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Rezensionen von Streiflicht:

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Holpriger Start, faszinierende Welt

Die Maske der Spiegel von M. A. Carrick

Nachdem mich die Kurzbeschreibung für dieses Buch so neugierig gemacht hatte, habe ich voller Vorfreude mit dem Lesen begonnen. Schnell wurde ich aber in meinen Erwartungen gebremst, weil mir alles so kompliziert und fremdartig erschienen ist. So viele Worte, die ich nicht kannte, deren Bedeutung sich auch nicht einfach so erschlossen hat und die eine Welt erklärten, die mir so weit weg vorkam.

Nach ein paar wenigen Seiten und Kapiteln hätte ich das Buch am liebsten zur Seite gelegt. Zum Glück habe ich weitergelesen und je weiter ich kam, desto mehr hat sich für mich die faszinierende Welt von Nadezra erschlossen. Nun bin ich wirklich gespannt, wie es weitergeht und freue mich schon sehr auf Band 2 und 3, die ich beide in den nächsten Wochen lesen möchte.

Gut wäre es gewesen, wenn im Buch ein Glossar wäre – erst nach einer Weile habe ich erfahren, dass es eins online gibt, allerdings nur auf Englisch. Die Karte von Nadezra hilft schon mal gut weiter, aber eine Karte der gesamten Fantasywelt und die Erklärungen fehlten leider. Auch das Ende war etwas abrupt, liegt aber vielleicht daran, dass im Deutschen aus drei Büchern sechs Bände geworden sind. Hätte mich nicht so gestört, wenn ich es am Anfang schon gewusst hätte.

Insgesamt hat mir das Buch wirklich gut gefallen, die Welt ist in sich sehr stimmig und interessant aufgebaut. Wenn man sich mal in die Geschichte eingefunden hat, liest sich das Buch auch deutlich leichter und es macht richtig Spaß, gemeinsam mit Ren durch Nadezra und seine so verschiedenen Stadtteile, Straßen, Viertel und Ecken zu schleichen, schreiten oder gehen. Ich mochte nicht nur ihre Rolle, sondern auch ihre private Geschichte sehr. Ist sie die Rose aus dem Untertitel? Und gleichzeitig ist da noch der Rabe, der mich so neugierig macht. Wer sich wohl hinter dessen schattenhafter Maske versteckt und was ist sein echtes Ziel?

Gerade der Showdown hat mich atemlos zurückgelassen und ich muss unbedingt weiterlesen. Auf geht’s zu Band 2!

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Holpriger Start, faszinierende Welt
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Mein Buch des Jahres 2024

Das Pferd der Winde von Tanja Kinkel

Da ich früher sehr, sehr viele historische Romane gelesen habe, ist mir die Autorin Tanja Kinkel bereits wohlbekannt. Ihre Bücher haben mir immer sehr gut gefallen, nicht nur gut recherchiert, sondern auch lebendig und anschaulich, authentisch und mitreißend geschrieben. Umso neugieriger war ich natürlich nun auf ihr Kinderbuch „Das Pferd der Winde“.

Schon die kurze Beschreibung hatte mich total angesprochen und mir Lust auf das Buch gemacht. Die wunderbaren Illustrationen von Suzie Mason tun ihr Übriges und passen ganz zauberhaft zur erzählten Geschichte.

Ich bin kein großer Fan von sprechenden Tieren, aber hier wirkt es so real und passend. Mori ist ein sehr junges Pferd, das extrem schnell ist und voller Vorfreude zusammen mit Yul, seinem Menschenfreund, für ein Rennen trainiert. Dann aber holt die beiden die harte Realität ein und statt zum Rennen geht es für Mori alleine nach Nordvietnam. Dort soll er im Krieg als Lasttier dienen. Mori aber vermisst Yul, seine Mutter und die anderen Pferde aus der Herde und natürlich auch die Weiten und den Wind seiner Heimat Mongolei. Und so springt er aus dem Zug, der gerade erst in Vietnam angekommen ist und flieht. Zum Glück trifft er sehr bald auf die Papageibreitrachen-Dame Chau, die sich ihm anschließt und ihm hilft, die viele und gefährlichen Abenteuer zu bestehen. Gemeinsam machen sie sich nämlich auf die Reise zurück in die Mongolei.

Eine zauberhafte und so märchenhaft anmutende Geschichte, die allerdings von einem echten Pferd und einer wahren Geschichte inspiriert ist. Das hat mich so begeistert und ich musste während des Lesens auch das eine oder andere Tränchen verdrücken. Wegen des Kriegs – leider ja wieder ganz aktuell – und der Grausamkeit der Menschen, aber auch wegen der wunderbaren Geschichte. Von Freundschaft, Zusammenhalt, Vertrauen, Vorurteilen und dem Ruf der Heimat.

Egal, ob jung oder alt – von diesem Buch wird jeder begeistert sein, der sich darauf einlässt, Mori und Chau auf ihrer ganz besonderen Reise zu begleiten. Ich fand es toll, so viel über die Gegenden und Landschaften zu erfahren, durch die sie reisen, über die Menschen unterwegs, deren Traditionen und Gebräuche.

Für mich schon jetzt mein Buch des Jahres 2024, ein wahres Meisterwerk des Erzählens!

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Mein Buch des Jahres 2024
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Untergang einer Familie

Letzte Lügen von Karin Slaughter

Wie immer, wenn es ein neues Buch von Autorin Karin Slaughter gibt, muss ich sofort zugreifen und auch am besten direkt lesen. Gut ist es dann, wenn ich sonst nichts vor habe und das Buch einfach komplett durchfressen kann. Da es sich bei diesem Buch um eine neue Geschichte mit Dr. Sara Linton und Will Trent handelt, war die Vorfreude natürlich noch größer.

Ich bin ein bisschen verliebt in die beiden, vor allem in Will – und zum Glück hat mich auch dieses Buch wieder begeistert, obwohl meine Erwartungen so hoch waren. Allerdings hatte es teilweise seine Längen. Das Buch lässt sich nicht so einfach lesen, es hat einfach so viel Tiefe, soviel Leid und Schmerzen, so viele düstere Geheimnisse und eine Familie, der man nicht begegnen, geschweige denn angehören möchte. Das braucht Zeit zum Lesen und Verdauen. Vielleicht führte auch das dazu, dass die Spannung beim Lesen teilweise ein bisschen abflachte. Ich muss allerdings auch gestehen, dass ich das Vorgängerbuch Die letzte Nacht vor nicht so langer Zeit gelesen habe und so natürlich die beiden Bücher miteinander verglichen habe. Die letzte Nacht fand ich einfach mega – auch trotz schwieriger und düsterer Themen – hier fehlte mir der letzte Schliff.

Insgesamt ist das Buch aber wieder ziemlich gut gelungen und ich hatte gute Unterhaltung während der vielen Lesestunden. Sehr hilfreich fand ich die Karte, die vorne im Buch abgedruckt ist und das Camp zeigt, in dem die Handlung spielt. Dort habe ich auch immer wieder nachgeschaut, weil manches dann beim einfachen Lesen für mich etwas verwirrend war.

Gut gefallen hat mir das Setting in den Bergen, wo man nicht so einfach hinkommt, sodass dadurch zahlreiche Probleme entstehen (so kann die Polizei zum Beispiel nicht innerhalb von ein paar Minuten da sein oder ähnliches) und dass die Anzahl der Verdächtigen überschaubar ist. Dennoch kann man bis zum Schluss miträtseln und die Auflösung hat mich echt überrascht. Es passte alles und war rund, es blieben keine Fragen offen und dennoch war es nicht vorhersehbar. So mag ich das.

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Interessante Spurensuche

Ewige Schuld von Arne Dessaul

Nachdem ich die Kurzbeschreibung zu diesem Buch gelesen hatte, bin ich neugierig geworden. Ich hatte noch nichts von Autor Arne Dessaul gelesen und ich entdecke auch immer gerne (für mich) neue Autoren.

Beim Einstieg hatte ich so meine Probleme und habe lange gebraucht, um mich in die Geschichte einzufinden.

Leider war mir die Hauptfigur Fritz Tiedemann von Anfang an unsympathisch. Ich konnte sein Verhalten und seine Gedanken nicht gut nachvollziehen und fand es auch ziemlich ungut, wie er alle seine Freunde hintergeht. Im Prinzip betrügt er jeden mit jedem, hat dabei zwar ein schlechtes Gewissen, lässt sich davon aber nicht abhalten, immer weiter zu tun, was er möchte. In solchen Fällen fällt mir dann leider auch die Lektüre schwer – wenn ich mich mit der Hauptfigur so gar nicht identifizieren oder anfreunden kann.

Interessant fand ich die Verwicklungen der Menschen aus dem Dorf in die Untaten der Kriegsjahre. Viele, viele düstere Geheimnisse, die die Menschen immer noch voreinander verbergen und die sie zu wahren versuchen. Das prägt das aktuelle Leben immer noch und reicht bis in die Zeit 40 Jahre später, als Fritz schon lange erwachsen ist und erst dann manches erfährt.

Für mich ein klassischer Coming of age-Roman, der zeigt, wie die Hauptfigur vom unschuldigen Jugendlichen durch Irrungen und Wirrungen zum Erwachsenen wird. Das fand ich schon interessant, allerdings hatte ich mir etwas mehr Spannung vorgestellt.

Der Autor schreibt auf seine ganz eigene Weise, die nicht meine ist, aber sicherlich ihre Fans findet. Leider nicht ganz mein Fall, aber trotzdem eine interessante Spurensuchen und spannende Zeitreise.

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Interessante Spurensuche
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Wenn die düstere Vergangenheit nach Dir greift

Wenn sie lügt von Linus Geschke

Da ich fast alle Bücher von Linus Geschke mit großer Begeisterung und Spannung gelesen habe, war ich natürlich umso gespannter auf sein neues Werk. Die Kurzbeschreibung hat mich zusätzlich neugierig gemacht und unterhaltsame Lesestunden versprochen. Und genauso war es dann auch, aber richtig gefesselt und gepackt hat mich das Buch leider nicht.

Ziemlich schnell hatte mich das Buch in seinen Bann gezogen und mit auf eine Reise in die Vergangenheit genommen. Die Freunde rund um Norah und Goran geraten erneut in eine Abwärtsspirale, die sich immer schneller und auch immer tödlicher dreht. Vor knapp zwanzig Jahren verliebte sich Norah in den vier Jahre älteren David, der später zum Mörder wurde. Das hat ihr Leben bis heute geprägt und nun erhält sie Drohbriefe. Kann es sein, dass David doch noch lebt? Auch Goran kehrt zurück nach Waldesroda, wo die alten Geister wieder lebendig werden.

Auch wenn mich die Geschichte gut unterhalten hat, war für mich das Ende leider vorhersehbar und an manchen Stellen habe ich mich echt gewundert. Dass zwei Männer aus der Szene sich am Telefon und per WhatsApp über eine Waffenlieferung austauschen, das halte ich für absolut undenkbar. Als Journalist und langjähriger Spannungsautor müsste Linus Geschke sowas auch besser wissen. Ich weiß, es waren nur zwei kurze Szenen, aber solche Fehler stören mich leider sehr.

Die Auflösung war mir relativ früh klar, dennoch hätte ich mir einen etwas interessanteren Showdown gewünscht. Manches hat sich so gelesen als wäre selbst der Autor von seinen Ideen und Phrasen gelangweilt. Schade, da hat mir „Die Verborgenen“ deutlich besser gefallen.

Was ich wieder gut fand, war die Vielschichtigkeit der drei Hauptcharaktere Norah, deren Mutter und Goran. Sie waren gut ausgearbeitet und auch so beschrieben, dass man erfahren wollte, was damals passiert ist und wie es nun weitergeht. Richtig sympathisch waren mir aber beide nicht – was vielleicht auch daran lag, dass sie immer noch ein Geheimnis hatte, das sie nicht preisgeben wollte, und dass er klischeehaft als Ausländer an der Grenze zur Legalität arbeitend dargestellt wurde. Leider waren auch die Nebenfiguren eher blass und ohne Konturen, obwohl es sich z. B. um die beiden besten Freunde der Hauptfiguren und damit wichtig Mitglieder der damaligen Clique handelt.

Interessant fand ich die immer wieder eingestreuten Infos und Statistiken zu Gewalttaten. Und auch die Sprünge zwischen den verschiedenen Figuren und deren Sichtweisen, aber auch zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart fand ich richtig gut.

Insgesamt bleibe ich ein bisschen ratlos zurück, denn ich hatte mir doch mehr versprochen. Am Ende ist alles aufgeklärt und aufgelöst, aber ich war dennoch nicht zufrieden. Als hätte man eine Rohversion von einer Geschichte gelesen, die durchaus Potenzial hat, wenn sie nur nochmal überarbeitet wird. Ich hoffe, Das Loft kann mich wieder mehr begeistern, dieses Buch habe ich noch nicht gelesen.

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Hat mich mitgerissen

Die Modeschöpferin von Manhattan von Joan Weng

Da ich bereits vor Jahren zwei oder drei Bücher der Autorin gelesen hatte und erst neulich beim Aufräumen nochmal eins in der Hand hatte, war ich natürlich neugierig, wie sie jetzt schreibt und was die Modeschöpferin in New York so alles kann.

Schnell war ich mitten im Geschehen drin – auch weil gleich schon ganz am Anfang die Hauptfigur Daisy vorgestellt wird, die mit ihrer Kollegin und Freundin eilig zur Arbeit muss.

Zur Arbeit bei besagter Modeschöpferin, die eher eine Modegöttin ist. Auch wenn mir Mode nicht so wichtig ist (man könnte auch sagen „ziemlich egal“), fand ich es sehr spannend, in einen Einblick in die damalige Zeit und das Leben und Schaffen von Madame Valentina zu bekommen. Gerne hätte ich auch einmal ein Kleid, das nur für mich gemacht wurde und meine Vorteile so hervorhebt. Valentina Schlee ist eine Künstlerin, eine Zauberin mit Stoff, Faden und Nadel. Das hat mir wirklich gefallen.

Richtig gelungen ist auch das Flair der damaligen Zeit – mit dem drohenden Krieg in Europa, dem wilden und zugleich so aufregenden Leben in New York. Es ist wie eine kleine Zeitreise.

Schön fand ich auch, wie die Kontraste zwischen den Gesellschaftsschichten herausgearbeitet werden. Gerade auch im Hinblick auf Daisy, deren Leben als Gattin eines reichen Mannes vorbestimmt zu sein scheint – auch wenn sie eigentlich einen anderen liebt.

Überhaupt ist die Liebe ein wichtiges Thema neben der Mode. Das hatte ich so nicht erwartet und ist eigentlich auch nicht mein Genre, aber ich habe es trotzdem mit Freude gelesen.

Interessant und bemerkenswert finde ich die Schreibweise der Autorin, die mit richtig mitgenommen und mitgerissen hat. Ein bisschen atemlos und hektisch manchmal, nicht alles wird detailreich ausgeschmückt und manches bleibt offen, dafür gibt es dann wieder Einblicke in die Gedanken von Figuren, vor allem der großen Modeschöpferin. Das hat mich sehr berührt. Sie, die nach außen hin erfolgreiche, glückliche und reiche Frau, die von den Dämonen der Vergangenheit, der Sehnsucht nach ihrer toten Familie und dem Heimweh geprägt ist. Das war richtig gut beschrieben und geschildert, sodass man bestens mitfühlen konnte.

Jetzt weiß ich wieder, warum ich die Romane von Joan Weng damals so verschlungen habe, auch wenn ich Krimis und Thriller eigentlich bevorzuge. Für solche hinreißenden Geschichten mache ich gerne immer wieder eine Ausnahme! Danke, dass ich die zauberhafte Daisy kennenlernen durfte, die sicherlich ihren eigenen Weg noch findet, die geheimnisvolle Valentina Schlee, die eine wahre Künstlerin ist, und die glamourösen anderen Damen aus dem Manhattan im August 1939!

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Leider fehlte etwas Spannung

Mörderisches Marbella von Sigrun Dahmer

Auf dieses Buch hatte ich mich schon sehr gefreut, weil ich von der Autorin gehört hatte und das erste Buch leider nicht gelesen habe. Vielleicht ist auch genau das der Grund, warum ich anfangs durchaus Probleme hatte, in die Geschichte reinzufinden. Beide Figuren waren mir leider auch nicht so sympathisch: Javier will eine Hochzeit für seine Tochter ausrichten, die sie so nicht möchte, und Sandra hat eine Affäre mit einem verheirateten Mann … Und ihre Social Media-Posts fand ich auch etwas schwierig.

Welcher Dienstherr würde wollen, dass eine Polizistin das postet – da wird Privatleben und Dienst zum Teil schon arg vermischt. Vielleicht haben mir da die Infos aus dem ersten Band gefehlt.

Auch der Fall kommt anfangs nicht so recht in Schwung. Die Ermittler lassen sich von den Teenagern und den deutschen Lehrern an der Nase herumführen und kommen nicht auf den Punkt. Der Einblick in die Jugendkultur hat mir gut gefallen, das Phänomen des Balconings und anderer Challenges wird gut beschrieben und sorgt für Gänsehaut beim Leser. Gut gefallen hat mir das Urlaubsflair, das durch die Beschreibungen der Umgebung aufkommt. Allerdings bremst das immer wieder die Spannung aus, die bei mir erst gegen Ende aufkam.

Die Auflösung war gut gelungen und nachvollziehbar, alle Fragen sind geklärt. So mag ich das.

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Freundschaft, Tierliebe und ein großes Abenteuer

Lulu und das Wildpony von Christine Erkens

Schon beim ersten Blick auf das Cover wusste ich, dass ich dieses Buch lesen möchte. Ich bin üblicherweise absolut keine Coverkäuferin, aber bei Kinder- und Jugendbüchern finde ich das schon einigermaßen wichtig. Dieses Cover hatte es mir auf den ersten Blick angetan und ich fand es so wunderschön gezeichnet.

Genau wie auch alle Zeichnungen im Buch, die immer wieder eine kleine Pause für das Auge ermöglichen und das Flair des Textes herrlich unterstützen.

Lulu und ihre Freundin entdecken ein wildes Pony und wollen es retten. Das ist gar nicht so einfach wie zuerst gedacht und dann muss das arme Tier auch erst wieder aufgepäppelt werden. Und was ist mit dem eigentlichen Besitzer, der das Pony dann natürlich doch wiederhaben will, obwohl er sich nicht gut gekümmert hat ...

Eine spannende Geschichte, die nicht nur jungen Pferdemädchen gefällt. Die Szenerie in Südfrankreich hat mir ebenfalls gut gefallen und passt perfekt zur Story, finde ich. Gut gefallen hat mir, dass die Geschehnisse sehr real und authentisch dargestellt werden. Dass das Tier krank ist, sich schwertut, anzukommen, die Mädchen sich Sorgen machen, die rechtliche Situation, ... Man merkt, dass die Autorin weiß, wovon sie schreibt und dass sie Tiere sehr mag. Ich fand auch den Zusammenhalt zwischen den Freundinnen, den Eltern und den Familien im Dorf ganz wunderbar. So eine Nachbarschaft wünscht sich jeder.

Das Happy End hat mir sehr gut gefallen und hat die Geschichte wunderbar abgerundet!

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Zeitreise zu den Wikingern

Yrsa. Journey of Fate von Alexandra Bröhm

Schon beim ersten Blick auf die Kurzbeschreibung war mir klar, dass ich dieses Buch unbedingt lesen muss. Ich finde die Wikinger schon immer spannend und wollte daher mit diesem Roman tiefer in ihre Geschichte eintauchen. Das Cover sieht ein bisschen fantasymäßig aus, aber das passt ganz gut, weil die Wikinger auch sehr stark an Magie, Götter, Trolle und mehr glaubten.

Daher ist die Geschichte durchaus nicht nur historisch, sondern auch ein bisschen dem Bereich Fantasy zuzuordnen.

Besonders gut gefallen hat mir, dass das Buch in weiten Teilen in Haithabu spielt, das ich selbst schon besucht habe. Dadurch war es für mich umso schöner, weil ich die Örtlichkeiten kenne. Zugleich fand ich es schön, dass das Buch gar nicht so weit weg spielt und nicht im hohen Norden, wo die Wikinger oft auch angesiedelt werden. Sehr hilfreich waren die beiden Karten vorne im Cover und der Klappe. Perfekt wäre es gewesen, wenn es noch eine Übersichtskarte über alle erwähnten Orte gegeben hätte - aber das habe ich dann im Internet nachgeschaut.

Yrsa hat mir vom ersten Moment an gefallen. Sie ist stark und mutig und kümmert sich um ihren kleinen Bruder, wie sie es der Mutter auf dem Totenbett versprochen hat. Sie stellt ihre eigenen Bedürfnisse, Wünsche und Träume hintenan, um ihm ein gutes Leben zu ermöglichen. Das ist nicht einfach und sie muss so manche Opfer bringen. Ich fand es ziemlich realistisch dargestellt, wie sie lebt und was den Alltag prägt. Dass der Hunger oft sehr allgegenwärtig ist, besonders am Ende des Winters. Ingesamt ist das Buch meiner Meinung nach sehr authentisch, man merkt immer wieder, dass die Autorin Historikerin ist. Besonders auch ihre Erläuterungen am Ende des Buchs haben mir gut gefallen und noch einiges erklärt. Auch die Teile mit der Magie, den Trollen, den weisen Frauen ... waren super und haben bestens in die ferne Welt der Wikinger wie auf einer Zeitreise entführt!

Eine starke Geschichte mit ziemlich realistischen Figuren, die zum Mitfühlen, Mitleiden und auch zum Nichtmögen verführen. Wenn eine Autorin es schafft, dass man so mitfiebert, dann ist alles perfekt gelungen. Schon jetzt freue ich mich auf die Fortsetzung mit Band 2, die Anfang 2025 erscheinen soll. Gut fand ich, dass dieses erste Buch in sich geschlossen ist und alle wichtigen Fragen beantwortet sind.

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Ewiges Verwirrspiel

Rachemeer von Juna Kristensen

Dieses Buch hat mich schon beim ersten Blick auf die Beschreibung total neugierig gemacht. Ich mag es, wenn in Büchern die Gegenwart und die Vergangenheit verwoben werden, wenn Ereignisse aus der Vergangenheit bis heute wirken. Bei diesem Buch ist das genauso und das macht es so unglaublich spannend.

Als Leser erfährt man stückchenweise erst nach und nach, was damals alles geschehen ist, als die Protagonisten noch Teenager waren. So formt sich erst mit der Zeit ein immer klareres Bild. Wirklich aufgelöst wird erst auf den letzten Seiten des Romans und da lauert nochmal eine fette Überraschung. Zumindest für mich war es so.
Das Buch ist unglaublich packend geschrieben, weil die Gedanken und Gefühle der Figuren so eindringlich dargestellt werden. Gleichzeitig bekommt man immer nur soviel Infos, dass man denkt, man hat es nun verstanden, nach ein paar weiteren Seiten aber kommt ein neuer Hinweis und schon muss man alles wieder überdenken und kommt erneut ins Grübeln. Ich habe diese rasanten Wechsel sehr geliebt und mochte das ewige Verwirrspiel.
Ein toller und sehr packender, atmosphärischer und spannender Roman! Gerne möchte ich mehr von Autorin Juna Kristensen lesen, die ich bisher gar nicht kannte.

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