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Rezensionen von begine:

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witziger Roman, harmlos, aber unterhaltsam.

Billy the Beast - Ein Traum von einem Tiger - ist ein ganz witziger Roman, harmlos, aber unterhaltsam.
Der 16jährige Bert wiegt über 100 Kg, das beeinflusst sein Leben bzw. bringt ihn in eine Außenseitersituation. Als er Maskottchen im Tigerkostüm bei einer Eishockeymannschaft wird, ändert das sein Leben.

Von der im Klappentext angekündigten Liebesgeschichte ist wenig zu spüren, außer gegen Ende, aber das macht nichts. Was den Roman aus dem Mittemaß herausholt ist die schwierige Familiensituation, unter der Bert leidet. Seine Mutter ist alleinerziehend und etwas unstet, sein Vater ein Egoist.

Obwohl der Roman nicht direkt als Jugendbuch ausgezeichnet ist, erfüllt die Regeln des Genres komplett. Ein jugendlicher, selbstironischer Icherzähler funktioniert fast immer.
Und der Autor hat das konsequent und mit Wortwitz gestaltet. Dazu gehört auch der Einsatz von "Wer wird Millionär-Fragen" und ähnlichen Anspielungen. Nur die zu häufigen Wiederholungen von einigen anfangs amüsanten Passagen nutzen sich mit der Zeit ab.

Man darf gespannt sein, was Jörg Menke-Peitzmeyer noch schreiben wird.

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Verzwickte Familie

Wünsche, die uns tragen ist ein positiver Roman über ganz normale Menschen, die schweres ertragen müssen. Der kleine Jake ist sehr krank und benötigt dringend eine neue Niere. Seine Eltern, Beth und Richard sind verzweifelt, denn sie kommen als Spender leider nicht in Frage. Beth versucht mehr über ihren unbekannten Vater herauszufinden, ihre Mutter Mary hatte sie alleine aufgezogen und ist vor kurzen verstorben.

Doch vielleicht kommt der unbekannte Mann als Spender in Frage, wenn man ihn nur findet. Diese Situation verleiht dem Buch, das ansonsten undramatisch geschrieben ist, Spannung. 
Mitr Rückblenden in die Vergangenheit und vielen weiteren Figuren wird die damalige Situation dem Leser allmählich klarer. Das hat die Autorin geschickt geschildert. Man erfährt mehr über Mary, wieso sie Beth damals alleine großziehen musste und über die Verwicklungen mit weiteren Figuren, die überwiegend sympathisch sind. Zwischenzeitlich ist die Handlung ganz schön verzweigt und man muss als Leserin aufpassen, alles mitzubekommen, insbesondere die Familienzugehörigkeiten der Leute kann ganz schön verzwickt sein. Doch mit der Zeit findet man sich zurecht. 
Der Roman ist trotz des schweren Themas Balsam für die Seele und ich habe ihn gerne gelesen. Vielen Dank an den begeisterten Leser, der mir das Buch so empfohlen und geliehen hat. Fünf Sterne sind angemessen und die gebe ich gerne!

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Florries Weg

Tracy Rees Prosa ist typisch englisch! Die Reise der Amy Snow habe ich bereits gelesen, fand es jedoch etwas langweilig. Trotzdem wollte ich der Autorin mit Die zwei Leben der Florence Grace noch einmal eine Chance geben. Auch diesmal fehlte mir Spannung, aber dennoch konnte man den Roman ganz gut lesen, obwohl sich die 460 Seiten in der Mitte etwas zogen.

 
Die Passagen am Anfang hatten mich nicht so überzeugt, aber wie Florrie sich entwickelte, hat mir gut gefallen. Sie ist gezwungen sich zu verändern, da sie als fünfzehnjährige verwaist zur Familie ihres Großvaters muss, die zwar reich aber kalt sind. Florrie muss Tiefen und Höhen überstehen, bis sie sich angepasst hat. 
Dachte ich anfangs noch, sie würde sich zwischen den Grace-Männern Turlington und Sanderson entscheiden müssen, ist ihre Zuneigung zu einem der Männer doch klar. Doch der Roman ist nicht kitschig. Sie schafft es im Verlaufe des Romans zu einer freien Persönlichkeit zu werden. Sie brauchte dazu keinen Mann. Sanderson ist sympathisch, doch Turlingtin ist ein Säufer und lebensuntüchtig. Florence erkennt das schnell. 

Man kann das Buch schnell lesen, kritisch ist anzumerken, dass es relativ wenig Überraschungen in der Handlung gibt. 

Ich vergleiche den warmen und ruhigen Erzählton von Tracy Rees mit den von Lucinda Riley, doch bei ihr ist der Fokus klar auf der historischen Zeitebene. Sie beschreibt das 19.Jahrhundert angemessen. Für einfache Leute war das Leben damals hart, vielleicht waren die etablierten deswegen so egoistisch. 

Meine Wertung in Sternen: 3 und ein halber! Ich runde dann auf! 

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Früher und Heute

Es fängt 1891 an, Aimee wird von ihrem Vater verheiratet, sie stickt einen schönen Kragen für ihre Hochzeit. Der Vater war sehr dominant. 

Den Anfang der Geschichte fand ich zunächst ganz interessant. 
Das es zwischen Aimee und Maggie so viele Figuren gab, die den Perlenkragen besaßen, war etwas zu viel und zu ausufernd beschrieben.

Die alle hätten erwähnt werden können, aber nicht in dem Maße. Nur die Geschichte von Aimee war am Anfang und dann musste man warten, bis man mal wieder etwas von ihr hört. 

Dann findet in der Gegenwart die Auktionatorin Maggie ihn. 
Maggie ist verheiratet und hat eine Tochter. 

Maggies Geschichte ist ganz gut, sie hat Glück mit ihrem Mann, z.B. das er sich viel um die Kinder kümmert. Maggie hingegen denkt viel an ihre Arbeit und vernachlässigt die Tochter. 
Die Gewissensbisse wenn sie ihre Tochter zurücklassen muss, kann ich gut nachvollziehen. 

Das Cover spricht mich an und solche Romane, die teils historisch sind, lese ich eigentlich ganz gern. 

Fazit: Das Buch war nicht schlecht, aber leider auch nicht wirklich etwas besonderes. Es hat mich nicht so richtig gepackt. 

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Porträt der Gegenwart

Die Zeit der Ruhelosen

Die französische Schriftstellerin Karine Tuil  ist eine große Stilistin und beim Anlegen der übergroßen Figuren hält sie sich mit der Eindringlichkeit nicht zurück. Im Mittelpunkt steht der reiche Manager François Vély, der Politiker Osman Diboula und der aus Afghanistan zurückgekehrte Romain Roller
Dann gibt es noch Marion, die Francois heiratet und mit Romain eine Affäre anfängt.

Leider wird nicht aus ihrer Perspektive heraus erzählt.
Die Autorin bringt den Leuten die Verfassung dieser Protagonisten näher und zeigt psychologische Zustände auf. Sie alle tun sich schwer im Leben, trotz Erfolge, doch Veranlagung oder äußere Umstände lassen sie ruhelos sein.
Die Figuren sind zwar interessant, aber streckenweise kalt und eignen sich kaum zur Identifikation. Man liest deswegen mit einer gewissen Distanz. Zudem ist das Buch thematisch düster gefärbt und komplett ironiefrei.
Dennoch bleiben mir die Figuren nicht gleichgültig, besonders Romains innere Qualen sind berührend, er musste mit ansehen, wie in Afghanistan mehrere seiner Leute bei einem Abschlag getötet oder schwer verletzt und verstümmelt wurden. Das hinterlässt bei ihm eine posttraumatische Belastungsstörung.
Für Francois Probleme habe ich weniger Verständnis, da er letztlich an den Skandalen mit verantwortlich ist. Später trifft es ihn aber unverdient schwer.
Thematisch ist das Buch ambitioniert, doch oft gerät die Handlung ins Stocken. Richtig packend ist aber das Finale, das sich überraschenderweise teilweise im Irak abspielt.
Für mich ist das Buch kein Meisterwerk, das wäre übertrieben, doch dank Karine Tuils glasklarer Prosa ist der Roman ein ästethischer Genus

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Porträt der Gegenwart
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Berührend und Realistisch

Unsere Seelen bei Nacht von Kent Haruf

Unsere Seelen bei Nacht - Kent Haruf

Dieser in ruhiger Sprache geschriebene Roman ist ein Kleinod. Der Autor war mir kein Begriff, schade aber vielleicht finde ich noch mal etwas von ihm, er ist ja leider nicht mehr am Leben.
Addie und Louis sind Nachbarn, beide Rentner und über 60 als Addie Louis bittet bei ihr zu übernachten, nur damit sie nicht so allein ist.

Man kann sich ja vorstellen, wie sie in einer amerikanischen Kleinstadt erst mal zum Stadtgespräch werden. Louis Tochter und Addies Sohn sind auch nicht begeistert.
Berührend wird es, als Addies Enkel Jamie eine Zeit bei ihr wohnt und an Alpträumen leidet.
Zusammen mit Louis geht es dem Jungen langsam besser. Wunderschön sind die Ausflüge und Aktivitäten der Drei beschrieben. Ich konnte mich so richtig hineinfühlen.
Der Roman ist sehr realistisch gehalten und ich war traurig, das der Roman so schnell durchgelesen war. Aber nur so ging es, es gab keine Längen.
Für mich war es eine gute Lektüre und ich kann ?Unsere Seelen bei Nacht? nur empfehlen.

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Berührend und Realistisch
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Ungewöhnliches Projekt

Sein blutiges Projekt von Graeme Macrae Burnet

Dieser Roman ist ein Ausflug in die jüngere schottische Geschichte.

Eine ungewöhnliche Idee des Autors. Es fängt mit einem Vorwort an, in dem der Autor erklärt, wie er zu der Geschichte kam.
Dann gibt .es Einschätzungen einiger Einwohner, die Roderick kannten und ihn unterschiedlich beschreiben
Jetzt kommt Roderiks Manuskript.

Dieser Lebensbericht ist eigentlich mehr als nur ein Bericht über einen Kriminalfall. Durch den frühen Tod der Mutter wird es zu einer tragischen Familiengeschichte.
Roderick Macrae ist ein intelligenter Junge, auch sensibel. Das lässt ihn die Härten des teilweise armseligen Lebens in den Highlands besonders bewusst wahrnehmen. Etwaige Chance, wie die Förderung seines Lehrers, kann er nicht ergreifen, weil sein Vater dagegen war.
Auch die Liebe zu Flora, des Nachbarn Tochter, ist aussichtslos.

Später kommen weitere Erzähler in diversen Berichten im Zusammenhang mit dem Prozess ins spiel und schließlich der lange Abschnitt des Prozess selbst. Das Buch liest sich spannend.

Graeme Macrae Burnet ist ein Schriftsteller, der einen guten, kraftvollen Stil besitzt.

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Gute Unterhaltung

Sturmherz,6 Audio-CD von Corina Bomann

Die Romane von Corina Bomann können mich immer in ihren Bann ziehen. Ihr Stil liest sich flüssig und fesselnd.
So auch bei Sturmherz. Diesen Roman habe ich als Hörbuch gehört. Die Sprecherin Elena Wilms versteht es gut die Stimmungen einzufangen. Ich war davon so angesprochen, das ich den Roman ziemlich schnell anhören musste und mich gezwungen habe mal eine Pause einzulegen.

Die Romane der Autorin eignen sich besonders gut als Hörbücher. Es wird nie
langweilig, und die Stimme der Sprecherin ist einschmeichelnd.
Der Aufbau des Romans ist gut und die Figuren wunderbar gestaltet.

Der Roman fängt 1962 in Hamburg mit der großen Sturmflut an, in den die Liebenden Richard und Cornelia hinein geraten. Ich konnte den Sturm und die Nässe fast spüren, Natürlich geht nicht alles so reibungslos vor und es gibt Intrigen.
Es wird einesteils .die Liebesgeschichte erzählt und zweitens vom angespannten Verhältnis von der Mutter Cornelia und ihrer Tochter Alexa . Die Probleme sind jahrelang unschön, da kann ich die Mutter auch überhaupt nicht verstehen. Eigentlich hatte sie selber eine schlimme Jugend, da macht man es beim eigenen Kind doch eigentlich besser, aber sonst gäbe es diese Geschichte ja nicht.

Es ist interessant mit zu erfahren, wie Alexa und wir nach und nach die Gründe erfährt. Ich habe mich ihr nahe gefühlt.

Ich hatte ein paar schöne unterhaltsame Stunden.
Eine klare Lese- oder Hörempfehlung für alle Corina Bomann Fans

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Erwachsen werden mit Charme

Der Mann, der Luft zum Frühstück aß von Radek Knapp

Radek Knapp hat mit ?Der Mann, der Luft zum Frühling aß? eine schöne Erzählung mit einzigartigem Stil geschrieben, Es ist nicht gerade spannend aber trotzdem fesselnd.
Der Titel und das Cover sind ansprechend.

Der Protagonist Walerian erzählt sein Leben ab der Kindheit an. Der Stil ist besonders.

teilweise ernst mit im Nachhinein witzigen Aspekten.
Wie kann eine Mutter ihren Sohn nach einem Schlafmittel nennen.
Und was er mit seiner Mutter erlebt ist Irre. Sie lässt ihren Sohn 12 Jahre bei ihren Eltern in Polen und dann reisst sie ihn Hals über Kopf aus seiner Umgebung und nimmt ihn nach Wien mit.

Mir gefällt diese ruhige Erzählung besonders gut. Waleriams Versuche mit der fremden Sprache und den ganzen Ansprüchen ohne Hilfe der Mutter sein Leben zu meistern, werden besonders detailliert wieder gegeben.

Immer wieder ist er mit seinem weiterkommen leicht zufrieden zu stellen, er arbeitet in mehreren Berufen und wurde mir immer sympatischer.

Hier wird uns das Leben von den Emigranten nahe gebracht. Man denkt doh gleich an die Flüchtlinge, die die Sprache noch nicht kennen und nicht wissen wie ihr Leben weiter lebenswert wird und sie eine Heimat bekommen.

Dieses dünne Büchlein besitzt einen besonderen Charme, mit einem Thema, das gerade aktuell ist.

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Fesselnd und Einfühlsam

Der Mann, der Luft zum Frühstück aß von Radek Knapp

Das Hörbuch wird gelesen von Adam Nümm.

Der Roman spielt in Berlin und in Sibirien, in der Gegenwart und der Vergangenheit.

Der Forscher Erich hat in seiner Jugend eine Expedition in die Taiga unternommen und das Wachstum der Bäume beobachtet.
Jetzt ist er achtzig Jahre alt und immer noch an Bäumen interessiert.

Bei ihm ist dieser Splean schon ziemlich extrem und gewöhnungsbedürftig..
Langsam nehmen seine Mobilität und seine Wahrnehmungen ab.
Wie er seine Marotten vor seiner Tochter immer wieder versteckt und sich herausredet ist kurios.

Dann gibt es noch die siebzehn jährige Katharina, die unter der Trennung der Eltern leidet und von zu Hause ausreisst.
Die beiden so ungleichen Personen freunden sich an und helfen sich gegenseitig.

Die Autorin schreibt einfühlsam über das Altern, die Einsamkeit, die Erinnerungen und Enttäuschungen.
Wenn Erich an seine Zeit in Sibirien denkt, fühlt man die Stimmung und das sibirische Klima . Sein Führer Wolodja ist ein besonderes Unikum, ihn mochte ich besonders gerne, Ihn und seinen Hund.

Und Adam Nümm liest mit geschulter Stimme einfühlsam diesen schönen interessanten Roman.

Das Cover gefällt mir und die Existenz dieser betrunkene Bäume aus dem Titel, gibt es wohl tatsächlich.

Mich hat das Hörbuch gefesselt und ich konnte nicht genug bekommen.
Ich hoffe Ada Dorian schreibt noch mehr so einfühlsame Romane. Sie ist für mich eine Neuentdeckung.

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Erwachsen werden mit Charme