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Rezensionen von begine:

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Gutes Jugendbuch

Das Jugendbuch Ana und Zak hat mir ganz gut gefallen, obwohl ich eigentlich keine hohen Erwartungen hatte und manche Wendungen in der Handlung nicht besonders realistisch waren. Die Passagen mit den Gangstern hätte man weglassen können. 
Auch befürchtete ich bei dem verspielten Buchcover, dass es zu kindisch wird.

Aber nein, das Buch kann auch ohne Probleme von Erwachsenen gelesen werden. 
Zak und Ana sind sehr unterschiedlich. Er ist locker, sie ist begabt, steht aber unter Druck. 
Doch beide haben Probleme in der Familie. 
Zak und Ana kennen sich bisher nur flüchtig. mehr miteinander zu tun bekommen sie erst bei einem Schülerwettbewerb, bei den sie im gleichen Teram sind. Als sie dann gemeinsam Anas jüngeren Bruder suchen müssen, der alleine zu einer Spiele-Convention aufgebrochen ist, schweißt sie das zusammen. 
Typisch Junge wird Zak schließlich leichtfertig und die mutige Ana muss ihn raushauen. Doch schließlich ist er die Risiken ja auch für sie eingegangen. 
Im Verlaufe der Geschichte ändern sich beide ein wenig und passen daher gut zusammen. Sie ergänzen sich, spielen ihre unterschiedlichen Stärken aus. Das brauchen sie auch, denn in der Umgebung der Convention ist viel los, sie begegnen ganz verschiedenen Leuten, machen sogar selbst bei Spielen mit, wobei Ana entdeckt, zu was sie alles fähig ist. 
Am Ende habe ich das Gefühl, dass die beiden ihren Weg im Leben finden werden. Das freut mich für die sympathischen Figuren, da sie das verdient haben.

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Interessantes Zeitportrait

Das Haus der schönen Dinge von Heidi Rehn

Heidi Rehns neuer Roman ?Das Haus der schönen Dinge? spielt in München von 1897 bis 1951. Ihre Idee diesen Roman über mehrere Generationen zu schreiben, gefällt mir gut. Der Roman ist dialogbetont. Wie die Autorin die Sprache und den Dialekt der bayrischen Bevölkerung einsetzt, ist gut gemacht, deutlich spürbar, aber nicht übertrieben und stört nicht den Lesefluß.

Wir erleben, wie Jacob Hirschvogl sein Kaufhaus, nachdem er in Berlin und Paris gelernt hat, in München nach gleichem Vorbild aufbaut.

Mit seiner Frau Thea, die den gleichen Ehrgeiz hat, wird der Einkaufspalast am Rindermarkt zu etwas besonderem.
1897 bekommen sie den Titel Königlich Bayerischer Hoflieferant.

Die Tochter Lily hat den gleichen Traum wie ihre Eltern.
Ihre Begeisterung für das Geschäft ist schon früh erkennbar.

Heidi Rehn lässt uns die Atmosphäre dieser Zeit gut mitempfinden. Ich sehe mich in dem exklusiven Kaufhaus mit dem immensen Glaskuppeldach flanieren und die schönen, kostbaren Stoffe und andere besondere Dinge bestaunen.

Unterschwellig bemerkt man aber auch schon früh die antisemitische Gesinnung der Münchner. Ein jüdisches Kaufhaus hat es auch schon vor der Naziherrschaft schwer.

Ein bemerkenswerter und gut unterhaltender Roman über eine bewegte Zeit.

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Interessantes Zeitportrait
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Rezepte auch für Ausdauersport

Das Haus der schönen Dinge von Heidi Rehn

Strongfoods - Wer Muskeln will, muss richtig essen.
Von Ingo Froböse, der Autor ist bekannt aus verschiedenen Auftritten im Fernsehen.
Die Rezepte wurden von Heike Lemberger zusammengestellt.
Von diesem Kochbuch war ich angenehm überrascht.Das Cover empfinde ich allerdings als Nichtssagend und spricht mich nicht an.

Außerdem unterschlägt der Titel den Ausdauersportaspekt.
Die Rezepte sind relativ einfach zuzubereiten und teilweise auch für Nichtsportler geeignet. .Jedenfalls bekam ich bei einigen Gerichten großen Appetit, obwohl ich nicht der Sportler in der Familie bin.
Besonders hervorstellen möchte ich, dass die Rezepte immer für eine Person sind, da entfällt das lästige Umrechnen. Die Zutaten sind meist gut zu bekommen. Der Rezeptteil ist aufgeteilt in Vor dem Training, Nach dem Training, Rekonvalenzphase, Schnelle Snacks für Zwischendurch und Ernährung an trainingsfreien Tagen.
Nun zum technischen und praktischen Teil, im Buch wird der zuerst behandelt. Man lernt Grundlagenwissen über die allgemeine Energiebereitstellung. Für Ausdauersport z.B. der unterschiedlichen Bedeutung von Kohlenhydraten und Fetten und man bekommt Tipps wie man dieses theoretische Wissen im Training und bei Wettkämpfen einsetzt und die im Rezeptteil entsprechend einsortierten Rezepte unterstützen einen dabei.

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witziger Roman, harmlos, aber unterhaltsam.

Das Haus der schönen Dinge von Heidi Rehn

Billy the Beast - Ein Traum von einem Tiger - ist ein ganz witziger Roman, harmlos, aber unterhaltsam.
Der 16jährige Bert wiegt über 100 Kg, das beeinflusst sein Leben bzw. bringt ihn in eine Außenseitersituation. Als er Maskottchen im Tigerkostüm bei einer Eishockeymannschaft wird, ändert das sein Leben.

Von der im Klappentext angekündigten Liebesgeschichte ist wenig zu spüren, außer gegen Ende, aber das macht nichts. Was den Roman aus dem Mittemaß herausholt ist die schwierige Familiensituation, unter der Bert leidet. Seine Mutter ist alleinerziehend und etwas unstet, sein Vater ein Egoist.

Obwohl der Roman nicht direkt als Jugendbuch ausgezeichnet ist, erfüllt die Regeln des Genres komplett. Ein jugendlicher, selbstironischer Icherzähler funktioniert fast immer.
Und der Autor hat das konsequent und mit Wortwitz gestaltet. Dazu gehört auch der Einsatz von "Wer wird Millionär-Fragen" und ähnlichen Anspielungen. Nur die zu häufigen Wiederholungen von einigen anfangs amüsanten Passagen nutzen sich mit der Zeit ab.

Man darf gespannt sein, was Jörg Menke-Peitzmeyer noch schreiben wird.

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Verzwickte Familie

Das Haus der schönen Dinge von Heidi Rehn

Wünsche, die uns tragen ist ein positiver Roman über ganz normale Menschen, die schweres ertragen müssen. Der kleine Jake ist sehr krank und benötigt dringend eine neue Niere. Seine Eltern, Beth und Richard sind verzweifelt, denn sie kommen als Spender leider nicht in Frage. Beth versucht mehr über ihren unbekannten Vater herauszufinden, ihre Mutter Mary hatte sie alleine aufgezogen und ist vor kurzen verstorben.

Doch vielleicht kommt der unbekannte Mann als Spender in Frage, wenn man ihn nur findet. Diese Situation verleiht dem Buch, das ansonsten undramatisch geschrieben ist, Spannung. 
Mitr Rückblenden in die Vergangenheit und vielen weiteren Figuren wird die damalige Situation dem Leser allmählich klarer. Das hat die Autorin geschickt geschildert. Man erfährt mehr über Mary, wieso sie Beth damals alleine großziehen musste und über die Verwicklungen mit weiteren Figuren, die überwiegend sympathisch sind. Zwischenzeitlich ist die Handlung ganz schön verzweigt und man muss als Leserin aufpassen, alles mitzubekommen, insbesondere die Familienzugehörigkeiten der Leute kann ganz schön verzwickt sein. Doch mit der Zeit findet man sich zurecht. 
Der Roman ist trotz des schweren Themas Balsam für die Seele und ich habe ihn gerne gelesen. Vielen Dank an den begeisterten Leser, der mir das Buch so empfohlen und geliehen hat. Fünf Sterne sind angemessen und die gebe ich gerne!

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Florries Weg

Das Haus der schönen Dinge von Heidi Rehn

Tracy Rees Prosa ist typisch englisch! Die Reise der Amy Snow habe ich bereits gelesen, fand es jedoch etwas langweilig. Trotzdem wollte ich der Autorin mit Die zwei Leben der Florence Grace noch einmal eine Chance geben. Auch diesmal fehlte mir Spannung, aber dennoch konnte man den Roman ganz gut lesen, obwohl sich die 460 Seiten in der Mitte etwas zogen.

 
Die Passagen am Anfang hatten mich nicht so überzeugt, aber wie Florrie sich entwickelte, hat mir gut gefallen. Sie ist gezwungen sich zu verändern, da sie als fünfzehnjährige verwaist zur Familie ihres Großvaters muss, die zwar reich aber kalt sind. Florrie muss Tiefen und Höhen überstehen, bis sie sich angepasst hat. 
Dachte ich anfangs noch, sie würde sich zwischen den Grace-Männern Turlington und Sanderson entscheiden müssen, ist ihre Zuneigung zu einem der Männer doch klar. Doch der Roman ist nicht kitschig. Sie schafft es im Verlaufe des Romans zu einer freien Persönlichkeit zu werden. Sie brauchte dazu keinen Mann. Sanderson ist sympathisch, doch Turlingtin ist ein Säufer und lebensuntüchtig. Florence erkennt das schnell. 

Man kann das Buch schnell lesen, kritisch ist anzumerken, dass es relativ wenig Überraschungen in der Handlung gibt. 

Ich vergleiche den warmen und ruhigen Erzählton von Tracy Rees mit den von Lucinda Riley, doch bei ihr ist der Fokus klar auf der historischen Zeitebene. Sie beschreibt das 19.Jahrhundert angemessen. Für einfache Leute war das Leben damals hart, vielleicht waren die etablierten deswegen so egoistisch. 

Meine Wertung in Sternen: 3 und ein halber! Ich runde dann auf! 

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Früher und Heute

Das Haus der schönen Dinge von Heidi Rehn

Es fängt 1891 an, Aimee wird von ihrem Vater verheiratet, sie stickt einen schönen Kragen für ihre Hochzeit. Der Vater war sehr dominant. 

Den Anfang der Geschichte fand ich zunächst ganz interessant. 
Das es zwischen Aimee und Maggie so viele Figuren gab, die den Perlenkragen besaßen, war etwas zu viel und zu ausufernd beschrieben.

Die alle hätten erwähnt werden können, aber nicht in dem Maße. Nur die Geschichte von Aimee war am Anfang und dann musste man warten, bis man mal wieder etwas von ihr hört. 

Dann findet in der Gegenwart die Auktionatorin Maggie ihn. 
Maggie ist verheiratet und hat eine Tochter. 

Maggies Geschichte ist ganz gut, sie hat Glück mit ihrem Mann, z.B. das er sich viel um die Kinder kümmert. Maggie hingegen denkt viel an ihre Arbeit und vernachlässigt die Tochter. 
Die Gewissensbisse wenn sie ihre Tochter zurücklassen muss, kann ich gut nachvollziehen. 

Das Cover spricht mich an und solche Romane, die teils historisch sind, lese ich eigentlich ganz gern. 

Fazit: Das Buch war nicht schlecht, aber leider auch nicht wirklich etwas besonderes. Es hat mich nicht so richtig gepackt. 

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Porträt der Gegenwart

Die Zeit der Ruhelosen von Heidi Rehn

Die französische Schriftstellerin Karine Tuil  ist eine große Stilistin und beim Anlegen der übergroßen Figuren hält sie sich mit der Eindringlichkeit nicht zurück. Im Mittelpunkt steht der reiche Manager François Vély, der Politiker Osman Diboula und der aus Afghanistan zurückgekehrte Romain Roller
Dann gibt es noch Marion, die Francois heiratet und mit Romain eine Affäre anfängt.

Leider wird nicht aus ihrer Perspektive heraus erzählt.
Die Autorin bringt den Leuten die Verfassung dieser Protagonisten näher und zeigt psychologische Zustände auf. Sie alle tun sich schwer im Leben, trotz Erfolge, doch Veranlagung oder äußere Umstände lassen sie ruhelos sein.
Die Figuren sind zwar interessant, aber streckenweise kalt und eignen sich kaum zur Identifikation. Man liest deswegen mit einer gewissen Distanz. Zudem ist das Buch thematisch düster gefärbt und komplett ironiefrei.
Dennoch bleiben mir die Figuren nicht gleichgültig, besonders Romains innere Qualen sind berührend, er musste mit ansehen, wie in Afghanistan mehrere seiner Leute bei einem Abschlag getötet oder schwer verletzt und verstümmelt wurden. Das hinterlässt bei ihm eine posttraumatische Belastungsstörung.
Für Francois Probleme habe ich weniger Verständnis, da er letztlich an den Skandalen mit verantwortlich ist. Später trifft es ihn aber unverdient schwer.
Thematisch ist das Buch ambitioniert, doch oft gerät die Handlung ins Stocken. Richtig packend ist aber das Finale, das sich überraschenderweise teilweise im Irak abspielt.
Für mich ist das Buch kein Meisterwerk, das wäre übertrieben, doch dank Karine Tuils glasklarer Prosa ist der Roman ein ästethischer Genus

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Berührend und Realistisch

Unsere Seelen bei Nacht von Kent Haruf

Unsere Seelen bei Nacht - Kent Haruf

Dieser in ruhiger Sprache geschriebene Roman ist ein Kleinod. Der Autor war mir kein Begriff, schade aber vielleicht finde ich noch mal etwas von ihm, er ist ja leider nicht mehr am Leben.
Addie und Louis sind Nachbarn, beide Rentner und über 60 als Addie Louis bittet bei ihr zu übernachten, nur damit sie nicht so allein ist.

Man kann sich ja vorstellen, wie sie in einer amerikanischen Kleinstadt erst mal zum Stadtgespräch werden. Louis Tochter und Addies Sohn sind auch nicht begeistert.
Berührend wird es, als Addies Enkel Jamie eine Zeit bei ihr wohnt und an Alpträumen leidet.
Zusammen mit Louis geht es dem Jungen langsam besser. Wunderschön sind die Ausflüge und Aktivitäten der Drei beschrieben. Ich konnte mich so richtig hineinfühlen.
Der Roman ist sehr realistisch gehalten und ich war traurig, das der Roman so schnell durchgelesen war. Aber nur so ging es, es gab keine Längen.
Für mich war es eine gute Lektüre und ich kann ?Unsere Seelen bei Nacht? nur empfehlen.

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Berührend und Realistisch
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Ungewöhnliches Projekt

Sein blutiges Projekt von Graeme Macrae Burnet

Dieser Roman ist ein Ausflug in die jüngere schottische Geschichte.

Eine ungewöhnliche Idee des Autors. Es fängt mit einem Vorwort an, in dem der Autor erklärt, wie er zu der Geschichte kam.
Dann gibt .es Einschätzungen einiger Einwohner, die Roderick kannten und ihn unterschiedlich beschreiben
Jetzt kommt Roderiks Manuskript.

Dieser Lebensbericht ist eigentlich mehr als nur ein Bericht über einen Kriminalfall. Durch den frühen Tod der Mutter wird es zu einer tragischen Familiengeschichte.
Roderick Macrae ist ein intelligenter Junge, auch sensibel. Das lässt ihn die Härten des teilweise armseligen Lebens in den Highlands besonders bewusst wahrnehmen. Etwaige Chance, wie die Förderung seines Lehrers, kann er nicht ergreifen, weil sein Vater dagegen war.
Auch die Liebe zu Flora, des Nachbarn Tochter, ist aussichtslos.

Später kommen weitere Erzähler in diversen Berichten im Zusammenhang mit dem Prozess ins spiel und schließlich der lange Abschnitt des Prozess selbst. Das Buch liest sich spannend.

Graeme Macrae Burnet ist ein Schriftsteller, der einen guten, kraftvollen Stil besitzt.

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Ungewöhnliches Projekt