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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Gavroche:

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365 Tage

Die Mauersegler von Fernando Aramburu

Das Cover dieses Buches gefällt mir wirklich gut und nach "Patria" war ich sehr gespannt auf "Die Mauersegler".
Toni ist um die 50 Jahre alt und beschließt, in genau einem Jahr seinem Leben ein Ende zu setzen. Und so ist dieser dicke Wälzer eine Chronik seines letzten Jahres; jeder einzelne dieser 365 Tage umfasst ein Kapitel des Buches.

Der Roman soll ein humoristischer Roman sein, allerdings konnte er meinen Humor leider so gar nicht treffen.
Ich habe auch schon Bücher mit Anti-Helden gelesen, Protagonisten, denen ich keine Sympathie entgegen bringen konnte, aber die Bücher dennoch gerne gelesen habe. Aber hier habe ich ganz einfach keinen Zugang zu dem Buch finden können. Die Idee an sich fand ich sehr interessant. Jeden Tag Überlegungen aufzuschreiben und das von einem Philosophielehrer. Ich habe wirklich immer wieder versucht, mit dem Buch "warm zu werden", aber vielleicht war es auch einfach nicht die richtige Zeit für dieses Buch?
Ein Buch, bei dem sich - wie ich an den Rezensionen sehe - die Geister scheiden.

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365 Tage
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Alte Freundschaften

Happy New Year – Zwei Familien, ein Albtraum von Malin Stehn

Nina, Malena und Lollo sind seit vielen Jahren befreundet, aber im Laufe der Jahre haben sie sich dennoch etwas auseinander gelebt. Beruf und Familie machen regelmäßige Treffen schwierig, allerdings feiern sie immer noch zusammen Mittsommer und Silvester. Dieses Jahr sind sie bei Lollo und ihrem Mann Max, einem rassistischen, unsympathischen Angeber, eingeladen.

Währenddessen feiert die Tochter von Lollo gemeinsam mit Smilla, Ninas und Fredricks Tochter, in deren Haus eine Party. Allerdings hat vor allem Nina Bedenken, dass die Party über die Stränge schlagen könnte. Malena, die Dritte im Bunde, hat eigentlich immer wieder wechselnde Beziehungen und ist mit ihrer neuen Beziehung auch auf der Party.
Erzählt wird die Geschichte aus den Perspektiven von Lollo, Nina und Fredrick. Zum Teil gibt es sehr ausschweifende, lange Beschreibungen und es dauert, bis etwas passiert. Immer mehr Probleme treten zu Tage. Das geht leider oftmals zu Lasten der Spannung; erst gegen Ende wird hier das Tempo noch einmal angezogen.
Fazit: ein doch eher ruhiger, schwedischer Krimi, bei dem ich mir mehr Spannung, Tempo und Dramatik erhofft hätte.

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Alte Freundschaften
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Highlight

Feldpost von Mechtild Borrmann

Ich habe ja mittlerweile schon sehr viele Bücher gelesen, die zur Zeit des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkrieges spielen, aber dieses Buch von Mechthild Borrmann ist etwas ganz Besonderes.
Die Ausgangssituation ist die folgende: Cara, eine Anwältin, erhält eines Tages einen alten Aktenkoffer mit einem Bündel Feldpostbriefe mit der Aufforderung, Adele zu finden.

Als sie Nachfragen stellen möchte, ist die Frau aus dem Café verschwunden, die ihr diesesn Auftrag gegeben hat. Adele findet Cara nicht, dafür jedoch Richard Martens, den Verfasser der Feldpostbriefe. Für Richard brechen alte Wunden wieder auf, als er die Briefe in den Händen hält.
Nach und nach erfahren wir LeserInnen was damals geschehen ist, in Rückblenden aus der Sicht von Adele. In der Gegenwart gibt es die Perspektiven von Cara und Richard, der sich auch immer wieder gedanklich in die Vergangenheit begibt.
Ein unglaublich starker Schreibstil, eine Geschichte, die eine große Sogwirkung ausübt. Und eine Geschichte, die so viel mehr beinhaltet als man erst vermutet.

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Highlight
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Ein magisches Adventskalenderbuch

Winterblütenmagie. Der zauberhafte Adventskalender mit 24 Fabelwesen von Paulina Schaeffer

Was für ein wunderschönes Cover, da startet man direkt mit Gefühl, sich gleich in faszinierende Fantasy-Welten zu vertiefen und die Neugierde auf die ganz unterschiedlichen Fabelwesen, um die es in diesen Kurzgeschichten geht, wächst definitiv. Es gibt eine Rahmengeschichte, denn Tilly und ihr Freund Cedric entdecken in einem Trödelladen einen altmodischen Adventskalender.

Tilly, die im Gegensatz zu Cedric nicht an übernatürliche Wesen glaubt, öffnet das erste Türchen - und schon stecken wir in der ersten Kurzgeschichte, in der ein Fabelwesen gerettet werden muss - und dafür muss Tilly an die Existenz von Feen, Nessie, Irlichter etc glauben. Jedes Türchen bzw jedes Wesen wird in einer Geschichte von einem anderen Autor/einer anderen Autorin verfasst und lässt uns in ganz unterschiedliche Welten eintauchen. Es gibt auch eine durchgehende (Liebes-)Geschichte. Ein schönes und magisches Adventskalenderbuch.

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Ein magisches Adventskalenderbuch
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Wieder ein großes Abenteuer

Keeper of the Lost Cities - Das Vermächtnis (Keeper of the Lost Cities 8) von Shannon Messenger

"Keeper of the Lost Cities. Das Vermächtnis" ist der achte Band der Reihe und auch dieser endet mit einem kleinen Cliffhanger, allerdings mit nicht einem so fiesen. Und dieses Mal werden wir allerdings länger warten müssen, bis die Geschichte weitergehen wird. Andererseits gibt es hier auch einen gewissen Abschluss der Reihe, darum umso schöner, dass es doch noch weitergehen wird.

Im Prinzip gefällt mir das Cover ganz gut, allerdings habe ich mal wieder so meine Probleme mit den Gesichtern der Figuren, die einfach zu "künstlich" wirken.
Es geht auch hier direkt spannend weiter, denn der siebte Band hatte ja mit einem wirklich fiesen Cliffhanger geendet.
Wird Sophie nun endlich ihre leiblichen Eltern finden? Werden alle Geheimnisse gelüftet und alle Fragen zufriedenstellend geklärt werden? Und wie geht es mit dem Kampf gegen die Neverseen weiter?
Auch dieser Band war wieder wunderbar geschrieben und mir hat besonders gut gefallen, dass Sophie sich so unglaublich gut weiterentwickelt hat im Laufe der Bände.
Eine wunderbare Reihe um Freundschaft und Vertrauen, aber auch Zweifel und Verrat. Unglaublich spannend geschrieben, ein wahrer Pageturner, nicht nur für junge LeserInnen.

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Wieder ein großes Abenteuer
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Erschreckend realistisch

Tage voller Zorn von Tuomas Oskari

Helsinki in der nahen Zukunft. Das Buch beginnt schon dramatisch mit der Selbstentzündung einer jungen Frau, die an den Start des Arabischen Frühlings und die Tat von Mohamed Bouazizi erinnert.
Leo Koski ist erst seit ein paar Monaten finnischer Ministerpräsident, allerdings muss er immer mehr feststellen, dass er nur eine Marionette seines Ziehvaters ist, aber damit soll nun Schluss sein.

Eine Revolte steht kurz davor zu starten.
Wer hat welches Ziel vor Augen und welche Mittel, um dieses durchzusetzen? Wer spielt mit wem? Wer ist der geheimnisvolle Peregrino, der mit verstellter Stimme Anweisungen gibt?
Es dauert, bis die Fäden zusammen geführt werden, aber dann zeigt sich das Ausmaß.
Immer wieder unterbrochen von wirtschaftswissenschaftlichen Theorien und Beschreibungen, die mir im Mittelteil manchmal zu ausufernd waren - vor allem die Gebäudebeschreibungen.

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Erschreckend realistisch
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Auf Schatzsuche

Die Unverbesserlichen - Der große Coup des Monsieur Lipaire (Die Unverbesserlichen 1) Die Unverbesserlichen von Volker Klüpfel; Michael Kobr

Schon das Cover verrät uns, dass uns das Erfolgautorenduo dieses Mal nach Frankreich "entführt", genauer gesagt an die mondäne Côte d'Azur. Guillaume Lipaire, eigentlich Wilhelm Liebherr, aber das hört sich so deutsch an und Guillaume möchte französischer als die Franzosen sein, ist ein einfacher gardien, der sich um die Sommerhäuser und Residenzen der Reichen in ihrer Abwesenheit kümmert.

Er betreibt da auch eine rege, illegale Untervermietung und bedient sich gerne mal am Fuhrpark oder an teuren Weinen. Doch dann findet er eine Leiche - ups. Und die Besitzer sind im Anmarsch. Dann ergibt sich die Gelegenheit, einen riesigen Schatz zu finden und so macht er sich mit Karim, dem Wassertaxifahrer, auf die Suche. Doch bald ist weitere Hilfe gefragt und die Gruppe wächst an. Mehr Glück als Verstand haben sie bei ihrer Suche und es ist eine rasante Schnitzeljagd, die genial von Axel Prahl vorgelesen wird, der immer wieder seine Stimme variiert und die hohe Stimme des großen Ex-Söldners und die der über 80jährigen Lizzy überzeugend darbietet.

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Andere Erwartungen

Neon Gods - Hades & Persephone von Katee Robert

Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut, denn ich mag Bücher, den im Kontext der griechischen Mythologie stehen und auch wenn es derzeit recht viele davon gibt, bin ich immer neugierig, wie die Idee umgesetzt wird.
So war ich auch bei diesem Buch sehr gespannt und das knallige Cover übte zusätzlichen Reiz aus.

Die Leseprobe gefiel mir gut. Eine Welt oder besser eine Stadt - Olympus - aufgeteilt in Ober- und Unterstadt. Die olympischen Götter werden gewählt oder dazu gemacht oder der Titel wird vererbt, das ist zu Beginn noch nicht ganz klar.
Es startet auf einer Party. Persephone amüsiert sich mit ihren Schwestern und sie zeigt in der Öffentlichkeit gerne ein anderes Bild von sich. Doch dann verkündet ihre Mutter Demeter öffentlich, dass Persephone und Zeus sich miteinander verloben, damit ihre Tochter die neue Hera wird. Doch Persephone möchte nicht das Schicksal ihrer Vorgängerinnen erleben, die gestorben sind und so flüchtet sie in die Unterstadt über den Styx zu Hades. Den hat jedoch schon lange niemand mehr gesehen, angeblich soll es gar keinen Hades mehr geben. Doch es gibt ihn durchaus und die Perspektive wechselt immer zwischen Persephone und Hades.
Ein toller Anfang, eine Welt, die Fragen aufwirft und auf deren Ausgestaltung ich neugierig war.
Doch dann wurde so viel Potential verschenkt und der Fokus wurde auf ewig lange Sexszenen gelegt - zum Teil mit SM und öffentlichem Sex. Hier passierte einfach zu wenig und Persephone, die so stark dargestellt wurde, wurde mir zu sehr auf ein Sexobjekt reduziert. Wenn dies schon in der Leseprobe oder im Klappentext klar geworden wäre, hätte ich mich sicherlich nicht für dieses Buch entschieden. Ich habe nichts gegen Sexszenen, immerhin ist dieses Buch eines aus dem Lyx-Verlag, aber ich hätte mir doch mehr Handlung und ein ausgewogeneres Verhältnis gewünscht. Das Ende hat mir auch nicht gefallen, denn es kam zu schnell und zu einfach.
Für LeserInnen, die gerne viele ausführliche Sexszenen lesen möchte und denen Handlung, vor allem die Einbindung in einen mythologischen Kontext, nicht so wichtig ist, ist es sicherlich ein gutes Buch, meinen Geschmack hat es leider nicht getroffen.

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Am Polarkreis

Kalt und still von Viveca Sten

Das Cover passt sehr gut zu diesem Buch und bietet eine "eisige" Einstimmung auf diesen Polarkreis-Krimi. Zieht euch warm an oder am besten: kuschelt euch gemütlich auf dem Sofa ein, trinkt etwas Heißes und stimmt euch ein auf den Start einer neuen Reihe von Viveca Sten. Ich habe schon einige Bücher von Viveca Sten gelesen und war somit ganz gespannt auf diese neue Reihe, die dieses Mal ganz hoch im Norden spielt.

Hanna Ahlander, eigentlich Polizistin in Stockholm, verschlägt es an den Polarkreis und bevor sie sich in Selbstmitleid vergraben kann, bietet sie ihre Mithilfe bei der Suche nach einem verschwundenen Mädchen an. Und so muss sie vergessen, dass sie nicht nur den Job quittieren musste, sondern auch ihre Beziehung am Ende ist. Der leitende Kommissar Daniel Lindskog kann jede Hilfe gut gebrauchen, denn er ist gerade mit seiner Vaterrolle etwas überfordert.
Ein eiskaltes, spannendes Buch, das mir gute Lesestunden beschert hat. Gerne mehr davon.

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Schräg

Das Schloss der Smartphone-Waisen von Salah Naoura

Smartphone-Waisen? Was soll das denn heißen? Nun, die Lösung bekommen wir schon recht schnell präsentiert, denn es beginnt damit, dass wir die Geschichte von Marla erfahren, die ihre Eltern durch einen tragischen Unfall verloren hat, bei dem ein Smartphone eine entscheidende Rolle spielte. Marla hatte das Glück, bei ihrer Oma aufzuwachsen und nun ist sie erwachsen, ist nach Berlin umgezogen und hat dort das erste Waisenhaus für Smartphone-Waisen eröffnet.

Kalli, Leo, Tara, Bodhi und Bhavani gefällt es richtig gut dort, doch sie müssen sich ein neues Heim suchen. Bei der Suche kommen sie auf Hermine, die ganz alleine in einem großen Schloss wohnt. Die alte Dame ist ann sich nicht abgeneigt, doch sie soll aus ihrem Haus geworfen werden. Damit das nicht passiert, haben die Smartphone-Waisen einen Plan und entführen kurzerhand Hermines Enkel. Doch leider ist das Problem damit nicht gelöst... Eine lustige Geschichte mit einer kleinen Wahrsagerin, die sehr genau Zahlenkombinationen anhand von Karten herausfindet und auch die anderen Kinder haben Begabungen.
Ein wenig übernatürlich und abgedreht, aber insgesamt eine Geschichte über Freundschaft und Zusammenhalt und sehr viel Gefühl, aber auch der Witz kommt nicht zu kurz.
Die Geschichte hat Potential für Fortsetzungen.

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Schräg