Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Petra Sch.:
ein süßes und farbenfrohes Kinderbuch; auch für Erstleser perfekt geeignet
Napoleon Chamäleon von Kurt Cyrus; Andy Atkins
Kurz zum Inhalt:
Das schicke Chamäleon Napoleon lebt auf einem schicken Ast. Doch leider sieht es niemand, denn Napoleon hat die Farbe von seinem schicken Ast und ist somit zu gut getarnt.
Nun muss er sich natürlich etwas einfallen lassen, damit ihn der Papagei Polly und der Affe Micky endlich wahrnehmen!
Tja, doch das ist anscheinend gar nicht so einfach!
Meine Meinung:
Napoleon Chamäleon ist ein zuckersüßes Chamäleon.
Wunderschön in schillernden bunten Farben. Er wird jedoch nicht gesehen - und wie man weiß, ist es gar nicht schön, wenn man von anderen nicht wahrgenommen wird.
Die Kids erleben also gemeinsam mit Napoleon seine vielen Anstrengungen, die er unternimmt, damit Polly und Micky ihn endlich sehen! Man fiebert richtig mit ihm mit!
Und dann gibt es noch jede Menge bunte Bilder, die oft seitenfüllend sind.
Die Illustrationen sind einfach ein Traum! Wunderschön und detailreich, und auf jeder Seite gibt es viele verschiedene Tiere zu entdecken.
Und natürlich Napoleon - in allen erdenklichen Farben, und er hat auch jedes mal einen anderen Gesichtsausdruck. Und er sieht einfach nur zuckersüß aus :)
Die kurzen, leicht verständlichen Sätzen und der wenige Text pro Seite sind auch sehr gut für Erstleser geeignet.
Nur "scharwenzeln" ist vielleicht ein schwieriges Wort, das ich meiner Tochter erklären musste.
Das Cover ist auch einzigartig für ein Kinderbuch - die Farben von Napoleon und der Titel leuchten in knalligen Neonfarben und sind mit einem Klarlack überzogen. Der schwarze Hintergrund ist jedoch matt, was auch haptisch ein tolles Gefühl ist, wenn man über das Cover streicht.
Fazit:
Ein wundervolles Kinderbuch für die ganze Familie! Auch für Erstleser bestens geeignet. Die vielen farbenfrohen und detailreichen Illustrationen machen dieses Buch zu einem Lese-Erlebnis! Meine Tochter und ich vergeben für dieses tolle Buch 5 kunterbunte Sterne!
spannend, fesselnd, mitreißend - Kann Georgina die Erde retten?
Napoleon Chamäleon von Kurt Cyrus; Andy Atkins
Kurz zum Inhalt:
Die Vulkanforscherin Dr. Georgina Finley macht in der Antarktis eine schreckliche Entdeckung. Unter dem Eis erwachen Supervulkane. Doch auch trotz vermehrt auftretender Erdbeben glaubt ihr anfangs niemand - im Gegenteil, die großen Industriellen, allensamt voran Jayden Turkov, stellen Georginas Voraussagungen als Humbug hin und streichen ihr die die Forschungsgelder, um sie auszuschalten.
Doch niemand rechnet mit Georginas Entschlossenheit, die schreckliche Umweltkatastrophe aufhalten und die Menschheit retten zu wollen...
Meine Meinung:
Der Schreibstil von Leo Aldan ist extrem mitreißend und fesselnd. Der Spannungsbogen wird konstant aufrecht gehalten, und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.
Die Umweltkatastrophen sind anschaulich beschrieben, man kommt aus dem Atem anhalten gar nicht mehr raus. Und wenn man daran denkt, dass dieses Zukunftsszenario nicht rein fiktiv ist, sondern vielleicht bald tatsächlich so oder so ähnlich erfolgen kann, kommt einem das Grauen und man beginnt spätestens jetzt über sein Verhalten nachzudenken.
Georgina ist eine starke und sympathische Protagonistin - sie will die Erde und die Menschheit auf jeden Fall retten. Und lässt sich auch von einem Industriemogul wie Jayden Turkov nicht unterkriegen.
Und wie es so ist in der Welt - leider! - glauben mal wieder die Menschen mit Geld, Macht und Einfluss, dass nur sie es Wert sind, gerettet zu werden...
Das Ende des Buchs ist zwar anders, als ich es mir vorgestellt hätte, hat mir dann aber doch gut gefallen.
Man merkt die Leidenschaft des Autors für dieses Thema; und auch wenn einem manche Stellen vielleicht überspitzt vorkommen - wer weiß, wie es einmal wirklich in Zukunft sein wird? Niemand kann die Zukunft und die Entwicklung vorhersehen...
Das Cover passt perfekt zum Inhalt - die rote Lava, die aus dem Eis an die Oberfläche drängt... angsteinflößend und trotzdem wunderschön anzusehen.
Fazit:
Temporeicher und mitreißender Weltuntergangs-Thriller, der einen mitfiebern lässt und einen über sein eigenes Verhalten nachdenken lässt.
Eindeutige Leseempfehlung.
ein sehr passender Titel - Ricardas Schicksal wird gebeutelt und erlebt viele Höhen und Tiefen
Napoleon Chamäleon von Kurt Cyrus; Andy Atkins
Kurz zum Inhalt:
München, 1890. Die junge Ärztin Ricarda aus Berlin ist mit dem Brauerei-Erben Georg verheiratet und lebt mit ihm in München. Sie hat jedoch ein dunkles Geheimnis...
Ricardas Traum ist eine eigene Praxis, doch für Frauen in jener Zeit ist dies nicht so einfach, denn keiner nimmt einen weiblichen Arzt ernst.
Doch sie kämpft für ihren Traum.
Als sie Georg verliert und zu Tode betrübt ist, trifft sie eines Tages auf ihre ehemalige große Liebe Siegfried. Gemeinsam mit ihm und ihren Kindern ziehen sie nach Afrika, denn Siegfrieds Herz schlägt immer noch für diesen Kontinent.
Tochter Henny geht zurück nach München, beginnt ein Medizinstudium und lernt dort einen jungen Mann kennen. Doch Ricardas Geheimnis hat Folgen für die nächste Generation...
Meine Meinung:
"Stürme des Lebens" ist der zweite Teil der "Die Ärztin"-Trilogie. Obwohl ich den ersten Band nicht kannte, war es kein Problem für mich, mich in die Geschichte einzufinden. Alle wichtigen Vorkommnisse aus Band eins sind geschickt in die Geschichte verflochten.
Meine Gefühle der Protagonistin Ricarda gegenüber sind zwiegespalten. Sie ist eine junge, starke Frau, jedoch habe ich nicht so ganz verstanden, warum sie Siegfried damals verlassen hat.
Die damaligen Verhältnisse und die Stellung der Frau in der Gesellschaft sind hervorragend beschrieben. Es war fast unmöglich, als Ärztin zu praktizieren. Studieren konnte Ricarda auch nur in der Schweiz. Und was passiert, als sie Witwe wird, ist einfach nur unfassbar.
Mit Georg hat Ricarda jedoch viel Glück gehabt, er liebt sie aufrichtig, und so wie sie ist, mit all ihren Fehlern. Und auch sie baut mit der Zeit Liebe für Georg auf. Daher ist es ganz schlimm für sie, als sie Georg verliert.
Doch sie hat Glück und ihre große Liebe aus der Studienzeit, Siegfried, taucht wieder in ihrem Leben auf.
Das Leben in Afrika ist anschaulich beschrieben, und ich kann Ricardas Gefühle nachvollziehen.
Insgesamt ist sehr viel passiert in Ricardas Leben in diesem Abschnitt; mag sein, dass das damals so war. Als Zuhörer wird einem auf jeden Fall nie langweilig, ein aufregendes Ereignis jagt das nächste...
Und das quasi offene Ende macht extrem neugierig auf den nächsten Band, in dem wohl hauptsächlich Hennys Schicksal im Mittelpunkt stehen wird...
Die Stimme der Sprecherin Beate Rysopp mochte ich sehr gerne. Mir gefallen ihre Sprachmelodie und ihre Betonungen, die Stimmlage, und dass sie versucht, unterschiedliche Stimmen zu verwenden. Auch die Geschwindigkeit, mit der sie liest, ist für mich perfekt. Lediglich die Stimme, die sie der jungen Henny verleiht, ist mir zu gekünstelt, zu kindisch und zu nasal-piepsig. Vor allem dann, als Henny bereits ein Teenager war.
Das Cover entspricht jenem der Printausgabe und lässt direkt einen historischen Roman erkennen.
Fazit:
Unterhaltsamer historischer Roman über eine starke Frau, Mutter und Ärztin, in deren Leben ein Ereignis aufs nächste folgt.
Der fiese Cliffhanger macht extrem neugierig auf den nächsten Band!!
spannende Fortsetzung des Mystery-Thrillers
DER SCREENER - Teil 2 von Yves Patak
Kurz zum Inhalt:
Desmond Parker hat den Kampf auf der Yacht und den Sturz ins Meer überlebt und kann sich ans Ufer retten. Doch der Bösewicht Michael "Die Flamme" Coppola ist mit seiner Exfrau Jean auf dem Schiff geflohen.
Zurück in Manhattan erkennt Desmond, dass sich seine frühere Gabe, den Tod in Mensch zu sehen, verändert hat: er erkennt nun das Böse in den Menschen, woraufhin er seine Instinkte nicht mehr zurückhalten kann und in Schlägereien gerät - bis eine davon tödlich ausgeht.
Daraufhin wird er in eine Psychiatrische Anstalt gesperrt.
Dort darf er ins Internet - und sieht ein aktuelles Foto von Jean. Desmond setzt alles daran, frei zu kommen und Jean zu finden, obwohl nach dem schlimmen Sturm nur noch Trümmer des Schiffes geborgen werden konnten. Doch Desmond ist sich ganz sicher: Jean lebt!
Nach seiner Flucht setzt jedoch eine dunkle Macht alles daran, die Kräfte von Coppola zu stärken...
Meine Meinung:
Der Schreibstil ist wieder flüssig und schnell zu lesen; Yves Patak schafft es, den Leser in seinen Bann zu ziehen. Auch die kurzen Kapitel mit den Cliffhangern regen zum Weiterlesen an; man kann das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.
Man ist auch sofort wieder mitten in der Geschichte drin und fiebert mit Desmond mit. Er überlebt den Sturz ins Meer, muss allerdings damit klarkommen, dass seine geliebte Jean vom Bösewicht Coppola mitgenommen wird. Später verzweifelt er an ihrem Tod.
Schlimm für ihn ist auch die Veränderung seiner Gabe - er kann seine Wut kaum zügeln, wenn er einen bösen Menschen trifft. Das ist auch der Grund dafür, dass er in eine Anstalt eingeliefert wird - denn einer dieser 'Wutanfälle' lässt ihn einen Gangster umbringen.
Auch der Bokor kommt natürlich wieder vor, und ich finde ihn immer noch so gruselig wie im ersten Teil.
Die übersinnlichen, mystischen Elemente sind wieder toll in diesem Thriller verpackt, aber ich finde nicht ganz so dominant wie im ersten Teil.
Jade, die Enkelin der Mambo-Priesterin Gramma Rose, ist eine wichtige Schlüsselfigur in diesem Teil. Sie ist die starke Kraft, die dem Bokor Widerstand leisten kann.
Und der sympathische Doktor Branday ist natürlich auch wieder mit dabei.
Nachdem sich Desmond sicher ist, dass Jean lebt, fiebert man mit ihm mit; bei seinem Ausbruch, und ob er Jean finden und befreien kann - tja, und dann ist da wieder so ein fieser Cliffhanger. Ich bin doch sooo ungeduldig und würde am liebsten jetzt sofort Band 3 weiterlesen! :)
Am Ende des Buches gibt es ein tolles Glossar, in dem die Kreolischen Ausdrücke übersetzt werden.
Das Cover passt perfekt zum Inhalt - der dunkle, düstere Hintergrund; der Leuchtturm der geheimen Insel, und die aufgeschichteten Totenköpfe davor...
Fazit:
Fesselnde und rasante Fortsetzung des Mystery-Thrillers mit übernatürlichen Elementen, einem starken Protagonisten, einem unsympathischen Bösewicht und einem spannenden Cliffhanger.
Das Spiel ohne Grenzen - nichts für schwache Nerven
Nemesis von Yves Patak
4,5 Sterne
Kurz zum Inhalt:
In Miami tauchen die Leichen junger Frauen auf, mit einem Branding auf der Schulter. Die Staatsanwältin C.J. Townsend, die nach mehreren Jahren wieder in die Stadt zurückgekommen ist, in der sie als junge Frau vom Serienmörder "Cupido" vergewaltigt worden ist, erkennt dieses Branding als Zeichen eines Snuff-Clubs, der vor einigen Jahren in Miami tätig war.
Und wie es aussieht, geht es wieder los...
Reiche Männer zahlen viel Geld, um "Das Spiel ohne Grenzen" spielen zu dürfen, bei dem sie Live den Tod des Mädchens im Internet verfolgen.
Diese Männer haben jedoch so viel Geld, Macht und Einfluss, sodass sie dafür nicht belangt werden können. Daher nimmt C.J. das Gesetz in ihre eigenen Hände. Doch dann verschwindet noch ein Mädchen - kann C.J. sie rechtzeitig finden und den Club zerschlagen?
Meine Meinung:
"Nemesis" ist der 4. Teil der Cupido-Reihe, der jedoch eigenständig gelesen werden kann. Sämtliche wichtigen Informationen werden in die Geschichte eingebaut, ohne jedoch zu viel zu verraten - im Gegenteil, man wird total neugierig auf die Vorgänger-Bände!
Der Schreibstil von Jilliane Hoffman ist wie gewohnt flüssig und schnell zu lesen. Die kurzen Kapitel mit den Cliffhangern regen zum Weiterlesen an und man kann das Buch kaum aus der Hand legen.
Meine Gefühle zur Protagonistin C.J. Townsend sind jedoch zwiegespalten: ich finde, sie ist eine tolle starke Frau, aber das sie Selbstjustiz übt und allein auf Rache-Mission geht, finde ich nicht ganz so gut. - Wobei, wenn man überlegt, dass "das System" die Mörder hätte wahrscheinlich davonkommen lassen, weil es leider immer noch so ist, dass Macht und Geld alles kaufen kann und für Leute in gewissen Positionen die Gesetze nicht gelten, kommt einem das Grauen. DANN wiederum finde ich ihr Handeln doch gut...
C.J. reagiert natürlich auch menschlich und ihr wird immer wieder schlecht, wenn sie darüber nachdenkt, was sie getan hat. Doch aus lauter Verzweiflung über "das System" fällt ihr keine andere Lösung ein - und dabei ist sie kalt und stark.
Und dann muss sie sich noch etwas einfallen lassen, um an die Köpfe der ganzen Produktionsfirma zu kommen, denn nur so können die Morde für immer gestoppt werden.
Gut gefällt mir auch, dass private Probleme und Entwicklungen in der Ehe von C.J. und ihrem Mann Dominick ausgeführt werden, das lockert die Brutalität immer wieder auf - wobei dieser spezielle private Teil auch nur so vor Spannung strotzt!
Mit dem auf dem Cover abgebildeten Panther kann ich leider nur wenig anfangen. Ich fände es besser, wenn die Rachegöttin Nemesis abgebildet gewesen wäre, das hätte mehr Bezug zur Geschichte. Obwohl der Panther natürlich schön anzuschauen ist. Vielleicht stellt er C.J. dar, weil sie eine extrem starke Frau ist.
Fazit:
Fesselndes und spannendes Finale der Cupido-Reihe mit der Protagonistin C.J. Townsend. Mitreißend, aber für mich eine kleine Spur zu viel Selbstjustiz. Daher ein halber Punkt Abzug und 4,5 Punkte von mir.
Witzig, genial, außergewöhnlich, tierisch
Wir Kinder vom Kornblumenhof, Band 1: Ein Schwein im Baumhaus von Fröhlich Anja
"Wir Kinder vom Kornblumenhof. Ein Schwein im Baumhaus" ist der Auftakt einer richtig tollen Kinderbuchreihe!
Meine Tochter und ich waren total begeistert von der chaotischen Familie Schluckewitz, bestehend aus Mama, Papa, Oma, Opa, dem großen Bruder Henry, der kleinen Schwester Lolli und natürlich der Protagonistin und Ich-Erzählerin Mai, die 9 Jahre alt ist - allein schon der Name Schluckewitz ist einfach nur genial! Und dann der perfekt passende Name der Schweinedame: Fräulein Stinkewitz! Meine Tochter fand diesen Namen soo witzig!
Und natürlich leben am Hof auch noch ein Onkel, zwei Tanten, und jede Menge Cousins und Cousinen.
Und es gibt neben Fräulein Stinkewitz noch jede Menge anderer Tiere auf dem Kornblumenhof: den süßen, aber eigenwilligen Esel Pavarotti, der am liebsten in seiner Hängematte abhängt, Kühe, Hühner, und neuerdings auch sieben kleine Wollschwein-Ferkel.
Die Mama, Fräulein Stinkewitz, ist ein wenig überfordert, und so helfen die Kinder natürlich mit und jedes Kind kümmert sich um ein Ferkel.
Und dann ist da noch der versteckte Aufgang in der alten Eiche, den Lolli gefunden hat, und in die Opa ein Baumhaus baut - nur für die Mädchen. Klar, dass das unbedingt geheim gehalten werden muss.
Der Schreibstil ist flüssig und mitreißend, meine Tochter wollte gar nicht aufhören zuzuhören.
Viele wunderschöne und detailreiche farbige Illustrationen untermalen das Gelesene, auf denen es immer viel zu entdecken gibt.
Natürlich streiten sich die Geschwister immer mal wieder, bzw. gibt es Zwistigkeiten innerhalb der Familie, aber sie finden immer wieder zusammen - vor allem, als Bruder Henry von dem seltsamen Abraxas und seiner Bande bedroht wird.
Klar, dass das Ferkel von Mai auch der Liebling meiner Tochter war - es ist ja auch einfach zu niedlich anzusehen mit dem orange bemalten Ringelschwänzchen!
Fazit:
Tolles amüsantes Kinderbuch über Tiere, Natur, ein gutes Miteinander und Zusammenhalt, v.a. innerhalb der Familie. Viele tolle bunte Illustrationen und süße kleine tierische Protagonisten. Dieses Buch hat alles, was ein richtig gutes Kinderbuch ausmacht!
Eine emotionale Rückwärtsreise in der Zeit
Wir Kinder vom Kornblumenhof, Band 1: Ein Schwein im Baumhaus von Fröhlich Anja
In diesem Buch wird über die Liebe von Emily und Robbie erzählt, die sich 1962 kennengelernt haben, und die ein großes, schreckliches Geheimnis verbindet. Und da Robbie an Alzheimer leidet und Angst hat, diese Geschichte auszuplaudern, wählt er den Freitod.
Ich war erstmal erstaunt, als ich gesehen habe, dass diese Geschichte von hinten nach vorne erzählt wird.
Das heißt, es beginnt im Jahre 2016 und geht zurück ins Jahr 1962.
Nach und nach wird die Geschichte von Robbie und Emily erzählt und so das Geheimnis aufgedeckt.
Natürlich war es anfangs ein bisschen verwirrend, da die Protagonisten über Gegebenheiten sprechen, die man als Leser ja noch nicht kennt. Und keine Hintergrundinfos hat. Das war anfangs etwas frustrierend, aber nach und nach löst sich das Rätsel auf.
Der Schreibstil ist sehr emotional, und man ist sofort in der Geschichte und im Leben von Emily und Robbie drin.
Es passiert viel in deren Leben, und man ist von Anfang an gefesselt.
Auch die teilweise mafiösen Umstände von Adoptionsmöglichkeiten werden in diesem Roman angeprangert.
Das Cover hat für ich eher eine Wohlfühlroman assoziiert, was es definitiv nicht war. Man hat mit den Protagonisten mitgefiebert, wollte sie manchmal einfach nur durchschütteln und fragen: warum redet ihr nicht alle miteinander? Denn das hatte ich am meisten zu kritisieren - dann wäre dieses schreckliche Geheimnis vielleicht auch kein Grund für den Bruch mit den Familien gewesen...
Fazit:
Sehr emotionaler Roman, der das Leben der Protagonisten von der Gegenwart zurück in die Vergangenheit erzählt. Viele Heimlichkeiten, ein großes schreckliches Geheimnis und eine große Liebe.
"Doch jetzt bin ich, zum ersten Mal, seit ich dir begegnet bin, frei. Freiheit war dein letztes Geschenk für mich. Und diese Freiheit gäbe ich gern wieder her, Robbie, könnte ich dafür zu dem Tag zurückkehren, an dem wir uns begegnet sind, und alles noch einmal tun."
Krimi-Comedy mit den Mordsbuben im Weinviertel
Das letzte Achtel von Günther Pfeifer
Kurz zum Inhalt:
Die Wiener Kriminalermittler Hawelka und Schierhuber (beide Josef) werden in den Weinort Retz beordert, um dort Undercover zu ermitteln. Es wurde nämlich eine männliche Leiche mitten am Feld gefunden; drum herum 37 tote Vögel, genauer gesagt Rohrweihen, drapiert. Die plötzlich jedoch alle verschwunden sind.
Eine Verschwörung der Polizei?
Stecken die Jagdfreunde dahinter? Oder doch der Obstbauverein, der die Tat nur den Jagdfreunden anhängen will? Oder gar etwas ganz anderes?
Meine Meinung:
"Das letzte Achtel" ist der 4. Fall von Schierhuber und Hawelka. Die Geschichte ist jedoch in sich geschlossen und kann eigenständig gelesen werden. Alles Wichtige aus der Vergangenheit der beiden wird ausführlich genug beschrieben.
Der Schreibstil von Günther Pfeifer ist sehr humorvoll und strotzt nur so von Wortwitz; und man hat die beiden Ermittler, aber vor allem das "Auskunftsbüro" Herta Berlakovic, sofort ins Herz geschlossen.
Die Charaktereigenschaften der einzelnen Personen und vor allem Retz und sein Umland sind detailliert und anschaulich beschrieben, so dass man alles genau vor Augen hat.
Viel Lokalkolorit und der Einbau von typisch österreichischen Wörtern inkl. Erklärungen in Form von Fußnoten machen die Geschichte lebendig.
Ich wurde gut unterhalten und musste oft lachen, und die Auflösung hat mich überrascht, war jedoch so realistisch wie menschlich und nachvollziehbar!
Das Cover mit den vielen Weinflaschen passt natürlich auch perfekt zum Titel und zum Weinlesefest!
Fazit:
Unterhaltsamer humorvoller Regionalkrimi mit viel Lokalkolorit, zwei schrulligen Ermittlern und einer tollen "Sonderermittlerin".
Cosy Krimi im England der 1920er mit Rückblenden auf die Burenkriege
Das letzte Achtel von Günther Pfeifer
Kurz zum Inhalt:
England, Sommer 1922: Kate Shackleton, die sich nach dem Verschwinden ihres Mannes als Detektivin selbständig gemacht hat, hat mit ihrem Partner Jim Sykes, einem ehemaligen Polizisten, den Auftrag eines Juweliers erhalten: er wurde überfallen und es wurden wertvolle Stücke gestohlen, die er als Pfandleiher in Verwahrung hatte.
Kate und Jim sollen die Besitzer und Besitzerinnen der Stücke ausfindig machen und über den Verlust informieren; und bestenfalls die Schmuckstücke wieder aufzutreiben.
Doch als Kate nach Harrogate fährt, um das Theaterstück ihrer Freundin Meriel Jamieson anzusehen und im selben Ort auch eine der Besitzerinnen eines Schmuckstücks ausfindig zu machen, stolpert sie nach dem Theaterbesuch über einen Ermordeten, welcher Verbindungen zum Theater hatte. Natürlich will Kate helfen, den Mordfall aufzuklären. Und dann wird auch noch die Hauptdarstellerin des Stücks entführt...
Meine Meinung:
Schöne Fortsetzung der Reihe um Kate Shackleton. Leider hat Kate für mich zweimal absolut nicht nachvollziehbar gehandelt, ich fand es sogar moralisch bedenklich. Und das hat mir nicht so gut gefallen. Leider kann ich wegen Spoilergefahr nicht mehr dazu sagen.
Die Schreibweise soll in ihrer Art an die damalige Zeit erinnern, trotzdem ist die Geschichte leicht und flüssig zu lesen.
Es gibt auch Sprünge in die Zeit der Burenkriege in Südafrika um 1900, was ich sehr spannend fand. Diese Kapitel sind durch Überschriften klar erkenntlich. Doch erst mit der Zeit klärt sich auf, was diese Rückblenden für den Verlauf und die Aufklärung der Geschichte zu tun haben.
Weiters gibt es eigentlich drei Handlungsstränge, die es aufzuklären gilt: Den Überfall auf den Juwelier; den Mord an dem allseits verhassten Lawrence Milner und die Entführung der Theaterdarstellerin Lucy Wolfendale.
Mit der Aufklärung dieser Fälle war ich mehr oder weniger zufrieden - das hat auch mit meiner weiter oben angeführten Kritik am Verhalten von Kate Shackleton zu tun.
Trotzdem wurde ich wieder gut unterhalten - nur wünsche ich mir für die Folgebände, mehr von Jim Sykes zu lesen, der sehr sympathisch ist und mit seinem Wissen als ehemaliger Polizist zur Aufklärung der Fälle stark beiträgt.
Das Cover lehnt sich an den ersten Teil an, kann der Reihe also eindeutig zugeordnet werden.
Fazit:
Gemütlicher Landhaus-Krimi im England der 1920er. Fortsetzung der Reihe von Kate Shackleton. Hat mich trotz oft nicht nachvollziehbaren Verhaltens der Protagonistin gut unterhalten.
Ein pferdstarkes Pony Abenteuer!
Das letzte Achtel von Günther Pfeifer
Pferdestarker Ponyspaß, auch für Jungs und Mädels, die nicht extrem pferdeverrückt sind - denn es geht nicht nur um Ponys, sondern um eine geheimnisvolle Verwandlung und vor allem um Freundschaft und Zusammenhalt!
Außerdem ist der Comic-Stil einfach toll, und die Geschichte extrem witzig - daher auch für alle Mamas und Papas geeignet!! :)
Kurz zum Inhalt:
Pia hat ihren ersten Reitkurs! Am Ponyhof Hopperweide.
Und zwar nicht auf irgendeinem Pony, sondern auf ihrer besten Freundin Penny! Jawoll - denn die verwandelt sich einmal im Monat für eine Woche in ein Pony. Oder immer dann, wenn sie ein Wiehern hört.
Pias andere Freundin Moppie will natürlich auch mit zum Reitkurs - doch das muss Pia verhindern! Denn Moppie weiß nichts von Pennys Geheimnis, und so soll es auch bleiben.
Und dann geht da auch noch ein geheimnisvoller Schrank-Mann auf dem Ponyhof um. Will der etwa die Pferde stehlen?!?
Unsere Meinung:
"Aufs falsche Pferd gesetzt" ist der dritte Teil der Reihe um Pia, Penny und Moppie, und er hat meiner Tochter und mir am besten gefallen, denn die Geschichte ist nicht nur comic-stark witzig, sondern auch sehr spannend! Immerhin muss verhindert werden, dass Penny vom Pferdedieb geklaut wird! Und es muss herausgefunden werden, was dieser eigenartige Schrank-Mann am Ponyhof will.
Die vielen Illustration und das Handlettering machen dieses Buch zu einem echten Lesespaß! Die Bilder sind einfach nur genial und extrem witzig!
Auch für nicht so geübte Leser eignet sich dass Buch hervorragend zum gemeinsamen Lesen, denn das Kind kann die Wörter in Comic-Schrift vorlesen, von denen es viele gibt!
Das Cover ist sehr farbenfroh; es zeigt Pia und Penny, die ein Geheimnis teilen und die lauschende Moppie. Dann ist noch ein geheimnisvoller Schatten abgebildet, der Lust macht, hinter das Rätsel zu kommen.
Fazit:
Siehe oben - eindeutige wiehermäßige ponystarke Leseempfehlung!!






