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Rezensionen von Nele33:

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fremde Familie

Wohnverwandtschaften von Isabel Bogdan

Isabel Bodgan hat mich schon mit ihren Büchern "Der Pfau" und "Laufen" überzeugt, nun war ich gespannt auf das Buch "Wohnverwandtschaften".

Constanze trennt sich von ihrem langjährigen Partner und zieht aufgrund des Wohnungsmangels vorübergehend in eine Wohngemeinschaft.

Diese wird von Murat, Anke und Jörg bewohnt. Eigentümer der Wohnung ist Jörg, ein Witwer, der Constanzes Mitanteil gut für eine geplante Reise nach Georgien brauchen kann. Murat ist ein positiver und lebensbejahender Mensch, der zudem alle auch noch gerne bekocht. Anke hingegen, eine Schauspielerin Anfang 50 ohne Job, ist ziemlich depressiv unterwegs.
Anfangs hat Constanze Schwierigkeiten sich ins WG Leben zu integrieren, die ersten kleinen Reibereien allerdings sind schnell vorbei und die einzelnen Mitbewohner werden zu einer Art Ersatzfamilie. Besonders zu Murat baut Constanze schnell eine engere, vertraute Beziehung auf.

Nach einem Krankenhausaufenthalt verändert sich Jörg jedoch zunehmend, seine Vergesslichkeit nimmt erschreckende Ausmaße an und es lässt sich nicht mehr verleugnen, dass eine Demenz von Jörgs Geist Besitz genommen hat. Das Leben in der WG muss sich neu definieren, kann Jörg doch nicht mehr ohne Betreuung leben. Auch diese Herausforderung bekommt die Wahlfamilie bis zu einem gewissen Punkt gemeistert.

Mit" Wohnverwandtschaften" hat Isabel Dodgan einen schnörkellosen Roman veröffentlicht, der sich leicht lesen lässt und die Wichtigkeit von Menschen an Deiner Seite hervorhebt. Dass dies nicht immer die Familie sein muss, zeigt die Geschichte der vier Protagonisten eindrücklich.

Mir hat das Buch bis auf das für mich sehr abrupte Ende sehr gut gefallen.

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fremde Familie
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toller Einstieg

Eisfeld - Der Fall Katharina S. von Steffen Weinert

Mit "Eisfeld-Der Fall Katharina S." hat der Autor Steffen Weinert eine neue Kriminalroman-Reihe ins Leben gerufen. Ermittlerin Mara Eisfeld, neue der 9. Mordkommission im Berliner LKA bekommt es bei ihrem ersten Fall mit außergewöhnlichen Umständen zu tun. Sie wird zu einem Einbruchsfall mit Mord gerufen, doch am Ort des Geschehens entdecken die Ermittler einen versteckten Kellerraum.

In diesem wurde anscheinend die vor 10 Jahren verschwundene Katharina Stellkamp gefangen gehalten. Die Bilder der Überwachungskameras im Haus des Einbruchs lassen keinen anderen Schluss zu. Mara, die schon vor 10 Jahren an der Suche nach dem Teenager beteiligt war, setzt alles daran, Katharina und ihr Kind zu finden. Der Hausbesitzer scheint kein unbeschriebenes Blatt zu sein und auf der Suche nach Katharina machen Mara und ihr Kollege bizarre Entdeckungen. Doch können sie Katharina retten?

Der Einstieg in die Story war äußerst spannend und ich war sofort im Geschehen gefangen. Mara und auch ihr Kollege Blessing finden nach anfänglichen Diskrepanzen zueinander und auch die Einblicke ins Privatleben sind stimmig eingewoben. Der Schreibstil ist erstaunlich kurzweilig für einen Krimi. Die einzelnen Kapitel sind genau richtig von der Länge und der Erzählstil bleibt rasant und spannend bis zum Schluss. Der Krimi liegt für ich kurz vor dem Genre Thriller.

Dieses Team merke ich mir auf jeden Fall und gebe sehr gerne eine Leseempfehlung.

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toller Einstieg
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naja

Zorn – Der Fall Schröder von Stephan Ludwig

Der Fall Schröder ist der mittlerweile 14 Band des Autors um das Ermittler-Duo Claudius Zorn und seinen Kollegen Schröder. Diesmal ist der Fall für Zorn sehr persönlich, betrifft er doch in erster Linie seinen Kollegen Schröder.

Ein Suizid und zwei kaltblütige Ermordungen lassen Claudius Zorn nicht zur Ruhe kommen.

Entgegen seiner sonstigen Gewohnheiten muss er die Leitung des Falles selber übernehmen, denn Schröder ist nicht wirklich greifbar. Zu allem Übel ist auch Frida nur telefonisch zu involvieren, da sie sich nach dem letzten Fall in einer langwierigen Reha befindet.

Die Hinweise während der Ermittlungen lassen Zorn keine Ruhe, Schröder ist nach Indizienlage der Hauptverdächtige in den zwei Mordfällen. Die Beweise liegen in seiner Hand....
Schröders Verhalten wird gleichzeitig immer seltsamer und er taucht ab. Die Geschichte wird diesmal auf zwei Zeitebenen erzählt, besonders die Schilderungen über Schröders Kindheit sind traurig, machen hilf- und fassungslos.

Der Fall Schröder ist jetzt nicht mein Lieblingsbuch aus der Reihe, zu vieles war für mich vorhersehbar und auch das Ende konnte mich letztendlich nicht ganz überzeugen. Trotzdem bleibe ich der Reihe treu, da mir die beiden Kommissare durch oder wegen ihrer Eigenheiten doch sehr ans Herz gewachsen sind. Ich hoffe bei dem nächsten Fall auf einen spannenderen Plot.

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naja
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erfrischend anders

Das Haus in dem Gudelia stirbt von Thomas Knüwer

"Das Haus in dem Gudelia stirbt" des Autors Thomas Knüwer hat mich sehr schnell in seinen Bann gezogen. Erzählt wird die Geschichte größtenteils aus der Sicht der 81-jährigen Gudelia, die sich trotz Evakuierungen bei dem angekündigten Hochwasser in ihrem Haus versteckt. In diesem, ihrem Haus verbirgt sich ihr dunkelstes Geheimnis, welches sie bis zum Schluss bewachen und wahren möchte.

Mit der Zeit steigt das Wasser immer weiter und es schwimmen nicht nur Schweine an ihrem Haus vorbei, auch Leichen, die augenscheinlich ermordet wurden, gelangen in ihr Blickfeld. Die Zeitspanne in dem Gudelias Geschichte erzählt wird erstreckt sich über die Jahre 1984, 1998 und der Gegenwart. Der Autor hat mit Gudelia eine Figur geschaffen, die auf den ersten Blick alles andere als eine Sympathieträgerin ist, aber anhand ihres traurigen Lebens kam bei mir so etwas für Verständnis für ihre Handlungen auf. Die Ehe mit einem Alkoholiker prägte sie sehr, als dann noch ein schwerer Schicksalsschlag dazu kommt, gerät ihr Leben komplett aus den Fugen.

Insgesamt konnte mich das Buch fesseln, auch wenn ich es nicht unter dem Genre klassischer Kriminalroman einreihen würde. Der Schreibstil war super gut zu lesen und ich werde nun nach anderen Büchern des Autors Ausschau halten.

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erfrischend anders
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zäh

Im Unterholz von Sara Strömberg

Bei "Im Unterholz" handelt es sich um den schwedischen Debütkrimi von Sara Strömberg und stellt den Auftaktband um die Journalistin Vera Bergström dar.

Vera Bergström, nach der Trennung von ihrem Mann und Kündigung ihres Jobs als Aushilfslehrerin tätig, hängt gefühlsmäßig irgendwo zwischen Wechseljahrsbeschwerden und Depressionen.

Anfangs hat mich die Beschreibung ihrer psychischen Gesundheit noch angesprochen, leider zieht sie sich durch das ganze Buch und nimmt ihm dadurch einiges an Spannung. Nachdem eine Frauenleiche gefunden wird, bekommt Vera von ihrem alten Chef eine neue Chance: Sie soll darüber berichten und recherchieren. Die Aufgabe tut Vera sichtlich gut und sie läuft teilweise zu ihrer alten Form auf.
Dabei übersieht sie die Gefahr, in die sie sich begibt und spielt dadurch mit dem Feuer.

Der Krimi wurde hochgelobt und angepriesen, bedauerlicherweise konnte er mich nicht durchweg überzeugen. Die Spannung wurde durch die Nebenerzählungen konsequent durchbrochen.
Einen zweiten Band werde ich nicht lesen.

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zäh
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besser als der Vorgängerband

Still ist die Nacht (Ein Fall für Maya Topelius 2) von Sandra Åslund

"Still ist die Nacht" ist der zweite Band der Autorin Sandra Alsund um die Kriminalinspektorin Maya Topelius und ihren Kollegen Pär.

Ein Yoga-Retreat klingt in Maja’s Ohren wunderbar und wenn es wie bei ihr auch noch von ihrer Freundin Emely geleitet wird, ist Erholung garantiert.

Aus ihrer Vorfreude wird jedoch bei ihrer Ankunft auf der kleinen Schäreninsel Svartlöga getrübt. Ihr Ex-Freund Jonas nimmt auch daran teil und scheint die Trennung nicht akzeptiert zu haben.

Nach der schönen und gelungenen Mittsommernachtsfeier, in der es nur eine Unstimmigkeit gab, macht Maja am nächsten Morgen eine grausame Entdeckung, einer der Bewohner der Schäreninsel wurde ermordet. Mit ihrem Kollegen Pär beschließt Maja verdeckt zu ermitteln, da ihr Beruf den anderen Teilnehmern des Retreats nicht bekannt ist. Die Ermittlungen gestalten sich schwierig und schon bald gibt es eine zweite Leiche. Ein Unwetter macht das Verlassen der Insel unmöglich und die Angst bei den Menschen wächst-jeder könnte der Mörder sein.

Mir hat der zweite Band besser gefallen als der Auftaktband und ich bin froh, der Autorin noch eine zweite Chance gegeben zu haben.
Der Schreibstil ist flüssig und es gibt genügend Spannungsbogen bis zum Ende. Die Atmosphäre der kleinen schwedischen Insel wird perfekt transportiert.

Ein gelungener Krimi mit Leseempfehlung.

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besser als der Vorgängerband
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Schade

Grönemeyer von Michael Lentz

Als Fan von Herbert Grönemeyer der ersten Stunde war die Vorfreude auf das am 25.09.2024 erschiene Buch des Autors Michael Lentz natürlich sehr groß.

Der Autor hat schon etliche Buchpreise bekommen und dementsprechend war meine Erwartung an die Lektüre groß. Leider wurde sie doch recht schnell getrübt, kommen mir die einzelnen Kapitel doch wie Abhandlungen oder Bedienungsanleitungen vor.

Der Schreibstil ist emotionslos und trocken.
Wer die Karriere von Herbert Grönemeyer seit Anbeginn verfolgt hat, wird von dem Buch enttäuscht sein: seitenlange Ausführungen über und um seine Intention der Musik und Schreibweise.

Sicher ein interessantes Buch für Menschen, die sich mit dem Prozess des Singens, Schaffens und künstlerischem befassen möchten, aber für Fans, die eine Biografie erwarten, bedauerlicherweise nur enttäuschend.

Das Cover ist für mich das Schönste am Buch.

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gewohnt spannend

Kalte Erlösung von Leo Born

Mit "Kalte Erlösung" ist der mittlerweile 9. Band um die unkonventionelle Ermittlerin Mara Billinsky und ihren Kollegen Jan Rosen erschienen.

In diesem Fall haben sie es mit einem psychopathischen Mörder zu tun, der sein Opfer auf perfide Weise mit Stacheldraht quält. Nicht fehlen darf auch in diesem Billinsky Thriller die Fehde, die Mara mit ihrem Vater dem Staatsanwalt hat, ist er doch bei den Ermittlungen wieder einmal gegen sie.

Das Buch ist in 4 unterschiedliche Bereiche eingeteilt, sodass ich als Leserin immer etwas anderes erfahren habe und es erstmal so scheint, als ob die einzelnen Stränge nichts miteinander zu tun haben. Doch wie gewohnt schafft Leo Born es wieder exzellent diese Fäden zu einem famosen Finale zu verbinden.

Mara Billinsky ermittelt wie auch in den Vorgängerbänden auf eigene Faust und Gefahr und scheut das Risiko in keinster Weise. Mich hat dieser Band trotz der Grausamkeiten genauso wie die anderen Fälle dieses Teams von Anfang bis Ende gefesselt und Maras Geschichte ist hoffentlich noch lange nicht auserzählt.

Klare Empfehlung für Thriller Fans.

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grausam und spannend zugleich

Das zweite Kind von Marco De Franchi

Bei dem Thriller „Das zweite Kind“ von Marco De Franchi handelt es sich um das Debüt des Autors. Der Autor selbst ist Hauptkommissar und hat bei der Spezialeinheit gearbeitet. Dies merkt man an den detailreichen Schilderungen der Ermittlungsarbeit.

Valentina Medici wird aus Rom in die Toscana geschickt, um bei den Ermittlungen zu verschwundenen Jungen zu unterstützen.

Schnell wird klar, sie haben es hier anscheinend mit einem Kunst-besessenen Serienmörder zu tun, der auf perfide Weise tötet.
An ihrer Seite ist ziemlich schnell ein Ex-Sonderermittler, der aufgrund einer alten Geschichte nicht mehr gut gelitten ist. Auch Valentinas Arbeit wird zuerst boykottiert. Die ganze Geschichte, die sich ihnen während der Ermittlung immer mehr herauskristallisiert, ist so unglaublich, dass sie von ihren Vorgesetzten nicht mehr ernst genommen werden. Auf eigene Faust gehen die Ermittlungen dann weiter...

Das Buch ist mit über 600 Seiten für einen Thriller ziemlich seitenreich, was das Lesevergnügen aber nicht beeinflusst. Ganz im Gegenteil, die einzelnen Kapitel sind sehr spannungsreich und haben am Ende einen Cliffhanger, der mich am Lesen gehalten hat.

Für Zartbesaitete nicht empfehlenswert, da es doch viele grausame Details im Verlauf des Buches gibt.

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»Es muss ja nicht alles einen Sinn ergeben.«

Die Unmöglichkeit des Lebens von Matt Haig

"Die Unmöglichkeit des Lebens" von Matt Haig konnte mich auch trotz des mir zu esoterischen Inhaltes auf ganzer Linie überzeugen.

Grace Winters Leben ist die Einsamkeit abgedriftet, sie lebt in ihrer eigenen Gedankenwelt ohne viel Antrieb noch am Leben teilzunehmen. Auslöser für die mittlerweile 72 -jährige pensionierte Mathematiklehrerin war der Tod ihres Sohnes, der sie in ihr eigenes Gedankengefängniss gebracht hat.

Ein Brief eines ehemaligen Schülers lässt Grace antworten und sie schreibt über ihr Leben, ihre eigene Lebensgeschichte wird zum Mittelpunkt.
Das Buch wendet sich, als Grace ein Häuschen einer längst vergessenen Freundin erbt und sich mutig ohne Rückfahrtticket nach Ibiza aufmacht. Dann steht sie da mit einem Brief, den ihr ihre Freundin Christina hinterlassen hat und der einige Aufgeben beinhaltet, die Grace erfüllen soll.

Sie begibt sich auf eine Reise zu sich selbst, mit den unterschiedlichsten Begegnungen und auch oder gerade, weil die Geschichte damit dann doch sehr stark ins Esoterische abdriftet, hat Matt Hais es geschafft mich am Lesen zu halten.

Nach der Mitternachtsbibliothek begibt sich der Autor wieder in andere Welten und dies mit seinem tiefgründigen Schreibstil gepaart ein Buch, welches mir lange in Erinnerung bleiben wird.

Mein Lieblingszitat aus der Leseprobe hat sich durch das ganze Buch gezogen:
»Es muss ja nicht alles einen Sinn ergeben.«

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»Es muss ja nicht alles einen Sinn ergeben.«