Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Streiflicht:
Packend bis zum Schluss
Schwüre, die wir brechen von Roman Voosen; Kerstin Signe Danielsson
Nachdem ich letztes Jahr bereits das erste Buch aus der Reihe um Svea Karhuu und Jon Nordh „Tode, die wir sterben“ gelesen hatte, war ich natürlich total neugierig wie es weitergeht. Bereits der erste Band hatte mich ziemlich begeistert und mitgerissen. Ich kannte das Autorenduo, das auch verheiratet ist, bis damals nicht, und bin total froh, dass ich sie durch einen Zufall entdeckt habe und auch gleich auf einer Lesung war.
Steht im ersten Band eher ein Brennpunktviertel mit seinen Banden und anderen Problemen im Fokus, war es hier eine ganz andere Schicht. Beide Bücher tauchen tief ein in das Leben in Schweden, von dem wir hier im Alltag so wenig mitbekommen. Ich fand es total faszinierend, wie die Menschen dort leben und ticken – einerseits so anders, andererseits so gleich wie hier. Malmö ist eine spannende Stadt mit vielen Facetten. Man merkt, dass die Autoren Land und Leute gut kennen und ich finde es interessant, wie die beiden das alles im Roman immer wieder geschickt unterbringen.
Schon Band 1 fand ich ziemlich düster und packend, aber Band 2 legt nochmal eine Schippe drauf. Sehr gelungen fand ich auch die Balance zwischen den Privatproblemen der beiden Hauptfiguren, die oft auf dienstlichen Begebenheiten beruhen, und dem aktuellen Fall. Das ergibt Spannung pur an vielen Enden, die am Ende ziemlich gut zusammengeführt werden. Das Buch ist in sich geschlossen, ich würde aber dringend empfehlen, zuerst Band 1 zu lesen, da vieles schon aufeinander aufbaut. Und einiges wird sich wohl auch erst in Band 3 oder später klären. Darauf freue ich mich jetzt schon, auch wenn es wieder ein Jahr lang warten heißt.
Interessant und hilfreich
Berufliche Kommunikation für Dummies von Petra Lahnstein
Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, denn einerseits mag ich diese Buchreihe sehr, und andererseits fand ich das Thema auch extrem spannend. Wir alle bewegen uns viel im beruflichen Kontext und müssen dann agieren und kommunizieren. Das ist nicht immer einfach, auch weil wir in einem Geflecht stecken.
Es gibt Kollegen, Chefs, Auszubildende, Kunden und mehr. Gleichzeitig ist jeder Mensch anders und während mit einigen gute Teams bildet und problemlos arbeiten kann, ist es mit anderen immer hakelig. Gerade die Untertitel „Authentisch und respektvoll kommunizieren“, „Schwierige Gespräche meistern“ und „Kein Platz mehr für Manipulation oder Täuschung“ haben mich sehr neugierig gemacht.
Wie alle Bücher dieser Reihe deckt das Buch extrem viele Themen ab. Dafür gibt es vorne zwei Schummelseiten, die eine kleine Zusammenfassung bieten. Das ist auch sehr hilfreich, wenn man ein Kapitel schon gelesen hat, aber nochmal reflektieren möchte.
Das sehr übersichtlich gestaltete Inhaltsverzeichnis hilft, wenn man sich einzelne Aspekte von Kommunikation heraussuchen möchte. Auch das Stichwortverzeichnis am Ende des Buchs finde ich in dieser Hinsicht sehr praktisch und alltagsnah. Man merkt, dass die Autorin weiß, wovon sie schreibt, und Expertin in diesem Bereich ist. Der Aufbau des Buchs gefällt mir ebenfalls, mit den vielen Tipps, Listen und Beispielen ist es anschaulich und leicht verständlich. Ein tolles Buch, das jeder zu Beginn seines Arbeitslebens bekommen sollte!
Tödlicher Urlaub
Mord à la Française. Rache, Rosen und Rosé von Charlotte Fondraz
Ein Skelett im Kellneranzug in einer Grotte, das von einer Frau gefunden wird, die gerade vor einem liebenstollen Mann flüchtet. Und das Ganze in einer bekannten und beliebten Urlaubsregion. Könnte albern werden ... Wird es aber definitiv nicht, weil Autorin Charlotte Fondraz so wunderbar beschreibt, dass man von den ersten Zeilen an einfach nur mitfiebert.
Diese Frau, nämlich Marlene, ist die Hauptfigur eines gelungenen Wohlfühlkrimis, der nicht nur Spannung und Flair, sondern auch gute Unterhaltung bietet. Wie ein kleiner, aufregender Urlaub in einer tollen Region Frankreichs.
Nachdem ich erst vor Kurzen "Die Kriegerin des Nordens" begeistert gelesen habe, war ich natürlich neugierig, was die Autorin noch so kann. Sie schreibt sehr detailreich und dadurch voller Flair, die Bilder vor dem inneren Auge entstehen wie von selbst. Kopfkino ist garantiert, weil die Figuren so herrlich authentisch, eigensinnig und facettenreich sind. Marlene war mir sofort sympathisch, mit ihr geht man gerne auf die Reise ins malerische Périgord. Ich konnte den Kaffee regelrecht riechen, spürte die Sonne auf der Haut, roch die leicht muffige Grotte, in der nie das Tageslicht zu sehen ist. Und dann die Leiche mit dem schimmligen Schuh, gruselig. Und dann schon der nächste Tote ...
Dieser Roman ist locker-leicht, aber nie seicht, voller Lokalkolorit, aber nicht kitschig, sorgt mit Humor für gute Laune und ein Hochgefühl ohne anschließenden Kater. Gerne würde ich mehr von solchen Protagonisten lesen, die mich mitnehmen auf eine wunderbare, spannende und angenehme Reise. Cosy Crime par
excellence!
Toll für Teenies
Quarks. Das Journal, das dich schlauer macht von Marspet Movsisyan; Redaktion Quarks
Auf dieses Buch habe ich mich sehr gefreut, ich mag solche Formate, bei denen ich noch viel lernen kann. Man merkt, dass das Buch eher auf Teenies ausgerichtet ist, das Lesealter ist ab zwölf Jahren angegeben. Aber auch als Erwachsene konnte ich noch einiges Wissenswerte mitnehmen.
Die Aufmachung des Buchs und das Layout sind modern und ansprechend.
Und zugleich auch übersichtlich und anschaulich. Ich mag, dass die Themen sehr vielfältig sind, zum Beispiel die Frage, warum das Rentier Rudolph eine rote Nase hat oder wann eine Zunge gesund aussieht. Es geht um die Zukunft der Wölfe, genauso wie um die Frage, wie man Müll vermeiden oder gut recyclen kann, um Neujahrsvorsätze und Komfortzonen, wie man sich entspannt oder Erste Hilfe leistet. Jedes dieser Themen ist mit einer Farbe und Grafiken ausgestattet, oft noch mit Infokästen oder einem Selbsttest oder anderen Eintragemöglichkeiten. Ein sehr interaktives Buch, das zum Mitmachen, Mitdenken, Nachdenken und Nachmachen auffordert.
So wird Wissen greifbar, ist unterhaltsam zu lesen und zu lernen. Durch die vielen verschiedenen Fragen und Themen ist das Buch ziemlich nah am Alltag und hilft weiter. Challenges und Bucketlists machen Lust auf eigenes Ausprobieren und bieten Platz für eigene Gedanken und Ideen. Toll gemacht!
Lernspaß in fernen Zeiten
Englisch Kurzgeschichten 7. Klasse | Mit der Zeitmaschine ins alte England | Inkl. Vokabeln, Grammatik, Übungen & Audios | Von Didaktikern entwickelt von Stefanie Fricke
Schon als Teenie habe ich Bücher, mit denen ich spielerisch lernen konnte, sehr gemocht. Ich bin ein sehr neugieriger und verspielter Mensch, da sind solche Methoden genau richtig für mich. Und ich bin mir sicher, dass viele junge Menschen gerade durch das Spielerische besser lernen. Es ist nicht grau und eintönig, trocken oder langweilig, sondern macht Spaß und gute Laune und hilft so, sich die Inhalte besser merken zu können und sie leichter zu verstehen.
Mit den Kurzgeschichten in Englisch für die 7. Klasse hat Autorin Dr. Stefanie Fricke so ein Buch vorgelegt. Es geht mit der Zeitmaschine ins alte England, da lässt sich so einiges entdecken unterwegs. Wie schon auf dem Cover steht: Mit diesem Buch wird Lernen zum Erlebnis! Genau so habe ich es auch empfunden. Man lernt quasi nebenbei und es macht Spaß!
Die Aufteilung des Buchs gefällt mir ebenfalls sehr gut. Es gibt immer einen englischen Text, der ein bestimmtes Thema, zum Beispiel simple past, past progressive und present perfect simple, behandelt. Der Text entführt die jungen Leser zugleich auch in die Vergangenheit, ins alte England. Anschließend gibt es eine Auflistung wichtiger und bisher eher unbekannter Vokabeln. Dann folgen Übungen, die immer wieder ein bisschen anders sind, und abschließend zu jedem Kapitel die deutsche Übersetzung des Textes. Über einen QR-Code können mehr als 40 zusätzliche Audiodaten abgerufen werden.
Fazit: So macht lernen Spaß! Bitte gebt Schülern solche Bücher, dann ist der Unterricht ganz einfach!
Klein, aber oho
MARCO POLO Reiseführer Niederländische Küste von Ralf Johnen; Anneke Bokern; Siggi Weidemann
Da wir gar nicht so weit von der Grenze entfernt wohnen, sind wir gerne immer mal wieder in den Niederlanden unterwegs. Wir mögen die Menschen dort, die Kultur, das Essen und vor allem auch die Natur. Gerade am Meer mit den wunderschönen Dünen kann man die Seele herrlich baumeln lassen. Entsprechend oft waren wir schon da, aber natürlich haben wir längst nicht alles gesehen.
Umso neugieriger war ich auf diesen kleinen, handlichen Reiseführer, der schön kompakt in der Hand liegt und perfekt in jede Tasche passt.
Klein, aber oho, passt hier ziemlich gut. Auch wer sich in der Gegend schon auskennt, findet noch viele schöne Ideen und Anregungen, Neuentdecker sowieso. Dabei ist alles übersichtlich und anschaulich gestaltet, sodass man schnell einen ersten Überblick hat. Ich mag es sehr, das man das Cover ausklappen kann, um die gesamte Küste zu sehen. Wer es noch genauer will, findet eine kleine Faltkarte am Ende des Buchs, die sich als sehr praktisch erwiesen hat. Gerade Den Haag und die Gegend drumherum kennen wir schon gut, fanden aber ebenfalls noch schöne Ausflugstipps. Wer die Niederländische Küste mag, wird mit diesem Reiseführer sehr zufrieden sein.
Interessant und lehrreich
Wieso? Weshalb? Warum? Meine Vorlesegeschichten, Band 3 - Wer ist hier im Einsatz? von Inka Friese
Schon seit er ganz klein war, liebt mein Neffe die Feuerwehr. Und alles andere, was Blaulicht hat oder schwere Maschinen beinhaltet. Da sein Papa aber auch bei der Freiwilligen Feuerwehr ist, macht ihn das natürlich immer ganz besonders neugierig. Er kennt alle Fahrzeugtypen und viele Einsatzmöglichkeiten, aber dennoch kann er nicht genug davon bekommen.
Er ist jetzt 4,5, also genau im richtigen Alter für diese Reihe. Er hat mehrere von diesen Büchern und kann sich auch immer wieder damit beschäftigen. Er blättert sie gerne alleine durch, aber er lässt sich auch mit Begeisterung vorlesen. Dann wird dieser kleine Bursche ganz ruhig und hat eine Ausdauer, die wirklich bewunderswert ist.
Dieses Buch hier begeistert ihn ganz besonders. Vor allem weil es aus der Sicht von Kinder geschrieben ist, die mit der Feuerwehr die Einsätze aus nächster Nähe erleben. Das ist natürlich wirklich ansprechend. Die Karte, die die Einsatzorte zeigt, hat uns ganz besonders fasziniert. Das ist wirklich eine tolle Idee, genauso wie die vielen verschiedenen Menschen, die hier vorkommen und das Buch so herrlich bunt machen!
Auf Entdeckungstour
Mein erstes Vorlese-Fühlbuch - Bist du eine Katze? von Kathrin Lena Orso
Dieses Buch hat mir auf den ersten Blick gefallen und dann auch beim genaueren Anschauen. Es macht einfach gute Laune und hilft den jüngsten, nicht nur Bücher zu entdecken, sondern ihre Umwelt besser kennenzulernen. Zusammen mit der kleinen Katze sind wir auf dem Bauernhof unterwegs und sehen viele Tiere.
Sind sie alle Katzen? Aber nein, das lernt der Minitiger schnell. Und deswegen fühlt sich auch jedes Tier anders an - und das kann das Kind mitfühlen auf den tollen Flächen, die die Felle oder die Haut der Tiere so toll imitieren.
Dieses Vorlese- und Fühlbuch für Lesezwerge ab achtzehn Monaten ist einfach schön. Es lädt nicht nur zum Tasten und Fühlen - und damit zum Begreifen im wahrsten Sinne des Wortes - ein und schult so ganz nebenbei die Feinmotorik, sondern macht auch gute Laune. Die netten Reime machen Spaß - auch dem Vorlesenden. Ein tolles Buch für ganz junge Bücherfans.
Spannende, düstere Fortsetzung
Aschesommer von Benjamin Cors
Nachdem ich damals schon den ersten Band voller Spannung und Nägelkauen fast atemlos gelesen habe, war ich natürlich zu neugierig, was der Autor Benjamin Cors uns hier im zweiten Band serviert.
Erneut ist diese Geschichte regelrecht packend und zieht einen als Leser total in die Seiten hinein. Man möchte das Buch hat nicht mehr aus der Hand legen und einfach immer weiter lesen.
Man vergisst nicht nur das Essen, Trinken und Schlafen, sondern manchmal auch fast das Atmen.
Die Geschichte ist nicht nur extrem spannend, sondern auch sehr berührend und extrem düster. Wie auch schon beim ersten Band führt der Autor seine Leserschaft tief in die Abgründe der menschlichen Psyche und Seele und lässt einen immer wieder erschaudern. Weder dieses noch das erste Buch "Krähentage" ist etwas für empfindlichere Gemüter. Die Geschichten hallen auch nach dem Ende noch sehr lange nach.
Autor Benjamin Cors schreibt gekonnt und geschickt, mit unerwarteten Wendungen und so, dass man zwar ahnt, was nicht stimmt, am Ende aber trotzdem krass überrascht ist. Wow! Wer es düster und tiefgründig mag, wird auch von dieser gelungen Fortsetzung wieder begeistert sein.
Schön geschrieben, aber ...
Der Salzpfad von Raynor Winn
Dieses Buch hatte ich geschenkt bekommen und war voller Neugier. Dann sah ich, dass bereits das dritte Buch der Autorin erschienen ist, das ich dann ebenfalls geschenkt bekam. Also kaufte ich mir voller Vorfreude auch das zweite Buch, um die Bücher in der richtigen Reihenfolge lesen zu können. Es stand ein Urlaub an, die Bücher wurden eingepackt.
Ich startete mit dem ersten Band, also diesem Buch hier, und war begeistert. Die Autorin weiß ihre Leser zu begeistern und schreibt sehr eindringlich. Gerade am Anfang des Buchs, das auf wahren Tatsachen beruht, ist es sehr, sehr traurig und tragisch. Ich war ziemlich ergriffen und auch das eine oder andere Tränchen rollte.
Ich war bereits im letzten Viertel des Buchs angelangt, das ich bis dahin sehr persönlich, authentisch und ehrlich empfand, als ich die Nachricht las, dass es wohl berechtigte Zweifel an dieser „wahren Geschichte“ gibt. Ehrlicherweise muss ich zugeben, dass ich ziemlich schockiert war und auch entsetzt. Man kennt ja als Außenstehender nie die ganze Geschichte und weiß nicht, wer recht hat. Allerdings spricht die Tatsache, dass das vierte Buch, das im Herbst erscheinen sollte, nun erstmal zurückgehalten wird, auch für sich. Das fand ich extrem schade, denn so erscheint doch vieles in anderem Licht. Meine Lust, weiterzulesen, hatte sich dann auch ziemlich gelegt. Irgendwann hab ich mich aufgerafft und fertiggelesen, aber die anfängliche Begeisterung war natürlich weg. Die beiden anderen Bücher liegen immer noch ungelesen hier.
Ich fand es wirklich schade, dass die Autorin offensichtlich die Wahrheit so verbogen hat. Vor allem wenn man ein Buch damit bewirbt, dass es eine wahre Geschichte erzählt. Hätte sie das Ganze als Roman verkauft, der lose auf Tatsachen beruht, hätte ich gesagt, es war ein schönes Buch. So aber bleibt ein fader Nachgeschmack, was umso trauriger ist, weil die Autorin zwar sehr viel Selbstmitleid hat – aber wer hätte das in dieser Situation nicht, wenn es denn tatsächlich so wäre – kann aber meiner Meinung nach gut schreiben. Sie ist witzig und unterhaltsam, erzählt voller Details und Humor.











