Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Streiflicht:
Sprache lebt!
Dudenkonform gendern ohne Genderzeichen von Andrea Görsch; Katja Rosenbohm
Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, da ich sowohl privat als auch beruflich sehr viel schreibe. Da taucht die Frage nach dem Gendern natürlich immer wieder auf und ist nicht immer einfach zu klären. Umso mehr habe ich mich auf diese Anleitung gefreut, die sich tatsächlich genau als solche entpuppt hat.
Perfekt für den Alltag!
Ich mag die Gestaltung des Buchs, die angenehm und übersichtlich ist, eine schöne, moderne und farblich ansprechende Art hat. Außerdem fand ich es toll, dass es gleich mit den Werkzeugen losgeht, die ebenfalls herrlich anschaulich und geordnet aufgelistet werden. Immer mit passenden Beispielen, die das vorher Beschriebene verdeutlichen und leicht verständllich machen. Daher könnte ich mir das Buch richtig gut für den Deutschunterricht oder das Studium vorstellen. Dazu passen auch die Übungen im weiteren Verlauf des Buchs - natürlich werden auch mögliche Lösungen vorgestellt. Genauso wie Argumente fürs Gendern, die man noch um vieles, vieles mehr ergänzen könnte, die aber so schon berührend und eigentlich auch zum Gendern verpflichten.
Buchtipps und Link-Empfehlungen runden das Buch ab, das wirklich ein guter Alltagshelfer ist. Danke für diese gelungene Aufstellung!
Kreatives Basteln
Bauen? Kann ich! (Kunst für Kinder) von Joséphine Seblon
Ganz einfach kreativ werden? Klingt so leicht ... ist es auch. Zumindest mit diesem Buch, das so viele tolle Ideen vorstellt. 20 Bastelideen, inspiriert durch große Bauwerke, werden hier auf ganz einfache und kindgerechte Art und Weise vorgestellt. Bauen? Können wir alle!
Alle Kinder haben Spaß am Kreativsein und bauen gerne.
Architektur ist überall, auch wenn wir sie leider oft genug gar nicht bemerken. Von antiken Pyramiden, über ein Schloss und die weltberühmte Oper von Sydney sind hier 20 Ideenvorschläge aufgelistet, die Lust aufs Nachmachen machen. Und das Beste ist, dass man dafür gar nicht viel braucht. Viele der Materialien sind wahrscheinlich eh schon zu Hause vorhanden und warten nur darauf, dass endlich jemand was Schönes aus ihnen gestaltet.
Aufgeteiligt sind die Bauwerke in die antike, moderne und zeitgenössische Architektur. Los geht es mit dem Steinkreis von Stonehendge, die ich selbst auf jeden Fall nachbauen möchte. Er hat mich schon immer begeistert und im Miniformat kriegt das jeder hin, wenn man nicht tonnenschwere Steine aufeinanderwuchten muss.
Richtig gut finde ich auch die übersichtliche Gestaltung des Buchs. Zuerst wird ein Foto des Bauwerks gezeigt, dazu ein bisschen Infos und ein kleiner Kasten wirft interessante Fragen auf, über die man wunderbar diskutierten, fantasieren und plaudern kann. Dann gehts ans Bauen: wieder ein Bild, dass das eigenen Kunstwerk zeigt und eine kurze Liste mit Materialien. Dann eine Schritt-für-Schritt-Anleitung in Text und Bild, die dafür sorgt, dass eigentlich nichts schief gehen kann. Und zum Schluss immer noch ein paar Extra-Tipps, was man noch dazu basteln könnte ... rundum gelungen!
Ein absolut unterhaltsames, spannendes Buch mit vielen tollen Ideen, die für alles andere außer Langeweile sorgen. Absolut inspirierend und gleichzeitig lernt man noch vieles über die jeweiligen Bauwerke und ihre Geschichte kennen. Perfekt!
Gibt Kraft und Ruhe
30 Krafttier-Karten mit Fantasiereisen für Kinder von 4 bis 10 von Tanja Draxler
Stärken, ermutigen und begleiten - das ist der Untertitel und passt hier ganz wunderbar. Schon beim ersten Blick auf das Set wollte ich es mir unbedingt näher ansehen und beim zweiten war ich einfach begeistert!
Die 30 Tierkarten sind hochwertig, kindgerecht, voller Herzblut und total goldig gestaltet.
Ich habe immer wieder ein Lächeln im Gesicht, wenn ich sie anschaue und noch mehr, wenn ich die dazugehörigen Affirmationen lese. Alles ist so positiv und wohlwollend, gibt Kraft und Ruhe - das merkt man schon, wenn man nur mal kurz über eine Karte "drüberfliegt" und selbst als Erwachsene. So habe ich mich zum Beispiel total in den Schmetterling mit seinem bezaubernden Rüsselchen und dem Lächeln verliebt. Er steht für "Ich darf mich immer wieder wandeln.", was tatsächlich sehr gut zu meiner Persönlichkeit passt. Auch ich spüre beim Gedanken an Schmetterlinge ein Gefühl der Freude und der Leichtigkeit ...
Mein Neffe ist gerade vier geworden und ist ebenfalls ganz begeistert von den Bildern. Es fällt ihm noch schwer, sich für eins zu entscheiden, aber das macht ja nix, weil man immer wieder neu auswählen kann.
Das Vorwort der Autorin mit den vielen Vorschlägen zum Einsatz der Karten fand ich ebenfalls sehr gelungen. Fantasiereisen sind so etwas Schönes, diese herrliche Set mit Krafttier-Karten unterstützt diese bestens und macht immer wieder Freude, sorgt für Kraft und Ruhe, Gelassenheit und das Gefühl, so angenommen zu sein, wie man eben ist.
Faszinierend und anspruchsvoll
Unterwegs mit Billy und Lilly von Willy Puchner
Schon beim ersten Blick auf das Cover hatte ich mich in dieses Buch verliebt. Normalerweise sind mit Cover nicht so wichtig, aber bei Kinderbüchern schon. Zudem wurde dieses hier ja von einem Künstler illustriert. Ich habe mich gefragt, ob zuerst die Bilder oder zuerst die Geschichte da war. Aber das könnte natürlich nur Willy Puchner selbst beanworten.
Das Buch hat mir gut gefallen und mich auch in seinen Bann gezogen. Die Geschichte ist schön, besonders aber haben mich die Illustrationen in ihren Bann gezogen. Jede ist anders und auf ihre Art und Weise besonders. Allerdings habe ich mich gefragt, ob Kinder so lange und genau schauen und vor allem auch können. Ein Beispiel wäre für dafür das allererste Bild, auf dem man die rote Häsin sieht, die Anna zu Weihnachten bekommt und gleichzeitig sieht man auch einen Teil von Anna - aber ob kleine Kinder das wirklich erkennen? Für Fünfjährige scheint mir das Buch etwas zu komplex, ich glaube, es ist eher für ältere Kinder geeignet. Bestens könnte ich mir das Buch vorstellen, um damit ein Kunstprojekt zu machen. Und die Kinder selbst zu Kunst anhand der Geschichte zu animieren.
Auf jeden Fall aber sind die Bilder märchenhaft schön und faszinierend. Manche ganz einfach, manche hochkomplex, mit mehrere Ebenen und ganz viel zu entdecken. Ein Buch, das dazu einlädt, genauer hinzuschauen und sich ganz in die Kunst zu vertiefen.
Solider Mittelteil
Signum von John Ajvide Lindqvist
Nach dem ersten Teil der Mittsommer-Trilogie, Refugium, war ich absolut geflasht und natürlich voller Spannung, wie es weitergehen wird. Auch, weil der erste Band mit einem fiesen Cliffhanger endet und die Leser in Spannung hält. Schwer, dann so lange warten zu müssen!
Nun endlich hatte ich Teil 2 in der Hand und habe mich schnell festgelesen.
Es war ein bisschen als hätte ich einfach weitergelesen, alles war recht schnell wieder präsent. Das mochte ich sehr. Julia und Kim sind mehr erneut schnell ans Herz gewachsen und die Geschichte war interessant zu lesen. Gerade auch Irma mochte ich sehr. Astrid ist auch eine starke Figur; vielleicht nicht die sympathischste, aber interessant.
Ich mag die Schreibweise von John Ajvide Lindqvist so sehr. Sein Blick für Details, die Kleinigkeiten und das Alltägliche, das er so pointiert darstellt. Einfach bezaubernd und faszinierend, wie man es schafft, auch bei solchen Themen und mit diesen sehr speziellen Figuren, den Lesern auch immer wieder ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.
Für mich ein solider zweiter Teil, der nicht ganz so brillant war wie Teil 1, aber auf 3 hoffen lässt und Vorfreude macht!
Im Traum anderer gefangen
Wavewalker von Suzanne Heywood
Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, nachdem ich den Klappentext gelesen hatte. Man kann sich kaum vorstellen, dass eine komplette Kindheit wirklich so verlaufen kann. Da war und bin ich schon geschockt von den Eltern. Zumal die Autorin ja auch selbst schreibt, dass sie sich wundert, wie ihre Eltern, die selbst eine gute Ausbildung genossen haben, so gleichgültig der Ausbildung ihrer Kinder gegenüber sein können.
Und dass es auch sonst niemanden gab, den das interessiert hätte ...
Doch von vorne. Suzanne und ihr kleiner Bruder gehen mit den Eltern auf dem Segelschiff Wavewalker auf große Reise. Sie ist erst 7 und wäre viel lieber in der Schule geblieben, aber die Eltern - vor allem der Vater - erfüllen sich damit einen Herzenswunsch. Und eigentlich sollen es auch nur drei Jahre werden - am Ende sind es zehn und damit die gesamte Kindheit. Suzanne muss Stürme, Arbeitseinsätze - auch in der Nacht - und vieles mehr durchleben. Sie ist nie alleine an Bord, aber trotzdem unglaublich einsam. Das konnte man durch die Zeilen auch nach den Jahrzehnten noch spüren, genauso wie ihre Verletztheit über die Gleichgültigkeit ihrer Eltern, vor allem der Mutter. Diese Passagen haben mir sehr zu schaffen gemacht. Man fragt sich, warum solche Menschen Eltern geworden sind und warum sie die Kinder nicht bei Verwandten, im Internet, ... zurückgelassen haben. So ein Leben ist auf Dauer nicht für Kinder und Heranwachsene geeignet, die sozialen Kontakte zu Gleichaltigen fehlen und vieles mehr auch. Wobei ich mir selbst das auch nicht vorstellen könnte, denn man hat keinerlei Rückzugsraum für sich selbst.
Ich fand es mutig, dieses Buch zu schreiben - auch gegen die Widerstände der Eltern - und so offen über ihre Gefühle zu sprechen. Gerne hätte ich mehr über den Alltag erfahren. Auch so banale Probleme wie den Toilettengang oder die Müllentsorgung. Oder auch wie es ist, wenn man so eng zusammen essen muss etc. Man erfährt viel über gefährliche Situationen, gleichzeitig hatte ich aber auch immer mal wieder den Eindruck, dass sich was wiederholt. Die einzelnen Fahrten - gerade zum Ende hin, als es immer wieder die gleiche Region ist - wurden bei mir im Kopf zu einer bzw. zu einem Durcheinander und ich konnte es nicht mehr gut auseinander halten.
Auf jeden Fall ein beeindruckendes Beispiel dafür, wie es ist, wenn Eltern ihre Träume wahr machen und die Kinder nur ein Anhängsel sind: "Er sah mich an, und in seinen Augen lag ein Ausdruck, den ich nur zu gut kannte - die Angst, im Traum eines anderen Menschen gefangen zu sein."
Bibelgeschichte mal ganz anders
Die Löwin von Jerusalem von Ruben Laurin
Da ich bereits einige Romane von Ruben Laurin (ein Pseudonym von Thomas Ziebula) mit großer Begeisterung gelesen habe, habe ich mich natürlich extrem auf seine neueste Geschichte gefreut. Und dann noch eine Geschichte aus der Bibel, aber erzählt aus der Sicht der Frau - Bathseba, die auch "Die Löwin von Jerusalem" genannt wird.
Voller Vorfreude habe ich mir das Buch mit auf eine lange Zugfahrt genommen und ich muss sagen, die Zeit verging wie im Flug.
Schon in der Beschreibung steht, dass das Buch kein klassischer historischer Roman ist, dass es kein Krimi ist, auch wenn es spannend ist, und auch kein Fantasyroman - trotz einiger fantastischer Elemente. Und genauso ist es auch. Der Autor hat sich an einigen Stellen durchaus ziemliche Freiheiten genommen und auch einiges verändert oder verfälscht, aber mich hat das nicht gestört, denn es ist schließlich ein Roman. Zudem ist von Bathseba in der Tat nicht viel überliefert, sodass der Autor seine Fantasie spielen lassen musste. Und ich finde, das ist ihm gut gelungen. Das Buch liest sich sehr schnell und flüssig und unterhält bestens. Bibelgeschichte mal ganz anders.
Die Sprünge und die Teile aus Sicht derer, die im Auftrag dessen handeln, den man nicht nennen darf, fand ich manchmal etwas schwierig. Da hätte ich mir eine etwas bessere Abgrenzung, zum Beispiel durch eine ensprechende Überschrift oder kursive Schrift gewünscht. Richtig gestört hat es nicht, aber manchmal den Lesefluss ein bisschen gehemmt. Andererseits ist es spannend, wenn eine Geschichte nicht nur streng linear erzählt wird. Ich hätte mir gewünscht, etwas mehr über Davids Innenleben zu erfahren, das kam mir ein bisschen zu kurz. Insgesamt aber eine richtig gute Geschichte, die vielleicht Lust darauf macht, das Original in der Bibel nochmal nachzulesen.
Ich bin total enttäuscht
Freunderlwirtschaft von Petra Hartlieb
Ich habe "Meine wundervolle Buchhandlung" und "Wenn es Frühling wird in Wien" so geliebt und war dementsprechend auch voller Vorfreude auf das neue Buch von Petra Hartlieb. Und dann auch noch ein Kriminalroman, der in Wien spielt! Genau mein Ding! Dachte ich zumindest ...
Perfekt für eine lange Zugreise .
.. so mein Gedanke, also ab mit dem Buch in den Rucksack. Der Zug fährt los und ich nehme das Buch in die Hand, lese genüsslich den Klappentext und starte mit dem Buch. Die ersten Seiten über die abrupt endende Kindheit der heutigen Hauptlommissarin Alma Oberkofler haben mich auch sofort in ihren Bann gezogen. Ich war sehr gespannt, wie die Ermordung ihrer Schwester mit dem aktuellen Fall zu tun hat. Das war die erste Enttäuschung ... das soll wohl in einem anderen Band Thema werden, nehme ich an.
Als es dann mit der Gegenwart losging, ging es bei mir eher zu Ende. Ich konnte einfach nichts mit der Geschichte anfangen. Sie hat mich auch nach hundert Seiten nicht erreicht. Den Humor kann ich leider nicht teilen, nichts hat mir auch nur ein Schmunzeln entlockt. Und die Geschichte als solche hat sich für mich auch immer absurder weiterentwickelt. Ich bin total enttäuscht und bleibe etwas ratlos zurück.
Gute Idee, Umsetzung eher mangelhaft
Stalker – Er will dein Leben. von Arno Strobel
Da ich schon einige Bücher von Autor Arno Strobel gelesen habe und immer ziemlich begeistert war - nur "Der Trip" war auch nicht ganz meins -, war ich natürlich voller Vorfreude auf sein neuestes Werk. Die Geschichte machte mich neugierig und sie klang ansprechend und spannend.
Beim Lesen merkte ich dann aber leider sehr schnell, dass zwar die Idee vom Stalker ziemlich gut war, dass aber gleichzeitig auch die Umsetzung eher mangelhaft war.
Der zündende Funke sprang einfach nicht über. Selbst nach 200 Seiten war ich immer noch eher außen vor und fast unbeteiligt und das Geschehen war mir ziemlich egal und ließ mich kalt.
Die Hauptfigur ist eher unsympathisch und man neigt dadurch auch nicht dazu, mitzufühlen und mitzufiebern. Zumindest fällt es mir dann immer schwer, gerne weiterzulesen.
Einen Pluspunkt gibt es für das Ende, das mich dann auf den allerletzten Seiten nochmal richtig überrascht und auch sehr befriedigt hat. Insgesamt hätte man die Geschichte aber deutlich straffen können und etwas weiter bearbeiten können, um sie logischer, stringenter und besser zu machen.
Spannend, aber es fehlte was
Scandor von Ursula Poznanski
Da ich schon einige Bücher von Autorin Ursula Poznanski mit großer Begeisterung gelesen hatte, war ich natürlich auch schon umso gespannter auf ihr neustes Werk. Ich fand die Kurzbeschreibung und die Idee hinter der Geschichte so interessant, dass ich das Buch schnellstmöglich lesen wollte.
Leider ging es mir von Anfang an so, dass ich nicht so richtig gepackt und in die Geschichte reingezogen wurde.
Ich blieb irgendwie Beobachter und auch ein bisschen außen vor. Ich kann nicht ganz ausmachen, woran das lag – ein bisschen kam mir das Buch wie ein Jugendroman vor, der einfach nicht zu sehr in die Tiefe geht.
Schnell war mir klar, dass noch etwas Anderes hinter der ersten Idee, die ich hatte, liegen muss. Und es stellte sich heraus, dass ich damit genau auf der richtigen Spur war. Vielleicht lese ich einfach zu viele Krimis und Thriller oder ich lese zu genau, aber hier fehlte mir dann leider das letzte Quäntchen Spannung, der letzte Schliff. Vielleicht waren auch einfach meine Erwartungen zu hoch.
Gut gefallen haben mir die beiden Hauptfiguren, die sich in ihrer Unterschiedlichkeit so gut ergänzen und auch das Ende, das alles restlos aufklärt, hat mir gut gefallen und mich versöhnt. Spannend ist auch, dass man die Geschichte mal aus seiner und dann aus ihrer Sicht liest.
Die Idee mit dem Lügenscanner fand ich wirklich gut und interessant und es zeigt sich auch schnell, wie oft wir im Alltag lügen und wie schwierig es ist, sich dagegen zu wehren. Wie oft sagt man geistesabwesend „Tut mir leid“ oder „Alles ok“, ohne auch nur irgendwas dabei zu fühlen. Tja, wer dann Scandor trägt, ist raus … Neugierig geworden? Dann schnapp Dir das Buch!











