Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Petra. Sch.:
Kultverdächtig
Rezensent: Petra Schindler
Kurzinhalt:
Lara hat nie eine wirkliche Chance in ihrer asozialen Familie. Sie ist 12 Jahre alt, wird vom Adoptiv-Vater wegen Kleinigkeiten oder nichts über Jahre stumpfsinnig krankenhausreif geprügelt, von der Mutter weder geliebt, noch ernst genommen und zur Krönung vom Onkel gedoped und missbraucht.
Mutlos flieht sie häufig von "zu Hause" in die Obdachlosenszene, wo man wenigstens gut zu ihr ist. Dort fühlt sie sich anerkannt und gemocht. Sie konsumiert Drogen, um ihrem Alltag zu entgehen und gerät zunehmend auf die schiefe Bahn.
Sie weicht auf ihre typische Weise der traurigen Realität aus und träumt sich in eine eigene Fantasiewelt unter der Erde hinein. So übersteht sie die furchtbarsten Situationen in ihrem armseligen Leben.
Als der einzige Mensch, dem sie vertraut, ein Obdachloser, verunglückt, scheint sie den Bezug zum Leben verloren zu haben. Von da an mehrt sich der Drogenkonsum und seltsame Männerbekanntschaften. Sie rappelt sich auf und nochmals stirbt eine Bezugsperson, die sie liebt und sie bleibt allein.
Nachdem eine neue Beziehung, diesmal zu einem Psychopathen, der sie windelweich schlägt und nach ihr tritt, in die Brüche geht verliert sie sogar noch ihr 1. Kind.
Es scheint sich immer wieder genau das zu wiederholen, vor dem sie aus dem Elternhaus geflohen ist.
Wird Lara jemals der Drahtseilakt gelingen, sich irgendwann endlich einmal ein menschenwürdiges Leben aufbauen zu können? Wird sie mal einen Menschen finden, der es gut mit ihr meint und bei dem sie sich geboren fühlt.... ?
Eigene Einschätzung:
Beim Lesen dieses Buches beeindruckte mich der einfache Stil und die klare Sprache der Autorin ungeheuer. Mehrmals konnte ich nicht weiterlesen, weil ich ungehemmt vor mich hinheulen musste!
Es kam mir so in den Sinn, dass es Menschen auf dieser Welt gibt, die tatsächlich NIE eine echte Chance bekommen; sie haben einfach kein Glück. Sie verlieren jeden Menschen, der sie versteht und jede Sache, an denen sie hängen. Es bleibt ihnen kein Trost, kein Verständnis von anderen und keine Sympathie. Man glaubt ihnen nicht und man isoliert sie vollkommen.
Und dieses Los schien Lara's zu sein.
Verständlich, dass sich dieses Mädchen aus seinem tristen Dasein lösen will und weil sie in der Realität keine einzige Chance bekommt, wirklich aus dem Teufelskreis auszubrechen, träumt sie sich in eine Zwergenwelt. Wacht sie aus diesem Dämmerzustand auf, überfällt sie die traurige Wirklichkeit voller Hunger und quälende Schmerzen von Tritten und Schlägen erneut.
Es ist dieses unsägliche Leid, das Lara umgibt, und mich so beeindruckt hat. Schockierend diese brutalen Prügelszenen in ihrem Elternhaus, die ihre Kindheit und Jugend zerstören und ihr nicht die mindeste Hoffnung auf Besserung lassen.
Ein bedrückendes Buch, ein Buch, das einen nicht mehr los lässt, weil DAS die Wahrheit auf den Straßen UND in kaputten Familien ist!
Es ist das Werk von einer noch unbekannten Autorin, welches aber meiner Meinung geeignet ist, zum BESTSELLER zu werden! So schreibt man KULTBÜCHER! Frau Gavin, weiter so....
Rezensionen von HEYN Leserunde, Maria Dörfler:
Das Buch möchte ich vor allem wegen der oft dichten, sehr starken Sprache empfehlen
Knoi ist ein besonderes Buch!
Ziemlich mühsam zu lesen, verwirrend, manchmal anstrengend, aber oft poetisch, ganz im Gegensatz zum unromantischen Inhalt, der großteils verbogene, unglückliche, beziehungslose, ziemlich seltsame Menschen schildert.
Die Sprache ist es, die für mich das Buch stark macht, die Bilder, die immer wieder entstehen, die Suche, die doch nur mehr Verwirrung und Leere bringt.
Witz, Sarkasmus, Traurigkeit, Hlflosigkeit gehen fast übergangslos ineinander über.
Manchmal habe ich Abschnitte zweimal gelesen und meist haben sie mir beim zweitenmal besser gefallen.
Ich möchte nicht in der Haut eines der Protagonisten stecken....
Rezensionen von HEYN Leserunde, Renate Pfeiffer:
Knoi bleibt mir ein Rätsel
Fernsehen ist Fernsehen und ein Roman ist ein Roman. Man soll einen Autor nicht in Schubladen stecken, aber vermutlich habe ich mir etwas mehr ?Braunschlag? erwartet, der ?Knoi? bleibt mir ziemlich fremd.
Es geht um schwierige Menschen mit komplizierten Beziehungen und einem oft merkwürdigen Sexualverhalten.
Ich habe versucht die Geschichte als Satire zu verstehen, habe aber nicht die Geduld und das Interesse aufgebracht, die Verwicklungen bis zum Ende mit Aufmerksamkeit zu lesen. Die ständige indirekte Rede hat mich sehr ermüdet, ich bin auch sicher, dass ich manchmal den Faden verloren habe und von Seite zu Seite nicht mehr genau gewusst habe, wer jetzt da am Wort ist. Sie machen sich alle das Leben schwer und man kann gut verstehen, dass der kleine Max manchmal lieber ein stummes Reh oder eine Giraffe ist.
Mit einem Knoi an sich habe ich keine Schwierigkeiten, ich kenne die Krulben von Erich Fried, manch merkwürdige Gestalten von Christian Morgenstern und auch in unserer Familie gibt es Kuis und Trattis, aber mit der Geschichte vom Knoi werde ich nicht so recht warm, damit sollen sich andere herumschlagen.
Rezensionen von carcarocaroline:
Es geht nicht immer nur um Sex
Bei einem Titel wie »Es geht immer nur um Sex«, ist die unwillkürliche Assoziation, dass es sich um eine Plattitüdensammlung in Romanform handeln muss. Dass es sich aber keinesfalls um leichte Kost handelt, macht das Buch nicht weniger unterhaltsam. Man hat am Ende ein unbehagliches, aber auch höchst befriedigendes Gefühl.
Befriedigend, weil man ein großartig geschriebenes Buch beendet hat, und unbehaglich, weil es einen noch lange zum Nachdenken über das eigene Leben bringt.
Die Geschichte dreht sich um Marius, einen Enddreißiger, der den Leser mit seinen zynischen Monologen und seinem egoistischen Verhalten wechselweise unterhält, und so dafür sorgt, dass man sich absolut nicht mit ihm identifizieren möchte - und es am Ende doch tut. Die anderen Charaktere im Buch werden von Marius entweder verachtet, belächelt oder benutzt. Bis er Sophie kennenlernt, bei der er sich die Frage stellen muss, ob wirklich immer alles nur um Sex geht...
Der Roman wird aus Marius? Perspektive erzählt, und alle Dialoge sind in indirekter Rede verfasst. Tatsächlich kommt auch der im Titel versprochene Sex im Buch nicht zu kurz. Marius Monologe wirken dazwischen wie Gedankenströme, in denen er Sachen auf den Punkt bringt, die sich die meisten Menschen nur heimlich eingestehen würden. Genau das macht die Geschichte so ansprechend. Marius heuchelt keinen Moralvorstellungen nach, die stehen einem nur im Weg. So benimmt er sich zwar wie ein richtiges Arschloch, aber wenigstens ist er ehrlich, zu sich selbst und auch allen anderen gegenüber.
Würde Marius ein bisschen brutaler agieren, könnte es sich um einen Roman von Bret Easton Ellis handeln. Lucas Fassnacht schafft es, sehr schlicht und sachlich den Werteverfall unserer Konsumgesellschaft zu kritisieren. Eine Gesellschaft, die immer auf der Suche nach Spaß, Sex und Liebe ist, dabei keine Rücksicht auf andere nimmt, aber sich dennoch konstant Moral vorheuchelt. Außerdem schafft es Fassnacht durch intelligent eingesetzte Stilmittel, viele der Geschehnisse im Buch vorausahnen zu lassen, was eine Freude für jeden aufmerksamen Leser bedeutet.
Lucas Fassnacht war bisher durch Poetry Slam Auftritte bekannt, der Sprung vom Kurztext zum Roman ist ihm aber definitiv gelungen. Das Buch ist absolut empfehlenswert, besonders für Menschen, die keine Angst davor haben, die eigenen Entscheidungen im Leben einmal in Frage zu stellen und beim Lesen nachzudenken.
Rezensionen von Ewa Wiercinska Leserunde Heyn:
"Das Handbuch" für alle, die wissen möchten, wie die Dreier-, Viereckliebesgeschichten funktionieren oder nicht funktionieren!
"KNOI"ist für die Leser die Spaß an den bösen Liebeskonstellationen haben. In diesem Liebesviereck wird der Leser durch sexuelle Deviationen von einem zu anderen Eck geworfen. In jedem Eck, der sich als Versteck für neue Konstellationen herausstellt, wiederholt sich die Suche nach dem Glück, der Liebe, Verdrängen, nicht vorgetäuschten Orgasmen usw.
. Durch sexuelle Obsessionen sind die Menschen verklemmt und bewegen sich in ständig gleich wiederholtem Gefühlschaos, das sich auch im Stil des Buches widerspiegelt!!!!
Rezensionen von buchleserin:
Schwesterlein, komm stirb mit mir
Schwesterlein, komm stirb mit mir von Karen Sander
In Düsseldorf ist eine Frau in ihrer Wohnung bestialisch ermordet worden. Diese Anwältin war einmal ein Mann.
Kriminalhauptkommissar Georg Stadler glaubt an einen Serienmörder.
Er erinnert sich an einen früheren Fall. Doch dieser Mörder sitzt bereits im Gefängnis. Ein neuer Jack the Ripper?
Stadtler bittet die Psychologin Liz Montario um Hilfe.
Sie hat bereits eine Mordserie sehr erfolgreich aufgeklärt.
Es gibt weitere Mordfälle. Wieder Transsexuelle. Ist es doch ein Serienmörder?
Liz bekommt anonyme Briefe und derjenige scheint sie sehr gut zu kennen. Sie hat einen unglaublichen Verdacht. Doch der Polizei gegenüber erwähnt sie zunächst nichts von den Briefen.
Das Cover gefällt mir ganz gut. Es ist irgendwie nicht sehr spektakulär, aber doch ansprechend. Auffällig ist die rote und grüne Schrift. Der Hintergrund ist schlicht grau. Dieses Kreuz wurde mit ungeschickten Stichen genäht, es wirkt irgendwie unheimlich auf mich.
?Schwesterlein, komm stirb mit mir? hat mich sofort gefesselt. Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen. Er ist schön flüssig und lässt sich leicht lesen. Dieser Thriller ist unglaublich spannend geschrieben. Die Seiten flogen nur so dahin. Die Kapitel sind kurz gehalten, was ich bei diesem Buch als sehr angenehm empfand. Es war mir dadurch jedoch kaum möglich, das Buch aus der Hand zu legen.
Die Spannung wird durchgehend aufrecht gehalten.
Die Protagonisten sind sehr gut beschrieben. Das Ermittlerduo Stadler und Montario war mir sehr sympathisch. Auch die anderen Charaktere haben mir gefallen.
Die Beschreibungen der bestialischen Morde sind nichts für schwache Nerven.
Dieses sehr spannende Buch hat mir richtig gut gefallen.
Ein paar Fragen bleiben zum Schluss jedoch ungeklärt.
Dieses Buch ist der Auftakt einer neuen Thriller-Reihe. Ich bin schon sehr auf den nächsten Band gespannt.
Fazit:
Ein spannender und gelungener Auftakt einer neuen Thriller-Reihe.
Sehr zu empfehlen.
Rezensionen von Renate Geissler:
KNOI - kein reines Lesevergnügen
Schwesterlein, komm stirb mit mir von Karen Sander
Ich habe das Buch eigentlich gerne gelesen. Sprachlich sehr dicht, musste ich mich wirklich sehr konzentrieren und habe trotzdem teilweise den Überblick über "wer mit wem und warum" und "was hat es mit diesem Kind Max auf sich"immer wieder verloren ! Mühsam fand ich auch das Wechseln zwischen real und surreal.
Ein interessantes Buch, das man nicht so nebenbei lesen kann .
Rezensionen von Fieber:
Leider nein!
Schwesterlein, komm stirb mit mir von Karen Sander
Ich kann weder dem Stil, noch der Handlung ? gibt es überhaupt eine? - etwas abgewinnen. Die handelnden Personen werden für meine Begriffe zwanghaft skurril dargestellt.
Mir war es auch beim zweiten Versuch - schade um die Zeit - nicht möglich, in die Tiefe einzudringen bzw. einen Faden zu finden.
Rezensionen von Firma.Schleicher-GbR@t-online.de:
Fesselnd von der ersten bis zur letzten Seite
Schwesterlein, komm stirb mit mir von Karen Sander
Der Düsseldorfer Kriminalpolizist Georg Stadler bearbeitet einen Mordfall und hat aufgrund von Parallelen mit einem älteren Fall den Verdacht, es mit einem Serienmörder zu tun zu haben. Zur Ausarbeitung eines Täterprofils engagiert er die Psychologin Liz Montario, die eine Koryphäe auf diesem Gebiet ist.
Tatsächlich ereignen sich im Laufe der Ermittlungen weitere Morde, die zusammen zu hängen scheinen.
Stadler weiß jedoch nicht, dass Liz zur gleichen Zeit Drohbriefe erhält. Sie verschweigt ihm auch die familiäre Katastrophe ihrer Jugend, die sie schwer traumatisiert hat und die maßgeblich für ihre Berufswahl war. Es dauert nicht lange und die Vergangenheit holt sie ein. Liz befindet sich plötzlich selbst in Lebensgefahr.
Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen und ich kann es jedem Krimi-Fan nur ans Herz legen. Karen Sander hat meiner Meinung nach hier einen Triller allererster Güte geschrieben. Die Spannung bleibt von der ersten Seite bis zum Schluss erhalten. Jedes Kapital beantwortet offene Fragen, endet aber wieder mit neuen Fragen. Dadurch ist es nicht einen Moment langweilig und ich als Leser hatte das Bedürfnis, sofort weiter zu lesen um zu wissen, wie es weitergeht. Zwischen den einzelnen Kapiteln werden vor allem anfangs immer wieder Zeitungsartikel eines Vorfalls vor 16 Jahren abgebildet. Erst nach und nach wird klar, wie diese mit den aktuellen Mordfällen zusammenhängen. Eine nach meiner Einschätzung exzellente Art, die Spannung aufrecht zu erhalten und gleichzeitig Hintergrundinformationen zum Mordmotiv zu bekommen.
Die Autorin hat nach meiner Einschätzung auch genügend Hintergrundinformationen medizinischer, psychologischer und polizeidienstlicher Art recherchiert. Die Geschichte klingt glaubwürdig und ist überwiegend schlüssig. Die Charaktere sind sehr gut dargestellt. Dadurch, dass die Hauptdarsteller selbst auch Fehler begehen und entsprechende Stärken und Schwächen haben, wirken sie sehr authentisch und menschlich. Die Darstellungen von Orten und Tatorten sind sehr detailliert. Vor allem die Beschreibungen der Tatorte und Leichen zeigen Abgründe menschlicher Phantasie auf und machen dieses Buch zu einem exzellenten und spannenden Thriller.
Ein absolut spannendes und uneingeschränkt zu empfehlendes Buch.
Rezensionen von jutscha:
Fesselnd von der ersten bis zur letzten Seite
Schwesterlein, komm stirb mit mir von Karen Sander
Der Düsseldorfer Kriminalpolizist Georg Stadler bearbeitet einen Mordfall und hat aufgrund von Parallelen mit einem älteren Fall den Verdacht, es mit einem Serienmörder zu tun zu haben. Zur Ausarbeitung eines Täterprofils engagiert er die Psychologin Liz Montario, die eine Koryphäe auf diesem Gebiet ist.
Tatsächlich ereignen sich im Laufe der Ermittlungen weitere Morde, die zusammen zu hängen scheinen.
Stadler weiß jedoch nicht, dass Liz zur gleichen Zeit Drohbriefe erhält. Sie verschweigt ihm auch die familiäre Katastrophe ihrer Jugend, die sie schwer traumatisiert hat und die maßgeblich für ihre Berufswahl war. Es dauert nicht lange und die Vergangenheit holt sie ein. Liz befindet sich plötzlich selbst in Lebensgefahr.
Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen und ich kann es jedem Krimi-Fan nur ans Herz legen. Karen Sander hat meiner Meinung nach hier einen Triller allererster Güte geschrieben. Die Spannung bleibt von der ersten Seite bis zum Schluss erhalten. Jedes Kapital beantwortet offene Fragen, endet aber wieder mit neuen Fragen. Dadurch ist es nicht einen Moment langweilig und ich als Leser hatte das Bedürfnis, sofort weiter zu lesen um zu wissen, wie es weitergeht. Zwischen den einzelnen Kapiteln werden vor allem anfangs immer wieder Zeitungsartikel eines Vorfalls vor 16 Jahren abgebildet. Erst nach und nach wird klar, wie diese mit den aktuellen Mordfällen zusammenhängen. Eine nach meiner Einschätzung exzellente Art, die Spannung aufrecht zu erhalten und gleichzeitig Hintergrundinformationen zum Mordmotiv zu bekommen.
Die Autorin hat nach meiner Einschätzung auch genügend Hintergrundinformationen medizinischer, psychologischer und polizeidienstlicher Art recherchiert. Die Geschichte klingt glaubwürdig und ist überwiegend schlüssig. Die Charaktere sind sehr gut dargestellt. Dadurch, dass die Hauptdarsteller selbst auch Fehler begehen und entsprechende Stärken und Schwächen haben, wirken sie sehr authentisch und menschlich. Die Darstellungen von Orten und Tatorten sind sehr detailliert. Vor allem die Beschreibungen der Tatorte und Leichen zeigen Abgründe menschlicher Phantasie auf und machen dieses Buch zu einem exzellenten und spannenden Thriller.
Ein absolut spannendes und uneingeschränkt zu empfehlendes Buch.


