schnell Menschen aufgrund ihrer sozialen Situation als verdächtig, unfähig oder minderwertig wahrgenommen werden, ohne dass man sich die Mühe macht, hinter die Fassade zu blicken.
Auch die Darstellung von Mutterschaft und der schwierigen Mutter-Tochter-Beziehung fand ich sehr beeindruckend. Der Roman zeigt, dass sich nicht jede Frau automatisch über eine Schwangerschaft freut und auch nicht jede Frau leicht in eine Mutterrolle findet. Mir hat dieser differenzierte Blick sehr gut gefallen, weil die Rolle der Frau als Mutter oft überidealisiert wird. Der Roman zeigt Beziehungen nicht geschönt, sondern in all ihrer Komplexität, geprägt von Verletzungen, Erwartungen und ungelösten Konflikten.
Am meisten liebe ich Bücher, die mich nicht nur berühren, sondern auch zum Nachdenken bringen. Geschichten, die mir neue Perspektiven eröffnen, meine eigenen Gedanken hinterfragen und mich etwas über mich selbst lernen lassen. „Kleine Schwächen“ war genau so ein Buch für mich. Es hat mich immer wieder dazu gebracht, meine eigenen Urteile, Vorverurteilungen, Annahmen und Reaktionen zu beobachten. Für mich liegt darin die besondere Stärke dieses Romans.
Für mich war dieses Buch sehr stark! Ich möchte es LeserInnen empfehlen, die wie ich, Bücher lieben, die nicht nur unterhalten, sondern auch zum Nachdenken anregen und den Blick auf sich selbst und andere Menschen erweitern.
Wird die Liebe weniger, wenn man sie teilt?
Gretas Männer von Judith Reusch
Ein äußerst berührender Roman über Liebe, Familie, Mutterschaft und all die Herausforderungen, die diese Themen mit sich bringen. Die Geschichte hat mich mit seinen Wendungen immer wieder überrascht. Ich hatte großen Spaß beim Lesen und da ich das Buch teilweise als Hörbuch gehört habe, möchte ich dieses ebenfalls ausdrücklich empfehlen.
Die Sprecherinnen verleihen der Geschichte sehr viel Persönlichkeit und machen das Hörerlebnis zu etwas ganz Besonderem.
Judith Reusch erzählt wunderbar herzergreifend und mit ganz viel Feingefühl. Die Protagonistin Greta ist vielschichtig gezeichnet und wirkt mit all ihren Facetten sehr authentisch. Eine faszinierende Frau mit einer außergewöhnlichen Lebensgeschichte.
Für mich ist „Gretas Männer“ ein bewegender Roman, der zeigt, wie komplex Beziehungen und überhaupt das Leben sein können und wie sehr Liebe, Familie, Persönlichkeiten und Lebensentscheidungen unser Leben prägen. Eine klare Empfehlung für alle, die emotionale Lebensgeschichten mit besonderen Figuren lieben.
Ist der Preis der Freiheit nicht Solidarität und Verantwortung?
Wut und Wärme von Düzen Tekkal; Tezcan Tekkal; Tugba Tekkal; Tülin Tekkal; Tuna Tekkal
Auf dem Cover sind die 5 Tekkal-Schwestern Tülin, Düzen, Tuğba, Tuna und Tezcan abgebildet. Schon hier spürt man die Wärme, Herzlichkeit und Verbundenheit, die einem auf jeder Seite dieses Buches begegnen. Ihre Beziehung geht weit über eine gewöhnliche Schwesternschaft hinaus. Sie tragen, stärken, unterstützen und inspirieren einander.
Dieses Buch ist klug, eloquent und mit großer Ehrlichkeit geschrieben. Es liest sich trotz der oft schweren und schmerzhaften Inhalte mit erstaunlicher Leichtigkeit. Die Autorinnen erzählen von Identität und Zugehörigkeit, von ihrem Kampf um Menschenrechte, Empathie und Zusammenhalt. Einen besonderen Raum nimmt dabei der Genozid an den Jesidinnen und Jesiden ein, dessen Folgen bis heute spürbar sind. Sie berichten von Leid und Ungerechtigkeit, aber auch von Hoffnung, Zuversicht und der Kraft, Veränderungen anzustoßen.
Besonders eindrucksvoll fand ich die Schilderungen ihrer Menschenrechtsarbeit. Die Tekkal-Schwestern zeigen, dass komplexe gesellschaftliche Probleme nicht unterkomplex diskutiert werden dürfen. Sie widersprechen einfachen Antworten und machen deutlich, wie wichtig differenziertes Denken, Zuhören und echtes Verstehen sind. Dabei geraten sie nie in die Falle der Opferkonkurrenz, sondern treten für die Rechte aller Menschen ein.
Ebenso überzeugend ist die Gesellschaftskritik, die die Schwestern äußern. Missstände klar und deutlich, ohne dabei zu verurteilen. Stattdessen fordern Sie Verantwortung ein. Verantwortung für die Menschen um uns herum und für die Freiheit, die wir genießen dürfen. Das Buch macht deutlich, dass Freiheit nicht nur ein Privileg, sondern auch eine Verpflichtung ist. Solidarität, Empathie und aktives Handeln sind keine Selbstverständlichkeiten, sondern Werte, die gelebt werden müssen.
Mit Weisheit und Wohlwollen, aber auch mit Klarheit und Entschlossenheit werden die Schwestern zu echten Wertebotschafterinnen. Ihre Arbeit ist geprägt von Weisheit, Empathie, Zartheit und Wohlwollen.
Ebenso berührend ist die Rolle der Eltern. Immer wieder werden sie mit neuen Situationen, Herausforderungen und Lebensentwürfen ihre Kinder konfrontiert. Dennoch zeigen Sie eine bemerkenswerte Bereitschaft, mit ihren Kindern zu wachsen. Ob traditionelle Erwartungen hinterfragt oder neue Wege eingeschlagen werden, die Eltern begegnen diesen Entwicklungen mit Offenheit, Liebe und Lernbereitschaft. Dadurch entsteht das Bild einer Familie, die sich gemeinsam weiterentwickelt und deren Zusammenhalt auf gegenseitigem Respekt basiert.
Gleichzeitig liest sich das Buch wie die Heldinnenreise von fünf Schwestern. Jede von ihnen entwickelt sich auf ihre eigene Weise weiter, stößt an Grenzen, hinterfragt Erwartungen und findet ihren eigenen Weg. Dabei wird deutlich, wie sehr sie von ihrer Familie getragen werden und sich gleichzeitig gegenseitig stärken.
Das Buch ist für mich ein Plädoyer für Menschlichkeit, Mut Verantwortung und Solidarität. Ich halte dieses Werk für unglaublich stark, bewegend und wichtig und kann allen nur wärmstens empfehlen, es zu lesen. .
Was man an der Nordsee sucht und findet
Vielleicht im Sommer von Lukas Mi-Sa Nguy_n Egger
Für mich ist das ein außergewöhnlich starkes Romandebüt!
Die Protagonisten sind vom Leben gebeutelt und lernen sich in einem Heim kennen. Gemeinsam begeben sie sich auf die Suche. Der eine sucht seine unbekannte Schwester, der andere sucht auch, weiß nur noch nicht genau, was.
Das Buch liest sich unglaublich flüssig.
Die Sätze sind kurz, was aber gut zu der Erzählung passt. Das Erzähltempo ist hoch und die Handlung sehr intensiv und emotional.
Von beiden Protagonisten erfährt man im Laufe der Geschichte immer mehr. Langsam bekommt die harte Schale Risse und der weiche Kern kommt zum Vorschein.
Das Ende ist fulminant und emotional.
Für mich ist dieses Buch ein ganz starkes Debüt über zwei Jugendliche, die doch einfach nur eine Familie haben wollen. Ich kann diesen Roman allen empfehlen, wenn sie die Triggerwarnungen beachten! Von mir gibt es 5 Sterne!











