Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Tara:
Süße College-Story mit tollen Charakteren
The Memories We Make von Maya Hughes
„The Memories We Make“ ist der erste Band der Fulton University Reihe der Autorin Maya Hughes.
Persephone Alexander - genannt Seph – hat bisher keine öffentliche Schule besucht, da ihr Vater sehr ehrgeizige Pläne für seine Tochter hatte und diese privat unterrichten ließ. Nun darf sie erstmalig für eine kurze Zeit ein College besuchen und möchte die Gelegenheit nutzen, um Erinnerungen für sich zu schaffen.
Dazu erstellt sie eine To-Do-Liste, die sie nach und nach abarbeiten möchte. Bei der Inangriffnahme des ersten Punktes, lernt sie Reece Michaels – einen der College-Football-Stars – kennen, der aus einem Schutzbedürfnis heraus beschließt Seph beim Abarbeiten ihrer Liste zu helfen.
Der Schreibstil der Autorin ist toll, flüssig und einfach zu lesen und ich bin durch die Seiten nur so durchgeflogen.
Seph ist eine liebenswerte Protagonistin, die man einfach mögen muss. An ihrer Art, wie sie mit anderen Menschen umgeht, merkt man, dass ihr über lange Zeit soziale Kontakte gefehlt haben. Dadurch gibt es zahlreiche Momente, die mich mal entsetzt und mal amüsiert haben. Das erste Zusammentreffen mit Reece ist so lebendig beschrieben, dass ich die Szene direkt vor Augen hatte.
Auch Reece ist ein sympathischer Charakter. Zu Beginn wirkt er ein wenig arrogant, aber je näher man ihn kennenlernt desto besser erkennt man, was wirklich in ihm steckt.
Die übrigen Charaktere werden ebenfalls gut dargestellt. Alexa - die Zimmergenossin von Seph - ist ein richtiges Biest, während die Freunde von Reece einfach total nett sind und Seph direkt akzeptieren.
Im Verlauf der Handlung erfährt man noch einiges über Sephs Familie, so dass man ihr Verhalten nach und nach besser versteht. Man merkt, wie sie sich weiterentwickelt, ihr Verhalten verändert und an Selbstbewusstsein gewinnt. Ich fand diese Entwicklung – neben der sich anbahnenden Liebesgeschichte zwischen ihr und Reece – gut dargestellt.
Mir hat dieser erste Roman der Fulton University Reihe gut gefallen und ich bin gespannt welche von Reece Freunden in den nächsten Bänden im Mittelpunkt stehen werden.
Ein interessantes Sachbuch über das Leben und Widersprüche der menschlichen Existenz mit interessanten Bezug zum Autor
Wie hat Ihnen das Anthropozän bis jetzt gefallen? von John Green
„Wie hat Ihnen das Anthropozän bis jetzt gefallen?“ ist das erste Sachbuch des in Indianapolis lebenden Jugendbuchautors John Green. Da ich die bisherigen Bücher des Autors mit Begeisterung gelesen habe, war ich sehr gespannt auf sein neustes Werk und hatte entsprechend hohe Erwartungen, die nicht enttäuscht wurden.
Obwohl es ein Sachbuch ist, ist es auch ein sehr persönliches Buch des Autors. Dabei greift er eine Vielzahl ganz unterschiedlicher Themen unserer Epoche auf. Es geht um Duftsticker, Teddybären, Kanadagänse, Monopoly, Planeten und vieles mehr. Die Mischung ist fast ein wenig skurril, dafür aber umso interessanter. Die Vielfalt der Informationen ist abwechslungsreich und ich habe zahlreiche neue wissenswerte Fakten vermittelt bekommen. Komplexe Vorgänge werden anschaulich erklärt und am Ende seiner Kapitel bewertet Green die Thematik mit der aus seiner Sicht angemessenen Anzahl von Sternen. Da er bei jeden Thema den Bezug zu sich sucht, habe ich auch einiges über das Leben des Autors erfahren.
Der Schreibstil ist flüssig und humorvoll, so macht es Spaß an Wissen dazuzugewinnen.
Für mich war das Buch eine willkommene Abwechslung aus Wissen, Gedanken und Erfahrungen des Autors, dem ich 5 Sterne gebe, so wie John Green das auch gerne in den einzelnen Kapiteln seines Buches gemacht hat.
12 Wege sein Glück zu finden
Die 12 Glücksbringer von Michaela Merten; Pierre Franckh
In dem Buch „Die 12 Glücksbringer: 12 Erfolgsautoren schenken dir ihr Glücksgeheimnis“ präsentieren die beiden Autoren Pierre Franckh und Michaela Merten eine Sammlung von Glücksrezepten. Hierzu haben sie ganz unterschiedliche Persönlichkeiten, die sich bereits ausgiebig mit dem Thema Glück beschäftigt haben, befragt.
Natürlich findet man hier keine Formel, die zum Glücklichsein verhilft und auch nicht das eine Rezept, das auf jeden anzuwenden ist. Durch die verschiedenen Autoren, ihre unterschiedlichen Persönlichkeiten und andersartigen Herangehensweisen an das Thema Glück, erhält man ganz neue Ideen und Ansätze, wie man mit dem Thema umgehen kann und den richtigen Weg für sich selbst findet.
In einer Sache sind sie sich aber alle einige. Glück ist nichts, was einem zufällt und jeder kann selbst etwas zu seinem Glück beitragen. Wer erwartet, dass das Glück von alleine kommt, wird lange und vergeblich warten.
Durch die verschiedenen Autoren ist das Buch sehr abwechslungsreich. Jeder hat seinen eigenen Schreibstil und jeder geht anders an das Thema heran.
Mir haben die unterschiedlichen Anregungen gut gefallen und empfehle das Buch in kleinen Dosen, Kapitel für Kapitel zu lesen und nicht in einem weg, da man sich für den richtigen Glücksweg einfach ein wenig Zeit nehmen sollte.
Ein atmosphärischer Wohlfühlkrimi mit tollen Rezepten
Das Geheimnis der Schokoladenkekse von Joanne Fluke
„Das Geheimnis der Schokoladenkekse“ ist der erste Band der Hannah-Swensen-Krimi Serie der in Kalifornien lebenden Autorin Joanne Fluke.
Hannah Swensen hat sich im idyllischen Lake Eden ihren Traum eines Cafès erfüllt. Ihr Cafè das „The Cookie Jar“ ist ein beliebter Treffpunkt für die Bewohner des Dorfes.
Als der Lieferant Ron, der bei allen beliebt und als zuverlässig bekannt ist, tot aufgefunden wird, ist Hannahs Drang dahinter zu kommen was passiert ist, geweckt und sie beginnt Nachforschungen anzustellen.
Der Schreibstil der Autorin ist angenehm zu lesen. Alles wird sehr detailliert beschrieben und ich habe schnell sowohl von den Charakteren als auch von der Umgebung eine gute Vorstellung bekommen. So ein Café wie das „The Cookie Jar“ hätte ich auch gerne in der Nähe. Die idyllische Kulisse des Dorfes ist ein toller Kontrast zu dem Mord.
Hannah war mir direkt sympathisch, sie ist fröhlich und offen, hat eine sehr erfrischende Art zu ermitteln und einen Kater – Moishe – den man einfach mögen muss. Sie mischt sich in einige Dinge ein, die sie nichts angehen und es macht einfach Spaß ihre Ermittlungen zu verfolgen und selbst herumzurätseln. Obwohl die Handlung spannend ist, gibt es auch einiges zum Lachen. Dieses Buch hat alles, was einen typischen Cosy Crime Wohlfühlkrimi ausmacht. Neben der Story gibt es noch sieben Rezepte aus Hannahs Cafè wodurch man beim Lesen durchaus einen riesigen Appetit auf Cookies entwickeln kann.
Mir gefiel die Atmosphäre im „The Cookie Jar“, die Kleinstadtidylle, die Charaktere, der Mordfall selbst und die Keksrezepte ausgesprochen gut. Bisher gibt es bereits 28 Bände mit Hannah Swensen von denen aber erst zwei übersetzt wurden. Ich hoffe sehr darauf, dass die übrigen auch noch übersetzt werden, da ich gerne bei weiteren Ermittlungen von Hannah mit dabei wäre und auf mehr Cookie Rezepte hoffe.
Mein Fazit: Ein toller Wohlfühlkrimi für einen gemütlichen Leseabend.
Fantasiereisen und Entspannungsübungen nicht nur für Kinder
Boo und der Zaubernebel von Mirjam Rögner-Schneider; Martin Rademacher
„Boo und der Zaubernebel“ ist ein niedlich gestaltetes Buch der Autoren Mirjam Rögner-Schneider und Martin Rademacher, in dem unterschiedliche Fantasiereisen und Entspannungsübungen für Kinder ab fünf Jahren zu finden sind.
Vorab wendet sich der kleine Affe Boo direkt an seine Leser und erklärt worum es geht.
Im Anschluß gibt es weitere Informationen zu Fantasiereisen und zur Mediation damit man weiß, wie man am besten vorgeht und worauf es ankommt.
Jede der neun Reisen hat ein anderes Thema und ein anderes Ziel. Es geht z.B. um Mut, sich geliebt oder besonders fühlen, frei sein und vieles mehr. Außerdem gibt es jeweils eine interessante Hintergrundgeschichte dazu, in der nicht nur die kleinen Leser etwas dazu lernen können. Das Buch bietet einen tolle Abwechslung zu unserem sonst so Reiz überflutetem Leben. Hier kann man die Augen schließen, träumen und zur Ruhe kommen.
Auch die Illustrationen im Buch haben uns gut gefallen - bunt, einfach, niedlich, kindgerecht und nicht überladen. Da es sich um band eins handelt freuen wir und schon jetzt auf weitere Reisen mit dem kleinen Äffchen Boo.
Es lohnt sich auch die dazugehörige App auszuprobieren.
Ich kann das Buch nur empfehlen, da es nicht nur für Ruhe und Entspannung bei den lieben Kleinen sorgt, sondern mich beim Vorlesen ebenso abgeholt hat.
Zwischen zwei Kulturen
Laudatio auf eine kaukasische Kuh von Jodl Angelika
„Laudatio auf eine kaukasische Kuh“ ist ein ungewöhnlicher Roman der in München lebenden Autorin Angelika Jodl.
Olga Evgenidis Familie kommt ursprünglich aus Georgien. Olga studiert Medizin, möchte Ärztin werden und fühlt sich als Deutsche. Ihre Herkunft und ihr Nachname sind ihr unangenehm, aber da sie in Felix Van Saan - ebenfalls ein Mediziner - verliebt ist und mit ihm eine gemeinsame Zukunft plant, sieht es ganz so aus als ob sie ihr altes Leben bald hinter sich lassen könnte.
Als Jack Jennerwein aufkreuzt, der so ganz anders ist als Felix, bringt dieser Olga gewaltig durcheinander.
Ich mag den Schreibstil von Angelika Jodl und ihren ungewöhnlichen Humor sehr gerne. Die Charaktere sind ein wenig gewöhnungsbedürftig und eine wirklich bunte und unkonventionelle Mischung. Da die Perspektive wischen Olga und Jack wechselt, liest sich das Buch abwechslungsreich.
Mit Olga hat die Autorin eine interessante Protagonistin geschaffen, die ihre kulturellen Wurzeln und ihrem Platz im Leben sucht. Olga ist schlagfertig und, manchmal ein wenig zynisch. Insgesamt waren ihre Gedanken und Gefühle nachvollziehbar, gleichzeitig fand ich es aber schade, dass ihr ihre Herkunft und ihre Familie so unangenehm ist. Zugegebenermaßen ist ihre Familie ein ziemlich schräger Haufen, den ich jedoch äußerst unterhaltsam fand, auch wenn hier einige Klischees bedient wurden. Jack ist das genaue Gegenteil von Felix, planlos und unbedacht. Trotzdem fühlt sich Olga von ihm angezogen. Ich fand sein Verhalten teilweise eher beängstigend.
Neben der Geschichte um Olga, ihre Familie, Jack und Felix gab es auch einige Informationen über Georgien, die Kultur und die Sprache, hier wäre aber sicherlich mehr möglich gewesen.
Mich hat das Buch gut unterhalten und ich fand es einfach erfrischend anders.
Eine Geschichte über Freundschaft - Kat und Easy
Die Geschichte von Kat und Easy von Susann Pásztor
„Die Geschichte von Kat und Easy“ ist ein Roman der in Berlin lebenden Autorin Susann Pásztor.
Die beiden Teenager Kat und Easy verbindet eine enge Freundschaft, eine Freundschaft, wie man sie sich wünscht, in der man alles gemeinsam macht und sich gegenseitig den Rücken stärkt. 1973 sollte ihr Jahr werden, sie haben viel vor und erleben vieles gemeinsam.
Aber dann zerbricht ihre Freundschaft durch einen dramatischen Unfall. Knapp 50 Jahre später kontaktiert Easy Kat. Die beiden treffen sich in Kreta wieder und beginnen auf ihr Leben und die damaligen Ereignisse zurückzublicken, und müssen feststellen, dass sich ihre Erinnerungen nicht komplett gleichen.
Der Schreibstil von Susann Pásztor ist angenehm zu lesen, abwechslungsreich, mal leicht und humorvoll und dann wieder ernst, der Lage und den Ereignissen angemessen. Sie berichtet ohne zu werten und es bleibt dem Leser überlassen, was er von den Handlungen und Taten der Charaktere hält.
Die Geschichte wechselt zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart. Man merkt, dass Kat und Easy sich im Laufe der Jahrzehnte weiterentwickelt haben. Während sie in ihrer Jugend leicht und unbedacht waren, wirken sie in der Gegenwart zurückhaltender. Beide werden authentisch und facettenreich dargestellt. Es ist interessant zu erfahren wie sie die Ereignisse in Erinnerung haben und warum ihre Freundschaft letztendlich in die Brüche gegangen ist. Mit Kreta hat die Autorin eine passende Kulisse gewählt, da Kat und Easy hier für sich waren.
Mir hat das Buch gut gefallen. Die Geschichte von Kat und Easy ist eine, die das Leben schreiben könnte und die zeigt, wie leicht Freundschaft zerbrechen kann und wie wichtig es ist miteinander zu sprechen.
Ein zauberhaft illustriertes Buch
Der Baum und der Vogel von Coralie Bickford-Smith
„Der Baum und der Vogel“ ist ein wundervoll gestaltetes Buch der in London lebenden Autorin Coralie Bickford-Smith die zu recht als „Queen schön gestalteter Bücher“ bezeichnet wird.
Ihr Buch kommt mit wenigen Worten aus, aber dafür gibt es ganz viel Farbe und jede einzelne Seite sieht aus wie ein kleines Kunstwerk.
Der Inhalt ist schnell zusammengefasst. Während alle Mitglieder seines Vogelschwarms den Baum zur Regenzeit verlassen, möchte ein kleiner Vogel nicht weg aus seiner Heimat. Er bleibt und sammelt ganz neue eigene Erfahrungen, die ihm ohne seine Entschluss entgangen wären. Letztendlich schafft er es doch noch, sich von seinem Baum zu lösen, ist aber um viele Eindrücke und Erlebnisse reicher als zuvor.
Ich war total fasziniert von den wundervollen Zeichnungen und die wenigen passenden Worte auf jeder Seite beinhalten eine Menge. Man kann sich in dem Buch verlieren und seinen Gedanken nachhängen, über die minimalistischen Sätze philosophieren oder sie vorlesen und einfach so nehmen wie sie sind.
Insgesamt ist es ein wirklich wunderschönes, dass sich zum Vorlesen und Wegträumen eignet und ich wünsche mir mehr solcher Bücher.
Ein atmosphärischer Krimi in der Provence
Mord auf Provenzalisch von Kent Serena
"Mord auf Provenzalisch" ist der zweite Krimi mit der britischen Protagonistin Penelope Kite von dem Autorenduo Serena Kent. Die Handlung ist eigenständig und es lässt sich unabhängig vom ersten Band lesen, zum Verständnis der Charaktere ist es aber dennoch von Vorteil, wenn man diesen kennt.
Nach dem Umzug in die Provence und der aufregenden ersten Zeit dort wünscht sich Penny, dass nun ein wenig Ruhe in ihr Leben einkehrt. Sie freut sich auf ein Treffen mit Laurent Millais, dem charmanten Bürgermeister von Saint Merlot, mit dem sie die Eröffnung einer Kunstausstellung in Avignon besuchen möchte. Dort muss sie dann mit ansehen wie der Maler Roland Doncaster nach dem Genuß grüner Oliven zu Boden stürzt und wenig später im Krankenhaus stirbt. Penny ist alarmiert und beginnt zu ermitteln.
Wie schon im vorherigen Band wird auch dieses Mal wieder eine Menge getrunken und gegessen. Die französischen Gerichte und die Beschreibungen der Umgebung machen direkt Lust auf einen Urlaub in der Provence. Die Atmosphäre wird zum Greifen spürbar und das Flair kommt gut durch. Vor dieser wunderbaren Kulisse steht nun ein Mord im Raum und Penny versucht im Bekanntenkreis des Künstlers nähere Informationen über ihn und sein Leben zu bekommen. Zwischendurch kommen noch Pennys Kinder zu Besuch und natürlich ist auch ihre Freundin Frankie wieder mit dabei und bringt durch ihre schrille Art eine Menge Leben in den Fall.
Während die Handlung zu Beginn eher von der idyllischen Atmosphäre und den Ausflugszielen lebt, kommt zum Ende hin richtig Action in die Story. Für meinen Geschmack ging es fast ein wenig zu schnell. Trotzdem habe ich diesen Ausflug in die Provence genossen und hatte Spaß an den amüsanten Dialogen und den wundervollen Landschaftsbeschreibungen.
Insgesamt ist es ein unterhaltsamer Krimi, der gute Unterhaltung mit einer Menge Urlaubsflair bietet.
Gelungener Auftakt einer historischen Trilogie
Die Senfblütensaga - Zeit für Träume von Clara Langenbach
„Die Senfblütensaga - Zeit für Träume“ ist der erste Band einer historischen Trilogie und das Debüt der Autorin Clara Langenbach.
Die Handlung in diesem Band beginnt 1905 und endet 1910.
Die junge Emma Bergmann hat ehrgeizige Ziele. Am liebsten möchte sie in Straßburg studieren. Aber ihren Eltern wäre es lieber, wenn sie so schnell wie möglich heiraten würde und haben auch schon – aus ihrer Sicht – den perfekten Kandidaten für Emma ausgewählt: Carl Seidl.
Carl ist der Sohn eines Fuhrunternehmers, dessen Geschäft er später einmal übernehmen soll. Auch Carl hat Träume und auch diese sehen anders aus, als die seiner Eltern. Er würde gerne eine eigene Senffabrik gründen. Als Emma und Carl aufeinandertreffen, verstehen sie sich gut und sind sie sich direkt sympathisch. So richtig angezogen fühlt sich Emma aber eher von Carls charmanten Freund Antoine.
Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen und der Autorin ist es gut gelungen innerhalb weniger Seiten die Atmosphäre zu Beginn des 20. Jahrhunderts lebendig werden zu lassen. Die Kapitel werden im Wechsel aus Sicht der verschiedenen Protagonisten erzählt, wodurch man sie gut kennenlernt und viele Einzelheiten über sie erfährt. Dadurch wird die Handlung abwechslungsreich und lebendig. Der größte Teil der Handlung findet in Metz, aber auch in Düsseldorf, Straßburg und Dijon statt.
Direkt im Innencover findet man einen kurzen Überblick über die wichtigsten Charaktere, das macht den Einstieg leicht. Während Emma auf mich sehr freundlich, offen, klug und liebenswert wirkt, ebenso wie Carl, der mir auch sehr sympathisch war, hat Clara Langenbach mit Antoine und Louise- die jüngere Schwester von Carl – einen guten Gegenpol geschaffen.
Mir hat dieser Band sehr gute gefallen, da er die Atmosphäre der Zeit passend wiedergibt und die Charaktere gut ausgearbeitet sind. Auch das Ende ist rund, es bleiben kleine Fragen offen, die mich gespannt auf die Fortsetzung warten lassen, diese aber nicht zwingend erfordern, so dass man das Buch auch für sich allein stehen lassen könnte.
Mein Fazit: Ein gelungenes Debüt, das ich gerne gelesen habe und empfehlen kann.











