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Rezensionen von Christina P.:

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Der Kampf gegen die Neverseen beginnt

Keeper of the Lost Cities - Das Tor (Keeper of the Lost Cities 5) von Shannon Messenger

Für Sophie und ihre Freunde der Geheimorganisation Black Swan wird immer deutlicher, dass die Rebellengruppe Neverseen eine ernstzunehmende Bedrohung für das Leben sämtlicher Völker ist, die es dringend aufzuhalten gilt. Da die Neverseen mittlerweile immer skrupelloser vorgehen, um ihre Pläne, Fintans Visionen, zu verwirklichen, müssen auch Sophie und ihre Verbündeten alle Möglichkeiten nutzen, um die Rebellen aufzuhalten.

„Manchmal muss alles erst schlimmer werden, bevor es wieder besser wird.“ (Keefe, S. 35)

Ein äusserst spannender fünfter Band, die Handlung zieht stark an und wird immer komplexer, die Feinde immer skrupelloser. Wobei der Fokus diesmal stark auf dem Kampf gegen Neverseen liegt. Mit diesem Band kommen mehrere, teils neue Charaktere zum tragen, die gekonnt miteinander interagieren. Persönliche Geheimnisse und Hintergründe werden gelüftet, tragende Schicksale ins Spiel geworfen. Insbesondere Keefe, der sich bereits im letzten Band zu einem dramatischen Schritt entschlossen hat, trägt wesentlich im Kampf gegen die Neverseen bei - mein persönlicher Held dieser Folge. Einige weitere Rätsel werden gelöst oder tragen als Cliffhanger dazu bei, weiterhin am Ball bleiben zu wollen.
Neben all der Spannung und den vielen Geheimnissen bremste lediglich die Eigenart der Autorin meinen Lesespaß aus, unnötige Klischees und Fäkalhumor in die Serie einzubauen, während die Teens eine befremdliche Abneigung gegen menschliche bzw. elfische Nähe zu haben scheinen. Schade, ohne diese Punkte wäre die Serie ein uneingeschränktes Lesehighlight, so kann ich den Band nur mit 4/5 Punkten werten.

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Der Kampf gegen die Neverseen beginnt
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Das Leben, der Tod und die Zeit danach

Das unglaubliche Leben des Wallace Price von T. J. Klune

Im einen Moment ist Wallace Price noch ein misanthroper Anwalt, im nächsten Moment - tot. Oder auch nicht, jedenfalls nicht so ganz. Denn eine Frau, die seinen Geist trotz seines Ablebens sehen kann, bringt ihn in eine Teestube - ein Teestube? - in welcher Wallace auf aussergewöhnliche Charaktere trifft.

Und einige davon sind ebenfalls tot, naja, so halbwegs, denn eigentlich ist dies nur ein Zwischenstadium zum wirklichen Jenseits. Hier bekommen einige nochmal die Chance, mit sich selbst oder anderen Personen ins Reine zu kommen, was Wallace dringend nötig hat - auch, wenn er das ganz anders sieht. Ist doch nicht seine Schuld, wenn kaum jemand ihn mag, oder etwa doch?
Das Buch behandelt den Tod sowie ein etwaiges Daseinsstadium im Anschluss auf fantastische ebenso wie emotionale Weise. Wallace bekommt die Chance, sein Leben zu reflektieren und von den anderen Bewohnern manch verborgende Seiten seines Charakters aufgezeigt. Aufgelockert wird das Thema durch einige recht amüsante Szenen, welche mir stellenweise fast schon zu albern wirkten. Ebenso kommen einige weitere Charaktere zu Wort, welche mal mehr, mal minder mit dem eigenen Tod oder dem eines geliebten Menschen zurecht kommen. Die Bewohner der Teestube sind recht unterschiedlich gezeichnete Charaktere, welche man beim Lesen lieb gewinnen kann, wenn man mag. Einzig Hugo, den Betreiber der Teestube, empfand ich als etwas blass, dafür sorgte er mit seinen Teezeremonien für eine einzigartige Atmosphäre sowohl für die lebendigen Gäste als auch für die Verstorbenen.
Eindeutig gefiel mir beim Lesen die liebevolle Herangehensweise an den Tod, welche dem Thema gekonnt den Schrecken des Verlustes nimmt. Ebenso wird im Roman die Gleichheit der Menschen, unabhängig von Geschlecht und Hautfarbe, äusserst angenehm dargestellt und einfach als Selbstverständlichkeit angenommen statt derlei Themen extra zu betonen. Einige Längen sowie der bereits genannte, manchmal überzogene Humor, nahmen mir ein wenig den Lesespaß, ansonsten kann ich den Schreibstil nur loben.
Ein mal ruhiges, mal bewegendes Buch, welches zum Lachen ebenso anregt wie zum Nachdenken.

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Einhörner mal anders

Skandar und der Zorn der Einhörner von A. F. Steadman

Endlich gibt es ein Buch, in dem Einhörner völlig unverkitscht dargestellt werden. Hier haben sie sogar Flügel und jedes Kind träumt davon, mit 13 zu einem Elementar-Reiter auserwählt zu werden mit eigenem Einhorn und der ihnen zugehörigen Magie (Wasser, Feuer, Erde oder Luft). Diese Reiter liefern sich dann waghalsige Rennen und werden als berühmte Heldinnen und Helden gefeiert.

Über Umwege kommt Skandar unerwartet auch zu einem Einhorn, darf dabei sein, wenn das Tier schlüpft, um sich mit ihm magisch zu verbinden. Das Problem ist nur: Skandar und sein Einhorn tragen das verbotene 5. Element! Ein Element, welches als böse gilt. Doch ist es dies wirklich? Nur, weil ein mysteriöser Reiter, der mit blutrünstigen wilden Einhörnern kürzlich den Gewinner des Rennens entführt hat, genau dieses magische Zeichen trug?
Das Buch ist wirklich megaspannend! Die Einhörner sind hier grob, wild und Fleischfresser, die reinsten Raubtiere, aber dennoch wachsen sie mit ihren jungen Reiterinnen und Reitern zu magischen Teams zusammen. Skandar, der sich auf der Insel der Einhörner neue Freunde erhofft, findet sich mit anderen Jugendlichen zu einem Team zusammen, das an ihn und sein Einhorn glaubt statt an irgendwelche Geschichten über ein böses Element. Entsprechend entwickeln die Kinder eine gelungene Gruppendynamik, Skandars Geheimnis zu verbergen. Und nebenbei machen sie es sich zum Ziel, das Geheimnis um den mysteriösen Reiter und dessen Pläne zu lüften, welche nach und nach weitere Opfer fordern.
Ein äusserst gelungenes Abenteuer von der ersten bis zu letzten Seite, in welchem neben der Magie und den faszinierenden Einhörnern die Themen Mut und Freundschaft mindestens ebenso begeistern. Das Buch ist in sich abgeschlossen, bietet allerdings genügend Potential für weitere spannende Abenteuer rund um Skandar und seine Freunde.

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Finaler Kampf um Mistle End

Die Chroniken von Mistle End 3: Der Untergang droht von Benedict Mirow

Der dritte Band der Trilogie rund um den Kampf um Mistle End hat es gewaltig in sich. Nachdem der junge Druide Cedrik in einer Vision sah, wie sein früherer Freund und Druide Crutch auf einem Drachen reitend und mit einer Totenarmee im Rücken Mistle End angreift, versuchen Cedrik und seine Freunde nun, die Insel der Druiden zu erreichen, um sich von ihnen Hilfe zu erbitten.

Zuvor will er seine Mutter besuchen, eine Baumnymphe, welche von ihrem göttlichen Vater in einen Baum verbannt wurde. Natürlich läuft nichts wie geplant und die Ereignisse überschlagen sich schneller als erwartet.
Spannung pur von der ersten bis zur letzten Seite - so und nicht anders würde ich diesen Band beschreiben. Cedrik und seinen Freunden werden unzählige Hindernisse in den Weg gelegt und sie lernen neue magische Wesen kennen, von denen ihnen längst nicht alle wohlgesonnen sind. Sehr gefallen hat mir diesmal das Adlerweibchen Skye, welche mit Cedrik seelenverbunden ist und einige recht beeindruckende Szenen hat. Zudem bekommt Cedrik von fast allen Seiten Druck, er solle seinen Gegner, den jungen Druiden Crutch, besiegen und töten - ein Plan, der Cedrik missfällt, da er niemanden töten will. Was ihn mir umso sympathischer machte und zugleich die Spannung erhöhte, wie er den Feind wohl besiegen will, ohne diesem das Leben zu nehmen. Neben all der Spannung und den lustigen Momenten im Roman mit die wichtigste Botschaft, dass Gewalt nicht immer die finale Lösung sein muss. Eine Botschaft, welche der Autor äusserst fantastisch verpackt hat.
Ein sehr genialer Anschluss der Trilogie, welcher mich darin bestärkt, auch die weiteren Abenteuer rund um Druide Cedrik zu verfolgen in der bald erscheinenden Reihe „Der Druide von Mistle End“. Ich freu mich bereits auf ein magisches Wiedersehen.

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Jugendthriller mit etwas Mystery

Ancora von Colin Hadler

Ancora - ein von der Aussenwelt abgeschotteter Ort. Hier wollen Romy und ihre Freunde den Sommer verbringen, ohne Strom und Technik, wie in früheren Zeiten. Dass den Ort ein Geheimnis umgibt verdrängt Romy zunächst - bis sie auffällige Parallelen zu einem Gedicht ihrer Mutter feststellt, welches ein tödliches Ende prophezeit.

Gibt es einen Zusammenhang mit diesem mysteriösen Chemieunfall, der angeblich mal in dieser Gegend stattgefunden haben soll?
Ein Lob an den Autor, er weiß, wie man Spannung generiert und langsam Zweifel streut, ob man selbst den eigenen Freunden noch vertrauen kann oder nicht. Der Ort Ancora und die Geschehnisse werden nach und nach immer rätselhafter, entsprechend steigt die Spannung, was sich dahinter verbirgt und wer mit gefälschten Karten spielt. Etwas enttäuscht hat mich diesmal Romys nicht immer nachvollziehbare Begeisterung für den Initiationsritus des Ortes, ebenso fielen ihre Gedichte dafür, dass sie so begeistert und seit langem schreibt, doch recht fade aus. Und auch einige andere Personen waren mir in ihrer Handlungsweise etwas zu schräg drauf. Diese Kritikpunkte konnte der atmosphärische und spannende Schreibstil zum Glück ausreichend ausgleichen, so dass mir das Buch letztendlich viel Spaß gemacht hat.

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Die Königin ist tot - es lebe die Königin?

A Song of Wraiths and Ruin. Die Spiele von Solstasia von Roseanne A. Brown

Die Königin Zirans hat sich einst sämtliche Reiche von Sonande zu Untertan gemacht und regiert diese nun aus dem stark abgesicherten, prunkvollen Ziran. Alle 50 Jahre, wenn ein bestimmter Komet den Himmel streift, finden hier Wettspiele statt zu Ehren der sieben Götter, um zu entscheiden, unter wessen göttlichem Einfluss die kommenden Jahrzehnte stehen werden.

Malik und seine Schwestern erreichen als Flüchtlinge eines von der Königin stark unterdrückten Reichs Ziran zur Zeit dieser Spiele. Als die Königin durch einen Attentäter tödlich verwundet wird will ihre aufmüpfige Tochter Karina ihre Mutter mit Hilfe uralter Totenmagie wiederbeleben, um selbst nicht den Thron übernehmen zu müssen. Dazu benötigt sie u. a. ein Menschenopfer und plant den Sieger der Wettkämpfe als Opfer ein. Gleichzeitig muss Malik die Spiele um jeden Preis gewinnen und die Prinzessin töten, um seine Schwester aus den Fängen eines mächtigen Magiewesens zu befreien.
Der Roman verspricht ein afrikanisch stark angehauchtes Setting. Dies ist auch tatsächlich in vielen Bereichen spürbar, leider jedoch merkt man der Autorin das Amerikanisch-Multikulturelle an, wodurch das Bild nicht lange stringent bleibt. Da tragen die Personen plötzlich asiatische Kleidung, ein pazifischer Taifun verirrt sich ins afrikanische Setting oder ein hebräisches Tohuwabohu, welches die Bewohner gar nicht kennen dürften. Selbst beim Titel der Königin konnte die Autorin sich nicht einig werden und bezeichnet sie mal als Königin, dann als Sultanin oder als Turmfalke, willkürlich im Wechsel. Positiv ist, dass das Reich von einer Matriarchin regiert wird, welche meiner Meinung nach der Skrupellosigkeit männlicher Pendants in nichts nachsteht. Auch die beiden Protagonisten, Prinzessin Karina und Flüchtling Malik, haben die gängigen Geschlechterklischees hier getauscht und bieten eine aufmüpfige, selbstbewusste Prinzessin sowie einen unsicheren, etwas tollpatschigen Jungen. Warum die Autorin zwischen den beiden unbedingt eine Liebensgeschichte anbahnen musste, welche in keinster Weise nachvollziehbar oder emotional spürbar ist, ist mir ein Rätsel. Ebenso werden die titelgebenden Spiele eher nebenbei abgehakt, obwohl hier Potential für Spannung vorhanden gewesen wäre. Stattdessen bekommt man diverse zähe Szenen präsentiert, unlogisch agierende Personen sowie eine Handlung, die über Längen vorhersehbar ist.
Mich konnte das Buch leider nicht begeistern, das aussergewöhnliche Setting reicht mir nicht, wenn die Handlung an sich mich über Längen nicht packen kann.

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Willkommen in der Welt der Pyrenäen

Singe ich, tanzen die Berge von Irene Solà

Ein aussergewöhnlicher und poetischer Roman, der einen Bogen spannt über mehrere Jahrzehnte, in denen die Bewohner eines Dorfes in den Pyrenäen ebenso zu Wort kommen wie katalanische Legenden und die Natur selbst.
Fixpunkt ist im Roman ein kleines Dorf in der Pyrenäen samt Umgebung. Nach und nach bringt die Autorin einige Bewohnerinnen und Bewohner samt ihrer Vorfahren und Nachkommen in Verbindung mit früheren Bewohnern aus der Zeit der Hexenverfolgung, dem Bürgerkrieg oder mit legendären Wesen und Geistern, welche in dieser Gegend vorkommen bzw.

vorkommen könnten. Dabei spannt sie den Bogen immer weiter, nur um zum Schluss einen von mehreren möglichen Kreisen zu schließen. Aussergewöhnlich ist, dass die Autorin auch die Natur selbst zu Wort kommen lässt, Tiere, Pflanzen, Naturgewalten. Manche dieser Kapitel fand ich faszinierend, relativierten sie doch das Leben der Menschen. Manche Kapitel aus der Welt neben den Menschen hingegen empfand ich als zu sehr vermenschlicht, diese konnten mich nicht überzeugen. Besonders im letzten Drittel schwand mir der Zauber beim Lesen zu sehr, wobei mir die Aussage am Schluss sowie deren sinnbildliche Darstellung wiederum recht gut gefielen.
Das Buch gleicht ein wenig einem Lese-Experiment, auf welches man sich einlassen muss. Der Stil ist poetisch, so manches wird eher indirekt oder abstrakt als direkt ausgedrückt, vieles lädt zum Nachdenken oder Weiterdenken ein. Definitiv kein Mainstream, sondern die Autorin beschreitet ihren eigenen, kreativen Weg. Ein Werk zum darin eintauchen, träumen und Gedanken schweifen lassen.

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Geheimnisse werden gelüftet

Singe ich, tanzen die Berge von Irene Solà

In der 22. Folge rund um die Londoner Totenbändiger werden Pläne gegen Cornelius Carlton geschmiedet und alte Geheimnisse gelüftet. Doch auch die Carltons bleiben nicht untätig und gehen immer gezielter gegen die Hunts und ihre Verbündeten vor.
Tatsächlich hat es diese Folge wieder gewaltig in sich.

Nach einem emotionalen Start rund um Evans Schicksal überschlagen sich die Ereignisse, die Fronten zwischen Carlton und den Hunts verhärten sich. Im Fokus stehen hierbei Cam und sein Zwilling. Und da die Zeit zur Wintersonnenwende immer knapper wird ist beiden Seiten mittlerweile fast jedes Mittel recht, um die eigenen Ziele zu erreichen.
Schwierig, mehr zur Folge zu sagen, ohne inhaltlich irgendwas zu verraten. Auf alle Fälle spannend und erschreckend, knuffig und bewegend und mit der richtigen Portion Humor versehen.

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Hommage auf den Vater des heutigen New York

Der große Fehler von Jonathan Lee

Andrew Haswell Green gilt als Vater des Großraums New York, war maßgeblich an der Gestaltung der Stadt beteiligt - und wurde 1903 auf offener Straße erschossen. Dieses Buch erzählt von einigen wichtigen Stationen im Leben des Mannes, basierend auf alten Aufzeichnungen und Tagebucheinträgen, bis hin zur Klärung des Mordmotivs.

Ich muss gestehen, dass mir der Name Andrew Haswell Green bis zu diesem Roman kein Begriff war. Und das, obwohl er nicht nur u.a. den Bau des Central Parks, der New York Public Library oder eine verbesserte Gestaltung des Schulsystems initiierte, sondern vor allem im Jahr 1898 NY City, Brooklyn, Queens und Staten Island zu dem New York einte, welches wir heute kennen.
Der auktoriale Erzähler berichtet in zwei Zeitebenen: Vom Mord an Andrew H. Green über die anschließenen Ermittlungen sowie im Wechsel rückblickend auf Greens Leben, chronologisch beginnend bei seiner Kindheit. Erzählt wird hierbei jedoch nicht kontinuierlich, vielmehr wurden einzelne Stationen oder Gegebenheiten aus Greens Leben bzw. den Ermittlungen ausgewählt, um wie ein Puzzle nach und nach ein Gesamtbild zu ergeben.
Tatsächlich sind die verschiedenen Szenen und Perspektiven ganz interessant, zumal der Autor die Personen nicht unnötig durch eigene Ausschmückungen verfälscht hat. Als etwas gewöhnungsbedürftig empfand ich jedoch die gewählte Fokussierung des Autors auf einige Details, welche zuweilen etwas ausschweifend ausfällt, während an anderer Stelle wichtige Gegebenheiten nur in einem Satz erwähnt werden.
Ein interessantes Buch über einen einstmals wichtigen Mann für die Stadt New York, der in Vergessenheit zu geraten droht. Man bekommt beim Lesen einen gewissen Eindruck, was für ein Mensch Andrew Haswell Green war sowie beispielhaft einige seiner Projekte geschildert. Der große Fehler - im Buch werden einige große Fehler benannt, das Buch zu lesen ist definitiv keiner.

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Internationale Herausforderung für das Ermittler-Team

Einsame Entscheidung von Gil Ribeiro

Der mittlerweile fünfte Fall im portugiesischen Fuseta stellt Leander Lost vor große Herausforderungen. Während der Tod eines Engländers für die anderen zunächst wie eine folgenschwere Beziehungstat wirkt, beharrt Leander wegen für ihn gewichtiger Details darauf, dass noch mehr an der Sache dran sein muss.

Und siehe da: Seine Beharrlichkeit wird belohnt. Doch die mutmaßliche Täterin gerät plötzlich in den Fokus internationaler Behörden - und Leander, überzeugt von der Unschuld der Frau, muss eine einsame Entscheidung für sich treffen.
Der Roman ist wie ein Wiedersehen alter Freunde, sobald man beim Lesen nach Fuseta zurückkehrt. Neben dem obligatorischen Abendessen bei Famile Rosado gibt es immer wieder ein paar Einblicke in die Leben diverser Freunde und Kollegen. Der Fall selbst kommt hierbei nicht zu kurz, Perspektivenwechsel geben der Handlung Schwung und laden zum Miträtseln ein, was hinter dem Mord an dem Engländer stecken mag. Ebenso hat mir gefallen, wie der Autor historische Details zu diversen Ortschaften mit eingebaut hat. Lediglich ein paar etwas überzogen wirkende Szenen bzw. Details minderten meinen Lesespaß ein wenig.
Auch der fünfte Fall bietet wieder spannende Unterhaltung und jede Menge Lokalkolorit zusammen mit dem für die Reihe typischen Humor.

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