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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Alo:

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Solides Kochbuch für Pasta-Liebhaber

Best of Pasta Noodles Nudeln von Steffen Henssler

Das Kochbuch "Best of Pasta, Noodles, Nudeln: Die 57 allerbesten Rezepte ever!" von Steffen Henssler richtet sich primär an Kocheinsteiger oder zumindest an Menschen, die sich in der italienischen Küche noch nicht zu 100% heimisch fühlen.

Der Autor bietet eine Mischung aus bekannten Klassikern und einigen besonderen Gerichten.

Das Buch ist in verschiedene Bereiche unterteilt. Neben einem umfangreichen italienischen Teil gibt es eine internationale Abteilung mit Gerichten wie Mac and Cheese, Bami Goreng oder Pad Thai. Ein hilfreiches Extra ist das Nudelteigregister am Ende, das Anleitungen für selbstgemachte Nudeln wie Ramen oder Ravioliteig bietet. Zudem erleichtern ein Rezept- und ein Zutatenregister die Handhabung.

Die Rezepte sind verständlich und authentisch (Zutaten und Zubereitung) beschrieben. Ein Test der Spaghetti Carbonara verlief erfolgreich, was für die Qualität der Anleitungen spricht, die sind mir auch schon misslungen. ;-) Während versierte Köche hier vermutlich wenig Neues entdecken werden, bietet das Buch für Einsteiger eine gute Auswahl.

Kritisch anzumerken ist, dass das Buch sehr fleisch- und fischlastig ist. Zwar gibt es vegetarische Rezepte, diese sind jedoch eher klassisch gehalten. Zeitgemäße Alternativen oder Vorschläge für pflanzliche Proteinquellen fehlen, was den modernen Anforderungen an eine abwechslungsreiche Küche nicht ganz gerecht wird.

Insgesamt ist es ein empfehlenswertes Kochbuch für Kocheinsteiger, die solide Anleitungen suchen, während erfahrene Köche hier weniger fündig werden. Ich freue mich aber trotzdem ein paar mir eher unbekannte Rezepte noch zu testen! 4/5

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Solides Kochbuch für Pasta-Liebhaber
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Großes Highlight

Im Licht des neuen Tages von Jarka Kubsova

Dieses Buch ist mein absolutes Highlight für mich. Da meine eigene Lesebiografie maßgeblich mit Jarka Kubsovas Werken verbunden ist, habe ich mich sehr darauf gefreut.

Im Licht des neuen Tages unterscheidet sich jedoch stark von ihren vorherigen Büchern und wirkt deutlich persönlicher. Die Themen sind vielfältig und reichen von Schreiben, Sprache und Märchen bis hin zu Natur, Feminismus und vor allem Trauma.

Meine Freundin hat es treffend beschrieben: Das Lesen fühlt sich teilweise an wie eine riesige Panikattacke. Das macht den Einstieg nicht ganz einfach, da das Buch streckenweise etwas wirr wirkt und man sich erst zurechtfinden muss.

Es ist definitiv mehr Arbeit als bei ihren anderen Werken, aber ich finde, es lohnt sich umso mehr. Mich hat das Buch an vielen Stellen ganz tief berührt, weshalb ich eine absolute Leseempfehlung ausspreche.

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Großes Highlight
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Pagenturner

DAISY - Und all deine Geheimnisse werden mir gehören von Melanie Raabe

Ich habe Melanie Raabes neuen Thriller Daisy quasi in einem Rutsch gelesen, weil ich von der Geschichte sofort gepackt war und das Buch einfach nicht aus der Hand legen konnte.

Die Prämisse um eine Rächerin, die fast wie eine moderne Robin-Hood-Figur agiert und plötzlich selbst zur Gejagten wird, fand ich total gelungen.

Auch die Protagonistin mochte ich sehr. Gerade zu Beginn überschlagen sich die Ereignisse mit einem Plot-Twist nach dem anderen, was das Tempo enorm hoch hält. Wer ihre bisherigen Romane kennt, weiß zudem, dass sie sprachlich überzeugt.

Zwar war es für mich kein so großes Highlight wie Der längste Schlaf oder Die Kunst des Verschwindens, da das Ende für meinen Geschmack etwas nachgelassen hat, aber das ist Meckern auf hohem Niveau.

Ich kann das Buch definitiv empfehlen, es sei denn, man sucht nach einem extrem actiongeladenen Thriller.

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Etwas overhyped

Fremde von Belle Burden



„Fremde“ von Belle Burden ist gerade in den USA ein absolutes Trendbuch und auch hier in Deutschland scheint der Hype langsam anzukommen. Ich kann durchaus verstehen, warum das Buch so viele begeistert, gleichzeitig hat es mich nicht ganz so gepackt, wie ich erwartet hatte.

Es handelt sich um ein Memoir über eine Scheidung.

Ein Mann verlässt seine Frau völlig überraschend und von einem Tag auf den anderen verändert sich ihr Leben. Beim Lesen fand ich diese Geschichte teilweise wirklich schockierend. Gleichzeitig musste ich aber immer wieder denken: Ja, genau so. Denn Geschichten von Frauen, die völlig unerwartet von ihren Männern verlassen werden, obwohl sie dachten, ihre Ehe sei in Ordnung, kenne ich leider zur Genüge.

Genau deshalb ist mein Eindruck etwas zwiegespalten. Ich verstehe den Hype und finde die Geschichte durchaus interessant und erschütternd, für mich persönlich war vieles allerdings nicht ganz so neu oder überraschend. Vielleicht liegt das aber auch einfach daran, dass ich schon viele ähnliche Geschichten in meinem Umfeld gehört habe.

Wenn ihr euch mit solchen Geschichten bisher noch nicht viel beschäftigt habt, kann ich mir sehr gut vorstellen, dass „Fremde“ deutlich stärker bei euch einschlägt. Für mich war es eher eine Geschichte, bei der ich oft dachte: Ja, leider kenne ich das.

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Kurzweilig

Düster von Ivar Leon Menger



Ivan Leon Menger liefert mit Düster einen weiteren spannenden Thriller ab, der sich als echter Page-Turner erweist. Die Geschichte spielt in den 1980er Jahren auf einer autofreien Nordseeinsel. Im Zentrum steht das Grand Hotel, in dem eine Mitarbeiterin verschwindet. Der Ex-Kommissar Stahl, bekannt aus dem Vorgängerband Finster, wird von der Hoteldirektorin hinzugezogen, um den Fall zu lösen.

Schnell wird klar, dass es nicht bei einem Opfer bleibt.

Der Schreibstil ist gewohnt mitreißend. Durch kurze Kapitel aus vielen verschiedenen Perspektiven und Zeitsprünge zwischen den 1960ern und 1980ern fliegt man förmlich durch die rund 420 Seiten. Menger beweist erneut sein Talent für geschickte Plot-Twists, die die Handlung in ein neues Licht rücken.

Im Vergleich zu Finster fällt Düster jedoch leicht ab. Während das Buch über weite Strecken überzeugt, überschlagen sich die Ereignisse im letzten Viertel für meinen Geschmack etwas zu stark. Hier hätte ich mir ein wenig mehr Ruhe gewünscht.

Fazit: Ein lesenswerter Thriller, der auch ohne Vorkenntnisse funktioniert. Ich empfehle jedoch, mit Finster zu beginnen, da man so den Protagonisten Stahl besser kennenlernt und das Buch insgesamt noch etwas stärker ist. Wer Mengers Stil mag, wird auch hier gut unterhalten.

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Kurzweilig
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Toll!

Der Einsiedlersommer von Anne Sverdrup-Thygeson



„Der Einsiedlersommer“ hat mich im Vorfeld etwas unsicher gemacht. 500 Seiten über einen Käfer, das kann entweder richtig gut oder ziemlich langweilig werden. Zum Glück waren meine Sorgen völlig unbegründet.

Im Mittelpunkt steht eine Biologin, die in Norwegen nach dem Eremitenkäfer sucht.

Dabei geht es aber um sehr viel mehr als nur um diesen Käfer. Das Buch verbindet Nature Writing mit Themen wie Trauer, Freundschaft, Liebe und Beziehungen. Gleichzeitig spielen Artensterben und Klimakrise eine wichtige Rolle. Diese Mischung hat mir richtig gut gefallen.

Ich habe den größten Teil als Hörbuch gehört und fand das ebenfalls sehr passend. Besonders die Naturbeschreibungen haben für mich beim Hören gut funktioniert und dadurch konnte ich auch über die kleinen Längen hinwegsehen.

Wer Bücher mit einem starken Naturbezug und vielfältigen Themen mag, sollte sich „Der Einsiedlersommer“ auf jeden Fall einmal anschauen.

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Toll!
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Lesehighlight

Fünf Tage im Licht von Rhiannon Lucy Cosslett

Fünf Tage im Licht ist eines dieser Bücher, bei denen ich gut verstehen kann, warum die Meinungen so unterschiedlich ausfallen. Für mich war es allerdings ein echtes Highlight und ein klares Fünf Sterne Buch. Es war genau die Art von Roman, die ich im Moment besonders gerne lese.


Im Mittelpunkt steht Sophie, eine Künstlerin, die in ihrer Beziehung unter Druck steht.

Ihr Freund wünscht sich ein Kind, sie selbst ist sich aber ziemlich sicher, dass sie keine Mutter werden möchte. Sie hat Angst, dass ein Kind das Ende ihrer künstlerischen Arbeit bedeuten würde. Außerdem erlebt sie durch ihre Schwester, wie viel Care Arbeit Frauen oft übernehmen müssen.


Gemeinsam mit drei wohlhabenden Freundinnen reist Sophie zu einem Junggesellinnenabschied auf eine griechische Insel. Die ersten Tage verbringen die Frauen allein, bevor die Männer nachkommen. Dort lernt Sophie den Einheimischen Kai kennen und beginnt eine Affäre. Viel mehr passiert auf Handlungsebene eigentlich nicht. Stattdessen begleitet man Sophie durch ihre Gedanken, Gefühle und inneren Konflikte. Auch die Dynamik innerhalb der Freundinnengruppe spielt eine wichtige Rolle und spitzt sich im Laufe der Geschichte immer weiter zu.


Besonders begeistert hat mich, wie eng Kunst mit der Geschichte verbunden ist. Sophie ist Malerin und ihre kreative Arbeit begleitet den gesamten Roman. Dazwischen gibt es immer wieder kurze Kapitel über reale Künstlerinnen und eines ihrer Werke. Sophie setzt sich mit deren Leben auseinander und zieht Verbindungen zu ihrem eigenen. Diese Einschübe fand ich besonders gelungen, weil sie Themen wie Kunst, Mutterschaft, Klassismus, den weiblichen Körper, weibliches Begehren und den männlichen Blick auf Frauen aufgreifen und zum Nachdenken anregen.


Ich habe das Buch als Hörbuch gehört und die Sprecherin hat die Geschichte großartig gelesen. Trotzdem hätte ich bei den Kapiteln über die Künstlerinnen gerne öfter angehalten, um mehr über sie und ihre Werke nachzulesen. Deshalb freue ich mich, das Buch auch als Printausgabe zu haben, denn einige der genannten Künstlerinnen möchte ich mir unbedingt noch genauer ansehen.


Fünf Tage im Licht ist ein ruhiger, atmosphärischer Sommerroman, der Lust auf Griechenland macht und gleichzeitig viele wichtige Fragen über Kunst, Mutterschaft und das Leben von Frauen stellt. Wer charaktergetriebene Geschichten, feministische Themen und eine langsam eskalierende Gruppendynamik mag, sollte diesem Buch unbedingt eine Chance geben. Für mich war es ein klares Fünf Sterne Buch.

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Geht so

All die Farben, all das Licht von Cora Wucherer


All die Farben, all das Licht war für mich leider nicht das Highlight, das ich mir nach den vielen begeisterten Stimmen erhofft hatte. Ich habe das Buch im Buddyread gelesen und war gespannt, ob mich die Geschichte genauso überzeugen würde.

Insgesamt fand ich das Buch gut, aber irgendetwas hat mir gefehlt.

Einige Handlungsstränge wurden zwar begonnen, für mein Gefühl aber nicht konsequent zu Ende erzählt. Besonders das Verhalten der einen Protagonistin konnte ich oft nicht nachvollziehen, weil ihre Entscheidungen für mich nicht ausreichend erklärt wurden.

Das Ende hat den Gesamteindruck für mich wieder etwas verbessert. Es ist zwar ziemlich kitschig, hat mich aber nicht gestört und hat der Geschichte einen versöhnlichen Abschluss gegeben.

Am Ende bleibt für mich ein solides Buch, das sich gut lesen lässt, mich aber nicht vollständig überzeugen konnte. Wer neugierig auf die Geschichte ist, kann ihr durchaus eine Chance geben. Für mich gilt allerdings: Man kann es lesen, muss es aber nicht.

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Gegen das Wegsehen

Magisch von Annika Büsing

Magisch von Annika Büsing war mein erstes Buch der Autorin und hat mich überrascht. Am Anfang hatte ich Schwierigkeiten mit dem Erzählstil. Die Geschichte richtet sich immer wieder direkt an die Leserinnen und Leser, und das ist normalerweise nicht mein Fall.

Trotzdem hat mich der Roman nach und nach überzeugt.

Im Mittelpunkt steht eine junge Frau, deren Bruder sich der rechten Szene angeschlossen hat. Das Buch erzählt nicht nur von rechter Gewalt, sondern vor allem davon, wie es ist, wenn ein geliebter Mensch in der eigenen Familie einen gefährlichen und menschenverachtenden Weg einschlägt. Genau dieser Konflikt wird sehr eindringlich dargestellt.

Das Thema hat mich besonders angesprochen, weil es eine Vorstellung ist, die mir selbst große Angst macht. Gerade deshalb fand ich den Roman sehr bewegend und wichtig.

Auch wenn ich mit dem Schreibstil nicht ganz warm geworden bin, hat mich der Inhalt am Ende überzeugt. Ein Roman, der ein schwieriges Thema einfühlsam behandelt und noch lange zum Nachdenken anregt.

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Zwischen Tradition und Selbstfindung

John of John von Douglas Stuart


Mit John of John hat Douglas Stuart es mal wieder geschafft: ein trauriges, tragisches und tiefgründiges Buch zu schreiben, das gleichzeitig so zärtlich und schön ist.

Ich bin ehrlich: Als ich gesehen habe, wie dick das Buch ist, hatte ich erstmal Respekt davor. Ich habe es normalerweise nicht so mit sehr umfangreichen Romanen.

Aber diese Sorge war komplett unnötig. Mir war keine einzige Seite zu lang.

Am allerbesten haben mir die Figuren gefallen. Auch wenn sie einem manchmal alles abverlangen, sind sie so zart und feinfühlig gezeichnet, dass man sie einfach nicht loslassen will. Man schließt wirklich alle ins Herz.
Da ist zum Beispiel Kel. Er hat in Edinburgh Textilverarbeitung studiert und kehrt nun mittellos auf seine Heimatinsel zurück. Dort erwarten ihn sein Vater und seine Großmutter in der Enge des Elternhauses, in dem es eigentlich nichts gibt außer Schafen, einem Webstuhl und sehr strengen presbyterianischen Glaubensregeln. Dazu kommt, dass Kel homosexuell ist und seine wahre Identität verstecken muss.

Sein Vater John ist ein sehr strenger und gläubiger Mann. Unter dieser harten Schale steckt aber auch ein unglaublich zarter Mensch, der selbst sehr mit dem Leben kämpft und vieles andere leichter sein kann als er selbst. Ich habe alle Figuren geliebt, aber meine absolute Lieblingsfigur war Ella, die Großmutter. Sie ist einfach eine wahnsinnig coole Socke. Ella kam vor vielen Jahren mit ihrem Mann auf die Insel und gilt dort trotzdem immer noch als Außenseiterin. Weil sie kein Gälisch spricht, wird sie immer wieder ausgeschlossen und gehört nie ganz dazu. Trotzdem begegnet sie der Welt mit einer großen Portion Coolness und sehr viel Witz. Man muss sie einfach erleben.

Das Buch ist insgesamt ganz ruhig erzählt. Handlungsmäßig passiert eigentlich gar nicht so viel und gleichzeitig passiert unglaublich viel. Eben in den Figuren, den Beziehungen und dem Miteinander. Mit jeder Seite wünscht man sich für diese Menschen mehr, dass sie irgendwie ihr Happy End bekommen.

Außerdem kann ich auch das Hörbuch sehr empfehlen. Charly Hübner spricht die Figuren mit so viel Gefühl, dass er dieser Geschichte vollkommen gerecht wird.

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