Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Petra Sch.:
Wo ist Jess' Bruder?
Abendrot von Lucy Foley
Jess reist nach Paris, da sie einen Hilfe-Anruf ihres Bruders Ben erhalten hat.
Doch kaum kommt sie bei dem einsam stehenden, vornehmen Haus an, kann sie Ben nicht erreichen. Doch für die Rückfahrt hat sie kein Geld mehr.
Die Bewohner begegnen ihr mit Ablehnung. Warum bloß? Was geht in dem Haus vor sich? Und wer weiß etwas über Bens Verschwinden?
Die Kapitel kennzeichnen die Personen im Haus samt der Stockwerke, in denen sich deren Wohnung befindet.
Somit hat man immer gleich einen guten Überblick, wer wo im Haus wohnt, und wo sich gerade was abspielt. Bens Wohnung ist übrigens in der 2. Etage.
Die Atmosphäre in dem Haus, hervorgerufen auch durch das seltsame Verhalten seiner Bewohner, deren Charaktere unnahbar gezeichnet sind, lässt Gänsehaut aufkommen. Man fiebert mit Jess mit, die sich in Bens Wohnung einquartiert hat, und sich beobachtet fühlt und eine seltsame Entdeckung nach der anderen macht. Warum gibt es einen geheimen Gang, der die Wohnungen miteinander verbindet? Warum sind alle derart ablehnend und reden nicht? Was ist das Geheimnis des Hauses und seiner Bewohner??
Manchmal hat man richtiges Grusel- und Horror-Feeling beim Lesen, auch wenn es zwischendurch kleine Längen gibt.
Die Auflösung ist überraschend und hat mir daher gut gefallen.
Fazit:
Ein fesselnder Thriller über einen verschwundenen Bruder, seltsame und schweigsame Bewohner eines vornehmen Hauses in Paris und ein düsteres Geheimnis.
ein fantastischer Bildband über 100 Jahre Royals mit jeder Menge Info
Royals - Bilder der Königsfamilie aus der britischen VOGUE von Josephine Ross; Robin Muir
Dieser wirklich fantastische Bildband beleuchtet das Leben der Royal Family seit den 1920er Jahren.
Und zwar nicht nur die bekannten, sondern auch die weniger bekannten bzw. mir unbekannten Familienmitgliedern.
Man erfährt wirklich viele interessante Details aus dem Königshaus.
Fantastische Fotos aus der Vogue, zB der Krönung von Queen Elizabeth II.
mit allen Informationen, die die Vogue dazu ausfindig gemacht hat.
Auch Stoffmuster der Kleidung; oder wie die Kutsche aussah usw geben einen interessanten Einblick in das königliche Leben.
Die Vogue ist ja für ihre Modestrecken bekannt - und natürlich wird auch die Mode der Royals besprochen. Besonders was den Modestatus von Diana und jetzt die jungen Royals betrifft.
Der ausführliche Stammbaum des britischen Königshauses rundet diese interessante Lektüre ab.
Ein richtig tolles Buch, in dem man immer wieder gerne blättert, um sich von den Fotos des Königshauses inspirieren zu lassen, oder um mehr über diejenigen Royals zu erfahren, die nicht so sehr im Rampenlicht stehen/standen.
Fazit:
Ein fantastischer Bildband über die britischen Royals mit jeder Menge Info und vielen wundervollen Fotos.
dritter Teil des Banken-Thrillers um Laura Jacobs
Der Konzern von Veit Etzold
3,5 Sterne
"Der Konzern" ist der dritte Teil um die Bankerin Laura Jacobs, die in die Führungsetage der BWG Bank aufgestiegen ist.
Alle wichtigen Vorkommnisse aus den ersten beiden Bänden (und da gab es einige!!) sind informativ verpackt - ich empfehle jedoch, diese Reihe wirklich chronologisch zu lesen, denn es baut sich alles komplex aufeinander auf.
Die erste Hälfte ist zwar nicht wirklich ruhig, denn es geht gleich mal rasant los mit einem Briefbombenangriff auf die Bank (der sich dann leider gar nicht wirklich aufgeklärt hat), doch sonst ist es eher gemächlich.
Erst ab Lauras Reise nach Paris geht alles Schlag auf Schlag und es ist sozusagen ein actionreicher Showdown.
Mir ging es dann allerdings etwas zu schnell, sowohl was die Erkenntnisse als auch die Geschehnisse betrifft.
Auch die Aufklärung und der eine Täter, obwohl ich diesen irgendwie schon im Hinterkopf hatte, haben mich irgendwie nicht so ganz zufrieden gestellt; und auch Lauras Auftrag in Paris, wo sie nach nur einem Vorstellungsgespräch gleich einen Arbeitsplatz samt PC hatte, fand ich unrealistisch - auch wenn ich wieder bestens unterhalten wurde und nur so durch die Seiten geflogen bin.
Leider muss ich diesmal das Korrektorat kritisieren, denn es gibt oftmals Wiederholungen. Sowohl, was einzelne Wortwiederholungen betrifft, als auch Gedankenwiederholungen. Und die Erklärung, was das BKA ist bzw. wofür die Buchstaben stehen, kam gleich mehrmals hintereinander (wobei ich denke, dass Krimi- und Thrillerfans dafür sowieso keine Erklärung brauchen ;)
Ich ging bei dieser Reihe von einer Trilogie aus, und auch das Ende könnte abgeschlossen sein. Doch es gibt einen Cliffhanger, aufgrund dessen noch ein weiterer Band folgen könnte - ich bin gespannt.
Fazit:
Dritter Teil des Banken-Thrillers um Laura Jacobs, der eher langsam beginnt und dann rasant endet.
zweiter Teil um die Regenbogenschön namens Ria
Ria Regenbogen und die Wolkenmagie (Band 2) von Laura Ellen Anderson
Im 2. Teil der Ria Regebogen-Reihe lernt Ria ihre Fähigkeiten als Regenbogenschön immer mehr kennen - kontrollieren kann sie diese allerdings noch nicht so wirklich.
Doch dann verschwinden sämtliche Wolkentiere nach und nach und Ria sieht seltsame Zeichen, die sonst niemand sieht. Als dann auch noch Nim, Rias Wolkenkater (der übrigens seeehr niedlich ist!), verschwindet, und die Wolkenlande sich aufzulösen zu beginnen, macht sich Ria mit ihren Freunden Nastassja Niederschlag und Minus Permafrost auf die Suche nach den Gründen für diese seltsamen Ereignisse.
Die Geschichte ist wieder wundervoll, magisch und fantasievoll und in einer wunderbaren und humorvollen Schreibweise verfasst.
Die Idee des Pfützportierens finde ich immer noch sooo genial und witzig!
Und wieder muss Ria die magischen Wetterlande retten, die durch eine noch gefährlichere Macht als im ersten Teil bedroht wird. Und sie merkt, dass dafür ihre Regenbogenmagie erforderlich ist, die sie aber überhaupt noch nicht unter Kontrolle hat.
Es ist spannend zu verfolgen, wie Ria die Gratwanderung meistert, um ihre Magie zu beherrschen, dabei aber keinen Schaden anzurichten; die Vorwürfe von sich zu weisen, dass sie Schuld an all den Problemen hat; ihren Wolkenkater zu vermissen und dann noch herauszufinden, wer dafür wirklich verantwortlich ist und v.a. dagegen anzukämpfen.
Freundschaft und Zusammenhalt sind wieder wichtige Themen, denn ohne die Hilfe ihrer Freunde Nastassja und Minus wäre Ria in ihren Bemühungen nicht so erfolgreich.
Und auch die Selbstlosigkeit von Lava von Glut und Gloria (über die man im ersten Band viel erfährt), ist enorm wichtig.
Im enthaltenen Krimi kann man auch als Erwachsener wieder toll miträtseln, wer denn für dieses Desaster verantwortlich ist.
Viele schwarz-weiß Illustrationen, von der Autorin selbst gezeichnet, sind passend humorvoll und peppen die Geschichte auf.
Die Portraits und Kurzbeschreibungen der handelnden Personen sowie die Übersicht über die Wetterlande zu Beginn der Geschichte sind informativ und hilfreich.
Fazit:
Gelungene Fortsetzung über die fantasievolle und magischen Wetter-Lande, wo Ria lernen muss, ihre neuen Kräfte zu beherrschen, um mal wieder die Welt (also die Wetterlande sowie die Erde) retten muss.
eingesperrt mit den gefährlichsten Serienkillern
The Institution von Helen Fields
3,5 Sterne
In dem abgelegenen Hochsicherheitsgefängnis Parry Institution, in dem psychisch kranke Straftäter, und auch die 5 gefährlichsten Serienmörder der Welt eingesperrt sind, geschieht ein Mord auf eben dieser Station: der beliebten Krankenschwester Tara wurde ihr Baby aus dem Bauch geschnitten, und die Tote nur durch Zufall gefunden.
An den Vater und dessen Eltern erging eine Lösegeldforderung.
Die forensische Profilerin Connie Woolwine, die auch Psychologie studiert hat, wird als Psychologin eingeschleust - kann sie das Baby rechtzeitig finden und den Täter, der nur aus den inneren Reihen kommen kann, aufspüren?
Dazu kommt ein Schneesturm, der die Anstalt abgeschieden macht; niemand kann rein oder raus.
Der Schreibstil ist wirklich packend; und auch zu Beginn ist man gebannt und gefesselt von dieser Einrichtung und der brutalen Tat. Das Wetter und die einsame, abgeschiedene Lage der Parry Institution ist beklemmend; ebenso die Atmosphäre in der Station.
Man fiebert mit Connie mit und lernt, ebenso wie diese, die 5 Serienkiller nach und nach immer genauer kennen.
Durch die detaillierte Schreibeweise kann man sich auch alles genau vorstellen.
Man kann auch super miträtseln: wer ist der Täter? Einer der Massenmörder? Oder doch einer der Angestellten? Immer wieder hat man jemand anders als Täter am Schirm.
Leider war ich mit einigen Dingen nicht zufrieden. Erstmals finde ich das Rausschneiden des Babys, bei dem die Mutter stirbt, unrealistischer für eine Lösegeldforderung als einfach die schwangere Frau selbst zu kidnappen (und irgendwo in dieser Einrichtung zu verstecken) - und für die Frau das Lösegeld zu fordern.
Ebenso, dass alle Insassen zu Connie nur "Dr. Connie" sagen sollen, obwohl alle anderen Ärzte mit Nachnamen angesprochen werden, fand ich unglaubwürdig. Ich finde, so kann man Connie als Ärztin nicht so ernst nehmen wie die anderen Ärzte. Und dass Connie so schnell und einfach unter falschen Tatsachen als Psychologin mit einem Patienten, über den sie nichts sagen darf, dort aufgenommen wird und sich überall frei bewegen darf. Und dass sie dann glaubt, paranoid zu werden, fand ich etwas zu überzogen.
Die Auflösung war nachvollziehbar, allerdings war der Kontakt der Täter untereinander unglaubwürdig.
Den Übersichtsplan am Ende des Buches von Station H fand ich sehr hilfreich.
Fazit:
Ein packender und beklemmender Thriller, der leider gegen Ende etwas unglaubwürdig wird.
Kann Gregs Schule gerettet werden?
Gregs Tagebuch 18 - Kein Plan von nix von Jeff Kinney
Nachdem die Schüler von Gregs Schule schlecht abschneiden, wird der alte Direktor aus der Rente geholt, der die Schüler wieder auf Vordermann bringen soll.
Trotzdem scheint alles zu scheitern...
Auch die neue Geschichte ist typisch Greg, sehr überzogen, aber wahrscheinlich genau das, was Kindern gefällt.
Die mögen das, wenn alles so unwirklich übertrieben wird.
Vor allem Gregs Gedanken allgemein (wozu man ein Gehirn überhaupt braucht und was es alles kann) als auch speziell zu seinen Lehrern und dem Unterricht lässt einen wieder viel schmunzeln.
Dass Probleme von Schulen und dem Schulsystem angeprangert werden, finde ich gut. Denn es stimmt, dass überall immer mehr und mehr eingespart wird (werden muss?) und deshalb die Qualität des Unterrichts und somit die Ausbildung unserer Kinder leidet.
Aber ich persönlich finde es dann doch etwas ZU drüber. Vor allem das Sponsoring sämtlicher Dinge an der Schule. Ein bisschen weniger hätte mMn auch gereicht.
Aber die Überlegungen, die alle anstellen, um die Schule zu retten, und der Zusammenhalt, hat mir sehr gut gefallen.
Leider fehlt ein bisschen der Spannungsbogen, wie man aus anderen Gregs Tagebüchen gewohnt ist.
Viele aktuelle Themen, die für Kinder/Schüler von Bedeutung sind, werden thematisiert: Schüleralltag, erste Verliebtheit, Bildung (und deren Qualität), Einsparungsmaßnahmen (an Schulen) und auch Freundschaft und Zusammenhalt.
Fazit:
Kurzweiliges und aktuelles Lesevergnügen mit Greg, das überzogen auf Schulprobleme eingeht, und zum Nachdenken anregt.
auf Spurensuche in der Vergangenheit
Ich träumte von einer Bestie von Nina Blazon
Die Datenforensikerin Fleur, deren Leben aus Angst besteht, flüchtet sich mit ihrer Arbeit vor der Wirklichkeit und dem Interagieren mit anderen Menschen.
Sie hat eine große Narbe an der Schläfe; und man kann sich gut in sie hineinversetzen und ihre Furcht vor anderen Menschen verstehen, denn man weiß ja, wie Kinder andere Kinder aufgrund solcher Dinge mobben.
Und solche Erlebnisse aus der Kindheit prägen.
Leider wird sehr, sehr lange nicht erwähnt, warum und woher sie diese Narbe hat, und was es damit auf sich hat. Klar, für den Lauf der Geschichte konnte dieses Geheimnis erst sehr spät gelüftet werden, doch ich mag es gar nicht, wenn man über so wichtige Details im Dunkeln gelassen wird und alles immer nur kurz erwähnt wird.
Die Erklärung dazu hat mich dann überrascht, und noch weitere Geheimnisse aus Fleurs Vergangenheit, die immer wieder nur angedeutet werden, decken sich auf.
Als Fleur vom Tod ihres leiblichen Vaters erfährt, zu dem sie schon lange keinen Kontakt mehr hatte, macht sie sich auf den Weg nach Frankreich, die Heimat ihrer Großmutter, um der bisher verschwiegenen und unaufgeklärten Familiengeschichte väterlicherseits auf die Spur zu kommen. Und sie macht große Entdeckungen! Es ist wunderbar und emotional, Fleurs Wege zu verfolgen.
Vor allem, als sie dann in der Auvergne landet, die man gedanklich wunderschön vor Augen hat, wo sie auf die Bestien-Sage stößt, die dort überall zelebriert wird. Hat diese Sage etwas mit ihrer Abstammung zu tun?
Man verfolgt Fleur gespannt bei ihren Recherchen; bekommt Gänsehaut, wenn man über die Wolfs-Bestien-Legende liest; und ist atemlos, wenn sie Tomé oder Pierre gegenübersteht.
Auch dieser romantische Teil gefällt mir gut; und ebenso der kriminalistische, wenn man bei der Suche nach Details und dem Zusammenfügen der Puzzleteilchen dabei ist.
Sehr schön war, dass Fleur immer stärker geworden ist und sich emotional rasant weiterentwickelt hat.
Leider gibt es immer wieder mal kleine Längen; und dass eben die Geschichte um Fleurs Narbe so lange ein Geheimnis bleibt, ebenso wie das schlechte Verhältnis zu ihrem Vater-was eigentlich überhaupt nicht richtig aufgeklärt wird- haben mich gestört.
Erwähnen muss ich auch die leider wirklich sehr kleine Schrift, die das Lesen zu keinem Genuss macht. Deshalb habe ich auch 3x so lange gebraucht wie normalerweise. Schade, denn die Geschichte selbst ist toll!
Fazit:
Ein beeindruckender Roman über eine deutsch-französische Familiengeschichte einer Protagonistin, die sich emotional richtig toll weiterentwickelt; und über die faszinierende Bestien-Sage in Frankreich.
ein Klugscheißerchen bei den besserwisserischen Theufels
Das Klugscheißerchen von Marc-Uwe Kling
Tina und Theo Theufel (mit "th") wissen vieles gut, und manches sogar besser. Von wem sie das wohl haben? ;)
Und eines Tages finden sie ein kleines blaues (sorry, türkises) Geschöpf auf dem Dachboden (wohin sie eigentlich gar nicht dürfen; doch Spielen dort oben macht einfach sooo viel Spaß), das NOCH alles besser weiß.
Doch aufgepasst: Klugscheißern ist harte Arbeit: man muss immer über alles genauestens informiert sein!
Und dieses Klugscheißerchen behauptet, nur für seinesgleichen sichtbar zu sein - ob Mama und Papa es wohl auch sehen können?
In Marc-Uwe Klings typischer Weise wird mit viel Humor und Überspitztheit ein Thema kindgerecht verpackt. Dazu garniert mit den wundervollen Illustrationen von Astrid Henn, macht dieses Buch Groß+Klein viel Spaß und ist sowohl zum Vorlesen, als auch zum Selberlesen geeignet.
Und der Schlusssatz hat mir besonders gut gefallen. ;)
Fazit:
Eine Marc-Uwe Kling-typische, überzogene und humorige Satire über Besserwisser und alle, die es noch werden wollen. Lustige Unterhaltung für Groß & Klein ist garantiert!
emotionale Geschichte aus der Nachkriegszeit
Als wir an Wunder glaubten [Ungekürzt] von Helga Bürster
Anfangs habe ich leider etwas länger gebraucht, um in die Geschichte hineinzukommen. es hat mich irgendwie nicht so gepackt und meine Gedanken sind immer wieder abgeschweift, sodass ich einiges bestimmt nicht mitbekommen habe.
Aber als dann Betty kam, hat mich die Geschichte gefesselt - als sie die 50 Pfennig gestohlen hat, aber nur, weil die Münze so schön geglänzt hat.
Und ihr schlechtes Gewissen danach... es ist so bewegend und zeigt die Situation der Menschen in der damaligen Zeit sehr gut. Besonders in dem kleinen Örtchen Unnenmoor, das tief im Moor liegt, quasi abgeschieden vom Rest Deutschlands, wo man nur für sich und ums Überleben kämpft. Und die Frauen auf die Rückkehr ihrer Männer nach dem Krieg warten.
Und dann ist noch der Handlungsstrang um den Mann, der sein Gedächtnis im Krieg komplett verloren hat (und nicht nur das), und der aufgrund eines Rings, den er in der Hostentasche hatte, sein Zuhause sucht.
Auch wenn man als Leser bald weiß, in welche Richtung sich dies entwickelt, ist auch diese Storyline äußerst emotional und berührend.
Die Charaktere sind überhaupt alle detailreich gezeichnet, und man kann sich gut in diese hineinversetzen. Auch diesen großen Aberglauben zur damaligen Zeit kann man verstehen und sich ein gutes Bild vom Leben nach dem Zweiten Weltkrieg machen, auch was technische Entwicklung betrifft, die Moorbewirtschaftung und den Umweltschutz betreffend, und die sozialen Strukturen in so einem abgeschiedenen Dorf.
Die Sprecherin Katja Danowski verleiht den Figuren Leben. Mir gefällt ihre Sprechweise und Intonation.
Fazit:
Eine emotionale und bewegende Geschichte der Bewohner eines Moordorfes zur Nachkriegszeit, die zwischen Überlebenskampf und Aberglauben ihren Weg im Leben suchen.
Die Queen ermittelt zum 3. Mal an Weihnachten in Sandringham
Ein höchst royaler Mord von S J Bennett
Der 3. Teil der Cosy Crime-Reihe, in der Queen Elizabeth II. ermittelt, bringt uns an Weihnachten 2016 nach Sandringham, wo das Royale Oberhaupt die Feiertage und den Beginn des neuen Jahres verbringen will - und zwar in Ruhe.
Doch eine abgetrennte Hand macht ihr einen Strich durch die Rechnung; denn aufgrund des markanten Siegelrings und eines kürzeren Fingers identifiziert die Queen diese als ihrem Bekannten, Sir Edward St.
Cyr, zugehörig.
Klar, dass die Queen so ein Verbrechen in ihrer unmittelbaren Nähe nicht durchgehen lassen kann, und so schickt sie wieder ihre Assistentin Rozie Oshodie los, um zu ermitteln.
Diesmal kam die Geschichte nur langsam in Fahrt, es werden wirklich viele Adelige und der Verwandtschafts- bzw. Bekanntschaftsstatus zur Queen erklärt, was etwas langatmig war, und diese ganzen Beziehungsverflechtungen haben mich oft verwirrt. Auch, dass manchmal die Familiennamen erwähnt werden; wenn jedoch "Sir" davorsteht, wird aber immer der Vorname des jeweiligen Adeligen angeführt. Ich konnte den Dingen deshalb teilweise gar nicht mehr richtig folgen; auch als dann noch weitere Tote und eine Verletzte auftauchten.
Erst ab der Hälfte wurde alles etwas klarer und die Auflösung war dann stimmig und nachvollziehbar.
Die Queen glänzt wieder mit ihrem trockenen Humor und ihrem Charme; und die royale weihnachtliche Atmosphäre in Sandringham House kommt wundervoll rüber. Nur Rozie war diesmal leider teilweise etwas begriffsstutzig. Doch sie ist fleißig und loyal und bringt sogar ihr eigenes Leben in Gefahr, um das der Queen zu schützen.
Fazit:
Der 3. Teil der Queen-Krimi-Reihe startet leider langsam und etwas zäh; aber die Queen ist wieder at her best und die Auflösung des Falles war stimmig und nachvollziehbar.











