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Rezensionen von rewareni:

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Die letzte Reise

Die Reise des Henry Legend von Stefan Prebil

Nach Bennys Pensionierung sollte für ihn und seine Verlobte Rosalie ein neues Leben beginnen. Doch das Schicksal schlug gnadenlos zu, als Rosalie bei einem Verkehrsunfall stirbt und plötzlich Benny all seiner Träume beraubt worden ist. Doch er hat ein Ziel vor Augen, nämlich gemeinsam mit seinem Hund Henry die Urne nach Südafrika zu bringen.

Sind zuerst seine Freunde Missi und Enzo noch unsicher darüber, was sie davon halten sollen, merken sie schon bald, dass es Benny wichtig ist und er diese Reise für seine Trauer braucht.
,, Die Reise des Henry Legend“ ist ein ruhiger und emotionaler Roman, wo der Leser auf eine besondere Reise mit einem berührenden Ende mit genommen wird.
Der Autor Stefan Prebil hält dabei seine Geschichte in kurzen Kapiteln, wo man als Leser gar keine wirklichen detaillierten Beschreibungen braucht, damit man sich in die Gedanken- und Gefühlswelt von Benny hinein versetzen kann.
Es ist eine Reise mit Erinnerungen, mit Schmerz und Trauer, aber auch mit der Hoffnung am Ende das richtige getan zu haben. Besonders berührend und emotional waren dabei die Szenen zwischen Benny und seinem Hund Henry, der ihm stets treu zur Seite gestanden ist und man gemerkt hat, ohne ihn, hätte er diese Reise gar nicht antreten können. Die Verbindung zwischen den beiden war dabei sehr intensiv und Henry war immer da, wenn ihn Benny gebraucht hat, wo keine Worte notwendig waren, weil der Hund immer gespürt hat, wenn er ihn gebraucht hat.
Die Geschichte endet anders als gedacht und als Leser akzeptiert man aber das Ende, weil es für Benny wohl die richtige Entscheidung war.

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Die letzte Reise
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Erinnerungen

Als die Wolken noch süß waren von Bunye Ngene

Feyi lebt mit ihrer Familie in Nigeria, als sie plötzlich die Nachricht bekommt, dass ihre Großmutter in Deutschland verstorben ist. Da sie sie nicht gekannt hat, betrifft sie im ersten Moment diese Mitteilung nicht wirklich. Erst als sie erfährt, dass sie ein Haus in Starnberg geerbt hat beginnt sie sich mit ihrer Familiengeschichte mehr auseinander zu setzen und beschließt zu ihrer Tante Claudia nach Deutschland zu fahren.

Hier begegnet ihr eine für sich doch unbekannte und manchmal auch etwas beängstigende neue Welt. Als ihr Claudia Briefe von ihrer Oma überreicht taucht sie in eine Zeit ein wo ihre Oma Erna ihre Lebensgeschichte erzählt und so manches für Feyi klarer wird, warum ihre Mutter keinen Kontakt mehr zu ihr hatte.
,, Als die Wolken noch süß waren“ ist ein ruhiger und berührender Roman, wo der Autor Bunye Ngene, eine Familiengeschichte erzählt, bei der eine falsche Entscheidung Folgen für viele Menschen hat.
Das Erzähltempo ist eher gemächlich aber intensiv, da man in die Gefühls-und Gedankenwelt der Oma eintauchen kann, die ihre verbleibenden Erinnerungen, ob ihrer Demenzerkrankung, für ihre Enkelin zu Papier gebracht hat. Das Thema Demenz wird hier einfühlsam, aber auch erschütternd beschrieben, wenn die Großmutter selber bemerkt hat, dass sowohl mit ihrem Geist als auch mit ihrem Körper etwas nicht stimmt. Ihre Verzweiflung und auch ihre Wut, hat der Autor dabei gut beschrieben.
Die Erinnerungen an ihre Kindheit, ihre Jugend und auch die Kriegserlebnisse waren dabei immer wieder berührend und haben dabei auch Themen wie Rassismus, Homosexualität... aufgegriffen, die gezeigt haben, dass sich bis heute dabei nicht wirklich viel verändert hat.
Die falsche Entscheidung, die Erna damals ihrer Tochter Ursula gegenüber getroffen hat, hat sie die ganzen Jahre über belastet und auch bereut, wo aber beide nie einen Weg gefunden haben, sich gegenseitig zu verstehen und zu verzeihen.
Somit war es auch für Feyi eine besondere Reise in die Vergangenheit, wo sie nie die Chance hatte, ihre Oma kennen zu lernen.
Die Briefe von Erna waren spannend zu lesen, wo ihre fortschreitende Demenz, dabei auch immer wieder eine Rolle gespielt hat.
Es ist ein Roman in dem man langsam eintauchen kann und wo das berührende und auch erschütternde Ende trotz allem der richtige Abschluss ist.

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Erinnerungen
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Ein chaotisches Leben

Reuter von Jan C. Behmann

Reuter, ein Mann mittleren Alters, lebt sein Leben unaufgeregt und in geregelten Bahnen, bis zu dem Tag, als er bei der Arbeit die junge und dynamische Tabea kennen lernt, die von nun an sein Leben völlig auf den Kopf stellt. Seine beste Freundin, die Künstlerin Alba, kann aber mit Tabea nicht viel anfangen und wie sich noch herausstellen wird, ist ihre Skepsis berechtigt.

Nach einem scheinbaren Höhenflug, wo Reuter mit Tabea Dinge erlebt, die er sich nie zu träumen gewagt hat, kommt schneller als gedacht der Sinkflug für ihn.
Es passieren Dinge, die ihn völlig aus der Bahn werfen. Er verliert seinen Job und seine Wohnung, Tabea, wo er sich sogar vorstellen hätte können, dass mehr aus ihrer besonderen Beziehung wird, hat ihn verlassen und am Schlimmsten für ihn kommt noch dazu, dass Alba, die ein Stipendium in Brasilien hat, dort verschwunden ist. Da nun sein Leben für ihn keinen Sinn mehr macht, möchte er nur noch sterben, aber das ist nicht so leicht und so kommt es wieder einmal anders, als gedacht.
,,Reuter- Ein rettendes Drama“, ist eine Lektüre, für die man sich Zeit nehmen muss, da es eine Geschichte ist, mit vielen Gedanken rund ums Leben und wie der Mensch mit Sorgen, Problemen und seinen Gefühlen und Emotionen, dabei umzugehen vermag.
Der Autor Jan C. Behmann lässt dabei seine Protagonisten oftmals auch scheinbar irrational handeln, besonders Reuter fällt dabei immer wieder von einem Extrem ins andere. Seine Handlungen wirken dabei immer wieder schon grotesk, wo man aber als Leser einfach schmunzeln muss, weil er scheinbar nie wirklich gelernt hat, dass das Leben auch manchmal Steine in den Weg legt. Er ist eigentlich zu bemitleiden, da er kein Selbstwertgefühl besitzt, weil er für jedes Problem sich als Auslöser sieht und stets denkt, nie gut genug zu sein.
Da ist Alba schon ein ganz anderes Kaliber. Sie kümmert sich nie darum, was andere über sie denken oder sagen, denn sie genießt ihr Leben und ihre provozierenden Bilder zeigen, dass sie einfach das tut, was ihr gefällt. Dafür ist sie eine tolle Freundin für Reuter, wo sie jederzeit für ihn da ist und ihm immer wieder einen Tritt in den Hintern geben muss, damit er wieder aufsteht, wenn er hinfällt. Ihre Motivationen, dass er an sich selbst glauben soll und er gut ist, so wie er ist, tragen letztendlich doch dazu bei, dass er sich so akzeptieren kann wie er ist.
Auch die anderen Protagonisten wie Tabea, die im Grunde durch Reuter zu sich selbst finden konnte, oder Mangold, sein Freund, der ihm in schwierigen Zeiten beisteht, lassen den Roman noch intensiver und emotionaler erscheinen. Auch wenn Dialoge und Handlungen oftmals skurril und übertrieben wirken, haben sie einen gewissen Charme und lassen dadurch auch tragische Szenen, witzig erscheinen, wo man als Leser dadurch tiefer in die Gefühlswelt der Protagonisten hinein gezogen wird.
Wer also nicht nur Situationskomik, sondern dabei auch tiefer gehende Gedanken über Gott und die Welt erleben möchte, der sollte Reuter auf seinem besonderen Lebensweg begleiten.

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Ein chaotisches Leben
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Viele AHA Erlebnisse, was das Auge betrifft

Das S.E.H.E.N. Prinzip. von Peter Emmrich; Benjamin Hartlieb

Der Ratgeber ,, Das S.E.H.E.N Prinzip“ zeigt dem Leser auf einfache, aber doch fundiert beschriebene Art und Weise, wie eines der wichtigsten Organe im Körper, nämlich das Auge gehegt und gepflegt werden sollte, damit es lange gesund bleibt.
In 14 Kapiteln erfährt man, dass man das Auge stets im Zusammenhang mit dem ganzen Körper betrachten muss, wo nicht nur die Ernährung, die Haltung, die Entgiftung sondern auch das Nervensystem eine zentrale Rolle spielen.

Man findet viele praktische Beispiele aus dem Alltag, wo man sich selbst immer wieder findet, wo man zwar weiß, dass man nicht zu lange vor dem Bildschirm sitzen soll, man es aber trotzdem tut, ohne wirklich darüber nachzudenken, wie die Augen darunter leiden.
Es gibt einige AHA Erlebnisse, wo z.b. der Stress eine große Rolle für die Augengesundheit spielt, wo man diesen Auslöser aber nicht wirklich mit einer späteren Schädigung des Auges in Verbindung bringen würde.
Durch die bildhafte und gut strukturierte Beschreibung was alles im Körper passiert und wie falsche Ernährung oder Probleme mit der Leber und dem Darm auch die Augen betreffen, haben den Ratgeber nicht nur interessant gemacht, sondern auch sprichwörtlich die Augen darüber geöffnet, dass man viele Anzeichen oft ignoriert oder einfach zu spät reagiert.
Die beiden Autoren Peter Emmrich und Benjamin Hartlieb haben ihre Erfahrungen als Allgemeinmediziner und Naturarzt, sowie als Osteopath und Heilpraktiker in die einzelnen Kapitel einfließen lassen.
Dabei beschreiben sie auch verschiedene Erkrankungen, die das Auge betreffen, wo sie auch immer erwähnen, dass man bei rechtzeitiger Vorsorge, einem gesunden Lebensstil vieles für die Augen tun kann, wo aber auch bei gewissen Erkrankungen eine Operation nötig ist und die Ratschläge, die man im Buch findet, vieles erleichtern kann, aber es natürlich keine Garantie gibt, dass jede Behandlung für jeden Betroffenen, den gewünschten Erfolg bringt.
Etwas störend in dem Buch sind die oftmaligen Hinweise wo man sich im Internet für eine kostenlose Masterclass anmelden kann für einen Überblick über den ganzheitlichen Ansatz bei Augenerkrankungen und spezielle Themen, die man dann in einem vollständigen Onlinekurs auf der Homepage um 399€ buchen kann.
Praktische Tipps, die man schnell und einfach im Alltag anwenden kann runden das interessante Leseerlebnis ab, wo man, wenn man es schon rechtzeitig gewusst hätte, vieles für seine Augen tun hätte können und wo viele Probleme vielleicht gar nicht oder erst viel später aufgetreten wären.

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Viele AHA Erlebnisse, was das Auge betrifft
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Die Hoffnung stirbt zuletzt

Der Fluch von Everly Falls 3 von Marshall Flynn

Der Albtraum für Matthew Bennett scheint kein Ende zu nehmen. Gezwungener Maßen muss er nun das Dämonen Mädchen Scarlett Blackwood nach Magnolia Springs begleiten, wo sie hofft, mit Hilfe von Brendan Edelman, der es einstmals geschafft hat sich gegen den Teufel zu stellen, ihren Vater, den Fürsten der Finsternis zu stürzen, damit sie die Unterwelt endlich übernehmen kann.

Auch wenn Matthew befürchtet, dass er wohl keine Chance hat sich gegen Scarlett zu wehren will er es mit aller Macht versuchen, spätestens dann, als die kleine Zoe, Brendans Tochter ihr Leben verlieren zu droht, ist er bereit es mit Scarlett aufzunehmen.
Was aber beide nicht ahnen können ist, dass Matthews Vater, Ex- Sheriff Ethan Bennett, auf der Suche nach seinem Sohn ist um ihn zu retten, wo selbst der Auslöser dieser ganzen schrecklichen Ereignissen der Dichter Whitmore, ihn begleitet, nur mit dem Unterschied, dass dieser seine eigenen Ziele verfolgt.
In dem paranormalen Horrordrama ,, Der Fluch von Everly Falls 3“, zieht der Autor Marshall Flynn noch einmal sein ganzes Register, damit er seine Leser in eine spannende, brutale, aber auch berührende Geschichte mit hinein ziehen kann.
Es ist der große Show down, wo auch aus dem anderen Roman ,, Tod über Magnolia Springs“ die Familie Edelman, allen voran der Familienvater Brendan, eine besondere Rolle spielen.
Die gruseligen und paranormalen Szenen hat der Autor besonders intensiv und detailliert beschrieben, wo man das Gefühl hat, mittendrin im Geschehen zu sein. Man spürt die Verzweiflung der Protagonisten, wenn sie gegen einen übernatürlichen Gegner kämpfen müssen, man leidet mit, wenn sie in Illusionen und Erinnerungen gefangen sind, aus denen es scheinbar kein Entkommen gibt. Was man aber immer spürt ist, dass sowohl Matthew, Ethan und auch Brendan jederzeit bereit sind ihr eigenes Leben aufs Spiel zu setzen , wenn sie ihre Liebsten damit retten können, dass dabei nicht jeder überlebt, ist zwar traurig, aber wohl notwendig, damit letztendlich das Gute doch noch siegen kann.
Die Geschichte lebt von Emotionen, von Zusammenhalt und dem Glauben, dass Menschlichkeit das Böse und die Dunkelheit besiegen können. Ein berührendes und teils offenes Ende schließt die Trilogie ab, wo man insgeheim hofft, dass der Autor ja doch noch einen weiteren Teil schreiben möchte.

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Die Hoffnung stirbt zuletzt
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Ohne Worte

Kommissar Panowski von Axel Stamm

Schon der Titel des Romans ,, Kommissar Panowski – Kein Bretagne Krimi“ macht ja schon einmal neugierig. Der Autor Axel Stamm nimmt dabei den Leser auf eine besondere Reise nach Frankreich mit, wo man bereits zu Beginn schon überrascht wird ob des Kommissars Panowski, wo ich aber nicht verraten möchte, warum.

Es ist eine ruhige Geschichte, wo zwei Kommissare aus dem schwäbischen Holzgerlingen ob eines Austauschprogrammes in der Bretagne ihren Dienst versehen werden ohne zu ahnen, dass ihrer beider Leben sich von Grund auf ändern wird.
Die Mischung zwischen humorvollen Szenen, wo unter anderem ein ehemaliger Straßenhund ein neues zuhause findet oder ein schwäbisch angehauchtes Französisch, das oftmals für leichte Verwirrung sorgt, sowie die unausgesprochenen Gedanken zwischen den Protagonisten, die trotzdem wissen, was der andere meint, lässt den Roman noch intensiver wirken. Auch wenn scheinbar die Geschichte nur dahinplätschert, hat sie eine Tiefe in sich, die vor allem dadurch überzeugt, dass der Autor viele schöne Gedanken nieder geschrieben hat. Über die Beziehung der Menschen untereinander und auch die eigenen Reflexionen der Protagonisten über ihre Wünsche, Bedürfnisse, Ängste und Hoffnungen.
Man findet Menschen in der Geschichte, die oft von ihren eigenen Gefühlen überrumpelt sind und nicht wissen, wie sie damit umgehen sollen, wo manchmal schweigen mehr sagt als 1000 Worte, wo aber auch viel Zeit verloren geht, wenn man nicht den Mut hat, das zu sagen, was einem am Herzen liegt.
Der Schreibstil ist flüssig und zeigt auch, dass ein trockener Humor seinen besonderen Reiz hat, wo man als Leser immer wieder mit den Protagonisten mitgelitten hat. Man hat dabei oft gespürt, wie so mancher darauf gewartet hat, dass sich Dinge von alleine regeln.
Oft hat einfach nur ein Blick oder eine kleine Geste gereicht, wo mehr an Gefühl und Emotion zu spüren war, als viele Worte.
Es ist ein gefühlvoller und schöner Roman wo man sieht, dass das Leben so einfach sein kann, wenn man an einem Ort angekommen ist, wo das Herz zu Hause ist.

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Ohne Worte
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Zwischen Lüge und Wahrheit

Eine winzige Lüge von Astrid Korten

Martina Wagner kann es nicht glauben, als ihre Tochter Julia behauptet, als Kind von ihrem Stiefvater Alex missbraucht worden zu sein. Martina weiß, dass ihre Tochter schon immer eine lebhafte Fantasie hatte und so klingt diese Anschuldigung für sie nicht wirklich glaubhaft. Als Alex damit konfrontiert wird ist er erschüttert und beteuert Martina, dass er so eine furchtbare Tat nie begangen hätte.

Völlig verunsichert versucht nun Martina heraus zu finden, wer von den beiden die Wahrheit sagt. Dabei gerät sie immer tiefer in einen Strudel aus Lügen, Geheimnissen und dem Gefühl, dass sie selbst nicht ganz unschuldig daran ist, dass nun die scheinbar heile Familienwelt zusammen bricht. Als dann noch ein Mord passiert und sich Julia immer seltsamer benimmt ist Martina am Boden zerstört. Ist ihre geliebte Tochter nicht nur eine Lügnerin, sondern auch eine Mörderin?
Was einem bei dem Roman zuerst ins Auge sticht, ist das besonders kunstvoll gestaltete Cover, das von der Autorin Astrid Korten selber stammt und im Laufe der Geschichte den Bezug dazu liefert.
Der Roman ,,Eine winzige Lüge“ zeigt, wie aus einer Aussage eine Lawine losgetreten wird, die so weit reichende Folgen hat, wo viele Menschen daran zerbrechen und Geheimnisse ans Tageslicht kommen die erschütternd sind und betroffen machen.
Es ist eine teilweise recht verwirrende Geschichte, wo ich manchmal meine Probleme damit hatte mich mit der Protagonistin Martina verbunden zu fühlen. Sie zeigt immer wieder einen sehr widersprüchlichen Charakter wo sie selbst oft nicht mehr weiß, wem sie glauben soll oder nicht.
Angenehm sind dabei die kurzen Kapiteln, wo man schnell wieder in die nächste Handlung eintauchen kann. Keine wirkliche Freude hat mir hingegen die durchgehende kursive Schrift bereitet, wo das Lesen mit der Zeit für die Augen doch anstrengend wurde.
Die Thematik in dem Roman ist eine wichtige die zeigt, wie Opfer selbst noch viele Jahre später darunter leiden können und wie in dieser Geschichte Menschen manipuliert werden und dadurch eine unheilvolle Kettenreaktion ausgelöst wird.
An manchen Stellen finden sich kleine Ungereimtheiten oder Logikfehler, wo man ein wenig drüber stolpert.
Interessant sind die eingefügten Gedankengänge des Opfers, wo man so viel an Hass, Verzweiflung und auch Hilflosigkeit spürt und der Plan sich zu rächen sich immer mehr verfestigt, wo die Medien und das Internet dazu benützt werden Lügen in kleinen Häppchen in die Welt zu setzen und dabei das Leben eines anderen zu ruinieren.
Manche Fragen sind dabei nicht immer wirklich beantwortet worden, wo es doch interessant gewesen wäre, weil so manche Handlungen der Protagonisten nicht immer greifbar waren. Es ist ein berührendes und unerwartetes Ende, das offen bleibt und somit für mich nicht richtig abgeschlossen wirkt.

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Zwischen Lüge und Wahrheit
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Salome, auf der Jagd nach dem Mörder

Jagdfieber von Yngra Wieland

Salome Liebeskind ist entsetzt, als sie Zeugin wird, wie ihre Patientin Serena mit Absicht vor ein Auto läuft. Kaum, dass sie sich darüber Gedanken machen kann erfährt sie, dass Serenas Vater, der renommierte Schönheitschirurg Dr. Wiese, bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist und dessen Frau Kimberley schwer verletzt wurde.

Natürlich dauert es nicht lange und Salome trifft auf Kommissar Julian Christ, der nicht zu unrecht befürchtet, dass sie wieder auf eigene Faust zu ,,ermitteln“ beginnt. Der angebliche Unfall, der bei einer Jagd passiert ist, lässt Salome keine Ruhe, noch dazu als kurz darauf auch noch ein Investigativjournalist tot aufgefunden wird. Schneller als gedacht ist Salome mittendrin in einem Strudel aus Familiengeheimnissen und unbändigen Hass. Dass es nicht die beste Idee ist alleine auf Tätersuche zu gehen, merkt sie leider zu spät.
,, Jagdfieber- Ein Fall für Salome Liebeskind“ ist der zweite Teil rund um die Psychotherapeutin Salome und dem Kommissar Julian Christ.
Man kann problemlos in den neuen Fall einsteigen, auch ohne Vorkenntnisse des ersten Teils. Die Autorin Yngra Wieland hat auch hier wieder spannende Themen aufgegriffen und eine interessante Geschichte daraus gemacht. Das Wechselspiel zwischen Salome und Julian, der auf der einen Seite immer wieder von ihren eigene ,,Ermittlungen“ genervt ist, aber alles daran setzt sie aus gefährlichen Situationen zu retten, ist wieder gut gelungen und man spürt, dass es eine besondere Verbindung zwischen den beiden gibt.
Die Autorin versteht es Spannung, berührende und tragische Schicksale, sowie Humor gekonnt miteinander zu verbinden und bietet somit dem Leser bis zum Schluss ein gelungenes Lesevergnügen. Dass weder bei Salome noch bei Julian und seinem Team nicht alles glatt läuft, macht sie sympathisch und authentisch. Auch Salomes Freundin Waldi, die gerne immer wieder ihre astrologischen Horoskope und sonstigen spirituellen Ergüsse zum Besten gibt, ist einfach herrlich und wieder einmal zeigt sie dabei, dass sie ein besonderes Gespür für Gefahren hat.
Die Hintergründe zu den Morden ist tragische und bis zum Ende, würde man nicht auf den Täter kommen.
Es ist wieder einmal eine interessante Geschichte, wo es Spaß gemacht hat die manchmal etwas unvernünftige, aber sympathische Salome zu begleiten und ich schon gespannt bin, wie es mit ihr und dem Kommissar weiter geht.

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Salome, auf der Jagd nach dem Mörder
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Viele Geheimnisse

Seizouh von Fabiano Docimo

Der 16 jährige Seizouh wächst bei seinem Großvater Pelbar im Schutz eines alten Tempels auf. Geschützt wird dieser von heiligen Runen, denn die Dunkelheit bietet Gefahren, die nicht zu unterschätzen sind. Als Schüler besteht sein Alltag aus Training, Disziplin und Lehren seines Großvaters, die er nicht immer versteht.

Während Seizouhs Freundin Kaelira und der vor Selbstsicherheit strotzende Seikan sich auf die kommenden Prüfungen freuen, sieht er diesen mit Furcht entgegen, da er unsicher ist und immer das Gefühl hat nicht gut genug zu sein und er Pelbar nicht enttäuschen möchte.
Unheimliche Träume verunsichern ihn immer wieder und als eine Rune am Rande des Waldes beschädigt wird, ist sogar der sonst so ruhige und gelassene Pelbar alarmiert. Plötzlich gerät das bisher ruhige und sichere Leben der Menschen in Gefahr. Schneller als gedacht muss sich nun Seizouh mit seinem Großvater und seinen Begleitern Mächten stellen, von denen er nie zu träumen gewagt hat. Ein Kampf um Leben und Tod beginnt nun, wo keiner weiß, was auf sie zu kommen wird.
,, Seizouh- das Urteil der Rune“ ist der spannende Auftaktband einer mehrteiligen Reihe, wo der Autor Fabiano Docimo, den Leser auf eine bildhafte und sprachgewaltige Reise mit nimmt. In eine Fantasy Welt, wo Dämonen, unheimliche Kreaturen, akrobatische, asiatisch angehauchte Kämpfe und viel Magie das Leben der Protagonisten an den Rande der Verzweiflung bringt.
Es ist eine spannende Geschichte wo der Autor großen Wert darauf legt, dass man sich die dargestellten Szenen gut vorstellen kann. Manche Kampfszenen laufen dabei wie bei einem Film vor dem Auge des Lesers ab und man hat das Gefühl mitten drin zu sein.
Schön ist dabei auch, dass Seizouh, der ständig an sich zweifelt nicht nur gute Freunde an seiner Seite hat, sondern auch die Möglichkeit bekommt zu erkennen, dass er eine Stärke in sich trägt, die nur darauf gewartet hat, ans Licht zu kommen und er somit an Selbstvertrauen gewinnen kann.
Freundschaft, Zusammenhalt und für den anderen da zu sein wenn Gefahr droht, werden in der Geschichte groß geschrieben, wo sich jeder auf den anderen verlassen kann und somit eine Stärke entsteht, die sie brauchen für die Gegner die oft unbezwingbar erscheinen.
Interessant ist auch, dass jeder Protagonist eine besondere Eigenschaft und Magie besitzt, die in verschiedenen Situationen von Vorteil sind.
Die Beziehung zwischen Pelbar und Seizouh wird sehr liebevoll und intensiv dargestellt, wo der Großvater spürt, dass in seinem Enkel viel mehr steckt, als es scheint und dass es Anzeichen drohender Gefahr gibt, wo er hofft, dass es nicht zum Äußersten kommt.
Der Autor schafft es nicht nur mit Dämonen, Schattenmagier und sonstigen unheimlichen Wesen eine besondere düstere Stimmung hervor zu rufen, sondern er bietet dem Leser auch immer wieder mit humorvolle und witzige Szenen eine Auflockerung und lässt somit das Alltagsleben normal erscheinen, obwohl man spürt, dass sich das bald ändern wird.
Wie alle Protagonisten zusammen gehalten haben, hat mir gut gefallen und selbst wenn nicht immer alles gut ausgegangen ist, haben sie mit Mut, Zuversicht und dem Wissen, dass kein Opfer umsonst war, weiter gekämpft.
Der Roman hat mir sehr gut gefallen und ich freue mich schon, die tapferen und unerschrockenen Helden weiter begleiten zu können.

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Ein Kartenspiel mit tödlichen Folgen

Das Rätsel des Kreuzbuben von Ain Kütt

Im ersten Band des historischen Estland Krimis ,, Das Rätsel des Kreuzbuben“, wird Paul von Fock, Jurist und Gutsbesitzer in einem verzwickten Mordfall verwickelt, den er gemeinsam mit seinem Verwalter Wagner und der nervigen Gutsfrau Juliana vom Gut Annikvere, lösen muss.
Der Autor Ain Kütt entführt den Leser in eine Welt wo Machtspiele, gesellschaftliches Ungleichgewicht und Hinterhältigkeiten an der Tagesordnung stehen.

Gerade zu Beginn ist es mir sehr schwer gefallen in der Geschichte anzukommen, da es doch ungewohnte Namen der vielen Protagonisten gibt und auch ihre zugehörigen Güter mit anderen Namen noch dazu kommen. Es gibt zwar am Anfang ein kleines Personenverzeichnis, trotzdem fällt es nicht immer leicht alle Namen auseinander zu halten.
Paul von Fock wirkt sehr steif und gerade zu Beginn sehr unsicher, wo ihm Juliana nicht immer das Leben leicht macht mit ihrer aufdringlichen und direkten Art. Sie fällt dabei positiv aus der Rolle, da sie nicht dem damaligen Bild einer angepassten und braven Gutsfrau entspricht.
Es gibt immer wieder humorvolle und teils auch zynisch angehauchte Dialoge, die die Geschichte auflockern. Man taucht ein in das Leben des beginnenden 19. Jahrhunderts wo man die Standesdünkel zwischen den Bediensteten und ihrer Herrschaft erkennen kann, wo körperliche Züchtigungen an der Tagesordnung waren.
Der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig, wo man doch einige Zeit braucht bis man in der Geschichte ankommt. Auch sind die Protagonisten nicht wirklich greifbar und sie wirken dadurch etwas unnahbar.
Die Ermittlungen gestalten sich nicht einfach und auch als Leser ist man bis zum Schluss planlos, wer der Täter sein könnte. Die Auflösung ist interessant, weil es doch eine komplexe Ansammlung von Motiven ist, wo ein Stein ins Rollen gerät und dabei viele Opfer fordert.
Ein etwas ungewöhnlicher Roman, wo man Geduld braucht, damit man sich mit der Geschichte auseinander setzen kann und sich an den Schreibstil und auch mit der Art der Protagonisten gewöhnen kann.

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