Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Daggy:
Alles über die Zeit sehr gut verständlich erklärt
Wohin geht die Zeit, wenn sie vergeht? von Sabine Engel
Stina bleibt eine Woche bei ihre Opa, weil die Eltern verreist sind. Ihre Mutter hat ihr einen Kalender mit kleinen Geschenken für jeden Tag gebastelt, damit ihr die Zeit bei Opa nicht so lang wird.
Doch die beiden haben bald ein Projekt, dass sie ganz in Anspruch nimmt, den Stina fragt: „Was ist eigentlich Zeit?“ und was passiert, wenn sie vergeht.
Obwohl Opa schon alt ist und viele Bücher gelesen hat, muss er erst nachdenken und damit das seine Ordnung hat, schreiben die beiden erstmal alle Fragen auf. Elf Fragen werden notiert und zunächst besuchen sie den Nachbarn Felix, einen Physiker. Er erzählt vom Urknall und dank der vielen Fragen, die Stina stellt, können wir seine Antworten gut verstehen. Nach dem Auspacken des ersten Päckchens, der eine Samenbombe enthält geht es zu Frau Mertens, die sich mit der Natur, den Tages- und Jahreszeiten auskennt. Zusammen sitzen die drei im Garten und sprechen über die Zeit.
Bis zum siebten Tag gibt es noch viele Begegnungen, Fragen und Antworten. Da wird philosophiert und wissenschaftlich überlegt. So gibt es am Ende verständliche Antworten auf die Fragen und Stina, die wir als ein sehr kluges Mädchen kennengelernt haben, hat eine spannende Woche mit ihrem Opa, der selbst auch noch einiges lernen könnte, verbracht.
Neben den sehr schönen gemalten Bildern gibt es auch viele Fotografien, die uns den Text bildlich näherbringen. Mir geht es wie dem Opa, auch ich habe viel neues erfahren und kann dieses MINT-Vorlesebuch mit der schönen Beziehung zwischen Stina und ihrem Großvater und dem interessanten Sachwissen allen neugierigeren Kinder und Erwachsenen empfehlen.
Ein Mann erinnert sich an seine Kindheit mit seinem Großvater
An Großvaters Hand von Michael Krüger
Was mir an dem Buch so gut gefiel, war das Cover, auf dem der kleine Junge so vertrauensvoll die Hand seines Großvaters hält. Dazu der herbstliche Baum und die schönen Farben.
Der Autor Michael Krüger berichtet von seiner Kindheit, die er in den ersten Lebensjahren bei seinen Großeltern auf dem Bauernhof verbrachte.
Er ist ein Kriegskind und seine Eltern wollten ihn nicht im zerstörten Berlin groß werden lassen. „Die Russen“, die im Leben des kleinen Jungen allmächtig und abschreckend waren, haben einen Verwalter für den Hof eingesetzt und die Großeltern müssen sich mit ihrem Enkel auf ein Zimmer mit Plumpsklo beschränken. Natürlich leidet so ein Kind nicht so sehr unter den Umständen, während sein Großvater eine große Traurigkeit ausstrahlt. Er zeigt dem Kind die Natur, mit ihren Pflanzen und Tieren. Michael darf sogar mit vier Jahren draußen übernachten. Wenn es auch keine ganze Nacht war, die er in der Dunkelheit verbracht hat, so schwärmt er noch heute davon. Mit Beginn der Schule zieht er dann zu den großen Geschwistern und den Eltern nach Berlin, hier kommt er auf ungewöhnlichem Wege an eine Schildkröte.
Gerade wenn man selbst keine Großeltern hat, die von früher erzählen, ist so ein kleiner Erzählband eine feine Sache. Mich haben auch die warmen Illustrationen im Buch erfreut.
Schade fand ich, dass das Schulkind wohl nicht mehr die Großeltern besucht hat oder er hat es einfach nicht mehr erwähnt.
Unsere Gesellschaft und ihre Klassen
Klassenbuch - Wer gewinnt im Spiel des Lebens? von Gerda Raidt
Unter einem Klassenbuch hatte ich mir eigentlich etwas anderes vorgestellt und ich denke, so ist es auch beabsichtigt. Denn dieses Klassenbuch beschreibt die Klassen unserer Gesellschaft, die es immer noch gibt und wie ich befürchte, immer geben wird.
Eine kleine Fotogalerie beginnt mit einem Babybild und auf dem letzten Foto geht der kleine Junge mir der lustigen Zahnlücke in die Schule.
Da sitzt er mit seinen Mitschülerinnen und Mitschüler in der Klasse. Was werden sie wohl mal werden? Ist das, was jetzt folgt ein großes Spiel? Uns werden Personen vorgestellt, die sich durch ihre Kleidung sehr voneinander unterscheiden, durch kleine Infos werden wir auf die Unterschiede hingewiesen. Aber stimmt das, was behauptet wird oder sind es Vorurteile? Wir unterscheiden uns auch durch unsere Sprache oder durch unsere Tischgewohnheiten. Wir lieben unterschiedliche Musik und Kunst und treiben verschiedenen Sport. Aber auch unsere Vor- und Nachnamen sind sehr verschieden und sie führen eventuell dazu, dass wir einen Job oder eine Wohnung nicht bekommen. Wo und wie wir wohnen, liegt u.a. am Einkommen und an der Herkunft. Vielleicht fühlen wir uns nicht dazugehörig, weil wir irgendwie anders sind und uns dadurch ausgegrenzt fühlen?
Neben den vielen kleinen Bildern, die die beschriebenen Menschen und Situationen abbilden, gibt es kurze Texte und gelb unterlegte Sterne. Auf diesen Sternen sind Aussagen wie „Das ist doch schrecklich ungerecht“ oder „Und hat man das dann verdient?“ gedruckt. Diese Aussagen werden sicher zu Diskussionen bei den Leserinnen und Lesern führen und dafür ist dieses Buch sicher auch gedacht. Es endet mit einem Text der „Aber eigentlich müssen wir die Regeln ändern!“ überschrieben ist. Und ich frage: „Warum eigentlich?“
Dieses Buch solle jeder lesen!!!
Noch mal sehen wir nicht weg! von Andrée Poulin
Wir sehen viele hundeähnliche Wesen in Kleidung auf dem Cover, sie alle halten sich an den Händen.
Der weiße Hund im braunen Anzug, ist der Großvater von dem hier berichtet wird. Aber zunächst gibt es eine Warnung des Enkels vor der Gleichgültigkeit. Der Großvater steht auf der Terrasse seiner Villa und schaut in eine friedliche Landschaft, doch „niemand ahnt, dass die Kaltschnauzen sie beobachten.
“ Dann sehen wir sie schon, graue Hunde mit brauen uniformartigen Anzügen und einer schaut durch das Fernglas ins Tal.
Im Ort wohnen Rotfüchse friedlich mit den anderen zusammen, sie werden freundlich gegrüßt. Doch die Kaltschnauzen finden sie zu Rot, sie passen nicht ins Stadtbild. So führen die Kaltschnauzen sie ab und wie alle hat der Großvater geschwiegen. „Er war ja kein Rotfuchs.“ Auch die Wölfe bestellten bisher friedlich ihr Feld, bis die Kaltschnauzen fanden, sei gehörten nicht hierher, weil sie ihren Acker haben wollen. Wieder hat der Großvater nichts unternommen.
Doch nachdem vieler der Abgeführten in Umerziehungslagern umkamen, hassten die Kaltschnauzen auch große Hunde, besonders, wenn sie superreich waren, wie der Großvater. „Als die Kaltschnauzen meinen Großvater holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.“
Die Autoren wurden angeregt von den Worten Martin Niemöllers aus dem Gedicht „Habe ich geschwiegen“.
Gerade in dieser Zeit, die leider immer häufiger mit 1933 verglichen wird, ist es wichtig zu begreifen, dass wir jetzt nicht wegsehen dürfen und hoffen, dass es vorbei geht, ohne dass es uns trifft. Meine Familie hat keine Verfolgung erlebt und sie war nicht in der Partei, was auch immer das beweis kann. Aber trotzdem bleibt die Schuld, dass keiner etwas unternommen hat. Ich hoffe, dass wir diesmal mutiger sind und dieses Buch kann vielleicht aufrütteln. Mich hat es betroffen gemacht und nachdenklich. Bitte schaut es euch an!
Voller Wunder und wunderschön
Marias Weihnachtsgeschichte von Mathilde Stein
Auf dem Cover sehen wir die junge Maria, die ziemlich wütend ausschaut.
„Stell dir mal vor…“ so beginnt das Buch und wir werden aufgefordert in die Rolle der Maria zu schlüpfen. Sie ist gerade mal 14 oder 15 Jahre alt und soll schon heiraten. Dann macht sie sich auf, um Wasser zu holen und auf dem Rückweg begegnet ihr ein Engel.
Das Mädchen ist so erschrocken, dass sie den Krug mit Wasser loslässt und er klirrend zerbricht. Der Engel beruhigt Maria mit netten Worten und nennt ihr den Namen, der das Kind, das sie bekommen wird, tragen soll. Als sie dem Zimmermann Josef von ihrer Schwangerschaft erzählt, wird der schrecklich wütend und zerstört in seiner Wut Möbel, die er schon für Haus gemacht hat. Doch über Nacht beruhigt er sich wieder und am Morgen überrascht er Marie mit einer Wiege.
Neben der gut verständlich erzählten Geschichte, die wir schon so oft gelesen und gehört haben, sind die Illustrationen so passend gezeichnet, dass ich mich direkt in die Landschaft hineinversetzt gefühlt habe.
Diese Buch werde ich ganz sicher in diesem Advent und zu Weihnachten vorlesen. Ich kann dieses Buch allen empfehlen, die neben den Geschenken und dem Baum, den Grund erfahren möchten, weshalb wir Weihnachten feiern. Auch wenn sie selbst nicht an Jesus glauben.
Ein fantastsisches Abenteuer auf ungewohnlichen Inseln
Tschipo von Franz Hohler
Was würde wohl passieren, wenn Dinge, die man träumt mit in die Gegenwart genommen werden könnten. Tschipo ist so ein Junge, als er am Morgen wach wird, steht die ganze Wohnung voller Wasser, nur weil er geträumt hat, dass er mit eine Boot unterwegs sei. Aber das Schlimmste kommt ja noch, denn an einem Morgen ist Tschipo plötzlich verschwunden und ein Schlaffachmann vermutet, dass er bei einem anderen Träumer gelandet ist.
Dabei handelt es sich um einen Piloten, der mit seinem Flugzeug Notlanden musste. Auch er träumte so tief, dass auch er seine Träume in Jetzt mitnahm. Und wirklich, die beiden treffen sich auf einer einsamen Insel und da Tschipo von einem Boot träumt, das dann wirklich im Meer verankert ist, können die beiden die Insel verlassen. Bald landen sie auf einer anderen Insel, auf der alles Schwarz ist, weil es aus Kohle besteht. Nachdem Tschipo geträumt hat, verwandelt sich alles wieder in seine normale Form.
So erleben die beiden noch viele haarsträubende Abenteuer, dabei entsteht eine tiefe Freundschaft zwischen den beiden Träumern. Einen träumenden König gilt es zu wecken und das ist gar nicht so einfach. Am Ende gibt es eine Lösung wie es den drei Träumern gelingen kann, ihre Träume beim Erwachen abzuschalten, damit sie keine verrückten Dinge anzustellen.
Die einzelnen Episoden strotzen nur so von fantastischen Szenen, da braucht es schon eine Menge Fantasie sowas zu erfinden. Zu Beginn eines jeden Kapitels gibt es eine kleine Illustration, wie Tschipo mit seinem Freund Tschako bei den fliegenden und zwitschernden Fischen landet könnt ihr auf dem Cover bewundern.
Im Text tauchen immer wieder Schweizer Ausdrücke auf, so lernen wir noch ein paar neue Begriffe und wenn wir mal in der Schweiz Urlaub machen, hilft es beim Verstehen.
Grelle Illustrationen und eine witzige Geschichte zur Weihnachtszeit
Fest verschlafen von Elisabeth Steinkellner
Schrill und bunt sind ist das Cover und so sind auch die Bilder im Buch. Als erstes hören wir den Biber rufen „Baum fällt!“ und er meint damit den Tannenbaum, der zu jedem Weihnachtsfest gehört. Alle Tier bringen etwas zur Feier mit „Alpakas stricken Socken, der Eisbär sendet Flocken“ so schön reimt sich der Text.
Mir gefällt besonders gut „die Kuh sorgt für die Getränke“ da ist eine Kuh zu sehen, die Milch aus ihrem Euter in Tassen laufen lässt. Daneben seht die Box mit dem Kakao. Auch das Zebra, das in Kleid schlüpft, hat es mir angetan. Leider taucht dann ein kleines Problem auf, aber da möchte ich nicht zu viel verraten. Nur so viel am Ende steht der Baum festlich geschmückt da.
Ein witziges, peppiges Weihnachtsbuch mit schmissigen Reimen und humorvollen Illustrationen. Ich freue mich total aufs Vorlesen, der Enkel hatte schon jetzt Spaß daran.
Abenteuerlicher, fantastischer Ausflug in den Park
Wurzelflitzer von Jenny Jung-Giantsios
Das Cover ist wunderschön gestaltet und zeigt die sechs Pflanzen, die es in den Essener Grugapark zieht.
Die Fensterbank WG besteht aus dem Gummibaum Gunnar, der von Mallorca stammt und der fröhliche Ballermannlieder mag. Der Kaktus Kalle ist, wie sein Äußeres, etwas kratzbürstig, aber wir erfahren, dass er einen weichen Kern hat.
Sehr selbstbewusst und von sich überzeugt ist die schöne Orchidee Orelia. Aus einm Schulprojekt stammt der Salat Simsalabim, er und das schüchtere Veilchen Valentina mögen sich sehr. Dann ist da noch die fleischfressende Pflanze Mampfred, die in dem ganzen Buch nichts frisst.
Gunnar weckt in seinen Freunden den Wunsch sich zu bewegen und so trainieren die Pflanzen aus dem Topf zu steigen und auf ihren Wurzeln zu laufen. Es gibt zwar immer wieder kleine Meinungsverschiedenheiten, aber am Ende schaffen sie es in den Garten zu „laufen“. Leider gibt es dort den Angriff einer Schnecke auf Simsalabim, der mit Hilfe der anderen abgewehrt werden kann. Für ihren Ausflug in die Gruga müssen die Pflanzen einen Plan machen, das ist gar nicht so einfach, wie ihr euch vorstellen könnt.
Fantasie ist in diesem Buch das Wichtigste, die Leserinnen und Leser müssen sich völlig von den Gesetzmäßigkeiten dieser Erde befreien. Da laufen Pflanzen, sie unterhalten sich und wissen so vieles, das ihnen auf ihrer Fensterbank nie begegnet sein konnte. Da wird von zwei Augen, mit denen sie gucken, berichtet und sie unterliegen den lokalen Eigenheiten ihrer Herkunft. Aber das Allerwichtigste ist ihre Freundschaft und ihre gegenseitige Unterstützung. Wenn wir also alle Logik vergessen und dieses Buch als ein fantastisches Abenteuer nehmen, dann macht das Lesen dieser Geschichte Spaß, denn sie ist spannend und mit viel Herzblut geschrieben.
Die kleinen bunten Bildchen, die die Autorin selbst gezeichnet hat, lockern den Text sehr schön auf.
Hervorragend erklärt
Künstliche Intelligenz für Kids erklärt: So geht's! von Axel Täubert; Christine Paxmann
Wieder geht es mit der Familie Strudel durch ein erklärendes Sachbuch für Jugendliche und Erwachsene. Diesmal ist Onkel Emil zu Besuch, ein Erfinder, der auf die Bestätigung des Patentamtes wartet und der sich sehr gut mit KI auskennt. Außerdem ist der ein entspannter Typ, der immer ein Lösung parat hat.
Da Onkel Emil einen Smart Speaker mitbringt, wird seine Funktion zuerst erklärt. Wir erfahren einiges über Alan Turing und wie er Menschen von Maschinen unterscheidet. Die Geschichte der KI wird mit einer Achterbahn verglichen und dann geht es um ihre Funktionsweise. Wie sie lernt und auf welche Arten. Schon 1843 geht es mit dem ersten Computerprogramm los, dann gibt es viel Stationen bis 2022 ChatGPT an den Start geht. Transformer zu erklären ist nicht so ganz einfach, aber hier ist es sehr verständlich erklärt. Das Wichtigste aber ist, dass unsere Fragen an die KI genau gestellt werden, denn nur so kann sie präzise antworten. Wie sieht es aus, wenn wir Kunst und Musik durch die KI erstellen? Oder sogar Personen und Sprache in einen anderen Zusammenhang bringen? Aber man kann auch spielen mit KI, sogar selbst Spiele erzeugen. Natürlich werden auch die Gefahren und die unklare rechtliche Lage zum Thema.
Die Seiten sind in verschiedene Blöcke aufgeteilt, meist gibt es eine kleine Geschichte von der Familie Strudel und dann Erklärungen und Informationen, immer in kleinen Dosen und gut verständlich geschrieben. Durch kleine Illustrationen werden die bunten Seiten zusätzlich aufgelockert. Das Buch wird sicher kaum am Stück gelesen, es kann auch sehr gut als eine Art Lexikon nützlich sein. Ich habe einiges erfahren und konnte manches besser verstehen.
Wie sieht die Wahrheit aus, eine spannende Suche
Wie es hätte sein können von Andrea Behnke
Die freiberuflich arbeitende Mona hat einen Auftrag angenommen, der sie persönlich betrifft. Ihre Lieblingsoma, Oma Weber, kam aus Schlesien und leider hat Mona, wie so viele von uns, versäumt ihrer Oma Fragen zu stellen. Bei vielen Familienfesten wurde viel geredet und nur wenig gesagt und da Mona noch ein Kind war, kann sie sich an vieles nicht erinnern.
Aber sie kann auf viele Dokumente zurückgreifen und es gibt sogar ein Museum in der sie einiges über Schlesien, besonders über Flucht und Vertreibung erfahren kann. Bilder von Frauen, die ihre Großmutter hätten sein können. Mona hatte eine Beziehung, die sie vor einiger Zeit beendet hat, nun lebt sie allein. Bezugspersonen sind eine Kollegin und ihre alte Mutter, die den Umzug in eine seniorengerechte Wohnung plant. Als Mona beim Ausräumen bei ihrer Mutter Fotos findet, stellt sie ihre Recherche in Frage.
Ich habe einiges über die Vor- und Nachteile einer freiberuflichen Tätigkeit erfahren, aber auch über die Arbeit einer Journalistin. Da Mona allein lebt, spürte ich auch ihr Alleinsein und manchmal ihr Abkapseln, dass ihre Kollegin und Freundin immer wieder versucht zu unterbrechen. Mona hat sich ganz in der Recherche zum Leben ihrer Großmutter vertieft und sie versucht mit unterschiedlichen Mitteln ihr Leben zu beschreiben. Mit ihr erlebte ich dann mit Entsetzen, was dieses Foto alles in Frage stellt.
Ich habe das dünne Buch an einem Stück gelesen, weil mich die Geschichte sehr bewegt hat. Wie viele Menschen im Ruhrgebiet habe auch ich polnische Wurzeln, die allerdings noch weiter zurück liegen. Aber auch ich kenne nur Fetzen aus dem Leben meiner Oma, die bei uns „unser Omma“ hieß und die starb als ich fünf war.











