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Rezensionen von ekiam:

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Tolle Ergänzung der Serie

Foolish Puckboy von Eden Finley; Saxon James

Mit Foolish Puckboy beweist das Autorenduo Eden Finley und Saxon James einmal mehr, warum die Puckboy-Reihe für mich einfach so gut funktioniert. Der Schreibstil ist wie gewohnt locker, flüssig und unglaublich kurzweilig; die Seiten fliegen nur so dahin und ehe man sich versieht, ist das Buch ausgelesen.

Besonders gefallen hat mir, dass die Reihe mit Aleks noch einmal mehr queere Repräsentation bekommt. Seine Pansexualität wird selbstverständlich in die Geschichte eingebunden und ist mal was erfrischend anderes.

Aleks und Gabe merken ziemlich schnell, dass ihre Verbindung weit über eine rein körperliche Anziehung hinausgeht. Gerade das hat mir gut gefallen: Die Gefühle entwickeln sich glaubwürdig und die Chemie zwischen den beiden ist vom ersten Moment an spürbar. Ihre Dynamik ist gleichzeitig heiß, humorvoll und angenehm kompetitiv; sie necken sich, fordern sich heraus und harmonieren dabei einfach großartig.

Ein weiteres Highlight der Reihe bleibt für mich das queere Freundeskollektiv. Ich muss jedes Mal wieder schmunzeln, wenn sich die anderen Figuren mehr oder weniger ungefragt in das Liebesleben der Protagonisten einmischen. Gleichzeitig sind sie aber auch die größte Unterstützung, wenn es wirklich darauf ankommt. Dieses Zusammenspiel aus Chaos, Freundschaft und gegenseitigem Rückhalt macht für mich einen großen Teil des Charmes der Reihe aus.

Zugegeben: Es gab durchaus Momente, in denen ich sowohl Aleks als auch Gabe am liebsten einmal kräftig in die richtige Richtung geschubst hätte. Als Leserin war manches so offensichtlich, dass ich sie beide gerne daran erinnert hätte, endlich auszusprechen, was sie längst fühlen. Gleichzeitig passte genau dieses Zögern aber gut zu ihren jeweiligen Unsicherheiten, machte ihre Entwicklung nachvollziehbar und beide einfach menschlich.

Insgesamt war Foolish Puckboy für mich wieder ein Volltreffer: humorvoll, spicy, emotional und mit zwei Protagonisten, deren Beziehung sich genauso unterhaltsam wie authentisch entwickelt. Wer die Puckboy-Reihe bisher mochte, wird auch mit diesem Band eine großartige Lesezeit haben.

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Tolle Ergänzung der Serie
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Großer Wimmelspaß für kleine Fahrzeugfans

Mein erstes Sachen suchen Wimmelbuch: Fahrzeuge von Maria Höck

Mein erstes Sachen suchen Wimmelbuch: Fahrzeuge richtet sich an Kinder ab einem Jahr und bietet auf sieben stabilen Papp-Doppelseiten jede Menge Fahrzeuge zum Entdecken. Insgesamt hat uns das Buch gut gefallen und eignet sich prima für die ersten gemeinsamen Such- und Benennspiele.

Die Illustrationen sind altersgerecht gestaltet: Die Fahrzeuge sind vereinfacht dargestellt und dadurch leicht zu erkennen.

Gleichzeitig gibt es auf jeder Seite viel zu entdecken, ohne dass die Wimmelbilder überladen wirken. Gerade für die empfohlene Altersgruppe finde ich diese Balance sehr gelungen.

Besonders schön fand ich die Fahrzeugauswahl. Neben den Klassikern wie Feuerwehr, Bagger oder Zug tauchen auch Fahrzeuge auf, die man in Kinderbüchern eher selten sieht. So gibt es unter anderem einen Zwillingskinderwagen, einen Zeppelin, einen Aufsitzrasenmäher, ein Lastenfahrrad, eine Vespa oder einen Milchtankwagen zu entdecken. Das sorgt für Abwechslung und erweitert den Wortschatz der kleinen Leserinnen und Leser spielerisch.

Auch die Texte sind kurz, einfach formuliert und passen gut zu den jeweiligen Bildern. Einen kleinen Kritikpunkt hatte ich allerdings: Auf einer Seite werden die Aufräumarbeiten nach einem Fest gezeigt, der Text beginnt mit ‚Das Fest ist vorbei‘. Da das Fest selbst vorher gar nicht vorkommt, wirkte dieser Einstieg auf mich etwas abrupt.

Die Suchaufgaben sind dagegen genau richtig für die Zielgruppe. Sie sind überschaubar, gut lösbar und motivieren schon die Kleinsten zum genauen Hinschauen und Wiederfinden.

Ein kleiner Wermutstropfen ist für mich die Größe des Buches. Obwohl es bereits für Kinder ab einem Jahr empfohlen wird, ist es für kleine Hände noch etwas unhandlich. Dank der stabilen Pappseiten lässt es sich zwar gut gemeinsam anschauen, zum selbstständigen Halten hätte ich mir ein etwas kompakteres Format gewünscht.

Insgesamt ist Mein erstes Sachen suchen Wimmelbuch: Fahrzeuge ein gelungenes erstes Wimmelbuch mit liebevollen Illustrationen, einer abwechslungsreichen Fahrzeugauswahl und altersgerechten Suchaufgaben – ideal für kleine Fahrzeugfans, die gerade beginnen, ihre Welt zu entdecken.

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Großer Wimmelspaß für kleine Fahrzeugfans
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Ein neues Abenteuer für Fans des Baustellen-Kindergartens

Bagger Bens Tag am Meer von Dörte Horn

Wir lieben die Bücher rund um Bagger Ben und seine Freunde und deshalb war die Freude groß, als wir mit Bagger Bens Tag am Meer ein neues Buch entdeckt haben und auch dieses Mal wurden wir nicht enttäuscht.

Die Geschichte beginnt mit einem Ausflug der Baustellen-Kinder ans Meer. Eigentlich soll es ein entspannter Tag mit Spielen und Erholung werden, doch als die Freunde ankommen, erwartet sie zunächst eine unschöne Überraschung: Der Strand ist völlig verdreckt.

Gemeinsam räumen die Baustellen-Kinder auf und machen den Strand wieder schön, bevor der eigentliche Spaß beginnen kann.

Aber natürlich bleibt es nicht bei einem ruhigen Tag am Meer: Als ein Ball ins Wasser fällt und abgetrieben wird, machen sich die Freunde auf die Suche und entdecken dabei ein gestrandetes U-Boot. Schnell ist klar: Es braucht eine clevere Idee, um ihm zu helfen. Verschiedene Versuche scheitern zunächst, bis die Gruppe auf ein leer stehendes Haus mit Pool auf einem Hügel stößt. Gemeinsam entwickeln die Baustellen-Kinder einen Plan und bauen einen Wasserfall, der das U-Boot zurück ins Meer bringt. Und besonders schön: Nach ihrer Rettungsaktion kümmern sie sich auch darum, alles wieder in Ordnung zu bringen.

Wie aus den anderen Bagger-Ben-Büchern gewohnt, sind die Illustrationen wieder richtig gelungen. Sie sind detailreich, lebendig und überall verstecken sich kleine lustige Szenen, die auch beim wiederholten Anschauen noch Spaß machen.

Auch die Texte haben uns wieder gut gefallen: Sie sind angenehm kurz, gut verständlich und dadurch perfekt für die Altersgruppe geeignet.

Was ich an den Geschichten rund um Bagger Ben besonders mag: Neben dem Abenteuer vermitteln sie immer ganz selbstverständlich wichtige Werte. Zusammenhalt, Freundschaft, Hilfsbereitschaft und Einfallsreichtum spielen auch hier wieder eine große Rolle und zusätzlich wird das Thema Umweltschutz altersgerecht und ohne erhobenen Zeigefinger eingebunden.

Für uns wieder ein rundum gelungenes Bilderbuch und eine klare Empfehlung!

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Ein neues Abenteuer für Fans des Baustellen-Kindergartens
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Richtig gute Unterhaltung

Egotistical Puckboy von Eden Finley; Saxon James

Egotistical Puckboy war für mich vor allem eins: richtig gute Unterhaltung. Ich habe das Buch in kurzer Zeit gelesen und hatte durchgehend Spaß; nicht unbedingt, weil es das Genre neu erfindet, sondern weil es genau weiß, was es sein möchte, und das sehr gut umsetzt.

Der Schreibstil des Autorenduos funktioniert für mich einfach.

Er ist kurzweilig, flüssig und locker, sodass die Seiten nur so vorbeifliegen. Besonders die Schlagabtausche zwischen Anton und Ezra haben mir unglaublich gut gefallen, die beiden liefern sich Dialoge, die witzig sind und ihre Dynamik perfekt transportieren. An manchen Stellen wurde es mir persönlich etwas zu flapsig, aber insgesamt hat genau dieser Ton sehr gut zur Geschichte gepasst.

Mit den Figuren hatte ich einen interessanten Einstieg: In Anton konnte ich mich von Anfang an gut hineinversetzen. Bei Ezra hat es deutlich länger gedauert. Seine Großspurigkeit, seine laute Art und sein Auftreten haben zunächst vieles überdeckt und ich hatte ähnlich wie Anton das Gefühl, erst einmal hinter diese Fassade blicken zu müssen. Gerade deshalb mochte ich aber später umso mehr, dass unter dem Auftreten deutlich mehr steckt als reine Selbstinszenierung.

Wer ein langes Enemies-to-Lovers erwartet, sollte die Erwartungen vielleicht etwas anpassen; die eigentliche Feindschaft hält nicht besonders lange. Was aber bleibt, ist dieses ständige Kabbeln zwischen Anton und Ezra, und genau daraus zieht die Geschichte für mich ihren Reiz. Die Dynamik zwischen ihnen funktioniert einfach unglaublich gut und trägt das Buch.

Natürlich fehlen auch die spicy Szenen nicht und die waren für mich, wie ich es von dem Autorenduo inzwischen kenne, gut geschrieben und haben sich stimmig in die Beziehung eingebettet.

Besonders schön fand ich außerdem, dass beide Protagonisten eine Entwicklung durchlaufen. Niemand ist hier von Anfang an komplett angekommen oder bereits die beste Version seiner selbst. Die Veränderungen wirken nicht plötzlich oder übertrieben, sondern nachvollziehbar und passend zu den Figuren.

Insgesamt war Egotistical Puckboy für mich eine super unterhaltsame MM Hockey Romance mit viel Humor, starker Dynamik und Figuren, die mehr Tiefe haben, als man anfangs vielleicht erwartet. Ich hatte eine wirklich tolle Lesezeit.

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College Sports Romance

Don't let me fall von Kelsie Rae

Don’t Let Me Fall war für mich eines dieser Bücher, bei denen man nach ein paar Kapiteln merkt: Okay, das wird heute wahrscheinlich nichts mehr mit „nur noch kurz weiterlesen“. Ich war schnell komplett drin und habe das Buch in kurzer Zeit durchgelesen, was einerseits an der Dynamik zwischen Ash und Colt lag, aber definitiv auch am Schreibstil.

Der liest sich flüssig, mitreißend und sorgt dafür, dass die Seiten nur so vorbeifliegen.

Wer College Sports Romance mag und Lust auf Forbidden Love hat, bekommt hier ziemlich genau das, was der Klappentext verspricht. Und obwohl ich bei Love Triangles inzwischen oft vorsichtig geworden bin, weil sie für mich häufig sehr vorhersehbar geschrieben sind, hatte die Geschichte für mich trotzdem viel Sog.

Mein größter Kritikpunkt liegt gleichzeitig in genau diesem Bereich: Ich habe inzwischen oft das Gefühl, dass aktuelle Beziehungen in solchen Konstellationen nur deshalb existieren, damit man möglichst schnell versteht, wer eigentlich das „richtige“ Paar ist und dafür wird der aktuelle Freund dann häufig zum kompletten Unsympathen gemacht. Leider war das hier für mich teilweise ähnlich. Ash spürt selbst relativ früh, dass ihre Beziehung längst nicht mehr stabil ist, als Colt in ihr Leben tritt. Trotzdem hält sie sehr lange daran fest, während ihr Freund immer wieder eifersüchtig, eingeschnappt und kontrollierend reagiert, obwohl er derjenige ist, der ständig fremdgeht. Dadurch fehlte mir stellenweise etwas die emotionale Grauzone, die ich bei solchen Geschichten besonders spannend finde.

Dafür hat mich Colt positiv überrascht. Nach außen wirkt er zunächst wie der klassische Bad Boy: Er wurde von seiner alten Uni geworfen, bringt einen gewissen Ruf mit und wirkt wie jemand, der vieles gegen die Wand gefahren hat. Tatsächlich steckt darunter aber ein Charakter, der sich um seine Freunde und Familie kümmert und deutlich mehr green flag als villain energy ausstrahlt. Ich wollte ziemlich schnell wissen, was wirklich hinter seiner Geschichte steckt.

Besonders gefallen haben mir außerdem die Nebencharaktere, vor allem Theo und Blake. Sie haben für mich sofort genug Persönlichkeit mitgebracht, dass ich neugierig auf ihre Geschichte geworden bin. Umso schöner, dass der nächste Band ihnen gewidmet ist.

Einen Punkt gab es allerdings, der mich immer wieder aus dem Lesefluss gebracht hat: die Wortwahl an manchen Stellen. Mehrfach wird davon gesprochen, dass Mädchen den Jungs „gehören“ oder von ihnen „beherrscht“ werden. Grundsätzlich kann Sprache natürlich Figurencharakterisierung sein; aber gerade im Zusammenspiel mit dem Nebenplot um Ashs Mitbewohnerin, deren Ex sich mehrfach übergriffig und sogar gewalttätig verhält, hat mich diese Wortwahl irritiert. Das wirkte für mich nicht ganz stimmig und hat sich mit den anderen Themen des Buches gebissen.

Insgesamt hatte ich aber richtig viel Spaß mit Don’t Let Me Fall: tolle Chemie, starker Lesefluss, sympathische Figuren und eine Romance, die mich emotional deutlich mehr gepackt hat als manche andere Sports Romance zuletzt.

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College Sports Romance
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Starker Schreibstil, aber der Plot konnte mich nicht überzeugen

The Night We Met von Abby Jimenez

Das war mein erstes Buch von Abby Jimenez und ich verstehe, warum so viele ihren Schreibstil mögen. Das Buch liest sich unglaublich flüssig, die Seiten vergehen schnell und ich war trotz meiner Kritikpunkte immer neugierig genug, weiterzulesen. Sprachlich hat mich die Geschichte definitiv abgeholt.

Mit dem Plot selbst hatte ich allerdings deutlich mehr Schwierigkeiten.

Das zentrale Love Triangle hat für mich leider nicht funktioniert – vor allem deshalb, weil ich zu keinem Zeitpunkt wirklich das Gefühl hatte, dass Larissa in Mike verliebt ist. Ich habe über das gesamte Buch hinweg darauf gewartet, endlich zu verstehen, warum sie überhaupt mit ihm zusammen ist. Dadurch fehlte mir ein Stück weit die emotionale Grundlage für den eigentlichen Konflikt.

Erschwerend kam dazu, dass Mike für mich von Anfang an schwer greifbar war. Er wirkte auf mich unsympathisch, unzuverlässig und hat seine Freunde immer wieder in seine eigenen Lügen mit hineingezogen. Natürlich bringt er eigene Probleme mit, aber das tun die anderen Figuren ebenfalls, für mich hat das sein Verhalten nicht wirklich aufgefangen. Stellenweise hat es mich ehrlich gesagt eher frustriert, wie viel Larissa sich von ihm gefallen lässt.

Chris mochte ich insgesamt deutlich lieber, auch wenn ich mit ihm nicht komplett warm geworden bin. Seine Handlungen sind nachvollziehbar von seinen Gefühlen für Larissa geprägt, aber ich hatte immer wieder das Gefühl, dass er ihr zu wenig zutraut. Gerade im Umgang mit ihrer schweren Allergie fand ich das schwierig: Larissa wirkt verantwortungsvoll und kompetent im Umgang damit; trotzdem kontrolliert Chris ständig ihren EpiPen. Irgendwann wirkte das auf mich eher bevormundend als fürsorglich.

Leider konnten mich auch die Nebenfiguren nicht wirklich abholen. Larissas Mutter empfand ich oft als unnötig unverschämt und auch mit Wufferine wurde ich nicht warm – dass der Hund ständig andere Tiere tötet, sollte vermutlich skurril oder humorvoll wirken, hat bei mir aber eher die Frage ausgelöst, welchen Mehrwert das eigentlich für die Geschichte hatte.

Insgesamt war das für mich ein Buch mit einem wirklich mitreißenden Schreibstil, aber einer Handlung und Figurenkonstellation, die emotional nicht ganz aufgegangen sind. Ich habe es gerne gelesen, aber die Geschichte selbst konnte mich nicht so überzeugen wie erhofft.

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Starker Schreibstil, aber der Plot konnte mich nicht überzeugen
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Hatte mir mehr erhofft

Ignite (New Beginnings at Cloverleigh Farms 1) von Melanie Harlow

Ignite hatte auf dem Papier eigentlich vieles, was ich gerne lese: Age Gap, grumpy Love Interest, alleinerziehender Vater und dazu noch ein Feuerwehrmann als Protagonist. Leider hat die Umsetzung für mich am Ende nicht ganz gehalten, was ich mir davon versprochen hatte.

Direkt vorweg: Wer wegen des Feuerwehr-Settings zugreift, sollte die Erwartungen etwas anpassen.

Dass Dex Feuerwehrmann ist, bleibt über weite Strecken eher nebensächliches Beiwerk und wird aus meiner Sicht ziemlich stiefmütterlich behandelt. Die Geschichte hätte mit kleinen Anpassungen fast genauso gut in einem anderen beruflichen Umfeld stattfinden können.

Positiv hervorheben möchte ich auf jeden Fall den Schreibstil. Das Buch liest sich angenehm flüssig, locker und unkompliziert weg – ich bin gut durch die Seiten gekommen und hatte nie das Gefühl, sprachlich irgendwo hängenzubleiben.

Nicht überzeugen konnte mich dagegen das Tempo der Geschichte. Für meinen Geschmack zieht sich die Handlung zu sehr und dreht immer wieder Schleifen, ohne wirklich neue Entwicklungen einzubringen. Irgendwann war ich an dem Punkt angekommen, an dem ich mich ernsthaft gefragt habe, was auf den letzten fünfzig Seiten überhaupt noch passieren soll, weil die Geschichte für mich gefühlt schon erzählt war. Dadurch wurde das Leseerlebnis zunehmend träge.

Den Age-Gap-Trope lese ich eigentlich sehr gerne. Hier ist es für mich aber stellenweise in eine Richtung gekippt, die ich unangenehm fand. Dass Figuren sich Gedanken über den Altersunterschied machen, gehört für mich dazu. Schwieriger wurde es für mich dadurch, dass Dex immer wieder betont, wie süß und wie kindlich Winnie sei. Das hat bei mir nicht die Dynamik erzeugt, die ich mir von diesem Trope wünsche, sondern eher einen seltsamen Beigeschmack hinterlassen.

Der Punkt, der für mich das Buch letztlich am stärksten überschattet hat, war allerdings die erste intime Szene zwischen den beiden. Auch wenn Dex vorher ankündigt, nicht sanft zu sein – in dem Moment, in dem Schmerzen geäußert werden, war für mich persönlich eine Grenze erreicht. Diese Szene hat meinen Blick auf die Beziehung danach deutlich beeinflusst und sich leider nicht mehr richtig aus dem Leseerlebnis lösen lassen.

Ein echtes Highlight waren dagegen Dex’ Kinder. Für mich haben sie einen großen Teil der Geschichte getragen und waren mit Abstand die stärksten Nebencharaktere – lebendig, sympathisch und oft deutlich interessanter als die eigentliche Liebesgeschichte.

Insgesamt ist Ignite für mich ein solides Buch mit angenehmem Schreibstil und starken Nebenfiguren, das aber bei Tempo, Romance-Dynamik und einigen inhaltlichen Entscheidungen deutlich hinter meinen Erwartungen geblieben ist.

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Schnell gelesen, sehr spicy und überraschend erfrischend

Crushed On Ice von Helena Hunting

Crushed on Ice war für mich so ein Buch, in das man eigentlich nur kurz reinlesen will – und plötzlich ist der Tag vorbei und man hat es komplett durchgesuchtet. Der Schreibstil liest sich unglaublich flüssig, die Kapitel fliegen nur so dahin und durch die Dual POV bekommt man sowohl Cammies als auch Chases Sicht gut mit.

Was mir besonders gefallen hat: Endlich dürfen Fanfictions auch mal in Romance-Büchern existieren, ohne nur ein kleiner Nebengag zu sein. Cammie als Protagonistin hat mir insgesamt richtig gut gefallen – sie wirkt nicht wie die typische College-Romance-Heldin, sondern etwas verträumt, sozial eher zurückhaltend und sehr in ihrer eigenen Welt unterwegs.

Und ja: Dieses Buch ist wirklich spicy. Die Anziehung zwischen den beiden lässt nicht lange auf sich warten und die Handlung entwickelt sich insgesamt ziemlich schnell – das sollte man mögen oder zumindest erwarten. Für mich hat das größtenteils funktioniert, auch wenn ich an manchen Stellen etwas gestutzt habe: gerade weil Cammie über weite Teile der Geschichte eher schüchtern und sozial distanziert wirkt, hat mich überrascht, wie schnell sie mit der Situation klarkommt, plötzlich mit Chase ein Zimmer teilen zu müssen und wie schnell es zwischen den beiden körperlich wird. Andererseits: Wer solche Fanfictions schreibt, hat vermutlich zumindest theoretisch schon ein paar Szenarien durchgespielt.

Chase selbst war für mich ein interessanter Mix. Einerseits absoluter Golden Retriever – charmant, aufmerksam und insgesamt sehr liebenswert. Andererseits wirkte er stellenweise etwas realitätsfern und hatte manchmal Schwierigkeiten, sich wirklich in Cammie hineinzuversetzen oder die Auswirkungen seiner Entscheidungen abzuschätzen.

Ein kleiner Punkt, bei dem ich andere Erwartungen hatte: Der Sportanteil. Durch Setting und Aufmachung hatte ich deutlich mehr Eishockey erwartet. Tatsächlich hätte die Geschichte für mich fast genauso gut ohne den Sport funktioniert – wer also eine klassische Sports Romance sucht, sollte das im Hinterkopf behalten.

Insgesamt aber eine super unterhaltsame, moderne Romance mit ungewöhnlicher Hauptfigur, viel Tempo und ordentlich Spice – perfekt zum Wegsuchten, wenn man Lust auf schnelle Gefühle und starke Chemie hat.

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Eine Liebeserklärung an Romance

The Romance Rivalry von Susan Lee

Wer Romance liest, wird sich in The Romance Rivalry ziemlich schnell zuhause fühlen. Susan Lee baut die Geschichte rund um Irene und Aiden konsequent entlang bekannter Romance-Tropes auf – von Fake Dating bis Rivalität – und spielt dabei sehr bewusst mit den Erwartungen ihrer Leser:innen.

Besonders gefallen hat mir der Schreibstil: leicht, flüssig und angenehm zu lesen.

Ich bin ohne Probleme durch die Seiten gekommen und hatte nie das Gefühl, irgendwo hängen zu bleiben. Gerade für ein Buch, das so sehr mit Romance-Klischees arbeitet, funktioniert das Tempo wirklich gut.

Mit Irene hatte ich allerdings nicht immer leichtes Spiel. Ich mochte ihre Begeisterung für Bücher und dass Romance für sie so viel mehr als nur Unterhaltung ist – gleichzeitig wirkte sie auf mich stellenweise etwas zu sehr auf dieses eine Thema fokussiert. Vor allem in Bezug auf ihr Literaturstudium konnte ich manches nicht ganz nachvollziehen. Es entstand bei mir zwischendurch der Eindruck, als hätte sie sich vorher wenig damit beschäftigt, was ein Literaturstudium tatsächlich umfasst – Literatur besteht eben nicht ausschließlich aus Romance-Romanen. Dadurch wirkte sie auf mich an einigen Stellen etwas unüberlegt oder wenig verantwortungsbewusst.

Ein echtes Highlight waren dafür die Nebenfiguren Charles und Jeanette. Besonders schön fand ich, dass sie nicht nur Beiwerk bleiben, sondern einen eigenen Handlungsstrang bekommen und dadurch deutlich mehr Tiefe in die Geschichte bringen.

Insgesamt ist The Romance Rivalry ein unterhaltsamer, liebevoller Romance-Roman mit vielen Anspielungen für Genre-Fans und einer klaren Liebeserklärung an Liebesgeschichten. Für mich gab es kleinere Abzüge bei der Hauptfigur, aber der Charme, der Humor und die starke Dynamik der Figuren haben das mehr als ausgeglichen.

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Absolutes Wohlfühlbuch

All the things I didn't say von Ann Liang

„All the Things I Didn't Say“ von Ann Liang war für mich ein echtes Wohlfühlbuch, das ich kaum aus der Hand legen konnte. Schon nach wenigen Seiten war ich komplett in der Geschichte drin und habe Sadies Chaos mit jeder Menge Mitgefühl, aber auch Spaß verfolgt.

Sadie ist nach außen das perfekte Vorzeigemädchen: erfolgreich, organisiert und immer freundlich, manchmal auch zu sehr.

Doch in ihren Mail-Entwürfen zeigt sie ihre ungefilterte Seite – und genau das wird zum Problem, als diese auf einmal verschickt werden.

Besonders gut gefallen hat mir Ann Liangs Schreibstil. Das Buch liest sich unglaublich flüssig und die Schlagabtausche zwischen Sadie und Julius waren einfach großartig. Die beiden liefern sich herrliche Wortgefechte, während sich ihre Beziehung langsam von Enemies zu Lovers entwickelt. Zwar war die Handlung an einigen Stellen vorhersehbar, aber das hat dem Lesevergnügen überhaupt keinen Abbruch getan. Gerade in diesem Genre gehört das für mich teilweise einfach dazu.

Neben der romantischen Geschichte greift das Buch auch ernstere Themen auf. Es geht um Erfolgsdruck, den Verlust eines Elternteils durch Trennung, Schuldgefühle und die hohen Erwartungen, die man an sich selbst stellt. Diese Themen nehmen nie zu viel Raum ein, werden aber dennoch sensibel und glaubwürdig behandelt. Besonders gelungen fand ich, dass sowohl Sadie als auch Julius deutlich mehr Tiefe besitzen, als es auf den ersten Blick scheint. Nach und nach zeigt sich, was sich hinter ihren Fassaden verbirgt.

Insgesamt ist „All the Things I Didn't Say“ eine wirklich süße, emotionale und gleichzeitig sehr unterhaltsame Liebesgeschichte mit liebenswerten Figuren, viel Humor und genau der richtigen Portion Tiefgang.

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