Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Tara:
Ein Stück Deutsche Geschichte
Kaiserstuhl von Brigitte Glaser
„Kaiserstuhl“ ist ein historischer Roman der in Köln lebenden Autorin Brigitte Glaser.
Der Krieg ist vorbei. Henny Köpfer - Tochter eines Weinhändlers - und Paul Duringer – ein französischer Soldat - lernen sich auf dem Hof der Bäuerin Kätter kennen und hätten auch fast geheiratet. Trotz ihres gemeinsamen Mündels Kasper verschwindet Paul und auch Henny verlässt den Hof am Kaiserstuhl.
Jahre später stehen sich die beiden wieder gegenüber als Paul im Auftrag des französischen Sicherheitsdienstes eine Flasche Champagner suchen soll, die 1944 von den Nazis auf einem französischen Weingut geraubt wurde und in den Führerbunker nach Berchtesgaden gebracht worden sein soll. Sie wird für ein Treffen zwischen dem Kanzler Konrad Adenauer und dem französischen Präsidenten Charles de Gaulle benötigt. Doch plötzlich ist sie weg.
Der Autorin gelingt es gut die historischen Gegebenheiten lebendig werden zu lassen. Durch die Verflechtung der realen politischen Situation in den 1960er Jahren und der fiktiven Geschichte zwischen Henny und Paul entsteht eine spannende Geschichte, die mich sehr gefesselt hat. Die Schauplätze wechseln stetig zwischen dem Schwarzwald, dem Elsass, Paris und den Niederlanden, sind aber durch entsprechende Überschriften über den Abschnitten gekennzeichnet, so dass es mir leicht viel der Handlung zu folgen. Dadurch liest sich das Buch abwechslungsreich und spannend.
Sehr interessant fand ich auch den Hinweis auf die Bücher, die die Autorin zur Recherche und Inspiration gelesen hat, da sie mich damit direkt auf weiteren Lesestoff aufmerksam gemacht hat.
Als allerletztes findet man dann einen Stammbaum. Diesen hätte ich mir am Anfang des Buches gewünscht, da ich es immer angenehm finden, wenn ich mir gerade zu Beginn des Lesens schon einmal die Familienverhältnisse bildhaft vor Augen führen kann.
Mich hat die Verflechtung der politischen Ereignisse und der Geschichte zwischen Henny und Paul sehr gefesselt. Man merkt, dass Brigitte Glaser ausgiebig recherchiert hat und ich freue mich auf weitere Romane der Autorin.
Familienalltag – ein amüsantes Chaos
Meine kleine Welt von Ewald Arenz
„Meine kleine Welt - Familiengeschichten“ ist - wie es der Titel eigentlich schon sagt - kein Roman, sondern eine Schilderung von vielen verschiedenen Szenen aus dem Familienalltag des Autors Ewald Arenz. Mit dabei sind der Autor selbst als sein Ego Heinrich, seine Frau Juliane, der 17-jährige spät pubertierende Theo, auch Monarchist und Bismarck-Verfechter, die 13-jährige Feministin Philly und der kleine dreijährige Otto.
Die Kapitel sind kurz – meist nur zwei bis drei Seiten – und thematisch vielseitig. Es geht um den Einkauf, Urlaub, Ausflüge, Kindergeburtstag und viele weitere Themen, die jeder aus seinem eigenen Familienalltag kennt. Natürlich weiß auch jeder, dass dabei nicht immer alles glatt geht und auch bei Familie Arenz ist dies nicht so. Mit viel Humor, Ironie, Witz und Augenzwinkern schildert der Autor seine Erlebnisse, die sich leicht und unterhaltsam lesen.
Mit seinen beiden vorherigen Romane, lässt sich dieses Buch nicht vergleichen, da diese deutlich mehr Tiefgang haben und hier die Unterhaltung im Vordergrund steht.
Mein Fazit: Unterhaltsame Geschichten aus dem Familienalltag des Autors, die sich auch stückchenweise gut genießen lassen.
Spannender Cosy-Crime mit viel britischem Humor
Mrs Potts' Mordclub und der tote Nachbar von Robert Thorogood
"Mrs Potts' Mordclub und der tote Nachbar" ist ein unterhaltsamer Krimi von dem britischen Roman- und Drehbuchautor Robert Thorogood, der mich ein wenig an die Fälle von Miss Marple erinnert hat.
Judith Potts ist bereits siebenundsiebzig Jahre und führt ein ruhiges Leben im britischen, an der Themse gelegenem Städtchen Marlow.
Als in ihrer Nachbarschaft ein Mord geschieht und ihr das Vorgehen der Polizei missfällt, sieht sie sich gezwungen den Fall selbst in die Hand zu nehmen. Dabei lernt sie die gut gelaunte Suzie Harris - eine Hundesittern - und die unsichere Becks Starling – die Frau des Pfarrers – kennen und das Trio beginnt gemeinsam zu ermitteln.
Der Schreibstil von Robert Thorogood ist angenehm zu lesen und enthält eine Menge britischen Humor. Es macht einfach Spaß zu erleben, wie die drei Frauen ermitteln und dabei langsam von Unbekannten zu Freundinnen zusammenwachsen.
Judith, Suzie und Becks sind drei sehr unterschiedliche Frauen und ihre Eigenheiten sind schon ein wenig skurril aber gleichzeitig auch sehr unterhaltsam. Der Fall ist spannend, ich habe durchgehend mitgerätselt und wurde von dem Ende überrascht. Auch die Beschreibungen von Marlow haben mir gut gefallen und ich hatte das englische Städtchen an der Themse bildhaft vor Augen.
Für mich war dieser unblutige Cosy Krimi beste Unterhaltung und ich bin gespannt auf weitere Fälle des Mordclubs.
Eine unglaubliche Familiengeschichte
Das verschlossene Zimmer von Rachel Givney
„Das verschlossene Zimmer“ ist ein komplexer und spannender Roman der in Australien lebenden Autorin Rachel Givney.
Die Handlung beginnt im Februar 1939 und spielt in Krakau. Die 17-jährige Marie wächst bei ihrem Vater Dominik - einem erfolgreichem Arzt, der sich liebevoll um seine Tochter kümmert - auf.
Marie weiß nichts über ihre Mutter und Dominik schweigt sich hartnäckig über sie aus. Deswegen sieht sich Marie regelrecht gezwungen in das geheime Zimmer ihres Vaters einzubrechen, um mehr über ihre Mutter zu erfahren.
Marie ist jung, manchmal ein wenig naiv, aber sie weiß, was sie will. Sie möchte am liebsten Medizin studieren. Obwohl sie den Eignungstest an der Krakauer Universität bestanden hat, wird sie dort nicht angenommen. Dominik ist ein selbstloser Mensch, er lebt für seine Patienten, ihr Wohl steht – genau wie Maries – immer im Vordergrund.
Nach dem ersten Drittel des Buches hatte ich unzählige Fragezeichen im Kopf. Diese haben mich gespannt weiter lesen lassen, da ich unbedingt wissen wollte, was es mit Maries Mutter auf sich hat. Durch Rückblenden in die Vergangenheit bekommt man einen Blich auf das Leben ihrer Mutter.
Der Schreibstil von Rachel Givney lässt sich sehr angenehm lesen und die Atmosphäre der Zeit, die drohende Gefahr für die Juden, durch den Einmarsch der Nazis in Polen wurde direkt greifbar.
Das Ende kam überraschend, mit so einem Familiengeheimnis hatte ich nicht gerechnet und war dementsprechend sprachlos.
Wer gerne historische Romane und Familiengeheimnisse mag, dem kann ich diesen Roman wärmstens empfehlen.
Faszinierend - Wissenschaftliche Grundlagen der Astronomie verständlich erklärt
Das Weltall von Simona Gallerani; Maria C. Orofino; Edwige Pezzulli; Tullia Sbarrato; Raffaella Schneider; Rosa Valiante; Silvia Vecchini
„Das Weltall - Ein Spaziergang durch die Geheimnisse des Universums“ ist eines der besten Sachbücher über das Universum, das ich je gelesen habe.
Hier wurde interessantes Wissen und Fakten in eine schöne Geschichte eingebettet. Ein kleines Mädchen berichtet davon, dass sie sich nachts mit ihrer großen Schwester, die Astrophysik studiert, zu einer Nachtwanderung aufmacht.
Darauf aufbauend beantwortet die große Schwester ihrer kleinen Schwester unzählige Fragen über Planeten, Schwarze Löcher, Galaxien, Sternbilder und vieles mehr. Obwohl es sich um sehr komplexe Themen handelt, wird hier alles leicht verständlich erklärt.
Man kann das Buch einfach nur lesen, aber man auch die kleinen Experimente und Spiele nachstellen und dadurch das neu gewonnene Wissen direkt live erleben. Gerade dadurch festigt es sich viel einfacher und leichter als wenn man die Fakten einfach nur liest.
Im Buch befinden sich viele wissenschaftliche Begriffe, für die es am Ende ein umfangreiches Glossar gibt, das diese nochmals eingängig erklärt.
Das gesamte Buch ist durchgängig von Alice Beniero illustriert und die Illustrationen sind so detailliert und schön anzusehen, dass sie das Wissen noch einmal gelungen vertiefen.
Mit diesen Buch ist es den sechs Autor:innen und Astrophysiker:innen gelungen faszinierende Fakten über das All zusammenzutragen und diese unterhaltsam zu vermitteln.
Gigantischer Lesestoff für Teenager über Selbstfindung und Freundschaft
Die gigantischen Dinge des Lebens von Susin Nielsen
Uns hat die kanadische Autorin Susin Nielsen schon mehrfach mit ihren Büchern begeistert und in „Die gigantischen Dinge des Lebens“ gelingt es ihr wieder einmal wichtige und ernste Themen mit einer ungewöhnlichen Leichtigkeit anzusprechen.
Der 14-jährige sehr schüchterne Wilbur verfolgt eigentlich jeden Tag nur ein Ziel, nicht auffallen und nicht zur Zielscheibe seiner Mitschüler werden.
Als sein Austauschschüler Charlie aus Paris kommt und sich als Mädchen entpuppt, steht seine Welt Kopf. Charlie ist selbstbewusst, weltgewandt, offen und eigentlich das Gegenteil von Wilbur, der direkt sein Herz an sie verliert.
Neben Wilbur und Charlie gibt es noch Mumps, die beiden Mütter von Wilbur, Sal den 85-jährigen Nachbarn und Wilburs Hund Templeton. Die Figuren sind liebenswürdig und sympathisch. Die Geschichte weckt Verständnis für alle Figuren. Natürlich gibt es auch weniger sympathische Charaktere, sonst wäre diese Geschichte nicht zustande gekommen und Wilbur hätte es leichter gehabt.
Der lebendige und humorvolle Schreibstil, der voller Emotionen steckt, hat mich ebenso begeistert wie die Darstellung der Charaktere. Jeder von ihnen wirkt authentisch und die lebendige Charlie, konnte mich ebenso begeistern wie der alte Sal und der schüchterne Wilbur. Die Situationen werden unverblümt geschildert und eigentlich möchte man bei einigen Peinlichkeiten am liebsten mit Wilbur verschwinden. Die Autorin nimmt kein Blatt vor den Mund. Dadurch gibt es aber auch unzählige äußerst humorvolle und schräge Situationen, bei denen ich einfach lachen musste.
Thematisch bietet die Story so einiges. Es geht um Mobbing, Social-Media, Selbstfindung, Freundschaft, Familie, Liebe, Diversität und vieles mehr. Das alles sind ernste und wichtige Themen, die hier mit einer ungewöhnlichen Leichtigkeit zusammengefügt wurden und das Buch für mich zu einem tollen Leseerlebnis gemacht haben.
Im San Francisco der 1980er Jahre
Die Gezeiten gehören uns von Vendela Vida
„Die Gezeiten gehören uns“ ist ein fesselnder Roman über das Erwachsenwerden in den 1980er Jahren in San Francisco der in San Francisco lebenden Journalistin und Autorin Vendela Vida.
Die beiden 13-jährigen Schülerinnen Eulabee und Maria Fabiola leben in einem noblen Viertel von San Francisco, gehen dort zu einer Privatschule und sind viel draußen, gemeinsam mit ihren Freundinnen Julia und Faith, unterwegs.
Alles klingt nach einem ganz normalen Teenagerleben, so wie man es sich in den 1980er in San Francisco vorstellt. Bis es zu einem Ereignis kommt, das alles verändert. Maria Fabiola behauptet von einem Mann angefasst worden zu sein, Eulabee hat davon nichts mitbekommen, widerspricht ihr und gerät dadurch schnell ins Abseits, da Julia und Faith die Aussage von Maria Fabiola bestätigen. Es geschehen weitere fragwürdige Dinge, die Eulabee anzweifelt, wodurch sie immer mehr ausgegrenzt wird und schließlich sogar die Schule verlassen muss.
Jahre später treffen Eulabee und Maria Fabiola zufällig wieder aufeinander und Eulabee will endlich die Wahrheit wissen.
Der Schreibstil von Vendela Vida liest sich angenehm. Die Story ist spannend und spiegelt die Atmosphäre der 1980er Jahre in San Francisco gut wider. Was zunächst nach einer Teenagergeschichte aussah, entpuppt sich als gesellschaftskritischer Roman, in dem es um Mobbing, Snobismus, Verrat, Freundschaft, verschiedene Wahrnehmungen und heranwachsende Teenager geht.
Mir hat dieser Roman gut gefallen, da das Setting und die Handlung stimmig, überzeugend und mitreißend geschildert wurden.
Ein wundervoller Wohlfühlroman
Liebe beginnt, wo Pläne enden von Sandra Poppe
„Liebe beginnt, wo Pläne enden“ ist ein wundervoller Wohlfühlroman der in Bonn lebenden Autorin Sandra Poppe.
Kristin und Carsten sind glücklich verheiratet. Zumindest dachte Kristin das bisher, bis sie ganz zufällig feststellt, dass ihr Mann eine Geliebte hat. Total geschockt über diese Entdeckung, beschließt sie auf Abstand zu gehen.
Dafür begibt sie sich mit ihren beiden Töchtern Liv und Maja für die Sommerferien in ein ungewöhnliches Projekt, ein „Historienprojekt“ in der Eifel, das beutet sechs Wochen gelebte Geschichte. In dieser Zeit werden Kristin, ihre Töchter und die übrigen Teilnehmer leben wie im 18. Jahrhundert. Das bedeutet einiges an Einschränkungen, harte Arbeiten, die wir heute nicht mehr kennen und kein Handy.
Der Schreibstil der Autorin ist lebendig und liest sich schnell und angenehm. Es fiel mir leicht mich mit Kristin und ihren Töchtern in das Projekt zu begeben und mir dort alles genau vorzustellen. Die Idee in einem Freilichtmuseum Ferien zu machen und dort wie im 18. Jahrhundert zu leben, klingt total genial und so wie die Begebenheiten und Ereignisse hier beschrieben werden, habe ich richtige Lust darauf bekommen, so etwas auch einmal zu machen.
Kristin ist eine tolle Protagonistin, deren Gefühle nachvollziehbar geschildert werden. Ihre beiden Töchter, die 11-jährige Liv und die 13-jährige Maja, sind Kinder, wie man sie sich vorstellt – pfiffig, lebendig, clever, manchmal typisch Teenager - die ebenfalls sehr authentisch beschrieben werden. Bei den übrigen Projektteilnehmern handelt es sich um eine bunte Mischung verschiedenster Charaktere. Ihr Zugsamentreffen bringt auch einiges an Reibereien mit sich, wodurch äußerst amüsante Dialoge entstehen.
Die Erfahrungen zu verfolgen, die die Projektteilnehmer sammeln - wie die kleine Gemeinschaft zusammenwächst- sind ebenso interessant wie die Entwicklung der Charaktere. Dabei spielt natürlich Kristins Leben, die Beziehung zu ihrem Mann, wie sie mit dem Betrug umgeht und wie es in ihrem und dem Leben ihrer Töchter weitergehen soll, eine große Rolle.
Die Kapitel sind kurz und haben knackige Überschriften, so dass man stets neugierig bleibt, was als nächstes passiert.
Ich hatte mit diesem Roman unterhaltsame Lesestunden, habe mich in dem ungewöhnlichen Setting in der Eifel sehr wohlgefühlt und freue mich auf weitere Romane der Autorin.
Deutliche und gut gewählte Worte
Manifesto. Warum ich niemals aufgebe. Ein inspirierendes Buch über den Lebensweg der ersten Schwarzen Booker-Prize-Gewinnerin und Bestseller-Autorin von »Mädchen, Frau etc.« von Bernardine Evaristo
Mit ihrem Buch „Manifesto - Warum ich niemals aufgebe“ gibt die britische Autorin Bernardine Evaristo unglaubliche Einblicke in ihr Leben.
Auch wenn die Autorin hier in sieben Kapiteln, die man auch unabhängig voneinander lesen könnte, von ihren ganz persönlichen Erfahrungen und aus ihrem Leben erzählt, ist es ein Appell an alle, niemals aufzugeben.
Der Schreibstil lässt sich angenehm lesen, es ist fast so als man jemanden zuhört, der aus seinem Leben erzählt. Dabei spricht die Autorin wichtige und ernste Themen - wie Rassen - und Klassenzugehörigkeit, Feminismus, Sexualität, Alter und viele weitere - an. Obwohl sie über sich spricht, stellt sie sich nicht in den Mittelpunkt, sondern berichtet einfach. Das Buch ist keine Abrechnung, sondern eher eine Analyse der Ereignisse, die in der Gesellschaft stattfinden und sich ändern müssen.
Mir hat diese ungewöhnliche Biografie sehr gut gefallen und man merkt, dass die Autorin Professorin für Kreatives Schreiben ist. Sie versteht es Situationen, die einen beim Lesen regelrecht fassungslos machen so darzustellen, dass man entsetzt aber nicht verschreckt ist und gerne weiterliest.
Für mich war dies ein spannendes Buch über eine großartige Frau, das ich gerne gelesen habe.
Jonny und Butz - ein starkes Team
Brummps von Dita Zipfel; Bea Davies
„Brummps – Sie nannten ihn Ameise“ ist ein amüsantes Kinderbuch der Autorin und Dita Zipfel für das sie das Kranichsteiner Jugendliteraturstipendium und das RADAU-Stipendium der Stadt Freiburg erhielt. Empfohlen wird das Buch für kleine Leser ab sechs Jahren.
Die Geschichte beginnt damit, dass Jonny A.
- das A. Steht für Ameise, obwohl er eigentlich gar keine ist - mit vier seiner sechs Beine in einem klebrigen, grauen und zähen Haufen Fuchskacke feststeckt. Für Ameisen ist das ein prima Baumaterial und da Queen Mom der Ameisen bei seinem Anblick “Es ist eine von uns! Sie braucht Hilfe!“ ruft, ist für die Ameisen direkt klar, dass es sich bei Jonny, um eine Ameise handelt. Aber Jonny ist anders, ist ungeschickter, dicker und wird dann auch noch krank. Er bekommt „Brummps“. Um seine Ameisenfamilie nicht anzustecken zieht er mit seiner Freundin Butz in den Wald.
Der Schreibstil ist amüsant, locker und einfach gehalten, so dass er gut verständlich für die Zielgruppe ist. Vermutlich werden die Jüngsten nicht alle Anspielungen verstehen, aber das macht nichts, da die Geschichte trotzdem sehr unterhaltsam ist und es gleichzeitig viele interessante Informationen gibt.
Die angesprochenen Themen sind vielfältig. Es geht um Freundschaft, Familie, das Anderssein, die eigene Identität, Stärken und Schwächen.
Das gesamte Buch ist in den Farben schwarz, weiß, orange gehalten und wurde von der Illustratorin Bea Davies gestaltet. Die Zeichnungen gefallen mir sehr gut, allerdings hätte ich mir für Kinder ab sechs Jahren mehr Farbe gewünscht. Auch fand ich die Ausdrucksweise nicht immer ganz passend.
Dennoch sind Jonny und Butz ein starkes Team, das man einfach mögen muss und die wir gerne auf ihrem Weg und durch den Wald begleitet haben.
Mein Fazit: „Brummps“ ist ein amüsantes und unterhaltsames Kinderbuch, das wichtige Themen behandelt und sich damit gut als Grundlage für Gespräche über das Anderssein, Zusammenhalt, Schwächen und Stärken eignet.











