Kunden em pfehlungen
Rezensionen von manu63:
Ausbaufähig
Das Rosenpalais von Anna Jonas
Das Rosenpalais ist der Einstiegsband zur Die Chocolatier Familie Reihe der Autorin Anna Jonas. Sie lässt den Leser teilhaben am Familienleben der Familie Dorn. Hauptsächlich steht im ersten Band Eleonora genannt Ella Dorn im Mittelpunkt. Nachdem ihre Eltern verstorben sind und ihr Bruder, durch den Krieg geschädigt, nicht in der Lage ist sich um die Familienfirma zu kümmern rafft sich Ella auf um die Firma zu retten.
Dabei nutzt sie auch durchaus unkonventionelle Methoden um ihre Ziele zu erreichen.
Die Lage der Frauen in den 20er Jahren spielt dabei eine Rolle und auch Eric, Ellas Bruder muss sich zusammen reißen um Ella zu unterstützen. Der Schreibstil ist eher ruhig und spannende Höhepunkte sind dezent gesetzt, vielmehr ist es eine Familiengeschichte die durch die recht unterschiedlichen Charaktere der Familienmitglieder und deren Freunde geprägt ist. Dabei habe ich die rechte Tiefe bei den Hauptfiguren vermisst und ich hätte gerne mehr Hintergrundwissen gehabt. So ist es eine nette Familiengeschichte mit mehr Spannungspotential als bisher vorhanden. Ich hoffe das die nächsten Bände mehr Tiefe und mehr Spannung haben, dann könnte es eine sehr gute Reihe werden.
Norah und Jared
Ein bisschen Romantik, bitte! von Saskia Louis
Ein bisschen Romantik, bitte ist der dritte Band Der verliebt in Eden Bay Reihe der Autorin Saskia Louis. Die Liebesromanautorin Norah Dawson hat eine Schreibblockade und den Glauben an das Happy End verloren. Jared Sullivan hat noch nie an das Happy End geglaubt, als beide aufeinander treffen fühlen sie sich sofort voneinander angezogen doch ausgerechnet jetzt hat Jared eine Wette abgeschlossen das er zwei Monate abstinent leben will.
Die direkte und ehrliche Art von Norah ist einfach unwiderstehlich für Jared.
Mit Witz und guten Dialogen unterhielt mich die Autorin einige Stunden lang. Die Annäherung von Norah und Jared und ihr Gefühlschaos werden gut beschrieben, durch die Gedankengänge der beiden waren ihre Handlungen gut nachvollziehbar. Norahs direkt Art war erfrischend und unterschied sich von den üblichen Hauptdarstellerinnen einer Liebesgeschichte. Die sonst üblichen Missverständnisse und Wendungen gab es nicht. Bereits bekannte Charaktere aus den Vorbänden tauchen auch wieder auf und tragen zum Gelingen der Geschichte bei. Im Buch sind einige explizite Stellen vorhanden, die das Buch aber nicht dominieren. Das Buch könnte zwar ohne Vorkenntnisse der ersten zwei Bände gelesen werden, aber für das volle Lesevergnügen wäre es gut die beiden Bände gelesen zu haben. Für mich eine Reihe in der noch einige Bände folgen dürfen, da ich die ersten drei Geschichten sehr gut fand und es gibt auch schon Andeutungen wer das nächste Paar werden könnte.
Die Welt so stille
Die Welt so stille von Jessica Weber
Der historische Roman Die Welt so stille der Autorin Jessica Weber führt die Leser hauptsächlich in das Jahr 1864 und in den Deutsch-Dänischen Krieg. Der Däne Mats zieht in den Krieg um seinem Vater und sich selber etwas zu beweisen, die zehnjährige Line gerät eher ungewollt an die Front. Durch ihre zufällige Begegnung ergibt sich bald ein zartes Band aus Freundschaft und Liebe.
Der Erzählstil hat mich von Anfang an gefesselt, Mats und Lines Gedankenwelt sind greifbar und ihre Sorgen und Nöte aber auch ihre Freuden ließen sich beim Lesen gut teilen. Gerade die Kriegserlebnisse von Mats ließen ihn heranreifen und nachdenklich werden. Line selber kommt mir eher älter als 10 Jahre vor und auch ihre Sprache ist eher erwachsener. Das mag auch daran liegen das Line schon früh Verantwortung übernehmen musste. Dabei ist sie neugierig und stellt viele Fragen.
Durch die Zeittafel am Ende des Buches konnte ich einiges über den Krieg erfahren der nur wenige Monate dauerte, aber das Schicksal vieler Menschen beeinflusste. Die Beschreibungen der Umgebung ergeben ein stimmiges Bild und ich konnte mir die Orte gut vorstellen. Das Buch ist eher eine ruhige Erzählung mit wenigen Höhepunkten aber dafür immer im Fluss und durch die Charaktere Mats und Line lesenswert.
Lotus House zum Dritten
Lotus House - Sinnliches Verlangen von Audrey Carlan
Sinnliches Verlangen ist der Titel des dritten Bandes der Lotus House Reihe der Autorin Audrey Carlan, dieses Mal geht es um die Yogalehrer Mila und Atlas welche sich von Anfang an voneinander angezogen fühlen, sich aber dennoch wie Feuer und Wasser benehmen. Beide haben eine nicht ganz glückliche Kindheit und als die Vergangenheit beide einholt müssen sie lernen um ihr Glück zu Kämpfen.
Die Autorin hat mit Lotus House eine Reihe geschaffen in dem es immer um ein anderes Paar geht das mit der Yogaschule Lotus House verbunden ist. Dabei geht es um starke Anziehungskräfte und die Begierden der Protagonisten werden in teils drastischen Worten beschrieben. Wer also etwas empfindlicher ist, der wird sich davon nicht angesprochen fühlen. Wer sich auf eine eher leichte Geschichte mit prickelnder Anziehung einstellt, dem wird die Lotus House Reihe gefallen. Es geht um Erotik und dazu gehört in diesem Buch jede Menge Sex der jedoch recht geschmackvoll beschrieben wird. Wobei mir hier auch die Sprache an einigen Stellen zu derb war. Die Geschichte wird wechselnd aus der Perspektive von Mila und Atlas geschildert und die Autorin lässt die Lesergemeinschaft unmittelbar teilhaben wie die Protagonisten auf den jeweils anderen reagieren und da wird auch gerne mal das Vokabular der Vulgärsprache genutzt. Auch die Wortgefechte der beiden sind nicht unbedingt Jugendfrei und grenzen durchaus an sexuelle Belästigung. Wobei die Autorin klar stellt, das Mila das nicht so empfindet sondern Spaß am Schlagabtausch hat. Die Geschichte selber ist eher dünn und vorhersehbar. Natürlich gibt es auch hier eine Krise die gemeistert werden muss und Ereignisse aus der Vergangenheit werden aufgearbeitet.
Mein Fazit, wer eine gut aufgebaute Geschichte mit ausgearbeiteten Charakteren erwartet den wird dieser Band enttäuschen. Wer dagegen leichte Unterhaltung mit einer gehörigen Prise Erotik möchte der wird sich gut unterhalten fühlen. Man sollte sich also im klaren sein das man ein Buch erwirbt das sich deutlich mit dem Thema sexuelle Anziehung befasst und die Sprache ist an einigen Stellen recht derb und die Ausdrucksweise eher nicht Jugendfrei.
Das Seehospital
Das Seehospital von Helga Glaesener
Mit ihrem Roman Das Seehospital entführt uns die Autorin Helga Glaesener in das Jahr 1920. Frida kehrt zur Beerdigung ihres Großvaters nach Amrum zurück und muss erkennen das dem kleinen Hospital auf der Insel das kranke Kinder aus Hamburg aufgenommen hat das Geld ausgegangen ist. Da ihr Großvater das Hospital gestiftet hat möchte sie dieses gerne erhalten und reißt damit die Familie in Ereignisse die ihre Familie verändern wird.
Die Geschichte beginnt mit dem Kampf um das Hospital, der aber im Laufe der Geschichte immer mehr in den Hintergrund gedrängt wird durch die Einzelschicksale der Geschwister. Die Schwestern werden mit wenig Tiefe gezeichnet, da hätte ich gerne mehr erfahren um das jeweilige Verhalten einordnen zu können, auch die Mutter und der Stiefvater werden eher als Randfiguren behandelt obwohl sie großen Einfluss auf die Geschichte haben und der Halbbruder Christian wird auf verstörende Weise beschrieben. Insgesamt konnte ich mit den einzelnen Protagonisten nicht so richtig warm werden, die Geschichte wird eher distanziert erzählt und einiges wird mir zu knapp abgehandelt. Die Beschreibungen der äußeren Umstände der damaligen Zeit wirken authentisch und ordentlich recherchiert.
Mein Fazit, ein Roman der sich gut lesen lässt aber keinen tieferen Eindruck bei mir hinterlässt. Die Geschichte des Hospitals wird in den Hintergrund gedrängt und die Inhaltsangabe gibt für mich nur einen unwesentlichen Teil der Geschichte preis.
Die Jagd ist eröffnet
Der Blütenjäger von Catherine Shepherd
Mit Der Blütenjäger setzt die Autorin Catherine Shepherd ihre Reihe um die Ermittlerin Laura Kern fort. Dieses Mal muss Laura mit ihren Kollegen einen Serienmörder finden der junge Frauen durch den Spandauer Forst hetzt um sie letztendlich zu töten.
Der Schreibstil ist spannend und die Rückblicke welche Informationen zum Täter geben können sind gut und übersichtlich eingebettet.
Auch ohne die Vorbände gelesen zu haben kann man der Geschichte gut folgen, Nur Lauras Vergangenheit wird man so nicht gut genug kennen lernen um ihr Verhalten richtig zu verstehen. Die verschiedenen Stränge der Geschichte lassen unterschiedliche Täter zu und die Aufklärung war für mich zum Schluss sehr interessant. Ich weiß zwar mittlerweile nach der Lektüre von einigen Shepherd Büchern das die Autorin mich überraschen kann, aber immer wieder bin ich verblüfft welche Lösungen letztendlich heraus kommen. Für mich ein packender und gut erzählter Thriller mit Überraschungen zum Schluss.
Fragen werden geklärt
Ein MORDs-Team - Band 23: 1985 von Andreas Suchanek
1985 lautet der Titel des 23 Bandes der Ein Mordsteam Reihe des Autors Andreas Suchanek. Die Leser werden zurückgeführt in das Jahr 1985 und die Geschichte der Geschwister Corey und Wendy werden ans Licht geholt. Identitäten klären sich und einige Fragen die sich angesammelt haben werden beantwortet.
Mit gewohnt flottem Schreibstil lässt der Autor die Leser in die Geschichte hineinfallen und in Rückblicken werden einige Ereignisse der Vorbände aufgearbeitet. Dafür lässt der Autor Fake Wendy ihre Geschichte erzählen und ich verrate nicht zu viel wenn ich schreibe, das mich die Identität von Fake Wendy stark überrascht hat. Der Fokus der Geschichte liegt dieses Mal auf die Runde welche Fake Wendy versammelt hat und die anderen Stränge laufen im Hintergrund weiter. Der übliche starke Cliffhanger fehlt natürlich auch nicht und ich bin gespannt wie es weiter geht.
Guter Abschluss
Ein MORDs-Team - Band 23: 1985 von Andreas Suchanek
Hoffnung lautet der Titel des zweiten Bandes der Dilogie Dark Age der Autorin Sabine Schulter. Die Geschichte über Liz und Nick und die Suche nach Beweisen für Liz Unschuld geht weiter. Unterstützt von ihren Freunden gehen die Protagonisten durch Höhen und Tiefen und der Band endet mit einem großen Showdown.
Wie bereits im ersten Band ist der Erzählstil schnörkellos und gut lesbar. Die Protagonisten agieren gefühlvoll und man merkt als Leser welche Freundschaft hinter allem steht. Der Fokus liegt hierbei nicht auf den Kämpfen gegen die Dunkeln sondern bei der Suche nach Beweisen und die Weiterentwicklung der Beziehung zwischen Liz und Nick und wie Liz die Ereignisse der Vergangenheit bewältigt. Der oft eher ruhigere Erzählstil wird von mir geschätzt, wobei die Spannung nicht zu kurz kommt. Langeweile kommt bei mir an keiner Stelle auf und die Entwicklungen rund um Nick und Liz werden schlüssig erzählt. Gerade die Kleinigkeiten am Rande der Geschichte machen ihren Charme aus und ich hätte gerne noch weiter gelesen wie das Leben von Nick und Liz sich entwickelt. Dennoch ist der Abschluss rund und lässt keine Fragen offen.
Die Schlacht tobt
Das Erbe der Macht - Band 18: Blutnacht von Andreas Suchanek
Blutnacht ist der Titel des 18. Bandes der Das Erbe der Macht Reihe des Autors Andreas Suchanek. Überall toben Kämpfe und viele der Licht-und Schattenkämpfer werden getötet. Das Chaos regiert und mittendrin Bran der seine Fäden zieht. Jen und Alex versuchen zu retten was zu retten ist und müssen im Laufe der Ereignisse erkennen das ein uralter Pakt ihr Schicksal besiegeln will.
Alte Legenden und Wahrheiten werden aufgedeckt und nichts ist wie zuvor und alles wird in Frage gestellt.
Band 18 der Reihe ist sehr heftig, es gibt viele Tote und Verletzte und das Schicksal in Form des Autors macht nicht Halt und bringt auch geliebte Hauptcharaktere in Lebensgefahr. Der Schreibstil ist wir gewohnt flüssig und die einzelnen Kapitel enden oft mit einem Cliffhanger während das neue Kapitel wieder einen der anderen Stränge aufnimmt. Die Spannung steigt an etlichen Stellen ins unermessliche und als Leserin wurde ich in den Bann der Geschichte gezogen und musste dann ungläubig auf das Wort Ende schauen. wo ich doch so gerne weiter gelesen hätte. Die Reihe steuert mal wieder auf neue Höhepunkte zu und der Autor versteht es sehr gut seine Leserschaft zu faszinieren und in Atem zu halten.
Hexenwahn
Die Hexe von Hamburg und der König der Diebe von Antje Windgassen
Die Hexe von Hamburg und der König der Diebe ist der Nachfolgeband von Die Hexe von Hamburg, geschrieben von der Autorin Antje Windgassen. Das Buch kann auch gut gelesen werden ohne den Vorband zu kennen, da es immer wieder Informationen zu den Vorereignissen gibt, die das Geschehen verständlich machen.
Die Hauptakteurin der Geschichte Anneke Claen lebt mittlerweile seit vielen Jahren mit ihrem Mann Don Luigi in Kalabrien und hat sich dort mit ihrer Familie etabliert. Als ihr Mann plötzlich stirbt bricht für Anneke eine Welt zusammen und erst als sie sich mit ihrer jüngsten Tochter und ihrem Sohn auf die Reise nach Hamburg macht lebt sie wieder auf. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse und nicht nur Anneke sondern auch ihre Kinder geraten in Gefahr und sie hofft auf die Hilfe des geheimnisvollen Anführer der Wegelagerer, Christoffer von Tinus.
Die Geschichte von Anneke wird von der Autorin mit lebendigen Bildern erzählt und die verschiedenen Perspektiven biete gute Einblicke in die Gedanken-und Gefühlswelt der Akteure. Der Hexenwahn der damaligen Zeit wird gut eingefangen und die Ungerechtigkeiten der Justiz fand ich furchtbar. An einigen Stellen fand ich die Geschichte zu ausufernd und hätte mir eine straffere Erzählweise gewünscht. Spannungsbögen sind eher moderat gesetzt und die Geschichte verliert sich schon mal in Beschreibungen des Reiseweges. Insgesamt eine gut recherchierte Geschichte die keine atemlose Spannung verspricht, aber eine solide Geschichte im historischen Rahmen erzählt.










