Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Streiflicht:
Anderssein ist ok
Josi - das Vampirmädchen - Ein spannendes Kinderbuch ab 8 Jahren über Mut, Freundschaft und die Kraft, anders zu sein (Große Schrift für Erstleser) - von Alicia Richter
Josi ist anders, immer schon. Deswegen muss ihre Familie auch immer wieder umziehen, damit sie nicht zu sehr auffällt. Sie hasst das. Sie möchte einfach nur dazugehören, Freunde finden, in der gleichen Klasse und an der gleichen Schule bleiben können. Nun geht es wieder einmal los und sie ist die Neue.
Und die Seltsame. Aber halt, da ist noch jemand, der anders ist. Und es gibt Kinder, die einfach nur nett sind und mit Josi befreundet sein wollen. Gleichzeitig treiben sich aber auch seltsame Gestalten an der Schule herum …
Ein spannendes und wunderbares Kinderbuch, in dem es um Mut, Freundschaft und das Anderssein geht. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich habe es sehr gerne gelesen – auch wenn ich überhaupt nicht mehr der Zielgruppe entspreche. Zu gerne möchte ich nun wissen, was es mit dem komischen Lehrer auch sich hat. Daher werde ich mir wohl sehr bald Band 2 schnappen!
Faszinierend, schön und lesenswert
Wir messen die Welt von Andrea Minoglio
Schon beim ersten Blick auf dieses Buch war mir klar, dass ich es haben muss. Ich liebe Wissenswertes und Sachbücher und umso mehr welche für Kinder, die so toll gestaltet sind. Ich finde es super, wenn man unterhaltsam noch was lernen kann. Hier macht Lernen echt Spaß! Schon das Cover ist megainteressant und macht Lust auf das Buch.
Die Vergleiche sind super, weil man sich so viel besser vorstellen kann, wie groß, schwer, weit, tief, … etwas ist.
Elefanten sind schon schwer, aber nur ein Blauwal wiegt so viel wie 38 Elefanten! Verrückt, oder?
Verblüffende Fakten wechseln sich ab mit Wissenswertem aus dem Alltag. So ein Buch könnte ich mir auch im Sachkundeunterricht an Grundschulen echt gut vorstellen.
Die vielen Infos sind wunderbar ergänzt durch die tollen Illustrationen, die bunt, aber nicht grell oder aufdringlich sind. Auch die Infografiken, Tabellen und Auflistungen sind super.
Solche Sachbücher sind nicht nur für Kinder toll, so lernt man gerne! Mehr davon!
Lustig und bunt
Kunterbunt und kugelrund von Daniel Kratzke
Vom Vermes-Verlag habe ich in letzter Zeit so einige Bücher mit großer Begeisterung und Freude gelesen. Bei diesem hier hat mir schon auf den ersten Blick der witzige und kunterbunt gestaltete Titel gefallen. Kaum hatte ich das Pappbilderbuch aufgeschlagen, musste ich auch schon grinsen. Das gereimte Buch, in dem es um eine Katze und einen Hund geht, die mit einem Luftballon und einem Ball spielen, hat mich sofort in seinen Bann gezogen.
Es ist einfach wunderbar gestaltet und macht Spaß – auch wenn ich schon sehr lange nicht mehr der eigentlichen Zielgruppe angehöre.
Die schönen, bunten Bilder in Kombination mit den gereimten Texten sind einfach toll. Das macht gute Laune, beim Kind und dem Vorlesenden! Ein bunter Kinderbuchschatz!
Poetische Schreibweise
Was am Ufer lauert von Lenz Koppelstätter
Nachdem ich bereits die komplette Reihe um Commissari Grauner voller Begeisterung gelesen hatte, war ich letztes Jahr natürlich neugierig, was Lenz Koppelstätter sonst noch so schreibt, und wie die neue Reihe sein wird, die am Gardasee spielt und mit einer Frau in der Hauptrolle. Band 1 „Was der See birgt“ hat mir damals ebenfalls gut gefallen und daher wollte ich auch gerne weiterlesen in dieser Serie.
Erneut ist mir in diesem Band 2 aufgefallen, wie pointiert, humorvoll und treffend, ja schon fast poetisch Lenz Koppelstätter schreibt. Seine Bücher umfassen nie mehr als 300 Seiten, aber das ist auch nicht nötig, weil er so dicht und atmosphärisch schreibt. Kein Blabla, was das Lesen leicht und einfach macht, ein wahres Vergnügen. Auch wenn man sich am Ende jedes seiner Bücher wünscht, es wäre noch nicht zu Ende.
Gianna steht wieder im Mittelpunkt des Buches, genauso ihr Onkel, der Marchese. Dieser ist mir schon im ersten Band sehr ans Herz gewachsen und ich mag ihn sehr. Wer im Angesichts des Todes über den richtigen Krawattenknoten und Stoff des Jackets nachdenkt, der ist einfach eine geniale (Roman)Figur.
Auch den Kriminalfall fand ich gut beschrieben und ausgearbeitet. Ein bisschen mehr Spannung hätte es vielleicht sein dürfen, aber das hat die wunderbare Sprache des Autoren ausgeglichen. Ich freu mich schon jetzt auf Band 3!
Wie die Vergangenheit ihre Spuren hinterlässt
Mainsturm von Anja Mäderer
Da ich bereits einige Bücher von Autorin Anja Mäderer kenne, war ich natürlich umso neugieriger auf ihr neues Werk. Die Thematik mit Tilman Riemenschneider fand ich superspannend. Ich kenne Würzburg recht gut und war auch schon auf der Spurensuche nach seinen Werken. Das macht das Ganze natürlich noch interessanter zu lesen.
Ich mochte die Spannung zwischen der Vergangenheit und dem aktuellen Geschehen sehr. Faszinierend, wie Taten und Werke aus der Vergangenheit, uns auch heute noch beeinflussen können. Das war richtig gut gemacht!
Toll fand ich auch die vielen falschen Fährten, die einem sehr lange gar nicht falsch vorkommen und brillant in die Irre führen. Mein Highlight war das alternative Ende, das mich so richtig begeistert hat.
Fazit: Ein wunderbares Buch, das sich für alle Fans der Stadt Würzburg besonders eignet, das aber auch gut ohne Vorkenntnisse zu lesen ist.
Sehr atmosphärisch
Tief unter dem Schnee von David Seinsche
Da ich nordische Krimis sehr mag – seit ich den ersten Roman von Henning Mankell gelesen habe –, bin ich immer wieder gespannt und neugierig, neue Geschichten und Autoren aus dem hohen Norden zu entdecken. David Seinsche kannte ich noch nicht, die Kurzbeschreibung hat mich aber total neugierig gemacht.
Auch habe ich bisher noch nicht so viele Bücher gelesen, die in Finnland spielen – meistens sind die Romane ja eher in Schweden angesiedelt.
Das hat mir noch mehr Spaß gemacht und ich fand es toll, dass das Buch dann auch wirklich sehr atmosphärisch und düster ist. Man kann die Kälte spüren, den Schnee knirschen hören und den gefrierenden Atem vor den Gesichtern regelrecht sehen. Toll fand ich auch, dass ich mehr über die Kultur und Geschichte des Landes erfahren habe. Immer schön, wenn man bei der entspannten Lektüre noch etwas dazulernen kann.
Die Kriminalgeschichte an sich ist ebenfalls spannend und unterhaltsam. Ich mochte es, mit den beiden Ermittlern unterwegs zu sein und mich auf den Fall einzulassen. Gerade ihre Gegensätzlichkeit sorgt für Lesespaß. Ich mag Figuren mit Ecken und Kanten. Von diesem Duo würde ich gerne noch mehr lesen!
Na, neugierig geworden? Kann ich verstehen! Auf geht’s in den dunklen Wald!
Wenn sich die Vergangenheit rächt
Die Friedhofsvilla von Britta Bendixen
Da ich bereits ein Buch der Autorin Britta Bendixen gerne gelesen hatte, war ich natürlich wieder neugierig auf ihr neues Werk. Umso neugieriger gemacht hat mich die Tatsache, dass das Buch in Flensburg spielt, woher die Familie meines Mannes stammt. Ich mag es, wenn ich die Gegend oder Stadt kenne, in der eine Geschichte angesiedelt ist.
Der Anfang hat mir gut gefallen, dann fand ich es ein bisschen zäh. Je mehr man sich aber in die Geschichte hineinfindet, desto mehr Sog entwickelt sie. Wie sich die Gegenwart und Vergangenheit miteinander verbinden, das fand ich schon echt gut gemacht. Man spürt, wie wichtig es manchmal ist, sich damit auseinander zu setzen, was war, wie es anders hätte sein können und was man nun tun kann. Deswegen fand ich das Ende der Geschichte auch so toll.
Insgesamt ein sehr spannendes Thema, das die Autorin teilweise sehr düster verpackt und beschreibt. Ein Buch, das noch lange zum Nachdenken anregt.
Viel Flair und Lokalkolorit
Das Schweigen der Kanarienvögel von Ingrid Walther
Da ich die Kanaren sehr mag, war ich umso gespannter auf dieses Buch. Teneriffa kenne ich zwar (leider noch) nicht, aber ich liebe Fuerteventura und mag auch Lanzarote sehr gerne. Eine ehemalige Professorin und ihre Freundin urlauben auf der Insel und werden unversehens in einen skurrilen Fall verstrickt.
Das macht neugierig.
Gut gefallen hat mir das Lokalkolorit, das immer wieder geschickt eingestreut ist. Wie ein kleiner Urlaub nebenbei.
Amalia hat als Vogelkundlerin Ausdauer und eine außergewöhnliche Beobachtungsgabe, was sie perfekt macht als Detektivin und Hobbyermittlerin. Da sie soeben in den Ruhestand getreten ist, hat sie auch Zeit, um sich auf der Insel zu erholen und die hiesige Vogelwelt zu erforschen. Zufällig sieht sie dabei Rotkehlchen, eine ehemalige Studentin … Sie hat die Angewohnheit, Menschen in ihrem Umfeld mit Vögeln zu vergleichen und sie entsprechend zu benennen. Dass sie zum Beispiel den Kommissar als Haubentaucher, den Lieblingsvogel ihrer Kindheit, bezeichnet, weist auf das spätere Knistern zwischen den beiden hin.
Diese Marotte fand ich irgendwie witzig. Gleichzeitig war sie für mich am Anfang ziemlich sperrig und ich wurde erst langsam mit ihr warm. Noch krasser war es mit ihrer Freundin Lydia, die mir fremd blieb.
Der Fall als solcher wirft lange Zeit mehr Fragen auf als er beantwortet, ist aber spannend und unterhaltsam zu lesen. Man kann gut mitfiebern und miträtseln, wenn sich am Ende alles langsam aufdröselt und löst. Auch wenn ich schon so eine Ahnung hatte, gab es dennoch noch Überraschungen und das mag ich sehr. Gerne würde ich mehr von Amalia auf Teneriffa lesen!
Goldig wie immer
Der kleine Maulwurf als Maler von Zdenek Miler; Simone Nettingsmeier
Wir lieben den kleinen Maulwurf seit unserer Kindheit, der gehört bei uns immer dazu. Egal, ob auf Tassen, Kissen, Bettwäsche und natürlich Büchern ... Jetzt ist mein kleiner Neffe im richtigen Alter und liebt die Bücher sehr. Da musste es natürlich jetzt auch das Osterbuch sein, das uns so sehr erfreut hat.
Voller Begeisterung haben wir mitverfolgt, wie der kleine Maulwurf und seine Freunde sich als kreative Maler betätigen und sogar den fiesen Fuchs erschrecken. Wir haben total gelacht, als wir die bunten Tiere gesehen habe. Ist ein Maulwurf scharz oder rot? Oder vielleicht sogar geringelt?
Wieder ein wunderbares Buch, das nicht nur die Kleinen, sondern auch die Großen begeistert und zum Lachen bringt. Der kleine Maulwurf macht immer gute Laune und lädt zum gemeinsamen Schmökern ein. Die Zeichnungen sind herrlich zeitlos und einfach schön!
Sehr atmosphärisch
The Surf House von Lucy Clarke
Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, weil es so gehypt wurde. Dann bin ich immer neugierig und oft bin ich dann enttäuscht, weil ich mehr erwartet hatte. Bei diesem Buch war es anfangs auch so, dass ich dachte, das ist irgendwie nicht so toll wie erwartet. Ich habe lange nicht verstanden, worauf es rauslaufen soll und wie das alles zusammenpasst.
Je mehr man liest - oder in meinem Fall hört - desto mehr verweben sich die einzelnen Teile der Geschichte und die Schicksale der Figuren. Das Buch ist unglaublich atmosphärisch und das ist aus meiner Sicht die ganz große Stärke. Man spürt die Hitze Marokkos, den Sand, fühlt den heißen, süßen Tee auf der Zunge, sieht die Wellen und hört ihr Rauschen, ...
Gerade das letzte Drittel des Buchs ist wirklich spannend und voller interessanter Wendungen, die ich so nicht erwartet hatte.
Fazit: Anfangs etwas zäh und langwierig, dann immer besser bis zu einem ziemlich krassen Ende.











