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Rezensionen von April1985 :

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Eine Geschichte über toxische Beziehungen, Hürden und Probleme im Beruf und innerhalb der Familie

Was wir uns versprechen von Antonia Wesseling

Viel Gefühl, Authentizität und Tiefgang erwartet dich in Antonia Wesselings 3. Band ihrer ‚Light in the Dark‘-Reihe. Ich habe jedes Wort davon sehr geliebt.

Dieses Mal geht es um Alicia, die wir schon aus den ersten beiden Büchern kennen und um Julian, Alicias Freund aus Kindertagen.

Alicia und Julian haben sich über die Jahre aus den Augen verloren, doch das Schicksal führt die beiden zusammen, als sie es am meisten brauchen. Sowohl Alicia, als auch Julian haben ihr Päckchen zu tragen. Beide stecken in toxischen Beziehungen – Alicia zu Timon, Julian zu seinem Vater. Und beide versuchen beruflich Fuß zu fassen und kämpfen dabei mit Hürden und Vorurteilen.

Ich fand Alicia und Julian als Protagonisten einfach nur wunderbar sympathisch und sie passen so toll zusammen. Die beiden verbindet eine tiefe Freundschaft aus der Kindheit; jetzt in der Gegenwart müssen sie sich wieder neu kennen lernen. Dabei merkt Alicia wie gut ihr Julian tut. Ganz langsam entwickelt sich aus der Freundschaft mehr. Ich mochte die Darstellung unglaublich gerne. Die Liebesgeschichte lässt sich Zeit in der Entwicklung und ist dabei ganz sanft.

Und auch die anderen Themen und Problematiken, wie zum Beispiel Julians Stottern, werden authentisch geschildert.

Wie auch schon in den beiden vorherigen Bänden legt Antonia Wesseling auch in diesem Buch viel Wert auf eine möglichst realistische Darstellung der behandelnden Themen. Dazu kommt der sehr einnehmende Schreibstil der Autorin. Antonia Wesseling hat auch dieses Mal die richtigen Worte gefunden, um Alicias und Julians Geschichte zu etwas ganz besonderem zu machen.


Fazit

Antonia Wesseling schreibt mit viel Gefühl, Authentizität und Tiefgang. Sie findet die richtigen Worte um Alicias und Julians Geschichte zu erzählen. Eine Geschichte über toxische Beziehungen, Hürden und Probleme im Beruf und innerhalb der Familie. Ich habe das Buch sehr geliebt und kann es von Herzen empfehlen.

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Eine Geschichte über toxische Beziehungen, Hürden und Probleme im Beruf und innerhalb der Familie
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Second-Chance-Rockstar-Romance mit Suspense

One Second to Love von Kristina Moninger

Eigentlich bin ich kein Fan von Rockstar Romances und mit Sportthemen kann man mich auch nur bedingt anlocken. Und dennoch wollte ich Kristina Moningers Reihenauftakt unbedingt lesen. ‚One Second to Love‘ hat mich mit einem ‚Supsense-Versprechen‘ gelockt. Und ich kann nur sagen, dass genau dieser Handlungsstang rund um die vermisste Josie eine riesige Sogwirkung entwickelt hat, auch wenn im Vordergrund Averys & Jakes Geschichte erzählt wird.

Seit ihrer Kindheit verbringt Avery ihre Sommer in Harbour Bridge bei ihrem Vater. Dort lernt sie nicht nur ihre besten Freundinnen Isabella, Odina, Lee und Josie kennen. In Harbour Bridge kann Josie sich fallen lassen und das Leben genießen. Zumindest bis zu dem schicksalhaften Tag, an dem Josie spurlos verschwindet. 10 Jahre später – die Freundinnen haben sich mittlerweile aus den Augen verloren – kehrt Josie zurück. In Harbour Bridge wird Avery nicht nur mit neuen Spuren zu Josies Verschwinden konfrontiert. Auch Bandkollege Jake, mit dem Avery eine On-Off-Beziehung geführt hat, versucht erneut Averys Herz zu erobern.

Kristina Moninger erzählt die Handlung auf zwei Zeitebenen. Während wir in der Gegenwart erleben, wie Avery versucht in Harbour Bridge wieder Fuß zu fassen und Jake möglichst nicht zu nahe heran zu lassen, erfahren wir durch Rückblicke in die Vergangenheit wie sich die Freundinnen kennen gelernt haben und welche Rolle jede von ihnen in der Clique eingenommen hat. Und wir lernen natürlich auch Josie kennen. Was wir dabei alles über die junge Schauspielerin erfahren, lässt viel Raum für eigene Spekulationen, was mit ihr passiert sein könnte. Und auch die neuen Hinweise in der Gegenwart geben viele Rätsel auf und bringen ordentlich Spannung in die Handlung.

Ich war überrascht welche Sogwirkung die Geschichte auf mich hatte. Ich habe fast durchgehend mitgerätselt, Vermutungen aufgestellt, diese wieder verworfen und komplett neue Ideen entwickelt. Und auch Averys und Jakes Geschichte, habe ich mit Spannung verfolgt und ich habe insbesondere Jakes persönliche Entwicklung sehr gefeiert.

Kristina Moningers Schreibstil ist toll. Man fliegt nur so durch das Buch. Und das Setting ist einfach traumhaft, was nicht zuletzt an den sehr bildhaften Beschreibungen der Autorin liegt.

Noch ein kurzes Wort zum Schluss: Während Averys und Jakes Geschichte auserzählt wird, ist der Handlungsstrang rund um Josies Verschwinden offen geblieben. Und ich gehe einfach mal davon aus, dass sich dieser auch durch alle vier Teile ziehen wird, was ich persönlich ziemlich genial finde. Womit ich allerdings absolut nicht gerechnet habe, war der richtig fiese Cliffhanger am Schluss. Ich kann nur sagen, dass ich froh darüber war, Band 2 schon zu Hause zu haben.


Fazit
Kristina Moningers Reihenauftakt hat mich total überrascht und gefesselt. Zum einen wird Averys und Jakes Geschichte erzählt – eine Second-Chance-Rockstar-Romance mit Ups and Downs – zum anderen dreht sich die Handlung um Josie, einer Freundin aus Kinder -und Jugendtagen, die von einem Tag auf den anderen spurlos verschwunden ist.

Ich kann den Reihenauftakt absolut empfehlen und rate auch dazu Band 2 schon mal bereit zu legen.

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Second-Chance-Rockstar-Romance mit Suspense
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Eine schottische Insel, unerklärliche Ereignisse und eine uralte Familienfehde

Insel der wandernden Flüche - Skys Gabe von Tina Blase

Angezogen vom Klappentext, der von einer abgelegenen Insel Schottlands, mysteriösen Flüchen und einer uralten Fehde erzählt, müsste ich Tina Blases Reihenauftakt einfach lesen.

Durch den lockeren und unkomplizierten Schreibstil der Autorin war es ein Leichtes in der Geschichte bzw. auf der kleinen schottischen Insel Sidh Fuß zu fassen.

Genau wie Sky war auch ich zunächst über die ablehnende Haltung der Einwohner verwundert. Selbst Skys Großvater scheint etwas vor seiner Enkelin zu verbergen. Und dann ist da noch Rory, der Sky am liebsten gleich von der Insel verjagen will. Dabei möchte Sky doch einfach nur ein richtiges und festes zu Hause finden, was ihr durch den Job ihrer Mutter, einer Hotelmanagerin, bisher verwehrt wurde. Trotz aller Widerstände ist Sky fest entschlossen: Sie möchte für immer auf Sidh leben! Schnell merkt Sky jedoch, dass etwas ganz und gar nicht stimmt. So verbissen wie Sky bleiben will, ist sie auch die Geheimnisse der Insel zu lüften. Auch wenn sie mit ihren 14 Jahren etwas anstrengend ist, so ist mir Sky mir ihrer Entschlossenheit und ihrem Kampfgeist schnell ans Herz gewachsen. Im Gegensatz zu Rory, den ich – Fehde hin oder her – leider etwas engstirnig fand. Die Dynamik zwischen Sky und Rory war wirklich eine teils anstrengende Berg- und Talfahrt.

Das Setting fand ich hingegen traumhaft. Wahnsinnig atmosphärisch und mystisch. Genau so die Idee mit den Flüchen. Allerdings würde ich das Alter der Zielgruppe etwas niedriger ansetzen, da ich denke, dass das Buch für Teenager dann vielleicht doch etwas zu einfach gestrickt ist. Während ich den Einstieg noch richtig spannend fand und ich neugierig und begierig darauf war, die Geheimnisse der Insel zu lüften und das Rätsel der Flüche zu lösen, kam mit zunehmender Seitenzahl ein wenig Langeweile auf. Ich fand die erste Hälfte dann doch etwas in die Länge gezogen. Die zweite Hälfte hatte dann aber eine richtige Sogwirkung und es kam so richtig Spannung und Tempo in die Sache. Es kommt zu irren Wendungen und Enthüllungen, mit denen ich so gar nicht gerechnet habe. Nicht nur die Geschichte der Insel, sondern auch jene von Sky und ihrer Abstammung sorgt in der zweiten Hälfte für Spannung. (Leider) bleiben auch einige Fragen offen. Leider, weil ich unbedingt Antworten will und jetzt auf Band 2 warten muss.

Auch wenn der Zauber nicht ganz auf mich übergesprungen ist, kann ich den Reihenauftakt absolut empfehlen, denn die Grundidee, der Handlungsort und auch die liebevoll, teils sehr eigenwilligen und schrulligen, Charaktere , machen definitiv Spaß und sorgen für ein paar schöne Lesestunden.


Fazit:
Tina Blases neuer Reihenauftakt ist auf jeden Fall einen Blick ins Buch wert – alleine schon wegen des atmosphärischen Settings: Eine abgelegene schottische Insel, auf der unerklärliche Phänomene die Menschen heimsuchen, Geheimnisse hinter dicken Burgmauern unter Verschluss gehalten werden und eine uralte Fehde zwischen zwei Familien steht.

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Eine schottische Insel, unerklärliche Ereignisse und eine uralte Familienfehde
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Banecrofts Geschichte

Love Will Tear Us Apart von C. K. McDonnell

Es war mir wieder mal ein Fest die (un)heiligen Hallen der ‚Stranger Times‘ zu betreten. Banecroft und sein Team zu treffen, ist wie heimkommen zur Familie – sie nerven unheimlich, aber man kann auch nicht ohne. Ich habe sie mittlerweile alle in mein Herz geschlossen – Banecroft, Grace, Hannah, Oz & Co.

sind während der ersten beiden Teile zu meiner ganz besonderen ‚Found Family‘ geworden, deren Macken ich lieben gelernt habe. Und das hat sich auch mit diesem Band nicht geändert. Ich habe die Geschichte von vorne bis hinten geliebt.

Dieses Mal ist es Vincent Banecroft höchstpersönlich, der in den Fokus gerät. Die Ereignisse, die sich zutragen – die Verschwörung, die ans Licht kommt – ist nämlich eng mit seiner persönlichen Geschichte verknüpft. Was das alles mit Hannahs merkwürdigem Verhalten, ihrer Kündigung und einem höchst suspekten New-Age-Kurzentrum zu tun hat, muss natürlich jeder selbst herausfinden. Ich kann nur sagen, dass es wieder unglaublich viel Spaß gemacht hat dem Übernatürlichen in Manchester auf den Zahn zu fühlen. Das einzige, was ich etwas schade fand, ist, dass Vincent Banecroft tatsächlich relativ wenige Szenen eingenommen hat, obwohl das Buch ja seine Geschichte erzählt. Seine bissigen Sprüche habe ich schon etwas vermisst.

Die Handlung ist rasant, überraschend sowie wendungsreich und steckt voller Witz. Meine Lachmuskeln wurden ordentlich beansprucht. Ich feiere C.K. McDonnels trockenen, vor Sarkasmus triefenden, schwarzzüngigen Humor jedes Mal aufs Neue. Und das Ende lässt mich hoffen, dass wir vielleicht bald noch mehr Investigativjournalismus zu lesen bekommen. Ich bin jedenfalls noch lange nicht so weit Abschied zu nehmen von Banecroft und seinem Team.

Fazit:

Zu einer meiner Lieblingsreihen gesellt sich ein neuer Lieblingsband. Im Ranking liegt der 3. Teil der ‚Stranger Times‘-Reihe ganz vorne. Ich habe eigentlich alles davon geliebt. Die außergewöhnlichen Charaktere, die mittlerweile wie Familie sind, den bissigen Humor, die übernatürlichen Ereignisse und ganz besonders den grandiosen Schreibstil bzw. die tolle Übersetzung von André Mumot.

Große Liebe und große Empfehlung!

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Banecrofts Geschichte
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Ein Klassiker für Kinder neu erzählt

Der geheime Garten von Calista Brill

Vielfach nacherzählt, neu interpretiert und verfilmt – ‚Der geheime Garten‘ von Frances Hodgson Burnett zählt nicht umsonst zu den beliebtesten Klassikern der Literaturgeschichte. Und jetzt können ihn auch die Kleinsten in die wunderbare Geschichte über Freundschaft und den Zauber der Natur eintauchen.

Autorin Calista Cabrill hat die Geschichte vom jungen Waisenmädchen Mary, das zu ihrem Onkel nach England geschickt wird, um bei diesem auf dem Anwesen Misselwaithe Manor zu leben, für Kinder ab 4 Jahren adaptiert bzw. stark gekürzt zusammengefasst. Der Kern der Geschichte und die Grundaussagen sind dabei erhalten geblieben. Das Ergebnis ist eine magische, zauberhafte Erzählung über einen Neubeginn, dem Erforschen und Entdecken von Geheimnissen, neuen Freundschaften und dem Zauber der Natur. Genauso wie die Blumen im geheimen Garten erblühen, erblüht auch Mary wieder zu neuem Leben.

Da ich die Geschichte kenne, fand ich das Kinderbuch an einigen Stellen etwas zu stark gekürzt. Mir hat teilweise der Zusammenhang gefehlt. Aber, meine 4-jährige Tochter war und ist begeistert. Was mir gefehlt hat, ist meiner Tochter absolut nicht abgegangen bzw. hat sie auch viel aus den Bildern gelesen und interpretiert. Die zauberhaften Illustrationen von Adelina Lirius sind auch das, was wohl als erstes beim Aufschlagen des Buches ins Auge springen. Ich habe mich in den Zeichenstil und die Farbenpracht sofort verliebt und sie waren mitunter ein Grund, warum ich das Buch bei uns einziehen lassen musste.


Fazit:
Neu erzählt und unglaublich schön illustiert, ist ‚Der geheime Garten‘ nun auch für Kinder ab 4 Jahren zu erleben. Auch wenn mir die Geschichte an einigen Stellen zu stark gekürzt wurde, bin ich sehr begeistert, denn die Kernaussagen „Freundschaft“ und „die Magie und die Kraft der Natur“ sind erhalten geblieben. Große Liebe und Empfehlung!

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Ein Klassiker für Kinder neu erzählt
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Toll gestaltet

Wieso? Weshalb? Warum? - Meine Schulfreunde von Dela Kienle

Ich habe das Freundebuch entdeckt, war sofort angetan und habe das Büchlein gleich Mal als Geschenk für einen 6-jährigen Schulanfänger gekauft. Die Begeisterung war groß, nicht nur auf meiner Seite.

Mir sind vorallem die Fakten zum Ausfüllen positiv aufgefallen, da man wirklich alles leicht beantworten kann.

Neben den Klassikern wie "Lieblingstier", "Lieblingsbuch" und "Hobbies", gibt es auch Bilder zum Ausmalen, z.B. die Augenfarbe und Fakten zum Ankreuzen. Platz für ein Foto gibt es natürlich auch. Außerdem werden am Ende jedes Abschnittes kleine Wissenshäppchen serviert. Es wäre ja sonst auch kein Wieso? Weshalb? Warum?-Buch.

Fazit:

Ein Freundebuch für Jungs und Mädels, dass Spaß beim Ausfüllen bringt und wissenswerte Infos vermittelt. Ich bin wieder einmal begeistert von der Wieso? Weshalb? Warum?-Reihe.

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Toll gestaltet
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Der Anfang vom Ende....

Ever & After, Band 1 - Der schlafende Prinz von Stella Tack

'Finde heraus, wer du bist und was du sein willst in dieser Welt, und es wird nicht mehr viel geben, was dich aufhalten kann.'

(Zitat aus ‚Ever & After – Der schlafende Prinz‘, S. 285)

Meine Meinung:

Nachdem Stella Tacks letztes Buch absolut überzeugt hat, musste ich natürlich auch ihr neuestes Buch schnellstmöglich lesen.

Und Märchenadaptionen mag ich sowieso wahnsinnig gerne. Gesagt, getan – ich habe mich ins Abenteuer gestürzt und bin in eine ziemlich brutale und blutige Geschichte gestoßen worden, in der ausnahmsweise einmal nicht der Prinz die Prinzessin wachküssen muss, sondern eben genau umgekehrt. Was soll ich sagen? Ich habe jede Seite davon geliebt.

Stella Tacks Schreibstil ist einfach grandios. So herrlich unkompliziert und flüssig zu lesen. Und ich feiere den Humor der Autorin jedes Mal aufs neue. Obwohl die Handlung düster und ziemlich brutal ist, kommt der Humor nicht zu kurz.

Auch die erschaffenen Charaktere könnten überzeugen, allen voran Rain White, eine Nachfahrin von Schneewittchen, die kurz vor ihrem 18. Geburtstag steht und von den alten Geschichten ihrer Großmutter nicht viel hält. Schon gar nichts von dem Brauch zur Volljährigkeit einen schlafenden Prinzen, der in der Gruft des Tower of London vor sich hin vegetiert zu küssen. Einer Legende nach soll der Kuss der wahren Prinzessin den Prinzen ins Leben zurück holen. Als Rain gegen ihren Willen an ihrem Geburtstag ihre „Pflicht“ erfüllt, passiert etwas mit dem sie nie gerechnet hätte. Der Prinz erwacht und mit ihm ein Fluch, der die Welt ins Chaos stürzt. Um alle zu retten, muss sich Rain sieben Prüfungen stellen.

Die Handlung ist spannend, temporeich, grausam und blutig. Es gibt einige Wendungen, die ich so nicht erwartet habe und nicht immer ist klar, wem man vertrauen kann. Ich gebe zu, man kann schon leicht den Überblick verlieren, weil so viel passiert. Eine Liebesgeschichte bzw. ein kleines Love Triangle gibt es auch, allerdings eher untergeordnet.

Toll finde ich, wie Stella die Klassiker der Gebrüder Grimm in ihr modernes Märchen eingebaut hat. Teilweise hat sie diese frei interpretiert, man kann sie aber ganz eindeutig zuordnen. Es macht einfach Spaß die Märchen zu entdecken und die Nachfahren von Schneewittchen, Frau Holle, Aschenputtel und Co. kennen zu lernen.

Und dann kam das Ende. Ein für mich bitteres Ende. Ich würde gerne schreiben ‚Ende gut, alles gut‘, aber leider kann ich das nicht bei diesem Cliffhanger und einem Jahr Wartezeit auf die Fortsetzung.

»Auch gute Menschen können aus den richtigen Gründen schreckliche Dinge tun. Vor allem wenn es aus Liebe ist.«

(Zitat aus ‚Ever & After – Der schlafende Prinz‘, S. 288)

Fazit:

Stella Tack hat mich mit ihrer Art Geschichten zu erzählen und ihrem Humor wieder einmal komplett vereinnahmt und gefesselt. Der Reihenauftakt hat mich absolut überzeugt. Genau so mag ich meine Märchen: düster, rasant und wendungsreich.

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Der Anfang vom Ende....
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Eine Liebe geboren aus einem Fluch

Psyche und Eros von Luna McNamara

Auf die Geschichte von Psyche und Eros habe ich mich schon im Vorfeld sehr gefreut. Und Luna McNamara hat meine Erwartungen mehr als erfüllt. Eingenommen vom wirklich schön und leicht zu lesenden, sehr lebendigen Schreibstil der Autorin, bin ich tief in die Griechische Mythologie eingetaucht, habe viele Aspekte dieser neu erfahren, bin auf alte Bekannte gestoßen und habe Psyche, Eros, sowie deren verfluchte Liebesgeschichte, kennen gelernt.

Luna McNamaras Interpretation des Mythos hat mir unglaublich gut gefallen, vorallem weil das Buch soviel mehr als „nur“ die Geschichte von Psyche und Eros beinhaltet. Durch die beiden Protagonisten, die auf den ersten 100 Seiten jeweils aus ihrem Leben erzählen, lernen wir die beiden schon sehr gut kennen. Während Prinzessin Psyche aufgrund der Prophezeihung eines Orakels von Atalante zur Kriegerin ausgebildet wird, tauchen wir mit Eros tief in die Griechische Mythologie ein, gehen bis zu den Anfängen – zu Gaia und der Erschaffung der Welt; quasi der Geburt der Götter

Als Psyche und Eros Aphrodites Fluch zum Opfer fallen, beginnt nach rund einem Drittel deren gemeinsame, sehr außergewöhnliche Geschichte. Eine Liebesgeschichte, geboren aus einem Fluch, die den beiden viel abverlangt und unzählige Hürden bereit stellt.

Grandios fand ich auch die Handlung eingebetteten Sagen und Mythen. So treffen wir zum Beispiel auf Klytemnestra und Iphigenie, auf Elektra und die schöne Helena. Selbst Medusa erhebt ihre Stimme. Ich fand die ganzen Verbindungen unglaublich toll, vorallem leicht verständlich geschrieben und auch nicht zu verwirrend, obwohl eben viele Namen fallen. Die Autorin hat sich auch einige künstlerischen Freiheiten genommen und auch diese fand ich sehr gelungen und passend.

Luna McNamara ist es gelungen mich an die Seiten zu fesseln. Vorallem die zweite Hälfte fand ich unglaublich spannend. Bis zum Ende habe ich mit Psyche und Eros mitgefiebert und einmal mehr die antike Welt, Griechenland, seine Mythen, Sagen und Götter gefeiert.


Fazit:

Luna McNamara hat mich auf eine faszinierende Reise mitgenommen und mich tief in die Griechische Mythologie eintauchen lassen. Neben der tragischen Liebesgeschichte von Psyche und Eros, die aus einem Fluch geboren ist, erzählt die Autorin viele weitere Sagen und Mythen – von Gaia und dem Chaos am Anfang der Welt bishin zu Helena von Troja. Große Empfehlung für Fans Griechischer Mythologie und auch jenen, die sich an diese noch herantasten wollen.

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Eine Liebe geboren aus einem Fluch
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Zu viele offene Fragen

The Romeo & Juliet Society, Band 1 - Rosenfluch von Sabine Schoder

Sabine Schoder hat sich von der wohl tragischsten Liebesgeschichte der klassischen Literatur inspirieren lassen. Ich war total neugierig auf ihre ‚Romeo & Julia‘-Interpretation, muss aber letztlich sagen, dass mich die Autorin mit mehr Fragen zurück gelassen, als beantwortet hat. Kreativ und eigenwillig ist der Reihenauftakt aber allemal.

Die Handlung dreht sich um die 17-jährige Joy, welche auf den Theaterbühnen der Welt aufgewachsen ist. Ihr Vater ist Schauspieler, ihre Mutter kennt Joy nicht. Joy ahnt von ihrer Abstammung nichts, bis sie kurz vor einer Vorstellung ihres Vaters von einer seltsamen Organisation – der ‚Romeo & Juliet‘-Society nach Verona entführt wird. Dort soll sie eine Akademie besuchen, die von Mitgliedern der Familien Capulet und Montague besucht und geführt wird. Auf den Nachfahren der verfeindeten Familien lastet bis heute ein Fluch. Alle 17 Jahre muss sich ein Liebespaar opfern, damit die anderen überleben. Für Joy, die der Familie Capulet zugeordnet wurde, bedeutet dies, sich niemals in einen Montague zu verlieben.

Normalerweise bin ich immer Feuer und Flamme, wenn es um Akademien Familiengeheimnisse und Flüche geht. Und den Einstieg fand ich auch richtig vielversprechend. Zumindest bis zu dem Punkt, an dem ich die Auswirkungen des Rosenfluches selbst zu ’spüren‘ bekommen habe. Ab diesem Zeitpunkt hatte ich gefühlt nur mehr Fragen, die allerdings zu mindest in diesem Auftaktband nicht beantwortet wurden. Warum gibt es den Fluch überhaupt und in welchen Zusammenhang steht der Unstern damit? Nur zwei der Fragen, deren Beantwortung für mein Verständnis wichtig gewesen wären. Abgesehen von den vielen Lücken ist der Fluch selbst auch recht skurril.

Einige Spannungsmomente gibt es schon auch, insgesamt für mich aber zu wenig. Positiv fand ich hingegen, dass das im Klappentext angedeutete Liebesdreieck ausgeblieben ist. Joy steht zwar schon zwischen beiden rivalisierenden Fürsten der Häuser Capulet und Montague. Es ist was die Liebesgeschichte allerdings betrifft eine Richtung vorgegeben. Das Hin und Her zwischen den Auserwählten, was ich so gar nicht mag, bleibt zum Glück aus.

Während ich Joy, Rhyme und Cut sehr gut fassen konnte, sind die zahlreichen Nebencharaktere leider sehr oberflächlich geblieben. Bis zum Schluss habe ich sie teilweise nicht auseinanderhalten können, was für mich ein typisches Zeichen ist, dass es mir an charakterlicher Ausgestaltung fehlt.

Ob ich die Reihe weiter verfolgen werde, steht noch in den Sternen. Aufgrund der vielen unbeantworteten Fragen hat mir der rote Faden gefehlt.

Fazit:

Eines ist Sabine Schoders Reihenauftakt definitiv: sehr eigenwillig und überaus kreativ. So kannte ich die Geschichte von ‚Romeo & Julia‘ jedenfalls noch nicht. In dieser Hinsicht fand ich das Buch auch gut, weil es eigene Wege geht. Allerdings konnte mich die Handlung nicht wirklich überzeugen, was vorallem daran liegt, dass so gut wie keine Fragen zum Fluch, der auf den Nachfahren der Familien Capulet und Montague lastet, beantwortet werden.

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The Romeo & Juliet Society, Band 1 - Rosenfluch von Sabine Schoder

Sabine Schoder hat sich von der wohl tragischsten Liebesgeschichte der klassischen Literatur inspirieren lassen. Ich war total neugierig auf ihre ‚Romeo & Julia‘-Interpretation, muss aber letztlich sagen, dass mich die Autorin mit mehr Fragen zurück gelassen, als beantwortet hat. Kreativ und eigenwillig ist der Reihenauftakt aber allemal.

Die Handlung dreht sich um die 17-jährige Joy, welche auf den Theaterbühnen der Welt aufgewachsen ist. Ihr Vater ist Schauspieler, ihre Mutter kennt Joy nicht. Joy ahnt von ihrer Abstammung nichts, bis sie kurz vor einer Vorstellung ihres Vaters von einer seltsamen Organisation – der ‚Romeo & Juliet‘-Society nach Verona entführt wird. Dort soll sie eine Akademie besuchen, die von Mitgliedern der Familien Capulet und Montague besucht und geführt wird. Auf den Nachfahren der verfeindeten Familien lastet bis heute ein Fluch. Alle 17 Jahre muss sich ein Liebespaar opfern, damit die anderen überleben. Für Joy, die der Familie Capulet zugeordnet wurde, bedeutet dies, sich niemals in einen Montague zu verlieben.

Normalerweise bin ich immer Feuer und Flamme, wenn es um Akademien Familiengeheimnisse und Flüche geht. Und den Einstieg fand ich auch richtig vielversprechend. Zumindest bis zu dem Punkt, an dem ich die Auswirkungen des Rosenfluches selbst zu ’spüren‘ bekommen habe. Ab diesem Zeitpunkt hatte ich gefühlt nur mehr Fragen, die allerdings zu mindest in diesem Auftaktband nicht beantwortet wurden. Warum gibt es den Fluch überhaupt und in welchen Zusammenhang steht der Unstern damit? Nur zwei der Fragen, deren Beantwortung für mein Verständnis wichtig gewesen wären. Abgesehen von den vielen Lücken ist der Fluch selbst auch recht skurril.

Einige Spannungsmomente gibt es schon auch, insgesamt für mich aber zu wenig. Positiv fand ich hingegen, dass das im Klappentext angedeutete Liebesdreieck ausgeblieben ist. Joy steht zwar schon zwischen beiden rivalisierenden Fürsten der Häuser Capulet und Montague. Es ist was die Liebesgeschichte allerdings betrifft eine Richtung vorgegeben. Das Hin und Her zwischen den Auserwählten, was ich so gar nicht mag, bleibt zum Glück aus.

Während ich Joy, Rhyme und Cut sehr gut fassen konnte, sind die zahlreichen Nebencharaktere leider sehr oberflächlich geblieben. Bis zum Schluss habe ich sie teilweise nicht auseinanderhalten können, was für mich ein typisches Zeichen ist, dass es mir an charakterlicher Ausgestaltung fehlt.

Ob ich die Reihe weiter verfolgen werde, steht noch in den Sternen. Aufgrund der vielen unbeantworteten Fragen hat mir der rote Faden gefehlt.

Fazit:

Eines ist Sabine Schoders Reihenauftakt definitiv: sehr eigenwillig und überaus kreativ. So kannte ich die Geschichte von ‚Romeo & Julia‘ jedenfalls noch nicht. In dieser Hinsicht fand ich das Buch auch gut, weil es eigene Wege geht. Allerdings konnte mich die Handlung nicht wirklich überzeugen, was vorallem daran liegt, dass so gut wie keine Fragen zum Fluch, der auf den Nachfahren der Familien Capulet und Montague lastet, beantwortet werden.

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