Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Marianne Schaffer-Schellander:
Sehr gelungen
Am Ende bleiben die Zedern von Jarawan Pierre
Pierre Jarawan beschreibt in seinem Roman die große Liebe eines Sohnes zu seinem Vater, obwohl dieser die Familie verlassen hat. In einer poetischen Sprache wird das Erwachsenwerden Samirs in all den vielschichtigen Facetten des Lebens geschildert, sodass ich als Leserin tief in die Geschehnisse miteintauche.
Gleichzeitig erzählt der Autor in leidenschaftlichen Menschenbildern die blutigen Geschichte des Libanons. Beste Empfehlung für dieses topaktuelle, sehr gelungene Buch.
Rezensionen von RebekkaT:
Auch für mich geeignet!
Am Ende bleiben die Zedern von Jarawan Pierre
"Häkel street style": nun nicht nur Boshis, sondern auch Schals, Taschen und Accessoires mit Thomas und Felix selber machen. Das Buch liegt nun endlich vor mir - ich habe keine Ahnung von Häkeln und bin erstmal neugierig, ob ich es hinbekommen werde. Also schlage ich die erste Boshi auf, "Agano" lächelt mich an, ich lese den Text und bin gleich verwirrt.
Da steht dann was von ...Maschenbündeln V2... und ganz viele Abkürzungen. Also doch von Anfang an lesen. "Wie lese ich die Anleitungen..." gut, an mich wurde gedacht, nach dem Lesen war ich schon schlauer. Die QR-Codes sind auch hilfreich. Also nochmal von vorne und tatsächlich: langsam, aber sicher klappt es, mein Hirn arbeitet mit und ich freue mich, dass es doch einfach ist! Also an alle, die von Häkeln keine Ahnung haben: durchhalten! Wenn ich es schaffe, könnt ihr das auch!
Cover: Tolle Auswahl der zu häkelnden Sachen, auch die Bilder im Innenteil finde ich super. Die Idee mit den Kombinationen hat es mir sehr angetan. Schreibstil: Wenn man weiß, wie man es lesen soll, ist es fantastisch einfach! Die ungefähren Zeitangaben passen bei mir nicht, aber ich übe weiter.
Ein sehr gelungenes Buch, mit dessen Hilfe wirklich jeder in der Lage sein wird, eine Boshi oder ein Boshi meets Loop (dafür ein extra Punkt, das ist richtig klasse, vielen Dank!), diverse nützliche und tolle Accessoires zu häkeln! Jungs, macht bitte weiter, eure Kreativität ist fantastisch, vielen Dank, dass ihr mit uns teilt!
Rezensionen von RebekkaT:
Die Schneelöwin
Am Ende bleiben die Zedern von Jarawan Pierre
Victoria verschwand vor vier Monaten, dann tauchte sie plötzlich auf einer Landstraße auf, wird angefahren und stirbt an ihren Verletzungen. Bei der Obduktion stellt sich heraus, das Victoria schwer misshandelt wurde. Ihre Zunge und die Augen wurden entfernt und beide Trommelfelle durchstochen. Das Team um Patrik Hedström soll den Fall aufklären.
Nach und nach denken die Ermittler an einen Serienmörder. Im gesamten Gebiet um Fjällbacka verschwanden immer wieder Mädchen, und das seit Jahrzenhnten...
Erika, Patriks Frau, interviewt währenddessen Laila Kowalska, die ihren Ehemann 1975 ermordet haben soll. Über den Grund können die Ermittler nur mutmaßen, da Laila schweigt. Immer mehr erzählt sie Erika, und nach und nach kommt hreraus, dass die Ermordung von Vladek der Anfang alles Übels war.
"Die Schneelöwin" von Camilla Läckberg ist für mich das erste Buch dieser Autorin und leider denke ich, dass diejenigen, die ihre anderen Bücher gelesen haben, einen klaren Vorteil haben bezüglich der vielen Namen und Person.
Das Buch hat eine schaurige Grundgeschichte, um die sich ein Wirrwarr von vielen Personen, mit Kindern und Tieren - ja, auch die Tiere haben Namen! - bildet. Immer, wenn ich dachte: "Jetzt hast Du es!" ging der nächste Erzähler los.
Cover: Typisch schwedische Landschaft. Der Ast ist hervorgehoben. Ich hätte das Buch in die Hand genommen, es hat aber nur wenig mit dem Inhalt zu tun.
Schreibstil: es zieht sich und hat mich verwirrt. Einerseits fesselnd, da viele Menschen der oder die Täter sein konnten und es auch gut durchdacht war, nur habe ich mich gequält und schon lange nicht mehr so lange für ein Buch gebraucht.
Merkwürdige Polizisten, eine Schriftstellerin und Ehefrau des Kommissars, die den Mörder entlarvt, eine Frau zu Unrecht im Gefängnis, mehrere sehr auffällige Mütter und viele Personen, die mich einfach nur verwirrt haben. Kein Buch zum schnellen Durchlesen oder mal zur Seite legen, zuviel kann dann durcheinander kommen.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Harald Schellander :
Nur Geduld, es lohnt ich
Am Ende bleiben die Zedern von Jarawan Pierre
In einer zentrale Szenen des Romans lässt Autor Pierre Jarawan den Leser in die Parallelwelt des Protagonisten Samir blicken. An allen Mauern seiner Wohnung hat Samir Zeitungsartikel zur (Kriegs)geschichte des Libanon mit Reißnägeln befestigt, die durch Fäden verbunden sind. An dem Punkt, zu dem sämtliche Fäden führen, hängt das Bild seines geliebten Vaters, den zu finden er sich zur Lebensaufgabe gemacht hat, seit dieser plötzlich verschwunden ist.
Wie ein riesiges Spinnennetz konstruiert auch der Autor diese Geschichte rund um Menschen auf der Flucht. Er legt falsche Fährten und verwischt Handlungsstränge, um zu einem überraschenden Finale zu führen, das letztlich alle Schicksalsfäden miteinander verknüpft und das große Geheimnis löst. Bis dahin braucht der Leser etwas Geduld, wofür ihn Pierre Jarawan mit Sprachgewandtheit und Erzähltalent entschädigt.
Rezensionen von Heyn Leserunde, Nico Strahl:
Unbedingt lesen!
Am Ende bleiben die Zedern von Jarawan Pierre
Ein wunderbares, poetisches Buch über den Jungen Samir, der als Sohn einer libanesischen Flüchtlingsfamilie seine Wurzeln und seine Geschichte aufarbeiten will und dazu in den Libanon reist. In seiner kindlichen Phantasie hatte er sich dieses Land jedoch ganz anders vorgestellt. Ein jahrelanger Bürgerkrieg, in dem letztendlich die wenigsten wussten, wofür gekämpft wird oder wer gegen wen, hat das Land verändert.
Doch es gelingt Samir, Ordnung in sein System zu bekommen,. Die Voraussetzung für einen neuen, unbefangenen Lebensabschnitt. Ein sehr lehrreiches Buch, das aufzeigt, wie friedvolles Miteinander aussehen könnte, und wie dieses mitunter bewusst verhindert wird.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Irmgard Mandl-Mair:
Spannend bis zum Schluss!
Am Ende bleiben die Zedern von Jarawan Pierre
Eine Familiengeschichte, verwoben mit den Wirren und Auswirkungen des Libanesischen Bürgerkrieges, eine Flüchtlingsgeschichte, mit all den traumatisierenden Auswirkungen auf die erste und zweite Generation der Flüchtenden, eine schöne Liebesgeschichte, eine Geschichte über Freundschaft und Hilfsbereitschaft ? all das macht dieses Buch aus ohne in den Kitsch abzudriften.
Geschichten erzählen ist ein wichtiges verbindendes Element, das die Protagonisten miteinander verbindet. Und dann gibt es noch ein geheimnisumwobenes Dia. Was hat es damit auf sich? Ein Buch zum Verschenken, ein Buch, das mich sehr begeistert hat!
Rezensionen von HEYN Leserunde, Lieselotte Fieber:
Gegenwart und Vergangenheit verbinden sich
Am Ende bleiben die Zedern von Jarawan Pierre
Ein rätselhaftes Dia und das Geheimnis um das Verschwinden seines Vaters sind die Beweggründe dafür, dass sich Samir auf den Weg in den Libanon macht. Bald folgt der junge Mann nicht nur den Spuren seines Vaters, sondern seine Suche führt ihn durch ein noch immer gespaltenes Land. Die Figuren aus den Geschichten, die sein Vater ihm erzählt hat, bringen Samir einer Lösung näher, die all seine kühnsten Vorstellungen übertrifft.
Ein sehr berührendes Buch, über die Suche nach den eigenen Wurzeln und absolut lesenswert, wenn man einige langatmige Passagen ?überstanden? hat.
Rezensionen von Puschel1304:
Lesenswert!
Der goldene Sohn von Shilpi Somaya Gowda
Titel:
Der Titel "Der goldene Sohn" ist für dieses Buch angemessen gewählt... Es handelt sich hierbei um den Sohn, namens Anil, einer indischen Familie, der nach dem Tod seines Vaters als Schiedsmann im Dorf berufen wird. Seine kleine Schwester nennt ihn auf der Seite 426 bei dem Namen "goldener Sohn" und somit ist der Titel des Buches auch innerhalb der Geschichte gegeben.
Cover:
Das Cover gefällt mir persönlich nicht, da es nicht im Zusammenhang mit der Handlung steht. Zu sehen ist ein etwa 10- jähriger Junge, der spielend frei am Wasser umherläuft. Der Titel ist klar erkennbar und gut leserlich. Dennoch gibt es keine Situtation in dieser Geschichte, die mit dem Cover assoziert werden kann. Schade.
Klappentext:
Der Klappentext beschreibt den Protagonisten Anil, der das indische Heimatdorf verlässt um in die USA zu reisen und dort Arzt zu werden. Seine große Liebe Leena bleibt währenddessen in Indien zurück.
Jahre später treffen sie sich wieder und die Gefühle der beiden zueinander sind sofort wieder da, doch beide haben in der Zwischenzeit Entscheidungen getroffen, die ihrer Liebe im Weg stehen.
Dieser Klappentext verspricht dem Leser zwischen den Zeilen eine Liebesgeschichte, die er allerdings nicht geboten bekommt. Auch finde ich die Worte eindeutig zu zaghaft gewählt, wenn man bedenkt, was für eine riesige Geschichte in diesem Buch steckt. Schade darum, denn ich denke mit diesem Klappentext beschreibt der Verlag nicht den wahren Inhalt.
Schreibstil:
Die Autorin verwendet auf 486 Seiten in 35 Kapiteln die Erzählperspektive des überirdischen Erzählers. Der Leser wird von der ersten Seite an direkt in die Handlung gezogen und bekommt das Gefühl, die Geschichte erst mit Beendigung wieder aus der Hand legen zu können.
Die Sprache ist einfach gewählt und daher auch sehr leicht zu lesen.
Die Spannung wird nach und nach aufgebaut. Der Leser wird einige Stellen finden, an denen er tief durchatmen muss und eine Gänsehaut über seinen Körper läuft. Doch es wird auch einige wenige Momente geben, in dem die Autorin zu weit ausschweift und sich nicht auf das wesentliche konzentriert. Allerdings sind dies wirklich nur einige der wenigen Momente.
Inhalt:
Der Protagonist Anil ist ein Inder, der wohlbehütet in seiner Familie aufwächst. An seiner Seite ist bereits ab Kindesalter seine Freundin Leena, doch die beiden werden mit Eintritt der Pubertät voneinander getrennt, da sich dieses so in Indien gehört. Bereits zu Beginn des Buches ist ersichtbar, dass Anil nicht wie seine Brüder ist, er will weit hinaus in die Welt und etwas erreichen und so geschieht dies dann auch und er wird sich in der USA zum Arzt ausbilden lassen. Bereits nach der Ankunft in diesem fremden Land ist für den Leser und auch für Anil ersichtbar, dass es keineswegs mit Indien vergleichbar ist.
Die Autorin zeigt in ihrem Buch beide Perspektiven, zum einen die von Anil, der sich in Amerika zurecht finden muss, mit all den Traditionen und Gebräuchen, als auch die von Leena, die nach indischer Tradition mit einem Mann verheiratet wird. An dieser Stelle wird dem Leser bewusst, wie Frauen in Indien behandelt werden und welchen Stellenwert sie besitzen.
Nachdem Anils Vater gestorben ist, wird Anil zum Schiedsmann berufen und schnell ist ihm klar, was diese große Aufgabe bedeutet. Dennoch hält er an seinem Traum Arzt zu werden fest und geht hierbei sehr energisch vor und das auch mit Erfolg.
Dreiviertel dieses Buch befasst sich mit diesem eben genannten Inhalt, doch im vierten Teil bekommt der Leser dann das volle Programm geboten. Wir erfahren nicht nur was aus Anil wird, sondern auch von Leena, vor allem aber, wie Anil es schafft, die beiden Familien, die sich in der Zwischenzeit verstritten hatten, wieder ein wenig näher zueinander zu bringen.
Fazit:
Dieses Buch ist auf alle Fälle sehr lesenswert und verfliegt zwischen den Händen.
Dennoch hätte ich mir einen anderen Klappentext und ein anderes Cover gewünscht.
Auch empfinde ich die Handlung zwar als sehr angenehm, dennoch hätte mich weniger von Anils und mehr von Leenas Geschichte interessiert.
Besonders fällt mir hierbei auf, dass der letzte Teil des Buches viel zu schnell vorranschreitet. Angebrachter wäre hier, die Mitte etwas zu kürzen und den Inhalt des letzten Teils etwas auszuweiten oder alllerdings dem Buch ein paar mehr Seiten zu schenken, denn das hätte es definitiv verdient!
Rezensionen von Henny176:
Eine berührende Reise nach Indien...
Der goldene Sohn von Shilpi Somaya Gowda
Zwischen zwei Welten - ist deine Freiheit wichtiger als deine Familie?
Anil wächst wohlbehütet im Kreis einer großen Familie in einem indischen Dorf auf. Als ältester Sohn soll er später die Rolle des Familienoberhaupts und Schiedsmanns einnehmen und Streitigkeiten in der Dorfgemeinschaft schlichten.
Leena ist seine beste Freundin. Ein mutiges Mädchen und draufgängerischer Wildfang, das seine Familie und die freie Natur über alles liebt. In ihrer Kindheit sind Anil und Leena ein unzertrennliches Gespann, doch dann führen ihre Wege in verschiedene Richtungen. Anil verlässt das Dorf, um Medizin zu studieren und in den USA als Arzt zu arbeiten. Er genießt sein neues Leben dort und verliebt sich Hals über Kopf in eine Amerikanerin. Leena bleibt in Indien, heiratet und zieht zu der Familie ihres Mannes.Anils Leben gerät aus den Fugen: Ihm unterläuft ein schwerer medizinischer Fehler, seine Beziehung zerbricht und er stürzt in eine Krise. Bei einem Besuch in seiner Heimat trifft er Leena wieder, die Frau, die ihn besser kennt als jeder andere. Aber zwischen ihnen steht eine Entscheidung, die Jahre zuvor getroffen wurde. (Quelle: Verlagshomepage)
Dieses Buch hat mich sehr positiv überrascht. Nach der Beschreibung hätte ich gedacht, dass es sich hauptsächlich um eine Liebesgeschichte handelt, aber es steckt noch so viel mehr dahinter. Man bekommt einen Eindruck in die Sitten und Gebräuche der indischen Kultur, die zum Teil sehr faszinierend, zum Teil aber auch schockierend sind.
Während dem Lesen ist mir Leena richtiggehend ans Herz gewachsen und ihre Geschichte hat mich tief berührt und nachdenklich zurückgelassen.
Aber auch Anil ist ein sympathischer Hauptcharakter, seine Entwicklung während der Geschichte hat mich sehr beeindruckt und seine Rolle als Schiedsmann fand ich sehr spannend.
Was mir besonders gut gefallen hat war, dass die "Nebendarsteller", die in großer Zahl vorkommen, so markant beschrieben waren, dass ich sie nicht durcheinandergebracht habe, was mir sonst in Büchern in denen so viele Personen vorkommen gerne mal passiert.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr leicht und flüssig zu lesen und hat mich mit seiner malerischen Art immer wieder von meinem Sofa direkt nach Indien katapultiert.
Bis auf einen kleinen Abschnitt im mittleren Teil des Buches, der mir einfach ein bisschen zu lang war, hat mich die Geschichte absolut mitgerissen und wird noch lange bei mir nachklingen.
Ein wunderbares Buch für jeden der mal eine nicht ganz so klassische Liebesgeschichte lesen, einen Einblick in die indische Kultur gewinnen möchte oder eine Vorliebe für Arztgeschichten hat.
Rezensionen von Krimine:
Ein bewegender Roman, der gleichzeitig fasziniert und schockiert
Der goldene Sohn von Shilpi Somaya Gowda
Nur wenige indische Medizinstudenten haben das Glück, eine Stelle als Assistenzarzt in Amerika zu ergattern. Einer von ihnen ist Anil Pantel, der als Sohn einer angesehenen Bauernfamilie in dem westindischen Dorf Panchanagar aufgewachsen ist. Doch seine Ausbildung im Parkview Hospital in Dallas gestaltet sich schwieriger, als gedacht.
Nervenaufreibende Schichten und schwer kranke Patienten beanspruchen seine Aufmerksamkeit, während er gleichzeitig für die Bewohner seines Heimatdorfes telefonisch als Schiedsmann zur Verfügung stehen muss. Aber nicht nur sein Leben ist von weitreichenden Veränderungen geprägt. Auch das seiner Jugendfreundin Leena, die traditionell mit einem Inder verheiratet wird. Denn anstatt eine glückliche Ehe zu führen, wird sie von der Familie ihres Ehemanns als Dienstmagd benutzt und mit Schlägen und Beschimpfungen attackiert. Erst nach einem versuchten Mordanschlag ergreift Leena die Flucht und treibt damit ihre Eltern in den Ruin.
Zwei Schicksale, wie sie unterschiedlicher nicht sein können und doch verbindet sie ein entscheidendes Detail. Denn bereits in Kindertagen haben Anil und Leena gemeinsam viel erlebt und tiefer greifende Gefühle füreinander entwickelt. Und genau darauf baut Shilpi Somaya Gowda ihre Geschichte auf, die von den traditionellen Zwängen im heutigen Indien und von dem Versuch junger Menschen, diese zu umgehen, erzählt. Ein Zwiespalt, der besonders in dem Lebensweg des Bauernsohnes Anil zum Tragen kommt, der sich als junger Mann die Lebensweisen zweier völlig verschiedener Kulturen zu Eigen macht und mit heimatlichen Traditionen bricht. Doch obwohl er in Amerika Fuß fassen kann, schlägt sein Herz für die Heimat und für Leena, die einen schweren Leidensweg durchleben muss.
Erzählt wird der ergreifende Roman abwechselnd aus der Sicht von Leena und Anil, der Schilderungen sehr anschaulich und lebendig geraten sind. In ihnen erhält der Leser zum einen tiefe Einblicke in die indische Kultur und die Auswirkung lang gehegter Traditionen, zum anderen taucht er in den amerikanischen Klinikalltag ein, der von einem kaum zu bewältigenden Erfolgsdruck geprägt ist. Dabei lässt es sich die Autorin zu keiner Zeit nehmen, vorhandene Schwachpunkte an den Pranger zu stellen und durch schockierende Ereignisse zu untermauern. Allerdings hat sie es an manchen Stellen etwas zu gut gemeint und den Leser mit ausufernden medizinischen Details und unbedeutsamen Lebensgeschichten weiterer Personen regelrecht überschüttet.
Fazit:
?Der goldene Sohn? ist ein bewegender Roman, dessen Handlung in zwei völlig verschiedenen Kulturen angesiedelt ist und der gleichermaßen fasziniert und schockiert.



