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Rezensionen von mpombo@xtec.cat:
Polyamorie: persönliche Kommentare
Polyamorie - Herzen zwischen Erfolg und Hoffnung von Sina Muscarina
Ich finde, dass diese Diplomarbeit von Sina Muscarina sehr gut geschrieben ist. Das Buch hat eine klare Struktur und die Recherche ist methodisch gemacht worden. Zuerst wird ganz klar erläutert, dass das Konzept von Monogamie ein soziales Konstrukt ist. Von
Natur aus ist der Mensch nicht monogam. Dieses Konstrukt dient der Westlichen kapitalistischen Welt, die auf dem Konzept Heteromonormativität basiert.
Was ausserhalb dieser Perspektive steht, wird oft nicht verstanden und als Gefahr für das kapitalistische System gesehen, wo die sogennante ?Kernfamilie? praktisch als einziges Modell dient. Es
handelt sich hauptsächlich um ein Modell mit einem weissen heterosexuellen Vater, der am meisten verdient, Karriere macht und deswegen dem kapitalistischen System dient.
Alles andere bedroht dieses System, obwohl ich denke, dass dies auch eine Paradoxie des Kapitalismus ist. Die Menschen werden heutzutage gezwungen, länger arbeiten zu
müssen und für weniger Geld. Diese psychische und physische Last verursacht Ängstlichkeit, Depressionen und andere Erkrankungen, die auch traditionelle Familien zerstören.
In Polyamorie und durch die verschiedenen Menschen, die Sina Muscarina für ihre Recherche interviewt, erfährt man als Leser, dass es Personen gibt, die diese
Heteromonormativität in Frage stellen. Diese Menschen sind nicht gegen Monogamie. Es ist nur, dass sie eine monogamische Welt verlassen, weil sie darin nicht passen können.
Das ergibt sich aus ihren Biographien. Durch eine persönliche Entwicklung, die leider einen schmerzhaften Prozess für sie bedeutet, stellen sie fest, dass polyamoröse Beziehungen die enzige Alternative für sie sind. Sie können sich endlich abfinden und erfolgreiche Lösungen suchen. In dieser Hinsicht bilden sie neue Wege für inklusive
Gemeinschaften in unserer Gesellschaft. Sie tun das sehr verantwortungsvoll und nicht auf eine frivole oder oberflächliche Weise, wie sehr oft aus einer monogamischen Perspektive betrachtet wird. Ich glaube, alle diese Aspekte werden sehr klar in dieser
Diplomarbeit erläutert. Ich denke auch, dass die Autorin anhand dieser Recherche beabsichtigt, dass wir als Leser eine andere Perspektive von polyamorösen Beziehungen
erfahren. Polyamoröse Menschen werden leider als disfunktional angesehen in diesem
mono-normativen Kontext. Man wirft ihnen Oberflächlichkeit und reine sexuelle Motivation vor. In dieser Hinsicht ist Sina Muscarina gelungen, diese Perspektive in den Lesern zu
wechseln.
Was ich auch sehr gut erläutert finde, sind die verschiedenen Lösungen in der
polyamorösen Kultur: Die Beziehungen mit Hierarchien mit einer Primär- und einer Sekundärbeziehung, wie Ellens Fall, oder ohne Hierarchien wie bei Walter, der eine neue
Definition für seine Beziehungen erfindet. Er nennt sie ?Liebesfreundschaften?. Seine
Erfahrung in der Hilfsgruppe, wo er Leute mit ähnlichen Erfahrungen trifft, finde ich auch sehr interessant zu analysieren. Er sieht, dass die polyamoröse Kultur sich nicht nur auf
Liebesbeziehungen bezieht. Sie geht viel weiter und stellt eigentlich eine
Lebensphilosophie dar, eine andere Weise, um viel mehr Aspekte unserer Gesellschaft nicht aus einer rein mono-normativen Perspektive zu betrachten. Er erwähnt zum Beispiel
Aspekte wie alternative Technologien und Ökologie:
"Deutlich wird hier, dass die Bedeutung dieser Alternative nicht nur polyamoröse Beziehungen umfasst, sondern darüber hinaus auch "alternative Technologien und
Ökologie" beinhaltet."
Ich denke auch, dass es viele andere Sorten von ?Monogamien? in unserer Gesellschaft gibt. Hier kann ich nur mit Menschen wie die katalanische polyamörose Schriftstellerin
Brigitte Vasallo zustimmen, wenn sie sagt, dass die Beziehung zwischen Spanien und Katalonien sehr oft aus einer monogamischen Perspektive betrachtet wird, wie eine Scheidung. Als Katalanin verstehe ich es sehr gut. Wir Menschen müssen uns aus vielen
?Monogamien? unserer aktuellen Gesellschaft befreien wie, zum Beispiel, den Waffenhandel, wo viele Menschen in Kriegen täglich sterben, oder die Autodiktatur, wo Autos immerhin die Könige in Verkehrsinfraestrukturen sind (klar, ein gutes Geschäft, wo
viel Geld investiert und verdient wird), gegen Mobilitätsalternativen wie die öffentlichen Verkehrsmitteln oder das Fahrrad. Diese nachhaltige Mobilität wird heutzutage noch diskriminiert in einer Welt, wo zu viele Autos verantwortlich für viele Probleme sind wie die Umweltverschmützung, den Klimawandel, viele Unfälle, Übergewicht unter der
Bevölkerung, andere Erkrankungen wegen der Umweltverschmützung und frühere Tode.
Das Konzept von Polyamorie geht viel weiter und umfasst wirlkich viel mehr als Liebesbeziehungen.
Marta Pombo Sallés,
Barcelona,
Katalonien
Rezensionen von yesterday:
Gut gewinnt
Cinderella Murder von Sina Muscarina
Auch wenn es zwischendurch einmal nicht so aussehen mag, am Ende gewinnen doch die "Guten" und die "Bösen" (Mörder und Verbrecher) werden überführt/geschnappt oder sind tot.
"The Cinderella Murder" ist das Debut dieses neu geformten Autorenduos und stellt den Beginn einer Serie um die Hauptakteure eines Fernsehsenders dar.
Im Zentrum steht die Sendung, die das Team produziert, in der alte, ungelöste Kriminalfälle neu aufgerollt und aus allen möglichen Perspektiven betrachtet werden.
Hier ist es der Fall einer Schauspielstudentin, die auf dem Weg zu einem Vorsprechen ermordet wird und dort nie ankommt. In den Fall sind letztlich nicht nur alle Verwandten und Bekannten der Ermordeten verstrickt, sondern auch ein Mann und seine "Organisation", eine Scheinkirche, die Spenden angeblich Bedürftigen zukommen lässt. Ihr Gründer lebt allerdings ein luxuriöses Leben und hält sich einen ehemaligen Gefängnisinsassen als "Mädchen für alles", der auch über Leichen geht und mit der Zeit auch dem Fernsehteam nach dem Leben trachtet...
Rezensionen von yesterday:
Humor und Beklemmung
Cinderella Murder von Sina Muscarina
Natürlich ist dieses Buch Satire und daher kann Moore auch schon mal stark übertreiben. Manchmal erschrickt man auch, versteht aber, warum der Autor so deutlich wird/werden muss - es ist ihm wirklich wichtig, wirklich ernst. Er deckt auf, was bei der Präsidentschaftswahl denn so lief, wie es lief und warum es so lief.
Er zeigt schonungslos und natürlich mit nachvollziehbaren Quellen (am Ende des Buches) auf, was im Staat alles schief läuft, Mauschelei, Packelei und allerlei andere Machenschaften, die es zwar gab, die aber natürlich nicht offiziell gemacht oder einfach gut verschleiert wurden. Beim Lesen denkt man sich schon des Öfteren: "Gut, dass das SO bei uns ja doch nicht möglich ist, egal wie unzufrieden wir alle mit der Politik sind.." oder vielmehr: "Ich HOFFE, dass so etwas nicht bei uns passiert - aber wer kann das schon mit Sicherheit sagen?" Liest man dieses Buch, muss man damit rechnen, ab und an ein beklemmendes Gefühl zu erfahren, das dann aber kurzfristig vom nächsten pointierten Scherz Moores abgelöst wird.
Rezensionen von Almut Nestelbacher, Buchhandlung HEYN, Klagenfurt:
Wie immer ein Genuss!
Cinderella Murder von Sina Muscarina
Sänger, Gitarrist, Trompeter und Schriftsteller Sven Regener (?Herr Lehmann?)verzückt mit E.o.C. seit Jahrzehnten sein Publikum. Erst englischsprachig singend ?publizieren sie seit 1991 in deutscher Sprache.
Auf ihrem letzten Album glänzt die Band wieder mit poetischen, (leicht) bösen aber stets unterhaltsamen Texten und der schon typischen Musik, die man z.
B. als deutschsprachigen Country-Pop einordnen könnte!
Wie immer ein Genuss!
Rezensionen von Almut Nestelbacher, Buchhandlung HEYN, Klagenfurt:
Für Jazz-Liebhaber ein ?must-have?!
Cinderella Murder von Sina Muscarina
Der klassisch studierte und preisgekrönte Mailänder Pianist wandte sich schon früh dem Jazz zu. Sein 10. Album ist ein Live-Mitschnitt aus Turin, bei dem er mit seinem Trio ( Salvatore Maiore am Kontrabass und Roberto Dani am Schlagzeug) die Musik des amerikanischen Klassik- und Jazzkomponisten Alec Wilder stimmungsvoll interpretiert.
Eine gelungen Mischung aus zarten, schönen Melodien und atmosphärischen Klängen aber auch schrägen und energischen Bausteinen!
Für Jazz-Liebhaber ein ?must-have?!
Rezensionen von Willia:
Das Muss-Monster bekämpfen
Sean Brummel: Einen Scheiß muss ich von Jaud Tommy
Sean Brummel schreibt seinen ersten Ratgeber über das Leben und zeigt dem Menschen wie man sein Muss-Monster besiegt.
Oft wird einem eingetrichtert, dass man Diäten halten soll, mehr Sport treiben muss und auf seine Gesundheit achten muss. Aber Sean öffnet uns die Augen. Er zeigt uns die Realität und belegt gut recherchiert die Fakten des Lebens.
Mit viel Humor schreibt Tommy Jaud alias "Sean Brummel" diesen Ratgeber und bringt den Leser einige Male zum Lachen. Er zeigt uns wie sehr unser Handeln von einem Muss-Monster geleitet wird und wie wir es im Alltag schwächen können. Viele Kuriositäten erwarten den Leser, die im Anhang zusammengefasst werden.
Ich fand viele Stellen und einige Kapitel sehr lustig und musste oft lachen.
Aufgrund der guten Argumente, die Sean dem Leser übermittelt, erscheint einem vieles logisch und überzeugend. Am Ende eines Kapitels gibt es eine kleine Zusammenfassung und ein Vertrag,den man unterschreiben kann, um den nächsten Schritt machen zu können. Also das Buch ist sehr gut gestaltet. Mir gefiel die Art und Weise wie der Ratgeber aufgebaut ist und an einigen Stellen habe ich schmunzeln müssen,weil ich mich selbst in dem Buch wieder gefunden habe. Man darf sich selbst nur nicht so ernst nehmen,dann kann das Buch einem viel Freude bereiten.
Fazit: Auch wenn das Buch sehr humorvoll war und ein Ratgeber der besonderen Art, konnte es stellenweise etwas langatmig sein.
Rezensionen von Ela_Ela:
Wieder ein spannender Roman von Monika Feth ; D
Der Scherbensammler von Monika Feth
Inhalt: Minas Vater, das Oberhaupt eines streng religiösen Zirkels, wird ermordet. Während Mina ins Fadenkreuz der Ermittlungen gerät, ist Jette von ihrer Unschuld überzeugt. Auf der Suche nach dem wahren Täter begibt sie sich selbst in tödliche Gefahr ? Mina kommt in einer ihr unbekannten Wohnung zu sich, in der sich ein Toter befindet.
Sie selbst ist mit Blut beschmiert. Entsetzt läuft Mina fort, hin zum Haus des einzigen Menschen, von dem sie Hilfe erhofft: ihrem Psychologe Tilo. Dort findet Jette (deren Mutter Tilos Lebensgefährtin ist) das etwa gleichaltrige Mädchen ? verängstigt, verstört und offensichtlich unter Schock. Jette nimmt sie mit nach Hause. Aus der Zeitung erfahren Jette und ihre Mitbewohnerin Merle, dass der Ermordete nicht nur Minas Vater ist, sondern auch das Oberhaupt einer kleinen, streng religiösen Gemeinschaft. Mina selbst kann sich an nichts erinnern. Weder weiß sie, wie sie an den Tatort gelangt ist, noch, was sich dort zugetragen hat. Hat sie ihren eigenen Vater ermordet? Das ist nicht ausgeschlossen, denn Mina hat eine multiple Persönlichkeit. Es wäre denkbar, dass sie während eines psychotischen Schubs den Mord begangen hat. Die Polizei beginnt zu ermitteln. Für Kommissar Bert Melzig ist die Hauptverdächtige Mina, die seit langem versucht, sich von der rigiden Moral des religiösen Zirkels ihres Vaters zu befreien. Tilo allerdings glaubt an Minas Unschuld ? und auch Jette und Merle sind davon überzeugt, dass jemand anderes die Tat begangen haben muss. Sie verstecken Mina in einem Ferienhaus, und Jette beginnt, auf eigene Faust zu ermitteln. Dabei dringt sie immer tiefer in die dunklen Geheimnisse der Religionsgemeinschaft ein. Das allerdings sollte sie besser unterlassen, denn ohne es zu ahnen, ist sie dem Mörder schon gefährlich nahe.
Dieses Buch ist anders als die anderen, man weiß nicht von Anfang an wer der Mörder ist. Das erfährt man erst zum Schluss und man rätselt die ganze Zeit wer es sein könnte und man verdächtigt als Leser auch kurz Mina. Man kann sich aber auch nicht sicher sein da man nie weiß welcher Teil des Teams zu so etwas fähig sein könnte.
Ich habe es wieder von der ersten bis zu letzten Seite verschlungen. Und ich bin schon gespannt auf die anderen Bände und Bücher über Jette, Merle, Mina, Mike und Ilka.
Fazit: Es war wieder wundervoll und schnell zu lesen und ich freu mich auf weiter Bände.
Serie:
1. Der Erdbeerpflücker
2. Der Mädchenmaler
3. Der Scherbensammler
4. Der Schattengänger
5. Der Sommerfänger
6. Der Bilderwächter
7. Der Libellenflüsterer
Rezensionen von BooksAreGreat:
Einen Scheiß muss ich
Sean Brummel: Einen Scheiß muss ich von Jaud Tommy
Meinung:
Dieses Buch ist richtig witzig und eine wirkliche Erholung. Man kann herzhaft Lachen und sich mal entspannen. Man darf alles natürlich nicht zu ernst nehmen. Das Buch betrachtet unsere Alltäglichen Zwänge (Muss-Monster) in einer Zweck-Nutzen-Abwägung. Ich finde, dass es einen mal wieder ein bisschen runterbringt von diesem ständigen Leistungsdruck in der Welt.
Wenn man Probleme auf eine humorvolle Art geschildert bekommt denkt man irgendwie viel eher darüber nach. Es ist wirklich so, dass wir Menschen immer denken, dass wir viel zu viel müssen und uns dadurch unter Druck setzen.
Sean Bummel ist eine wirklich witzige Figur. Die Darstellungsform des Buches mit Seans ?Sag´s nochmal Seiten? und seiner irren Lebensgeschichte als Basis hat mir sehr gut gefallen.
Die Sprache ist einfach gehalten und ist flüssig zu lesen. Die Leichtigkeit der Sprache passt sehr gut zur lockeren Atmosphäre des Buches. Man soll sich eher entspannen als anstrengen.
Ich habe mich von dem Buch zum einen gut unterhalten gefühlt und zum anderen angesprochen. Bei einigen Dingen konnte ich Sean direkt zustimmen. Außerdem ist Seans Blickwinkel auf gewisse Dinge im Leben sehr interessant kennenzulernen.
Rezensionen von elafisch:
Ein etwas anderer Ratgeber
Sean Brummel: Einen Scheiß muss ich von Tommy Jaud
?Einen Scheiß muss ich? ist natürlich kein gewöhnlicher Ratgeber, sondern ein ironisch, komödiantisches Buch, aber wie so oft in der Comedy gibt es den ein oder anderen wahren Kern.
Sean Brummel erklärt uns auf seine sehr direkte Art, warum wir in den Bereichen Gesundheit, Ernährung, Erfolg, Freizeit, Gesellschaft und Sinn des Lebens, einen Scheiß müssen.
Der Schreibstil von Tommy Jaud lies sich für mich schön leicht und flüssig lesen. Einige Lacher konnte er mir durch seine überspitzten Thesen auch entlocken, und dennoch hatte ich so meine Probleme mit dem Buch: allzu oft fiel es mir recht schwer zu unterscheiden ob eine These nun ein gut verpackter Scherz oder doch ernst gemeint war. Das ständige Grübeln darüber hat mir leider etwas die Lesefreude genommen, vielleicht ist mein Humor aber auch einfach nicht Tommy Jaud kompatibel.
Aber eines ist bei mir hängen geblieben, wenn ich auf etwas keinen Bock habe, dann gibt es keinen guten Grund warum ich es trotzdem tun MUSS und das gilt für alle Bereiche des Lebens. Diese Erkenntnis hat schon etwas sehr entspannendes.
Jedem dem ein sehr direkter und etwas schräger Humor liegt kann ich dieses Buch empfehlen, aber jedem der dazu tendiert, wie ich, alles etwas zu ernst zu nehmen dem könnte des Buch Probleme bereiten.
Rezensionen von britta70:
Gib den Mussmonstern keine Chance!
Sean Brummel: Einen Scheiß muss ich von Jaud Tommy
Jeder kennt sie: die lästigen Pflichten, die überall lauern: solche des Alltags wie bügeln, putzen, einkaufen etc., aber auch solche sozialer Erwünschtheit, wie beispielsweise sich vegan zu ernähren, Sport zu treiben und sich politisch korrekt zu verhalten. So unterschiedlich, wie diese lästigen Pflichten sind, so verschieden sind auch die Mussmonster, die uns täglich attackieren und ins Gewissen reden.
Sie machen uns nur das Leben schwer und entfernen uns von den schönen Dingen des Lebens.
Sean Brummel hat dies erkannt und ist damit vom Durschnittsbürger Kaliforniens zum gefragtesten und best gelauntesten Persönlichkeitstrainer avanciert. Seine Lösungsformel ist so einfach, wie bestechend: ESMI, was so viel heißt wie: einen Scheiß muss ich!!! Unerschrocken präsentiert er uns Forschungsergebnisse, die seine diversen Thesen stützen, man muss die Statistik nur zu drehen wissen. Das Ergebnis seiner Forschungen ist ein Manifest gegen das schlechte Gewissen.
Hand auf's Herz: ESMI- das klingt doch reivoll, oder etwa nicht? Wer von uns wird nicht ständig von diesen und jenen lästigen Alltags Pflichten bombardiert und wünscht sich nicht insgeheim, mitunter mal zu sagen: "Nach mir die Sindflut!" oder eben: ESMI!!!
Die Grundidee des Buches, die Tommy Jaud mittels seines Protagonisten Sean Brummel präsentiert, ist durchaus verlockend. Interessant auch die Vorgehensweise, Studienergebnisse derart zu drehen, dass sie das Kernargument stets unterstützen. Über lange Strecken hat mich dies amüsiert. Andererseits wiederholt sich die Argzmentationsweise in jedem Kapitel. Das ist auf die Dauer doch recht langatmig und ermüdend.
Gar nicht erschlossen haben sich mir satirische Hitler-Passagen, außer dass es vielleicht ein Plädoyer wider politische Korrektheit sein soll? Ich fand diese wiederholten Anspielungen weder wirklich für den Inhalt des Buches relevant, noch komisch.
Insgesamt fand ich das Buch bei den bereits erwähnten Längen dennoch unterhaltsam. Wem gerade die Mussmonster zu sehr zusetzen, wer sich erdrückt fühlt von Alltagspflichten, dem sind hier unterhaltsame Schmökerstunden gewiss.






