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Rezensionen von rewareni:

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Ein neuer Lebensweg

Verformung von Bastian Kresser

Wegen eines Burnouts nimmt sich der Manager Marc Steiner eine 7 monatige Auszeit, wo ihm seine Freunde einen Messerschmiedekurs schenken. Kaum trifft er auf den verschlossenen, aber charismatischen Niels Bergmann, der sein Grundstück mit einem meterhohen Zaun gesichert hat, wo es einen Bunker gibt, sowie geheimnisvolle Besucher immer wieder auftauchen, beginnt für Marc ein neues Leben.

Die Schmiedearbeit nimmt ihn immer mehr gefangen und auch die beginnende Freundschaft zu Niels ist für ihn etwas besonderes.
Als Marc die Journalistin Nina kennen lernt, scheint für ihn das Glück perfekt zu sein, doch nach einem ersten Kennenlernen mit Niels gerät ein Stein ins Rollen, den scheinbar niemand mehr aufhalten kann. Nina spürt, dass mit Niels etwas nicht stimmt und ihr Spürsinn ist erwacht. Marc gerät nun zwischen die Fronten, wo ihn Nina mit ihren Recherchen über Niels immer wieder erschüttert und er letztendlich nicht mehr weiß, wem oder was er glauben kann.
Der Roman ,,Verformung“ von Bastian Kresser wird den Leser nicht ganz unbeeindruckt zurück lassen. Es werden darin viele Themen angesprochen, wo jeder entweder schon persönliche Erfahrungen damit gemacht hat oder sich über gewisse Dinge Gedanken gemacht hat.
Zu Beginn bin ich etwas schwer in den Roman hinein gestartet, da mir Marc zu verunsichert und ängstlich war ob seiner psychischen Situation, die der Autor sicherlich gut dargestellt hat. Da ist es mir dann etwas zu schnell gegangen, dass er bereits nach ein paar Tagen in der Schmiede selbstbewusst und gestärkt ob seines Burnouts hervor gegangen ist. Auch hat mir dabei seine ,,Unterwürfigkeit“ gegenüber Niels gestört, den er immer wieder als seinen „Meister“ und seinen ,,Schmied“ bezeichnet hat.
Im Laufe der Geschichte wird man aber dann immer mehr hineingezogen in eine Welt wo Marc und Nina, die zu Beginn unsterblich ineinander verliebt waren, plötzlich aus den Fugen gerät. Der Autor schafft es dabei, dass man selbst immer wieder zweifelt ob eine richtige Gefahr von Niels ausgeht, der abgeschieden lebt, der seltsame Besucher bekommt und der offensichtlich alles von Nina weiß und ihre technischen Geräte plötzlich gehackt worden sind.
Man hat das Gefühl, dass so gut wie jeder etwas zu verbergen hat und so mancher versucht, den anderen auf subtile Art und Weise zu manipulieren.
Man merkt in der Geschichte aber auch, wie schwer es sein kann, wenn man ,,anders“ denkt und lebt, dass einem sehr schnell ein Stempel aufgedrückt wird und man sich bereits im Vorhinein eine Meinung bildet, die sich aber letztendlich als falsch heraus stellt.
Es ist ein stiller Roman, wo leider sehr viel geraucht wird in gefühlt jeder Szene, wo man aber gut eintauchen kann in die Gedanken der Protagonisten. Man ertappt sich dabei, dass man selbst immer wieder seine eigene Haltung gegenüber Andersdenkender, Medienberichte... überdenkt, wo es oft gar nicht so leicht ist heraus zu finden, ob wir nicht immer wieder durch andere manipuliert werden, ohne dass es uns wirklich bewusst ist.
Es ist eine Geschichte wo besonders Marc gestärkt hervor gehen wird, der viel über sich selbst gelernt hat, der gemerkt hat, wie wichtig Niels für ihn ist und dass jeder sein Leben selbst in die Hand nehmen muss, wenn er glücklich und zufrieden sein will.

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Ein neuer Lebensweg
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Gruseliger Lesespaß

Zwielicht 22 von Algernon Blackwood

Zwielicht 22, das Magazin für Horror und unheimliche Phantastik bietet dieses Mal 22 Geschichten, wo man sich in gewohnter Manier gruseln und auch schmunzeln kann.
Es gibt auch wieder einige Geschichten, die sehr berührend sind und betroffen machen und es ist interessant dabei, wie man daraus eine spannende oder unheimliche Geschichte schaffen kann.

Mir gefallen dabei immer wieder die unterschiedlichen Ideen, egal ob ein Saugroboter nicht immer das tut, was er soll oder ob eine alte Frau ihre Urenkelin immer wieder vor einem Unheil warnt, es ist immer etwas dabei, das für gute Unterhaltung sorgt.
Schön ist auch, wenn man Geschichten präsentiert bekommt von Autoren, die schon lange verstorben sind, so wie Algernon Blackwood oder Rober F. Young die es schaffen mit ihren Themen auch noch heute, den Zahn der Zeit treffen. Egal ob über andere getratscht und gespottet wird oder ob Menschen durch Werbung manipuliert werden, beide Inhalte werden atmosphärisch dicht beschrieben und sind nicht nur berührend, sondern auch gut erzählt.
Ein interessanter und ein extrem berührender Artikel von Karin Reddemann am Ende runden die Ausgabe wieder perfekt ab.
Die Innenillustrationen sind von Adrian van Schwamen, der auch eine unheimliche Geschichte von einer Gliederpuppe beigesteuert hat.
Wer also gruselige, humorvolle, blutige und geisterhafte Kurzgeschichten mag, wird mit Zwielicht 22 seine Freude haben.

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Gruseliger Lesespaß
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Falsche Hoffnung

Regnum von Armands A. Asimov

Animals Lane: Passus II, ist eine dystopische Tierfabel aus einer mehrteiligen Reihe, die dieses Mal den Titel „ Regnum“ führt.
Der Autor Armands A. Asimov bietet dem Leser eine oft sehr bildhafte und vor allem grausame Geschichte über Tierleid und Tierquälerei in Mastbetrieben. Die Handlung basiert darauf, dass die Schweine, ohne es zu ahnen mit einem Virus infiziert wurden und sich in grauenhafte Kreaturen verwandeln, die deshalb von den Menschen gnadenlos und brutal getötet werden.

Es ist eine traurige Geschichte, wo es im Schweinestall einen sogenannten Buchtmeister gibt, der den Schweinen ein verheißungsvolles und wunderschönes Leben in Regnum verspricht, wo die Arche kommen wird und sie wie im Schweineparadies leben werden.
Doch das ,,Verschwörungsschwein“ weiß von seinen Informanten, dass sie nach dem Abtransport der sichere Tod erwartet.
Die verschiedenen Charaktere weisen oft eine erschreckende Ähnlichkeit mit den Menschen auf, wo es Blender gibt, die die Massen mit ihren Reden für sich gewinnen können, wo Dinge versprochen werden, die sich nicht erfüllen lassen und wo es willige Mitstreiter gibt die nicht zimperlich sind gegen andere, die nicht ihrer Meinung sind.
Die Geschichte ist nichts für schwache Nerven und so manche grausamen beschriebenen Szenen, sind schwer zu verkraften. Während des Lesens wird einem erst oft bewusst, wie Tiere leiden müssen. Speziell die Schweine, die zusammen gepfercht mehr dahin vegetieren als leben, welchen Strapazen sowohl physischer als auch psychischer Natur sie ausgesetzt sind auf ihrem Weg in den Schlachthof und wie selbstverständlich es oft für uns Menschen ist, dass unser Schnitzel recht billig im Supermarkt angeboten wird, ohne zu hinterfragen, wie die Tierhaltung war.
Das Ende wird den Leser dann überraschen und die Geschichte wird sicher nicht spurlos an dem Leser vorüber gehen.

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Falsche Hoffnung
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Erinnerungen an damals

Der Plattenspieler unter der Dachschräge von Herbert Dutzler

Sigi hält sich mit seinen 16 Jahren schon ziemlich erwachsen und so gibt er sich speziell bei den Mädchen recht cool, was aber nicht immer gut ankommt. Auch in der Schule läuft es nicht immer nach seinen Wünschen und zu Hause kriselt es zwischen seinen Eltern immer mehr.
Dank eines Ferialjobs hat er nun genug Geld, damit er seinen heißgeliebten Plattenspieler endlich kaufen kann.

Eigentlich könnte er nun glücklich sein, wenn nicht ein unvorhergesehenes Ereignis dazu führt, dass seine Mutter von zu Hause auszieht und nun beim Apotheker wohnt.
Plötzlich merkt Sigi, dass scheinbar alles aus dem Ruder läuft und seine neue Aufgabe als Klassensprecher bringt ihn auch immer wieder in unangenehme Situationen.
Nun spürt Sigi, dass das erwachsen werden doch nicht immer so toll ist und so wird es noch mehr Ereignisse geben, wo er mit mehr Glück als Verstand seinen Kopf aus der Schlinge ziehen kann.
Bereits zum vierten Mal kann man Sigi begleiten auf seinem humorvollen und nicht immer leichten Weg zwischen schulischen Eskapaden, den Problemen zwischen seinen Eltern und dem ständigen Verliebtsein.
In dem Roman ,, Der Plattenspieler unter der Dachschräge“ taucht man als Leser in die 70er Jahre ein, wo der Autor Herbert Dutzler wieder einmal sehr bildhaft die Atmosphäre der damaligen Zeit eingefangen hat.
So werden Modeerscheinungen beschrieben, wo man heute nur mehr den Kopf schütteln kann, wenn man daran denkt, aber auch das Rollenbild der Frau beginnt sich zu mehr Selbständigkeit und Eigenständigkeit zu wandeln.
Schön ist, dass vor jedem neuen Kapitel Sigi alte Fotos von damals betrachtet, die seine Mutter gemacht hat und dabei Erinnerungen entstehen, über die man dann lesen kann.
Etwas erschütternd war dabei, dass Sigi und seine Freunde bereits in jungen Jahren sehr viel Alkohol konsumiert haben und oft zur Zigarette gegriffen haben.
Es ist eine sehr humorvolle Geschichte, wo Sigi ständig ins Fettnäpfchen tritt, es aber immer wieder schafft unbeschadet heraus zu kommen. Es gibt witzige Dialoge und besonders seine Naivität gegenüber dem weiblichen Geschlecht, ist einfach herrlich beschrieben.
Obwohl seine Familiensituation alles andere als einfach ist und er im Grunde niemanden hat, der ihm bei seinen Problemen, Sorgen und Ängsten unterstützt, gelingt es ihm trotzdem immer wieder einen Weg zu finden um vorwärts zu kommen.
Es ist ein humorvoller, aber auch immer wieder emotionaler Roman, wo es Spaß macht Sigi zu begleiten und ob seiner oft verrückten Einfälle einfach gerne haben muss.

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Erinnerungen an damals
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Späte Rache

Maik Stahl und die gespaltene Seele von Axel Lechtenbörger

Seit vor Jahren der ehemalige Hauptkommissar Maik Stahl seine Familie bei einem mysteriösen Autounfall verloren hat, besteht sein Leben nur mehr aus Alkohol und Schuldgefühlen. Er selbst kann sich kaum noch an etwas erinnern, da er damals schwer entstellt aus dem Koma erwacht ist und ihm seitdem große Erinnerungslücken quälen.

Als ihm sein früherer Kollege Ronny erzählt, dass der damalige Unfall eigentlich ein Anschlag auf ihn war, bricht für Maik eine Welt zusammen. Doch bevor Ronny noch mehr erzählen kann, wird dieser ermordet.
Ab da spürt Maik, dass er mit allen Mitteln versuchen muss sich zu erinnern. Dass man auch heute noch versucht ihn zu töten, muss er schon bald schmerzhaft erfahren, wo ihm die Ärztin Nicole Voss, die sich mit ihrer mobilen Ambulanz um Obdachlose kümmert, schon bald mehr als hilfreich zur Seite steht.
Als noch weitere Morde passieren und eine geheimnisvolle Frau auftaucht, die selbst eine bewegende Vergangenheit hat, spürt Maik, dass ihm wohl nicht mehr viel Zeit bleibt, wenn er den wahren Täter, der für den Tod seiner Familie verantwortlich ist, finden will.
Der Autor Axel Lechtenbörger hat mit seinem Roman ,, Maik Stahl und die gespaltene Seele“ einen packenden, brutalen, aber auch berührenden Krimi geschrieben.
Von Beginn weg wird man in das erschütternde Leben von Maik hineingezogen, der scheinbar alles verloren hat und ihm kaum noch noch etwas am Leben hält. Dabei zeichnet der Autor einen Mann, der innerlich seelisch leer ist und äußerlich entstellt ist und jeden Lebensmut verloren hat.
Schön ist dabei, dass er mit Nicole Voss eine sympathische und empathische Frau an die Seite gestellt bekommt, die spürt, dass er Hilfe braucht egal ob er wie ein Obdachloser lebt und betrunken und unfreundlich zu ihr ist.
Es ist eine interessante Geschichte wo man immer tiefer in ein Verbrechen aus der Vergangenheit hineingezogen wird, wo ein Kind eine besondere Rolle spielt.
Als Leser bekommt man dabei nicht nur Ereignisse zu lesen, die recht brutal und auch blutig sind, sondern auch erschütternd und grausam. Dass dabei die geheimnisvolle Frau eine bedeutende Rolle spielt ist gut vom Autor erzählt worden.
Nach und nach fügen sich alle Puzzleteile zu einem Ganzen zusammen wo man am Ende noch einmal richtig überrascht wird.
Ein gelungener und spannender Roman, der mich gut unterhalten hat.

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Späte Rache
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Wer ist Kaspar Hauser?

Greta Grimaldi und der Junge aus dem Schatten von Davide Morosinotto

Wer ist dieser geheimnisvolle Kaspar Hauser, der 1829 plötzlich in Nürnberg auftaucht und behauptet jahrelang gefangen gewesen zu sein? Zu einer richtigen Berühmtheit geworden ob seiner besonderen Geschichte lassen Attentate auf ihn die Bewohner erschüttern. So bittet man den bekannten Meisterdetektiv Dr.

Grimaldi und seine Tochter Greta nach Nürnberg, damit diese den Täter überführen sollen. Bald schon merken sie, dass es viele Geheimnisse gibt und so manche falsche Fährten beide in die Irre führen.
,,Greta Grimaldi und der Junge aus dem Schatten“ ist ein spannender Jugendroman, wo der Autor Davide Morosinotto eine fiktive Geschichte mit tatsächlichen Ereignissen und Protagonisten aus der damaligen Zeit miteinander vermischt.
Da man auch heute noch nicht genau weiß, wer dieser ominöse Kaspar Hause wirklich war kann man in die Geschichte gut eintauchen und die düstere Atmosphäre von damals gut in sich aufnehmen.
Die Methoden von Dr.Grimaldi zeigen, dass er kein Gefühlsmensch ist, sondern nur rational denkt. Insgesamt kann man ihn auch nicht wirklich als sympathisch bezeichnen, da er an allem und jeden etwas auszusetzen hat, ständig nur Befehle erteilt und es gewohnt ist, dass jeder das tut,was er verlangt. Auch zu Greta ist er kühl und behandelt sie oft wie eine Mitarbeiterin, als seine Tochter.
Greta ist ein kluges Mädchen, das genau beobachtet und zuhört und es gewohnt ist, wie ihr Vater mit anderen umgeht.
Der Roman ist geprägt von einer akribischen Ermittler Arbeit, wo man manchmal ein wenig zu viel davon bekommt und die Spannung etwas nachlässt.
Etwas schade ist auch, dass man nicht noch etwas mehr von Kaspar Hauser zu lesen bekommen hat .
Schön waren alte Bilder aus dem Stadtarchiv Nürnberg, die die Stimmung von damals noch intensiver wirken haben lassen.
Es ist eine traurige Geschichte, wo so viel an unnötigen Leid aus den falschen Motiven entstanden ist. Wer der wahre Täter ist und was seine Beweggründe waren hätte man als Leser nicht gedacht und so manche unvorhergesehene Wendungen machen den Roman dadurch noch spannender.

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Wer ist Kaspar Hauser?
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Hoffen und glauben

Zwei Leben: Das Versprechen von Astrid Korten

Zu spät hat Juna gemerkt, dass sie mit ihrem Leben nicht mehr zufrieden ist und so muss sie nach einem Burn-out leiser treten. Damit ihre Tage wieder einen Sinn bekommen, meldet sie sich bei einer Freiwilligenorganisation an, wo sie schon bald als Buddy für den alten und schweigsamen Vincent Molin tätig ist.

Aus den anfänglichen kurzen und eher unpersönlichen Besuchen entwickelt sich mit der Zeit eine besondere Vertrautheit und Juna taucht gemeinsam mit Vincent in eine Vergangenheit ein, die sie immer tiefer in eine Zeit blicken lässt, die für ihn scheinbar vergessen war und nun wieder mit erschreckender Klarheit ans Licht kommt.
Ich glaube, ich habe noch nie einen so stillen Roman gelesen, der aber unglaublich laut ist und danach schreit, dass man ihn lesen muss.
Die Autorin Astrid Korten hat in ,, Zwei Leben- Das Versprechen“ einen historischen Familienroman geschrieben.
Der Roman erzählt aus zwei Perspektiven, wo Juna und der alte Vincent sich im Jahr 2014 in Brügge begegnen. Juna wird sich im Laufe der Geschichte verändern, wo zuvor Einsamkeit und mangelndes Selbstwertgefühl geherrscht hat, werden diese weichen und dank der Erzählungen von Vincent spürt sie, wo ihr Platz im Leben ist und es an ihr liegt glücklich und zufrieden zu werden.
Wenn man Vincent begleitet spürt man so viel an Traurigkeit und Hoffnungslosigkeit, wo er sich immer wieder fragt, ob er damals im Jahr 1942, als er die Jüdin Esther kennen und lieben gelernt hat, zu wenig getan hat, damit sie zusammen bleiben hätten können.
Immer wenn Juna und Vincent eine Reise zu einem Ort machen, an dem er damals gewesen ist, findet man sich in der Vergangenheit wieder und man erfährt wie es Esther als Jüdin in der NAZI Zeit ergangen ist . Das Geschick der Autorin liegt darin den Leser an Orte mit zu nehmen, die man eigentlich gar nicht besuchen möchte, man aber so von der Geschichte gefangen ist, dass man unweigerlich eintauchen muss in eine grauenvolle Zeit. Ganz intensiv erlebt man dabei Ereignisse, die so furchtbar sind, dass man die Protagonisten einfach in den Arm nehmen möchte um sie zu beschützen.
Besonders berührend sind dabei Szenen die zeigen, wie Juden als Menschen zweiter Klasse behandelt wurden und wenn man bedenkt, dass wir heute schon wieder in einer Zeit leben wo jüdische Menschen oftmals in Angst leben müssen, dann macht einem die Geschichte noch betroffener.
Man findet aber auch in dem Roman Menschen, die trotz schwerer Schicksalsschläge nie ihre Menschlichkeit verloren haben und selbstlos ihr Leben für andere aufs Spiel gesetzt haben.
In der Geschichte fehlen einem oft die Worte ob der Grausamkeit, wie Menschen andere behandelt haben.
Wenn man zum berührenden Ende gelangt ist wirkt das Cover mit den Babyschuhen noch intensiver und mit Tränen in den Augen findet man aber trotzdem einen versöhnlichen Abschluss der Geschichte.

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Hoffen und glauben
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Einfach nur Rache

Moribundus von Armands A. Asimov

Kater Garv hätte sich sein Leben auch anders vorgestellt. Statt Liebe und Zuneigung wird er brutal gequält und sollte sogar wegen eines Hundes entsorgt werden. Doch in der Nacht zu Halloween bietet ihm ein unheimlicher Streuner die Chance sich zu rächen und aus dem sanftmütigen Garv, wird eine gnadenlose Bestie, die sich für alles rächt, was man ihr angetan hat.

In der Novelle ,, Moribundus - Animals Lane: Passus I “ dringt man in eine geheimnisvolle und brutale Welt ein wo Tieres sich für all ihre Qualen rächen, die ihnen die Menschen körperlich und seelisch zugefügt haben.
Der Autor Armands A. Asimov hat dabei eine Geschichte erzählt, die niemanden kalt lassen wird. So findet man im Vorwort bereits Ereignisse die leider oftmals wahr sind wenn Menschen Tiere grausam quälen. Für so manchen Leser wird diese Erzählung nicht leicht zu verkraften sein, da man hilflos mitansehen muss, wie die größte Bestie im Grunde der Mensch ist.
Es ist eine fantasievolle Geschichte wo man es mit Monsterkatzen und unheimlichen Erscheinungen zu tun bekommt, was gut zu der Zeit zu Halloween dazu passt, wo die Stimmung dabei noch unheimlicher wirkt. Der Spannungsbogen fällt für mich dabei ein wenig ab, da es doch etwas dauert, bis sich Garv verwandelt und sich zu rächen beginnt.
Die Kapiteln haben eine angenehme Länge und lassen sich gut lesen.
Es ist erschütternd wie viel Hass in Menschen stecken kann und wie sie aus Spaß am Quälen Tiere dabei behandeln. Manchmal steigen einem die Tränen bei der Geschichte auf weil man die Verzweiflung, die Schmerzen und die Hilflosigkeit von Garv richtig spürt.
Traurig ist dabei aber auch, wie die kleine Alessa, die den kleinen Kater zu Beginn vergöttert hat ihn sehr schnell vergisst, als sie erfährt, dass sie einen Hund bekommen soll. Das zeigt sehr gut, wie Kinder oft nur Augenblickswesen sind, die die Tragweite gar nicht erfassen können was es heißt sich voll und ganz auf ein Tier einlassen zu können und welche Arbeit dabei auf einem zukommen kann.
Eine erschütternde Geschichte, die speziell für Tierfreunde schwer auszuhalten ist. Schade, dass die Geschichte leider sehr oft der Wahrheit entspricht und sich gewisse Menschen in Grund und Boden schämen sollten.

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Einfach nur Rache
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Achtung, Mumie kommt!

Mumien morden mittwochs nie von Tatjana Kruse

Eigentlich wollte Polly besondere Artefakte aus dem Alten Ägypten bei einer aufsehenerregenden Ausstellung im Museum präsentieren, als es zu einem tödlichen Unfall kommt. Gut, dass die verwöhnte und ziemlich schlaue Daphne, die die Tochter der millionenschwere Museumseignerin ist, sofort weiß, dass dafür eine Mumie verantwortlich ist und als es noch mehr Todesfälle gibt ist allen klar, dass der Mörder unter ihnen ist.

Als durch einen Hacker Angriff das Museum sich im Lockdown Modus befindet und niemand rein oder raus kann ist es Polly, die gemeinsam mit Daphne auf Mördersuche geht. Bald weiß keiner mehr, ob sie es mit einem menschlichen Täter zu tun haben oder ob Daphne nicht doch recht hat und sich etwas Unheimliches im Museum herum treibt und auf Rache sinnt.
Wer seine Lachmuskeln völlig stressfrei aktivieren möchte, dem lege ich den Roman ,,Mumien morden mittwochs nie- Eine ziemlich verfluchte Krimödie“ von Tatjana Kruse ans Herz.
Wie der Titel schon verrät bekommt man sowohl einen spannenden und unheimlichen Krimi, sowie eine slapstick artige Komödie präsentiert.
Die Autorin versteht es dabei ihre Leser bis zum Schluss im Dunkeln tappen zu lassen und man
kann einfach nur Polly und Daphne bei ihrer abenteuerlichen Mördersuche begleiten, wobei man aber aufpassen muss, dass man nicht vor lauter lachen vom Sessel fällt und man dann nichts mehr mitbekommt.
Alle Protagonisten sind herrlich dargestellt. Man spürt bei Polly,wie sie sich ständig irgendwo verkriechen möchte, wenn Daphne mit ihren kruden Theorien um sich schlägt.
Polly wird dabei von der Autorin nicht verschont und man leidet ständig mit ihr mit, aber sie ist eine taffe und willensstarke Frau und weiß sich mit unkonventionellen Hilfsmittel zu verteidigen. Besonders ans Herz gewachsen ist mir Daphne, die herrlich naiv ist und allen Klischees einer reichen und verwöhnten Blondine entspricht. Bis ihre unbekannte Seite aus ihr herausbricht und man als Leser auf einiges gefasst sein muss.
Es ist ein Roman wo man Wortschöpfungen findet, die man so sicher noch nie gehört hat und
diese humorvoll und originell sind.
Es hat Spaß gemacht alle Protagonisten zu begleiten, wo viele herrlich überzogen agieren
und reagieren und man dabei das Gefühl hat, im Theater bei einer Komödie zu sitzen.
Ein gelungenes Stück,wo die Autorin mit Herz, Hirn und Humor ihr Feuerwerk an Ideen mit ihren Lesern teilt.

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Sieg oder Niederlage

Das Grab des Piraten von Gerhard Wegner

Als Experten für gefährliche Abenteuer werden das ODYSSEE- Bergungsteam unter der Leitung des Archäologen Dr. Michel (Mitch) Thromberg , von höchster politischer Stelle gebeten das Grab von Sir Francis Drake zu finden und seine Überreste nach England zurück zu bringen. Obwohl Mitch zu Beginn nicht gerade begeistert davon ist, wird er aber nach und nach immer tiefer in diese Mission hinein gezogen.

Als auch noch Terroristen einen Anschlag verüben ist allen klar, dass sie geschickt an die Sache heran gehen müssen, damit sie erfolgreich sind.
,, Das Grab des Piraten“ ist der 5. und letzte Band aus der Reihe ,, Ein ODYSSEE Abenteuer“ von Gerhard Wegner. Auch wenn man, so wie ich die vorherigen Bände nicht kennt, kann man problemlos in die Geschichte einsteigen.
Mitch, als Leiter des Teams, war mir vor allem zu Beginn nicht sehr sympathisch, da er unfreundlich und ungeduldig seinem hohen Besuch gegenüber gestanden ist. Erst später hat er menschlichere Züge gezeigt. Generell muss ich sagen, dass mir im Grunde alle Protagonisten eher distanziert vorgekommen sind und so ziemlich alle sehr kühl und rational vorgekommen sind, sodass ich nicht wirklich zu ihnen vordringen konnte.
Bei der Geschichte habe ich mir ein spannendes Abenteuer vorgestellt, das ich öfters vermisst habe. Zu Beginn wird sehr viel über die Planung der Mission gesprochen, die Vorbereitungen wer für was zuständig ist und was alles zu beachten ist. Dadurch ist für mich viel Zeit verloren gegangen, bis es spannender wird.
Interessant war, wie versucht wurde hinter die Geheimbotschaft zu kommen, die Francis Drake verfasst hat und der Schlüssel nicht nur zu seinem Grab, sondern auch zu einem verborgen Schatz ist.
Als Nebenhandlung findet man noch einen Einblick in das Leben der Kuna, einer indigene Ethnie in Panama, wo es interessant war zu lesen, wie diese leben und mit welchen Problemen sie zu kämpfen haben.
Der Roman beinhaltet nebenbei noch Themen wie Rechtspopulismus, Klimawandel oder wie Tradition und Kultur einer modernen Welt gegenüber stehen, wo viele glauben, dass sie dort ihr Glück finden.
Am Ende findet man noch Erklärungen zu dem Roman, wo der Autor erklärt, ob oder wie er seine fiktive Geschichte mit realen Ereignissen und Begebenheiten zusammen gefügt hat.

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