Icon Kontrast wechseln
Logo Bücher Stierle Kelten

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Lerchie:

voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Stern

Massive Unterdrückung

Keine Angst, Darling von Vera Buck

Lea hat in der Luxussiedlung Santa Familia in Florida endlich wonach sie immer gesucht hat. Das Zuhause sicher, eine geliebte Tochter und ein, sie auf Händen tragenden, Mann. Ihr Leben wird von Millionen gefeiert, doch ihre Schwester Paula misstraut dieser Inszenierung. Da verstummt Lea plötzlich und Paula macht sich voller Sorgen auf den Weg nach Florida.

Doch dort ist ihre Schwester nicht. Ihr Mann behautet, dass sie in einem Retreat sei. Aber warum kein Lebenszeichen? Je mehr Paula forscht, desto größer werden die Risse. Denn strenge Regeln erfordern absoluten Gehorsam. Die, die nicht gehorchen, verschwinden.


Meine Meinung
Das Buch ließ sich leicht und flüssig lesen, denn keine Unklarheiten im Text störten meinen Lesefluss. Ich bin gut in die Geschichte reingekommen, und konnte mich auch gut in die Protagonistin Paula hineinversetzen. In Lea eigentlich kaum der deren Benehmen grenzt für mich an Dummheit. Paula ist beunruhigt, weil ihre Schwester nichts mehr von sich hören lässt und auch keine Anrufe annimmt. Sie ist verheiratet mit Matt Graves, der sie in dem umzäunten Bereich der Sancta Familia, mitgenommen hat. Hier haben die Frauen zu gehorchen, denn der Mann bestimmt über sie und Lea lässt sich das gefallen! Sie haben eine kleine Tochter namens Emma und Paula ist noch besorgter, als sie sieht, was Emma spielt. sie beschließt, Lea da rauszuholen. Aber wie? Das Gelänge ist umzäun, Lea darf nicht raus, und am Eingang gibt es einen Pförtner, der Paula erst nicht reinlassen wollte. Wird sie ihre Schwester dort herausholen können? Paula tut viel dafür, aber ob es gelingt das muss der geneigte Leser selbst lesen. Das Buch ist spannend, es hat mir gut gefallen, und ich habe mit Paula und auch mit Lea gelitten. Es hat mich gefesselt und gut unterhalten. Eine Leseempfehlung und fünf Sterne von mir.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Lerchie
Massive Unterdrückung

Rezensionen von Ewa Wiercinska Leserunde Heyn:

voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternnicht ausgefüllter Stern mit grünen Randnicht ausgefüllter Stern mit grünen Randnicht ausgefüllter Stern mit grünen Rand

Warum trifft ein junger Mann in der Quarterlife-Crisis auf sein um Jahre gereiftes Ich?

Popóm von Johanna Sebauer

Der Klappentext verspricht viel, doch die Geschichte ist zerredet, eintönig und von flachen Charakteren geprägt.
Was bleibt? Eine Frage: Warum sollte ein gereiftes Ich überhaupt auf sein jüngeres Ich in der Quarterlife-Crisis treffen? Zu viel Wissen über die Zukunft nimmt dem Leben die natürliche Überraschung.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Ewa Wiercinska Leserunde Heyn
Warum trifft ein junger Mann in der Quarterlife-Crisis auf sein um Jahre gereiftes Ich?

Rezensionen von Patricya :

voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternnicht ausgefüllter Stern mit grünen Randnicht ausgefüllter Stern mit grünen Rand

Eine ungewöhnliche Heldengruppe

Nobody's Quest von Alyssa Day

Ich war direkt begeistert von der tollen Aufmachung des Buches und dem Klappentext, welcher wirklich vielversprechend war. Die Grundidee, eine bunt zusammengewürfelte Heldengruppe rund um einen Niemand auf eine Reise zu schicken um eine Göttin und somit die Welt zu retten, klingt sehr interessant. Die Umsetzung fand ich nur zum Teil gelungen.

Soli, eine sogenannte Greymind, ein Niemand, ist ein toller Hauptcharakter und in der Geschichte die Auserwählte, welche als einzige in der Lage ist das Amulett der Göttin Artemisen zu berühren ohne in Flammen aufzugehen. Gut fand ich, dass das Thema Depression behandelt wurde und wie sich Soli im Laufe der Geschichte weiterentwickelt hat. Obwohl mir die Entwicklung teilweise auch etwas zu schnell und somit unglaubwürdig erschien, bedenkt man ihre dramatische Vorgeschichte.

Die Dynamik in der Gruppe war grundsätzlich gut und man hat im Laufe der Geschichte mehr von den einzelnen Charakteren erfahren. Leider fehlte mir dennoch stellenweise die emotionale Bindung zu den Charakteren und der Umgebung, da für mich einfach zu wenig Hintergrundgeschichte zu einzelnen Beziehungen und den weltlichen Gegebenheiten geliefert wurde.

Was mich aber am meisten gestört hat, war die übertrieben dargestellte Liebelei zwischen dem Prinz Kaelen und Soli. Für mein Empfinden kam das von seiner Seite her zu plötzlich und ohne erkennbaren Grund. Das ewige Hin und Her und die unnötigen expliziten Szenen wirkten für mich komplett deplatziert in Anbetracht der Situation. Ich hätte mir hier mehr Fokus auf die spannenden Abenteuer der Gruppe gewünscht.

Das Ende war sehr überraschend und wirft einige Fragen auf, was Lust auf den nächsten Teil macht. Diesmal aber bitte mit weniger Fokus auf Spice.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Patricya
Eine ungewöhnliche Heldengruppe

Rezensionen von rewareni:

voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Stern

Viele Geheimnisse

Seizouh von Fabiano Docimo

Der 16 jährige Seizouh wächst bei seinem Großvater Pelbar im Schutz eines alten Tempels auf. Geschützt wird dieser von heiligen Runen, denn die Dunkelheit bietet Gefahren, die nicht zu unterschätzen sind. Als Schüler besteht sein Alltag aus Training, Disziplin und Lehren seines Großvaters, die er nicht immer versteht.

Während Seizouhs Freundin Kaelira und der vor Selbstsicherheit strotzende Seikan sich auf die kommenden Prüfungen freuen, sieht er diesen mit Furcht entgegen, da er unsicher ist und immer das Gefühl hat nicht gut genug zu sein und er Pelbar nicht enttäuschen möchte.
Unheimliche Träume verunsichern ihn immer wieder und als eine Rune am Rande des Waldes beschädigt wird, ist sogar der sonst so ruhige und gelassene Pelbar alarmiert. Plötzlich gerät das bisher ruhige und sichere Leben der Menschen in Gefahr. Schneller als gedacht muss sich nun Seizouh mit seinem Großvater und seinen Begleitern Mächten stellen, von denen er nie zu träumen gewagt hat. Ein Kampf um Leben und Tod beginnt nun, wo keiner weiß, was auf sie zu kommen wird.
,, Seizouh- das Urteil der Rune“ ist der spannende Auftaktband einer mehrteiligen Reihe, wo der Autor Fabiano Docimo, den Leser auf eine bildhafte und sprachgewaltige Reise mit nimmt. In eine Fantasy Welt, wo Dämonen, unheimliche Kreaturen, akrobatische, asiatisch angehauchte Kämpfe und viel Magie das Leben der Protagonisten an den Rande der Verzweiflung bringt.
Es ist eine spannende Geschichte wo der Autor großen Wert darauf legt, dass man sich die dargestellten Szenen gut vorstellen kann. Manche Kampfszenen laufen dabei wie bei einem Film vor dem Auge des Lesers ab und man hat das Gefühl mitten drin zu sein.
Schön ist dabei auch, dass Seizouh, der ständig an sich zweifelt nicht nur gute Freunde an seiner Seite hat, sondern auch die Möglichkeit bekommt zu erkennen, dass er eine Stärke in sich trägt, die nur darauf gewartet hat, ans Licht zu kommen und er somit an Selbstvertrauen gewinnen kann.
Freundschaft, Zusammenhalt und für den anderen da zu sein wenn Gefahr droht, werden in der Geschichte groß geschrieben, wo sich jeder auf den anderen verlassen kann und somit eine Stärke entsteht, die sie brauchen für die Gegner die oft unbezwingbar erscheinen.
Interessant ist auch, dass jeder Protagonist eine besondere Eigenschaft und Magie besitzt, die in verschiedenen Situationen von Vorteil sind.
Die Beziehung zwischen Pelbar und Seizouh wird sehr liebevoll und intensiv dargestellt, wo der Großvater spürt, dass in seinem Enkel viel mehr steckt, als es scheint und dass es Anzeichen drohender Gefahr gibt, wo er hofft, dass es nicht zum Äußersten kommt.
Der Autor schafft es nicht nur mit Dämonen, Schattenmagier und sonstigen unheimlichen Wesen eine besondere düstere Stimmung hervor zu rufen, sondern er bietet dem Leser auch immer wieder mit humorvolle und witzige Szenen eine Auflockerung und lässt somit das Alltagsleben normal erscheinen, obwohl man spürt, dass sich das bald ändern wird.
Wie alle Protagonisten zusammen gehalten haben, hat mir gut gefallen und selbst wenn nicht immer alles gut ausgegangen ist, haben sie mit Mut, Zuversicht und dem Wissen, dass kein Opfer umsonst war, weiter gekämpft.
Der Roman hat mir sehr gut gefallen und ich freue mich schon, die tapferen und unerschrockenen Helden weiter begleiten zu können.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von rewareni
Viele Geheimnisse

Rezensionen von Ulla:

voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Stern

Jäger und Gejagte

Nebelbeute von Benjamin Cors

Mila Weiss ist Spezialermittlerin in der Gruppe 4, die Serienkiller zur Strecke bringt. Offiziell nimmt sie eine Auszeit und möchte diese in einem abgelegenem Ort in den Bergen verbringen. In den Wäldern soll sich der Serientäter Johannes Toblach versteckt halten, der mehrere Kinder entführt haben soll.

Ihn will sie jagen und stellen. Im Winter bei Schnee und Kälte wandert sie auf der Suche umher und bringt Kameras zur Überwachung an. Seltsame Menschen, skurrile Charaktere und Eigenbrödler leben in dem Ort und Umweltschützer kämpfen gegen das Sägewerk und die massive Abholzung. Kurz nach ihrem Einzug in ihre Ferienhütte entdeckt sie einen Toten seltsam drapiert in einem Baum hängend. Aus der Ferne helfen ihr die anderen Mitglieder der Gruppe 4 und stellen fest, dass es hier eine Häufung von Todesfällen in den letzten Jahren gab. Verdächtigte gibt es viele und immer wieder neue Spuren. Als Mila Toblach endlich findet, oder er sie, wird es auch für sie gefährlich.
Der Thriller ist äußerst spannend und vielschichtig geschrieben. Mehrere Morde, viele Tatverdächtige und er alte Fall aus den Vorgängerbänden verschmelzen hier. Verschiedene Interessen und Lebensweisen treffen aufeinander in einer nur scheinbaren Idylle.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Ulla
Jäger und Gejagte

Rezensionen von Ulla:

voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternnicht ausgefüllter Stern mit grünen Rand

Tod eines Kritikers

Klein aber tot von Jo Fischler

In der fiktiven Kleinstadt Knuffingen hat es einen Mord gegeben, der Journalist und Kritiker Friedrich Frank wurde tot aufgefunden. Da alle anderen Polizisten nicht auffindbar sind ist Jojo Wunder bei den Ermittlungen auf sich allein gestellt. Einwenig Hilfe erhält er von seinem Freund, der durch sein Hobby Modelleisenbahnbau, sich mit Tüfteleien und Puzzle auskennt.

Hinweise am Tatort deuten auf verschiedene Verdächtige, neben dem Bürgermeister zu Jojos Leidwesen auch seine heimliche Geliebte, die Blumenverkäuferin Liora Märklin, und seine Mutti, deren Restaurantessen von Herrn Frank gnadenlos schlecht gemacht wurde. Und was hat es mit den Treffen im Pärchensitz im Kino auf sich? Auf jeden Fall hat der als Journalist gefeuerte Frank über seine Verhältnisse gelebt.
Der gesamte Ort mit seinen Bewohnern wird sehr liebevoll beschrieben. Die Handlung ist eher humorvoll zu nennen obwohl auch immer wieder Spannung aufkommt. Da der fiktive Ort Knuffingen Teil der Hamburger Miniaturwunderwelt ist, gibt es immer wieder Bezug darauf, wie den Modellbastler mit Styropor beim Berge bauen, einen Märklinladen und die Blumenhändlerin mit Nachnamen Märklin. Ein liebenswerter Krimi mit viel süddeutschen Lokalkolorit.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Ulla
Tod eines Kritikers

Rezensionen von Ulla:

voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Stern

Schatten aus der Vergangenheit

Im Morgengrauen (Art Mayer-Serie 4) von Marc Raabe

Im Internet kursieren Videos von einer jungen Frau, die sich Kessy X nennt. Sie erzählt von ihrer privaten Begegnung mit dem Bundeskanzler Henrik Westphal, bei dem es zu Übergriffen und schlimmeren gekommen sein soll. Und nun ist der Kanzler verschwunden. Versteckt er sich, wurde er entführt oder ist er tot? Sein Freund aus Kindertagen, der Polizist Art Mayer, sucht nach ihm.

Bei seinem Besuch bei Juli, Henriks Frau und seine große Liebe, wird er zu einer Toten im U-Bahn Schacht gerufen. Die kopflose Frau trägt ein Eulentattoo, genau so eines, wie man auf den Video von Kessy X sieht. Mit seiner Partnerin Nele Tschaikowski, eine junge Mutter mit reichlich privaten Problemen, ermittelt er nun auch in diesem Tötungsdelikt. Bis Art Mayer selbst ins Visier der Ermittlungen gerät und er untertauchen muss.
Der äußerst spannende Thriller, der sich zwischen privaten und politischen Themen bewegt wird aus zwei verschiedenen Sichtweisen und Zeitabständen erzählt. Eine Sicht, vor Westphals Verschwinden, von Kessy X und die zweite aus Sicht der Ermittler nach dem Verschwinden. Es ist von Vorteil die Vorgängerbände zu kennen, da sich vieles auf die Vergangenheit im Umfeld von Juli, Art und Henrik bezieht, jedoch nicht zwingend nötig. Neben der Spannung gefällt mir die hervorragende Schreibweise und das Hineintauchen in alle Protagonisten.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Ulla
Schatten aus der Vergangenheit

Rezensionen von libraryoflaura:

voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Stern

Ein Zug. Fünf Menschen. Wer sterben soll, entscheidest du!

FIVE - Das Ticken der Zeit von Ilona Bannister

WORUM GEHT ES?
Stell dir vor, du stehst an einem ganz normalen Morgen am Bahnsteig. Der Wind peitscht, der Boden vibriert bereits, die blendenden Scheinwerfer des Herannahenden Zuges sind schon zu sehen, und auf den Schienen liegt ein Mensch. Mit dir am Bahnhof, fünf andere Menschen. Ein schreiendes Kind, eine verzweifelte Mutter, ein egoistischer Geschäftsmann, eine alte Frau und ein Spieler am Abgrund.

In wenigen Sekunden wird einer von ihnen tot sein. Aber wer? Wem von diesen Menschen wünschst du das Überleben, und wem den Tod?

WAS MIR GUT GEFIEL:
- Geniale Kapitelstruktur: Es gibt insgesamt nur 10 Kapitel. 5 davon spielen in extremer Zeitlupe direkt am Bahnsteig, die anderen 5 widmen sich ausführlich jeweils einer der Personen. Immer wenn die Spannung am Gleis kurz vor dem Überkochen ist, und man verzweifelt wissen will, wer stirbt, katapultiert einen das Buch mitten in das Leben einer dieser Figuren. Du wirst gezwungen, all ihre Abgründe, Fehler und Geheimnisse kennenzulernen, nur um am Ende selbst in der Richterrolle zu stecken und dich zu fragen, wer von ihnen das Überleben am ehesten verdient hat.
- Der ultimative Mindfuck: Das absolute Highlight ist die Stimme im Buch, die einen als Leser immer wieder direkt anspricht. Sie durchbricht die vierte Wand, hinterfragt eiskalt deine eigenen Gedanken und provoziert dich pausenlos. Sie spürt genau, welche Vorurteile du im Kopf hast, und manipuliert deine Wahrnehmung so geschickt, dass du dich selbst dabei erwischt, wie du deine Meinung über die Figuren alle paar Seiten komplett über den Haufen wirfst.
- Erschreckend nah am echten Leben: Das Buch zeigt eine alltägliche Situation, die jedem von uns passieren könnte, und hält uns irgendwie auch den Spiegel vor. Wie oft verurteilen wir Fremde im Vorbeigehen? Jeder trägt seine ganz eigenen Laster. Extrem nah ging mir auch die Reaktion der Welt nach dem Unglück. Während manche ihr Beileid bekunden, beschweren sich andere auf Social Media egoistisch über Zugverspätungen und Ticketpreise.
- Atmosphäre zum Greifen nah: Ich habe mich gefühlt, als stünde ich selbst starr vor Schock an diesem Bahnsteig, völlig überfordert von den Ereignissen um mich herum.
- Meisterhafte Charakterzeichnung: Jede einzelne Figur ist bis ins kleinste, intimste Detail ausgearbeitet. Man lernt ihre dunkelsten Abgründe und verletzlichsten Seiten kennen, was die finale Entscheidung am Ende nur noch emotionaler und schwerer macht.

WAS MIR WENIGER GUT GEFIEL:
- Die Kapitellänge ist Geschmackssache: Bei 320 Seiten gibt es insgesamt nur 10 Kapitel. Für mich persönlich waren die Abschnitte manchmal einen Ticken zu lang gestreckt, aber das tut der riesigen Spannung letztlich kaum einen Abbruch.

FAZIT:
Dieses Buch ist der perfekte, nervenaufreibende Snack für zwischendurch. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und habe es an nur zwei Abenden durchgesuchtet, weil dieser unerträgliche Sog am Bahnsteig mich einfach nicht losgelassen hat.
Wer Lust auf ein beklemmendes Gedankenexperiment, tiefgründige Charaktere und ein schonungsloses Verwirrspiel mit der eigenen Moral hat, MUSS dieses Buch lesen!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von libraryoflaura
Ein Zug. Fünf Menschen. Wer sterben soll, entscheidest du!

Rezensionen von Ele:

voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Stern

Die Zerstörung Magdeburgs

Die Bluthochzeit von Wolf Hector

Die Bluthochzeit, historischer Roman von Wolf Hector, 540 Seiten, erschienen im Ullstein-Verlag-
Der Fall Magdeburgs im 30jährigen Krieg
1930 wird die protestantische Stadt Magdeburg von den kaiserlichen Truppen belagert. Der Magistrat hat ein Bündnis mit den Schweden geschlossen. Die eigensinnigen Bürger, wollen sich nicht ergeben, weil sie auf Hilfe des König Gustav Adolf II.

von Schweden warten. Doch die rettenden schwedischen Truppen lassen auf sich warten. So gelingt es dem geharnischten Mönch, Graf von Tilly, Magdeburg zu stürmen. Zwischen den Fronten ein Liebespaar, Teresa Werdenhagen und Caspar Ludolf Steinmann. Deren Schicksal eng mit dem der Stadt verbunden ist.
Das Buch besteht aus 60 überschaubaren Kapiteln, die mit Ort und Datum, sowie mit einem, das Kapitel zusammenfassenden Titel überschrieben sind. Das Gesamtwerk teilt sich in drei Bücher. Die Erzählform ist auktorial, ich finde es die hier sinnvollste Stilform, denn der Leser kann die Geschichte von allen Seiten und aus der Sicht aller Figuren genießen. W. Hector, schreibt mitreißend, sehr bildhaft, und historisch einwandfrei, Kleinigkeiten die Zeitlich angepasst wurden, sind genannt. Der Autor kann auch Romantik, dass hat er in den einzelnen Liebeszenen bewiesen, selten habe ich dermaßen ästhetische Szenen gelesen, alles klar vorstellbar und kein bisschen zum Fremdschämen. Etwas Besonderes, dieses Buch beginnt mit dem Ende, das ja auch jederzeit in den Geschichtsdokumenten eingesehen werden kann, es wird also nichts vorweggenommen.
Die Zeittafel, das Personenverzeichnis (fiktive Personen mit * markiert) auf den ersten Seiten und das Glossar auf den letzten Seiten habe ich anfangs des Öfteren zu Rate gezogen. Dieser Roman ist es wert langsam und bedächtig gelesen zu werden, die vielen Charaktere und ihre Zugehörigkeit machen dies nötig. Ab der Hälfte geht es flüssig voran und das dritte und letzte Buch habe ich mit Spannung inhaliert. Ein Buch wie für mich, die Begebenheiten und Kämpfe im 30jährigen Krieg faszinieren mich schon immer, jetzt habe ich über den Fall Magdeburgs so viel erfahren, ich kann dem Autor nur eine gründliche Recherche bestätigen. Die einzelnen Figuren sind fundiert beschrieben, sie handeln nachvollziehbar und sind authentisch. Etwas Mystik, durch die Seherin Edita und Bruder Sebastian ist auch dabei, dies hat meine Fantasie beflügelt. Es fügt sich gut ins Buch und ich habe jedes Wort gefühlt. Die historische Stadtansicht ganz zu Beginn hat mir ebenfalls gefallen, man kann sich gut vorstellen was für eine prächtige Stadt Magdeburg war, macht auch das Setting nachvollziehbar. Mit Interesse habe ich auch das Nachwort des Autors zur Kenntnis genommen, weitere Einblicke werden dadurch gewährt.
Schon lange habe ich keinen so schönen historische Roman mehr gelesen, bei dem Fakten und Fiktives so gelungen zusammengefügt waren. Die beigefügte Liebesgeschichte habe ich genossen, ohne Weiteres hätte dies ein Detail zu dieser Zeit, an jenem Ort gewesen sei können. Die historischen Figuren, waren sehr interessant, besonders gelungen die Beschreibung von Tilly und auch Domprediger Bake. Fasziniert haben mich vor allem, die starken Frauen im Roman, Teresa sowie Sabina, ein Leichtes sich in sie hineinzuversetzen. Noch viele weitere bemerkenswerte Figuren wären, Ludolf, sein Vater, Balthasar oder auch Nikola von Kalovac. Nur einen fand ich richtig mies, von Falkenberg den Hofmarschall des schwedischen Königs. Einen Vater wie ihn Teresa hatte, wünscht man sich wohl auch nicht.
Ich fand diesen Roman grandios, ich wurde bestens unterhalten und habe weitere Erkenntnisse über das Geschehen im 30jährigen Krieg erhalten. Ich habe mich am Buch erfreut und gebe gerne eine Leseempfehlung und 5 Sterne.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Ele
Die Zerstörung Magdeburgs

Rezensionen von Ulla:

voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternnicht ausgefüllter Stern mit grünen Randnicht ausgefüllter Stern mit grünen Randnicht ausgefüllter Stern mit grünen Rand

Vorurteile und Misstrauen

Strandopfer von Frank Goldammer

In Mistroy nahe Swinemünde an der polnischen Ostseeküste wird ein toter Mann entdeckt. Der Ermordete gehört zu einer Gruppe, die regelmäßig in einer Villa Urlaub machen. Darunter ist auch ein Mitarbeiter des deutschen Innenministeriums so dass das BKA Lena Schulte dem ermittelnden polnischen Kommissar Adam Krawczyk zur Seite stellt.

Lena stammt aus einem Dorf nahe der Grenze, wuchs auf mit einem alkoholkranken Vater und Großeltern, denen sie nur eine Last war. Ihr Freundeskreis bestand aus Neonazis. Dieses Gedankengut hat sie immer noch nicht abgelegt, die misstraut den polnischen Behörden, zweifelt die Richtigkeit von Übersetzungen an und gerät immer wieder mit Adam aneinander, der seinerseits selbst Probleme mit sich herumträgt. Bei der Befragung der Urlaubergruppe deuten sich Ungereimtheiten und ein seltsames Verhalten an, besonders als sie hören, das die 10-jährige Luisa verschwunden ist und dies erst viele Stunden später entdeckt wurde. In dieser Gruppe scheint jeder etwas zu verschweigen. Die beiden Ermittler stolpern von einer Nachlässigkeit und einem Fehler in den nächsten, sie beleidigen sich gegenseitig und trauen dem anderen nichts zu. Leider ist das der Hauptbestandteil der Handlung, zusätzlich ist die Krimihandlung bis zur Auflösung des Falles recht unglaubwürdig.
Frank Goldammer kenne ich als einen guten Autor, diesen Kriminalroman jedoch kann ich nicht empfehlen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Ulla
Vorurteile und Misstrauen