Kunden em pfehlungen
Rezensionen von April1985 :
Die Geschichte der verlorenen Jungs
Wendy & Peter. Verloren im Nimmerwald von Aiden Thomas
'Wendy & Peter' ist für mich das wohl überraschendste Jugendbuch des Jahres 2022. Aiden Thomas' Interpretation des Klassikers 'Peter Pan' war komplett anders als ich es ursprünglich erwartet hatte. Im Grunde genommen hat Aiden Thomas Peter Pans Geschichte weiter erzählt. Wendy ist mittlerweile erwachsen und kämpft mit den Schatten aus ihrer Vergangenheit.
Fünf Jahre ist es her, dass ihre kleinen Brüder Michael und John spurlos verschwunden sind. Nur Wendy konnte damals gefunden werden, doch ihr fehlen die Erinnerungen daran was passiert ist. Was geblieben ist, ist die Trauer über den schmerzlichen Verlust ihrer Brüder, der Verlust ihrer Kindheit, die mit diesem Tag endete und eine unerklärliche Angst vor dem Wald. Und dann verschwinden wieder Kinder aus dem Ort und der Entführungsfall der Geschwister Darling rückt abermals in den Fokus der polizeilichen Ermittlungen.
Aiden Thomas' Version von Peter Pan ist sehr düster, emotional und aufwühlend. Wir begleiten die mittlerweile 18-jährige Wendy, welche ehrenamtlich im Krankenhaus arbeitet und Medizin studieren möchte. Wendy kümmert sich liebevoll um die kleinen Patient*innen auf der Kinderstation und erzählt ihnen mutmachende Geschichten - auch von Peter Pan. Doch Wendy kämpft auch mit ihren inneren Dämonen. Sie gibt sich selbst die Schuld am Verschwinden ihrer Brüder und sie möchte die beiden unbedingt finden. Doch jedes Mal, wenn sie kurz davor steht durch den dichten Nebel in ihrem Kopf zu dringen, entgleiten ihr ihre Erinnerungen wieder. Bis eines Nachts ein mysteriöser Junge namens Peter vor ihr Auto läuft und behauptet zu wissen wo sich ihre Brüder befinden
Vorallem das erste und das letzte Drittel konnten mich richtig fesseln und ich habe mit Spannung die Ereignisse verfolgt und gerätselt, ob Peter Pan wirklich oder nur in Wendys Kopf existiert. Wer ist der Junge, der behauptet seinen Schatten verloren zu haben und was hat er mit den verlorenen Kindern zu tun? Und was weiß er von den Ereignissen von vor 5 Jahren? All diese Fragen haben nach einer Antwort geschrien und dazu beigetragen, dass ich das Buch kaum mehr aus der Hand legen konnte. Im Mittelteil gab es zwar kleinere Längen bzw. Szenen, die sich meines Erachtens nicht so ganz ins Bild fügen wollten, das Ende war dafür umso mitreißender.
Und auch Wendys Charakter fand ich unglaublich authentisch und greifbar dargestellt. Ihre Gedanken und Gefühle und Zweifel waren nachvollziehbar, genauso wie ihre Entwicklung.
Nach 'Cemetery Boys' konnte mich Aiden Thomas auch mit 'Wendy & Peter' abholen und ich freue mich jetzt schon auf sein nächstes Buch.
Fazit:
Aiden Thomas' Interpretation des Märchenklassikers Peter Pan war für mich eine große Überraschung. Ein gelungener Mix von Phantastik und Realismus. Der Autor schreibt über Verlust, Trauer und Depression. 'Wendy & Peter' liest sich wie eine Fortsetzung von 'Peter Pan', nur düsterer, mysteriöser und erwachsener. Von mir gibt's eine ganz große Leseempfehlung!
Ein starker erster Band
The Lost Crown, Band 1 - Wer die Nacht malt von Jennifer Benkau
Nachdem ich 'Her Wish so dark' mit eher gemischten Gefühlen gelesen habe, war ich gespannt, ob mich 'The Lost Crown - Wer die Nacht malt', der erste Band der neuen Dilogie von Jennifer Benkau, abholen kann. Und das hat sie definitiv!
Jennifer Benkau hat im wahrsten Sinne des Wortes wunderbare Szenen gemalt und mich mit ihrem flüssigen Schreibstil schnell eingenommen.
Vorallem Protagonistin Kaya ist mir sehr ans Herz gewachsen und ich habe sie auf ihrer Reise durch Eshrian und Amisa mit Faszination begleitet. Kaya ist einfach anders, außergewöhnlich, mutig und stark. Die junge Frau arbeitet als Hufschmiedin und sie hat eine ungewöhnliche magische Begabung. Sie kann mit Hilfe von Runen und Farben heilen. Sie malt Magie. Als Kaya und ihr bester Freund Nevan von Rebellen überfallen und gefangen genommen werden, und Rebellenanführer Mirulay schwer verletzt wird, sieht sich Kaya gezwungen ihn zu heilen und ihre Magie dabei zu offenbaren. Sie gibt damit ihr größtes Geheimnis preis. Was Kaya nicht weiß - auch Mirulay besitzt eine gefährliche Gabe.
Da das Buch großteils aus Sicht von Kaya geschrieben ist, konnte ich zu ihr zwar eine engere Verbindung aufbauen. Das heißt aber nicht, dass Mirulay ein weniger spannender Charakter ist. Ganz im Gegenteil. In Mirulays Kapiteln tauchen wir in seine Vergangenheit ab und erfahren von seinem tragischen Schicksal. Miru ist der geheimnisvolle Part; ein Charakter, der Rätsel aufgibt und bei dem ich lange nicht wusste auf welcher Seite er steht.
Ich mochte das Zusammenspiel von Kaya und Miru wirklich sehr gerne. Besonders die langsame Annäherung fand ich sehr authentisch dargestellt und einfach wundervoll mitzuverfolgen.
Beeindruckt hat mich auch das Magiesystem, welches sehr im Einklang mir der Natur und den Sternen steht.
Und natürlich gibt's auch einige überraschende Wendungen bzw. Enthüllungen, die mich zum Teil eiskalt erwischt haben. Umso mehr freue mich jetzt auch den zweiten Band und das große Finale.
Fazit:
Mit einem tollen Worldbuilding, faszinierender Magie und einer starken Protagonistin konnte Jennifer Benkau dieses Mal absolut bei mir punkten. Dazu kommen einige brisante Enthüllungen, mit denen ich nicht gerechnet habe und die mich noch mehr an die Geschichte gefesselt haben. Unbedingt lesen!
Bissige Fortsetzung
This Charming Man von C. K. McDonnell
Nachdem 'The Stranger Times' letztes Jahr ein ganz großes Highlight für mich war, musste natürlich auch 'This Charming Man' unbedingt gelesen werden. Und wie erwartet oder besser gesagt erhofft konnte mich C.K. McDonnell auch mit der Fortsetzung seiner übersinnlichen, sehr humorvollen Reihe überzeugen.
Wie das Cover und der Titel schon erahnen lassen, wird es dieses mal ziemlich blutig und bissig und das im wahrsten Sinne des Wortes. Dieses Mal wird das Redaktionsteam der Stranger Times tatsächlich mit Vampiren konfrontiert, die es eigentlich gar nicht gibt. Oder etwa doch? Und damit es nicht langweilig wird - was Banecroft sein Dank eigentlich eh niemals passiert - will jemand Stella entführen und die Renovierung des Badezimmers in der Redaktion artet vollkommen aus.
Dieses Mal geht's wirklich drunter und drüber und Hannah und Co. haben ordentlich zu tun. Hier kann man beim Lesen schon mal leicht den Überblick verlieren. Trotz des überladenen Plots hatte ich wieder unglaublich viel Spaß beim Lesen. Ich liebe den englischen Humor, die spitzzüngigen Dialoge und vorallem Banecrofts vor Sarkasmus triefenden Charakter. Vincent Banecroft, Chefredakteur der Stranger Times, ist und bleibt einfach ein Unikat. Doch auch das Wiedersehen mit den anderen Charakteren war ein Fest. Während im ersten Band Hannah noch sehr im Mittelpunkt stand, ist es dieses Mal ausgeglichener. Es wird in Zweierteams auf Teufel komm raus ermittelt und so kommen alle mehr oder weniger zum Zug.
Durch die zahlreichen Handlungsstränge habe ich zwar das eine und andere Mal den roten Faden verloren. Für mich wird die Handlung aber ohnehin von dem skurrilen Figurenensemble und dem grandiosen Schreibstil sowie messerscharfen Humor getragen.
Ich kann auch die Fortsetzung sehr empfehlen. Man sollte 'This Charming Man' allerdings wirklich als zweiten Band einer Reihe betrachten und unbedingt mit Band 1 'The Stranger Times' beginnen. Es handelt sich zwar um eigenständige Ermittlungen, allerdings ist Band 1 meines Erachtens für die Figurenentwicklung wichtig. Und außerdem würde einem sonst wirklich viel Spaß entgehen.
Fazit
C.K. McDonnell beweist mit 'This Charming Man', dass ein Mittelband keinesfalls ein Lückenfüller sein muss. Die Handlung war zwar insgesamt etwas zu überladen und unübersichtlich, die herrlich skurrilen Charaktere und die spitzzüngigen und vor Sarkasmus triefenden Dialoge haben dieses Manko aber mehr als ausgeglichen.
Große Liebe und natürlich Leseempfehlung für dieses Buch bzw. die Reihe.
4,5/5 ????
Mystischer und sehr komplexer Auftakt
The Witches of Silent Creek 1: Unendliche Macht von Ayla Dade
Wenn die Tage kürzer werden, die Luft feucht ist, graue Nebelschwaden in der Luft liegen und die Hexen tiefer fliegen, beginnt die Witchy Season. Und in dieser 'Jahreszeit' muss natürlich auch die Lektüre entsprechend angepasst werden. Als ich in der Verlagsvorschau das erste Mal 'The Witches of Silent Creek' gesehen habe, wusste ich, dass ich das Buch unbedingt im (Spo)oktober lesen muss.
Dass mich der Reihenauftakt derart fesselt und mitreißt, damit habe ich bei allen Göttern nicht gerechnet. Vorallem, da der Start eher holprig war und ich fast bis zur Hälfte gebraucht habe, um die unzähligen Verbindungen zwischen den Charakteren zu begreifen und überhaupt alle Figuren zuordnen und fassen zu können. Ich war überrascht als ich festgestellt habe, dass das Buch aus mehreren Perspektiven geschrieben ist. Was einerseits für viel Abwechslung und Dynamik sorgt, ist für mich aber auch die größte Schwäche des Buches. Ich hatte teilweise das Gefühl nicht mehr hinterherzukommen; musste immer überlegen aus welcher Sicht ich gerade lese und dann den Charakter noch richtig einordnen. Zum Glück hat hier der Stammbaum gleich zu Beginn sehr weiter geholfen. Ich liebe ja solche Ausstattungen in Büchern ohnehin sehr.
Grandios ist auch Ayla Dades Schreibstil. Locker, leicht und flüssig - wie ein wilder Ritt auf dem Rücken von Exodia. Wer das ist, müsst ihr natürlich selber herausfinden. Trotzdem musste ich teilweise sehr aufmerksam lesen, da die gesamte Handlung einfach unglaublich komplex ist und einfach so viele Dinge passieren, dass man schon mal leicht den Überblick verlieren kann. Dranbleiben lohnt sich aber definitiv. Denn umso weiter die Geschichte fortschreitet, umso spannender, rätselhafter und wendungsreicher wird es.
Und auch das Setting ist richtig großartig und unglaublich atmosphärisch. Durch die detaillierten Beschreibungen kann man sich alles wunderbar vorstellen (an dieser Stelle noch mal ein großes Lob an den Schreibstil der Autorin). Für mich ist die Zeit beim Lesen tatsächlich kurz stehen geblieben, weil mich die Geschichte so vereinnahmt hat und ich konnte die mystischen Schwingungen richtig gut wahrnehmen.
Ich kanns kaum erwarten die Fortsetzung in Händen zu halten und weiter zu lesen. Vorallem nach dem ganz, ganz kleinen und gar nicht fiesen Cliffhanger hüstel am Schluss. Und dann ist da auch die Tatsache, dass noch (zu) viele Fragen unbeantwortet geblieben sind.
Fazit
Ich liebe Urban Fantasy, Mythologie und Hexengeschichten sowieso. Und Ayla Dade ist einfach mal hergegangen und hat all diese Elemente und noch viele mehr miteinander verwoben. Keltische Mythologie, die grandiose Kulisse von Schottland, eine mysteriöse Totengöttin, Flüche, Nekromanten, ein dunkles Volk, Gestaltwandler.
Das Setting ist grandios, die Charaktere düster, geheimnisvoll und mysteriös und die Handlung komplex, megaspannend, hochexplosiv und mit irren Plottwists.
Ich freue mich auf Band 2 und muss ganz dringend weiterlesen und die Geheimnisse von Silent Creek entschlüsseln.
Ein Aufenthalt mit Höhen und Tiefen
Winterzauber im Ferienhaus Talblick von Janka Friedrich
Nach all den Fantasyromanen der letzten Zeit und der Tatsache, dass die Tage kürzer und die Temperaturen kälter werden, hatte ich Lust auf Weihnachten, Schnee und Romantik. 'Winterzauber im Ferienhaus Talblick' habe ich durch Zufall entdeckt und dem Klappentext nach, hat es perfekt in mein Beuteschema gepasst.
Und so habe ich mich kurzerhand im verschlafenen Nest Schönberg in der Pension von Sophie einquartiert.
Ein Aufenthalt mit Höhen und Tiefen...
Sophie, welche nach dem Tod ihrer Mutter, das Ferienhaus mit der wohl schönsten Aussicht, übernommen hat, steht das Wasser sozusagen bis zum Hals. Die Gästezimmer hätten dringend eine Renovierung notwendig, auf dem Dach haben sich Marder einquartiert und zahlende Gäste bleiben vorallem im der Advents- und Weihnachtszeit aus. Zudem ist Sophie dem Druck großer Hotelketten ausgesetzt, die ihr das Grundstück abkaufen wollen. Doch Sophie hat ihrer Mutter versprochen das Ferienhaus weiter zu betreiben und außerdem hängen zu viele Erinnerungen daran.
Ich muss sagen, dass ich Sophie richtig gerne mochte. Sie lässt sich nicht unterkriegen und weiß was sie will. Trotz ausbleibender Gäste steckt sie viel Schweiß und Herzblut in ihr Gästehaus. Als der charmante Lennart kurz vor Weihnachten ein Zimmer bucht, tut Sophie alles, dass sich dieser wohlfühlt und sie entwickelt ganz zarte Gefühle für den hilfsbereiten, ein bisschen verschlossenen jungen Mann. Dabei ahnt sie nicht, wer Lennart in Wahrheit ist. Und auch Lennart verliert nach und nach sein Herz an Sophie und schließt Schönberg und seine Bewohner immer mehr in sein Herz.
Wie Sophie, war mir auch Lennart im Grunde sympathisch. Eine Sache hat mir die sonst so schöne Geschichte allerdings ein bisschen madig gemacht. Lennart steht kurz vor seiner eigenen Hochzeit mit seiner Verlobten Alexa. Und als wäre das nicht schon genug, wird die Betrogene natürlich als richtiges Biest hingestellt. In meinen Augen hätte man diesen Part einfach aussparen können, denn was übrig bleibt ist ein hyggeliger Wohlfühlroman zum Verlieben mit tollen Landschafts- und Ortsbeschreibungen und ganz viel Weihnachtszauber.
Ich habe das Buch an zwei Abenden eingemümmelt in eine flauschige Decke und passend dazu Orangentee mit Zimt, weggesnackt. Die Geschichte liest sich unglaublich schnell, der Schreibstil ist sehr einfach, die Kapitel sind kurz und wechseln sich zwischen Sophie und Lennart ab und es wird jetzt auch nicht wirklich tiefgründig. Es ist einfach eine lockere und flockige Geschichte, die mir im Prinzip das gegeben hat, was ich von ihr erwartet habe. Ein Liebesroman ohne böse Überraschungen bei dem man bereits am Anfang weiß wie dieser endet und in dem man sich richtig schön fallen lassen kann.
Fazit:
Ich hatte Lust auf ein bisschen Weihnachtsmagie und Romantik und wollte in eine lockere und leichte Geschichte abtauchen. Janka Friedrich hat mir genau das geliefert. Winterliche und verschneite Landschaften, wilde Schlittenfahrten, Spaziergänge im Schnee, einem Weihnachtsmarkt und natürlich romantischen Gefühlen. Eine Sache hat mir meine Stimmung aber etwas getrübt, weshalb ich "nur" 3 Sterne vergeben kann. Eine Leseempfehlung gibt's aber trotzdem für den weihnachtlichen Liebesroman.
Ein riesengroßer Spaß
Der Tag, an dem Tiffany das Wasser aus der Wanne geschaukelt hat von Marc-Uwe Kling
Marc-Uwe Kling hat mir mit seinem Hörbuch den Tag versüßt. Es waren 20 Minuten (in 1,5-facher Geschwindigkeit), während denen ich wirklich die komplette Zeit lachen musste. "Danke, Merkel!"
Die Vertonung ist aber auch wirklich super gelungen. Die musikalische Untermalung passt perfekt, das Wasserplätschern ist richtig gelungen und Marc-Uwe Kling ist einfach ein grandioser Erzähler.
Und das meine ich nicht "überonisch".
Wenn du auch wissen willst was ein Küsschen auslösen kann, warum Wellness überbewertet wird, wieso die Waschmaschine um Hilfe piepst, ob ein Mann wirklich Bundeskanzlerin sein kann und wieso Superpapa am Ende des Tages eventuell doch ein Haifischbecken im Keller möchte, dann hör dir 'Der Tag, an dem Tiffany das Wasser aus der Wanne geschaukelt hat' an.
Von mir gibt's eine ganz große Hörempfehlung!
Im Bann des Meerdrachen
StoryWorld (Band 1) - Amulett der Tausend Wasser von Sabrina J. Kirschner
Auch mein zweites Buch von Sabrina J. Kirschner hat mich sehr begeistert. 'StoryWorld - Das Amulett der tausend Wasser' ist eine tolle Geschichte über Mut und Freundschaft. Darüber, dass man Menschen nicht vorschnell in eine Schublade stecken sollte; dass sich ein zweiter Blick immer lohnt und etwas ganz Besonderes daraus entstehen kann.
Sascha und Chloe mit ihren tierischen Begleitern Frodo und Pearl sind zwei wundervolle, mutige Mädchen, auf die in StoryWorld ein großes Abenteuer unter Wasser wartet. Sie müssen vor Haien flüchten, treffen auf Meerjungfrauen und werden im wahrsten Sinne des Wortes in den Bann des Meerdrachen gezogen.
Und auch ich wurde regelrecht in die Geschichte gesogen, habe mit Staunen Seite um Seite gelesen, habe mich von der Magie der Insel verzaubern lassen und die tollen Illustrationen, die das Buch schmücken und zu etwas ganz besonderem machen, bewundert.
Ich bin schon unglaublich auf das nächste Abenteuer von Sascha und Chloe gespannt. Und dieses kommt bestimmt, denn StoryWorld wartet darauf mit neuen Geschichten gefüllt zu werden. Geschichten, die erst geschrieben werden müssen.
Hat als Hörbuch gut für mich funktioniert
Der Wind in meinen Händen Vega von Marion Perko
Da ich Dystopien unglaublich gerne lese, bin ich natürlich auch an 'Vega - Der Wind in meinen Händen' nicht vorbei gekommen. Dieses Mal sollte es aber das Hörbuch, gelesen von Julie Preuss, werden. Und ich bin glücklich über die Entscheidung die Geschichte als Hörbuch zu hören, denn Julie Preuss liest ganz wunderbar und macht für mich einige Versäumnisse in der Handlung wieder gut.
Und darum geht's...
Im Jahr 2052 trifft der Klimawandel die Menschen mit voller Wucht und Härte. Die Sommer sind viel zu heiß und es herrscht bedrohliche Wasserknappheit. Sogenannte Wettermacher sollen die fatalen Folgen der Trockenheit in Schach halten. Vega ist eine von ihnen. Allerdings hütet Vega ein besonderes Geheimnis, denn im Gegensatz zu ihren Kollegen, welche mit Chemikalien und Drohnen arbeiten, benutzt Vega lediglich ihre Hände, um die Wolken zu beeinflussen und es regnen zu lassen.
Als bei einem Wettereinsatz ein schrecklicher Unfall passiert und Kinder durch toxischen Regen verletzt werden, gerät Vega ins Visier der Behörden. Dazu kommt, dass Vegas Partner Esper spurlos verschwindet. Vega macht sich auf die Suche und deckt unangenehme Wahrheiten auf.
Es war einmal ein Mädchen mit einer besonderen Gabe...
Das besondere an Marion Perkos dystopischen Reihenauftakt ist definiv dass auch magische Elemente enthalten sind. Vegas besondere Begabung Wolken herbeizurufen und Wind und Regen zu beschwören ist faszinierend und mysteriös. Man fragt sich natürlich die ganze Zeit was dahinter steckt und warum bereits Vegas Mutter ihre Tochter beschworen hat das Geheimnis niemals Preis zu geben. Einzig Esper, Vegas engster Freund und Vertrauter, weiß von ihrer Fähigkeit und ausgerechnet er verschwindet. Dafür trifft Vega auf Leo, einem Meteorologen, der Vega sofort seine Hilfe anbietet. Doch kann sie ihm wirklich vertrauen?
Autorin Marion Perko liefert ihre 17-jährige Protagonistin einer turbulenten Hetzjagd aus. Vega ist eigentlich permanent auf der Flucht und wenn sie nicht gerade neue Geheimnisse aufdeckt, setzen ihr ihre Gefühle ziemlich zu. Leider muss ich sagen, dass die Liebesgeschichte für mich nicht ganz gepasst hat. Nicht nur, weil sie irgendwie im Widerspruch zu Vegas Charakter steht. Es gehen dabei die anderen Thema leider etwas unter. Und auch das Problem mit der vorherrschenden Wasserknappheit war aufgrund mancher Szenen nicht ganz stimmig.
Wie ich eingangs erwähnt habe, hat die Geschichte als Hörbuch gut für mich funktioniert. Ich habe Julie Preuss sehr gerne zugehört. Und gegen Ende konnte ich mich fast gar nicht mehr lösen, so sehr wie die Spannung steigt und die Handlung auf die Spitze getrieben wird. Der erwartete Cliffhanger kam natürlich auch.
Fazit:
'Vega - Der Wind in meinen Händen' lässt mich mit gemischten Gefühlen zurück. Ich finde die Grundidee toll. Leider handelt Protagonistin Vega aber teilweise unlogisch, sprich ihre Taten stehen im Widerspruch zu ihrem Charakter. Und auch der Plot hat kleinere Logikfehler, vorallem in Bezug auf das Thema Wasserknappheit.
Da ich aber die Idee, die Magie und die vielen Geheimnisse und Enthüllungen spannend finde und das Hörbuch toll von Julie Preuss gesprochen wird, werde ich die Reihe im Auge behalten.
Hat als Hörbuch gut für mich funktioniert
Vega 1 - Der Wind in meinen Händen von Marion Perko
Da ich Dystopien unglaublich gerne lese, bin ich natürlich auch an 'Vega - Der Wind in meinen Händen' nicht vorbei gekommen. Dieses Mal sollte es aber das Hörbuch, gelesen von Julie Preuss, werden. Und ich bin glücklich über die Entscheidung die Geschichte als Hörbuch zu hören, denn Julie Preuss liest ganz wunderbar und macht für mich einige Versäumnisse in der Handlung wieder gut.
Und darum geht's...
Im Jahr 2052 trifft der Klimawandel die Menschen mit voller Wucht und Härte. Die Sommer sind viel zu heiß und es herrscht bedrohliche Wasserknappheit. Sogenannte Wettermacher sollen die fatalen Folgen der Trockenheit in Schach halten. Vega ist eine von ihnen. Allerdings hütet Vega ein besonderes Geheimnis, denn im Gegensatz zu ihren Kollegen, welche mit Chemikalien und Drohnen arbeiten, benutzt Vega lediglich ihre Hände, um die Wolken zu beeinflussen und es regnen zu lassen.
Als bei einem Wettereinsatz ein schrecklicher Unfall passiert und Kinder durch toxischen Regen verletzt werden, gerät Vega ins Visier der Behörden. Dazu kommt, dass Vegas Partner Esper spurlos verschwindet. Vega macht sich auf die Suche und deckt unangenehme Wahrheiten auf.
Es war einmal ein Mädchen mit einer besonderen Gabe...
Das besondere an Marion Perkos dystopischen Reihenauftakt ist definiv dass auch magische Elemente enthalten sind. Vegas besondere Begabung Wolken herbeizurufen und Wind und Regen zu beschwören ist faszinierend und mysteriös. Man fragt sich natürlich die ganze Zeit was dahinter steckt und warum bereits Vegas Mutter ihre Tochter beschworen hat das Geheimnis niemals Preis zu geben. Einzig Esper, Vegas engster Freund und Vertrauter, weiß von ihrer Fähigkeit und ausgerechnet er verschwindet. Dafür trifft Vega auf Leo, einem Meteorologen, der Vega sofort seine Hilfe anbietet. Doch kann sie ihm wirklich vertrauen?
Autorin Marion Perko liefert ihre 17-jährige Protagonistin einer turbulenten Hetzjagd aus. Vega ist eigentlich permanent auf der Flucht und wenn sie nicht gerade neue Geheimnisse aufdeckt, setzen ihr ihre Gefühle ziemlich zu. Leider muss ich sagen, dass die Liebesgeschichte für mich nicht ganz gepasst hat. Nicht nur, weil sie irgendwie im Widerspruch zu Vegas Charakter steht. Es gehen dabei die anderen Thema leider etwas unter. Und auch das Problem mit der vorherrschenden Wasserknappheit war aufgrund mancher Szenen nicht ganz stimmig.
Wie ich eingangs erwähnt habe, hat die Geschichte als Hörbuch gut für mich funktioniert. Ich habe Julie Preuss sehr gerne zugehört. Und gegen Ende konnte ich mich fast gar nicht mehr lösen, so sehr wie die Spannung steigt und die Handlung auf die Spitze getrieben wird. Der erwartete Cliffhanger kam natürlich auch.
Fazit:
'Vega - Der Wind in meinen Händen' lässt mich mit gemischten Gefühlen zurück. Ich finde die Grundidee toll. Leider handelt Protagonistin Vega aber teilweise unlogisch, sprich ihre Taten stehen im Widerspruch zu ihrem Charakter. Und auch der Plot hat kleinere Logikfehler, vorallem in Bezug auf das Thema Wasserknappheit.
Da ich aber die Idee, die Magie und die vielen Geheimnisse und Enthüllungen spannend finde und das Hörbuch toll von Julie Preuss gesprochen wird, werde ich die Reihe im Auge behalten.
Jahreshighlight
Dark Rise von C.S. Pacat
"Dark Rise" stand schon lange auf meiner Wunschliste für englische Bücher. Dass das Buch jetzt auf Deutsch erschienen ist, hat mein Herz Purzelbäumchen schlagen lassen. Ich habe mich so unglaublich darauf gefreut in C.S. Pacats historische Urban Fantasy abtauchen zu dürfen. Und ich liebe einfach alles daran.
Das historische Setting, die düstere Atmosphäre, die kinoreifen Beschreibungen der Autorin, die facettenreichen Charaktere, Mysterien, Geheimbündnisse, Verschwörungen! Das Buch bringt einfach alles mit, was ich mir von epischer Fantasy erwarte!
Und darum geht's...
In den Docks von London verdient sich Waisenjunge Will als Hafenarbeiter. Nicht ganz unfreiwillig, denn Will ist auf der Flucht vor den Mördern seiner Mutter. In einer letzten Nachricht hat sie ihm mitgeteilt, dass er sich an den Orden der Stewards wenden soll. Die Stewards sind die Bewahrer einer alten, längst vergessenen Magie, deren Aufgabe es ist, gegen die dunklen Mächte zu kämpfen. Als Will bei einer erneuten Flucht von einem Ritter der Stewards gerettet und in die heiligen Hallen des Ordens gebracht wird, wird sein Leben vollkommen auf den Kopf gestellt. Er soll der Auserwählte im Kampf gegen die Dunkelheit sein und nur er kann die Auferstehung des dunklen Königs verhindern und die Menscheit vor dem Untergang retten.
Ein bildgewaltiger Pageturner...
Wie eine plötzlich anrollende Flutwelle hat mich C.S. Pacats historische Fantasy mitgerissen. Unglaublich bildhaft, einnehmend, poetisch und eindringlich sind die Beschreibungen des Settings. London im 19. Jahrhundert als düstere, feucht-kalte und nach Fisch stinkende Hafenstadt - und ich mittendrin. Ich konnte das Salzwasser schmecken, habe den Gestank von Fisch wahrgenommen, den Regen auf der Haut gespürt und habe die Planken an Bord der Sealgair unter meinen Füßen knarren gehört. Was es mit dem großen Handelsschiff auf sich hat, darf ich natürlich nicht verraten. Ich müsst es einfach selber lesen und Teil dieser düsteren Geschichte werden, bei der kein Stein auf den anderen bleibt.
Und auch das Reich der Stewards ist unglaublich faszinierend. An manchen Stellen musste ich an "Herr der Ringe" denken und das meine ich absolut positiv. Ich liebe Tolkiens Werke, die eine riesige Inspirationsquelle darstellen. C.S. Pacat hat aber keineswegs Dinge "kopiert". Sie hat einen ganz eigenen Mythos erschaffen. Richtig toll.
Und auch ihre Charaktere sind facettenreich, vielschichtig und weisen viel Tiefgang auf. Nahezu jeder hütet ein Geheimnis, dass enthüllt werden will. Überhaupt steckt die Geschichte voller Rätsel und unvorhersehbarer Wendungen. Die Handlung ist temporeich, gönnt einem kaum eine Verschnaufpause. Und als Krönung jagd auch noch ein Plottwist den nächsten! Ich bin ab der Hälfte des Buches nur noch mit offenem Mund da gesessen und wusste nicht mehr wo mir der Kopf steht. Und über das Ende möchte ich gleich gar keine Worte verlieren. Es hat mich einfach sprachlos gemacht.
Fazit:
London im 19. Jahrhundert, zwei Geheimbünde - Stewards und Löwen - längst vergessene, alte Magie und ein Auserwählter im Kampf gegen den dunklen König!
C.S. Pacats Reihenauftakt hat mich von der ersten Seite an gefesselt und mitgerissen. Die Geschichte ist rasant, steckt voller Geheimnisse, Rätsel, Intrigen und dunkler Machenschaften, irrer Wendungen und gnadenloser Plottwists. Ich liebe wirklich jede einzelne Zeile von 'Dark Rise'! Jahreshighlight!











