Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Lealein1906:
Rational oder Emotional?
„Falling Skye“ ist ein richtig tolles Buch über eine Dystopie in gar nicht mal so weiter Zukunft. Die superspannende Geschichte zieht vom ersten Moment an in den Bann und lässt einen nicht mehr los. Klare fünf Sterne und den nächsten Band kann ich gar nicht abwarten.
Die USA haben sich zu den „Gläsernen Nationen“ entwickelt, einem Staat ohne Diskriminierung und Ungerechtigkeit.
Dazu werden die Menschen in „R“s, Rationale, und „E“s, Emotionale aufgeteilt. Den Rationalen ist ein rascher Aufstieg in der Gesellschaft garantiert, während die Emotionalen nur bestimmte Jobs wahrnehmen sollen. Skye kämpft ihr ganzes Leben darum, eine Rationale zu sein, hat ihren Lebensweg klar vor Augen. Doch als sie zu ihren Testungen einberufen wird, ergeben sich auf einmal viele Fragen, vor allem weil die Prüfungen ziemlich verstörend sind und auf einmal auch ganz andere Dinge gefragt sind. Einige Mädchen verschwinden spurlos, außerdem ist da dieser mysteriöse Testleiter, der immer wieder auftaucht. Am Ende beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit und Skye muss erkennen, wem sie wirklich vertrauen kann.
Ich war von der ersten Sekunde an wie gefesselt von diesem Buch und habe es kaum aus der Hand gelegt. Das liegt zum einen am gut konstruierten Hauptcharakter Skye. Ich konnte mich sofort mit ihr identifizieren und finde, dass sie eine tolle Hauptperson ist. Zum anderen liegt es daran, dass die Geschichte mit jeder Seite spannender wird, weil ein neues Puzzleteil auftaucht, das aber weitere Fragen aufwirft. Dieser Spannungsbogen ist sehr gut konstruiert und hält einen ständig am Lesen. Auch das Auftauchen eines zweiten Ich-Erzählers, dessen Identität nicht ganz so schnell geklärt wird, bringt noch einen Spannungsmoment.
Der Schreibstil war sehr angenehm zu lesen, sodass man richtig durch die Seiten fliegen kann. Die Welt der „Gläsernen Nationen“ ist sehr gut entwickelt, nach und nach (aber genau zum richtigen Zeitpunkt) wird alles genau erklärt. Sehr interessant fand ich auch die ganzen Tests (von sowas lese ich einfach immer gerne).
Ich kann dieses Buch nur herzlich weiterempfehlen.
Saisonale Rezepte mit WW-Extra
WW - Genial saisonal! von WW
Fazit: „Genial saisonal!“ gefällt mir als Kochbuch ganz gut, hat mich doch nicht ganz so überzeugt. Irgendwie bin ich einfach nicht an so vielen Rezepten hängengeblieben, wie bei anderen Kochbüchern. Trotzdem gibt es da einige tolle Rezepte, die ich gerne ausprobieren will, bzw. auch schon ausprobiert habe.
Lecker, lecker. Und es ist toll, sich ein bisschen in das WW-Konzept einarbeiten zu können, wenn man das möchte. Wer will, kann natürlich auch einfach nur die Rezepte ausprobieren.
Das Konzept: Man muss natürlich sagen, dass man hier nur an der Oberfläche kratzen kann, um das Konzept richtig zu nutzen, muss man sich bei WW anmelden, seinen Punktebedarf ausrechnen lassen, etc. Trotzdem kriegt man eine Vorstellung davon, wie das Konzept funktioniert und kann seinen Essensplan ein wenig dahingehend ausrechnen. Es gibt drei Pläne, den grünen, den blauen und den lilanen. Bei Grün darf man zum Beispiel so viel Obst und Gemüse essen wie man will und bekommt dafür mindestens (das müsste man sich eigentlich ausrechnen lassen) 30 SmartPoints, also Punkte, die man an anderen Lebensmitteln essen darf. Bei Lila darf man neben Obst und Gemüse auch Eiweiß- und Vollkornprodukte unbegrenzt essen, hat aber nur einen Tagesbedarf von mindestens 16 SmartPoints. Das Gute: Bei den Gerichten im Buch stehen die passenden Zahlen direkt daneben. Das bietet eine gute Orientierung.
Die Rezepte: Aufgeteilt ist das Buch (logischerweise) in Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Ich finde es gut, dass hier die einheimischen saisonalen Produkte hervorgehoben werden. Manche Sachen sind aber schon speziell, wo ich schon überlege, kaufe ich mir das jetzt unbedingt oder nicht. Die Rezepte gehen von leicht bis anspruchsvoll, von ganz wenigen bis zu ganz vielen Zutaten. Ich habe zum Beispiel schon das „Cornflakeshähnchen mit (bei mir nicht allzu) scharfer BBQ-Sauce“ ausprobiert, das war wirklich lecker. Die Rezepte sind gut verständlich. Bei jedem Kapitel gibt es auch Vorspeisen, Salate und Nachspeisen. Die Abwechslung ist auf jeden Fall gegeben.
Ungewöhnliches Abenteuer
Internat der bösen Tiere, Band 1 - Die Prüfung von Gina Mayer
„Das Internat der bösen Tiere“ ist ein tolles Kinderbuch, das einen von der ersten Seite an fesselt und viel zu schnell vorbei geht. Dafür gibt es auf jeden Fall 5 Sterne.
In Noels Leben geht gerade so einiges schief. Dass dazu auf einmal verschiedene Tiere anfangen mit ihm zu kommunizieren und ein Bär ihn umbringen will, macht die Sache nicht besser.
So landet er schließlich auf einem Schiff, das ihn zu den geheimnisvollen Inseln bringt, und da beginnt das Abenteuer erst.
Ich mochte die Geschichte von Anfang an. Noel ist sehr sympathisch, auch wenn er manchmal komische Entscheidungen trifft. Toll finde ich, dass hier viele Tiere eine Hauptrolle spielen, die sonst in Büchern nur selten beachtet werden. Das Buch ist von Anfang an spannend und man kann fast gar nicht mehr aufhören zu lesen, weil man einfach wissen will, wie es weitergeht. Auf der Insel kommt dann noch eine Prüfung hinzu, sowas lese ich sowieso immer gerne. Nicht nur die Zukunft ist spannend, auch Noels Vergangenheit spielt eine große Rolle.
Der Schreibstil ist sehr angenehm und super der Zielgruppe angepasst. Kleine gelungene Illustrationen lockern das ganze Buch noch zusätzlich auf, die Kapitel sind nicht zu lang. Die Fantasiewelt die auf diesen Inseln erschaffen wurden, wird wunderbar beschrieben und man würde sie am liebsten selbst entdecken. Und vor allem gibt es da auch noch viel mehr zu entdecken, als im ersten Teil preis gegeben wurde, bin ich mir ganz sicher.
Die Geschichte ging einfach viel zu schnell um und man weiß, dass das eigentliche Abenteuer jetzt erst losgeht. Ich hätte den nächsten Teil gerne direkt schon weitergelesen. Da kann ich kaum drauf warten.
Drei spannende Frauengeschichten
Die Frauen vom Alexanderplatz von Elke Schneefuß
„Die Frauen vom Alexanderplatz“ ist ein toller Roman über die Nachkriegszeit des ersten Weltkriegs, der von drei spannenden Frauengeschichten erzählt. Für den unterhaltsamen, etwas düsteren (der Zeit geschuldet), interessanten Roman gebe ich fünf Sterne.
Es ist das Jahr 1918 und wir befinden uns in Berlin.
Dort herrscht gerade die Novemberrevolution. Schneiderstochter Vera trifft dort auf den Matrosen Benno und die beiden verlieben sich ineinander. Doch Benno hat ohne es zu wissen ein Kind mit seiner Jugendliebe Fritzi, die sich prompt auf den Weg macht, um ihn zu suchen. Hanna war als Krankenschwester mit an der Front und kommt jetzt nach Berlin zurück. Ihre Eltern wollen sie verheiraten, aber Hanna will lieber bei ihrer Freundin Cora sein und Ärztin werden.
Alle drei Geschichten haben ihren eigenen Charme, ihre eigene Spannung, ihre eigenen Höhen und Tiefen. Die drei Frauen schließt man eigentlich direkt ins Herz und hofft, dass jede ihr eigenes Glück findet. Mit den Männerfiguren muss man sich hingegen oft erstmal anfreunden, aber das liegt oft auch an ihrer Kriegsvergangenheit. Das durchzumachen kann nicht einfach sein und hinterlässt auf jeden Fall Spuren, die man oft nicht verstecken kann.
Ein kleiner Kritikpunkt ist, dass die Kapitel doch recht lang sind. Insgesamt gibt es auf über 400 Seiten nur acht. Da muss man sich selbst Ausstiegsstellen suchen, wenn man mal eine Pause braucht. Die Abschnitte der verschiedenen Charaktere werden stets durch drei Sternchen abgesetzt. Dort gibt es oft Wechsel, sodass die Geschichte gut aufgelockert wird. Der Schreibstil war sehr gut zu lesen, genau, wie es sein soll. Ich fand den Roman historisch sehr gut aufbereitet und recherchiert, er ist an vielen Stellen schön detailgetreu und man kann sich gut in die damalige, wenn auch düstere Zeit, hineinversetzen.
Absolut begeistert
Das Haus der Frauen von Laëtitia Colombani
„Das Haus der Frauen“ ist ein wirklich wunderbarer Roman, der mich von der ersten Seite an gefesselt und nicht mehr losgelassen hat. Dafür kann es nur fünf Sterne geben und ich muss unbedingt auch noch das erste Buch von Laetitia Colombani lesen.
Solene ist eigentlich eine erfolgreiche Anwältin, aber nach einem schrecklichen Erlebnis hat sie einen Zusammenbruch und stellt nun auf einmal ihr ganzes Leben in Frage.
Da wird sie dazu aufgemuntert sich sozial zu engagieren und landet schließlich als Schreiberin in einem Frauenhaus in Paris. Anfänglich kann sie damit gar nicht umgehen, aber dann geben die Schicksale der Frauen ihr nach und nach eine ungeahnte Kraft. Außerdem gibt es noch einen zweiten Erzählstrang, in dem über das Leben von der Begründerin des Frauenhauses, Blanche Peyron, berichtet wird.
Beide Geschichten sind absolut klasse. Ich fand es sowohl toll, Solenes Entwicklung mitzuverfolgen, als auch in den historischen Rückblick auf das Leben von Blanche abzutauchen. Beide Stränge werden sehr persönlich und mitreißend erzählt, man hat immer das Gefühl, direkt mit dabei zu sein. Der Schreibstil ist sowieso fantastisch. Locker und leicht, aber doch auch tiefgehend und ernst, etwas verkünstelt, aber super zu lesen. Das ist wirklich etwas Besonderes.
Die Charaktere sind wunderbar gestaltet, mit Ecken und Kanten und viele Fehlern, absolut menschlich. Besonders die Frauen im Haus sind natürlich ganz eigen. Nach und nach lernt man von vielen die Geschichte kennen und lernt sie so zu verstehen, wie sie sind. Auch Solene muss das erkennen.
Ich bin absolut begeistert von dem Buch und kann es nur herzlich weiterempfehlen. Von der ersten bis zur letzten Seite einfach nur grandios.
Irland und die Liebe
Das Haus der Frauen von Laëtitia Colombani
„Unsere Liebe für immer“ ist eine wunderschöne Liebesgeschichte, die mir sehr gut gefallen hat. Die tolle Kulisse von Irland tut dazu ihr Übriges. Ein paar kleine Kritikpunkte gibt es, deswegen vergebe ich vier Sterne.
Kate geht ein Jahr nach Irland um zu forschen, Hals über Kopf verliebt sie sich in Irland und Ozzie.
Kurze Zeit später heiraten sie auch direkt. Doch Ozzie hat mit Geistern seiner Vergangenheit zu kämpfen und so schnell wie die beiden geheiratet haben, so schnell ist es auf einmal auch wieder vorbei. Ob die beiden doch nochmal zueinander finden, vor allem als Kate eine schrecklichen Nachricht bekommt?
Ganz toll fand ich die Beschreibungen von Irland und der Forschung, die Kate über die Inseln betreibt. Das hat man einfach alles sofort bildlich vor Augen, das ist große Erzählkunst. Auch die Geschichte an sich hat mich gefesselt, man will einfach wissen, wie es mit Kate und Ozzie weitergeht, man weiß ja durch den Klappentext auch schon recht viel und ist auf einige Geschehnisse vorbereitet. Vielleicht hätte man dort gar nicht ganz so viel vorweg nehmen müssen.
Mit Kate konnte ich mich so halb halb identifizieren. Sie ist eine tolle Frau, das steht außer Frage und ich finde es toll, wie sie sich total in Sachen, die sie mag, vergraben kann. Andererseits ist sie sehr sprunghaft und manchmal habe ich ihr Verhalten nicht nachvollziehen können. Aber trotzdem ist sie ein toller Charakter. Ozzie bleibt eigentlich bis zum Ende geheimnisvoll, weil man ihn immer nur durch Kates Augen wahrnimmt. Gerne hätte ich auch mal hinter seine Seele geschaut, das wäre auch sehr interessant gewesen.
Der Schreibstil ist eigentlich gut und locker, perfekt für einen Liebesroman, bei dem man nur so durch die Seiten fliegen kann. An ein paar Stellen bin ich aber doch ins Stocken geraten. Kann sein, dass da die Übersetzung einfach ein bisschen gehakt hat.
Trotzdem insgesamt ein wirklich tolles Buch, das ich gerne bald wieder lese.
Interessante Ansichten
Eine fast perfekte Welt von Agus Milena
"Eine fast perfekte Welt" erzählt von drei Generationen einer Familie aus Sardinien, die sich auch in die Welt raus wagen. Das Buch ist gut, keine Frage, aber leider ist bei mir nicht ganz so viel hängen geblieben, es hat mich nicht ganz so mitgerissen. Deswegen gebe ich drei Sterne.
Das Buch beginnt mit Ester, die auf ihren Verlobten wartet und schließlich mit ihm nach Genua geht.
Da kommt die Sehnsucht nach Sardinien auf. Als sie dann jedoch wieder mit Tochter Felicita auf die Insel zurückkehren, wird diese Sehnsucht nicht gestellt. Mit Felicita geht es weiter, die ungeplant schwanger wird, aber damit gut zu Recht kommt. Gregorio, ihr Sohn, wird schließlich Pianist und wandert nach New York aus.
Die Geschichte bringt gut die Sehnsüchte und Leben der Menschen herüber und beschreibt auch gut Italien zu der damaligen Zeit. Die Zeitübergänge zwischen den verschiedenen Generationen gehen fließend, da stört man sich überhaupt nicht dran, sondern fließt einfach mit.
Das Buch hat zwar die drei Hauptfiguren, erzählt aber auch aus der Sicht von vielen anderen Charakteren. Das macht die Geschichte sehr unterhaltsam und erlaubt viele andere kleine Geschichten und Perspektiven. Die Charaktere fand ich gut gestaltet, sie haben alle ihre Eigenheiten und sind nah am Leben.
Der Schreibstil hat mir gut gefallen, das Buch kann man schnell lesen. Jetzt ist es aber schon ein bisschen her und ich muss ehrlich sagen, ich habe den Großteil der Geschichte nicht mehr vor Augen. Irgendein wirklich fesselndes Element hat mir gefehlt. Trotzdem würde ich das Buch für Literatur-Leser weiterempfehlen.
Lecker essen mit Plan
WW - 100 Top Rezepte von Agus Milena
Fazit: „100 Top Rezepte“ von WW finde ich ein geniales Kochbuch, weil einfach so viele leckere Rezepte dabei sind. Ich wusste am Anfang gar nicht, wo ich anfangen sollte, weil ein Rezepte leckerer als das andere kling. Und es ist toll, sich ein bisschen in das WW-Konzept einarbeiten zu können, wenn man das möchte.
Wer will, kann natürlich auch einfach nur die Rezepte ausprobieren. Für dieses Kochbuch gibt es ganz klar 5 Sterne von mir.
Das Konzept: Man muss natürlich sagen, dass man hier nur an der Oberfläche kratzen kann, um das Konzept richtig zu nutzen, muss man sich bei WW anmelden, seinen Punktebedarf ausrechnen lassen, etc. Trotzdem kriegt man eine Vorstellung davon, wie das Konzept funktioniert und kann seinen Essensplan ein wenig dahingehend ausrechnen. Es gibt drei Pläne, den grünen, den blauen und den lilanen. Bei Grün darf man zum Beispiel so viel Obst und Gemüse essen wie man will und bekommt dafür mindestens (das müsste man sich eigentlich ausrechnen lassen) 30 SmartPoints, also Punkte, die man an anderen Lebensmitteln essen darf. Bei Lila darf man neben Obst und Gemüse auch Eiweiß- und Vollkornprodukte unbegrenzt essen, hat aber nur einen Tagesbedarf von mindestens 16 SmartPoints. Das Gute: Bei den Gerichten im Buch stehen die passenden Zahlen direkt daneben. Das bietet eine gute Orientierung.
Die Rezepte: Das Buch teilt sich in verschiedene Kapitel wie Erfolgsrezepte, One Pot, Pasta Basta, Veggie, Snacks oder Süße Vielfalt auf. Die Rezepte sind leicht verständlich, reichen von guter Hausmannsküche bis zu exotischen Gerichten. Es gibt einfache Gerichte wie Sandwiches, aber auch anspruchsvollere. Ich habe zum Beispiel schon die Spätzle-Gemüse-Tortilla mit Schinken oder die Chili con Carne Lasagne mit Sour Cream ausprobiert. Das war richtig fantastisch, Gerichte mal neu interpretiert und einfach nur ober lecker. Ich kann das Buch nur herzlich weiterempfehlen, ich war absolut begeistert.
Für Dinofans ein Muss
Ausgestorben - Das Buch der verschwundenen Tiere von Katarzyna Gladysz; Joanna Wajs
„Ausgestoben – Das Buch der verschwundenen Tiere“ hat mich schon direkt vom Cover her angesprochen. Und der Inhalt ist zum Glück genauso toll. Das Buch ist nicht nur schön gestaltet, sondern auch super lehrreich. Mit diesem Wissen können auch Erwachsene glänzen. Auf jeden Fall vergebe ich für dieses Buch 5 Sterne.
Das Buch beginnt bei den ersten größeren Wesen, Amphibien und Reptilien, auf der Erde und kommt dann schnell zu den Dinos. Die werden entweder in großen Schaubildern mit Nummern, oder in Bilderkästchen mit Text nebenan vorgestellt. Ich gebe ehrlich zu, von den meisten Namen habe ich noch nie in meinem Leben gehört und aussprechen ist bei vielen auch schwierig – aber lustig, es zu probieren, vor allem beim Vorlesen. Die Erklärtexte sind kurz, sodass auch Kinder sie recht einfach verstehen können, aber trotzdem sehr informativ und interessant.
Am meisten gefallen hat mir die Parade der Giganten hier sind der Mensch, normale Tiere, aber dann eben auch Dinos im Wasser und am Land in Relation abgebildet. Unfassbar einfach, wie groß so ein Blauwal ist. Das kriegt man zwar oft gesagt, aber richtig vorstellen kann man es sich ja oft nicht. An diesem Bild bin ich am längsten hängengeblieben.
Weiter geht es dann auch in die Steinzeit mit Mammuts, Riesenvögeln und Säbelzahntigern und dann immer weiter auch mit Gattungen, die erst vor kurzem ausgestorben oder jetzt bedroht sind. Die Illustrationen sind wirklich toll detailreich und wechseln sich im Stil mit den großen und den kleinen Bildern ab, sodass es nicht zu eintönig wird. Ich finde das Buch einfach klasse und für Dinosaurierfans ist es auf jeden Fall ein Muss.
Eine schlesische Familie
Ausgestorben - Das Buch der verschwundenen Tiere von Katarzyna Gladysz; Joanna Wajs
"Heimat ist ein Sehnsuchtsort" ist ein sehr guter historischer Roman über die schlesische Familie Sadler während die Nationalsozialisten an die Macht kommen. Die geschichtlichen Ereignisse sind auf eine interessante Weise mit dem Schicksal einer sympathischen Familie. Dafür vergebe ich gerne 5 Sterne.
Laurenz wollte eigentlich Musiker werden, aber nach dem seine beiden Brüder sterben, muss er den Familienhof übernehmen. Dazu bringt er seine Frau Annemarie mit nach Schlesien. Ihre älteste Tochter Kathi wächst zu einem wissbegierigen jungen Mädchen heran. Ihre Schwester Franziska kommt mit einer chronischen Krankheit zur Welt. Annemarie jedoch hat ein Geheimnis, das schließlich die ganze Familie in Gefahr bringt.
Die Geschichte ist vor allem sehr schön erzählt. Der Schreibstil hat eine Leichtigkeit, ist aber trotzdem ernst, wie das Thema es von ihm verlangt. Das ist sehr gut umgesetzt. Was die Geschichte auch trägt sind die liebevollen Charaktere der Familie Stadler. Vor allem Kathi hatte ich sofort gerne und fiebere mit ihr mit. In ihrer kindlichen Art hinterfrägt sie alles und das völlig zu Recht. Da hätte sich so manch Erwachsener mal eine Scheibe abschneiden können, statt blind dem Nationalsozialismus zu verfallen.
Spannung bringt diese historische Zeit ja sowieso schon mit, aber auch Annemaries Geheimnis sorgt dafür, dass man nicht aufhören will zu lesen. Denn das wird wirklich gut gehütet, zwischendurch vergisst man sogar, dass es das überhaupt gibt.
Ich freue mich schon darauf, wie es weitergeht. Eine Leseempfehlung gibt es von mir auf jeden Fall. Fünf Sterne habe ich nur nicht gegeben, weil es doch noch ein paar historische Romane gibt, die noch ein Stück fesselnder sind.








