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Rezensionen von Normanfips:

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Humorvoll und melancholisch

Drei Tage im Juni von Anne Tyler

Der Roman von Anne Tyler erfasst lediglich drei Tage im Leben von Gail, ihrem Ex-Mann Max und ihrer gemeinsamen Tochter Debbie, die Kenneth heiraten will. Gail ist ein introvertierter Mensch, der sich nicht so gerne in Gesellschaft aufhält. Max ist eher der liebenswerte Chaot. Da er zur Hochzeit mit einer Katze anreist und aufgrund von Kenneths Katzenhaarallergie nicht bei Debbie unterkommen kann, landet er bei seiner Ex-Frau.

Diese ist davon zuerst wenig begeistert. Als Leser begleitet man die beiden durch die drei Tage und vor allem auch bei der Hochzeit. Man spürt die Verbundenheit der beiden, die die Trennung nicht aufheben konnte. Während dieser Tage verknüpft die Autorin die Gegenwart und die Vergangenheit geschickt miteinander. Der Schreibstil ist flüssig und das Buch lässt sich wirklich leicht lesen. Immer wieder werden Gails zum Teil sarkastische Ansichten eingeflochten, aber dennoch empfinde ich das Buch insgesamt als melancholisch bis hin zu deprimierend. Am Ende war mir nicht ganz klar, was Anne Tyler mit der Geschichte transportieren wollte. Mir fehlte es definitiv an Tiefe. Das Buch war eine angenehme Lektüre, wird mir dennoch nicht lange im Gedächtnis bleiben.

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Humorvoll und melancholisch
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Durchwachsen

Gute Gründe von Nadine J. Cohen

Yael leidet unter einer Depression. Sie will nicht mehr leben, aber ihre Psychiaterin und ihre Schwester versuchen sie zurück ins Leben zu bringen. Auch Yael sucht gute Gründe, um wieder Ja zum Leben zu sagen. Sie schließt Freundschaft mit einer älteren Dame, die sie im Frauenschwimmbad am Meer kennengelernt hat.

Sie lenkt sich mit Lesen ab und verbringt Zeit mit den Kindern ihrer Schwester. Das Buch lässt sich leicht lesen, da die Autorin sehr kurze Leseabschnitte gewählt hat. Der Schreibstil ist flüssig und trotz aller Schwere liegt immer ein Hauch Humor und Sarkasmus über dem Geschehen. Als Leser wird man innerhalb kürzester Zeit immer wieder zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart hin und her geworfen. Eigentlich mag ich diese Art des Erzählens auf zwei Zeitebenen, aber hier sind mir die Abschnitte zu kurz. So konnte ich mich nie richtig einfinden. Während man Yael durch ein ganzes Jahr begleitet, erfährt man bruchstückhaft welche Verluste die Protagonistin in ihrem Leben bereits erleiden musste. Vieles wird dabei nur angerissen. Das Buch hat wirklich gute Ansätze und ich habe es auch gerne gelesen. Dennoch fehlt mir hier etwas, um die Geschichte wirklich rund zu machen.

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Wieder ein Highlight

Die Sonnenfeuer-Ballade 2: A Storm to Kill a Kiss von Julia Dippel

Nachdem mir Band 1 der Sonnenfeuerballade schon sehr gut gefallen hatte, war ich natürlich auf die Fortsetzung gespannt. Band 2 beginnt mit einer Zusammenfassung des ersten Bandes und dann geht es auch schon los. Dieses Mal befinden sich Arez und Sintha in Cahess bei der Monarchin. Sintha wird von dieser nur für ihre eigenen Zwecke benutzt und auch von den Vakar kann Sintha nichts Gutes erwarten.

Sie versucht weiterhin hinter das Geheimnis der Stimme aus den Schatten zu kommen.
Ich schätze einfach den Schreibstil von Julia Dippel. Das Worldbuilding ist fantasiereich, die Figuren alle liebevoll gezeichnet und man hat das Gefühl live dabei zu sein. Ein bisschen Romantik ist dabei, dann folgen wirklich unvorhersehbare Wendungen und gerade im zweiten Band kommt die Spannung nicht zu kurz. Gerade zum Ende hin, konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Es endet, wie bereits befürchtet, mit einem fiesen Cliffhanger. Ich freue mich schon sehr auf den finalen Band 3, der im Frühjahr erscheinen wird. Von mir gibt es eine uneingeschränkte Empfehlung.

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Wertvoller Ratgeber

Ab heute kränkt mich niemand mehr von Doris Wolf

Ich habe schon einige Ratgeber zu psychologischen Themen gelesen und ich muss sagen, dass dieser wirklich aus der Masse hervorsticht. Dr. Doris Wolf hat das Buch in zwei Teile geteilt. Im ersten Teil widmet sie sich der Theorie. Was ist Kränkung denn überhaupt und wie fühlt sie sich an? Was haben die anderen und was habe ich selbst mit dem Gefühl der Zurückweisung zu tun? Gleich am Anfang hat die Autorin einen Fragenkatalog zusammengestellt, um den Antworten auf diese Fragen näher zu kommen.

Allein die Beantwortung der Fragen hat mir schon eine Erkenntnis beschert. Im zweiten Teil wird es dann konkret und der Leser wird von der Theorie zur praktischen Umsetzung geführt. Die Sprache ist klar, deutlich und verständlich. Dabei niemals belehrend oder unempathisch. Nach der Lektüre des Buches hat man einen wertvollen Werkzeugkoffer erhalten, mit dem man es schafft Kränkungen in einem anderen Licht zu sehen und sie nicht mehr so stark an sich heranzulassen. Die wichtigste Aussage ist für mich, dass der Schlüssel nicht in den anderen, sondern in uns selbst zu finden ist. Wer sich öfter gekränkt fühlt und daran etwas ändern möchte, dem kann ich diesen Ratgeber wärmstens empfehlen.

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Wertvoller Ratgeber
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Fundierter Ratgeber

Somebody told me von Susanne Liedtke; Christina Enzmann

Ich habe den Ratgeber fast in einem Rutsch durchgelesen. Er ist erfrischend locker und dabei doch sehr fundiert geschrieben. Die Zusammenhänge zwischen Ernährung, den Hormonen und dem Empfinden während der Wechseljahre finde ich äußerst interessant. Ich habe in der Tat viele neue Zusammenhänge erfahren und eine Menge an Wissen erworben.

Das Buch ist in zwei Themenblöcke eingeteilt. Zuerst betrachten die Autorinnen was rund um die Wechseljahre in unserem Körper vor sich geht. Hier werden die typischen Symptome wie Hitzewallungen, Schlafstörungen, Konzentrationsprobleme wie auch Erkrankungen näher beleuchtet. Im zweiten Teil geht es darum, wie man selbst positiv auf Körper und Psyche einwirken kann und das mit einer speziellen Ernährungsweise. Welche Lebensmittel tun uns gut und welche sollten wir lieber meiden? Ich bin nach der Lektüre des Buches auf jeden Fall hoch motiviert an der Stellschraube Ernährung anzusetzen. Es ist ein gutes Gefühl, wenn man selbst anpacken kann. Ein wirklich toller und fundierter Ratgeber, der an den richtigen Stellen in die Tiefe geht und dabei jederzeit verständlich geschrieben ist.

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Den Kreis durchbrechen

Break The Cycle von Mariel Buqué

Das Hörbuch ‚Break the Cycle‘ wurde von Sabina Godec eingesprochen. Die Sprecherin ist wirklich gut gewählt, da sie eine beruhigende Stimme besitzt und das doch schwierige Thema angenehm vorträgt. Die Autorin spricht den Leser bzw. Zuhörer mit Du an und das gibt dem Buch eine sehr persönlich Note.

Man fühlt sich, als wäre man direkt im Gespräch. Beim Hörbuch ist ein pdf-Anhang dabei, in dem einige Übungen, Techniken, der generationenübergreifende Traumastammbaum und ein Teerezept enthalten sind. Ich beschäftige mich schon länger mit Traumata, allerdings noch nicht mit dem generationenübergreifenden Aspekt. Was mir besonders gut gefällt, das ist die übersichtliche Struktur dieses Buches. Gleich am Anfang bekommt man einen Überblick über die jeweiligen Kapitel. Am Ende der Kapitel wird noch einmal zusammengefasst, was man so eben gelernt hat. Theorie wechselt sich mit Übungen ab. Immer wieder werden tiefergehende Fragen gestellt. Es macht auf jeden Fall Sinn, sich Zeit beim Anhören zu lassen. Es werden Themen wie das genetische Erbe, das Trauma und der Körper, das generationsübergreifende Nervensystem und auch Ressourcen angesprochen. Die Haltung der Autorin ist einfühlsam und verständnisvoll. Immer wieder gibt sie auch Einblicke in ihr eigenes Leben oder liefert Fallbeispiele. Allerdings erscheinen mir einige Übungen schwierig umzusetzen. Wenn man noch keinerlei therapeutische Erfahrungen hat, bzw. mit Imaginationen ohne direkte Anleitung überfordert ist, könnten die Übungen eher frustrieren. Insgesamt ist es ein interessantes Buch, das viel Wissen und wichtige Anregungen bereithält.

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Den Kreis durchbrechen