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Rezensionen von Marie aus E.:

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Nichts für mich - zu viel Außerirdisches

Die Unmöglichkeit des Lebens von Matt Haig

Anfangs war ich ganz angetan.
Das Buch ist in viele und kurze Kapitel gegliedert, das liest sich herrlich angenehm. Auch die Überschriften sind spritzig.

Dazu kommt noch der Humor des Autors, ich mag ja Sätze wie "Und wie so viele unterhaltsame Geschichten beginnt auch diese mit einer minimal-invasiven Radiofrequenzablation von Krampfadern.

" total gerne. Hach!

Es geht um Magie, 72 Jahre alt und verwitwet. Ehemalige Mathematik- Lehrerin und unerwartete Erbin eines Häuschens auf Ibiza.
Das sieht sie sich an und gerät immer tiefer in ein seltsames Abenteuer. Wobei - Abenteuer ist vielleicht nicht der richtige Begriff, es ist etwas Außerirdisches, Spirituelles, Esoterisches oder Paranormales. Wie auch immer man das nennen mag.
Und da war ich dann wirklich raus. Das war mir zu viel und zu abgehoben.
Außerdem hat es mich dann auch gelangweilt, es zog sich elendig und ich war kurz vor Buchabbruch, habe es dann aber doch zu Ende gelesen.

Gegen Ende hin fand ich es dann auch tatsächlich wieder interessanter, vielleicht hatte ich mich mit dem Grundthema da dann arrangiert? Aber insgesamt für mich verschwendetet Lesezeit.
Wer sich auf Übersinnliches einlassen kann und mag, wird an dem Buch aber bestimmt seine Freude haben, denn den grundsätzlichen Schreibstil des Autors mochte ich.

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Nichts für mich - zu viel Außerirdisches
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Zeitreise, Frauenpower und Historical Romance

Agency for Scandal von Laura Wood

Auch wenn die inneren Werte zählen: das Cover ist ein echter Hingucker und real noch mal hübscher. Das Auge liest ja schließlich auch mit.

Es geht um Izzy Stanhope, eine junge Heldin, die man sofort sympathisch findet. Der Vater ist verstorben, die Familie arm, aber das darf niemand wissen! Schließlich gilt es die gesellschaftliche Stellung aufrecht zu erhalten.

Izzy ist clever und findig und schafft es, die Familie über Wasser zu halten.
Und das, obwohl man als Frau im 19. Jahrhundert wahrlich überall Steine in den Weg gelegt bekam.

Genau das ist auch Izzys Standbein, sie arbeitet als Detektivin in einer Detektei, die ausschließlich von Frauen betrieben wird - und auch ausschließlich Frauen zur Hilfe eilt.
Und dann ist da auch noch dieser Duke, in dessen Nähe Izzy immer ganz seltsame Gedanken durch den Kopf gehen.

Anfangs habe ich etwas gebraucht, bis ich in den Lesefluss gekommen bin. Dieses "Feine-Gesellschaft-Gehabe" und die Zeitreise ist logischerweise auch sprachlich durchschlagend. Es ist aber nicht zu heftig, man kann schon gut aus dem Jahr 2024 mit lesen, kein Vergleich zu Jane Austen & Co. Nach ein paar Kapiteln war ich dann aber eingegroovt und habe mit vollem Genuss weitergelesen.

Den Realitätscheck darf man natürlich nicht anlegen, denn was Izzy alles kann, ähem, hüstel. Aber das macht nichts, Bücher sind ja dazu da, dass alles möglich ist.

Ich mochte das Buch sehr. Die Mischung aus Frauenpower einer (zum Glück) längst vergangenen Zeit, den Einblick, wie dürftig es damals um die Frauenrechte bestellt war, die zarte Romanze, die genau richtig für die 14-Jährige Zielgruppe dosiert war und vor allem die Charaktere. Nicht nur Izzy (sie natürlich ganz besonders), nein, so gut wie alle Haupt- und auch Nebenpersonen haben mir ausgesprochen gut gefallen.
Feine fünf-Sterne-Unterhaltung.

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Zeitreise, Frauenpower und Historical Romance
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Kammerspielambiente und wieder fünf Sterne Niveau

Letzte Lügen von Karin Slaughter

Ein neuer Thriller mit Will und Sara - ich war entzückt.
Diesmal etwas anders im Stil, es hat Kammerspielambiente.

Sara Linton und Will Trent sind in den Flitterwochen und es verschlägt sie nicht in die Karibik oder Südsee oder Hawaii, nein, es wird die Ridgeview Lodge. Gar nicht so weit weg von Saras und Wills Zuhause.

Die Lodge liegt am Anfang des Appalachian Trail, das ist ein ca. 3.500 Kilometer langer Fernwanderweg von Georgia nach Maine.

Es ist eine kleine, abgeschiedene Anlage, es gibt nur sechs Hütten, also maximal 12 Gäste. Angenehm komfortabel und herrlich einsam, ideal also für die Flitterwöchner.

Die Handlung spielt sich annähernd komplett in der Anlage ab, natürlich wird diese von der Außenwelt noch abgeschnitten, deshalb die dichte Kammerspielatmosphäre.
Ungewohnt - auch etwas anders vom Stil als die Vorgänger, aber mit dem klassischen, daraus resultierenden Spannungsbogen.

Gleich zu Beginn gibt es einen grauenhaften Mord und die Flitterwochen verdienen ihren Namen nicht mehr. Will und Sara stürzen sich in die Ermittlungen.

Ich fand diesen Band zwar spannend, aber nicht so atemlos spannend wie andere Bücher der Reihen.
Das hat das Gesamtfazit aber keinesfalls geschmälert, ich mochte die Abzweigungen, die die Handlung genommen hat, die Beschreibung der Hotelanlage und die sehr tief gehende Charakterisierung der Anwesenden vor Ort.
Auch die Konzentration auf die übersichtliche Anzahl von Charakteren gefiel mir gut.

Auch wenn das Buch Bestandteil einer langen Reihe ist, kann man hier meines Erachtens auch gut quereinsteigen. Mit der Hochzeit und den Flitterwochen gibt es hier einen Neuanfang und für das Verständnis der aktuellen Handlung ist kein Vorwissen erforderlich.

Für mich war es wieder ein Highlight und ich hoffe, wir müssen nicht zu lange auf einen Folgeband warten.

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Kammerspielambiente und wieder fünf Sterne Niveau
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Starker Folgeband

Windstärke 17 von Caroline Wahl

Ich mag "22 Bahnen" von Caroline Wahl sehr und war etwas besorgt, ob die Fortsetzung davon nicht nur ein zweiter Aufguss sein würde.
Weit gefehlt. Windstärke 17 hat wieder das Wasser als Motiv und natürlich sind Ida und Tilda wieder dabei. Das Buch ist aber autark, man kann es auch ohne Kenntnis des Vorgängerbands lesen.

Diesmal liegt der Fokus auf Ida, die eine schwere Kindheit hatte und nun ist die Mutter tot. Zeitlebens - zumindest soweit Idas Kindheitserinnerungen reichen - alkoholkrank hat sie ihre Kinder sich selbst überlassen. Dennoch, es ist die Mutter und Isa weiß nicht wohin zwischen Wut, Schuldgefühlen und Trauer.

Sie landet auf Rügen und lernt dort Kneipenbesitzer Knut und seine Frau Marianne kennen, die sie bei sich aufnehmen. Und dann gibt es da noch Leif, bei dem auch nicht alles eitel Sonnenschein ist.

Caroline Wahl hat einen ganz eigenen Schreibstil. Knochentrocken, fast wie ein Dokumentation, lässt sie uns ausschnittweise teilhaben an Idas Leben. Die äußeren Taten lassen Rückschlüsse auf Idas Innenleben zu.
Dazwischen gibt es aber immer auch tragisch-witzige Elemente, das ist auch nötig, denn das Buch ist nochmal deutlich schwerer als der Vorgänger.

Während Tilda dann irgendwann gegangen ist, hat Ida bis zum Tod der Mutter mit ihr und der Suchterkrankung zusammengelebt und das hat tiefe Spuren hinterlassen.
Eine erfrischende Sommergeschichte mit Inselfeeling ist das nicht, falls Cover und Rügen so ein Kopfkino entstehen lassen sollte.
Ich musste oft schwer schlucken, die Thematik ist so schwer und tragisch und dennoch: so ist das Leben halt auch und das Buch bringt es genauso an uns Lesende.
Ergreifend, aufwühlend, fordernd und doch auch hoffnungsvoll. Keine Bilderbuch-Sonnenschein-alles-ist-gut-trallala-Entwicklung, aber Schritt für Schritt vorwärts, seitwärts und auch mal wieder zurück.

Ein starkes Buch!

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Starker Folgeband
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Schwerpunkt Gardasee-Flair

Was der See birgt von Lenz Koppelstätter

Ich mag den Garda-See sehr gern und reise regelmäßig dort hin.
Hier punktet der Krimi, die Atmosphäre der Region wird sehr schön aufgegriffen und man beamt sich richtig schön in Urlaubsstimmung.
Für mich liegt der Schwerpunkt auch tatsächlich beim Lokalen.
Das Buch ist mit 240 Seiten kein Wälzer und wenn sich sehr viel dem Ort an sich gewidmet werden, dann bleibt die Krimihandlung an sich wohl zwangsläufig auf der Strecke.

Diese konnte mich nicht so ganz überzeugen. Erst plätschert es vor sich hin und gegen Ende hin überschlagen sich die Ereignisse. Und irgendwie kam mir das alles so vor, als hätte ich es schon zig Mal gelesen. Da ist noch Luft nach oben bei künftigen Bänden.

Leider wurde auch mit den Charakteren nicht warm, sie blieben blass für mich. Das wird sich sicherlich noch ändern, da es ja als Reihe angelegt ist. Aber ob ich hier noch weiterlesen, ich weiß es noch nicht.

Mein Fazit: Für Gardasee-Fans, die Sehnsucht nach dem See haben oder als Urlaubslektüre vor Ort gut geeignet, für reine Krimi-Fans eher nicht.

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Gar nicht so funny wie gedacht

Funny Story von Emily Henry

Bei dem Titel habe ich mir eine vergnügliche "Nach dem Trennungsdrama eine Fake-Beziehung und dann große Liebe-Geschichte" erwartet.
Es war dann so ganz anders.

Anfangs lief es erwartungsgemäß. Daphne und Miles werden sitzengelassen, Daphne auch noch ausgerechnet nach dem Junggesellenabschied ihres Verlobten, ganz kurz vor der Hochzeit.

Weil Daphne nicht weiß wohin, zieht sie bei Miles ein. Dieser leidet ebenso, schließlich ist seine Ex-Freundin in die Arme von Daphnes Ex-Verlobten gefallen.
Schon bald wird klar, dass die Zweck-WG nicht so ganz gefühlsneutral zueinander ist.

Der Fake-Beziehungsanteil der Geschichte ist eher ein Randthema, dafür gab es für mich überraschend erstaunlichen Tiefgang, weil beide Protagonisten Kindheitsverletzungen mit sich herumtragen, die sie bis heute prägen. Das hat dem Buch Tiefe gegeben, hat aber natürlich die Leichtigkeit, die ich hier erwartet hatte, genommen.
Andererseits gab es so viele witzige Sprüche, da hat der Titel wirklich Wort gehalten, das war funny!
Gut gefallen hat mir auch, dass man den Ort der Handlung (am Michigansee) gut kennengelernt hat. Es gab zahlreiche Ausflüge, dadurch wurde das vor meinem inneren Auge richtig vorstellbar.

Soweit, so gut.
Was mir allerdings nicht so gefallen hat, das war die Dramaturgie. Ich konnte das ständige hin und her nicht nachvollziehen, das war für mich auch zu den Zeitpunkten, in denen es ihnen immer einfiel, dass das ja alles nicht geht, für mich nicht stimmig.
Dazu war es dadurch sehr langatmig und hat sich schon stellenweise gezogen.
Und dann hatte das Buch einige sehr explizite Erotikszenen, das war auch nicht mein Fall.

Ich habe die Hörbuch-Version gehört und hier fand ich die Übergänge zwischen den einzelnen Tracks zu lang, das war immer eine nervige Pause.
Die Sprecherin fand ich beim Lesen sehr gut, nur bei der direkten Rede mit verstellter Stimme leider gar nicht, besonders bei Miles schon fast nervig.

Also ein etwas durchwachsenes Gesamtfazit.

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Inspirationsquelle

Lieblingsrezepte aus deinem Airfryer von Tanja Dusy

Wir haben einen Airfryer und nutzen ihn meistens nur für Pommes und Co.
Ich wollte ein kompaktes Buch für neue Anregungen und mich nicht nur durch die Weiten von Instagram und Co klicken müssen.

Das hat geklappt!
Das Buch ist in vier Rezeptteilbereiche gegliedert, Vorangestellt sind Infos für Einsteiger*innen, Garzeiten für verschiedenen Gargut usw.

Dann kommen
1. Kleine Knabbereien (hier Bits & Bites genannt)
2. Eat more Veggies
3. Fisch und Fleisch
4. Voll Süß

Es gibt schnelle Rezepte, auch aufwändigere und nicht immer sind es One-Pot-Gerichte. Der Arfryer wird auch mal zum "frittieren" von Fleisch verwendet, während parallel das Gemüse in der Pfanne am Herd schmurgelt. Wenn man den Airfryer als einziges Kochinstrument hat (wie wir in der Gartenlaube), dann ist das nicht machbar. Ist aber vernachlässigbar, das Schwerpunkt liegt schon auf dem Airfryer.

Die kunterbunte Kombination gefällt mir gut, durch das große Gemüsekapitel werden auch Vegetarier fündig.
Es sind ausgewogenen Ideen, kein "ungesundes Frittierzeugs", wie ich es lange mit dem Airfryer assoziiert habe.

Auf meiner "Ausprobierliste" stehen jetzt:
Zucchini-Mais-Fritters, Zucchini mit Minz-Joghurt, Erdnuss-Brokkoli, Piementos, Fixe Feta-Tomaten-Pasta, Bleck Bean Burger, Teriyaki-Lachs-Noodle-Bowl und Fleisch süss-sauer.

Was ich allerdings doof am Buch finde: es wimmelt nur so von denglischen Ausdrücken. Noch dazu völlig unnötig. Ich habe meiner Mutter einen Airfryer geschenkt, aber das Buch kann ich ihr nicht geben, sie würde vieles nicht verstehen.

Ansonsten aber eine schöne Inspirationsquelle!

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Inspirationsquelle
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Herzzerreißend - keine leichte Kost

Unser Buch der seltsamen Dinge von Jennie Godfrey

Das Buch war ganz anders als ich es erwartet habe - und doch wieder nicht.
Die Leseprobe dazu gibt einen schönen Einblick in den Schreibstil, der so auch beibehalten wird.
Miv und Sharon ins zwölf Jahre alt und beste Freundinnen. Mivs Familienleben ist schwierig, ihre Mutter hat von einem Tag auf den anderen das Sprechen aufgehört und nimmt auch sonst nicht mehr am Familienleben teil.

Ihr Vater möchte wegziehen, neu anfangen, doch das geht ja gar nicht, Miv muss doch bei Sharon bleiben.

Da zu der Zeit ein Serientäter in Yorkshire sein Unwesen treibt, beschließt Miv, dass sie ihn fassen müssen. Dann gibt es ja keinen Grund mehr zum Wegziehen.

Es ist aber mehr als das - und sogar noch tragischer. Denn wir bekommen Einblicke in das alltägliches Leben in Mivs Kleinstadt und da ist auch abgesehen vom Serientäter nicht alles Sonnenschein. Teilweise ist das Buch sehr schwere Kost, die da aus der Sicht eines Kindes offenbar wird.
Ich musste oft schwer schlucken.

Nichtsdestotrotz ist es eine Ode an die Freundschaft, die Kraft der Familie und ein Apell an Nichtwegsehen. An ein Zueinanderstehen, sich kümmern und füreinander Einstehen.

Ich hatte nicht mit der Tragik des Buches gerechnet, das hat meiner Haltung zum Buch aber keinen Abbruch getan. Ich mag es sehr.
Miv und Sharon sind beides so starke Charaktere und auch ganz viele ihrer Freunde und Bekannten und Familie habe ich sehr in mein Leseherz geschlossen.
Nur eben kein rundum unbeschwertes Lesevergnügen.

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Highlight

Pi mal Daumen von Alina Bronsky

Ein neues Alina Bronsky Buch - da liegt die Messlatte bei mir sehr hoch. Nach "Barbara stirbt nicht" kaum zu toppen.
Ich nehme es gleich vorweg: doch! "Pi mal Daumen" ist ebenbürtig, wieder Lesegenuss in Vollendung.

Es geht um zwei Außenseiter. Oscar ist erst 16 und hochbegabt und schon jetzt an der Uni für ein Mathematikstudium.

Allerdings ist er im Alltag komplett verloren und seine jugendliche Selbstgefälligkeit und Überheblichkeit sucht seinesgleichen.
Dann trifft er auf Moni, diese ist im schon über 50, schrill, Oma von drei Enkeln und immer mit Windeln und Knabberzeugs und Wechselwäsche in einer großen Ikea-Tasche anzutreffen. Auch sie studiert Mathematik, hat aber diesbezüglich gar kein Selbstbewusstsein.

Zwischen den Beiden entwickelt sich ganz zart, Stück für Stück, eine ungewöhnliche Freundschaft.

So wie ich das schreibe, klingt es zwar ganz lesenswert, aber ich kann nicht ausdrücken, wie lesenswert es wirklich ist.
Bronskys Schreibstil schafft hier ein Wunderwerk. Die Figuren in ihrer Unterschiedlichkeit werden vor dem Leseauge real und seltsamerweise wirken sie auf mich auch gar nicht überzeichnet. Die vielen urkomischen Szenen sind nie platt, sondern gepaart mit Feinfühligkeit. Das Buch hat eine Tiefe und ist doch nicht ernst, es ist tragisch, aber auch komisch und eines meiner bisherigen Lesehighlights 2024.

Noch eine kleine Entwarnung, falls das schon sehr präsente Mathematik-Thema abschrecken sollte: man braucht kein Mathe-Wissen oder Mathe-Affinität, um zu folgen und Spaß am Lesen zu haben. Wahrscheinlich ist es für Mathematik-Absolventen nur noch das I-Tüpfelchen.

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Weiterhin abgefahren gut

Relight My Fire von C. K. McDonnell

Ich bin großer Fan der Reihe und auch Band Vier hat meine Erwartungen an bösen abgefahrenen Humor wieder voll erfüllt.

In Manchester geschehen wieder absonderliche Dinge: diesmal fällt ein Mensch vom Himmel und Stella (jetzt Studentin, aber der damit einhergehende vermeintliche Hauch von Normalität geht natürlich gleich zu Beginn verloren) und Hannah sind zufällig vor Ort.

Zufällig?

Die ganz besondere Abteilung der Polizei muss natürlich auch wieder ermitteln und Banecroft droht Ungemach, um es mal vorsichtig auszudrücken. Wobei er mir insgesamt etwas altersmilder vorkommt, natürlich nur relativ zu den Vorgängerbänden gesehen, immer noch weit entfernt von umgänglich. Trotzdem ein wenig schade.
Dafür fährt Hannah zur Höchstleistung auf, ihre trockenen Kommentare sind ganz großes Kino für mich.

Mein Highlight ist ein neuer Charakter, der im Buch auftaucht. Auch wenn es gewisse hygienische Probleme mit ihm gibt, er ist eine echte Bereicherung für die Redaktion und natürlich für uns. Hoffentlich ist er auch in den Folgebänden weiterhin dabei.

Weiterhin dabei sind unter anderem fiese Zombies und haufenweise berühmte Persönlichkeiten aus vergangenen Zeiten. Blöderweise (für unsere Buchhelden) auch Kombinationen daraus - Glück für uns Lesenden, die wir abgefahrenes Zeug so sehr lieben.

Quereinstieg geht hier nicht, bitte schön chronologisch lesen. Und genießen!

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