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Rezensionen von gaby2707:

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Ein liebevoll gestaltetes Gutenacht-Buch für unsere Jüngsten

ministeps Mein erstes großes Gutenacht-Buch - ab 12 Monate von Sandra Grimm

Schon das Cover lässt auf ein Gutenacht-Buch mit vielen kleinen kuscheligen Freunden schließen. Mich hat es gleich angeregt, mich näher mit dem Buch zu beschäftigen.
Das Buch mit den Ausmaßen von 23 x 3.2 x 23 cm ist fü. r kleine Kinderhände sehr groß ausgefallen. Mir persönlich gefällt diese Größe allerdings sehr gut, da ich ja eh vorlese und unser Kleiner sich „nur“ die wirklich tollen Bilder anschaut.

Später können sie es gut vielleicht auf den Knien balancieren oder auf dem Tisch selbst umblättern. Das wattierte Cover und die abwischbaren Seiten sind dagegen ideal für kleine Entdeckerhände, da das Buch sehr leicht mit Wasser von evtl. Flecken zu reinigen ist. Da die Seiten extra stark und stabil sind, geht hier nicht so schnell etwas kaputt.
Es gibt in diesem Buch keine Seitenangaben. Die einzelnen Geschichten sind auf der ersten Seite mit jeweils einem kleinen Motiv gekennzeichnet. Da weiß ich gleich um was es ungefähr geht. Die Motive finden sich dann auch auf der Geschichtenseite wieder.
Dann stellt uns der Sandmann im ersten großen Reim die Tiere vor, die uns durch das ganze Buch mit ihren Geschichten begleiten: die Ente Emil, der Frosch Frida, Butz, der Bär, der Hase Pelle und das Schaf Locke.
Jede Seite behandelt ein eigenes Thema. Da wird erklärt, wo alles seinen Platz hat; was Mama macht, wenn Anton schmutzig ist; mit was Ben Musik macht und was noch laut ist. Daneben gibt es viele kurze und längere Reime, denen unsere Kleinen lauschen können. Es werden kurze Einschlaf-Rituale vorgestellt und ich lerne den kleinen Einschlafengel kennen. Nicht nur Mama und Papa sind bei den Zubettgeh-Ritualen dabei. Auch Oma und Opa helfen mit, dass es eine gute Nacht wird.
Die Geschichten und Reime spiegeln viele Alltagssituationen wieder, in denen sich die Kinder sehr gut wiederfinden können. Das „Schlaf, Kindchen, schlaf“- Lied rundet das Buch auf gekonnte weise ab. Dazu die wunderschönen farbigen Bilder von Katja Senner, die so viele liebevolle Details enthalten und alleine schon Freude machen sie anzuschauen.
Die Empfehlung für Kinder ab 12 Monaten finde ich sehr gut gewählt. Hier können Mama, Papa, Oma, Opa oder auch ältere Geschwister auswählen, ob man zusammen nur die Bilder anschaut oder dazu auch die kleinen Geschichten erzählt oder die Reime vorliest.
Ein wunderschönes Einschlaf-Buch, das ich gerne weiter empfehle.

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Ein liebevoll gestaltetes Gutenacht-Buch für unsere Jüngsten
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Mit den Mädels on Tour

Trucker Babes | Erotische Geschichten von Simona Wiles

Simona Wiles gehört zu einer meiner Lieblingsautorinnen, wenn es um erotische Geschichten geht. Also komme ich um dieses Buch nicht herum. In ihren 11 erotischen Geschichten geht es diesmal um Geschichten aus dem Truckermilieu, um die Truckerinnen und ihre erotischen Erlebnisse.
Ich lerne Anne und Belinda kennen, die ihre Fahrlehrer David und Adrian im Führerhaus des Fahrschul-LKW´s bedienen.

Fahre mit Diana zu einem Rasthof, wo es neben gutem Essen von Christian noch ein Extra gibt. Ich lerne zusammen mit Frida den heißen Typ vom Truck nebenan kennen und nehme mit Gloria einen jungen Anhalter mit. Chiara bekommt durch ihre Dienste an Bernd im Autohaus einige Extras für ihren neuen LKW. Und auch bei Hilla und Liam geht es hoch her. In diesem Stil geht es auch in den anderen Geschichten weiter.
Die Geschichten von Simona Wiles sind wie immer locker und leicht geschrieben. Nach einer kurzen Handlung geht es auch schon los mit Erotik pur. Es geht zwar handfest zur Sache, ihre Geschichten sind aber nie derb, geschmacklos oder unter der Gürtellinie. Im Gegenteil, sie regen die Fantasie an.
Mir haben zwar nicht ausnahmslos alle Geschichten gefallen. Aber bei der bunten Mischung ist für jeden Geschmack etwas dabei. Ich kann sie jedenfalls empfehlen.
Zum Abschluss bekomme ich als kleines Goodie noch einen Gutschein-Code, mit dem ich mir eine weitere heiße LKW-Geschichte als E-Book aus dem Internet herunter laden kann.

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Mit den Mädels on Tour
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Hier schmilzt der Schnee fast von selbst

SkiLust | Erotische Geschichten von Holly Rose

Bei dem Cover, das ein echter Hingucker ist, kann man sich schon denken, was einen als Leser in diesem Buch erwartet. Da ich von den Geschichten, die ich bisher von Holly Rose gelesen habe, immer begeistert war, konnte ich auch an diesem Buch nicht vorbei gehen.
Ich lerne Lea und Tom aus Göttingen kennen, die in Bad Tölz eine heiße Shoppingtour antreten.

Die drei Freunde Patricia, Rolf und Jost erleben eine heiße Nacht im Stau auf der Autobahn. Leo nimmt im Harz der jungen Britta nicht nur die Angst vor der Gondelfahrt, sondern hat auch viel zu geben. Avene und Marie lernen ihre beiden Skilehrer Sascha und Peer in der Sauna näher kennen. Ella begegnet auf ihrer Abfahrt dem Pistenrowdy Ralf von dem sie mehr als nur ein Date will. Svenja liebt das Dröhnen der Pistenraupe ihres Freundes Chris, das sie ganz wuschig macht. Und Carrie und Leo und Jule und Mike finden eine außergewöhnliche Art um in einer Schneekuhle zu übernachten. Und so geht es munter weiter mit verschiedenen Paaren, die alle dem Wintersport auch noch andere Seiten als nur Schnee und Skifahren abgewinnen können.
Jeder der 11 erotischen Geschichten hat ihren Anfang beim Skifahren und wechselt dann zu den unterschiedlichsten Spielplätzen.
Der Schreib- und Erzählstil von Holly Rose ist leicht und flüssig und die Geschichten regen die Fantasie an, wobei nicht alle meinen Geschmack getroffen haben. Aber bei diesen Geschichten macht´s die Mischung.
Zum Abschluss bekomme ich als kleines Goodie noch einen Gutschein-Code, mit dem ich mir eine weitere heiße Ski-Geschichte als E-Book aus dem Internet herunter laden kann.
„Da soll noch mal einer sagen, der Winter sei kalt und ungemütlich“

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Hier schmilzt der Schnee fast von selbst
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Eine bemerkenswerte Frau

Manifesto. Warum ich niemals aufgebe. Ein inspirierendes Buch über den Lebensweg der ersten Schwarzen Booker-Prize-Gewinnerin und Bestseller-Autorin von »Mädchen, Frau etc.« von Bernardine Evaristo

Mich hat das Cover auf die sehr sympathisch scheinende Autorin, die 2019 für ihren Roman „Girl, Woman, Other“ mit dem Booker Prize, dem wichtigste britische Literaturpreis, ausgezeichnet wurde, aufmerksam gemacht.
Zwischen Einleitung und Schlussbemerkung nimmt mich Bernardine Evaristo in ihrem Buch „Manifesto – Warum ich niemals aufgebe“ mit in ihr Leben, geprägt von Höhen und Tiefen.

Ab 1954, als ihre englische Mutter ihren nigerianischen Vater im Zentrum von London kennenlernte, darf ich sie nun begleiten. Es ist schon eine Herausforderung, ihr Leben mit 7 Geschwistern, ihrer arbeitsamen Mutter und ihrem cholerischen Vater, die sie jedoch meistert.
In sieben sehr abwechslungsreichen und interessanten Kapiteln geht es um ihre Herkunft, Kindheit, ihre Familie und deren Ursprünge. Sie erzählt von den Häusern, Wohnungen, Zimmern und ihrem Zuhause. Ich lerne Frauen und Männer kennen, die kamen und gingen. Ich begleite sie durch die Zeit an der Schauspielschule und am Theater. Es geht um ihre Hautfarbe, ihre Herkunft, Rassismus und um offene Diskriminierung. Trotz all dieser Demütigungen spürt man auf fast jeder Seite die Stärke, den Kampfgeist und das stetig wachsende Selbstbewusstsein der jungen Frau, die nicht gewillt ist, sich unterkriegen zu lassen.
Ein tolles Buch über eine interessante Frau, in dem trotz aller Düsternis auch eine gewisse Leichtigkeit und ein Schuss Humor nicht fehlen.
Ich empfehle dieses Buch sehr gerne weiter.

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Eine bemerkenswerte Frau
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Vielfältig und sehr lecker

Alkoholfreie Drinks von Eva Derndorfer; Elisabeth Fischer

Da ich seit vielen Jahren, außer vielleicht zum Anstoßen an Silvester, keinen Alkohol mehr trinke, gab es für mich bei Einladungen oder auch bei mir zuhause meist nur Wasser mit verschiedenen Fruchtsäften, Cola, Fanta usw.. Da habe ich mich riesig über dieses Buch gefreut.

Gleich nach der Begrüßung der beiden Autorinnen in der „Wunderbar“ erfahre ich, was in welchem Glas serviert wird.

Dann folgt eine kurze Einführung in die Sensorik mit wertvollen Tipps für den vollendeten Trinkgenuss.
Ich starte mit erfrischenden Drinks in der Sommerbar, gehe dann zur Fruchtbar mit Tees und Fruchtsäften, mache einen Abstecher in die Weinbar und komme über die zero Promille Cocktails zur Winterbar mit Drinks, die von innen wärmen und ebenfalls super lecker sind.

Die Zutaten für die appetitlichen Drinks sind auf jeder Seite gleich als erstes angegeben und zumeist für 1l oder 1 Glas berechnet. Nun werde ich erst mal einkaufen müssen, da ich Vieles davon nicht vorrätig habe.
Die Zubereitung beschränkt sich auf das Wesentliche und wird durch Tipps, z.B. zu welchem Gericht der Drink am besten schmeckt, oder Infos ergänzt. Weiter unten finde ich die Gläser, in denen das Getränk serviert werden sollte.
Ich erfahre, wie ich den Sirup, der für einige Rezepte benötigt wird, selbst schnell herstellen kann und bekomme einen Einblick in die Dreiplus Elementen-Lehre. Ich lerne grüne, appetitanregende und wärmende Gewürze, verschiedene Teesorten, Kokosmilch, Kokoswasser und Traubensorten näher kennen. Außerdem bekomme ich Tipps zum Entsaften.
Zu vielen der Rezepte bekomme ich eine Fotografie, die richtig Lust macht, sofort mit dem Mixen und Probieren zu beginnen.

Tolle alkoholfreie Rezepte für Drinks, die ich nicht nur für meine Gäste zubereiten werde.

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Vielfältig und sehr lecker
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Ein interessanter Fall

Der Holländer von Mathijs Deen

Es sollte Geeske Dobbengas letzte Fahrt vor ihrer Pensionierung mit dem Patrollienboot RV180 werden. Doch auf der Sandbank De Hond westlich des Fahrwassers der Außenems zwischen Deutschland und den Niederlanden liegt keine tote Robbe sondern ein Mensch. Sie nehmen den Mann, der sonst mit der steigenden Flut weg geschwemmt worden wäre, an Bord.

Doch die Zugehörigkeit der Sandbank De Hond ist nicht eindeutig geklärt. Brigadekommandeur Henk van de Wal will unbedingt, dass die Todesursache des vor allem in Norddeutschland sehr bekannten Wattwanderers in den Niederlanden geklärt wird. So schickt die Bundespolizei inoffiziell Liewe Tristan Cupido „der Holländer“ auf den Weg ins Nachbarland.

Reden ist silber, schweigen ist Gold – das ist das Motto des in Deutschland geborenen und in den Niederlanden auf der Nordseeinsel Texel aufgewachsenen Ermittlers Liewe T. Cupido. Er beobachtet, hört zu und zieht daraus seine Schlüsse. Ich fand den schweigsamen Mann, dessen Eltern ich auch kurz kennenlerne, gleich sehr sympathisch. Auch Geeske Dobbenga, die den toten Wattwanderer an Land bringt, habe ich mit ihrer zugewandten Art gleich schätzen gelernt. Natürlich gibt es auch hier Menschen, die ich nicht so mag. Z.B. Brigadekommandeur Henk van de Wal, der mir mit seinem Verhalten und seinem Kompezenzgerangel ein bisserl auf die Nerven ging. Aber sie alle, vor allem die beiden anderen Wattwanderer, passen mit ihren speziellen Eigenheiten sehr gut in die ihnen zugedachten Rollen, füllen diese ausgezeichnet aus und sind gut vorstellbar gezeichnet.

Richtig klasse finde ich die Karte auf der Innenseite des Buchumschlages. Hier sehe ich einen Teil der Niederlande und Norddeutschlands mit den West- und Ostfriesischen Inseln und einiger eingezeichneter Örtlichkeiten, die im Buch genannt sind. So finde ich mich sofort viel besser zurecht.
Während der Geschichte bekomme ich einen kleinen, sehr interessant Einblick ins Wattwandern, Infos zu den Gezeiten und zu den Gefahren, die im Wattenmeer lauern. Etwas, von dem ich hier in Süddeutschland natürlich gar nichts mitbekomme.

Der Schreib- und Erzählstil von Mathijs Deen ist so einnehmend, fesselnd und spannend, dass ich nur so durch die Seiten geflogen sind. Der ungewöhnliche Fall des toten Wattwanderers hat mich sofort in Beschlag genommen und nicht mehr losgelassen.

Ein etwas anderer Krimi, sehr leise, den ich sehr genossen habe. Einfach klasse.

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Ein interessanter Fall
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Der erste Fall für einen sympathischen Ermittler

Der Holländer von Mathijs Deen

Ramona Töpfer, die sich als Selfpublisherin und Influencerin Mona de la Mare nennt, ist tot. Nach ihrer Lesung in einer kleinen Buchhandlung in Bad Münstereifel wird sie am nächsten Morgen tot in der Erft gefunden. Ein erster Verdacht fällt auf ihren Bruder Frank, was ihren Vater veranlasst, Privatermittler Andreas „Andy“ Mücke zu kontaktieren um mehr über die Todesumstände herauszufinden.

Es ist Andys erster großer Fall. Ist er dem schon gewachsen?

Ja, ist er. Andy Mücke ist es mit seiner genauen Beobachtungsgabe und seinem guten Kombinationsgespür gelungen, den Fall aufzuklären. Es hat zwar ein paar Tage gedauert, aber der Fall kommt ja auch sehr komplex daher und hat mir einen Täter präsentiert, den ich selbst schon ausgeschlossen hatte.

Jan Spelunka hat einen angenehmen, leicht zu lesenden Schreib- und Erzählstil. Die Unterteilung in viele kurze Kapitel machen den Fall schnell und ich fliege nur so durch die Seiten. Die farbigen Bilder, die er mir in den Kopf setzt, schalten mein Kopfkino an. Als ich dem Mörder das erste Mal begegne, wird es richtig gruselig.
Die Spannung baut sich schnell auf und hält ihr Level, das ruhig noch etwas höher sein kann, bis zum Schluss. Hier löst sich alles sehr gut nachvollziehbar auf.
Die Charaktere sind gut vorstellbar gezeichnet, meine Sympathien schnell verteilt. Andy Mücke finde ich in seiner nahbaren und aufgeschlossenen Art sofort sympathisch. Der Beruf als Privatermittler scheint gut für ihn zu passen. Er nimmt mich auch in sein privates Leben mit, was mir immer sehr gut gefällt. Lerne ich dadurch auch die Ermittler immer ein wenig besser kennen. Im Gegensatz dazu die selbstdarstellerische, egozentrische, oberflächliche Mona mit ihrer Selbstbeweihräucherung, die ich gar nicht mag. Auch die anderen Mitwirkenden haben ihre Ecken und Kanten und sind in ihrer Wirkung gut durchdacht eingesetzt.
Die Atmosphäre von und in Bad Münstereifel ist sehr gut eingefangen. Ich persönlich hätte mir noch etwas mehr Dialekt z.B. in den Dialogen gewünscht. Ich habe mich in der Stadt und in der Umgebung, wohin mich Andy mitnimmt, richtig wohl gefühlt.

Ein interessanter, kurzweiliger Regionalkrimi mit einem sympathischen Ermittler, von dem ich gerne mehr lesen würde.

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Ein interessanter Fall
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Davon hatte ich mir mehr versprochen

Der letzte Sommer in der Stadt von Gianfranco Calligarich

Mich haben das Cover mit dem Mann auf der Mauer, im Hintergrund zahlreiche römische Bauten, und der Klappentext gleichermaßen stark angesprochen. Die Geschichte hat mich dann aber nicht fesseln können.
Zu Beginn der 1970er Jahre verlässt der junge Leo Gazzarra seine Heimatstadt Mailand und lässt sich in Rom nieder.

Dort hat er eine Anstellung als Journalist bekommen, die ihn aber nicht ausfüllt. Er führt ein unstetes Leben, lebt in den Tag hinein, ist meistens pleite und lebt von der Hand in den Mund bzw. aus der Hand seiner wohlhabenderen Freunde. Durch seine Freunde Renzo und Viola lernt er Arianna kennen. Aber auch mit ihr wird er nicht glücklich.
In dieser Geschichte erzählt er von seinem letzten Sommer in dieser Stadt. Hier hat er nicht das gefunden, was er gesucht hat. Weiß er überhaupt nach was er sucht? Er scheint entwurzelt, sucht Geborgenheit und Halt, derer er sich aber auch immer wieder entzieht um sich der Leichtigkeit des Augenblicks hinzugeben. Liegt es an der Stadt, die einen in sich hinein zieht, an einem Lebensgefühl, das nicht halten kann, was es verspricht?
Ich konnte mit diesem sehr unsteten melancholischen jungen Mann nicht allzu viel anfangen. Ich hätte ihn gerne mal geschüttelt und ihm einen Weg aufgezeigt. Andererseits finde ich es faszinierend zu lesen, wie er sich selbst allem entzieht und doch mittendrin steckt, in seiner Ausweglosigkeit das Leben in vollen Zügen genießt.
Gianfranco Calligarichs Schreib- und Erzählstil ist einerseits so leicht, bildhaft und beschwingt, wie das Leben, das seine Hauptperson lebt. Andererseits aber auch so melancholisch und düster, dass es mich verstört. Ich liebe es ihn in die Stadt zu begleiten, wo er mich mit Bildern füttert, die sich in meinem Kopf festsetzen. Die Stadt, die nie schläft, wo sich Altertümer neben Neubauten behaupten – dieses Flair hat er sehr gut eingefangen.
“Der letzte Sommer in der Stadt” ist ein Roman, der mich nicht überzeugen konnte. Die Geschichte plätschert seicht dahin. Die Umgebungsbeschreibungen allerdings haben mir sehr gut gefallen.

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Davon hatte ich mir mehr versprochen
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Auf los geht´s los

Für Fitness ist es nie zu spät von Erika Rischko; Ingo Froböse

Nach einer kurzen Vorstellung, bei der ich Erika auch mit ihren TikTok und Instagram-Kanälen etwas näher kennenlerne, starte ich mit einem Theorieteil, wo die Heilkraft der Bewegung angesprochen wird. Es geht darum dem Verschleiß der Gelenke entgegen zu wirken, Rücken, Knochen, Herz und Kreislauf zu stärken, Demenz vorzubeugen, den Darm und den Stoffwechsel in Schwung zu bringen, der guten Laune entgegen zu laufen u.

v.m. Auf fast jeder Seite gibt es in einem kleinen umrandeten Feld noch extra Tipps zu dem jeweiligen Thema. Vieles davon habe ich schon gehört oder gelesen. Aber es hier mal wieder gebündelt vor Augen gehalten zu bekommen, stärkt schon meinen Willen wieder etwas mehr für meinen Körper und meine Gesundheit zu tun.

Im 2. Abschnitt finde ich Checklisten, in denen es um meinen derzeitigen Fitnessstand geht. Hier werden Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit und Koordinationsfähigkeit getestet. Es geht darum den für mich am besten geeigneten Sport zu finden, um Ernährung und um besseren Schlaf. Auch hier ist vieles dabei, was ich schon kenne. Nur, dass ich hier alles auf einen Blick zusammengefasst habe.

Dann mein favorisierter dritter Teil: die praktischen Übungen. Dazu brauche ich nicht viel: eine Isomatte, ein Theraband, zwei kleine Hanteln und einen Stuhl. Eine Fazienrolle um das Bindegewebe wieder in Form zu bringen und zu lockern werde ich mir noch anschaffen. Dazu gibt es die verschiedensten Übungen, angefangen von ganz leicht bis hin zu Übungen, die mir (noch) recht schwer fallen. Es ist angegeben, welche Körperpartie hier trainiert wird, welchen Schwierigkeitsgrad diese Übung hat und nach Anfänger und Fortgeschrittene aufgeteilt, wie viele Wiederholungen man durchturnen sollte. Auf den dazu gehörigen Bildern sieht man Erika Rischko, wie sie die Übung ausführt. So soll es dann bei mir auch aussehen. Auch hier bekomme ich immer wieder kleine Extratipps, die das Trainieren erleichtern sollen/können.
Die Übungen dauern alle nur wenige Minuten und lassen sich so leicht in den Alltag einbauen.

Ganz zum Schluss bekomme ich noch drei Work-outs – leicht, mittel und schwer. Hier ist unter jeder Übung die Seite angegeben, wo die Übung vollständig vorgestellt wird.
Abgerundet wird das Ganze durch ein A-Z Register, wo ich alles auf einen Blick habe und schnell finden kann, was ich gerade suche.

Ein Fitnessratgeber, bei dem Vieles schon bekannt ist; wo ich aber alle Infos auf einen Blick zusammengefasst habe und den ich bestimmt noch oft zur Hand nehmen werde.
Sehr zu empfehlen.

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Ein Debüt, das mich mitgerissen hat

Wir sind dieser Staub von Elizabeth Wetmore

Die 14-jährige Gloria Ramírez denkt an einen netten Abend mit einem netten Jungen. Doch es soll so ganz anders kommen. Vergewaltigt und zerschunden, die Füße von Glasscherben und die Hände von Stacheldraht zerschnitten, Gesicht und Arme zerkratzt vom Sand der Wüste, in der es nichts gibt außer Mesquitebäume, Moskito- und Büffelgras, Ölpumpen, Bohrrückstände, Klapperschlangen, Kojoten, Truthahngeier.

Sie taumelt auf die Terrasse von der hoch schwangeren Marie Rose Whitehead, die ihr mit einer Waffe in der Hand die Türe öffnet. Ihre Tochter ruft den Krankenwagen und den Sheriff, der den jungen Dale Strickland, der seinen Rausch ausgeschlafen hat und nun heran rast um Gloria mitzunehmen, verhaftet.
Was dann für Marie Rose Whitehead beginnt, ist ein Spießrutenlauf. Sie wird bedroht und beschimpft. Sie verlässt sogar ihr Farm im Outback und zieht in die Stadt. Und sie ist die Einzige, die im späteren Prozess gegen Dale Strickland aussagt.

Odessa im Westen von Texas ist eine Stadt voller Männer. Männer, die nach Öl bohren, Männer, denen Frauen zu gehorchen haben und zu Willen zu sein. Dagegen lehnt man sich nicht auf. Die jungen Frauen in diesem unwirtlichen Landstrich kennen es nicht anders. Sie werden mit 15 spätestens mit 17 schwanger. Nur wenige schaffen den Absprung und verlassen die Stadt.

Frauen verlieren ihre Männer, wenn sie versuchen, doch noch schnell über einen Bahnübergang zu fahren oder sie im Auto einschlafen; sie sich betrinken und aus Versehen erschießeb; beim Angeln, wenn sie im See ertrinken; wenn sie ein Bullenkalb erschrecken und das ihnen dann vor die Brust tritt; bei einer Schießerei im Motel oder wegen eines Schwefelwasserstofflecks in der Nähe von Gardale. Oder wegen Chrystal oder Medikamenten.
Und wie sterben Frauen? Normalerweise, wenn Männer sie umbringen.

Elizabeth Wetmore zeichnet das Bild von Odessa, einer Stadt in Texas, in den 1970er Jahren. Ich kann mir beim Lesen die ratternden Ölpumpen, den roten staubigen Wüstensand, die endlose Weite und die Langeweile der Menschen hier gut vorstellen. Aber die Arbeit auf den Ölfeldern bietet die einzige Chance auf schnelles, gutes Geld und damit ein besseres Leben.

Die Autorin lässt Gloria, die sich jetzt Glory nennt, Corrine Shepard, deren Mann Potter an Krebs verstorben ist, Ginny Pierce, Suzanne Ledbetter, die sich mit Avon Produkten etwas dazu verdient, die junge Debra Ann und Karla Sibley aus ihrem Leben erzählen.
Es sind Geschichten von einer Machogesellschaft, von Macht- und Hilflosigkeit, von Ungerechtigkeit und hilflosem Ausgeliefertsein, von Unrecht und Unglück, von Sexismus, Rassismus und dem Ausharren in unglücklichen Beziehungen. Aber es gibt auch die Frauen, die sich gegenseitig unterstützen, die aus ihrer hoffnungslosen Lage versuchen das Beste machen.

Die Autorin hat einen sehr klaren, deutlichen und lebendigen Erzählstil. Ihre düsteren Bilder prägen sich ein und ich habe bei ihren Schilderungen mehr als einmal schlucken müssen. Sie erzählt eine Geschichte, die aber in all ihrer Düsternis auch kleine helle Flecken der Hoffnung enthält. Und vor allem mit einem Ende, das mir sehr gut gefallen hat.

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Ein Debüt, das mich mitgerissen hat