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Rezensionen von Lealein1906:

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Einfach märchenhaft

„Märchenfluch: Das letzte Dornröschen“ bekommt von mir ganz klar fünf Sterne. Ich habe dieses Buch von der ersten bis zur letzten Seite genossen und kann gar nicht abwarten, bis der nächste Band erscheint. Die alten Märchen werden hier wunderbar modern aufbereitet und in einer spannenden Geschichte mit interessanten Charakteren verpackt.

Flora erfährt durch merkwürdige Umstände – die sie erst auch gar nicht glauben kann -, dass sie eine Nachfahrin von Dornröschen ist. Und schon steckt sie mittendrin in einem märchenhaften Abenteuer, muss ihre Vergangenheit aufarbeiten, magische Gegenstände aufspüren und auch noch ihre Gabe in den Griff bekommen. Zudem gehen merkwürdige Dinge vor sich, die es aufzuklären gilt. Mit dabei sind zum Beispiel auch Schneewittchennachfahrin Neva und diverse Märchenprinzen.
Der Schreibstil war herrlich leicht und hat einen nur so durch die Seiten fliegen lassen. Es war schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Die Charaktere werden interessant in Szene gesetzt und die graugefärbten Abschnitte, die zwischendurch eingebracht werden, haben für zusätzliche Spannung gesorgt. Ich fand es gut, dass der Leser die Gefühle und Gedanken von Flora so genau mitbekommt, um mit ihr gemeinsam in die Vielfalt dieser Märchenwelt einzusteigen.
Diese hat mir übrigens sehr gut gefallen Dieser Mix aus alten Märchen und der Moderne überzeugt. Die alten Charaktere werden mit den Figuren aus dem Buch toll neuinterpretiert und ich würde gerne noch mehr kennenlernen. Dass jeder eine ganz besondere Gabe hat, gibt nochmal etwas Spannendes mit in die Geschichte. Ein kleiner Kritikpunkt von mir ist, dass die Zweifelphase von Flora doch etwas lange dauert und dass da auch das Umfeld ich meinen Augen nicht so plausibel reagiert. Aber das soll nicht so ins Gewicht fallen, weil der Rest der Geschichte einfach klasse ist und auf jeden Fall fünf Sterne verdient hat.

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Spannende Geheimclub-Geschichte

Leles Geheimclub: Keine Kings im Hauptquartier

Ich habe mich sehr gefreut, Leles Geheimclub kennenzulernen. Das ist ein schönes Kinderbuch, vor allem für Mädchen, das Spaß beim Lesen macht und auch mal zum Schmunzeln anregt. Ein großes Plus sind die Kritzelseiten und die Illustration, ein Minus gibt’s, weil in meinen Augen das Buch noch ein paar mehr kleinere Geschichten in der großen hätte haben könnten.

Also gebe ich 4 Sterne.
Lele, Cleo und Elif sind die „Queens“ ein waschechter Geheimclub mit Geheimsprache, Versteck und allem Drum und Dran. Doch da gibt es auch noch die rivalisierenden „Kings“, die unbedingt das Versteck erobern wollen. Daraufhin nehmen die Queens den Kings die Drohne weg, doch die lassen mit ihrer Rache nicht lange auf sich warten.
Die Geschichte an sich mit den Geheimclubs, der Rivalität, den Listen und auch ein Rezept ist dabei, fand ich sehr gelungen, lustig und auch spannend. Man hatte einfach Freude das Abenteuer mitzuerleben. Allerdings finde ich, dass sich gegen Mitte des Buchs zu sehr auf einen einzigen Handlungsstrang gelegt wird, der mit fast ein bisschen zu lange gedauert hat. Dann doch lieber das ein bisschen kürzer halten und noch eine neue Abenteuersituation dazu, dann wäre das Buch perfekt gewesen.
Den Schreibstil fand ich als sehr angenehm und auch genau richtig für Kinder, die sich nach dem Lesebeginn mal an etwas Größeres wagen wollen. Die Schrift ist sehr groß und gut zu lesen. Durch die Kapitel fliegt man wie im Nu.
Richtig toll gelungen sind zum einen die Illustrationen, die das ganze Buch zieren, das macht richtig Spaß beim Durchblättern. Gut gefallen haben mir auch die großen Sprüche, die so schön dargestellt wurden, da hätte es gerne noch ein paar mehr von geben können. Die Kritzelseiten sind für junge Mädchenperfekt, um kreativ zu werden und sich auch ein paar Gedanken zu machen. Zum Beispiel „was findest du cool?“ oder „erstelle eine Stimmungskurve“. Da ist toll zum Mitmachen. Deswegen finde ich auch das etwas größere Format des Buchs sehr passend.
Für Mädchen ist dieses Buch klasse, auch eine tolle Geschenkidee. Ich freue mich auf den nächsten Band.

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Spannende Geheimclub-Geschichte
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Die Hoffnung lebt

Eve of Man - Die letzte Frau von Tom Fletcher; Giovanna Fletcher

Wie ist es die letzte Frau auf Erden zu sein? Diese Erfahrung wird in „Eve of Man: Die letzte Frau“ eindrücklich geschildert und sowohl mit einer besonders spannenden als auch mit einer Liebesgeschichte verknüpft. Mir hat das sehr gut gefallen und deswegen gebe ich fünf Sterne.
Ein halbes Jahrhundert lang wurde auf der Erde kein Mädchen mehr geboren – bis Eve kam.

Sie ist nun die Frau, die die menschliche Rasse retten muss. Doch dann trifft sie Bram, den sie auf eine Weise besser kennt, als jeden anderen Menschen. Doch Eves Lebensweg ist schon vorherbestimmt und jeder Schritt geplant. Oder doch nicht?
Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, diese distopische Zukunftsversion kennenzulernen. Sie ist auf eine erschreckende Weise faszinierend und hat sehr spannende Strukturen. Und an Spannung fehlt es dem Buch sicher nicht. Immer wieder passieren Dinge, die man so nicht vorhergesehen hat. Ich konnte kaum aufhören zu lesen, weil ich immer mehr wissen wollte. Der Schreibstil zieht sofort in die Geschichte herein und ist schön detailreich.
Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Eve und Bram erzählt. Das fand ich sehr wichtig, weil Eve nun mal sehr eingeschränkt in ihrem Bewegungsradius ist. Durch Bram wird zumindest mal die Sicht im Turm (eine Art zentrale Stelle, wo nur wenige Menschen hinkommen und arbeiten) geschildert. Das bereichert die Geschichte sehr. Und natürlich ist es auch spannend, seine Gefühlswelt und seine eigene Geschichte kennenzulernen. Denn sowohl er, als auch Eve, sind sehr interessante Charaktere, die man unbedingt näher kennenlernen will.
Ich freue mich schon sehr darauf, wie es mit Eve und Bram weitergeht.

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Die Hoffnung lebt
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Fortsetzung erwünscht!

Green Witch von Tom Fletcher; Giovanna Fletcher

Ein magisches Kinderbuch mit einer tollen Hexengeschichte ist „Green Witch“. Es hat wirklich Spaß gemacht, das Buch zu lesen und die Geschichte von Lizzy mit zu verfolgen, die gerade ihre Ausbildung als Hexe beginnt. Dabei geht es von Anfang an merkwürdig zu. Zum Beispiel taucht in ihrer Hexenrunde eine 14.

Hexe auf, ihr Hexenbuch wird zweifarbig und schließlich muss sie die Kräuterhexenrichtung ein, obwohl sie doch mehr auf Wassermagie spekuliert hatte. Zum Glück ist ihre Freundin Stina mit dabei, ihre Hexentante Camilla stellt sich eigentlich als ganz nett raus und dann ist da auch noch ihr Hexengeschenk: die Vogelspinne Rasty, die Lizzy sofort ins Herz schließt.
Das Buch ist gut geschrieben und trifft den Kinder- und Jugendbuchcharakter voll. Man hat beim Lesen direkt ganz viele Bilder vor Augen. Der Schreibstil ist angenehm und die Spannungsmomente sind immer an der richtigen Stelle. Schön finde ich, dass trotz vieler Hexengeschichten diese hier viele Besonderheiten hat, wie die verschiedenen Hexentypen, eine Pflanze die man kitzeln muss, oder eben die zahme Vogelspinne, die neben Lizzy im Bett schläft.
Die Charaktere haben mir gerade für ein Kinder-/Jugendbuch sehr gut gefallen. Am besten hat mir eigentlich Stina gefallen. Das mit der Spinne ist lustig, wenn auch ein bisschen gruselig, aber passt voll zu dem Hexenbuch.
Was mich nicht voll überzeugt hat, ist das Cover. Es entspricht nicht meinem persönlichen Zeichnungen-Geschmack, aber den Inhalt fand ich tausendmal besser. Leider greift der Klappentext etwas weit voraus, da hätte es auch ein bisschen weniger getan, neugierig genug war man auch vorher schon.
Das macht ein Endresultat von vier Sternen, eine klare Leseempfehlung und die Bitte nach einer Fortsetzung :)

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Überleben in der Wildnis

Sal von Mick Kitson

„Sal“ zu bewerten, ist gar nicht so einfach, da das Buch aus allen Kategorien fällt, die man so kennt. Am Ende entscheide ich mich für vier Sterne, weil es eine spannende Geschichte erzählt, immer wieder überrascht und einfach mal ganz anders ist, zu 5 Sternen hat aber doch noch etwas gefehlt.

Sal hat sich seit Wochen darauf vorbereitet: Sie flieht mit ihrer Schwester Peppa in die Wildnis. Dazu hat sie sich alle wichtigen Infos auf Youtube angeschaut oder in Handbüchern nachgelesen und alles Wichtige besorgt, um zu Überleben. Grund ist die trinkende Mutter, die nicht mitbekommt, dass ihr Freund sich seit Sal 10 Jahre alt ist, an ihr vergeht. Und bald steht Peppas zehnter Geburtstag bevor, der Auslöser für ihre Flucht.
Es ist gar nicht, dass ich schwer in das Buch reingekommen bin, weil die ganze aufgebaute Szenerie von den zwei Mädchen im Wald, die sich alles Mögliche antrainiert haben, um ganz allein in der Wildnis zu überleben, einfach faszinierend ist. Außerdem werden nach und nach die Episoden aus der Vergangenheit eingestreut, damit man auch die Umstände für alles erfährt. Allerdings sind die ersten 100 Seiten sehr von den Beschreibungen, wie man was in der Wildnis macht. Auf der einen Seite spannend, auf der anderen irgendwann auch etwas anstrengend. Deswegen habe ich mich gefreut, als dann doch ein bisschen mehr Action in die Geschichte gekommen ist.
Der Schreibstil war gut, setzt allerdings meiner Meinung nach zu oft auf Wiederholungen. Gewisse Floskeln oder manchmal auch ganze sinngemäße Sätze werden oft wiederholt. Das brauche ich persönlich nicht. Trotzdem hat mich die Geschichte dann doch sehr gefesselt und mitgenommen. Die Charaktere finde ich sehr spannend, vor allem natürlich Hauptperson Sal, aber auch zum Beispiel Ingrid, die auf einmal im Wald auftaucht. Eine Leseempfehlung gibt es auf jeden Fall von mir, weil das Buch einfach auch mal wieder herrlich weit weg vom Mainstream ist.

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Überleben in der Wildnis
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Ausflug in die 50er Jahre

Die Schwestern vom Ku'damm Wunderbare Zeiten. 1. Auflage 23.07.2019. von Riebe Brigitte

„Die Schwestern vom Ku’damm – Wunderbare Zeiten“ ist ein tolles Buch über das Leben in Deutschland in den 50er Jahren. Die Stimmung wird sehr authentisch rübergebracht und durch tolle Charaktere ergänzt. Das einzige, was mir etwas gefehlt hat, war so ein Wow-Effekt, wie ich ihn bei manchen Büchern habe.

Aber trotzdem ist diese Geschichte toll, also gibt es vier Sterne.
Im Vordergrund stehen die drei Schwestern Thalheim und ihr Kaufhaus am Ku'damm in turbulenten Zeiten. Vor allem Silvie nimmt einen großen Part ein, wie sie sich auf ihre Karriere beim RIAS konzentriert. Ihre Schwester Rike hingegen hat gerade heiratet und ist schwanger. Deswegen muss sie sich auch etwas aus den Geschäften vom Kaufhaus Thalheim zurückziehen und mehr Verantwortung an Oskar, Silvies Zwillingsbruder, abgeben. Der feiert jedoch lieber und dann werden auch noch die Geschäfte torpediert… Jetzt muss Silvie handeln.
Mir haben sowohl die Handlung, als auch der Schreibstil sehr gut gefallen. Ich bin vor allem mal wieder begeistert, wie gut hier recherchier wurde und dieses Bild vom Berlin der 50er Jahre herauf beschwört. Die Ereignisse werden gut miteinander verknüpft, sodass nie Langeweile entsteht. Von der ersten Seite an habe ich mich den Charakteren sehr nahe gefühlt und wollte wissen, wie es für sie weitergeht.
Leider habe ich nicht zuvor den ersten Teil lesen können. Trotzdem habe ich mich ganz gut zurecht gefunden und hatte keine Schwierigkeiten in das Buch reinzukommen. Wahrscheinlich wäre es aber interessant und gut gewesen, auch das erste Buch zu kennen, dann wären die Entwicklungen der Charaktere noch spannender zu beobachten gewesen.

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Gespenster- und Hexenabenteuer

Die Schwestern vom Ku'damm Wunderbare Zeiten. 1. Auflage 23.07.2019. von Riebe Brigitte

Ein wirklich lustiges und verspieltes Kinderbuch ist der erste Band von „Der kleine Hui Buh“. Obwohl mir das Titelbild gar nicht so gut gefallen hat, ist der Inhalt echt klasse, macht Kindern viel Freude und eignet sich auch zu (etwas längerem) Vorlesen. Außerdem werden neben ein bisschen Quatsch auch viele tolle Werte vermittelt.

Ich gebe vier Sterne für dieses Buch.
Die Geschichten vom Schlossgespenst Hui Buh werden viele kennen. Doch wie Hui Buh als er klein war? Das wird hier erzählt. Zusammen mit seiner Freundin und Hexe Hedda Hex bekommt er Unterricht im Spuken. Dass er dabei tolle Abenteuer erlebt, zum Beispiel mit den Schulkindern oder auf dem Feuerwehrfest ist fast schon selbst verständlich.
Der Schreibstil hat mich für ein Kinderbuch ab 5 Jahren total überzeugt. Schwierige Wörter werden, wenn sie benutzt sind, erklärt. Auch beim Vorlesen hilft die einfache Sprache natürlich. Die Abenteuer von Hui Buh und Hedda Hex sind wirklich lustig.
Was mir auch gut gefallen hat, dass die beiden Schwächeren helfen und auch mal den richtigen Leuten einen Denkzettel verpassen. Aber natürlich treten sie auch – gerade bei ihren Hex- und Spukübungen – gerne mal in Fettnäpfchen, bei denen man sich ordentlich vor Lachen verkringeln kann.
Viele bunte, oft große, und schöne Illustrationen runden das positive Leseerlebnis ab. Ich fand auch schön, dass es ein Doppelband war, so konnte man gleich noch eine zweite Geschichte lesen. Ich bin auch schon gespannt auf den nächsten Teil. Da mir trotzdem noch etwas richtig außergewöhnliches für ein Top-Kinderbuch gefehlt hat, bleibe ich bei sehr guten vier Sternen und empfehle das Buch auch gerne weiter.

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Wunderschöner Liebesroman

Perfectly Broken von Sarah Stankewitz

„Perfectly Broken“ ist ein wunderschöner Liebesroman, der mich von der ersten Seite an gefesselt hat. Ich hatte das Buch im Nu durchgelesen, weil ich einfach nicht aufhören konnte. Deswegen gibt es eine klare Weiterempfehlung und fünf Sterne dafür von mir.
Brooklyn hat ihre große Liebe verloren und versucht nun einen Neuanfang in einer anderen Stadt.

Dafür nimmt sie auch eine Wohnung in Kauf, in der eine Tür im Schlafzimmer in die Nachbarwohnung führt (natürlich verschlossen). Da die Wände dünn sind bekommt sie bald so einiges von ihrem Nachbarn Chase mit und schließlich beginnen die beiden auch durch die Wand miteinander zu reden.
Das Buch wird abwechselnd aus der Sicht von Brooke und Chase erzählt, was ich sehr bereichernd fand. Für die Geschichte war es wichtig, auch die Gefühle und Gedanken von Chase zu kennen. Beide Charaktere haben mir auch sehr gut gefallen und waren mir von Anfang an sympathisch. Der Schreibstil war super angenehm, deswegen konnte man das Buch auch so schnell durchlesen. Was mir auch gefallen hat, waren die häufigen kleinen Andeutungen auf andere Bücher, Filme und Serien, die immer wieder auftauchen.
Diese Liebesgeschichte wird zu einem Großteil durch Trauer bestimmt und bekommt deswegen sehr viel Tiefe. Aber man spürt auch von Anfang an die Magie von Hoffnung und neuer Liebe und hofft einfach, dass sie durchkommt. Die Beziehung von Brooke und Chase ist wirklich etwas Besonderes und das wird auch gut rübergebracht. Dass die beiden am Anfang nur durch geschlossene Wände kommunizieren, hebt diese Geschichte von anderen Liebesromanen ab.
Es hat mir einfach sehr viel Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen, und gleichzeitig hat mich die Geschichte sehr berührt.

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Interessantes Schicksal

Die Malerin des Nordlichts von Lena Johannson

„Die Malerin des Nordlichts“ ist ein tolles Buch über eine Frau, die mir bis dahin gänzlich unbekannt war: Signe Munch. Signe ist eine Verwandte vom großen Maler Edvard Munch, den sie Onkel nennt, obwohl der Verwandtschaftsgrad etwas weiter gefasst ist. Sie selbst liebt ebenfalls die Malerei. Nachdem sie diese zugunsten einer unglücklichen Ehe aufgegeben hat, kommt ihr Talent erst wieder nach ihrer Scheidung ans Licht.

Als sie Einar trifft, lernt sie neben der Kunst nun auch endlich die Liebe kennen, steht aber auch bald vor einer großen Gewissensentscheidung.
Ich muss zugeben, dass ich etwas gebraucht habe, um in das Buch und die Atmosphäre hineinzukommen, aber dann hat mich das Geschehen komplett gefangen genommen und ich konnte gar nicht schnell genug lesen, wie es mit Signe und Einar weitergeht. Was ich bemerkenswert beim Schreibstil fand (der mich auch sonst überzeugt hat), ist, wie eindrucksvoll due Autorin es schafft, die Kunst, die Bilder und Gemälde auch mit Worten lebendig werden zu lassen. Das ist nicht einfach und deswegen umso bemerkenswerter. Auch die Landschaften von Norwegen werden in schönen Farben beschrieben.
Signe mochte ich als Charakter direkt, weil sie gar nicht weiß, wie stark sie sein kann. In der damaligen Zeit als geschiedene Frau zu leben, muss sicher nicht einfach gewesen sein. Ich finde, sie ist sehr mutig, auch wenn sie ein paar Charakterzüge hat, die ich nicht so toll fand. Aber sie ist nun mal, wie sie ist. Das Buch wird durch interessante uns spannende Nebencharaktere ergänzt.
Wegen der kleinen Anfangsschwierigkeiten, gebe ich dem Buch vier Sterne. Aber alles in allem ist dieser Roman trotzdem toll und erzählt ein interessantes Schicksal, das jeder mal gelesen haben sollte.

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Erwartungen übertroffen

Der Sprung von Simone Lappert

„Der Sprung“ von Simone Lappert hat meine Erwartungen an das Buch deutlich übertroffen. Ich hätte nicht gedacht, dass mich der Roman so fesselt. Die Ereignisse von den Menschen, die hier miteinander verknüpft werden, sind spannend und emotional erzählt, ganz eigen und hochinteressant. Das gibt auf jeden Fall 5 Sterne von mir.

Das Buch handelt von elf Personen, von denen nach und nach berichtet wird. Eines haben sie gemeinsam: Sie stehen irgendwie in Verbindung mit dem Ereignis, das ganz Thalbach für einen Tag und eine Nacht in Atem hält. Eine junge Frau steht auf einem Dach und will nicht mehr herunterkommen.
Die elf Charaktere sind komplett unterschiedlich: ein Polizist, ein Modeschöpfer, ein Fahrradkurier, um nur einige Beispiele zu nennen. Alle auch in unterschiedlichem Alter, in unterschiedlichen Beziehungen, in unterschiedlichen Lebenssituationen. Diese Mischung fand ich hochspannend. Jede Geschichte ist ein Unikat. Da sie nur nach und nach erzählt wird, muss man einfach weiterblättern, bis dieser Strang wieder aufgenommen wird. Durch die große Geschichte mit der Frau auf dem Dach wird alles zusammengehalten und natürlich zusätzlich noch einmal Spannung in das Buch gebracht. Springt sie, oder springt sie nicht?
Der Schreibstil hat mir ebenfalls sehr gut gefallen. Die Geschichte wird einfach in einem guten Erzählton wiedergegeben und so fiel es mir schwer, das Buch aus der Hand zu legen.
Einziger kleiner Kritikpunkt: Ich würde zwar keinen Charakter missen wollen, aber es wahren doch ganz schön viele, einige auch mit ähnlichen Namen. Da musste man schon zum Beginn der jeweiligen Kapitel immer kurz überlegen, wer war das jetzt noch und was war seine Vorgeschichte. Aber nach einer halben Seite hat sich das bei mir immer gelegt.
Deswegen bleibe ich trotzdem bei der Höchstwertung, weil mich dieses Buch einfach so positiv beeindruckt hat. Sollte man auf jeden Fall lesen!

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