Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Cellissima:
Noch fünf Tage
Noch fünf Tage von Helena Falke
Lis ist Köchin bei der milliardenschweren Familie Harman in Davos. Beim Silvesterdinner stirbt die gesamte Familie - durch Gift, das sich im Essen befand. Und auch Lis wurde vergiftet. Ihr bleiben nur noch wenige Tage. Innerhalb dieser wenigen Tage muss sie vom Krankenhausbett aus herausfinden, wer hinter diesem Giftanschlag steckt.
Galt der Anschlag der Familie Harman und war Lis nur ein Kollateralschaden - oder galt der Anschlag Lis und war die Familie Harman nur ein Kollateralschaden?
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"Noch fünf Tage" ist eines dieser Bücher, die sich gut anhörten, mich dann aber leider überhaupt nicht überzeugten und sogar ziemlich enttäuschten.
Vorweg: Für mich ist es über weite Strecken eher ein Krimi als ein Thriller. Darüber könnte ich vielleicht noch hinwegsehen, wenn der Rest passen und überzeugen würde. Das ist aber leider nicht der Fall.
Helena Falkes Schreibstil ist weder besonders gut noch besonders schlecht - absoluter Durchschnitt eben.
Die Figuren kommen klischeebeladen daher. Sowohl die Figuren als auch die Handlung bleiben sehr oberflächlich. Mir fehlte komplett die Tiefe. Ich konnte keinerlei Verbindung zu den Figuren aufbauen. Weder der Aufbau des Falles noch seine Auflösung konnten mich fesseln. Es bleibt alles einfach viel zu blass und langweilig. So gibt es auch immer wieder Längen. Auch wirkt alles offensichtlich konstruiert. Mich konnte "Noch fünf Tage" leider in keiner Hinsicht überzeugen. Ich kann leider keine Empfehlung aussprechen.
Atmosphärischer, gemütlicher und spannender klassischer britischer Krimi
Mord in der Pension Möwennest von Jess Kidd
England im Jahre 1954: Nach dreißig Jahren im Kloster verlässt Nora Breen dieses. Ihr Weg führt sie nach Gore-on-Sea, einem kleinen Nest in Kent, genauer gesagt in die Pension Möwennest, wo ihre frühere Novizin und Freundin Frieda kürzlich auf mysteriöse Weise verschwunden ist, obwohl sie viel länger hätte bleiben sollen und ihr spurloses Verschwinden ohne ein Lebenszeichen gar nicht zu ihr passen.
Nora spürt, dass etwas nicht stimmt, und will sich in der Pension und in dem Ort umsehen und -hören und der Sache auf den Grund gehen und herausfinden, was mit Frieda geschehen ist. Kurz darauf gibt es einen Todesfall in der Pension, der als Suizid abgetan wird - doch Nora ist nun noch mehr als zuvor davon überzeugt, dass hier etwas ganz und gar nicht stimmt, und beginnt selbst zu ermitteln. Und natürlich gibt es jemanden, der um jeden Preis verhindern will, dass die Wahrheit ans Licht kommt ...
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Ich hatte bislang noch kein Werk von Jess Kidd gelesen, aber nur Gutes gehört. Da ich klassische britische Krimis und cosy crime liebe, war nun die Zeit gekommen, um dieses Versäumnis nachzuholen und diese Autorin kennenzulernen. Und es hat sich gelohnt - dies war mein erstes, aber sicher nicht mein letztes Buch aus der Feder von Jess Kidd!
In der Tat ist "Mord in der Pension Möwennest" ein klassischer britischer Krimi, der sich durchaus auch als cosy crime einordnen lässt, wenngleich es für meinen Geschmack ein bisschen weniger cosy crime ist als bekannte Reihen dieses Genres.
Jess Kidds Schreibstil gefiel mir auf Anhieb sehr - sie schreibt wirklich sehr gut, und ich habe die Lektüre bereits wegen dieses tollen Schreibstiles genossen.
Ich habe bereits eine Krimireihe mit einer Nonne als Ermittlerin gelesen, doch Nora Breen unterscheidet sich durch ihren Lebenslauf und ihr ganzes Wesen deutlich davon. Sie ist eine tolle Hauptfigur, als Mensch und als Ermittlerin. Auch die anderen Figuren sind absolut gelungen. Neu, erfrischend anders und reizvoll war für mich auch die Tatsache, dass "Mord in der Pension Möwennest" in den Nachkriegsjahren spielt und dies, was Figuren und Handlung betrifft, auch noch zu spüren ist.
Neben dem Schreibstil der Autorin und den herrlich skurrilen Figuren haben mir auch die dichte Atmosphäre, die eine gelungene Mischung aus Natur, Nachkriegsstimmung, Gemütlichkeit, Spannung und Gefahr, einem unheilvollen und mysteriösen Grundtun ist, sowie der Humor sehr gefallen. Der Fall ist gut aufgebaut und wird absolut stimmig aufgelöst. Es bleiben keine Fragen offen. Sowohl die Figuren als auch der Fall selbst sind herrlich mysteriös, sodass der Leser gut miträtseln und -ermitteln kann. Längen, Vorhersehbarkeit und dergleichen sucht man vergebens.
Ein wenig kann man Jess Kidd schon mit Agatha Christie und Nora Breen mit Miss Marple vergleichen; beide müssen sich wahrlich nicht vor ihnen verstecken!
Nora Breen und Detective Inspector Rideout sind ein völlig unterschiedliches, aber geniales Duo, das sich menschlich und bei der Ermittlungsarbeit wunderbar ergänzt.
Mir hat "Mord in der Pension Möwennest" wirklich gefallen; ich habe diesen Krimi sehr gerne gelesen und hoffe sehr, dass das nicht der letzte Fall für Breen und Rideout war. Es steht zwar nirgendwo, dass es sich um den Auftakt einer Reihe handelt, aber das Ende weckt die Hoffnung, dass es so sein könnte ... ich möchte unbedingt mehr von Jess Kidd und Breen und Rideout lesen!
Liebhaber klassischer britischer Krimis und cosy crimes werden "Mord in der Pension Möwennest" sicher lieben. Leseempfehlung!
Nicht ganz überzeugend
The House Witch 1 von Delemhach Emilie Nikota
Fantasy ist nicht mein Lieblingsgenre, aber cosy fantasy lese ich ganz gerne mal, wenn mich ein Buch anspricht. Bei "The House Witch" war das der Fall: es hat ein wunderschönes Cover (das perfekt zum Inhalt passt), es soll "eine Tasse Kakao in Buchform" sein, der Klappentext klang toll, die Leseprobe überzeugte .
.. das konnte eigentlich nur gut werden, dachte ich. Leider lässt mich "The House Witch" aber ziemlich zwiegespalten zurück.
Kulisse ist der Hof des Königreiches Daxaria. Im Mittelpunkt steht Finlay Ashowan, der neue Koch. Er kocht nicht nur unglaublich gut, sondern ist eine Hexe. Eine ganz besondere Hexe - eine Haushexe.
Es droht ein Krieg mit dem Nachbarreich, und auch sonst geht es bei Hofe nicht ruhig zu: es gibt natürlich viele Intrigen!
The House Witch ist eine auf drei Bände angelegte Reihe. Geworben wird u.a. mit Tiefe und überraschenden Wendungen.
Die Idee der Autorin fand ich toll - die Kulisse, Magie, das kulinarische Element ... dieser Auftakt hatte so viel Potenzial, aber leider ist die Umsetzung nicht so gelungen; es wurde viel Potenzial verschenkt.
Die Kulisse ist toll. Der Hof gefiel mir, und gerade auch das kulinarische Element. Die Szenen in der Küche gehörten zu meinen absoluten Liebingsszenen. Auch die Magie wurde gut eingebunden, und die Idee mit der Haushexe ist originell.
Der Schreibstil der Autorin ist großartig! Dieser sowie die Atmosphäre der Geschichte haben mir von Anfang bis Ende sehr gefallen. Auch einige Figuren, etwa Finlay, Finlays Mutter, Eric bzw. generell die Königsfamilie ... sind absolut gelungen.
Intrigen und alles, was sonst noch versprochen wurde, bekommt der Leser auch.
Gemütliche Szenen wechseln sich mit Spannung und Gefahr ab, wobei erst relativ spät mehr Tempo in die Geschichte kommt. Es ist insgesamt definitiv cosy fantasy. Mir gefiel das, weil ich das Genre mag.
Aber es ist definitiv ein ruhiger erster Band, in dem unterm Strich nicht viel passiert. Mir gefiel es, für mich war es richtig, auch, weil ich das kulinarische Element sehr mochte - aber für eingefleischte Fantasy-Leser könnte es zu langweilig sein.
Leider gibt es aber auch Kritikpunkte:
Es gibt immer wieder Längen. Dieser Auftaktband zieht sich leider immer wieder ziemlich. Man hätte ihn gut straffen und Seiten einsparen können. Das hätte ihm gutgetan.
Die Autorin wollte zu viel in diesen ersten Band packen. Zu viele Dinge werden anfangen, dann aber im Sande verlaufen lassen bzw. jedenfalls nur oberflächlich angekratzt. Das führt dazu, dass der Leser den Überblick verliert. Generell fehlt diesem Auftaktband der rote Faden.
Die beworbene Tiefe und die überraschenden Wendungen habe ich ehrlich gesagt vermisst - da hatte ich, nachdem damit geworben wurde, irgendwie mehr erwartet.
Und: Während auch der Humor diese Reihe ausmacht und dieser mir oftmals gut gefallen und gut gepasst hat, war er an mehreren anderen Stellen einfach völlig misslungen. Es gab Szenen, die auf Biegen und Brechen lustig sein sollten und es dann einfach definitiv nicht waren. Hier war der Humor dann einfach too much und völlig deplatziert.
Auch Dinge wie die ständigen Saufgelage haben mir überhaupt nicht gefallen.
Auch eine Personenübersicht zu Beginn wäre hilfreich gewesen.
Am Ende dieses Auftaktbandes bleibe ich leider ziemlich unschlüssig zurück - stellenweise habe ich ihn wirklich gerne gelesen, stellenweise musste ich mich leider ziemlich durchkämpfen.
Ich bin eigentlich schon gespannt darauf, wie es weitergehen wird, weiß aber noch nicht, ob ich die Folgebände wirklich lesen will und werde. Ich befürchte v.a., dass diese sich wieder so ziehen könnten ... vermutlich werde ich die Leseprobe und erste Rezensionen lesen und dann entscheiden. Aber die Begeisterung ist leider definitiv nicht so groß, dass ich unbedingt weiterlesen will und den zweiten Band kaum abwarten kann ...
Fazit: Tolle Kulisse, ein paar tolle Figuren, originell bzgl. der Idee mit der Haushexe und ihrer Magie und dem kulinarischen Element, aber leider auch mit Kritikpunkten. Wer cosy fantasy aber wirklich liebt und Lust hat auf das Leben bei Hofe, Liebe, Freundschaft, Leidenschaft, Abenteuer und Gefahr, Intrigen, Kulinarik sowie eine Haushexe und ihre Magie, für den könnte "The House Witch" das richtige Buch bzw. die richtige Reihe sein.
Enttäuschend
Der Briefladen, in dem die Zeit stillstand von Baek Seungyeon
Vielleicht lag es an diesem Roman, vielleicht ist man aktuell generell etwas übersättigt, was Romane aus Japan und auch aus Korea betrifft, vielleicht trifft beides zu ... ich weiß es nicht.
Was ich aber weiß, ist, dass "Der Briefladen, in dem die Zeit stillstand" mich leider nicht überzeugt hat und eine ziemliche Enttäuschung für mich war.
Ich hatte mich auf den Roman gefreut, da der Klappentext nach einer sehr schönen und berührenden Geschichte klang. Da ich selbst schon seit meiner Kindheit und Jugend Brieffreundinnen in aller Welt habe und Briefe und Brieffreundschaften liebe, schien es der perfekte Roman für mich zu sein. Das konnte nur gut werden ... dachte ich.
Leider hielt der Inhalt nicht, was der Klappentext versprach. Ja, es geht um diesen Briefladen, um Menschen, die Briefe schreiben, um Brieffreundschaften ... aber: der Klappentext klang nach einem berührenden Roman. Ich konnte aber leider keinerlei Verbindung aufbauen, weder zur Handlung noch zu den Figuren. Mir blieb alles sehr distanziert und vage. Es berührte mich leider einfach gar nicht.
Immerhin lässt sich der Schreibstil der Autorin gut lesen, stets angenehm und flüssig. Aber das war es leider auch schon.
Wer eine Liebeserklärung an das Briefeschreiben sucht, generell Lust auf einen typisch koreanischen/asiatischen Roman hat, der sollte es vielleicht auf einen Versuch ankommen lassen, da die Geschmäcker bekanntlich verschieden sind.
Ich war leider froh, als die letzte Seite gelesen war, und blieb ziemlich enttäuscht und unbefriedigt zurück, da ich viel mehr von "Der Briefladen, in dem die Zeit stillstand" erwartet hatte. Die Idee ist toll, aber die Umsetzung ist leider nicht gelungen.
Viel Potenzial, nicht ganz ausgeschöpft
Unter Wasser von Tara Menon
Als Kind zieht Marissa mit ihrem Vater, einem Meeresbiologen, nach Thailand. Dort lernt sie Arielle kennen. Die beiden Mädchen werden unzertrennlich. Es ist eine wunderschöne Freundschaft. Es ist ein Leben in atemberaubender Natur. Doch dann kommt der 25. Dezember 2004 ... Marissa überlebt knapp, Arielle stirbt.
Jahre später wird Marissa in den USA erneut mit einer Naturkatastrophe konfrontiert - und alle Erinnerungen an Arielle, Thailand und diesen Tag im Jahre 2004 kehren mit aller Macht zurück ...
Der Roman wird aus Marissas Sicht erzählt, auf zwei Zeitebenen und an zwei Orten - Thailand Ende 2004 und New York Ende 2012.
Der Schreibstil der Autorin gefiel mir unglaublich gut; er ist unglaublich gut! Auch die ganzen Naturbeschreibungen sind großartig. Der Roman ist sehr atmosphärisch.
Diese Kindheit, diese Freundschaft, diese Naturkatastrophe, die uns allen noch in Erinnerung ist, die Trauer, das Weiterleben, die Themen, die Marissa beschäftigen und um die es in "Unter Wasser" geht ... dieses Werk hat so viel Potenzial.
Und doch wurde dieses Potenzial in der Umsetzung leider nicht ganz ausgeschöpft, konnte mich "Unter Wasser" letztlich doch nicht ganz überzeugen.
Meiner Meinung nach hat die Autorin einfach zu viele Themen und Problematiken in diese knapp über 200 Seiten gepackt. Weniger wäre hier eindeutig mehr gewesen, denn so wirkt dieser Roman einfach überfrachtet und werden zu viele Dinge nur angekratzt.
Oftmals plätschert die Geschichte leider auch eher vor sich hin.
Und leider blieben mir persönlich sowohl die Figuren als auch die Handlung zu fremd und distanziert.
Neue Lieblingsreihe!
Cassandra Morgan, Band 2 - Die magische Flöte von Skye McKenna
Nachdem der Auftakt dieser Reihe ein absolutes Highlight im letzten Jahr für uns war, haben wir uns sehr auf die Fortsetzung gefreut.
Der zweite Band knüpft nahtlos an den ersten Band an. Cassandra hat sich auf Hartwood Hall und bei ihrer Tante eingelebt, befindet sich in ihrer Hexenausbildung, hat gute Freundinnen gefunden.
Doch die Dinge sind nicht nur idyllisch - über dem Dorf und seinen Bewohnern liegt ein Fluch, und auch der Erlkönig und ein gefährliches Artefakt, Sir Egads Lanze, spielen eine große Rolle. Der Erlkönig will diese Lanze unbedingt haben - während Cassandra und ihre Freundinnen natürlich den Fluch aufheben und verhindern wollen, dass der Erlkönig die Lanze erhält ...
Der Titel ist etwas irreführend - nach dem Titel könnte man meinen, dass die Flöte im Mittelpunkt steht; tatsächlich ist es aber v.a. diese Lanze. Das soll aber nicht ins Gewicht fallen.
Auch dieser zweite Band ist unglaublich gut geschrieben, so herrlich atmosphärisch und bildhaft, besticht durch wundervolle Figuren und Welten. Er ist etwas düsterer und gefährlicher als der erste Band, aber dennoch absolut altersgerecht und somit von Kindern der Zielgruppe problemlos lesbar.
Auch dieser zweite Band ist sowohl zum Vorlesen als auch zum Selbstlesen perfekt geeignet, die Länge der einzelnen Kapitel ist für Kinder ideal. Auch die Illustrationen sind gewohnt zauberhaft.
Die Welt, die Sky McKenna mit dieser Reihe erschaffen hat, ist magisch schön, gemütlich und spannend, und jeder Band fühlt sich wie ein Nachhausekommen an. Wie schon beim ersten Band hatten wir das Gefühl, dass es insgesamt eine wahre Wohlfühlgeschichte ist.
Cassandra hat ihre Mutter am Ende dieses zweiten Bandes immer noch nicht gefunden - aber sie erfährt etwas Entscheidendes über sie - und nicht nur über sie, sondern auch über ihren Vater. Das hat uns überrascht, damit hatten wir nicht gerechnet. Und dieses spannende Ende erhöht die Vorfreude und Spannung auf Band 3, der im November erscheint, natürlich noch mal extrem!
Insgesamt ein ebenso spannender wie schöner zweiter Band, der wie schon sein Vorgänger viel Lust auf die Fortsetzung macht.
Absolute Leseempfehlung, vor allem für Kinder, die Hexen, Magie und England lieben und denen Harry Potter gefallen hat.
Und wie schon beim ersten Band gilt: Auch Erwachsene werden Cassandra, Hartwood Hall und Hagley lieben! Dies ist die perfekte Reihe für die ganze Familie.
Eine leise und berührende Geschichte über eine ganz besondere Freundschaft
Eine Maus namens Merlin von Simon Van Booy
Helen ist eine dreiundachtzigjährige Witwe, die glaubt, dass ihr Leben vorbei ist. Sie hat keinen wirklichen Inhalt mehr, auch keine Kontakte zu anderen Menschen. Bis sie eines Tages versehentlich eine Maus in ihr Haus trägt. Zunächst will sie sie wieder loswerden - jedoch ohne Erfolg. Schließlich gibt sie ihr einen Namen, hilft ihr, kümmert sich um sie.
Aus Helen und der Maus werden Freunde; Merlin wird zu Helens Familie. Und dank Merlin findet Helen auch wieder zurück ins Leben und zu anderen Menschen ...
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Nicht nur das Cover war absolut bezaubernd, sondern auch der Klappentext. Und so war ich sehr gespannt auf diese Geschichte und diese Freundschaft.
Simon Van Booy schreibt wirklich gut; ich habe "Eine Maus namens Merlin" schon wegen seines Schreib- und Erzählstils gerne gelesen.
Sicher muss man diese Art von Roman und Geschichte mögen - dann hat man aber definitiv Freude daran.
Idee, Figuren und Handlung sind definitiv ungewöhnlich. Und es ist eine sehr leise, langsame, berührende Geschichte. Eine, die auch schöne und wichtige Botschaften vermittelt. Eine, für die man sich Zeit und Ruhe gönnen, die man langsam lesen und genießen sollte. Dann wird man aber mit einem außergewöhnlichen und besonderen Leseerlebnis belohnt.
Schöne und auch traurige Szenen wechseln einander ab.
Ich habe Helen und Merlin schnell sehr ins Herz geschlossen und diese Geschichte eigentlich sehr gerne gelesen.
Einziger Kritikpunkt: Irgendwann wurde es too much. Ab der Stelle, an der man erfuhr, welchen Beruf Helen früher ausgeübt hat und was sie unternimmt, um Merlin zu retten, und auch Dr. Jamal und sein Verhalten diesbezüglich ... wurde es doch sehr konstruiert und unglaubwürdig. Das hat das Leseerlebnis leider etwas geschmälert und die Freude an dieser Geschichte etwas genommen.
Dennoch ist es insgesamt ein schöner und berührender Roman.
Das erste Kinderbuchhighlight im Jahr 2026!
Die Jagd nach den magischen Münzen von Jessie Burton
London im Jahre 1918: Die zwölfjährige Bo ist eine Schlammschwalbe, d.h. eine Person, die im Schlamm der Themse nach Dingen sucht. Eines Tages findet sie eine glänzende Münze - und hat eine Vision. Dann trifft sie Billy, einen Jungen vom gegenüberliegenden Ufer. Billy weiß, dass es eine zweite Münze gibt und man die beiden Münzen zusammenfügen muss.
Sie beschließen, nach ihr zu suchen - und nach der Ballade der Themse, denn diese enthält eine genaue Anleitung. Die Ballade der Themse und ihre Anleitung sowie die beiden zusammengesetzten Münzen sollen eine Magie entfalten, mit der es möglich sein soll, einen über alles geliebten toten Menschen wieder ins Leben zurückholen ...
Doch da ist auch der alte Muncaster, der ebenfalls hinter den Münzen und der Ballade her ist und alles dafür tut, um wieder an die Münze, die Bo besitzt, zu kommen, und die andere Münze und die Ballade der Themse zu finden. Und so beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, in dessen Verlauf Bo und Billy in große Gefahr geraten. Und: Wer wird am Ende zurück ins Leben geholt? Und wer hat die Macht, darüber zu entscheiden?
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Ich habe schon die Romane von Jessie Burton gelesen und fand sie gut; somit war "Die Jagd nach den magischen Münzen" nicht nur für die Kinder interessant, sondern auch für mich, denn ich fand den Klappentext toll und war sehr gespannt darauf, wie Jessie Burton sich nun erstmals als Kinderbuchautorin macht.
Uns gefiel die Geschichte sehr gut. Jessie Burton schreibt hervorragend, ihr Stil lässt sich für Kinder wie für Erwachsene sehr gut lesen, und die Geschichte ist herrlich bildhaft und atmosphärisch. Schon deshalb hat sich die Lektüre gelohnt.
Die Handlung ist nicht 08/15, sondern die Autorin hat neue, eigene Ideen, was das Buch ebenfalls reizvoll macht. Die Figuren sind ihr toll gelungen, wandeln sich auch, zeigen verschiedene Facetten, was auch zu vielen verschiedenen Facetten der Geschichte führt. So ist sie mal herzerwärmend, etwa bei den Szenen zwischen Bo und der Lehrerin Miss Cressant. Mal, etwa wenn sie ein anderes Gesicht, eine andere Persönlichkeit zeigt, oder wenn der alte Muncaster auftaucht, ist die Geschichte aber auch spannend und gefahrvoll.
Grundsätzlich herrscht eine ausgewogene Mischung aus schöner, herzerwärmender Geschichte und Spannung; auf den letzten 50 Seiten überschlagen sich dann die Ereignisse und es wird richtig spannend und gefährlich, aber doch mit einem guten (aber auch nicht in jeder Hinsicht glücklichen und allzu rosaroten) Ende, was ich für Kinder wichtig finde.
Uns haben auch die Botschaften, die das Buch übermittelt, gefallen. Und andere, kleinere Dinge, etwa, wie Bo zu ihrem Spitznamen kam und was der mit Anne Boleyn zu tun hat.
Auch der erste Weltkrieg, in den Bo´s Bruder ziehen muss, spielt eine Rolle - und dadurch, aber nicht nur dadurch, auch der Verlust geliebter Menschen und Tod. Eigentlich haben sogar fast alle Figuren geliebte Menschen verloren. Empfohlenes Lesealter ist ab 10, ansonsten passt das auch auf jeden Fall - aber dadurch, dass Tod und Verlust geliebter Menschen doch ziemlich dominant sind, würde ich das Buch je nach Kind erst mal selbst lesen und dann entscheiden, ob das betreffende Kind schon bereit für das Buch ist oder man lieber noch eine Weile wartet.
Ich glaube, dass es auch zu den Büchern gehört, bzgl. derer Redebedarf besteht, sodass man mit den Kindern über das Gelesene reden sollte.
Ansonsten ist es ein Buch, das sich gleichermaßen zum Vorlesen wie zum Selberlesen eignet. Die Länger der einzelnen Kapitel ist auch für Kinder perfekt.
Abenteuer, Freundschaft, Familie, Magie, das Leben im London der damaligen Zeit, aber auch Verlust geliebter Menschen sind zentrale Themen.
Fazit: Ein tolles Buch für Kinder, an dem auch Erwachsene noch Freude haben, und das ideal ist für alle, die London und vergangene Zeiten lieben und Lust auf eine ebenso schöne und herzerwärmende wie spannende Geschichte haben, in dessen Mittelpunkt ein tolles Mädchen steht und die noch dazu richtig gut geschrieben ist!
Netter Auftakt, jedoch mit Luft nach oben
Mord & Breakfast von Anne Gordon
Melody Moss, eine Journalistin, verliert ihren Job in London - und erbt kurz darauf das Bed & Breakfast ihrer Tante Mabel an der Ostküste Schottlands.
Angeblich ein Unfall - Mabel soll sich auf der Terrasse zu weit über die Blumen gebeugt haben und so die Klippen hinabgestürzt sein. Doch Melody glaubt, dass es Mord war, da Mabel viele Feinde hatte.
Sie beobachtete alles und jeden, erpresste die Leute mit ihrem Wissen ... es gibt viele Verdächtige und Motive.
Und so macht Melody sich daran, den Tod ihrer Tante aufzuklären ...
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Ich liebe cosy crime, lese jedoch meist den Schauplatz England, sodass Schottland eine schöne Abwechslung war. Die Hoffnung auf eine tolle neue Reihe war groß.
Anne Gordons Schreibstil ist ok, nicht herausragend, aber guter Durchschnitt und angenehm und flüssig lesbar.
Die Figuren, die Handlung, der Aufbau ... konnten mich nicht ganz überzeugen. Alles bleibt recht simpel, keine der Figuren sticht besonders hervor, keine bleibt besonders in Erinnerung - und auch der Fall an sich ist alles andere als spektakulär. Überraschende, geniale Wendungen gibt es nicht, die Auflösung ist relativ früh klar und somit vorhersehbar.
Insgesamt also ein solider cosy crime - weder besonders gut noch besonders schlecht. Das erhoffte Highlight war es für mich leider nicht.
Dennoch ist es ein Auftakt, der einem ein paar nette Lesestunden schenkt. Die Kulisse und die Atmosphäre haben mir wie gesagt gefallen.
Den Kitsch am Ende, das rosarote happy end, fand ich ehrlich gesagt nicht wirklich passend. Das hat mir ebenfalls weniger gut gefallen.
Dennoch bin ich gespannt auf Melody´s nächsten Fall, der im Frühjahr 2027 erscheint und interessant klingt. Ich werde die Reihe vorerst weiter verfolgen - vielleicht kann die Autorin sich ja noch steigern.
Lesern, die cosy crime lieben, könnte dieser erste Mord & Breakfast-Band trotz der Kritikpunkte gefallen.
Absolut langatmig und enttäuschend
Real Americans von Rachel Khong
Real Americans ist eines dieser Bücher, zu denen ich gegriffen habe, denen ich eine Chance geben wollte, obwohl mich schon die Leseprobe nicht überzeugt hat - und eines dieser Bücher, die mich lehren, dass ich wirklich meine Finger von solchen Büchern lassen sollte, wenn mir schon die Leseprobe nicht gefällt.
Mich hat vor allem die Tatsache gereizt, dass es sich um einen großen Bestseller aus den USA handelt - so ein Roman muss doch gut sein, dachte ich. Und ich liebe Familiensagas. Also dachte ich, dass dieser Roman sein Potenzial schon noch entfalten würde.
Rückblickend fand ich Real Americans leider sehr enttäuschend. Der erste Eindruck der Leseprobe hat sich für mich leider nicht mehr geändert.
Positiv ist nur, dass Rachel Khongs Stil sich wirklich sehr gut, von der ersten bis zur letzten Seite überaus angenehm und flüssig lesen lässt.
Weder die Figuren noch die Handlung konnten mich überzeugen. Ich empfand diese Geschichte als sehr langatmig und uninteressant, es gibt auch Klischees ohne Ende, die diesen Roman für mich noch schlechter und schlimmer gemacht haben. Ich blieb wirklich enttäuscht und frustriert zurück.
Es ist eines dieser Bücher, bei denen ich irgendwann viele Passagen und Seiten am liebsten nur noch überflogen hätte, durch die ich mich regelrecht hindurchquälen musste. Ich war wirklich froh, als die letzte Seite gelesen war und ich das nächste Buch lesen konnte.
Ich habe keine Ahnung, warum dieses Buch ein großer Bestseller in den USA ist. Für mich war es leider das Gegenteil. Ich kann Real Americans leider nicht empfehlen.











