Kunden em pfehlungen
Rezensionen von thora01:
Es geistert im Advent - schöne Geschichte
Inhalt/Klappentext:
Seine Mum hat Joe beigebracht, dass er nur zum Polarstern hinaufsehen und ihm seinen Weihnachtswunsch entgegenschicken muss. Dann wird er wahr. Doch jetzt ist sie tot, und Joe vermisst sie unendlich. Aber manchmal spürt er sie an seiner Seite, hört ihm zu, wenn er mit ihr spricht, da ist er sich ganz sicher ? obwohl ihm niemand glaubt.
Und dieses Weihnachtsfest möchte er nichts mehr, als dass sie noch einmal eine richtige Familie sind. Ob ihm der Polarstern auch diesen Wunsch erfüllen kann?
Meine Meinung:
Schöne Geschichte. Der Schreibstil gefällt mir gut. Die Geschichte ist ein Mix aus verschiedenen Thematiken. Die Protagonisten sind sympathisch und wirken ein wenig konfus. Leider waren sie für mich ein wenig zu oberflächlich. Der Aufbau der Story gefällt mir ganz gut. Hin und wieder hatte ich Probleme mit den Sprüngen in der Story. Der Schluss wirkte etwas gehetzt und war sehr vorhersehbar.
Mein Fazit:
Schöne Geschichte für zwischendurch. Die Thematik hätte mehr Gestaltungsmöglichkeit gehabt.
Rezensionen von TheUjulala:
Herrlich ironisch aber gefühlvoll, zwischen Emotionen und Vergangenheitsbewältigung
Dank der Bücherplattform Lesejury.de durfte ich mit diesem Buch an einer Leserunde teilnehmen. Der LYX-Verlag hat mir ebenfalls über Netgalley.de ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Ich möchte mich hiermit beim Verlag LYX - Bastei Lübbe noch mal herzlichst dafür bedanken. Die Leserunde auf Lesejury.
de hat es mir allerdings schwer getan, da ich durch die langen Leseabschnitte gezwungen war, das Buch 2 mal für mehrere Tage zur Seite zu legen. Ich kann deswegen nur empfehlen das Buch in einem Rutsch zu lesen und sich von Beas Gefühlschaos mitreissen zu lassen.
Cover:
Ein schönes und lustiges Cover. Die schöne handgeschriebene Schrift ziert in der Mitte das Cover, drumherum Kringel, die Telefonkritzeleien sein könnten, oder wenn ein Autor gedankenverloren an seinem Plot arbeitet. Bei den gelben Tupfen bin ich mir nicht sicher, was sie darstellen sollen, goldene Konfetti? Ich finde es verspielt, aber trotzdem schlicht und schön.
Handlung:
Um den kleinen Verlag zu retten, muss Bea mit dem rüpelhaften Starautor Tim Bergmann auf Lesereise gehen. Nur wenn er einen wichtigen Leserpreis gewinnt, für den sie während der Reise viel Werbung machen müssen, kann der Verlag weiter existieren. Aber Tim schreibt Dystopien und passt so gar nicht in das Konzept eines Verlages für Liebesromane. Er ist launisch und expulsiv. Aber Bea muss die 4 Wochen kreuz und quer durch Deutschland mit diesem Mann überstehen, vor allem weil er doch immer wieder ungewohnte Gefühle in ihr hervorruft, die sie ziemlich aus dem Konzept bringen.
Buchlayout/Haptik:
Die 37 Kapitel sind recht kurz, was ich als ganz angenehm empfunden habe, zumindest hat es mich im Lesefluss nicht gestört. Zu jeder Kapitelnummer gibt es auch noch einen kurzen, aber prägnanten Titel.
Idee/Plot:
Beide Protagonisten haben eine sehr ähnliche Vergangenheit. Wobei Tim damit offener umgeht und diese Vergangenheit auch in seinem Buch verarbeitet. Bea hingegen flüchtet in akribische Kontrolle. Diese beiden Menschen prallen nun aufeinander und müssen unter erhärteten Bedingungen miteinander auskommen. Sie werden durch die Anwesenheit des anderen mit ihrer Vergangenheit konfrontiert, was natürlich dann auch zu einigen Konfliktmomenten führt.
Handlungsaufbau/Spannungsaufbau:
Die Handlung wird sanft aber stetig aufgebaut. Wir bekommen zunächst nur häppchenweise was von Beas und Tims Vergangenheit mit, erhalten aber im Laufe des Buches immer mehr Einblick. Die Spannung und das Prickeln werden auch sehr schön über das Buch aufgeteilt und steigt von Abschnitt zu Abschnitt, bis es in einen tollen Gänsehautmoment gipfelt.
Szenerie/Setting:
Kristina Günak versteht die Umgebung knackig aber prägnant zu umschreiben. Sie hält sich nicht mit ausladenden Beschreibungen auf und setzt den Fokus vielmehr auf die Gefühls- und Gedankenwelt. Da wir uns auch in Deutschland befinden ist es für den Leser leicht, sich die Szenerien vorzustellen. Es passt auch gut zusammen: die Welt rund um Bücher, der Alltag in einem ums Überleben kämpfenden Verlag, der dystopische Schreiberling Tim und die selbstbeherrschte Bea. Eine gute Mischung, nicht zu viele Nebenschauplätze aber geschickte Nebenhandlungen.
Sprache/Schreibstil:
Das Buch lässt sich wunderbar locker und leicht lesen. Die Sprache ist absolut flüssig und herrlich spritzig und frech. Die Geschichte wird uns ausschließlich in der Ich-Perspektive von Bea präsentiert und gibt uns einen tiefen Einblick in ihre Gedanken und Gefühle. Witzige und ironische Sprüche wechseln sich ab mit immer wieder recht reflektierenden Gedankenblitzen. ?Sein Blick wird stechender, und ich halte mich unauffällig mit einer Hand an der Tischkante fest. Diana weiß, wo ich bin, Wenn ich nicht zurückkomme, wird irgendwann sicherlich jemand nach mir suchen. Spätestens wenn die Besprechungskekse alle sind, wird ihnen auffallen, dass der böse Autor mich erlegt hat.? S. 53 (Kristina Günak: ?Wer weiß schon, wie man Liebe schreibt?, Taschenbuch © 2017 LYX by Bastei Lübbe AG, Köln)
Emotionen/Protagonisten:
Bea hat es in ihrer Kindheit nicht leicht gehabt. Es wird schnell klar, dass sie ein Pflegekind war und durch Glück an ihre Pflegeeltern gekommen ist, die sie aus dem ?Ursumpf? gezogen haben. Ihre bittere Erfahrungen von ihren leiblichen Eltern verbirgt sie hinter einer steinernen Maske aus Kontrollzwang und strengen To-Do-Listen. Ihr Schicksal ist ihr großes Geheimnis. Zusätzlich hat sie das enorme Problem, dass sie niemals ?nein" sagen kann, und so an den Rand ihrer Kräfte gelangt.
Sie ist ihrer Pflegefamilie extrem zu Dank verpflichtet und hat ihren Geschwistern gegenüber ein sehr weiches Herz. Trotzdem kann sie ganz schön gepfefferte Sprüche loslassen und steht Tim in Sachen Ironie kaum nach. Aber, sie ist auch unheimlich reflektiert, denkt viel über die Geschehnisse nach und beginnt sich aus ihrer Kontroll-Isolation zu befreien.
Tim ist zunächst der undurchschaubare Typ à la Bad-Boy. Tätowiert, schwarze Klamotten und ein absoluter Stinkstiefel. So wie man sich auch einen typischen Schriftsteller vorstellt, der nur dystopische Handlungen im Kopf hat. Und dazu ist er auch noch der begehrteste und heißeste Junggeselle auf dem Planeten. Aber sein Buch ist ganz klar die Verarbeitung seiner Vergangenheit, mit der er Bea gegenüber immer offener umgeht. Er ist oft unbeherrscht und aufbrausend, damit macht er Bea zusätzlich des öfteren auch Angst. Diese Angst spürt er, und beginnt zu verstehen, dass etwas mit Bea nicht stimmt.
Aber Tim kann hinter Beas Fassade gucken und hält ihr auch ziemlich oft den Spiegel vor: ?Tim Bergmann berührt mein Herz. Auf eine sonderbare, nicht fassbare Art und Weise. Dabei tut er gar nichts, um seine Gunst auch nur im Ansatz zu verdienen.? S. 102 (Kristina Günak: ?Wer weiß schon, wie man Liebe schreibt?, Taschenbuch © 2017 LYX by Bastei Lübbe AG, Köln)
Durch die vielen inneren Dialoge, ihre Gedanken und Reflektionen konnte ich mit Bea unheimlich gut mitfühlen. Sie ist für mich absolut authentisch. Ihre Handlungen kann man zwar manchmal als etwas übertrieben sehen, aber sind dennoch nachvollziehbar. Und auch Tim ist für mich kein typischer Buchheld. Er ist oft ein Kotzbrocken, lebt in seiner eigenen Welt, und trotzdem blitzen immer wieder sanftmütige Momente durch, die einem das Herz zum Prickeln bringen.
Meine Meinung:
Es ist toll mit zu erleben, wie reflektiert Bea Tims Verhalten aufnimmt. Anfangs noch sehr verunsichert erkennt sie die Gleichheit zwischen ihnen. Beide, Tim und Bea, vollziehen während der Geschichte eine wunderbare Wandlung, die ich ganz wichtig finde. So baut sich das Buch auch wirklich gut auf und nimmt uns immer weiter in das Gefühlschaos der beiden. Wir selber lernen immer mehr die Protagonisten zu verstehen, so wie sie sich selber auch.
Der trockene Humor hat mir sehr gut gefallen. Es ist nicht nur ein Klamauk oder ein triefend rührendes Buch. Nein, ironisch komische Situationen und gefühlvolle Momente geben sich wirklich gekonnt die Hand. Ganz großartig geschrieben und wirklich sehr erheiternd!
Vor allem möchte ich die Messages, die Kristina Günak uns mit diesem Roman mitgibt, hervorheben. Eine wahre und ehrliche Beziehung beruht auf Vertrauen und Wahrheit. Es geht darum, den wahren Kern des Menschen zu erkennen und ihn so anzunehmen, egal welche Vergangenheit er durchlebt hat. Die wahre Liebe ist Sicherheit geben aber auch Hilfe einfordern. Und für sich selber auch Grenzen setzen und die Grenzen des anderen zu akzeptieren.
Eine tolle Idee einer Liebesgeschichte, die erst durch die gemeinsame Reise der Beiden in sehr emotionalen Szenen zu entstehen beginnt. Ab dem letzten Drittel des Buches hat es mich dann noch mal sehr bewegt und mitgenommen, es war ein stetiger Wechsel zwischen Weinen und Lachen.
Fazit:
Ich hatte rundum ein tolles Leseerlebnis und habe mich mit diesem Buch auf niveauvolle Art und Weise unterhalten gefühlt. Von mir gibt es dazu eine klare Leseempfehlung
Rezensionen von thora01:
Das Geheimnis der Bücher- toller Fantasyroman
Inhalt/Klappentext:
**Wenn Feenstaub Geschichten lebendig macht?** Als Waisenkind hat die 17-jährige Hope schon früh gelernt, niemandem außer sich selbst zu vertrauen. Mit Ausnahme von ihren Büchern natürlich und den Geschichten, die diese ihr zuflüstern. Bis sie eines Nachts in das Haus einer reichen Familie einbricht, um sich in deren riesigen Bibliothek zu bedienen, und bei ihrem Buch-Streifzug auf frischer Tat ertappt wird.
Während Hope schon aus reiner Gewohnheit eine Abwehrhaltung gegenüber dem absolut nerdigen, aber zugegebenermaßen ziemlich süßen Jungen einnimmt, scheint dieser alles andere im Sinn zu haben, als sie zu verraten. Doch noch bevor Hope herausfinden kann, was genau es mit diesem Sam auf sich hat, werden sie unverhofft in eines der Bücher hineingezogen und landen? ja, wo eigentlich?
Meine Meinung:
Sehr spannende Fantasygeschichte. Der Schreibstil konnte mich von der ersten Zeile weg fesseln. Er ist leicht zu lesen und wirkt jugendlich. Teilweise Situationsbedingt ein wenig altmodisch. Diese Wechsel machen die Geschichte sehr interessant. Die Protagonisten gefallen mir sehr gut. Sie sind sympathisch und ergänzen sich sehr gut. Interessant finde ich wie die Gegensätze zwischen Hope und Sam dargestellt wurden. Die Autorin hat dabei ein wenig in die Klischeekiste gegriffen. Das Zusammenspiel der beiden Hauptprotas ist sehr spannend und nicht selten funkt es dabei gewaltig. Die Geschichte ist wundervoll aufgebaut. Ich finde es toll wie die verschiedenen Legenden in dieses Werk einfließen. Der Abschluss ist actionreich und enthält einen sehr schön gemachten Cliffhänger.
Mein Fazit:
Tolles Fantasyabenteuer mit ganz besonderen Protas. Sehr spannend und ein wenig unkonventionell. Ich kann es kaum erwarten den 2. Teil zu lesen.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Maria Dörfler:
Faszinierend, aber ziemlich schlimm
Geständnisse von Minato Kanae
Hervorragend konstruiert, manchmal sehr konstruiert, spannend geschrieben - erst ab dem 2. Kapitel beginnt durch den Perspektivenwechsel die Spannung zu greifen. Es ist ein Entwurf, wie kranke Psychen ticken könnten.
Für mich etwas abstoßend, weil das Negative so sehr im Vordergrund steht in fast allen geschilderten Beziehungen.
Eigentlich möchte ich nicht glauben, dass Jugendliche scheinbar recht leicht - manchmal durch Zufall oder Verführung, durch Schwäche und Gruppendruck - fast alle Grenzen überschreiten.
Allerdings scheint es, wie die Realität zeigt und an historischen Beispielen zeigte, immer wieder möglich, dass Jugendliche zum "Bösen" neigen, das Böse hat eine teuflische Faszination.
Allerdings möchte ich nicht allzu viel davon lesen.
Maria Dörfler
Rezensionen von Haliax:
Schluss mit gesellschaftlichen Konventionen.
Schluss mit Muss von Tanja Mairhofer
Das Antiratgeberbuch ?Schluss mit Muss? von Tanja Mairhofer wirbt mit dem Slogan ?Warum du alles falsch machst, wenn du alles richtig machen willst?. Dieser Banner zieht sich durch das ganze Buch und durch jedes einzelne Kapitel. Eingangs wird mit einem Vorwort das Buch eröffnet und es wird klar ausgedrückt, was man von diesem Buch erwarten oder nicht erwarten darf.
Die Kapitel haben einen Umfang von ein paar Seiten und können schnell gelesen werden, daher eignet sich das Buch auch für Zwischendurch. Auf lockere und unterhaltsame Art erzählt Tanja von ihren Erfahrungen, sagt klar, was sie daraus gelernt hat und bringt auch wissenschaftliche Erkenntnisse ein. Vor allem bin ich begeistert von der Direktheit, die sie nutzt, um mit gesellschaftlichen Konventionen aufzuräumen und gleichzeitig zu ihrer Meinung steht.
Die Aufmachung ist ein weiterer dicker Pluspunkt. Das Cover ist ein Blickfang, nicht allein durch die beiden Hände, sondern viel mehr durch die grellen Farben, die verwendet werden. Außerdem ist das Innenleben liebevoll gestaltet. Die Zitate, die bei jedem Kapitel hervorgehoben werden, und durch eine Grafik im Hintergrund unterstrichen werden, sowie die Kommentare, die fett herausgehoben werden, haben mir eine große Freude bereitet und müssen an dieser Stelle auch beschrieben werden.
Obwohl es sich um ein Antiratgeberbuch handelt, konnte ich viel mitnehmen. Außerdem hat es mich oft zum Lachen gebracht und hat für eine abwechslungsreiche Unterhaltung gesorgt. Es gehört nicht zu den besonderen Perlen unter den Büchern aber es hat sich eindeutig 4 Sterne verdient.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Renate Pfeiffer:
Rache, die wirklich weh tut
Geständnisse von Minato Kanae
Die kleine Manami ist ertrunken, und es war Mord, kein Unfall. Wie eine Spirale drehen sich die Erzählungen der beteiligten Personen immer enger um das tatsächliche Geschehen, bis es zur Explosion kommt- aber ganz anders, als es geplant war.
Eine böse Geschichte, die aus jeder Perspektive eine neue Wendung zeigt und umso bedrohlicher wirkt, weil sie so zurückhaltend, nahezu höflich, erzählt wird.
Und was das Böse auslöst, kann durchaus gute Absicht sein, es ist Unfähigkeit, Übereifer, Eitelkeit, oder einfach nur Gleichgültigkeit- eine erschreckende Erkenntnis. Im Grunde ist es eine Geschichte voller Missverständnisse, psychologisch manchmal etwas langatmig erklärt, aber trotzdem spannend!
Rezensionen von PFIFF:
Vater-Sohn Konflikt
Was das Meer ihnen vorschlug von Tomás González
An einer karibischen Küste leben die Zwillingsbrüder Mario und Javier mit ihrer Familie, arbeiten als Fischer und ertragen ihren herrischen Vater nur schwer. Die Mutter hat aufgegeben, gegen ihn aufzubegehren, ist zermürbt, seit ihr Mann mit einer anderen Frau ein Kind gezeugt hat.
Als Mario, Javier und der Vater beim Fischen von einem Unwetter überrascht werden, geht der Vater über Bord.
Ist das die Chance, endlich frei zu sein?
González schreibt über den Konflikt zwischen zwei Söhnen und ihrem Vater, ihren Gewissensbissen,Wünschen und Ängsten.
Rezensionen von Krimine:
Ein gelungener erster Einsatz für den Polizeiseelsorger Martin Bauer
Was das Meer ihnen vorschlug von Tomás González
Menschen, die in Notlagen stecken, gehören zu Martin Bauers Job. Deshalb ist der Polizeiseelsorger auch vor Ort, als ein Polizist von der Duisburger Rheinbrücke springen will, um sich das Leben zu nehmen. Doch Bauers Bemühungen bringen nicht den gewünschten Erfolg. Und plötzlich ist er es, der springt mit dem Ziel, dass der lebensmüde Polizist nun ihn retten muss.
Eine ungewöhnliche Methode, die ihm zwar viel Ärger einbringt, dessen Ergebnis sich aber sehen lassen kann. Allerdings nicht lange. Nur Stunden später ist der Duisburger Polizist tatsächlich tot, nachdem er vom Deck eines Parkhauses gesprungen ist. Ein merkwürdiger Fall, der Bauer keine Ruhe lässt und so beginnt der einstige Gemeindepfarrer auf eigene Faust Nachforschungen anzustellen und gerät dabei selbst in Gefahr.
?Glaube, Liebe, Tod ist der erste Einsatz für den Polizeiseelsorger Martin Bauer. Ein Geistlicher, der keine Mühe scheut, um anderen zu helfen und dabei alles auf eine Karte setzt. Dass ihn sein Wagemut oft in Bedrängnis führt, nimmt er billigend in Kauf und riskiert sogar, dass sein Privatleben den Bach runtergeht. Doch nicht nur er beweist, dass ein Beruf auch Berufung sein kann. Auch die Polizistin Verena Dohr ist mit vollem Einsatz dabei, obwohl es auf ihrem Kommissariat einige Störenfriede und Neider gibt. Zwei Figuren, die weder sympathisch, noch unsympathisch sind und die, trotzdem sie den Fortgang der Handlung in großem Maße bestimmen, in ihrer charakterlichen Darstellung etwas flach geraten sind.
Dafür aber überzeugt der Plot mit einem spannenden Verlauf und mit immer wieder auftauchenden Actionszenen, was wohl dem Umstand geschuldet ist, dass beide Autoren im Drehbuchbereich zu Hause sind. Hinzu kommen interessante Wendungen, die das Geschehen zusätzlich beleben, ein undurchsichtiger Dschungel aus Korruption und Verbrechen und wie sollte es anders sein, die leidigen privaten Probleme. Eine flüssige Schreibweise und die Einbindung regionaler Gegebenheiten sorgen dafür, dass der Leser stets am Ball bleibt. Und obwohl einige begonnene Handlungsfäden nicht konsequent zu Ende geführt werden und sogar auftauchende Personen irgendwann ins Nirvana verschwinden, ist ein dramatischer Fortgang des Krimis garantiert.
Fazit:
Mit dem Polizeiseelsorger Martin Bauer haben die Autoren Peter Gallert und Jörg Reiter eine gut funktionierende und erfrischend andere Ermittlerpersönlichkeit ins Krimigenre gebracht, auf deren weiteren Fälle man gespannt sein kann.
Rezensionen von Ela_Ela:
Tolle Sommer - & Strandlektüre : D
Lemon Summer von Kody Keplinger
Die Liebe findet dich, wo du auch steckst Seit ihre Eltern geschieden sind, verbringt Whitley die Sommerferien bei ihrem Dad. Doch was für sie sonst die beste Zeit des Jahres war, entpuppt sich diesmal als reinster Albtraum. Denn ihr Dad ? Überraschung! ? hat eine neue Verlobte. Und die hat einen Sohn.
Der sich ausgerechnet als Whitleys One-Night-Stand entpuppt. Weil Gefühle aber so gar nicht ihr Ding sind, lenkt Whitley sich ab: Party bis zum Umfallen. Dabei übersieht sie fast die guten Dinge direkt vor ihrer Nase. Wie den Jungen, dem wirklich etwas an ihr liegt ...
Der erste Titel "Von wegen Liebe" hat mich von dieser Autorin schon überzeugt und dann durfte ich diesen Titel nicht ignorieren.
Ich fand sofort in die Geschichte von Whitley hinein und habe in jeder Situation mit ihr mitgelitten und mitgeheult.
ACHTUNG SPOILER
Ich fand es mega Bianca & Wesley wieder zu sehen, auch wenn diesmal aus der Beobachterperspektive. Ich habe mich voll gefreut.
Fazit: Eine entspannende Lektüre für den Strand oder das Freibad, dass mich wieder überzeugen konnte und das ich gerne gelesen habe. Ich vergebe 4,5 Sterne.
Rezensionen von PFIFF:
Etwas für Oldtimerfans
Grand Prix von Walker Martin
Im neunten Fall von Bruno, Chef de police im Périgord, geht es um den teuersten Gebrauchtwagen der Welt, einen Bugatti Type 57 SC Atlantic. Seinerzeit wurden nur vier Exemplare gebaut. Einer von ihnen ist verschollen und wird fieberhaft gesucht, was plausibel ist, wenn man weiß, dass ein kalifornisches Museum 37 Millionen Dollar für einen Wagen bezahlt hat.
Ralph Lauren besitzt einen und ein dritter war mit einem Zug kollidiert. Die Spur des vierten hatte sich in den Wirren des Zweiten Weltkriegs in Frankreich verloren.
Bruno hilft bei einer Oldtimer-Rallye als Beifahrer aus, verliebt sich in die hübsche Martine und schlichtet Familienstreitigkeiten.
Als zwei Männer tot aufgefunden werden, stellt sich schnell heraus, dass sie eines gewaltsamen Todes gestorben sind und das wahrscheinlich, weil sie zu viel wussten über den Verbleib des gesuchten Automobils.
Walker schreibt in bekannter Manier, fügt Rezepte ein und zeigt seine Liebe zu Pferden und natürlich zu Frauen auf.






