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Rezensionen von begine:

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Fesselnd

Untiefen von Sheena Kamal

Untiefen ist der erste Thriller der kanadischen Autorin Sheena Kamal. Der Roman ist ihr gut gelungen, ich war total gefesselt von dieser Geschichte. Sie schreibt genau und intensiv.
Die Protagonistin Nora Watts, hatte eine schwere Kindheit und ihr Leben bleibt schwierig. Ohne Schulabschluss und als Alkoholikerin wird sie schnell zu einem Opfer, aber was ihr passiert ist wirklich zu viel.

Sie ist zwar etwas kompliziert, aber sie wird trocken und findet einen Job, bei einem Detektivbüro.
Fünfzehn Jahre später wird ihre Vergangenheit wieder publik. Sie soll ein Mädchen suchen, das ihre zur Adoption freigegeben Tochter Bonnie ist. Die ist zwar schon öfter ausgerissen, aber diesmal ist es ernst, sie ist entführt worden.
Die Suche wird zu einer aufregenden und gefährlichen Sache. Ein wahrer Alptraum.
Nora schont sich nicht und gibt nicht auf. Sie muss ziemlich viel einstecken, aber sie ist schlagfertig und wehrt sich auch mal brutal.
Der Schauplatz des Romans ist Kanada, interessanter Weise regnet es die ganze Zeit.
Dieser Thriller soll der erste Fall von Nora Watts sein. Da kann man nur hoffen, das Noras Situation sich bessert und sie sich weiter entwickelt. Nach dem Anfang erwarte ich, das die Autorin nicht nachlässt, sondern das ihr wieder ein interessantes Thema einfällt.
Ein mitreißender Roman, mit viel Potential. Empfehlenswert.

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Fesselnd
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Spannend

Untiefen von Sheena Kamal

Christine Drews – Nach dem Schweigen

Ich habe die Autorin vor einigen Wochen erst mit einem Familienroman entdeckt. Da war ich auf diesen Thriller sehr gespannt.

Der fängt gleich sehr spannend an. Man wird von mehreren aufregenden Vorkommnissen in eine Strudel von Emotionen geworfen.
Der Schauplatz dieses Thrillers ist London.

Saskia Flynt ist die Hauptprotagonistin. In ihrer Familie gibt es einige schlimme Todesfälle. Vor 17 Jahren stürzt ihre Mutter in den Tod uns Saskia war 5 Jahre alt, ihr Bruder Max 9 Jahre. In der Gegenwart fällt ihre Tante Ellen aus einem Hochhaus.
Dann gibt es noch einige Opfer, die ich erst nicht einordnen konnte, aber später erklären sich die Zusammenhänge. Es geht etwas hin und her zwischen den Fällen und ich habe um die Opfer gezittert. Ganz schöner Nervenkitzel.

Christine Drews versteht es, den Spannungsbogen hoch zu halten. Es gibt zwar kleine Einwendungen, so wird ein Satz ein oder zweimal wortgetreu wiederholt, aber sonst war ich gefesselt und kann eine Empfehlung aussprechen.
Ein typischer spannender Thriller.

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Fesselnd
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Interessanter Roman

Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken von John Green


Von John Green hatte ich noch nichts gelesen, obwohl er mit vielen Preisen als Jugendautor ausgezeichnet wurde. Mit diesem Roman „Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken“ ist es ein guter Einstieg und man merkt, das er seine Preise verdient hat. Su, wie er seine Protagonistin, die 16jährige Aza Holmes über ihre psychische Krankheit erzählen lässt, ist einfach brillant.

Azas Ängste sind dramatisch, überall sieht sie böse Bakterien und ihre fiesen Gedanken sagen ihr immer wieder, da kann man dran sterben. Dabei ist sie ein kluges Mädchen. Da passt sogar der Titel besonders gut.
Azas Freundin Daisy ist ein guter Kontrast. Sie ist zwar etwas überdreht, aber sonst könnte sie mit Azas Macken, nicht so gut umgehen. Das stelle ich mir etwas nervig vor.
Mit dem schüchternen Milliardärssohn Davis freundet Aza sich an. Wenn es nicht so ernst wäre, könnte man das witzig finden, wie sie über die Mikroben beim Küssen nachdenkt. Die Sache mit seinem verschwundenen Vater ist irgendwie unrealistisch.
Der Autor muss sich gut mit der Materie befasst haben, da er Azas Problem so detailliert beschrieben hat.
Im Großen und Ganzem war ich von dem Roman angetan und habe ihn gerne und mit Interesse gelesen. Ich kann ihn empfehlen.

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Interessanter Roman
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Herzlich

Unsere Tage am Ende des Sees von Linda Winterberg

Vom Linda Winterberg habe ich schon einiges gelesen. Sie hat einen angenehmen Schreibstil. Ihre Romane haben meist einen etwas romantisch Teil und einen mit ernstem Thema daneben.
So auch bei „Unsere Tage am Ende des Sees“.
Hannas Mann ist bei einem tödlichen Autounfall gestorben Dann fährt ihre Tochter für ein Austauschjahr in die USA.

Plötzlich ruft ihre Mutter an, mit der sie 25 Jahre keinen Kontakt hatte. Ihre Mutter Gabi war Alkoholikerin. Hanna hat sich in Hamburg nie so richtig wohlgefühlt, also zieht sie zu ihrer Mutter in einen kleinen Ort Nähe Münchens.
Dabei erfährt man von ihren Jugendjahren mit der schwachen Mutter.
Tja, dann ist da noch ihr Jugendfreund Alex.Mit den jährlichen Briefen Alex, die er in einem Bauwagen deponiert bin ich nicht so glücklich, das kommt mir etwas unrealistisch vor. Ist aber sonst ganz nett.
Das Verhältnis zwischen Hanna und Gabi wird wieder immer besser. Die Autorin beleuchtet eindrucksvoll das Schicksal dieser beiden Frauen und gibt ihnen die Chance, wieder zueinander zu finden.
Ich war wieder ganz gefangen von dieser Geschichte.So richtig etwas fürs Herz.
Empfehlenswerter Roman.

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Herzlich
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Ganz nett

Mitfahrer gesucht - Traummann gefunden von Kyra Groh

Ganz nett
Die Autorin Kyra Groh hat den Roman „Mitfahrer gesucht – Traummann gefunden“ geschrieben.
Der Roman fängt leicht und lustig an, so richtig für Zwischendurch.
Die 28jährige Romy fährt oft von Hamburg nach Frankfurt und zurück. Weil sie nicht gerne allein fährt, bietet sie eine Mitfahrgelegenheit an.

Ihre Mutter macht sich Sorgen, wie Mütter eben sind. Romys Mutter ist aber etwas speziell, aber sonst in Ordnung.
Dann fährt Leon mit seinem Hund mit. Die Gespräche sind ganz gut und dann hat sie auch noch beruflich mit ihm zu tun.

Bis dahin war ich mit der Geschichte ganz zufrieden. Später gibt es ein bisschen zu oft Wiederholungen in den Rückblicken.
Das hin und her in der Liebesgeschichte und der Beziehung mit Romys Freund ist ziemlich langatmig und einfach zu lang. Weniger ist manchmal mehr.

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Ganz nett
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Unsichtbar

Mitfahrer gesucht - Traummann gefunden von Kyra Groh


Alles wird unsichtbar ist Gerry Haddens Debütroman. Er beschreibt ergreifend, unsentimental und realistisch die Lebensgeschichte des Milano. Der ist als blondes weißes Kind von afrokubanischen Eltern adoptiert worden. Er wächst in den siebziger Jahren in der Bronx auf. Bis er fünf Jahre alt wird ist er ein glückliches Kind.

Dann verliert er bei einem Unfall einen Arm und bald darauf stirbt seine Mutter. Jetzt fängt es an, das er sich unsichtbar fühlt.
Dann entwickelt er sich langsam zum Randalierer.
Der Autor lässt Milano sein Leben erzählen und man wird in die Handlung hineingezogen. Da ist er achtzehn Jahre alt und er redet inner mal wieder von seiner frühen Kindheit. Die Sprache ist manchmal etwas vulgär, wie sie in dem Milieu oft ist und zeigt den Bildungsstand der Mitwirkenden.
Dann geht es etwas ruhiger weiter. Am Ende gibt es endlich etwas Hoffnung.
Mir hat der Roman gut gefallen, ich war von dem Schicksal gefesselt und kann ihn nur empfehlen.

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Bayrisch

Die schwarze Jagd von Dinesh Bauer

Dinesh Bauer ist ein Urbayer und sein neuer Roman „Die schwarze Jagd“ ist es auch, typisch bayerisch.
Im Anfang lernen wir die Gedanken des Braunbären Bruno kennen, der vor einigen Jahren tatsächlich in der Gegend unterwegs war.
Dann geht es mit dem Dorfbullen Schorsch Wammetsberger und dem Kripo-Kommissar Korbinian Eyrainer, dem Ermittlerteam weiter.

Die Personen in dem Roman sind alles derbe Dickschädel und die Sprache ist meist deftig und leger. Die Handlung ist teils witzig, teils rustikal.
Da geht es um Mörder, Menschenhandel und Wilderer.
Witzigerweise sind die Überschriften der Kapitel
immer Speisenamen, ganz schön fies, da bekommt man ja Appetit. Dann gibt es am Ende noch ein prima Rezept, sogar mit Vorspeise und Dessert. Hm köstlich, Fantastisch, außer der Deko!

Ein hintergründiger humorvoller Alpenkrimi mit wunderbaren Landschaftsbildern.

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Bayrisch
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Ernstes Thema

Die Mädchen aus meiner Klasse von Christine Brückner

Die Mädchen aus meiner Klasse ist ein interessanter Roman von Christine Brückner. Die Autorin kannte ich schon von „Jauche und Levkojen“ und „Die Quints“. Dieser kurze Roman liest sich flüssig.
Es geht um fünf Mädchen, die 1933 geboren wurden und gemeinsam in der Kriegszeit die Grundschule besuchen.

Als junge Frauen treffen sie sich abwechselnd bei einer von ihnen zum Kaffee. Dann kommt die Journalistin Carla einmal dazu und sie attackiert die Freundinnen gleich mit Ausdrücken, über deren Schmuck, das wäre Jagdbeute der Frauen. Sie bringt sie dazu, das jede ihre Geschichte erzählt. Wie sie sich den Schmuck verdient haben.
Dadurch verändert sich jetzt alles.
Die Autorin lässt jede Frau zu Wort kommen. Glaubhaft werden die Erniedrigungen, Demütigungen, Heimlichkeiten und Lebenslügen erzählt.
Trotz allem ist auch Liebe und Zufriedenheit dabei.
Für mich war es wieder ein gut lesbarer Roman, über den ich mir noch Gedanken machen kann.

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Ernstes Thema
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Den Ängsten stellen

Die Mädchen aus meiner Klasse von Christine Brückner

Die Stille zwischen Himmel und Meer ist ein berührender Roman der Autorin Kati Seck.
Im Prolog wird ein 17jähriges Mädchen, das 12 Jahre in einem Keller gefangen war, befreit. Was für eine gruselige Vorstellung.
Dann geht es 7 Jahre später weiter.
Edda fährt allein in ihren ersten Urlaub an die Nordsee, um sich ihren Ängsten zu stellen.

Langsam erzählt sie uns von ihrer Kindheit und den Jahren nach ihrer Gefangenschaft. Sie konnte sich schwer an dieses neue Leben in Freiheit gewöhnen.
Mit ihrer Mutter hat sie immer noch Problem. Die s hat Bedenken gegen diese Reise, kann ich verstehen, wenn man sein Kind einmal schon verloren hatte. Edda sieht immer noch ihre Kidnapperin Isolde als ihre Mutter an, obwohl sie unter deren Gewalttätigkeiten ganz schön leiden musste. Die langjährigen Drohungen greifen immer noch nach. Das muss für die richtige Mutter schlimm sein, nach jahrelanger Ungewissheit können sie nicht an das Leben von damals anknüpfen. Eigentlich wächst man als Mutter mit den Kindern, da fehlen die Jahre.
Die Autorin hat das alles besonders intensiv beschrieben. Ich fühlte mich in dem Roman so gefangen, das ich ihn zu schnell lesen musste. Aber so ein Thema und die Art des Schreibstils fesselt mich.
Kati Seck schreibt in der Danksagung, es gibt Romane die e mit Herzblut geschrieben werden und dieser gehört dazu. Das merkt man beim Lesen, denn die Sprache ist stimmig. Der Roman gibt uns doch Mut und Zuversicht, man kann seine Ängste überwinden.
Ein beeindruckender Roman.

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Ernstes Thema
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Ostpreußensaga

Die Jahre der Schwalben von Ulrike Renk

Ulrike Renk hat mit „Die Jahre der Schwalben“ den zweiten Band der Ostpreußen Saga geschrieben. Der erste Band ist „Das Jahr der Störche“ Den habe ich nicht gelesen, aber das stört nicht, man kommt gut in die Geschehnisse hinein.
Die Protagonistin Frederike wird meist Freddy genant.
Kurz nach ihrer Hochzeit mit Ax erfährt Frederike, dass ihr Mann Tuberkulose hat.

Er geht in ein Sanatorium, und sie muss sich plötzlich allein um das Gut und Gestüt Sobotka im polnischen Gebiet kümmern. Ihr Stiefvater aus Ostpreußen hilf ihr mit Ratschlägen und so meistert sie das bald. Nach dem 1. Weltkrieg ist Ostpreußen von Deutschland abgeschnitten.
Man fährt mit dem Zug mit zugezogenen Vorhängen durch den polnischen Korridor.
Frederike macht viel mit, bis sie auf Mansfeld glücklich wird
Die Geschichte umfasst die Ereignisse von 1930 bis 1944. Interessant wie sich alles ändert, wer hat schon etwas von einem Torfklo gehört, ich nicht. Auch die Motorisierung in der Landwirtschaft nimmt immer mehr zu.
Besonders problematisch ist die politische Situation.
Die Autorin hat alles sehr gut recherchiert, vieles habe ich von den Erzählungen meiner Eltern und Großeltern wiedererkannt.
Ulrike Renk hat einen großangelegten Roman geschrieben und wie sie sagt, ist das ein Roman, aber dicht an der Wahrheit.
Ein fesselndes Leseerlebnis.
Ich werde gerne weiteres von der Autorin lesen.

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