Kunden em pfehlungen
Rezensionen von begine:
Freundinnen
Was uns zusammenhält von Carola Lovering
Carola Lovering ist Autorin und Journalistin.
Ihr Roman, Was uns zusammenhält, enthält mehrere verschiedene Themen.
Ihre Protagonisten sind zwei Freundinnen, noch aus der Schulzeit, Billie und Cassie. Sie kommen aus unterschiedlichen Gesellschaftsklassen.
Die Geschichte beginnt 50 Tage zuvor und endet 35 Tage danach.
Die beiden Personen wechseln ihre Eindrücke miteinander. Dazwischen erfahren wir, was sie schon als Jugendliche erlebt haben.Die Beiden sind jetzt 35 Jahre alt und die Freundschaft ist nicht mehr richtig. Nach und nach erfährt man aus den früheren Berichten, was da passiert ist.
Der Roman liest sich wunderbar. Nur einen Einwand habe ich.
Cassie hat eine kleine Tochter, die sie noch stillt und die Autorin lässt sie trotzdem viel Alkohol trinken.
Sonst ist die Sprache perfekt getroffen. Der Roman ist unterhaltsam und lesenswert.
Ein grausames Leben
Das Vogel-Tattoo von Dunya Mikhail
Dunya Mikhail hat mit ihrem Roman, Das Vogel-Tattoo, ein besonders tragische Thema erzählt und es ist so aktuell.
Mit der Protagonistin Helen, die zu einer Jesidische Familie gehört müssen wir an ihrem Leid teilnehmen. Wir erfahren wie das Volk geschändet wird. Die Frauen werden verkauft, immer wieder vergewaltigt und geschlagen.
Jungen werden zu ISS-Kämpfern umerzogen. Die Männer werden oft ermordet.
Zwischendurch gibt es mal die schöne Liebesgeschichte von Helen und Elias. Dann kommt wieder das ganze Elend.
Der Roman ist gut geschrieben. Er ist kein Wohlfehlroman, aber ein wichtiges Thema, das man sonst nur am Rande mitbekommt.
Es ist ein wichtiges Werk.
Singapur und seine Kultur
Zweckfreie Kuchenanwendungen von Yeoh Jo-Ann
Der Roman, Zweckfreie Kuchenanwendungen, von der Schriftstellerin Yeoh Jo-Ann.
Der titel ist etwas eigenwillig. Der Roman spielt in Singapur und wir erfahren viele kulturelle und landesübliche Gerichte kennen. Die Autorin schreibt mit viel Gefühl.
Der 35jährige Lehrer Sukhin ist schon etwas verpeilt.
Als seine Eltern ihm eine Ehekandidatin vorstellen, und er erfährt, das die keinen Kuchen mag, hat sich das erledigt. Er steht auf Kuchen. Als er dann eine Unterkunft aus Kartonen anrennt, ist die Bewohnerin eine frühere Liebe. Das die schon sechs Jahre als Obdachlose lebt, obwohl sie aus reichem Haus stammt, ist das mir etwas unlogisch.
Alles in Allem ist der Roman angenehm zu lesen und man erfährt einiges von Singapur
Fazit: Lesenswert.
Vadins Reise als Vincent
Über allen Bergen von Valentine Goby
Über allen Bergen ist ein Roman der französischen Schriftstellerin
Valentine Goby. Sie versteht es diese Geschichte mit besonderer Sprache einen guten Eindruck zu machen. Sie zeigt die Emotionen des Asthmakranken jüdischen Jungen Vadin genau und detailliert erzählen.
Er muss aus dem besetzten Paris fliehen.
Er wird in die Berge geschickt und heißt fortan Vincent.
In dem einsamen hochgelegenen Ort wird Vincent gut behandelt. Er erfährt Freundlichkeit und Freundschaften. Leider kam die Gefahr auch hier an und der Junge muss sich über die Grenze in die Schweiz retten.Ich mochte ihn gern begleiten. Der Schnee in den Bergen hat mich auch beeindruckt.
Das Leben auf dem Hof wird gut dargestellt. Die Autorin hat sich da gut Vorbereiter, indem sie ihn besucht und mit Einwohnern über die schlimmen Erinnerungen , unterhalten.
Der Roman ist beeindruckend und unbedingt lesenswert.
Die Welt der Astronaten
Umlaufbahnen von Samantha Harvey
Samantha Harvey lädt uns in ihrem Roman Umlaufbahn in das Weltall ein.
Vier Astronauten und zwei Kosmonauten fliegen in ihre Raumkapsel um die Welt.
Die Autorin hat das ganz gekonnt geschaffen. Nach einer kleinen Zeit des Warmwerden konnte ich mich gut mit der Geschichte arrangieren. Es ist ein ruhiges Buch.
Es geschehen keine weltbewegenden Dinge. Die Personen lassen uns an ihre Gedanken und Erinnerungen teilnehmen. Es war interessant zu lesen, das die japanische Astronautin gerade in der Zeit, ihre Mutter verliert und wie die Trauerzeremonien in Japan stattfinden. Außerdem erfährt man, wie sich alle fit halten.
Der Roman liest sich gut und ich mag ihn gerne weiter empfehlen.
Der erste Weltkrieg
Zeit der großen Worte von Herbert Günther
Herbert Günther hat mit seinem Roman, Zeit der großen Worte, ein wunderbares Werk geschaffen.
Er zeichnet mit klarer Stimme die Erlebnisse eines 14jährigen Jungen, von dem ersten Weltkrieg.
Er hört die Euphorie des Vaters und des großen Bruders, als es zum Krieg kommt. Aber die wird schnell vergehen.
Der Bruder schreibt ihm, wie das ist, die Angst vor dem Tod durchzustehen. Schlimmer ist es auch immer wieder zu töten.
Der Autor hat die Zeit des Krieges und die Jahre danach genau hinbekommen.
So wurde dieses Werk ein besonderes Leseerlebnis.
Kinderverschickung
Das Kind mit den stummen Augen von Lena Rohn
Lena Rohn hat für den Roman,
Das Kind mit den stummen Augen, perfekt recherchiert. Das Thema
Kinderverschickung war schon oft in der Presse.
Kinder wurden gerne für sechs Wochen zur Kur geschickt, wenn sie etwas mager waren.
Ich wurde selber im Alter von neun Jahren zu so einer Kur verschickt.
Aber Gott sei Dank ging es bei uns human zu. Wir wurden nicht gequält. Das einzige was mir zu schaffen machte, war, das sechs Wochen ziemlich lang wurden.Die Protagonistin Ina wurde gemeinsam mit ihren beiden jüngeren Schwestern verschickt. Karla ist erst vier Jahre alt. Wenn man da bedenkt, wenn Ina zusehen muss, wenn Karla misshandelt wird, das ist furchtbar.
Die Autorin hat das ganze genau dargestellt. Die Kinder hatten da ein Trauma, das auch ihre Erwachsenzeit belastet.
Die Träume kommen immer wieder.
Das Buch hat mich sehr interessiert und mitgenommen. Ich hoffe das durch die Bekanntmachung dieser Zustände so etwas nicht mehr vorkommt.
Es ist ein lesenswertes Buch.
Humorvoll und feinsinnig
Vielleicht hat das Leben Besseres vor von Anne Gesthuysen
Anne Gesthuysens neuer Roman,
Vielleicht hat das Leben Besseres vor, ist wieder ein gut gemachtes Werk. Sie kann mich mit ihren Romanen immer wieder begeistern. Ihr Schreibstil gefällt mir.
Anna von Batteray Ist Pastorin in der Gemeinde Alpen. Das Dorf ist besonders tratschsüchtig. Beim Bäcker wird alles weiter erzählt.
Manchmal werden auch Missverständnisse weiter getragen.
Bai Anna lebt ihr Neffe Sascha. Seine Mutter ist Annas Schwester, die alkoholkrank ist. Sein Vater ist im Gefängnis. Marias Freundin Heike hat ein besonders hartes Los. Ihre Tochter ist geistig behindert und wurde in einem Graben aufgefunden. Da wird ermittelt, ob sie von jemanden belästigt wurde.
Anna ist mir als Pastorin etwas naiv. Dann ist da noch der witzig beschriebene Hund Freddy.
Die Autorin hat das alles wunderbar formuliert.
So wurde es eine tolle Geschichte, die mich gut unterhalten konnte.
Magischer Roman
Das kleine Café der zweiten Chancen von Shiori Ota
Das kleine Café der zweiten Chancen, ist der erste Roman der Schriftstellerin Shiori Ota, das auf deutsch erschienen ist. Die Autorin schreibt mit einem fesselnder Stil, diese magische Geschichte. Es ist ein schönes Märchen, das nicht realistisch erscheint, aber viel Poesie besitzt.
Die Schülerin Himani ist die Protagonistin.
Sie war schon als kleines Kind eine Corifäre am Klavier. Deshalb schickte sie ihre Mutter nach England zum Studium. Nach einem Unfall kann sie nicht mehr spielen. Jetzt muss sie zurück nach Sapporo in die Mittelschule.
Sie findet ein Café. Die Besitzerin ist eine Barista, die in vier Minuten und dreiunddreißig Sekunden kann sie Personen in die Vergangenheit zurück versetzen. Die können dann ihr Leben ändern.
Himani ist ein trauriges Mädchen. In dem Café lernt sie verschiedene Kaffeezubereitungen kennen.
Dieses japanische Märchen macht Spaß und ist lesenswert..
Vor den Kriegen
Das Haus der Bücher und Schatten von Kai Meyer
Von Kai Meyer habe ich vor längerer Zeit schon einiges gelesen.
Der Roman, Haus der Bücher und Schatten, hat mich wieder gepackt.
Kai Mayer hat einen fesselnden Schreibstil, er versteht es gute Geschichten zu schreiben.
In diesem Roman gibt es zwei Zeitebenen, einmal 1913 in Estland und dann 1933 in Leipzig.
Es beginnt 1933, der Kommissar Cornelius Frey verliert seinen Job, weil er nicht einfach die Taten den
falschen Personen als Täter sieht.
Da wird er Nachtwächter in der Deutschen Bibliothek.
Er rettet ein Mädchen vor einem Sprung vor einem Zug. Einen Tag später wird sie gemeinsam mit einem Kommissar ermordet aufgefunden. Da wird er wieder arbeiten können.
1913 fährt die Lektorin Paula Egel mit ihrem Verlobten ins Baltikum. Sie sollen dem Schriftsteller Aschenberg aufsuchen, um ihn dazu zu bringen, das sein neuer Roman endlich fertig wird. Das
Herrenhaus ist düster dargestellt und die Stimmung ziemlich drückend.
Am Ende gibt es einen Zusammenschluss beider Stränge.
Der Roman hat mich außerordentlich in Spannung gehalten.











