Kunden em pfehlungen
Rezensionen von ekiam:
Fake Dating, Enemies to Lovers und ein viraler Kuss
Kissed by the Quarterback von Katie McLane
Ein Foto eines ungeplanten Kusses zwischen Pilotin Kim und Quarterback Easton – bislang eher als Bad Boy bekannt – geht viral und löst zahlreiche Turbulenzen im Leben beider aus. Als sich auch die Presse einschaltet, werden sie von den jeweiligen PR-Mitarbeitern ihrer Arbeitgeber dazu verpflichtet, das Märchen einer beginnenden Liebesbeziehung weiter aufrechtzuerhalten.
Katie McLanes locker-flüssiger Schreibstil macht den Einstieg in die fesselnde Geschichte leicht. Der Wechsel zwischen den Point of Views von Kim und Easton lässt die Handlungen und Gedanken beider Protagonisten gut nachvollziehen. Die Figuren sind von Beginn an authentisch, und vor allem Eastons Entwicklung ist nicht übereilt dargestellt, sondern zeigt sich Stück für Stück von Kapitel zu Kapitel. Auch ernste Themen wie Verlust, Charity Arbeit für kranke Kinder und ansatzweise Stalking finden in der Geschichte Platz, ohne konstruiert zu wirken.
Die Auflösung am Ende war mir persönlich allerdings ein bisschen too much, vor allem angesichts der zuvor sehr angespannten Haltung beider Protagonisten gegenüber der Klatschpresse.
Fans der Tropes Sports Romance, Enemies to Lovers, Fake Dating und Forbidden Love (Brother’s Best Friend) kommen hier auf jeden Fall voll auf ihre Kosten. Definitiv ein Buch für ein paar entspannte Lesestunden!
Gefühlvolle Second-Chance-Romance mit College-Football-Vibes
Football Royalty von Eden Finley
Peyton Miller ist der Sohn zweier ehemaliger, berühmter NFL-Spieler, selbst Quarterback und der Star seiner College-Mannschaft. In seinem letzten Jahr vor dem Draft spürt er den enormen Druck und die hohen Erwartungen, sein Bestes zu geben und möglichst nicht negativ aufzufallen.
Da läuft ihm Levi Vanderbilt über den Weg.
Levi, mit dem er vor vier Jahren eine Nacht verbracht hat und den er seitdem nicht vergessen konnte, obwohl sie sich gegenseitig weisgemacht haben, dass es nicht viel bedeutet hat. Levi ist eine riesengroße Ablenkung von allem, was Peyton eigentlich für sein letztes Collegejahr geplant hatte.
Schnell fliegen zwischen ihnen die Funken, doch auch Levi hat sein Päckchen zu tragen, und so liegen einige Steine auf ihrem gemeinsamen Weg.
Die Geschichte um Peyton und Levi hat mich von Anfang an gepackt. Das gegenseitige Yearning ist auf beiden Seiten deutlich spürbar, ebenso wie die Angst, die zwischendurch immer wieder bei beiden präsent ist. Besonders gut gefallen hat mir, dass die Geschichte nicht in dem Moment endet, in dem das Paar zusammenkommt, sondern wir Levi und Peyton noch eine Weile weiter begleiten dürfen.
Die Protagonisten wirken authentisch; durch den Wechsel der Perspektiven sind ihre Motive und Handlungen gut nachvollziehbar. Auch die Nebencharaktere sind wunderbar in die Geschichte eingebettet, und insbesondere die Neckereien zwischen Peytons Vätern machen großen Spaß.
Eden Finleys Schreibstil liest sich locker und flüssig; man fliegt förmlich durch die Seiten. Die Dialoge sind witzig und schlagfertig, driften mir persönlich jedoch etwas zu häufig ins Flapsige und Klischeehafte ab.
Insgesamt ist es eine Geschichte, die Fans von MM-Sportsromances mit den Tropes Second Chance und College Romance einige sehr schöne Lesestunden garantiert.
Eine Woche voller Magie – und ein überraschend guter Donnerstag
Marie und die Woche ohne Donnerstag von Elke Michel
Marie freut sich auf die Ferien. Doch dann erfährt sie von Papa, dass sie am Donnerstag zum Zahnarzt muss, und wünscht sich, dass es diesen Tag am liebsten gar nicht käme.
Wie praktisch, dass sie kurz darauf entdeckt, dass die neuen Wochentage-T-Shirts, die Papa ihr gekauft hat, in Wahrheit Zeitreise-T-Shirts sind.
Jedes Mal, wenn Marie eines anzieht, landet sie genau an dem Tag, der darauf abgebildet ist. Wenn sie also das Donnerstags-T-Shirt nicht anzieht, kann sie den Donnerstag einfach überspringen und muss nicht zum Zahnarzt.
Im Laufe der Woche springt Marie so zwischen den Tagen hin und her: vom Hausputz am Samstag zum Ponyreiten am Dienstag, vom Mittagessen mit ungeliebtem Spinat zum Lieblingsessen am Mittwoch, von der Absage eines Rummelplatzbesuchs am Mittwoch zum tatsächlichen Besuch am Freitag. Schließlich packt sie alle schönen Momente der Woche in einen einzigen Tag. Weil dieser Tag so toll ist, wiederholt sie ihn immer wieder, bis er sich plötzlich zäh anfühlt, da alles immer gleich abläuft. Bis auf den Donnerstag kennt Marie inzwischen alle Tage, doch die Woche will einfach nicht enden. Marie steckt fest.
Die Lösung: Sie muss alle sieben T-Shirts anziehen, damit die Woche vorübergeht. Schweren Herzens beschließt Marie, doch das Donnerstags-T-Shirt anzuziehen, und stellt erstaunt fest, dass der Donnerstag gar nicht so schlimm ist, sondern eigentlich sogar der beste Tag der Woche. Trotz Zahnarzt.
Kinder können sich gut in die Situation hineinversetzen, einen bestimmten Tag am liebsten überspringen oder besonders schöne Momente immer wieder erleben zu wollen. Die Idee, mithilfe von Wochentage-T-Shirts mit einer ordentlichen Portion Magie durch die Zeit zu reisen, ist witzig und greift genau diese Wünsche auf.
Die Geschichte stellt viele unterschiedliche Gefühle von Kindern auf einfühlsame Weise dar: Mut, Angst, Neugier, Freude und Abenteuerlust. Sie lädt dazu ein, über diese Gefühle, aber auch über den Umgang mit Zeit zu sprechen.
Einzig eine Stelle empfinde ich als weniger gelungen: Zu Beginn stellt sich Marie den Zahnarztbesuch sehr konkret vor, inklusive Betäubungsspritze und dem Geräusch des Bohrers. Das kann bei Kindern Ängste vor dem Zahnarzt verstärken und wirkt damit eher kontraproduktiv.
Elke Michels Schreibstil ist altersgerecht und flüssig zu lesen, und auch die Kapitellänge eignet sich sehr gut zum Vorlesen.
Die Illustrationen von Jutta Wetzel erwecken die Geschichte mit vielen liebevollen Details zum Leben. Das Cover hingegen finde ich leider weniger ansprechend.
Ein drachenstarkes Abenteuer für Leseanfänger
Spekulatius, der Weihnachtsdrache. Spekulatius und Plusminus, der Mathedrache von Tobias Goldfarb
Der beliebte Weihnachtsdrache Spekulatius erlebt in diesem tollen Erstlesebuch ein spannendes Abenteuer in der Schule. Dort trifft er auf den Mathedrachen Plusminus, eine Handpuppe, wie sie vielen Grundschülerinnen und Grundschülern vertraut sein dürfte. Plusminus unterstützt die Kinder beim Rechnen, doch nach der Pause ist er plötzlich verschwunden.
Natürlich macht sich Spekulatius sofort auf die Suche nach ihm.
Die Geschichte ist in sechs angenehm kurze Kapitel gegliedert, die sich gut für erste selbstständige Leseerfolge eignen. Die Sätze sind überwiegend kurz und leicht verständlich formuliert und damit dem Lernniveau angepasst. Ganz nebenbei vermittelt die Geschichte rund um den Mathedrachen auch spielerisch erstes Mathewissen.
Eine besondere und sehr charmante Herausforderung für Erstleser ist Spekulatius’ lustige Sprechweise. Er liebt nämlich die „Speckistaben“ ä, ö und ü und ersetzt damit gerne die entsprechenden Vokale. So werden gerade die Umlaute, die vielen Leseanfängern noch Schwierigkeiten bereiten, mit einem Augenzwinkern zusätzlich geübt.
Die farbenfrohen Illustrationen ganz im Stil der Bilderbücher rund um Spekulatius greifen viele Situationen aus dem Schulalltag auf und unterstützen das Textverständnis auf ansprechende Weise.
Ein rundum gelungenes Erstleserbuch, das mit einer spannenden Geschichte, liebevollen Illustrationen und einem spielerischen Lerneffekt begeistert.
Fantasie ohne Grenzen
Herr Dachs und seine erstaunliche Buchhandlung von Paddy Donnelly
In der Buchhandlung von Herrn Dachs findet jedes Tier das passende Buch: Giraffen, Krokodile, Tiger, Pandas und viele mehr. Nur der kleine Fuchs Rory sucht vergeblich nach einem ganz besonderen Titel: einem Buch über Quallen auf dem Mond. Tagelang versucht Herr Dachs, diesen außergewöhnlichen Wunsch zu erfüllen, doch das Buch ist nirgends aufzutreiben.
Schließlich schlägt er Rory vor, es einfach selbst zu schreiben.
Am nächsten Tag bleibt Rory der Buchhandlung fern, und Herr Dachs macht sich auf die Suche nach ihm. Er findet den kleinen Fuchs traurig und niedergeschlagen: Schreiben kann er nicht, nur malen. Kurzerhand hat Herr Dachs eine wunderbare Idee: Gemeinsam könnten sie das Buch erschaffen, Rory als Illustrator, er als Autor. Rorys Fantasie kennt keine Grenzen, und schon bald ist ihr gemeinsames Werk vollendet und liegt in Herrn Dachs’ Buchhandlung aus.
Besonders hervorzuheben sind in „Herr Dachs und seine erstaunliche Buchhandlung“ die Illustrationen. Die detailreichen, farbenfrohen Bilder laden zum Entdecken ein und die Tiere sind witzig und liebevoll gestaltet.
Der Text ist für ein Kinderbuch ab vier Jahren sehr knapp gehalten, aber altersgerecht formuliert. Auch die Botschaft ist kindnah und stärkend: Der eigenen Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, und mit Beharrlichkeit sowie Zusammenarbeit kann etwas ganz Besonderes entstehen.
Eine herzerwärmende Geschichte darüber, wie Bücher verbinden und darüber, dass sprudelnde Fantasie und Kreativität wertvolle Gaben sind.
Was wirklich in uns steckt
Jenny Meier legt seltsame Eier von Rachel Emily
Jenny Meier legt seltsame Eier: sie sind fleckig. Doch auch die Eier der anderen Hühner im Stall sind scheinbar etwas ganz Besonderes: getupft, gestreift, strahlend oder sogar funkelnd. Als schließlich ein Ei zu sprechen beginnt, müssen die Hühner jedoch zugeben, dass sie ein wenig geflunkert haben.
In der Hoffnung, es so ins Bilderbuch zu schaffen, haben sie ihre Eier schöner gemacht, als sie eigentlich sind. Denn in Wahrheit sind sie alle ganz schlicht eierschalenfarben.
Gerade als der Erzähler die Hühner dafür zur Rede stellen will, droht plötzlich Gefahr. Und nun zeigt sich, was wirklich in ihnen steckt.
Mit viel Humor vermittelt dieses Kinderbuch, dass innere Werte, eigene Fähigkeiten und Zusammenhalt wichtiger sind als der äußere Schein. Die Geschichte wird in kurzen, größtenteils gereimten Texten altersgerecht erzählt. Besonders charmant ist der direkte Austausch zwischen Erzähler und Hühnern, die ihm durchaus Kontra geben. An einigen Stellen werden Kinder animiert, selbst einen passenden Reim zu finden; das sorgt für zusätzlichen Mitmachspaß.
Die Illustrationen sind kindgerecht, farbenfroh und dennoch angenehm übersichtlich. Die Hühner sind liebevoll und witzig gestaltet, fast so bunt, wie sie sich ihre Eier vorgestellt haben.
Ein gelungenes Kinderbuch, das nicht nur zur Osterzeit Freude bereitet!
Ein liebevolles Kinderbuch über Anderssein und Selbstfindung
Die kleine Schildkröte, die vom Fliegen träumte von Alina Winopal
Die kleine Schildkröte, die vom Fliegen träumte ist ein liebevoll gestaltetes und geschriebenes Kinderbuch, das kleinen Leserinnen und Lesern gleich mehrere wertvolle Lektionen vermittelt.
Die kleine Landschildkröte Jacques ist ganz anders als ihre Artgenossen: Er ist langsamer, tollpatschiger, kleiner und weniger gesellig.
Dennoch kann er mit den anderen Schildkröten mithalten, weil er sein Köpfchen, seine Kreativität und seinen Mut nutzt.
Eines Tages beobachtet er Möwen dabei, wie sie durch den Himmel fliegen, und beschließt, dass auch er fliegen möchte. Einfallsreich baut er sich einen Flugapparat, der jedoch nicht funktioniert. Der Flugversuch endet in einer Bruchlandung, bei der Jacques sich zudem verletzt.
Traurig darüber, dass er nun noch langsamer ist, begegnet er zwei Freunden, die im Wasser planschen und ihn einladen, mit ihnen tauchen zu gehen. Es kostet Jacques zunächst Überwindung, doch dann eröffnet sich ihm im Wasser eine völlig neue Welt: Nicht nur kann er viel Neues entdecken, nein, das Tauchen fühlt sich an wie Schweben, also wie Fliegen. Er war eben nie eine Land-, sondern schon immer eine Meeresschildkröte.
Alina Winopal erzählt in kurzen, altersgerechten Texten eine wundervoll einfache Geschichte, die dennoch wichtige Erfahrungen vermittelt: dass Anderssein in Ordnung ist, man nach Rückschlägen nicht aufgeben sollte, sowie von Mut und der Suche nach sich selbst.
Die Illustrationen sind zwar in Motivwahl und Farbgebung oft gleichbleibend, aber dennoch wunderschön. Besonders Jacques mit seiner roten Glücksmütze ist ausgesprochen goldig. Seine Gefühle lassen sich immer gut an der Mimik ablesen – ein wichtiger Aspekt für Kinder in dieser Altersklasse.
Zusätzlich zur Geschichte erläutert die Autorin, was sie zu dieser Erzählung inspiriert hat, und gibt Kindern sowie Eltern Tipps, wie der Lebensraum Meer geschützt und erhalten werden kann.
Ein Buch, das man immer wieder aus dem Regal ziehen kann, weil es Mut macht, berührt und Kinder darin bestärkt, ihren eigenen Weg zu finden.
Alltagstauglich kochen mit Kindern – Praktische Inspiration für Familien
Cooking for Family von Julia Lanzke
Julia Lanzke dürfte vielen bereits durch ihren Blog „mamiblock“ rund um die Organisation des Familienalltags bekannt sein. Mit Cooking for Family möchte sie zeigen, wie sich gemeinsames Kochen unkompliziert in einen oft turbulenten Familienalltag integrieren lässt.
Zu Beginn findet sich eine hilfreiche Sammlung an Tipps rund um das Thema Küchenorganisation.
Besonders im Fokus steht, wie Kinder sicher und altersgerecht eingebunden werden können. Auch Impulse zur Wochenplanung und Vorbereitung helfen dabei, den Stress unter der Woche spürbar zu reduzieren. Die Idee von Thementagen, die für Routine sorgen und gleichzeitig Kindern Orientierung geben, erleichtert Eltern die Planung und schafft Verlässlichkeit im Alltag.
Der ansprechend bebilderte Rezeptteil umfasst insgesamt 100 Gerichte für Frühstück, Hauptmahlzeiten, Snacks und Desserts. Viele davon sind vegetarisch oder lassen sich unkompliziert entsprechend abwandeln. Teilweise arbeitet die Autorin mit einem Baukastenprinzip: Eine gemeinsame Grundkomponente kann unterschiedlich variiert werden; das spart Zeit und bringt Abwechslung auf den Tisch. Laut Konzept sollen alle Rezepte in maximal 20 Minuten zubereitet sein und sind bewusst kindgerecht gestaltet.
Einen kleinen Hinweis hätte ich mir jedoch gewünscht: Da in einigen Rezepten Honig verwendet wird, wäre ein Vermerk sinnvoll, dass dieser für Kinder unter einem Jahr nicht geeignet ist.
Jeder Abschnitt schließt mit passenden Lifehacks ab, die zusätzlich dabei unterstützen, Abläufe in der Küche zu vereinfachen.
Einige Tipps und wenige Rezepte wirken sehr selbstverständlich und hätten vielleicht keinen eigenen Platz gebraucht. Andere wiederum liefern schöne, frische Inspirationen für den Familienalltag.
Insgesamt ist es ein gelungenes Kochbuch für Eltern und Großeltern, die ihre (Enkel-)Kinder aktiv in die Küche einbeziehen möchten und nach unkomplizierten Ideen suchen, um das gemeinsame Kochen entspannter in ihren Alltag zu integrieren.
Ein spannendes Vorlesebuch rund um das Farmleben
Judiths kleine Farm, Band 3, von Judith Rakers
Die Tiere auf Judiths Farm sind ganz aufgeregt: Fohlen Charlie darf zur Fohlenschau! Schon Wochen vorher übt Judith fleißig mit ihm, doch besonders das Traben will einfach nicht so recht gelingen.
Am großen Tag schmuggeln sich die beiden Katzenkinder Jack und Lotti heimlich in den Pferdeanhänger; schließlich sind sie viel zu neugierig, um dieses Ereignis zu verpassen.
Auf der Fohlenschau verfolgen sie begeistert Charlies Auftritt und seinen Erfolg. Doch vor lauter Abenteuerlust verpassen sie den richtigen Moment zur Rückkehr und Judith fährt ohne sie nach Hause. Ob Jack und Lotti den Weg zurück zur Farm wiederfinden?
Die Geschichte rund um Jack, Lotti und Charlie ist in altersgerechter, leicht verständlicher Sprache erzählt. Die niedlichen Illustrationen ergänzen die Handlung stimmungsvoll..
Das Buch eignet sich hervorragend zum Vorlesen, aber auch Leseanfängerinnen und Leseanfänger können hier erste eigene Leseerfahrungen sammeln. Zusätzlich bietet die Kosmos-Plus-App die Möglichkeit, sich das Buch vorlesen zu lassen. Das Konzept ist kindgerecht gestaltet: Zu Beginn benötigen Kinder noch etwas Unterstützung, später genügt es, Zahlen einzugeben, um die passenden Inhalte abzurufen.
Für Leserinnen und Leser, die die ersten beiden Bände noch nicht kennen, gibt es zu Beginn eine kurze Zusammenfassung sowie eine Vorstellung der wichtigsten Figuren.
Besonders schön sind die ergänzenden Erklärungen und kreativen Anregungen. So erfahren Kinder beispielsweise, wie ein Pferd richtig geputzt wird oder wie man mit Kartoffeln basteln kann.
Insgesamt eine warmherzige Geschichte, die Kindern auf spielerische Weise das Farmleben näherbringt.
Paul bekommt ein Kätzchen - oder doch nicht?
Paul bekommt kein Kätzchen von Bernhard Hoëcker; Eva von Mühlenfels
Paul soll heute ein Kätzchen bekommen. Eigentlich.
Doch vorher soll er aufstehen und frühstücken. Eigentlich.
Denn egal, was der Erzähler sagt oder was Paul tun soll: Paul hat seinen eigenen Kopf und macht einfach etwas anderes. Statt in die Stadt zur Zoohandlung geht er durch den Wald zum Bauernhof.
Aus dem Kätzchen wird eine Ziege, die nicht im Stall, sondern in Pauls Zimmer einzieht, mit ihm badet und sogar in seinem Bett schläft.
Der Erzählstil ist herrlich erfrischend anders: Mit viel Witz entspinnt sich ein Dialog zwischen Erzähler und Paul, der Kinder sofort in seinen Bann zieht und ihnen eine direkte Verbindung zur Hauptfigur ermöglicht. Es macht großen Spaß zu entdecken, welche neue, verrückte Idee Paul auf der nächsten Seite entwickelt; jede Wendung überrascht aufs Neue.
Ganz nebenbei vermittelt die Geschichte Kindern Selbstvertrauen und macht Mut, den eigenen Weg zu gehen, auch wenn dieser nicht immer den Erwartungen anderer entspricht.
Die Texte sind altersgerecht, verständlich sowie leicht und locker formuliert. Wer mit verschiedenen Stimmen vorlesen kann, ist hier klar im Vorteil, um die Dialoge zwischen Erzähler und Paul lebendig werden zu lassen. Kinder, die dem Text optisch bereits folgen können, erkennen die Sprecher zudem an den unterschiedlichen Schriftarten.
Die Illustrationen sind farbenfroh und humorvoll gestaltet. Viele liebevolle Details laden zum Entdecken ein und greifen Situationen auf, die Kinder aus ihrem eigenen Alltag kennen.
Insgesamt ein ganz besonderes Bilderbuch, bei dem wir alle gespannt mitgefiebert haben.











